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zigzag
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 05. Juli 2015 - 17:57 Uhr: | |
Laut einem Exit Poll von RIA Novosti bzw. Sputnik, dem staatlich-russischen Nachrichtenportal, liegt No 7-8 %p vorne. Eine weiterer Poll sagt einen No-Vorsprung von 4 %p voraus. Die beld folgenden Exit Polls von MegaTV und ANT1 sind laut electograph Telefonumfragen von heute. http://in.sputniknews.com/world/20150705/1015021139.html |

zigzag
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 05. Juli 2015 - 18:06 Uhr: | |
GPO / MegaTV Oxi / No / Nein: 51,5 (49,5-53,5)% Nai / Yes / Ja: 48,5 (46,5-50,5)% Metron Analysis / ANT1 Oxi / No / Nein: 49% Nai / Yes / Ja: 46% Marc / Alpha Oxi / No / Nein: 49,5-54,5% Nai / Yes / Ja: 45,5-50,5% MRB / Star Oxi / No / Nein: 49-54% Nai / Yes / Ja: 46-51% Quelle: ERT via Phoenix (Beitrag nachträglich am 05., Juli. 2015 von zigzag editiert) |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 05. Juli 2015 - 18:10 Uhr: | |
"Die beld folgenden Exit Polls von MegaTV und ANT1 sind laut electograph Telefonumfragen von heute." Damit sind es aber gerade keine Exit Polls. Eine Exit Poll, ist wie der Name schon sagt, eine "Poll" am Exit des Wahllokals. |

zigzag
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 05. Juli 2015 - 18:14 Uhr: | |
@Thomas Frings Genau das wollte ich mit meinem Post auch sagen, dass diese beiden angekündigten "Exit Polls" eben keine richtigen Exit Polls sind (laut electograph). Da habe ich mich nicht klar ausgedrückt. |

Ingo Zachos
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 05. Juli 2015 - 18:35 Uhr: | |
Wenn es offizielle Ergebnisse gibt, werden sie hier veröffentlicht: http://ekloges.ypes.gr/current/e/public/index.html?lang=en#{%22cls%22:%22main%22,%22params%22:{}} Alle bisher genannten Zahlen sind Prognosen, die teilweise auf Umfragen, teilweise auf Nachwahlbefragungen beruhen, aber auf keinen Fall als besonders zuverlässig angesehen werden können, vor allem, da das geschätzte Ergebnis knapp sein könnte. Dennoch sagen eigentlich alle Prognosen eine "Nein"- Mehrheit voraus. |

Ingo Zachos
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 05. Juli 2015 - 19:55 Uhr: | |
In diesem Zusammenhang dürfte hier die Grafik zur Wahl im Januar lehrreich sein: https://en.wikipedia.org/wiki/Greek_legislative_election,_2015#/media/File:Greek_legislative_elections_2015_map.svg Dort, wo die ND ihre Hochburgen hat, dürften auch die meisten "Ja"-Stimmen zu erwarten sein. |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 05. Juli 2015 - 20:10 Uhr: | |
Auch wenn erst ein Drittel ausgtezählt sind, ist mit gut 60% das Nein so eindeutig, dass es bei einem deutlichen Nein bleiben wird. Damit kommt man zurück zur Frage, was Tsipras damit eigentlich erreicht hat. Dass die Mehrheit der Griechen dauerhaft auf Kosten anderer leben wollen, war sowieso klar. Ohne die Bankenschließung wäre das Ergebnis noch viel eindeutiger gewesen. Wenn die Gläubiger nicht noch weiter einknickenn, gibt es nichts mehr zu verhandeln und rein rechtlich wären Hilfen aus dem ESM sowieso nicht drin, weil dafür die Stabilität der ganzen Eurozone in Gefahr sein müsste, was aber offensichtlich nicht der Fall ist. Im Grunde hat Merkel jetzt nur die Wahl, total vor Tsipras einzuknicken oder hart zu bleiben. |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 05. Juli 2015 - 20:13 Uhr: | |
"Dort, wo die ND ihre Hochburgen hat, dürften auch die meisten "Ja"-Stimmen zu erwarten sein." Das ist tatsächlich so. |

Björn
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 05. Juli 2015 - 20:20 Uhr: | |
Die Vernebelungstaktik von Tsipras und Varoufakis ist voll aufgegangen. Beide behaupteten, dass auch bei einem Nein, Griechenland ganz sicher im Euro sein werde. Die märchenhafte Ankündigung von Varoufakis, man werde innerhalb der ersten 48 Stunden Ergebnisse haben, hat er bei Twitter nicht einmal eine Stunde nachdem die Wahllokale schlossen relativiert und sagte, Medien hätten ihn falsch zitiert. Ja, klar. Ich frage mich ernsthaft, welche Option Merkel noch hat außer hart zu sein, um nicht gänzlich ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren. Die eigene Parlamentsmehrheit für ein drittes Hilfspaket ist ernsthaft in Gefahr und es wäre eine Schmach, wenn sie auf die Stimmen der Grünen angewiesen wäre, um das Paket durchzubringen. |

Ingo Zachos
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 05. Juli 2015 - 21:03 Uhr: | |
Sollte es bei einem "Nein" mit mehr als 60 Prozent kommen, dann sitzen Tsipras und die Syriza jetzt sehr fest im Sattel. Anders als Papandreou 2011 kann man ihn nicht mit Mauscheleien im Parlament oder durch den öffentlichen Druck kippen. Ich denke, das wollte er auch erreichen. Varoufakis hat aber keine bessere Verhandlungsposition, allerdings ein moralisches Volksmandat. Das wird ihm aber nicht viel nützen, denn es zählt bei den Verhandlungen nicht. Sowohl die griechische Seite wie auch die Hardliner in den anderen EU-Regierungen werden aber wohl nicht aufeinander zugehen können. 2015 wird noch sehr turbulent und schmerzhaft werden, denn eine nötige Strukturreform der Eurozone wird von beiden Seiten nicht einmal angedacht. Selbst wenn Griechenland einknickt, ist der nächste Problemfall vorprogrammiert. Es bleibt zu fragen, wie die Meinungsforschungsinstitute so schlechte Arbeit leisten konnten, denn offenbar ist das Ergebnis nicht einmal knapp. Wurde hier vielleicht derselbe systematische Fehler begangen, und wenn ja, welcher? Ansonsten wird es schnell zu Spekulationen kommen, ob diese Umfragen nicht eine Art Auftragsarbeit waren. |

Björn
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 05. Juli 2015 - 21:09 Uhr: | |
Ich frage mich nur, wie denn ein Verhandlungsergebnis aussehen soll, das Tsipras die Mehrheit im Parlament sichern soll. Angeblich war das ja ein wichtiger Beweggrund gewesen. Ein Angebot ohne jegliche Reformbedingungen, wie es Teile von Syriza ja wollen, kann die EU einfach nicht machen. Soll dann ein neues Referendum gemacht werden, oder wie? Und wenn es dann wieder nein lautet, geht alles nochmal von vorne los? |

Ingo Zachos
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 05. Juli 2015 - 21:14 Uhr: | |
Die Mehrheit im Parlament hat er, die muss er sich nicht sich nicht sichern. |

Ratinger Linke
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 05. Juli 2015 - 21:16 Uhr: | |
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Interessierter Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Montag, 06. Juli 2015 - 10:50 Uhr: | |
Zynischerweise könnte man sagen: Es ist genau das eingetreten, wovor Eurokritiker immer gewarnt haben. Natürlich wird es für die Medienöffentlichkeit und vielleicht auch in den Geschichtsbüchern so aussehen, als wäre das eine große Überraschung gewesen. Aber man sollte nicht zu dieser "Ich hab es ja gleich gesagt"-Reaktion neigen. Es bringt ja nichts. @Björn veröffentlichte am Sonntag, 05. Juli 2015 um 20:20 Uhr: "Ich frage mich ernsthaft, welche Option Merkel noch hat außer hart zu sein, um nicht gänzlich ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren." Was für eine Frage: Einknicken natürlich. Ist doch alles alternativlos und scheitert der Euro, so scheitert Europa... Dass es europäische Institutionen und europäische Staaten außerhalb der EU gibt und es sogar Staaten in der EU ohne Euro gibt? Tja, vielleicht ist Europa ja schon gescheitert? Die Frage, wie es ab jetzt weitergeht, ist sehr interessant. Ich frage mich, ob die Politiker andere Optionen oder gar kreative neue Lösungen für die Situation überhaupt auf den Schirm haben oder ob sie die Ereignisse ab jetzt einfach laufen lassen werden, um um richtigen Augenblick in Detailfragen einzuschreiben. Zumindest von der Regierung in Deutschland hat man dieses Gefühlt und Wahlen, in denen sich das Volk äußern könnte, sind ja leider auch lange genug entfernt. Die nächsten zwei Themen, die aktuell werden, nehme ich an, heißen dann wohl Spanien und Italien. |

Deepak Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Montag, 06. Juli 2015 - 15:03 Uhr: | |
Als Gegengewicht gegen Griechenland könnte man Länder mit solider Währung in den Euro zwingen - per Vertrag oder so |

zigzag
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| | Veröffentlicht am Montag, 06. Juli 2015 - 17:58 Uhr: | |
Ergebnis: Oxi / No / Nein: 61,31 % Nai / Yes / Ja: 38,69 % Wahlbeteiligung: 62,50 % http://ekloges.ypes.gr/current/e/public/index.html?lang=en https://de.wikipedia.org/wiki/Griechisches_Referendum_2015#Ergebnis_der_Abstimmung Da lagen die Umfragen und die Exit Polls also ziemlich daneben. |

Björn
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| | Veröffentlicht am Dienstag, 07. Juli 2015 - 14:21 Uhr: | |
"Was für eine Frage: Einknicken natürlich." Wenn sie es tut, ist sie abhängig von der Abstimmung im BT. Zahlreiche CDU-Abgeordnete sind vehement gegen ein komplett neues Hilfspaket und Merkel müsste sich erstmal das Mandat zum Verhandeln für so ein 3. Paket holen. Kann mir nicht vorstellen, dass sie für so eine unzuverlässige griechische Regierung ihren Kopf hinhalten will und die Vertrauensfrage stellen möchte, um ihre Partei zu disziplinieren. Man regt sich ja gerne über Merkel auf, aber Fakt ist, dass ihre Partei bisher alles mitgetragen hat. Wenn man bedenkt, dass die CDU bei der letzten BT nicht so weit von einer absoluten Mehrheit entfernt war, kann sich Merkel heute echt glücklich schätzen, dass sie jetzt in einer großen Koalition ist, ansonsten wäre das Schicksal für Griechenland jetzt schon besiegelt. (Beitrag nachträglich am 07., Juli. 2015 von siveste editiert) |

Jan W.
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| | Veröffentlicht am Dienstag, 07. Juli 2015 - 14:49 Uhr: | |
Nun, wenn Tsipras dem Volk ein NEIN empfehlen kann, dann könnte Merkel auch NEUTRAL in eine solche Bundestagsabstimmung gehen und die Abstimmung komplett freigeben. Das kann ein Gegengewicht zum Oxi schaffen, ihr in jedem Fall aber eine Niederlage ersparen. |

Bernhard Nowak
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| | Veröffentlicht am Mittwoch, 08. Juli 2015 - 20:44 Uhr: | |
Trotzdem bin ich den Griechen beinahe dankbar, dass sie so deutlich mit "Nein" gestimmt haben. Denn nun geht die Rechnung von Frau Merkel und den Euro-"Rettern" - Rücktritt der Regierung Tsipras, Technokratenregierung, Neuwahlen und die Fortsetzung der bisherigen ach so "alternativlosen" Politik nicht mehr auf. Ich sehe den Grexit kommen. Denn ein Sparpaket, welches für Griechenland zu hohe "Opfer" fordert, wird nicht die Zustimmung der Regierungsfraktionen in Griechenland bekommen, denn die Kritiker der "Spar"-Politik sind in diesen Reihen gestärkt. Und eine Zustimmung aller 21 Regierungen der Eurozone für ein drittes Hilfspaket ohne oder mit nur kosmetischen "Gegenleistungen" (also "fauler Kompromiss") wird wohl so auch nicht kommen. Irgendeiner muss nachgeben und verliert dauerhaft Glaubwürdigkeit oder es kommt zum Grexit. Da dürfte der Sonntag spannend werden. |

Björn
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| | Veröffentlicht am Donnerstag, 09. Juli 2015 - 12:06 Uhr: | |
Anscheinend will Tsipras mit der Opposition das Paket durchbringen. Das habe ich mir schon gedacht, nachdem er sich mit den anderen Parteien beim Präsidenten getroffen hat. Zitat FAZ: "Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras sucht nach Wegen, eine mögliche Einigung mit den Geldgebern über ein Hilfspaket durch das Parlament zu bringen, ohne einen Bruch des Regierungslagers zu riskieren. Wie die DPA am Donnerstag aus griechischen Regierungskreisen erfuhr, will Tsipras die Abgeordneten seines Linksbündnisses Syriza ohne Fraktionszwang nach ihrem Gewissen abstimmen lassen. Vertreter des linken Flügels hatten angekündigt, in jeden Fall gegen ein neues Sparprogramm zu votieren. Tsipras kann sich aber darauf verlassen, dass die Abgeordneten der wichtigsten Oppositionsparteien für ein Spar- und Reformprogramm stimmen werden. Damit wäre die Mehrheit praktisch gesichert. Das Datum für eine mögliche Abstimmung im griechischen Parlament steht noch nicht fest." |