Themen Themen Profil Profil Hilfe/Anleitungen Hilfe Teilnehmerliste Teilnehmerliste [Wahlrecht.de Startseite]
Suche Letzte 1|3|7 Tage Suche Suche Verzeichnis Verzeichnis  

Archiv bis 10. April 2016

Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Landtagswahlen in Deutschland » Landtagswahl in Thüringen » Archiv bis 10. April 2016 « Zurück Weiter »

Autor Beitrag
 Link zu diesem Beitrag

SaaleMAX
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 29. März 2016 - 21:50 Uhr:   

Wer , woher, warum und weshalb...wieviele Kinder im Laufe seines Lebens hat hat ist doch völlig irrelavant und hat wenig wenig mit den Landtagswahlen in Thüringen zu tun.


Davon abgesehen, ich finde, Kinder sind unsere Zukunft...Nur sollte man sich auch einmal Fragen warum gerade in hochentwickelten Industrienationen die Geburtenrate gegen Null tendiert!!!
 Link zu diesem Beitrag

Malthusianer
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 30. März 2016 - 01:47 Uhr:   

>Nur sollte man sich auch einmal Fragen warum gerade in hochentwickelten Industrienationen die Geburtenrate gegen Null tendiert!

Durchaus nicht in allen.
Da könnte man dann auch mal weiterfragen...
 Link zu diesem Beitrag

Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 30. März 2016 - 05:39 Uhr:   

 Link zu diesem Beitrag

Danny
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 30. März 2016 - 13:20 Uhr:   

"Das ist natürlich völliger Quatsch, da die Kinderzahl je Frau stark gesellschaftsabhängig aber nicht genetisch bedingt ist."

Es ist absolut abwegig und sogut wie ausgeschlossen, dass die Kinderzahl von den Genen unabhängig ist. Trivial sichtbar übrigens bei genetisch bedingter Unfruchtbarkeit.
r- und K-Strategie sind Idealtypen (zB Hasen vs Wölfe); Menschen haben eine gemischte Strategie und es ist plausibel und mittelgut belegt, dass das Paarungsverhalten durchaus stark von den Genen beeinflusst wird.

Das hat im weitesten Sinne mit der Umwelt zutun:
Wo das Wetter scheisse ist, gibt es in der Regel high-investment Parenting und weniger Kinder, denn um zB den Winter in Nordeuropa zu überleben braucht es Fähigkeiten, die dem Kind vermittelt werden müssen. Verbunden ist das auch mit einem Trend zur Monogamie.
Wo das Wetter dagegen das ganze Jahr über erträglich ist und genug Essen rumläuft oder herangeschafft wird von Entwicklungshelfern (Afrika) lohnt es sich einfach mehr auf Quantität statt Qualität zu setzen.
Diese Umwelteinflüsse verfestigen sich über Jahrtausende in den Genen der Leute die da wohnen (durch Selektion). (Daher auch die Theorie, dass Hautfarbe was mit Sonne zutun hat.)
Ziehen die Leute nun um sind sie natürlich erstmal weniger gut angepasst an die neue Umgebung.

Sexuell neigen bekanntlich Männer eher zu Quantität und Frauen eher zu Qualität weil Schwangerschaft teuer ist, aber auch da findet man (in beiden Geschlechtern) gemischte Strategien, abhängig von der Umgebung und den Genen die ja lange Zeit durch die Umgebung geprägt wurden. Aus der Interaktion des ganzen ergibt sich dann Kinderzahl, Treue, etc.
Unbestritten ist auch dass Testosteron eher ein männliches Paarungsverhalten bewirkt und schwarze Frauen besonders testosteronhaltig sind im Vergleich zu anderen.

Europa zeichnet sich auch schon lange durch eher niedrigere Geburtenraten aus und seit dem Christentum lag die Kinderzahl fast immer unter dem Umwelt- und Kapitaltechnisch möglichem Maximum, weshalb Europa über Generationen Kapital akkumuliert hat, was unseren Wohlstand und die Technik möglich gemacht hat.
Afrika dagegen scheint sich seit Ewigkeiten bei der Kinderzahl an der maximalen Tragfähigkeit der Umwelt zu orientieren. Daher hat man dort auch vergleichsweise rustikale Zivilisationen und wenig Technik vorgefunden (mal nett ausgedrückt). Seitdem wir nun Technik und Kapital dorthin verschiffen und damit die Nahrungsproduktionskapazität der Umwelt erhöhen und zusätzlich noch ständig Nahrung dorthin verschenken wächst die Population dort natürlich extrem stark an (natürlich vollkommen überraschend).
Allerdings scheint auch dort das Christentum (da wo es verbreitet ist) das Problem ein wenig zu reduzieren.
Selbstständig tragfähig ist das was in Afrika abgeht, allerdings sicher nicht. Ohne fortgesetzte Entwicklungshilfe würde es dort sicher zu gewissen Anpassungen und starker Bevölkerungsreduktion kommen. Aber unsere Gutmenschen halten sich eben gerne viele Neger im Entwicklungshelfer Zoo Afrika, denn nirgends kann man seine hohe moralische Gesinnung besser zur Schau stellen.

Wieviele Afrikaner wir nach Europa lassen hat darauf aber fast keine Auswirkungen, dazu sind die Zahlen bisher zu winzig. Selbst wenn wir Europa ganz mit Afrikaner füllen dürfte das den afrikanischen Kollaps höchstens um einige Jahre herausschieben, vermutlich aber stark beschleunigen, weil unsere Hilfeleistungskapazität dadurch zerstört wird.
 Link zu diesem Beitrag

Danny
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 30. März 2016 - 13:42 Uhr:   

RL:

Ich würde allgemein eher Veränderungen der Geburtenzahlen pro Frau und der Lebenserwartung als kausale Ursache für Veränderungen der Altersstruktur sehen. Bleiben die Ursachen konstant wird die Altersstruktur irgendwann statisch, aber bis dahin neigt man tatsächlich dazu den Altersstruktureffekt zu unterschätzen.

Kausal ist letztlich v.a. die Tragfähigkeit der Umgebung relevant, die v.a. von Technik, Medizin und Gesellschaftsorganisation abhängt. Da sowas kaum vorhersagbar ist sind die Vorhersagen natürlich alle sehr unsicher. Gibt es in Afrika ein paar grosse Kriege wo sich die Entwicklungshelferinnen dann nicht mehr hintrauen kann Afrika in 50 Jahren gut wieder auf dem Niveau von vor der Kolonialisierung sein. Mittels HIV/AIDS hat man ja schon einen grossen Schritt auf dem Weg dahin zurückgelegt (bis wir die Medis erfunden haben).


Ob der Zensus den Fertilitätsabstand "technisch verdoppelt" oder die tatsächlichen Änderungen wiedergibt weiss ich nicht, aber es wäre gut denkbar. Europäer scheinen vergleichsweise stark auf Überbevölkerungseffekte durch Fertilitätsreduktion zu reagieren. Deshalb würde Null-Migration unser Demographieproblem wohl mittelfristig beheben; denn bei fixen Kapital wird Arbeitskraft dann immer wertvoller: Kinder lohnen sich wieder und können dann auch wieder erwarten ein besseres Leben als ihre Eltern zu haben.
 Link zu diesem Beitrag

Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 31. März 2016 - 02:47 Uhr:   

 Link zu diesem Beitrag

SaaleMAX
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 05. April 2016 - 20:46 Uhr:   

Der aus der AFD Fraktion ausgetretenen Abgeordnete Oskar Helmerich, zuletzt fraktionslos im Landtag, wechselt zur SPD-Fraktion im Erfurter Stadtrat, dem auch er fraktionslos angehört .Der Rechtsanwalt gehörte 2013 zu den Gründern der AfD in Thüringen.

MDR: http://www.mdr.de/thueringen/helmerisch-spd-afd-100.html
 Link zu diesem Beitrag

Norddeutscher
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 05. April 2016 - 21:14 Uhr:   

Er wechselt also im Stadtrat zur SPD und im Landtag nicht (sonst würde das ja dort auch stehen)? Merkwürdige Geschichte. Erscheint mir so erstmal wenig glaubwürdig.
 Link zu diesem Beitrag

Matthias Cantow
Moderator
Veröffentlicht am Dienstag, 05. April 2016 - 21:46 Uhr:   

Im Artikel steht: Es habe zwar ein Gespräch mit Helmerich gegeben, allerdings hätten einige SPD-Abgeordnete mit Rücktritt gedroht, sollte Helmerich zur SPD wechseln.

Erscheint mir zumindest nachvollziehbar.
 Link zu diesem Beitrag

SaaleMAX
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 05. April 2016 - 21:54 Uhr:   

Ja, Genau.
Im Stadtrat Erfurt geht er wohl nun zur SPD-Fraktion.Im Landtag bleibt erstmal..., alles beim Alten.
 Link zu diesem Beitrag

Norddeutscher
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 05. April 2016 - 22:27 Uhr:   

Ja, aber wieso nehmen ihn die Erfurter auf, während es die Landtagsfraktion nicht tut? Wird da nicht kommuniziert, um eine einheitliche Linie zu finden?
 Link zu diesem Beitrag

Holger81
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 06. April 2016 - 12:06 Uhr:   

@Danny:
"Wo das Wetter scheisse ist, gibt es in der Regel high-investment Parenting und weniger Kinder, denn um zB den Winter in Nordeuropa zu überleben braucht es Fähigkeiten, die dem Kind vermittelt werden müssen. Verbunden ist das auch mit einem Trend zur Monogamie.
Wo das Wetter dagegen das ganze Jahr über erträglich ist und genug Essen rumläuft oder herangeschafft wird von Entwicklungshelfern (Afrika) lohnt es sich einfach mehr auf Quantität statt Qualität zu setzen. "

Statt solcher biologistischer Theorien kann man die höheren Geburtenrate in Entwicklungsländern (Afrika wie Asien, und auch Europa bis zum 19. Jahrhundert) einfach durch mangelnden Zugang zu Verhütungsmitteln und die existenzielle Notwendigkeit zum Kinderkriegen in Ländern ohne funktionierendes Sozialsystem erklären. Das erklärt auch, warum die Geburtenraten von Einwanderern sich schnell dem Landesniveau annähern.
Übrigens gibt es auch Entwicklungshelfer, die Verhütungsmittel verteilen und Sexualaufklärung durchführen, wie die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung.


"Allerdings scheint auch dort das Christentum (da wo es verbreitet ist) das Problem ein wenig zu reduzieren. "

Soll das ein Witz sein? Uganda und Osttimor sind komplett christlich und haben mit die höchsten Geburtenraten der Welt, dank dem päpstlichem Verhütungsverbot.
 Link zu diesem Beitrag

Malthusianer
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 06. April 2016 - 12:45 Uhr:   

>Soll das ein Witz sein? Uganda und Osttimor sind komplett christlich und haben mit die höchsten Geburtenraten der Welt, dank dem päpstlichem Verhütungsverbot.

Ja, dabei hatte man schon Hoffnung, als ihm kürzlich das
"Katholiken müssen sich nicht 'wie Karnickel' vermehren" 'rausgerutscht ist, wofür andere oder auch sein Vorgänger wohl dicke mit der Rassistenkeule verdroschen worden wären ;-)

Es hatte aber keine Nachwirkungen :-(

und der Protest blieb verhalten

>Kaninchenzüchter haben Papst Franziskus für seine „Karnickel“-Äußerung kritisiert. Man dürfe nicht allen Kaninchen pauschal ein erhöhtes Sexualverhalten unterstellen, sagte Erwin Leowsky, der Präsident des Zentralverbandes Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter, am Dienstag. Die sexuellen Ausschweifungen träfen nur auf die freilebenden Tiere zu. Die Fortpflanzung bei Zuchtkaninchen verlaufe hingegen in geordneten Bahnen.
 Link zu diesem Beitrag

Danny
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 06. April 2016 - 18:59 Uhr:   

RL:

"Soweit eine genetische Selektion vorhanden ist, müsste sie in Europa extrem in Richtung hoher Kinderzahl wirken. Seit Jahrhunderten beeinträchtigt die Zahl der Geschwister die eigenen Überlebenschancen nur noch marginal und seit geraumer Zeit praktisch garnicht mehr, während sie rein zahlenmäßig ein massiver Vorteil ist. Stärkeren Selektionsdruck kann man sich fast nicht vorstellen."

Das gilt aber nur, wenn die Kinder sich selbst auch fortpflanzen.
Die relevante Grösse ist die Kinderzahl der Kinder, also deren Fitness im engen Sinne.

Nur ca. 50% der Männer pflanzen sich überhaupt fort.
Sprich: Kinder aufziehen ist schwieriger als nur selbst zu Überleben.

Die Grösse dieser zusätzlichen Schwierigkeit ist eine Eigenschaft der Umwelt.
Ebenso die Frage wieweit sich diese Schwierigkeit durch high-investment-parenting überwinden lässt.

Beides dürfte auch sehr stark mit dem IQ korreliert sein.
 Link zu diesem Beitrag

Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 06. April 2016 - 19:34 Uhr:   

 Link zu diesem Beitrag

SaaleMAX
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 06. April 2016 - 19:39 Uhr:   

Bitte etwas das Thema beachten oder gesonderten Thread im "Geburtenforum" eröffen.
 Link zu diesem Beitrag

Danny
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 06. April 2016 - 22:24 Uhr:   

RL: Versteh ich jetzt nicht. Wieso das Gegenteil?

Das war ja nun auch keine vollständige Theorie sondern mehr eine Skizze wie die Eigenschaften der Umwelt unterschiedliche Paarungsstrategien nahelegen, die sich dann auf Dauer in den Genen verfestigen.
 Link zu diesem Beitrag

SaaleMAX
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 07. April 2016 - 21:04 Uhr:   

@ Danny ...ich bitte darum am Thema des Threads zu bleiben.Deinem Schreibfleiß in allen Ehren, den find ich gut.

Danke.
 Link zu diesem Beitrag

Danny
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 09. April 2016 - 08:53 Uhr:   

Hm, pflanzen sich die Leute in Thüringen denn nicht auch noch gelegentlich fort?
Falls nicht, tut mit das Offtopic posten natürlich leid. Wo ist denn das Geburtenforum hier?
 Link zu diesem Beitrag

SaaleMAX
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 10. April 2016 - 18:49 Uhr:   

Nochmal zum EX Afd-ler Helmerich:

Aus OTZ : "...Helmerich hatte vor einem knappen Jahr die AfD verlassen und sitzt seitdem als fraktionsloser Abgeordneter im Thüringer Parlament. An diesem Mittwoch will er sich im Landtag den SPD-Abgeordneten vorstellen, um über einen möglichen Fraktionseintritt zu reden. Vor wenigen Tagen war er bereits in die SPD-Fraktion im Erfurter Stadtrat aufgenommen worden."

Admin Admin Logout Logout   Vorige Seite Vorige Seite Nächste Seite Nächste Seite