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Archiv bis 22. März 2015

Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Wahlen, Abstimmungen usw. im europäischen Ausland » Frankreich – Präsidentschaftswahlen » Archiv bis 22. März 2015 « Zurück Weiter »

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Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 19. Juni 2012 - 16:53 Uhr:   

> Tja, was passiert, wenn konservative Wähler sich in der Stichwahl
> zwischen 2 Sozialdemokraten entscheiden können!?
> Ganz einfach: sie beschädigen die prominentere der beiden!
Das paßt bei der Royal-Niederlage wohl nicht.

Da gab es halt einen gut eingeführten lokalen PS-Kandidaten. Und dann die Entscheidung der Pariser Zentrale, daß er zugunsten von Royal das Feld räumen müsse, damit sie mühelos mit einem sicheren Wahlkreis ins Parlament kommt.

So etwas kommt bei Wählern selten gut an. Und als sich dann der einheimische Kandidat als Unabhängiger zur Wahl stellte, hat er von links wie von rechts Stimmen bekommen.
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Taugenichts
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 21. November 2012 - 19:49 Uhr:   

In Sarkozys konservativer UMP-Partei ist der Machtkampf um die Führung nun offen ausgebrochen.

Eigentlich sollte am letzten Sonntag eine Urwahl der Mitglieder die Entscheidung bringen, ob der als gemäßigt geltende Ex-Premier François Fillon oder der stärker rechtsgerichtete Jean-François Copé den Vorsitz bekommt.
Zunächst hieß es, Copé habe mit 98 Stimmen Vorsprung (50,03 %) die Urwahl gewonnen. Nun sagt das Fillon-Lager, die Stimmen der Überseedepartements seien von der Wahlkommission nicht berücksichtigt worden, mit ihnen hätte demnach Fillon gewonnen.

Schon kurz nach der Urwahl gab es Manipulationsvorwürfe. Ganz auszuschließen ist das nicht, da Copé den Parteiapparat und wohl auch Sarkozy hinter sich weiß.

Fillons Leute haben nun vorgeschlagen, Ex-Parteichef und Ex-Premier Alain Juppé als Übergangsvorsitzenden zu installieren. Der hat sich noch nicht klar geäußert, was er will.
Manche Beobachter spekulieren sogar schon über eine Rückkehr Sarkozys, obwohl er das ja vor ein paar Monaten ziemlich kategorisch ausgeschlossen hatte.

Die UMP macht gerade einer Bananenrepublik Konkurrenz. Sie ist offensichtlich unfähig, eine demokratische Wahl durchzuführen.
Eine Spaltung der Partei wird nicht mehr ausgeschlossen.

Das könnte dem rechtsextremen Front National nützen, der sich als „wahre“ Opposition zur sozialistischen Regierung aufspielen könnte. Den Sozialisten, deren Staatspräsident und Premierminister schon nach kurzen Amtszeiten ziemlich unbeliebt sind, dürfte das Schauspiel eher nützen.
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Jan W.
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 21. November 2012 - 20:00 Uhr:   

50,03 %
Hm, das erinnert mich irgendwie an die Stichwahl Martine Aubry gegen Segolene Royal um den PS-Parteivorsitz nach der letzten Wahl.
Da hatten sich auch beide zur Gewinnerin erkl�rt, es wurde um die Stimmen aus den �berseegebieten gestritten ... wenn es knapp wird, k�nnen beide Parteien nur wenig professionell damit umgehen.
Urwahl ist halt nur was f�r Parteien, die das logistisch auch hinkriegen ;)}
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Taugenichts
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 26. November 2012 - 18:33 Uhr:   

In der Tat, auch damals war‘s knapp und möglicherweise schmutzig. Aubry hatte 50,04 %.
Doch was die UMP derzeit treibt, ist um einiges intensiver.

Gestern blieb ein von Alain Juppé geleitetes Vermittlungsgespräch zwischen Copé und Fillon ohne Erfolg.

Heute hat auch die Berufungskommission der UMP Jean-François Copé zum Parteivorsitzenden erklärt. Nun heißt es, Copé habe 952 Stimmen Vorsprung gegenüber Fillon. Die Ergebnisse mehrerer Wahllokale wurden annulliert.
Dass die Berufungskommission zugunsten Copés entscheidet, war allerdings erwartet worden. Da er als bisheriger Generalsekretär den Parteiapparat hinter sich hat, dominieren auch Gefolgsleute Copés in der Kommission.

François Fillon wird nun wohl vor ein (staatliches) Gericht ziehen.
Spekuliert wird schon über eine (eventuell morgen erfolgende) Spaltung der Parlamentsfraktion.
Es gibt auch Forderungen nach einer Wiederholung der Urwahl.
Hinter den Kulissen soll sich Sarkozy in den Streit eingeschaltet haben.
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Taugenichts
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 27. November 2012 - 23:16 Uhr:   

Heute Vormittag hat François Fillon die Gründung einer neuen Fraktion angekündigt. Sie soll etwa 70 UMP-Abgeordnete der Nationalversammlung umfassen. Die neue Fraktion soll wieder in die alte integriert werden, wenn binnen drei Monaten eine neue Urwahl des Parteivorsitzenden stattfindet.

Im Laufe des Tages gab es dann (offenbar auf Vermittlung von Sarkozy) ein Gespräch zwischen Fillon und Copé, bei dem letzterer angeboten hat, eine parteiinterne Urabstimmung über die Frage durchzuführen, ob die Urwahl wiederholt werden soll. Copé will weiter Parteichef bleiben (er gilt ja „offiziell“ als „gewählt“) und fordert außerdem, dass Fillon nicht gerichtlich gegen das aktuelle Urwahlergebnis vorgeht.

Fillon ist grundsätzlich mit einer Urabstimmung über eine neue Urwahl einverstanden. Er will aber, dass diese elektronisch erfolgt und von einem außerhalb der Partei angesiedelten Gremium überwacht wird. (Damit soll offenbar Manipulationen vorgebeugt werden.) Solange es aber keine verbindliche Vereinbarung gibt, will er die Gründung einer neuen Fraktion weiter vorantreiben.

Fraglich freilich ist, ob eine elektronische Abstimmung Tricksereien wirklich verhindert.
Und was machen eigentlich die UMP-Mitglieder, die keine Computer nutzen?
Bei der letzten Urwahl soll es in manchen Wahllokalen zu stundenlangen Wartezeiten gekommen sein, sodass einige UMP-Mitglieder wieder umkehrten und nicht abstimmten. Fillons Leute meinen, dass die Wahl gerade in Fillon zugeneigten Parteigliederungen schlecht organisiert worden seien.
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Taugenichts
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 28. November 2012 - 13:39 Uhr:   

Das Kasperletheater geht weiter.
Copé hat Fillon nun ultimativ aufgefordert, bis heute 15 Uhr die neue Fraktion wieder aufzulösen, andernfalls soll es keine (immerhin von Copé selbst vorgeschlagene) Urabstimmung über eine neue Urwahl geben.
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Jan W.
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 28. November 2012 - 14:43 Uhr:   

Das Problem ist: die Wahl war offenbar so mangelhaft durchgeführt, dass nie ein Ergebnis hätte festgestellt werden dürfen. Die Unsicherheiten waren am Ende größer als der Vorsprung des proklamierten Gewinners.
So etwas zerlegt eine Partei!

Heilen kann so etwas eigentlich nur eine Wiederholung der Urwahl. Darüber eine Abstimmung herbeizuführen, ist reichlich lächerlich!
Der Ansatz über eine "elektronische Wahl" Manipulation vorzubeugen, ist neu - mir war bisher nur die gegenteilige Befürchtung bekannt. Wobei Offline-Mitgliedern sicherlich die Infrastruktur in lokalen Parteibüros bereitgestellt werden könnte.
Im Zweifelsfall sollen die einfach eine Briefwahl mit notarieller Überwachung veranstalten, da kann einfach nichts schiefgehen. Wenn dann noch jede Insel ihren eigenen Notar bekommt, fallen sogar die möglichen postalischen Unwägbarkeiten weg ... es kann doch nicht so schwer sein, 300.000 Mitgliedern eine Abstimmungsinfrastruktur bereitzustellen.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 07. April 2013 - 19:59 Uhr:   

Heute findet in der frz. Region Elsass (Région Alsace) ein Referendum statt. Es geht darum, ob die beiden Departements Bas-Rhin (Niederrhein) und Haut-Rhin (Oberelsass, bzw. Hoch- oder Oberrhein) fusionieren sollen. Aus dem elsässischen Regionalrat und den beiden Generalräten der Departements würde ein Elsass-Rat werden.

Quorum:
Mindestens 25 % der Wahlberechtigten müssen in jedem Departement zustimmen.

http://www.dw.de/angst-vor-zuviel-eigenst%C3%A4ndigkeit/a-16724125
http://fr.wikipedia.org/wiki/R%C3%A9f%C3%A9rendum_sur_la_Collectivit%C3%A9_territoriale_d%27Alsace
http://alsace.france3.fr/referendum-du-7-avril
http://www.lalsace.fr/
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 08. April 2013 - 19:15 Uhr:   

Die Gebietsreform ist gescheitert.

Die Wähler im Departement Haut-Rhin stimmten nur zu 43 Prozent mit "OUI". Die im Departement Bas-Rhin stimmten zwar mit knapp 58 Prozent mit "OUI", allerdings wurde wegen der geringen Wahlbeteiligung auch hier das Quorum verfehlt.

Detailergebnisse:
http://fr.wikipedia.org/wiki/R%C3%A9f%C3%A9rendum_sur_la_Collectivit%C3%A9_territoriale_d%27Alsace#R.C3.A9sultats
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 24. Juni 2013 - 19:58 Uhr:   

Im 2. Wahlgang der Nachwahl in Lot-et-Garonne 3 hat gestern der UMP-Kandidat mit 53,76 zu 46,24% gegen den FN-Kandidaten gewonnen.
http://fr.wikipedia.org/wiki/Troisi%C3%A8me_circonscription_de_Lot-et-Garonne

Dies ist der Wahlkreis des kürzlich wegen Steuerhinterziehung zurückgetretenen Budgetministers Cahuzac. Dieser holte vergangenes Jahr noch 46,9%, jetzt bekam der PS-Kandidat nur 23,7% und kam nicht in den 2. Wahlgang, weil der nur auf Platz 3 lag und auch keine 12,5% der Wahlberechtigten hinter sich hatte. Auffällig ist, dass die anderen Linkskandidaten kaum von diesem extremen Rückgang profitierten, sie kriegten im 1. Wahlgang keine 2 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Das ist ein Indiz dafür, dass die allgemeine Unzufriedenheit ausschlaggebend war und nicht die Affäre.
Wichtiger aber ist das Ergebnis des 2. Wahlgangs. Da bekam der FN-Kandidat 20,2 %-Punkte mehr als im 1. WG. Allein durch Enthaltung von linken Wählern ist dieses Ergebnis bei weitem nicht zu erklären. Zwar stieg der Anteil der ungültigen Stimmen bzw. leeren Wahlkuverts von 4,8% im 1. WG auf 14,3% im 2. WG, dennoch gab es in der zweiten Runde 1000 gültige Stimmen mehr. Entweder haben diejenigen, die im zweiten Wahlgang gewählt haben, aber nicht im ersten, praktisch geschlossen FN gewählt oder ein nennenswerter Teil der Linken ist zur FN übergelaufen. Wie dem auch sei, die FN gewinnt offenbar nicht nur Anhänger, es wird auch viel weniger als früher taktisch gegen sie gewählt im 2. Wahlgang. Wenn die FN selbst in einem bisher unauffälligen Wahlkreis über 46% bekommen kann (2012 holte die FN im 1. WG 15,7% gegenüber 13,6% im Landesdurchschnitt), dann sind einige Dutzend Mandate bei der nächsten Wahl realistisch.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 21. März 2014 - 20:10 Uhr:   

Kommunalwahlen am 23.03.2014 (2. Runde am 30.03.2014)

Die letzten Wahllokale schließen um 20:00 Uhr MEZ.

Wikipedia
https://fr.wikipedia.org/wiki/%C3%89lections_municipales_fran%C3%A7aises_de_2014
https://fr.wikipedia.org/wiki/Mod%C3%A8le:Palette_Municipales_2014
https://fr.wikipedia.org/wiki/%C3%89lections_municipales_fran%C3%A7aises_de_2008#R.C3.A9sultats_2

Innenministerium
http://www.interieur.gouv.fr/Elections/Actualites-des-elections/Dossier-elections-municipales-2014

News de
http://derstandard.at/r2171/Frankreich
http://info.arte.tv/de/frankreich-kommunalwahlen-5-etappen

News fr
http://www.francetvinfo.fr/elections/municipales/#xtatc=INT-45
http://lci.tf1.fr/politique/elections-municipales/
http://www.lemonde.fr/municipales/
http://elections.lefigaro.fr/municipales-2014/
http://www.leparisien.fr/municipales-2014/index.php
http://www.liberation.fr/municipales_2014,100294
http://www.lepoint.fr/municipales-2014/
http://www.rtl.fr/dossier/info/elections-municipales-7767726613
http://opinionpublique.wordpress.com/category/elections-2/elections-municipales-de-2014/

Forum en
http://uselectionatlas.org/FORUM/index.php?PHPSESSID=7944679183e1094a604a7aa25cf1e484&topic=171235.0

Twitter
https://twitter.com/search?q=%23municipales2014%20OR%20Municipales&src=typd

(Beitrag nachträglich am 23., März. 2014 von zigzag editiert)
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zigzag
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Veröffentlicht am Sonntag, 30. März 2014 - 21:31 Uhr:   

Sozialisten verlieren viele Ratshäuser an die UMP; FN gewinnt einige Bürgermeisterposten; Paris bleibt laut Projektion bei den Sozialisten; in Grenoble gewinnt ein Grüner, Bayrou (MoDem) wird Bürgermeister in Pau.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/kommunalwahlen-in-frankreich-ergebnis-der-stichwahl-a-961575.html
https://twitter.com/search?q=from%3ATNS_Sofres%20OR%20from%3AInstitutCSA%20OR%20from%3AIfopOpinion%20OR%20from%3AIpsosFrance&src=typd
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 28. September 2014 - 14:03 Uhr:   

Senatswahlen am 28.09.2014

https://en.wikipedia.org/wiki/French_Senate_election,_2014
https://fr.wikipedia.org/wiki/%C3%89lections_s%C3%A9natoriales_fran%C3%A7aises_de_2014
http://www.interieur.gouv.fr/Elections
http://www.francetvinfo.fr/elections/
http://lci.tf1.fr/
http://www.lemonde.fr/
http://www.lefigaro.fr/
http://www.leparisien.fr/
http://www.liberation.fr/
https://twitter.com/hashtag/s%C3%A9natoriales2014?f=realtime&src=hash
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 28. September 2014 - 21:53 Uhr:   

Die UMP gewinnt die Mehrheit im Senat von den Sozialisten zurück:

PCF-FdG 18 (-3)
PS-DVG 119 (-9)
Ecolo 10 (-)
Radicaux Gauche 9 (-10)
Centristes 38 (+7)
UMP 147 (+17)
FN 2
NI 5

http://derstandard.at/2000006143757/FrankreichsRechte-erobert-Senat-zurueck
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 29. November 2014 - 20:38 Uhr:   

Die UMP hat Nicolas Sarkozy wieder zu ihrem Parteivorsitzenden gewählt:

Sarkozy: 64,50%
Le Maire: 29,18%
Mariton: 6,32 %

Beteiligung: 58,10%
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 21. März 2015 - 15:19 Uhr:   

Morgen werden die Generalräte, die künftig Departementsräte heißen, in 99 von 102 Departements (alle außer Paris, Frz. Guayana und Martinique) komplett neu gewählt, eventuelle Stichwahlen sind in einer Woche. Beim Wahlverfahren gibt es wesentliche Änderungen. Zum einen wurden die Kantone komplett neu geschnitten, die bisher größtenteils seit 1801 unverändert waren, außerdem werden künftig in jedem Kanton zwei statt bisher ein Abgeordneter gewählt, und zwar zwingend ein Mann und eine Frau. Diese Zweierteams werden en bloc gewählt. Das ist eine gelinde gesagt zweifelhafte Änderung. Der Wahlmodus an sich bleibt derselbe wie bei der Nationalversammlung: Im ersten Wahlgang sind absolute Stimmenmehrheit und mindestens 25% der Wahlberechtigten erforderlichen, im 2. WG reicht die einfache Mehrheit. In den 2. WG kommen alle Wahlvorschläge, die von mindestens ein Achtel der Wahlberechtigten gewählt wurden, in jedem Fall aber die zwei Stimmenstärksten.

Der Neuzuschnitt der Kantone geht wohl auf ein Urteil des Verfassungsgerichts zurück. Wie bisher werden die Generalräte für 6 Jahre gewählt. Bisher wurde aber alle drei Jahre die Hälfte neu gewählt. Wegen der Neueinteilung werden die Generalräte diesmal komplett neu gewählt und das soll auch künftig so sein. Das kann sich politisch negativ für die Linken auswirken, denn das derzeitige Stimmungstief für die Linksregierung wirkt sich damit auch alle Sitze aus nicht bloß auf die Hälfte. Die Mehrheitswahl wird den Absturz noch erheblich verschärfen. Da die FN in Umfragen bei ca. 30% liegt, ist davon auszugehen, dass es im Gegensatz zu sonst sehr viele Stichwahlen mit drei Kandidaten geben wird.

(Beitrag nachträglich am 21., März. 2015 von frings editiert)
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Jan W.
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 21. März 2015 - 15:40 Uhr:   

Grundsätzlich kann man das Doppel-Ticket am ehesten mit den den US-Präsidentschaftswahlen vergleichen, nur dass hier zwei gleichberechtigte Ämter vergeben werden, aber das mehrfach (Wahlkreise bzw. Kantone) und streng quotiert.
Aber wie geht das System mit Vakanzen um, die ja in der Regel nicht für das Tandem gelten? Gibt es dann eine Frauen-Nachwahl für einen Sitz?
Wie kann das Tandem im Regionalparlament ggf. unterschiedlich abstimmen, wenn beide ihre Legitimation auf dieselben Kreuzchen auf den Wahlzettel zurückführen?
Kann ein transidenter Mensch das mit dem abgelegten Geschlecht erworbene Mandat mit dem angenommenen Geschlecht weiterführen? Muss dieser Menschen dann im Falle eines erneuten Antritts den/die TandempartnerIn innerparteilich im Nominierungsprozess herausfordern?
Wird hier nicht ein sehr zweifelhaftes Schubladendenken noch stärker verankert?
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 21. März 2015 - 16:48 Uhr:   

"Aber wie geht das System mit Vakanzen um, die ja in der Regel nicht für das Tandem gelten? Gibt es dann eine Frauen-Nachwahl für einen Sitz?"
Es gibt für jeden Bewerber einen Ersatzbewerber desselben Geschlechts. Fällt auch der Ersatzbewerber aus, gibt es eine Nachwahl nur für diesen Sitz, wobei dann aber offenbar nicht das Geschlecht der Bewerber vorgeschrieben ist, allerdings muss dann der Ersatzbewerber ein anderes Geschlecht haben als der Bewerber. Diese Regelung galt auch bisher.


"Wie kann das Tandem im Regionalparlament ggf. unterschiedlich abstimmen, wenn beide ihre Legitimation auf dieselben Kreuzchen auf den Wahlzettel zurückführen?"
Zunächst darf man die Regionen und Departements nicht verwechseln. Die Departements sind (noch?) wichtiger. Im Grunde ist der Fall nicht anders zu sehen als bei geschlossenen Listen bei Verhältniswahl. In der Regel werden Abgeordneten derselben Partei aber natürlich gleich abstimmen. In Frankreich wird nebenbei die Stimme nicht durch Ankreuzen abgegeben, sondern man legt den Stimmzettel für den/die Kandidaten oder die Partei in einen Umschlag.


"Kann ein transidenter Mensch das mit dem abgelegten Geschlecht erworbene Mandat mit dem angenommenen Geschlecht weiterführen? Muss dieser Menschen dann im Falle eines erneuten Antritts den/die TandempartnerIn innerparteilich im Nominierungsprozess herausfordern?"
Das Problem ist praktisch wohl kaum existent. Maßgeblich ist wohl im Zweifel das Geschlecht, mit dem er/sie offiziell gemeldet ist. Gesetzliche Regelungen für den parteiinternen Nominierungsprozess gibt es nicht, wie in fast allen europäischen Ländern. Meines Wissens gibt es solche Regelungen außer in Deutschland nur in Finnland und Slowenien und die sind weit weniger detailliert als in Deutschland.


"Wird hier nicht ein sehr zweifelhaftes Schubladendenken noch stärker verankert?"
Das würde ich bejahen.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 21. März 2015 - 20:24 Uhr:   

Departmentswahlen am 22.03.2015 (2. Runde am 29.03.2015)

Die letzten Wahllokale schließen um 20:00 Uhr MEZ.

Wikipedia
https://en.wikipedia.org/wiki/French_departmental_elections,_2015
https://fr.wikipedia.org/wiki/%C3%89lections_d%C3%A9partementales_fran%C3%A7aises_de_2015

Innenministerium
http://www.interieur.gouv.fr/Elections/Departementales-2015

News de
http://derstandard.at/r2171/Frankreich
http://www.spiegel.de/thema/frankreich/

News en
http://www.france24.com/en/
http://www.thelocal.fr/

News fr
http://www.francetvinfo.fr/
http://www.tv5monde.com/
http://lci.tf1.fr/
http://www.europe1.fr/
http://www.rtl.fr/
http://www.lemonde.fr/
http://www.lefigaro.fr/
http://www.leparisien.fr/
http://www.liberation.fr/
http://www.20minutes.fr/
http://www.lecourrierdeleure.fr/

Forum en
http://uselectionatlas.org/FORUM/index.php?PHPSESSID=0dac89e2010228c547355baee928848f&topic=208463.0

Twitter
https://twitter.com/search?f=realtime&q=%23OuiJeVote%20OR%20%23departementales2015%20%20OR%20frankreich&src=typd
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 22. März 2015 - 20:26 Uhr:   

Exit Polls


Ifop:

FdG 5,8%
PS 21,4%
DvG 6,5%
EELV 1,3%
UMP-UDI-MoDem 29,2%
DvD 7,9%
FN 26,3%
Autres 1,6%


IPSOS:

UMP/UDI/DVD : 36%
PS/PRG/DVG : 28,5%
FN : 24,5%
FDG: 6,3%
EELV: 2 %
MODEM/UC: 0,8%
Autres: 1,9%


OpiniumWay:

FN: 29%
UMP-UDI: 29%
PS: 22%
FDG: 6%
Divers Droite: 4%
Divers Gauche: 4%
EELV: 3%

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