Themen Themen Profil Profil Hilfe/Anleitungen Hilfe Teilnehmerliste Teilnehmerliste [Wahlrecht.de Startseite]
Suche Letzte 1|3|7 Tage Suche Suche Verzeichnis Verzeichnis  

Archiv bis 23. Oktober 2015

Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Wahlen, Abstimmungen usw. im europäischen Ausland » Schweiz – Wahlen und Abstimmungen in der Schweiz » Archiv bis 23. Oktober 2015 « Zurück Weiter »

Autor Beitrag
 Link zu diesem Beitrag

uhu
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 02. April 2014 - 00:27 Uhr:   

Thomas Frings:
"Sonstige 1 (+1, ein Abg. aus dem linken Spektrum)"

Welcher wahlvorschlag war das?
 Link zu diesem Beitrag

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 03. April 2014 - 17:29 Uhr:   

Dieser:
http://www.growa.apps.be.ch/growa/action/GrowaInternetAction.do?method=read&sprache=d&typ=18&wk=F&liste=22
 Link zu diesem Beitrag

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 17. Mai 2014 - 14:39 Uhr:   

Morgen gibt es vier Abstimmungen:

Politisch am umstrittensten ist die Anschaffung von neuen Kampfflugzeugen. Hier wird auch das Resultat wahrscheinlich am knappsten sein.

Sehr wahrscheinlich abgelehnt wird eine Juso-Initiative, einen gesetzlichen Mindestlohn von 22 Franken (bei derzeitigem Wechselkurs ca. 18 €) pro Stunde einzuführen.

Wahrscheinlich angenommen wird die Volksinitiative "Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen".

Bei der vierten und am wenigsten beachteten Vorlage geht es um einen Verfassungsartikel zur Förderung von Hausarztmedizin.

Abstimmungsbroschüre:
https://www.ch.ch/de/abstimmungsbuechlein-18052014/
 Link zu diesem Beitrag

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 12. April 2015 - 17:47 Uhr:   

Wahlen im Kanton Zürich

Zusammensetzung Regierungsrat (7 Mitglieder): SVP 2, FDP 2, SP 2, CVP 1

Die Grünen haben ihren Regierungssitz an die CVP verloren.


Kantonsrat

Stimmenanteile (in Klammern Anteil 2011)
SVP 30,0 (29,6)
SP 19,7 (19,3)
FDP 17,3 (12,9)
Grüne 7,2 (10,6)
glp 7,6 (10,3)
CVP 4,9 (4,9)
EVP 4,3 (3,8)
BDP 2,6 (3,5)
EDU 2,7 (2,6)
AL 3,0 (1,6)

Sitze (180 insgesamt)
SVP 54 (+/-0)
SP 36 (+1)
FDP 31 (+8)
Grüne 13 (-6)
glp 14 (-5)
CVP 9 (+/-0)
EVP 8 (+1)
BDP 5 (-1)
EDU 5 (+/-0)
AL 5 (+2)

Die Wahl ist also ein klarer Erfolg für die FDP und auch für die extrem linke AL und eine klare Niederlage von Grünen und Grünliberalen (ist natürlich ein Oxymoron, aber die nennen sich eben so). Die Wahl im größten Kanton ist traditionell ein wichtiger Stimmungstest vor der nationalen Wahl, die immer etwa ein halbes Jahr später stattfindet. Bei der Wahl in Luzern vor zwei Wochen waren die Tendenzen ähnlich, hier hat die SVP aber mehr gewonnen und die FDP weniger. Auch in Basel Landschaft hatten im Februar FDP und SVP gewonnen und Grüne, glp und BDP verloren.

Als Tendenzen für die nationale Wahl kann man also ausmachen:
- Gewinne für FDP und SVP
- Verluste für Grüne, glp und BDP
- SP und CVP stabil
- Verschiebung nach rechts

Die FDP ist seit 1979 langsam aber permanent abgesackt. Dass sie jetzt wieder zulegt, hat sicher auch mit der Aufwertung des Franken gegenüber dem Euro zu tun, was die Wirtschaft unter Druck bringt. Da ist Wirtschaftskompetenz eher gefragt und grüne Experementier- und Reglementierfreude weniger. Am 8. März wurde eine Volksinitiative der glp, die die Mehrwertsteuer durch eine Energiesteuer ersetzen wollte, mit 92% abgelehnt. Eine so deutliche Klatsche ist extrem selten.
 Link zu diesem Beitrag

Europäer
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 13. April 2015 - 12:31 Uhr:   

Warum soll „grünliberal“ ein Oxymoron sein? Es schließt sich nicht aus, „grün“ und „liberal“ zu sein. Es sei denn vielleicht, man benutzt nur einen sehr verengten Liberalismus-Begriff. Was verstehen Sie denn unter „liberal“ bzw. was stört Sie genau an „grünliberal“?
 Link zu diesem Beitrag

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 14. April 2015 - 19:09 Uhr:   

Dazu könnte ich viel schreiben, aber ich will hier keine ideologische Grundsatzdebatte lostreten.

Ganz kurz: Liberalismus und grüne Ideologie schließen sich deswegen aus, weil Grüne sehr staatsdirigistisch sind und dies ist bei ihrer Ideologie zwangsläufig so.
 Link zu diesem Beitrag

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. Oktober 2015 - 19:44 Uhr:   

Die Wahl des Nationalrats und von 45 der 46 Ständeratsmitglieder ist kommenden Sonntag. Die Stimmabgabe ist bis 12 Uhr möglich. 90% oder mehr wählen per Brief und es ist durchaus üblich, schon am Samstag oder Freitag mit der Auszählung der eingegangenen Stimmzettel anzufangen, sodass das Ergebnis schon am frühen Abend feststehen dürfte.

Die Ständeratsmitglieder werden nach absoluter Mehrheitswahl gewählt, nur in Neuenburg und Jura gilt Verhältniswahl (soweit man bei 2 Sitzen überhaupt Proporz herstellen kann). Von den 200 Mitgliedern des Nationalrats werden sechs in den kleinsten Kantonen, die jeweils nur einen Sitz haben (Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Nidwalden, Obwalden, Uri) nach relativer Mehrheitswahl gewählt. Die übrigen 194 werden in den anderen 20 Kantonen jeweils nach Verhältniswahl gewählt. Die Sitze werden nach d'Hondt verteilt, Listenverbindungen sind möglich. Es sind sogar Unterlistenverbindungen möglich, aber nur zwischen Listen derselben Partei. Listenverbindungen können massiven Einfluss haben. So bekam 2011 die GLP einen der 6 Sitze in Thurgau mit nur 5,2% dank günstiger Listenverbindung, während die FDP mit 11,2% keinen Sitz bekam. Auch die SP holte dank Listenverbindungen teilweise erstaunlich viele Sitze: 2 der 7 Sitze im Wallis mit nur 14,6% und 3 der 7 Sitze in Freiburg mit 26,7%.


Die Listenverbindungen in den einzelnen Kantonen:

Aargau (16 Sitze, einer mehr als bisher)
SVP-FDP-CVP-EDU
SP-Grüne-Piraten-Integrale Demokratie
GLP-BDP-EVP-SLB-Ecopop

Basel Landschaft (7 Sitze)
SVP-FDP
SP-Grüne
CVP-BDP
GLP- Grün-Unabhängige

Basel Stadt (5 Sitze)
SP-Grüne-BastA!
FDP-LDP
CVP-GLP-EVP-BDP

Bern (25 Sitze, einer weniger als bisher)
SVP-Alpenparlament
SP-Grüne-PdA
BDP-GLP-EVP-CVP
EDU-SD

Freiburg (7 Sitze)
CVP-GLP
FDP-BDP
SVP-EDU
SP-Grüne-CSP-EVP

Genf (11 Sitze)
SP-Grüne-Ensemble a gauche
CVP-FDP-glp-BDP
MCG-SVP-EDU

Graubünden (5 Sitze)
FDP-CVP-BDP
SP-GLP
SVP-Patriotische Liberale Demokraten

Jura (2 Sitze)
SP-Grüne-PdA

Luzern (10 Sitze)
SP-Grüne-GLP
FDP-CVP-BDP-EVP
SVP-Aktive Senioren Luzern

Neuenburg (4 Sitze, einer weniger als bisher)
FDP-CVP-BDP-GLP
SP-(GP/PdA)

Schaffhausen (2 Sitze)
SVP-FDP-EDU
SP-Grüne(ÖBS)-AL

Schwyz (4 Sitze)
SP-Grüne-GLP
FDP-Gewerbeliste

Solothurn (6 Sitze, einer weniger als bisher)
SP-Grüne
CVP-BDP-EVP

St. Gallen (12 Sitze)
SVP-EDU
SP-Grüne
CVP-BDP-EVP
GLP-Piraten

Tessin (8 Sitze)
SVP-Lega dei Ticinesi
SP-PdA-Kommunisten
CVP-GLP

Thurgau (6 Sitze)
SP-Grüne
SVP-EDU
FDP-CVP-BDP-GLP

Waadt (18 Sitze)
BDP-CVP-GLP-EVP
SP-Grüne-PdA-Piraten

Wallis (8 Sitze, einer mehr als bisher)
SP-Grüne-CSP Unterwallis

Zug (3 Sitze)
SP-Grüne-Piraten
FDP-CVP-GLP

Zürich (35 Sitze, einer mehr als bisher)
SP-Grüne-AL-Zentrumspartei-Künstlerliste
SVP-EDU
CVP-BDP-EVP-GLP-Tierpartei-Piraten-Ecopop


Gewisse Muster lassen sich erkennen:
1) SP und Grüne sind mit Ausnahme von Tessin immer in einer Listenverbindung (sofern beide antreten) und daran sind durchgehend auch die extrem linken Parteien (z. B. AL, PdA) beteiligt sind, soweit sie antreten. Dagegen gibt es nur im Aargau eine breite bürgerliche Listenverbindung.
2) Die SVP tritt meist entweder ohne Listenverbindung oder in Listenverbindung mit Splitterparteien an. Nur in drei Kantonen gibt es eine Listenverbindung mit der FDP.
3) CVP, BDP, GLP und EVP haben ihre Listen sehr oft verbunden, teilweise unter Beteiligung der FDP.
4) Die GLP tritt überall in einer Listenverbindung an, meist mit Mitteparteien (CVP, BDP, EVP), teilweise aber auch mit den Linken (Luzern, Graubünde, Schwyz). Da sie weniger günstige Listenverbindungen hat als 2011, wird sie so gut wie sicher erheblich Sitze verlieren.

In Neuenburg haben Grüne und PdA - wie schon 2011 - das Unterlistenverbot für Listen verschiedener Parteien umgangen, indem sie einen neuen Parteinamen erfunden haben. Die PdA (in der französischsprachigen Schweiz: POP) tritt als "POPVerts - Parti Ouvrier et Populaire" an und die Grünen als "POPVerts - Les Verts".
 Link zu diesem Beitrag

Nikolaus
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 17. Oktober 2015 - 23:14 Uhr:   

"90% oder mehr wählen per Brief und es ist durchaus üblich, schon am Samstag oder Freitag mit der Auszählung der eingegangenen Stimmzettel anzufangen, sodass das Ergebnis schon am frühen Abend feststehen dürfte."

Allen Ernstes? Und sollte das mit der Auszählung am Freutag der Grund sein, dass die Schweizer so schnell fertig werden mit dem Auszählen?
Ich hätte sonst dem Bremer Landeswahlleiter und der Innen-Deputation empfohlen, zur Wahlbeobachtung hinzufahren, um zu erfahren, wie man eine schnelle Auszählung organisiert, und welche Ausführungsbestimmungen in der Wahlordnung dabei helfen könnten. Der urbane Kanton Basel-Stadt würde sich am besten eignen, denn dort haben die Wähler wie in Bremen 5 Stimmen.
Aber selbst, wenn sie nun von Freitag bis Sonntag zählen sollten, dann brauchen sie immerhin einen Tag weniger als die Bremer im Mai.

Zu den Listenverbindungen: Das Tessin ist in Bezug auf Rot-Grün ein Sonderfall. Die Presse hat hier von massiven persönlichen Animositäten zwischen Protgonisten beider Kantonalparteien berichtet, die wohl auch sehr öffentlich ausgetragen worden sind.

Listenverbindungen SVP-FDP gab es vor acht Jahren fast noch flächendeckend. Bemerkenswert, dass die FDP in sieben Kantonen mit Parteien der (linken) Mitte zusammenspannt.

Neben Nationalratsmandaten der GLP sind vor allem deren beide Sitze im Ständerat in großer Gefahr. Beide Amtsinhaber treten nicht mehr an. In Uri kandidiert die GLP meines Wissens gar nicht wieder,und eine Wahl des Parteipräsidenten Martin Bäumle ist äußerst ungewiss.
 Link zu diesem Beitrag

zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 17. Oktober 2015 - 23:24 Uhr:   

Nationalrats- und Ständeratswahlen am 18.10.2015

Die Wahllokale schließen um 12 Uhr MESZ. Dann und in den folgenden Stunden gibt es laufend kantonale Hochrechnungen. Die erste nationale Hochrechnung gibt es um 19:00 Uhr MESZ.

Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Parlamentswahlen_2015
https://en.wikipedia.org/wiki/Swiss_federal_election,_2015
https://fr.wikipedia.org/wiki/%C3%89lections_f%C3%A9d%C3%A9rales_suisses_de_2015

Wahlkommission / offizielle Seiten
https://www.ch.ch/de/wahlen2015/
http://www.politik-stat.ch/
https://www.admin.ch/ch/d/pore/nrw15/jus_index.html

Hochrechnungen / Ergebnisse
https://www.hochrechnungen.ch/
http://www.electograph.com/p/special-swiss-federal-election-18.html

News de
http://derstandard.at/r2976/Schweiz
http://www.spiegel.de/thema/schweiz/
http://www.tagesschau.de/thema/schweiz/

News de ch
http://www.srf.ch/
http://www.nzz.ch/
http://bazonline.ch/wahlen2011/
http://www.20min.ch/myvote/
http://www.news.ch/
http://www.swissinfo.ch/ger
http://news.heute.ch/

Twitter
https://twitter.com/search?q=wahlch15%20OR%20%23wahlench15&src=typd

Forum en
http://uselectionatlas.org/FORUM/index.php?PHPSESSID=78a03a623b040b613a091da93856b9fd&topic=172799.0

Umfragen
https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Parlamentswahlen_2015#Umfragen
https://en.wikipedia.org/wiki/Swiss_federal_election,_2015#Opinion_polls
https://fr.wikipedia.org/wiki/%C3%89lections_f%C3%A9d%C3%A9rales_suisses_de_2015#Sondages_d.27opinion_pr.C3.A9.C3.A9lectoraux
http://www.electograph.com/search/label/Switzerland

"Wahl-O-Mat" / Smartvote
https://www.smartvote.ch/

Wahlrecht
http://www.wahlrecht.de/ausland/schweiz.html

frühere Wahlen
http://www.parties-and-elections.eu/switzerland.html
http://www.electoralgeography.com/new/en/category/countries/s/switzerland
https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Wahl_in_der_Schweiz
https://en.wikipedia.org/wiki/Category:Elections_in_Switzerland
http://uselectionatlas.org/FORUM/index.php?PHPSESSID=478da332f1411e2a0452fa9c04acfc6f&topic=135079.0
 Link zu diesem Beitrag

Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Oktober 2015 - 00:46 Uhr:   

 Link zu diesem Beitrag

Nikolaus
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Oktober 2015 - 13:33 Uhr:   

Falsch. In Basel kandidieren 26 Listen. Die allermeisten mit je 5 Kandidaten. Da sind wir schon mal 130 Personen.
http://www.kantonsblatt.ch/artikel/2015/067/201506701001.html
Hier ist ein Teil des Stimmzettels als Muster aufgeführt: https://www.vimentis.ch/content/docs/Wahlsystem_Kanton_BS.pdf
Kreuzen gibt es nicht, aber man kann Namen streichen und durch andere einsetzen. Oder eben einen Kandidaten doppeln. Das auszuwerten ist schoen etwas schrerer als in Bremen.
 Link zu diesem Beitrag

Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Oktober 2015 - 14:27 Uhr:   

 Link zu diesem Beitrag

zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Oktober 2015 - 19:34 Uhr:   

SRF 1. Nationale Hochrechnung: Nationalrat

Partei 2015 % +/- 2015 Sitze +/-

SVP 28 +1.4 65 +11
SP 18.6 -0.1 44 -2
FDP 16.4 +1.3 33 +3
CVP 12.6 +0.3 28 -1
Grüne 7.8 -0.6 10 -5
BDP 4.6 -0.8 8 -1
GLP 4.7 -0.7 6 -6
EVP 1.9 -0.1 2 0
EDU 1.2 -0.1 0 0
Linke 1.2 0 1 +1
Lega 0.9 +0.1 2 0
MCG 0.4 0 1 0
CSP 0.1 -0.2 0 0
Andere 1.6 -0.5 0 0

http://www.srf.ch/news/wahlen/brunner-will-zweiten-bundesrat-fuer-die-svp
 Link zu diesem Beitrag

zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Oktober 2015 - 21:06 Uhr:   

SRF 2. Nationale Hochrechnung: Nationalrat 21:00

Partei 2015 % +/- 2015 Sitze +/-

SVP 29.5 +2.9 65 +11
SP 18.9 +0.2 44 -2
FDP 16.3 +1.2 33 +3
CVP 12.1 -0.2 28 -1
Grüne 6.9 -1.5 10 -5
BDP 4.1 -1.3 8 -1
GLP 4.6 -0.8 6 -6
EVP 1.9 -0.1 2 0
EDU 1.2 -0.1 0 0
Linke 1.2 0 1 +1
Lega 1 +0.2 2 0
MCG 0.3 -0.1 1 0
CSP 0.2 -0.1 0 0
Andere 1.8 -0.3 0 0

(Beitrag nachträglich am 18., Oktober. 2015 von zigzag editiert)
 Link zu diesem Beitrag

zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 21. Oktober 2015 - 15:35 Uhr:   

Ergebnisse:

Partei % +/- Nationalratssitze +/- Ständeratssitze +/-

SVP: 29.4 +2.8 65 +11 5 +-0
SP: 18.8 +0.1 43 -3 6 -5
FDP: 16.4 +1.3 33 +3 8 -3
CVP: 11.6 -0.7 27 -1 7 -5
GPS: 7.1 -1.3 11 -4
glp: 4.6 -0.8 7 -5
BDP: 4.1 -1.3 7 -2
EVP: 1.9 -0.1 2 0
EDU: 1.2 -0.1 0 0
AL: 1.2 +0.3 1 +1
Lega: 1.0 +0.2 2 0
Sol: 0.5 +0.2 0 0
PdA: 0.4 -0.1 1 +1
MCG: 0.3 -0.1 1 0
CSP: 0.2 -0.1 0 0
SD: 0.1 -0.1 0 0
Andere: 1.8 -0.3 0 0
parteilos - - - - 1
offen / 2. Wahlgang nötig - - - - 19

http://www.srf.ch/news/wahlen/resultate
https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Parlamentswahlen_2015#Ergebnisse_der_Nationalratswahlen
https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Parlamentswahlen_2015/Resultate_Nationalratswahlen
 Link zu diesem Beitrag

Alfred
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 22. Oktober 2015 - 23:15 Uhr:   

Die Schweizer haben das Ergebnis sehr genau vorhersagen können:

http://blog.tagesanzeiger.ch/datenblog/index.php/10824/longchamp-hermann-und-kollegen-waren-praezis
 Link zu diesem Beitrag

Good Entity
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 23. Oktober 2015 - 16:22 Uhr:   

Die Veränderungen liegen in der Schweiz aber auch besonders niedrig. Die meisten Stimmen haben diesmal die beiden grünen Parteien und die BDP verloren, und selbst diese gigantischen Verluste liegen nur bei jeweils 1,3 %punkten und weniger. Und auch die große Wahlgewinnerin, die SVP, hat nicht einmal ein Zehntel ihres Stimmenanteils dazugewonnen.

Die Veränderungen sind kaum größer als die Vorhersagesicherheit bei einer statistisch fundierten Umfrage mit 1000 Befragten. Rückwirkend betrachtet hätte man mit einer Schätzung aus der hohlen Hand vielleicht auch schon ganz gut gelegen.
 Link zu diesem Beitrag

Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 23. Oktober 2015 - 17:23 Uhr:   

 Link zu diesem Beitrag

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 23. Oktober 2015 - 19:15 Uhr:   

"Die Veränderungen liegen in der Schweiz aber auch besonders niedrig."
So ist es. Bei 20-facher d'Hondt-Anwendung und sechs Einerwahlkreisen kann halt leicht durch Glück oder Pech oder mehr oder weniger günstige Listenverbindung leicht für große Ausschläge sporgen, auch wenn sich der Stimmenanteil landesweit wenig ändert oder umgekehrt. Insgesamt ist das Wahlverhalten im internationalen Vergleich sehr stabil. Der Aufstieg der SVP seit den 90er Hahren ist teilweise damit zu erklären, dass die SVP in vielen Kantonen, vor allem in stark katholischen, bis in die 90er Jahre gar nicht existierte.


Was die Ständeratswahl angeht, ist noch vieles offen, aber manches lässt sich doch absehen. Alle fünf amtierenden Ständeräte der SVP haben die absolute Mehrheit erreicht. Aber es wird für die SVP schwierig, zuzulegen. Am größten ist die Wahrscheinlichkeit in St. Gallen, in allen anderen sieht es schlecht aus. Die Linken haben zum ersten Mal seit langer Zeit einen Ständerat in Zürich, könnten aber im 2. Wahlgang in Genf und Waadt jeweils einen an die FDP verlieren. Die 2. Wahlgänge finden zwischen 8. und 22. November statt. Es reicht dann überall die relative Mehrheit, es sind also keine Stichwahlen, es können sogar neue Bewerber aufgestellt werden. Interssant ist, dass sich FDP und SVP außer in Obwalden nirgends verbündet haben. Im einzelnen sieht die Lage grob so aus:

St. Gallen
FDP-Ständerätin wurde im 1. WG wiedergewählt. CVP zieht ihren Kandidaten nach miesem Ergebnis zu zurück. Damit gibt es einem Duell zwischen dem SP-Ständerat Rechsteiner (der 2011 mit nur 37,8% im 2. WG gewonnen hat) und dem sVP-Kandidaten. Die beste Chance der SVP.

Zürich
SP-Kandidat wurde im 1. WG gewählt. Dreiecksrennen zwisch FDP, SVP und Grünen im 2. WG. FDP-Kandidat Noser hat die besten Karten.

Aargau
Die Ausgangslage ist fast wie in Zürich. Hier hat FDP-Präsident Philipp Müller hat die besten Chancen im 2. WG, auch wenn er im Gegensatz zu Noser in Zürich im 1. WG hinter dem SVP-Kandidaten lag.

Solothurn
CVP-Kandidat wurde im 1. WG gewählt, die FDP hat ihre Kandidatin zurückgezogen, damit Duell zwischen SVP und amtierenden SP-Ständerat, Letzterer wird wahrscheinlich gewinnen.

Luzern
Beide Sitze sind noch offen, FDP- und CVP-Kandidat liegen vorne und werden sehr wahrscheinlich gewinnen.

Bern
SVP und FDP haben Kandidaten zurückgezogen, damit ist die Wiederwahl der Amtsinhaber von SP und BDP sicher.

Freiburg
Auch hier sind beide Sitze noch offen. Die FDP hat ihren Kandaten zurückgezogen, die SVP ihren ausgetauscht. Damit wird es ein Dreiecksrennen zwischen CVP, SP und SVP geben. Sehr unwahrscheinlich, dass die SVP einen Sitz holt.

Waadt
Die SVP hat ihre Bewerber zurückgezogen, aber keine Wahlempfehlung für den FDP-Kandidaten abgegeben. Es kommt zu einem Dreiecksrennen zwischen FDP-Kandidaten und den Amtsinhabern von SP und Grünen.

Genf
Auch hier sich beide Sitze noch offen. Es gibt zwei Zweiertickets: Die Amtsinhaber von SP und Grünen unterstützen sich jeweils gergenseitig, ebenso die Bewerber SVP und MCG (die SVP hat einen ihrer beiden Bewrber zurückgezogen). Auch der FDP-Kandidat tritt wieder an, während sich der CVP-Kandidat zurückgezogen hat. Die SVP hat keine Chance, während der FDP-Kandidat Chancen hat, den Grünen rauszukegeln.

Wallis
Seit Menschengedenken hat die CVP beide Walliser Ständeratssitze, immer einen aus dem deutsch- und französischsprachigen Teil. Dabei wird es so gut wie sicher bleiben. Außer den beiden CVP-Kandaten tritt noch ein Freisinniger an, während sich SVP und SP zurückgezogen haben.

Obwalden
Hat nur einen Ständerat. Im 1. WG gab es drei Kandidaten, der der CVP lag mit 44,8% deutlich vor FDP (28,5%) und SVP (26,7%). Die SVP hat ihren Bewerber zurückgezogen und unterstützt den Freisinnigen. Trotzdem ist der CVP-Kandidat klar in der besseren Position.

Tessin
Beide Sitze sind noch offen, die amtierenden Ständeräte von CVP und FDP lagen vorne. Der Lega-Kandidat war nicht so weit dahinter, wird den Rückstand aber kaum einholen können. Auch der SP-Kandidat tritt wieder an, ist aber abgeschlagen und chancenlos.
 Link zu diesem Beitrag

Alfred
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 23. Oktober 2015 - 20:09 Uhr:   

Ja aber die Institute haben doch Stimmenanteile geschätzt und nicht Sitze. Also spielen d'Hondt-Anwendungen etc doch keine Rolle.

Außerdem sind die Umfragen von Ende September/Anfang Oktober. Da hat sich sicherlich noch die Meinung geändert. Wenn auch etwas weniger als in anderen Ländern. Und der empirische Erwartungswert liegt doch deutlich höher als der theoretische...

Aus meiner Sicht war das eine 1A Leistung der Schweizer! Das sollten wir auch mal honorieren können.

Admin Admin Logout Logout   Vorige Seite Vorige Seite Nächste Seite Nächste Seite