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Archiv bis 22. Februar 2011

Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Landtagswahlen in Deutschland » Bürgerschaftswahl in Hamburg » Archiv bis 22. Februar 2011 « Zurück Weiter »

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Ralf Arnemann
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Veröffentlicht am Montag, 21. Februar 2011 - 16:18 Uhr:   

@Ratinger Linke:
> du hast dich beim Beschluss enthalten
Du bist wirklich sehr gut informiert ;-)
Was Du dem Protokoll aber nicht entnehmen konntest ist, ob ich überhaupt an der Abstimmung teilgenommen habe ...

Mein Beitrag bezog sich aber auf die letzte Wahl, da konnte man die beschriebenen Auswirkungen sehen (die nächste Wahl müssen wir erst noch abwarten). Und diskutiert wurde in den meisten Parteien der Finanzaspekt Es ist mir nur bei zwei Fraktionen gelungen, einen Lerneffekt bezüglich der wahlverzerrenden Wirkung zu erreichen ;-)
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Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 21. Februar 2011 - 16:23 Uhr:   

@Taugenichts:
> Ich würde nicht auf den Instituten rumhacken. Ich glaube schon, dass
> man sich dort bemüht, möglichst genau vorherzusagen.
Sie haben sich stets bemüht ;-)

Ich sage ja auch nicht, daß die Institute bessere Ergebnisse hätten erzielen können. Die Verhältnisse sind andere geworden und man muß damit leben, daß demoskopische Prognosen nur noch eingeschränkt möglich sind.

Institute und vor allem Medien sollten daher keine falschen Erwartungshaltungen erzeugen und aus dem statistischen Rauschen keine politischen Interpretationen ableiten.
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Ratinger Linke
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Veröffentlicht am Montag, 21. Februar 2011 - 17:40 Uhr:   

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Ratinger Linke
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Veröffentlicht am Montag, 21. Februar 2011 - 17:50 Uhr:   

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Ratinger Linke
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Veröffentlicht am Montag, 21. Februar 2011 - 18:45 Uhr:   

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Ratinger Linke
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Veröffentlicht am Montag, 21. Februar 2011 - 18:58 Uhr:   

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Wilko Zicht
Moderator
Veröffentlicht am Montag, 21. Februar 2011 - 19:13 Uhr:   

Der aktuelle Stand bei den 71 Wahlkreissitzen:

SPD 37
CDU 18
GAL 12
DIE LINKE 3
FDP 1

mandatsrelevante Verschiebungen:

WK1: Hansjörg Schmidt (3) statt Julia Odebrecht (2) bei der SPD. Farid Müller (2) statt Michael Osterburg (1) bei der GAL.

WK2: Jan-Hinrich Fock (5) statt Susanne Kilgast (2) bei der SPD. DIE GAL liefert sich mit der Linken ein knappes Rennen um den fünften Sitz, aktuell liegt die Linke vorn.

WK3: -

WK4: Keine Verschiebungen bei den Kandidaten. Die GAL hat ihren Sitz hier doch noch knapp gegenüber der CDU behaupten können. Die FDP hat hier einen Sitz sicher.

WK5: -

WK6: Stefanie von Berg (2) statt Horst Becker (1) bei der GAL.

WK7: Sabine Steppat (4) statt Thomas Böwer (2) bei der SPD.

WK8: Daniel Gritz (8) statt Jenspeter Rosenfeldt (2) bei der SPD.

WK9: Jan Ehlers (10) statt Sylvia Wowretzko (3) bei der SPD.

WK10: -

WK11: -

WK12: - (Carsten Heeder (5) hat's dann doch nicht gegen Jens-Peter Schwieger (3) bei der SPD geschafft).

WK13: -

WK14: Ulrike Hanneken-Deckert (5) statt Ekkehard Wysocki (3) bei der SPD (sehr knapp, aktuell 21 Stimmen Vorsprung für Ekkehard Wysocki).

WK15: - (bei der CDU recht knapp)

WK16: -

WK17: Matthias Czech (3) statt Brigitte Schulz (2) bei der SPD.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 21. Februar 2011 - 19:47 Uhr:   

Fast immer hat auf den Wahlkreislisten die Nr. 1 die meisten Stimmen. Das war 2008 öfters anders. Die Abschaffung der Listenstimme hat hier faktisch den Einfluss der Partei vergrößert. 53% aller Stimmen für Landeslisten sind Listenstimmen - erstaunlich viel.
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Ratinger Linke
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Veröffentlicht am Montag, 21. Februar 2011 - 20:41 Uhr:   

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Ratinger Linke
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Veröffentlicht am Dienstag, 22. Februar 2011 - 00:49 Uhr:   

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Wilko Zicht
Moderator
Veröffentlicht am Dienstag, 22. Februar 2011 - 12:31 Uhr:   

Ulrike Hanneken-Deckert (Platz 5) ist dank des letzten ausgezählten Wahllokals noch an Ekkehard Wysocki (Platz 3) auf der SPD-Wahlkreisliste in Rahlstedt vorbeigezogen und erringt dadurch einen der drei Wahlkreissitze für die SPD. Beide stehen nicht auf der Landesliste der SPD.
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Nikolaus Krause
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 22. Februar 2011 - 14:15 Uhr:   

Bergedorf ist immer noch spannend.
Geht der letzte Sitz an die CDU oder die GAL?
Für Jens Kerstan (GAL) wäre es eigentlich unerheblich, da er im Fall einer Niederlage auf jeden Fall über ide Landesliste einzöge.
Aber die beiden erstplatzierten CDU-Kandidaten stehen nicht auf der Landesliste, außerdem ist noch nicht entschieden, wer von ihnen mehr Stimmen bekommt.
In Billstedt ist es auch noch knapp (wenn auch ein bisschen weniger). Hier könnte der letzte Wahlkreissitz an die Linke oder (weniger wahrscheinlich) an die Grünen gehen. Interessanterweise in beiden Fällen Kandidaten mit türkischen Wurzeln.
Und dann ist der "Stadtteil" Neuwerk aus dem Bezirk Hamburg-Mitte interessant! Es gab 29 Wahlberechtigte, niemand hat gewählt (zumindest nicht im Wahllokal, vlt. haben sie ja Briefwahl gemacht!).
Interessanterweise brauchte das Statistische Amt Nord zur Veröffentlichung dieser Information bis Montag 14:32 Uhr!
(Die armen Wahlhelfer! Am Ende waren es städtische Angestellte, die verpflichtet worden sind und vom Festland anreisen mußten, nur um dann 10 Stunden im leeren Wahllokal rumzusitzen!)
Zu den Piraten: Sie haben ihre Hochburgen in folgenden Stadtteilen:
Hammerbrook (9,4%, CDU 9,3%);
St. Pauli (11 von 15 Stimmbezirken ausgezählt): Piraten 7,3%, Die Partei 5,3%, CDU 4,6%;
Veddel (Piraten 13,1%, CDU 5,5%);
Sternschanze (4 von 5 Stimmbezirken ausgezählt): Piraten 5,3%, CDU 4,1%.
Habe gestern in HH ein Plakat der Piraten gesehen: "Kohle ist jetzt grün". Das fand ich lustig.
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Matthias Baeck
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 22. Februar 2011 - 14:43 Uhr:   

Offensichtlich bekamen die Spitzenkandidaten auf den Landeslisten bei allen Parteien am meisten Personenstimmen. Diese sind aber eigentlich überflüssig, da die Kandidaten ohnehin über die Landesliste reinkommen.
Stattdessen sehen wir jetzt, dass Kandidaten mit vergleichsweise wenig Personenstimmen ein Mandat erhalten.
Wäre es daher nicht sinnvoller, wenn nach den Wahlkreiskandidaten zunächst die Personenstimmen auf der Landesliste ausgewertet werden und erst danach die verbleibenden Sitze an die Liste gehen?

Weil es mein eigener Wahlkreis ist, ist mir aufgefallen, dass sich in WK6 drei Kandidaten der CDU intern ein Kopf an Kopf Rennen um den Wahlkreissitz der CDU geliefert haben. Ist das woanders auch aufgetreten?

Im übrigen ist mir aufgefallen, dass von den Bewerbern um die Wahlkreissitze immer nur der Spitzenkandidat plakatiert war. Wo ist denn da der innerparteiliche Wettbewerb? Warum treten mehrere zur Wahl an, wenn doch nur einer davon beworben wird? Wir wollten doch mehr Personenwahl und weniger Parteienwahl.

@Nikolaus Krause:
"Und dann ist der "Stadtteil" Neuwerk aus dem Bezirk Hamburg-Mitte interessant! Es gab 29 Wahlberechtigte, niemand hat gewählt (zumindest nicht im Wahllokal, vlt. haben sie ja Briefwahl gemacht!).
Interessanterweise brauchte das Statistische Amt Nord zur Veröffentlichung dieser Information bis Montag 14:32 Uhr!
(Die armen Wahlhelfer! Am Ende waren es städtische Angestellte, die verpflichtet worden sind und vom Festland anreisen mußten, nur um dann 10 Stunden im leeren Wahllokal rumzusitzen!) "

Soweit ich weiß, ist das Wahllokal auf Neuwerk schon seit vielen Jahren nicht mehr besetzt. Alle Neuwerker machen grundsätzlich Briefwahl. Bei der Wahl 2008 habe ich einen Artikel darüber gelesen. Anlass war die Beschwerde von zwei Zugezogenen, die davon nichts wussten und am Wahltag auf der Insel keinen Ort zum Wählen vorgefunden haben.

Matze
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Wilko Zicht
Moderator
Veröffentlicht am Dienstag, 22. Februar 2011 - 14:48 Uhr:   

In Bergedorf fehlt zwar noch ein Wahlbezirk, der Sitz ist der GAL aber nicht mehr zu nehmen.
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Nikolaus Krause
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 22. Februar 2011 - 15:07 Uhr:   

Eine Minute später lag für Bergedorf das Endergebnis vor. Jens Kerstan (GAL) bekommt ein Wahlkreismandat, für die CDU geht selbiges an Dennis Gladiator vor Bernd Cape(u)letti.

"Im übrigen ist mir aufgefallen, dass von den Bewerbern um die Wahlkreissitze immer nur der Spitzenkandidat plakatiert war. Wo ist denn da der innerparteiliche Wettbewerb? Warum treten mehrere zur Wahl an, wenn doch nur einer davon beworben wird? Wir wollten doch mehr Personenwahl und weniger Parteienwahl."
Ich habe gestern noch große Plakate von CDU-Kandidaten z.B. von Platz 4 in Wandsbek gesehen.
Manche Parteizentralen haben ihren eher hinten plazierten Kandidaten Order gegeben, möglichst wenig für sich zu werben. Irgendwo bei Twitter war dazu ein Pressebericht verlinkt.
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 22. Februar 2011 - 15:55 Uhr:   

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Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 22. Februar 2011 - 16:26 Uhr:   

> Das Problem ist, dass sich die Wähler nicht so verhalten, wie es das
> Wahlrecht erfordern würde, und das wird von den Parteien auch noch
> gefördert.
Das kennen wir ja analog schon von der Bundestagswahl.
Das gibt es ja seit jeher eine sehr interessante Personenkomponente - aber die Wähler weigern sich über Jahrzehnte beharrlich, diese Möglichkeiten zu nutzen.
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Wilko Zicht
Moderator
Veröffentlicht am Dienstag, 22. Februar 2011 - 17:10 Uhr:   

Wahlkreis 2 ist jetzt durch, die Wahlkreisliste von DIE LINKE liegt 473 Stimmen vor der GAL.

Somit bleibt es bei der gleichen Verteilung der 71 Wahlkreissitze wie gestern abend:

SPD 37
CDU 18
GAL 12
DIE LINKE 3
FDP 1

Mandatsrelevante Verschiebungen:

WK1: Hansjörg Schmidt (3) statt Julia Odebrecht (2) bei der SPD. Farid Müller (2) statt Michael Osterburg (1) bei der GAL.
WK2: Jan-Hinrich Fock (5) statt Susanne Kilgast (2) bei der SPD.
WK3: -
WK4: -
WK5: -
WK6: Stefanie von Berg (2) statt Horst Becker (1) bei der GAL.
WK7: Sabine Steppat (4) statt Thomas Böwer (2) bei der SPD.
WK8: Daniel Gritz (8) statt Jenspeter Rosenfeldt (2) bei der SPD.
WK9: Jan Ehlers (10) statt Sylvia Wowretzko (3) bei der SPD.
WK10: -
WK11: -
WK12: -
WK13: -
WK14: Ulrike Hanneken-Deckert (5) statt Ekkehard Wysocki (3) bei der SPD.
WK15: -
WK16: -
WK17: Matthias Czech (3) statt Brigitte Schulz (2) bei der SPD.
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Kay Karpinsky
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 22. Februar 2011 - 17:17 Uhr:   

"Wenn man die Wahlkreisstimmen für die Oberverteilung zählt (was ohnehin mehr als sinnvoll ist) und in den Wahlkreisen (nicht bei der Oberverteilung) nach D'Hondt verteilt, ist ein höherer Anteil ohne vergrößerte Überhanggefahr möglich."
Liefe das dann darauf hinaus, die extra Listenstimme gleich wegzulassen (bei starren Landeslisten ja problemlos machbar)?
D'Hondt im ersten Verfahren minimiert die Überhanggefahr bei solchen Systemen übrigens nicht unbedingt. Da hängen dann halt die Großen über, vor allem, wenn wie jetzt in Hamburg die stärkste Partei so deutlich vor allen anderen liegt. Meistens reicht zur Überhangminimierung schon die skandinavische Methode oder die Reihe 0,7 - 1,7 - 2,7 ...
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 22. Februar 2011 - 17:48 Uhr:   

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