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Wähler Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Sonntag, 11. Januar 2015 - 23:43 Uhr: | |
Hier aktuelle Umfragen zur Wahl am 25. Januar: http://www.electograph.com/search/label/Greece |

Lazio Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Montag, 12. Januar 2015 - 16:06 Uhr: | |
Dort findet sich auch eine interessante neue Umfrage zu Spanien, in der Podemos vorne liegt. |

SaaleMAX
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| | Veröffentlicht am Freitag, 23. Januar 2015 - 17:49 Uhr: | |
Zur Wahl in Griechenland schreiben Die Zeit und Neues Deutschland. Die Zeit schreibt: "Ein neuer politischer Deal für Griechenland Eine Abwahl der alten politischen Elite könnte wieder Vertrauen zwischen Staat und Gesellschaft schaffen. Wichtigste Voraussetzung: ein Abbau der Steuerungerechtigkeit." Ganzer Artikel: http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-01/griechenland-wahl-syriza-tsipras +++++++++++++++++++++++++++++ Aus ND online: "Update 15.30 Uhr: Zwei Tage vor der Parlamentswahl in Griechenland zeichnet sich ein immer deutlicherer Sieg des Linksbündnisses SYRIZA ab. In einer am Freitag veröffentlichten Umfrage lag die Linkspartei von Alexis Tsipras etwa sechs Prozentpunkte vor der konservativen Nea Dimokratia von Ministerpräsident Antonis Samaras. Bei der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Marc im Auftrag des Privatssenders Alpha kam SYRIZA am Freitag nun auf 32,2 Prozent der Stimmen. Die Konservativen lagen bei 26 Prozent. Die Partei der politischen Mitte To Potami (Der Fluss) kam mit 6,3 Prozent auf Platz drei. Dicht dahinter lagen die Neonazis der Goldenen Morgenröte mit 6,1 Prozent. Die Kommunisten und die Sozialisten der Pasok werden voraussichtlich mit 4,4 beziehungsweise 4 Prozent ebenfalls den Sprung ins Parlament schaffen. Dagegen müssen die Rechtspopulisten der Unabhängigen Griechen und die neugegründete Partei der Demokraten und Sozialisten des ehemaligen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou zittern. Zu ähnlichen Ergebnissen kamen zwei weitere Umfragen. Die stärkste Fraktion profitiert von einer Besonderheit des griechischen Wahlrechts: Ihr werden 50 der 300 Sitze im Parlament zusätzlich zugeschlagen. " Ganzer Artikel: http://www.neues-deutschland.de/artikel/959435.syriza-baut-vorsprung-in-umfragen-aus.html |

tg
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| | Veröffentlicht am Samstag, 24. Januar 2015 - 13:45 Uhr: | |
Wann schließen denn die Wahllokale und ab wann etwa kann man mit ersten Ergebnisen rechnen? |

zigzag
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| | Veröffentlicht am Samstag, 24. Januar 2015 - 13:52 Uhr: | |
2012 schlossen die Wahllokale um 18:00 Uhr MESZ (19:00 Uhr Ortszeit) und kurz darauf folgten die Exit Polls. Im Laufe des Nachmittages oder Abends folgt meine aktualisierte Linkliste, dann werde ich auch nochmal heraussuchen, ob es bei der Uhrzeit bleibt |

zigzag
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| | Veröffentlicht am Samstag, 24. Januar 2015 - 17:06 Uhr: | |
Vorgezogene Parlamentswahlen am 25.01.2015 Die Wahllokale schließen um 18:00 Uhr MESZ (19:00 Uhr Ortszeit) Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentswahl_in_Griechenland_2015 https://en.wikipedia.org/wiki/Greek_legislative_election,_2015 https://el.wikipedia.org/wiki/...2015 Wahlkommission http://ekloges.ypes.gr/current/v/public/index.html?lang=en Wahlergebnisse http://ekloges2015.dolnet.gr/?lang=en News de http://derstandard.at/r3447/Griechenland http://www.spiegel.de/thema/griechenland/ http://www.spiegel.de/thema/alexis_tsipras/ http://de.euronews.com/tag/griechenland/ http://www.tagesschau.de/thema/griechenland/ http://www.heute.de/politik-6023214.html http://www.deutschlandradio.de/text-und-audio-suche.287.de.html... http://www.dw.de/griechenland/t-17287250 http://www.griechenland-blog.gr/ https://www.griechenland.net/ http://info.arte.tv/de/griechenland-steht-syriza-kurz-vor-dem-durchbruch * News en http://www.amna.gr/english/ http://www.ekathimerini.com/ http://www.tovima.gr/en/ http://www.phantis.com/region/greece http://greece.greekreporter.com/ http://www.thetoc.gr/eng/ http://greeceoutsidein.blogspot.dk/ http://www.theguardian.com/world/greece http://www.bbc.co.uk/news/world/europe/ http://www.macropolis.gr/ * News gr http://www.nerit.gr/ http://www.kathimerini.gr/features http://www.skai.gr/ http://www.antenna.gr/ http://www.megatv.com/default.asp http://www.enet.gr/ http://www.tanea.gr/ http://www.ethnos.gr/default.asp?catid=22733 http://www.in.gr/ http://www.newsit.gr/ http://greki-gr.blogspot.de/search/label... http://www.press-gr.com/search/label/%CE%95%CE%BA%CE%BB%CE%BF%CE%B3%CE%AD%CF%82 Twitter https://twitter.com/search?f=realtime&q=griechenlandwahl%20OR%20%23greekelections%20OR%20%23ekloges2015%20OR%20%23ekloges15%20OR%20%23ekloges&src=typd Blog en http://uselectionatlas.org/FORUM/index.php?board=12.0 http://uselectionatlas.org/FORUM/index.php?PHPSESSID=e93d98b52e9bcd8842d5f4609b302821&topic=204845.0 http://uselectionatlas.org/FORUM/index.php?PHPSESSID=e93d98b52e9bcd8842d5f4609b302821&topic=206241.0 Umfragen https://en.wikipedia.org/wiki/Opinion_polling_for_the_Greek_legislative_election,_2015 http://metapolls.net/tag/greek-elections-2015/ http://www.electograph.com/search/label/Greece http://scenaripolitici.com/sondaggi/grecia Wahlrecht http://www.wahlrecht.de/ausland/griechenland-parlament.html Weitere Infos http://www.parties-and-elections.eu/greece.html http://www.electoralgeography.com/en/countries/g/greece/ http://ekloges-prev.singularlogic.eu/v2012b/public/index.html?lang=en https://pbs.twimg.com/media/B8LpGguCYAAWd5-.jpg * * = ergänzt (Beitrag nachträglich am 25., Januar. 2015 von zigzag editiert) (Beitrag nachträglich am 25., Januar. 2015 von zigzag editiert) |

tg
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| | Veröffentlicht am Samstag, 24. Januar 2015 - 17:48 Uhr: | |
Danke!
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zigzag
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 25. Januar 2015 - 15:17 Uhr: | |
Angeblicher erster Exit Poll von RIA Novosti bzw. Sputnik, dem staatlich-russischen Narichtenportal. Inwieweit dieser Exit Poll seriös ist, kann ich nicht sagen. Syriza 33.5-35.5 ND 25.5-27.6 XA 6.4 Potami 6.2 KKE 5 PASOK 4.5 ANEL 4.3 Kinima 2.9 http://sputniknews.com/politics/20150125/1017321656.html http://www.electograph.com/search/label/Greece |

zigzag
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 25. Januar 2015 - 17:11 Uhr: | |
Und noch einer von Banking News: SYRIZA 37-38 ND 25-26 XA 6.7-7 Potami 6.5-6.6 PASOK 5.5 KKE 5.5 ANEL 3.5 Kinima 2.6 http://bankingnews.gr/ |

zigzag
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 25. Januar 2015 - 18:02 Uhr: | |
Exit Polls Univ. of Macedonia / Skai TV Syriza 36-39% ND 24-27% XA 8-6% Potami 6,5-8,5% KKE 6-8% PASOK 4-6% ANEL 2,5-4,5% Kinima 2-3% DIMAR 0,5-1% Others 3-5% Alco, GPO, MARC, MetroAnalysis and MRB / Mega TV, ERT Syriza 35,5-39,5% ND 23-27% XA 6,4-8% Potami 6,4-8% KKE 4,7-5,7% PASOK 4,2-5,2% ANEL 3,5-4,5 Kinima 2,2-3,2 Syriza 146-158 ND 65-75 Potami 17-22 XA 17-22 KKE 13-16 PASOK 12-15 ANEL 10-13 Kinima 0-8 Alco / GPO / Marc / Metron / MRB (2nd) (%) (19:30 Uhr) * Syriza 36-38 ND 26-28 Potami 6-7 XA 6-7 KKE 5-6 PASOK 4.2-5.2 ANEL 4-5 Kinima 2.2-3.2 Kapa R/To Vima (%) Syriza 33,5-37,5 ND 25-28 XA 5,5-7,5 Potami 5-7 PASOK 4-6 KKE 4,5-6,5 ANEL 3,5-4,5 Kinima 2,2-3,2 Kapa/To Vima (seats) Syriza 148-154 ND 70-78 XA 16-20 Potami 16-19 PASOK 12-14 KKE 15-17 ANEL 10-12 Kinima 8 Pulse RC/Action 24 (%) Syriza 34.5-40.5 ND 24.5-30.5 Potami 5-8 XA 4.5-7.5 PASOK 4-7 KKE 3.5-6.5 ANEL 2.5-5.5 Kinima 1.5-4.5 Pamos Analysis / TVXS (%) * Syriza 35.6-41.4 ND 23.3-28.3 Potami 5.3-7.9 XA 5.5-8 KKE 4.4-6.6 ANEL 3.4-5.8 PASOK 3-5 Kinima 1.7-3.2 Pamos Analysis / TVXS (seats) * Syriza 155 ND 71 Potami 18 XA 18 KKE 15 ANEL 12 PASOK 11 Kinima 0 Singular Logic (%) * Syriza 36,5 ND 27,7 XA 6,3 Potami 5,9 KKE 5,6 PASOK 4,8 ANEL 4,7 Singular Logic (seats) * Syriza 150 ND 76 XA 17 Potami 16 KKE 15 PASOK 13 ANEL 13 u.a. https://twitter.com/Electograph/with_replies Sieht derzeit nach einer knappen absoluten Sitzmehrheit (151 nötig) für Syriza aus, sicher ist dies aber noch nicht. (Beitrag nachträglich am 25., Januar. 2015 von zigzag editiert) (Beitrag nachträglich am 25., Januar. 2015 von zigzag editiert) (Beitrag nachträglich am 25., Januar. 2015 von zigzag editiert) (Beitrag nachträglich am 25., Januar. 2015 von zigzag editiert) (Beitrag nachträglich am 25., Januar. 2015 von zigzag editiert) |

cyrix
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 25. Januar 2015 - 18:10 Uhr: | |
Na das dürfte jetzt interessant werden rund um die absolute Mehrheit für Syriza. (Die Zahlen bilden in ihrer Schwankungsbreite Ergebnisse jeweils knapp drunter bis knapp drüber ab.) |

zigzag
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 25. Januar 2015 - 20:33 Uhr: | |
Nach jetzigem Stand (ca. 25% ausgezählt) haben die Parteien <3% zusammen etwa 8,6%. Also würde Syriza ca. 37% der Stimmen für eine absolute Sitzmehrheit benötigen (momentan liegt sie bei 35,4% mit steigender Tendenz). Sollte Papandreous Kinima doch noch über 3% kommen (momentan ca. 2,5% bei sinkender Tendenz) müssten es 38% werden. https://pbs.twimg.com/media/B8LpGguCYAAWd5-.jpg http://ekloges.ypes.gr/current/v/public/index.html?lang=en |

Good Entity Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Montag, 26. Januar 2015 - 13:48 Uhr: | |
Schaut man sich am Tag danach die Wahlergebnisse genauer an, ist eigentlich bei den Wählern viel weniger passiert, als die Sensationsmeldungen vermuten lassen: 1. Die griechischen Grünen (Dimar) hat es zerbröselt. Ihre 6 % der Stimmen sind jetzt bei Syriza gelandet. 2. Pasok hat sich gespalten. 5 % sind noch da, weniger als 3 % sind mit Papandreou ganz rausgefallen, 3 % sind bei Syriza. Mehr nicht. Die konservative ND, die Morgenröte, die Kommunistische Partei KKE, die Rechtspopulisten von Anel: Überall nur geringe Veränderungen. Anscheinend sind außerdem noch einige Reste anderer liberaler Parteien jetzt zu Potami zusammengewachsen, die es bisher nicht gab. Die große Änderung der Mandatszahlen und die neue Mehrheit entsteht dadurch, dass Syriza durch die Quasifusion mit den Grünen jetzt stärker ist als ND und somit die 50 Extrasitze wechseln. Die Griechen sind schon noch dieselben, nur ihre Regierung nicht. Interessant auch die geographische Verteilung: Sie sieht aus wie früher, nur Pasok durch Syriza ersetzt. |

zigzag
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| | Veröffentlicht am Montag, 26. Januar 2015 - 19:24 Uhr: | |
Ergebnis: SYRIZA 36,34; ND 27,81; XA 6,28; POTAMI 6,05; KKE 5,47; ANEL 4,75; PASOK 4,68; unter 3%-Hürde zus. 8,62. Sitzverteilung: SYRIZA 149; ND 76; XA 17; POTAMI 17; KKE 15; ANEL 13; PASOK 13. Syriza bildet eine Koalition mit der rechtspopulistischen ANEL: http://derstandard.at/2000010878174/Fuer-viele-linke-Griechen-ist-diese-Koalition-ein-Albtraum |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Montag, 26. Januar 2015 - 19:38 Uhr: | |
@Good Entitiy Weitestgehend Zustimmung. Allerdings haben sich die "richtigen" Grünen (2012: 0,9%) direkt Syriza angeschlossen. Im Grunde scheint es große Bewegungen nur von PASOK und Dimar zu Syriza gegeben zu haben. Wie bedeutend diese Wahl ist, kann man wohl erst mit etwas zeitlichem Abstand beurteilen. Das hängt natürlich davon ab, wie sich Tsipras als Regierungschef verhält, was ja eine grundlegend neue Rolle für ihn ist, und vor allem davon, wie sich die übrige EU verhält. Im Grunde ist Griechenland ein wirtschaftlich unbedeutendes Land, dessen Bedeutung erst durch die angeblich alternativlose vermeintliche Euro-Rettung mächtig aufgeblasen wurde. |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Mittwoch, 01. Juli 2015 - 20:56 Uhr: | |
Das Referendum war sicher eine überraschender Schritt von Tsipras. Im Grunde ist Syriza ja ein Haufen nützlicher Idioten. Mit der ihnen eigenen Mischung aus verquaster Ideologie, Unerfahrenheit, Dummheit und Unverschämtheit haben sie das fast Unmögliche erreicht, nämlich Merkel und die anderen Euro-„Retter“ vorerst zur Vernunft gebracht. Inzwischen sind sie nahe daran, das Geld versenken in Griechenland zu stoppen. Aber noch ist es nicht so weit. Damit Griechenland endgültig das Geld abgedreht wird, muss es noch eine Nein-Mehrheit im Referendum geben. Sonst ist es wahrscheinlich, dass es ein weiteres Hilfsprogramm gibt und das Gewürge der letzten fünf Jahre weitergeht. Das Ergebnis wird dadurch nicht besser werden, dafür wird es noch viel teurer. Aber Tsipras hat es versaubeutelt und durch sein schlechtes Timing ungewollt die Wahrscheinlichkeit maximiert, dass es eine Ja-Mehrheit gibt. Er setzte das Referendum fünf Tage nach Auslaufen des Hilfsprogramms an. Er setzte wohl darauf, dass die Euro-Retter immer weiter nachgeben, Regeln beugen oder brechen und immer eine letzte Frist gewähren. Nach der Erfahrung der letzten Jahre erschien es in der Tat so abwegig nicht, dass wieder um eine Woche verlängert wird, nachdem das Hilfsprogramm schon zweimal verlängert worden war. Nur hatte er den Bogen überspannt und sich in Europa total isoliert. Weil das Hilfspaket nicht verlängert wurde, sind jetzt die Banken praktisch bankrott und das hilft ganz massiv Tsipras’ Gegnern. Der Rhetorik von Tsipras stimmen die meisten Griechen wohl im Grunde zu, nur interessiert die weit weniger, wenn man finanziell auf dem Trockenen sitzt. Ich befürchte, dass am Sonntag die Mehrheit mit Ja stimmt. Da werde ich aber sehr gerne widerlegt. |

Jan W.
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| | Veröffentlicht am Mittwoch, 01. Juli 2015 - 22:15 Uhr: | |
Ja, mit einem NEIN kann noch mehr Porzellan zerschlagen werden. Dann reißt der Gesprächsfaden quasi gänzlich ab, weil eine kompromisslose Verhandlungsposition auf griechischer Seite zementiert wird. Nein, das JA bedeutet ... praktisch gar nichts. Denn die vorgelegten Papiere erreichten nicht einmal auf der Geberseite die notwendige Einstimmigkeit, sie gingen etlichen Ländern zu weit und sie gehen vermutlich inzwischen weiteren Ländern zu weit, weil es diesen Grad an Kompromissbereitschaft nur gab, als man damit noch den großen Knall vom Wochenende verhindern und den IWF an Bord behalten konnte. Aber jetzt gab es den großen Knall, jetzt gibt es auch die Schlangen vor den Geldautomaten und die Rentner-Notbanken, die Tsipras für seinen Abstimmungswahlkampf sicherlich ursprünglich nicht eingeplant hatte - und vor allem hat die Nichtzahlung an den IWF diesen wahrscheinlich aus der Troika katapultiert. Denn säumige Zahler dürfen gemäß IWF-Statuten nichts mehr bekommen. Das ganze Referendum ist ein Fehler: es wurde übers Knie gebrochen, die Frage wurde am Montag hastig nachgeschoben - und die Frage ist falsch, weil kein Ergebnis eine Lösung bringt, weil die Verhandlungsdokumente nur von einem Bruchteil der Bevölkerung und nur mit erheblichem Zeitaufwand auch nur ansatzweise verstanden werden können. Übrigens hat Tsipras meiner Meinung nach eine größere Chance, im Sattel zu bleiben, wenn er nach einer JA-Mehrheit eine Kehrtwende vollzieht und den Rücktritt von der Rücktrittsankündigung erklärt. Mit einem NEIN wird er die Banken nicht mehr öffnen können, falls diese überhaupt noch bis zum Wochenende überleben - und so bekommt er auch keine Unterstützung aus den anderen Euroländern. |

Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 01. Juli 2015 - 22:22 Uhr: | |
Es sieht so ziemlich nach einer "Nein" Antwort aus. Nur eine, allerdings nicht repräsentative Umfrage gibt bisher "Ja" eine Mehrheit, alle andern sehen "Nein" klar vorn. https://en.wikipedia.org/wiki/Greek_bailout_referendum,_2015#Opinion_polls Die Politik unserer Bundesregierung wird sich allerdings nicht wirklich ändern. Ziel dieser Politik ist es offensichtlich, die faulen Kredite nach Möglichkeit alle zu retten. Volkswirtschaftlich wäre schon ein Schuldenschnitt sinnvoller, doch dann müsste man eingestehen, das A) die bisherige Politik des Krisenmanagements durch Rettungsschirm falsch angelegt war, B) der Euroraum tatsächlich kein optimaler Währungsraum ist, und es braucht eine Strukturreform des Euro oder dessen Abschaffung. |

Europäer Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 02. Juli 2015 - 11:36 Uhr: | |
Ich stimme der Analyse von Thomas Frings weitgehend zu. Das für mich leider wahrscheinlichste Szenario: Das „Ja“ wird gewinnen, die Regierung wird zurücktreten, es wird neue Verhandlungen geben und dann wird weiter auf lange Zeit europäisches Geld in Griechenland verbrannt werden. Ich hoffe ebenfalls, widerlegt zu werden. Die Organisation des Referendums ist an Dilettantismus kaum zu überbieten. Der Europarat hat das bereits gerügt: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/referendum-abstimmung-griechenland-105.html Es gibt viel zu wenig Zeit zur Vorbereitung (und daher keine richtige Diskussion und keine internationalen Wahlbeobachter). Die Abstimmungsfrage ist für den Durchschnittsbürger unverständlich. Außerdem verbietet die griechische Verfassung Abstimmungen über Finanzfragen. @Ingo Zachos Seit der Bankenschließung und den Rentnerrangeleien gewinnt das „Ja“ an Boden. Die Sprunghaftigkeit der griechischen Regierung dürfte selbst für griechische Verhältnisse ungewöhnlich sein. Daher dürften mehr und mehr Wahlbürger geneigt sein, am Sonntag mit „Ja“ zu stimmen. |

Jan W.
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 02. Juli 2015 - 14:49 Uhr: | |
Im oben verlinkten Wikipedia-Artikel scheint es wohl einen Edit-War um die GPO-Umfrage mit JA-Mehrheit zu geben. Wobei es eh sehr kompliziert ist, da sich ja nahezu täglich die Bedingungen ändern und man quasi tagesgenau bei jedem Erhebungszeitraum überlegen muss, welche Umstände da bereits eingepreist sind. Insgesamt gehen die Verschiebungen in der Meinung im Zeitverlauf ja eher in Richtung JA. Bei ProData machte die Schließung der Banken 7 Prozentpunkte plus auf der JA-Seite aus, trieb weitere 4 Prozentpunkte von NEIN ins Unentschieden-Lager. |
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