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Archiv bis 14. Februar 2017

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El Tres
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 02. Februar 2017 - 22:27 Uhr:   

Das es nur Verschiebungen gab ist nicht richtig. Bei allen jüngsten Umfragen haben Grüne und Linke ganz leicht verloren, aber in Summe hat R2G hinzu gewonnen. Schulz ist ja auch kaum ein deutscher Hamond. Und die SPD weiß genau, dass sie einerseits Nichtwähler bzw. ihre Ex-Wähler zurückgewinnen muss und andererseits die CDU-Wähler, die die angeblich sozialdemokratische Merkel gewählt haben. Das Konzept scheint im Moment zumindest aufzugehen. Weißes Rauschen ist das nicht - vielleicht nur ein Strohfeuer, aber das wird die Zukunft zeigen.
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Interessierter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 03. Februar 2017 - 00:30 Uhr:   

Ob die Merkel-Regierung jetzt eher sozialdemokratisch ist oder nicht ist eine inhaltliche politische Frage, eigentlich hier nicht zulässig.

Trotzdem will ich mal über den hochgehaltenen Reifen springen und die Aussage von Schulz begründen:
1. Die Union hat nach Eindruck nicht weniger Wähler 2013 einen bewussten Wahlkampf gegen die FDP gemacht. Es ist ja ein bekannter Witz, dass Merkel mit der Großen Koalition mehr zufrieden war als mit der Union-FDP-Regierung.
2. Die Energiewende ist bei einigen immer noch Aufregethema. Und dieser Totalausstieg, sowohl aus regenerativen Energien als auch aus Atomkraft, ist ganz klar eher ein politisches Projekt der Grünen, nicht der Union.
3. Es ist klar, dass Merkel als Kanzlerin einer SPD-Unions-Koalition auch sozialdemokratische Punkte mittragen muss.
Man mag das ja großartig finden, weil man sowieso mit sozialdemokratischer Politik sympathisiert und das Kompromissfähigkeit anzeigt, aber es ist emotional unbefriedigend. Das ist das Hauptproblem.
Und es ist irrational, eine Unionspolitikerin für einen SPD-Kurs zu wählen.

Ich glaube, Schulz hat eine funktionsfähige und vernünftige Methode gefunden, wieder eine Masse an Personen anzusprechen. Er könnte es sogar schaffen, der SPD eine so überzeugende Mehrheit zu verschaffen, dass sie gegenüber der Linkspartei in einer guten Verhandlungsposition ist. Dann liegt es an den Linken: Populistische Fundamentalopposition oder politischer Kompromiss für Teilerfolge.
Wenn die Linken mitspielen - und das Eis bricht ja grade - , dann könnte das der Beginn einer R2G-Koalition auf Bundesebene werden.

Egal was man von dieser politischen Aussicht hält. Es würde wieder einen klassischen "Lagerwahlkampf" ermöglichen und wahrscheinlich auch die AfD wieder schwächen.
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Good Enttty
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 03. Februar 2017 - 13:16 Uhr:   

Schaut man sich die Zahlen mal unabhängig davon an, zu welchem Lager sie gehören, so haben große Parteien (CDU) viel verloren, mittelgroße Parteien (AfD, Linke, Grüne) mittelmäßig viel und kleine (FDP) nichts. Nur die SPD hat gewonnen.

Dann aber wäre auch die Erklärung möglich, dass zu den bisherigen Wahlberechtigten, die ihre Wahlabsicht gar nicht geändert haben, genormt auf "100", einfach 10 frustrierte Sympathisanten der SPD hinzukommen, die keine Lust hatten, einer von Gabriel angeführten SPD ihre Stimme zu geben, sei es, weil sie ihn und/oder seine Politik nicht mochten, sei es, weil sie ihre Stimme für die SPD für sinnlos hielten.

Rechnet man diese 10 neuen SPD-Wähler aus dem bisherigen Nichtwählerlager zu 100 Wählern hinzu, die genauso wählen, wie vor dem Wechsel von Gabriel zu Schulz, so kommt fast exakt das heraus, was wir sehen: Die bisherigen 20 SPD-Wähler mit 10 neuen sind bei 110 Wählern nun 28 %. Aus unverändert 10 Wählern der Linken werden 9 %. Die 6 Wähler der FDP sind immer noch 6 %. Usw. Naja, passt nicht ganz, aber doch recht gut und es ist ja auch nur eine grobe Schätzung und die üblichen Fluktuationen gibt es natürlich auch.

Aber wenn diese Kernüberlegung richtig ist, ist es im Wesentlichen gar keine Verschiebung von Wählerstimmen, sondern einfach eine deutlich verbesserte Motivation des ohnehin der SPD zugeneigten Lagers. Und das würde nach meinem persönlichen Eindruck auch stimmen. Mir ist niemand bewusst, der jetzt plötzlich statt der CDU nun die SPD wählen würde, nur weil Schulz deren Kanzlerkandidat ist. Aber bisher eher lustlose Anhänger der SPD, die jetzt eine deutlich verbesserte Stimmung haben, kenne ich schon.
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SaaleMAX
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 03. Februar 2017 - 19:14 Uhr:   

Wenn man sich die Die DIMAP Umfrage anschaut...Kanzlerfrage: bekommt Merkel 34% glatt genauso viel wie in der Sonntagsfrage die CDU.

Bei der SPD bekommt Schulz satte 50%, in der Sonntagsfrage aber ((nur)) SPD 28% trotz 8% an imaginären Zugewinnen....

CDU und AFD verlieren bei dieser Umfrage stark um jeweils 3 % Grüne und Linke um jeweils 1 Prozent sind insgesamt 8 Prozent!

Die SPD wiederum gewinnt 8 % in dieser Dimap Umfrage, was ich für sehr sehr beachtlich und fragwürdig halte in so kurzer Zeit.
...........................................................
PS: INTERN FORUM: In letzter Zeit stört mich sehr der Infekt der übersteigerten "Löscheritis ", das kann zu einer ernstzunehmenden Krankheit ausarten!
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Interessierter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 04. Februar 2017 - 05:40 Uhr:   

@Good Enttty:
Vielleicht sind es hauptsächlich gefrustete SPD'ler, die jetzt die Wahl ausmachen. Aber seit der Agenda 2010 hat es viele gefrustete SPD'ler gegeben. Wenn Schulz die jetzt unter der Agenda "mehr EU, mehr Solidarität, mehr Geld" einsammelt, ist mir das durchaus recht. Besser für die SPD als für eine undemokratische Partei.
Umgekehrt spricht er aber genau die richtigen Töne an: In der Union herrscht teils große Unzufriedenheit mit den Kurs. Nicht nur in der Flüchtlingskrise, aber das ist für viele auch ein willkomemner Anlass, siehe CSU.

Ich würde also sagen: Die Unionswähler springen ab und die SPD'ler gewinnen. Nach fast 12 Jahren Merkel ist klar, dass es eine Ermüdung gibt, ebenso nach 8 Jahren GroKo.
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Martin Wolf
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 06. Februar 2017 - 00:25 Uhr:   

Ich bin auch wirklich kein Freund von RRG, aber für mich stellt sich, will ich, dass Merkel weitermacht oder nicht.
Hier sage ich für mich ganz klar NEIN.
Die AFD ist schon allein aus wahltaktischen Gründen keine Option, da mit jeder Stimme pro AFD, die Chance auf eine reguläre Koalition schwindet und damit eine Groko unter Merkel wahrscheinlicher wird. Außerdem wähle ich keine faschistoiden Parteien ...
CDU, CSU und FDP werden sicher Merkel weiter unterstützen => deshalb nein.
Die Grünen haben der Union schon avancen gemacht, sollte Schwarz-Grün möglich sein und auch Merkel liebäugelt sicher damit. => nein
Wäre Sigmar Gabriel für die SPD angetreten hätte ich in den supersauren Apfel gebissen und hätte Linkspartei gewählt, aber mit Martin Schulz werde ich zum ersten mal in meinem Leben der SPD meine Stimme geben.

Kurzum, ich halte Umfragen ungenauer, als das Orakel von Delphi, aber ich kann mir sehr gut Vorstellen, dass viele Menschen in Deutschland ähnlich wie ich hier denken und deshalb die SPD in der Wählergunst vorerst gewinnt.
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Martial00120
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 06. Februar 2017 - 09:48 Uhr:   

@Martin Wolf

Ich sehe es genauso wie sie. Mit Martin Schulz als Kanzler würde es endlich wieder Opposition durch eine andere grossee Partei geben.
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Martin Wolf
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 06. Februar 2017 - 14:08 Uhr:   

Ja das ist einfach so wichtig für die parlamentarische Demokratie, dass die Opposition nicht nur aus zwei Kleinparteien besteht.
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Good Entity
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 06. Februar 2017 - 14:41 Uhr:   

Alle Beiträge würden jetzt allerdings die These stützen, dass die Zuwächse der SPD durch jetzt von Martin Schulz besser motivierte, der SPD zuneigende Nichtwähler einerseits (Posting Martial00120) und durch zurückkehrende, zuletzt bei der Linken oder den Grünen geparkte Anhänger andererseits (Posting Martin Wolf) entstehen.

Dann hat natürlich auch Interessierter recht: Die CDU verliert zwar keine Anhänger an eine der Parteien im linken Lager, aber dieses überflügelt sie trotzdem.

Damit rückt übrigens eine Koalition in den Bereich des möglichen, die bisher überhaupt noch nicht betrachtet wurde: Eine Große Koalition mit der SPD als stärksten Partei und Martin Schulz als Kanzler. Es kann sogar sein, dass diese Koalition möglich ist, während es für Rotrotgrün nicht reicht, etwa CDU/CSU 30, SPD 32, AfD 15, Grüne 8, Linke 8, FDP 6. Das hat zwar jeder der Vorposter gerade nicht gewollt, wird dann aber fast zwingend. Und so sonderlich abwegig oder extrem finde ich die Zahlen nun auch nicht.

Wenn nun wiederum die CDU/CSU das nicht so will, muss sie ihre bisherigen Nichtwähler eben auch zusätzlich motivieren.
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Martin Dauser
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 06. Februar 2017 - 15:24 Uhr:   

@Good Entity

Selbst wenn die SPD 29 % und die CDU/CSU 32 % hätte, könnte die SPD in einer großen Koalition den Kanzler stellen. Denn wenn die CSU ihre Ankündigung wahr macht und als eigenständige Partei Koaltitionsverhandlungen führen will (also anders als 2005), ist plötlich die SPD die stärkste Partei.
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SaaleMAX
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 06. Februar 2017 - 20:39 Uhr:   

@ Martin Dauser
Welche ihrer unzähligen Ankündigungen... bis hin zu einer Klageandrohung gegen die Flüchtlingswelle, Obergrenze, Maut,Bundesherdprämie für Mütter usw.... hat die CSU denn Bundespolitisch bis jetzt wahr gemacht ???

Also von der ""Möchtegern-National-Konservativ-Front" alias CSU aus München droht außer warmer LUFT,---------REIN gar NIX.
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Martin Wolf
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 07. Februar 2017 - 03:30 Uhr:   

@Good Entity
In meinem Fall irren sie, ich habe noch nie SPD, Linkspartei oder Grüne gewählt. Vor 8 Jahren wäre mir das auch noch nie in den Sinn gekommen.
Doch da die Union, v.a. die nur für mich wählbare CSU, dem Mindestlohn bestenfalls skeptisch gegenübersteht und auch in anderen Politikfeldern sich die Positionen des "Mitte-Rechts Lagers" diametral von meinen Ansichten unterscheiden (Datenschutz, Internetfreiheit, Bürgerrechte, Wohnungsbaupolitik, Investitionen ...) habe ich bei dieser Wahl einfach keine andere Option, als eine linke Partei zu wählen.
(Die Grünen sind nicht mehr links).
Hier ist mir dann Martin Schulz natürlich wesentlich näher als die Linke. Deshalb der Schwenk von der Linkspartei zur SPD mit der Nominierung von Herrn Schulz.
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Good Entity
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 07. Februar 2017 - 18:27 Uhr:   

@Martin Dauser: Nun ja, einigen können sich mehrere Koalitionspartner natürlich auch darauf, einen Kanzler zu wählen, der Mitglied des kleineren oder sogar des kleinsten von drei oder mehr Koalitionspartnern ist. Also Herrn Seehofer zum Beispiel.

@SaaleMax: Nicht im Detail, aber im Ergebnis würde ich Dir dieses mal sogar zustimmen.

@Martin Wolf: Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass die CSU vor 8 Jahren eine andere Einstellung zum Mindestlohn hatte als heute, genauso wie zu den anderen erwähnten Themenkomplexen. Von daher müsstest Du 2009 ebenso wie 2013 schon die gleichen Überlegungen gehabt haben wie heute und könntest eigentlich auch damals nicht die CSU gewählt haben, wenn dieses die für Dich allein relevanten Kriterien waren, vielleicht hattest Du damals noch andere. Aber ich habe jetzt auch schon Leute getroffen, die die SPD nur wegen Gabriel gewählt haben, weil er aus dem Harz kommt, und jetzt zukünftig die Partei wählen wollen, die ihnen persönlich näher steht (CDU). Vermutlich wird es dafür im Raum Würselen Wähler geben, die Schulz shippen und nun die SPD wählen werden.

Übrigens wusste ich bei meinem letzten Post noch nichts von der neuen Umfrage, in der tatsächlich die SPD knapp vor der CDU/CSU steht. Offenbar fange ich schon an, Umfragen zutreffend vorherzusagen. Aber sonst geht es mir noch ganz gut.
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SaaleMAX
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 10. Februar 2017 - 19:57 Uhr:   

Bald Pensionär Schäuble bekommt Angst und keilt gegen SPD Schulz!
Der Wahlkampf läuft jetzt richtig an und dürfte diesmal wohl auch wieder seinen Namen verdienen...Wahl"kampf" .

Er setzt SPD Kanzlerkandidat Schulz mit US-Präsident Trump gleich.
Ich glaube in der CDU/CSU "brennt die Hütte"....
..........................
Für Interessierte schreibt FAZ.de :

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/schaeuble-vergleicht-schulz-mit-trump-14871443.html
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Interessierter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 10. Februar 2017 - 20:55 Uhr:   

Ich halte den Vergleich zwar für zugespitzt und polemisch, aber gar nicht mal unglücklich gewählt. Schulz Wahlkampf-Rhetorik ist ganz klar populistisch, nur eben Linkspopulistisch. Deswegen fällt es vielen schon gar nicht mehr auf, weil populistisch immer irgendwie mit "rechtspopulistisch" verbunden ist.

Die Frage, ob Populismus jetzt immer schädlich ist oder manchmal gut, wenn er von "den Richtigen" betrieben wird, muss jeder für sich selbst beantworten.
Angenehmer als AfD oder manche linke Aussagen ist es jedenfalls.

Natürlich bleibt der SPD auch keine große Wahl. Sie kann nicht glaubwürdig die Opposition mimen, sie war seit 2002 ebenso lange an der Regierung beteiligt wie die Union und hat alle wesentlichen Maßnahmen der Merkel-Ära mitgetragen. Wenn sie also Wahlkampf machen will, dann geht es nur über die Populismus-Karte.

Sieht man ja auch an der Themenwahl: Soziale Gerechtigkeit könnte man selbst in einen Land mi 90% gleichen Löhnen immer noch zum Dauerthema machen, weil sich jeder irgendwie ungerecht behandelt fühlt. Oft zu unrecht, bisweilen zu recht.
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Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 13. Februar 2017 - 12:42 Uhr:   

> Er setzt SPD Kanzlerkandidat Schulz mit US-Präsident Trump gleich.
Er setzt nicht gleich, sondern er vergleicht - das ist etwas Anderes!

Und mit dem Vergleich hat er durchaus recht. Schulz ähnelt Trump in vielen Punkten.
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 13. Februar 2017 - 17:35 Uhr:   

Schulz ist von der Biographie, seinem Verhalten sowie seinen politischen Ansichten und Zielen so weit von Trump entfernt, das jeder erkennt, das der Vergleich nicht gut gewählt ist.
Schulz hat auf Trump angespielt (Let's make Europe great again), aber mit leichter Ironie. Die fehlt Schäuble in der Tat völlig. Insofern wäre eher Schäuble mit Trump ähnlich, aber auch das wäre ein schlechter Vergleich.
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Martin Dauser
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 13. Februar 2017 - 18:31 Uhr:   

Schulz profitiert in den Umfragen momentan davon, dass derzeit sowohl Leute, die sich eine linke Mehrheit jenseits der Union, also auch Leute, die eine Alternative zu Merkel in der Mitte haben wollen, ihre Hoffnungen auf ihn projizieren. Um auch weiterhin beide Zielgruppen anzusprechen, muss er und seine Partei einen Balance-Akt durchführen, der sicher nicht 7 1/2 Monate durchgehalten werden kann. Spätestens bei bzw nach der NRW-Wahl wird eine der beiden Gruppen enttäuscht werden.
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SaaleMAX
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 13. Februar 2017 - 19:06 Uhr:   

Wobei ja unter bestimmten Vorzeichen die NRW-Wahl bzw die Wahl zum Bundespräsidenten unter gewissen Aspekten auch manchmal als " Vorzeichen" der BTW angenommen werden kann, wenn BEIDE gewonnen werden stehen zumindest rein Bauchgefühlmässig die Chancen relativ GUT für einen SPD Kanzler.
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Interessierter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 14. Februar 2017 - 06:50 Uhr:   

@Ingo Zachos
"Schulz ist von der Biographie, seinem Verhalten sowie seinen politischen Ansichten und Zielen so weit von Trump entfernt, das jeder erkennt, das der Vergleich nicht gut gewählt ist."

Das verbindende Element zwischen Trump und Schulz ist doch nicht die Biographie oder die Ansichten, sondern der Populismus. Beide machen sich mit Vorliebe über Themen her, die sehr viel mit gefülter Realität zu tun haben, sprechen das Herz und erst dann den Kopf an.

Insofern sehe ich den Vergleich schon als gerechtfertigt an.

"Die fehlt Schäuble in der Tat völlig. Insofern wäre eher Schäuble mit Trump ähnlich, aber auch das wäre ein schlechter Vergleich."

Schäubles Ansichten und Ziele, über die darf man gerne leidenschaftlich streiten in einer Demokratie. Ich selbst war und bin mit vielen nicht einverstanden (Anlasslose Massenüberwachung, sein Nein zur Steuersenkungen, EURO-Politik usw.), aber ich muss doch anerkennen: Schäuble argumentiert für seine Position - sofern er dafür überhaupt PR macht.

Er bleibt nicht bei irgendwelchen gefühlten Ungerechtigkeiten stehen oder verspricht höhere Löhne und Arbeitsplätze aus dem Nichts zu schaffen.
Was Deutschland angeht, ist Schäuble der maximale Anti-Trump.

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