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Nordmazedonien

Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Wahlen, Abstimmungen usw. im europäischen Ausland » Nordmazedonien « Zurück Weiter »

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zigzag
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Veröffentlicht am Sonntag, 13. April 2014 - 20:29 Uhr:   

Präsidentschaftswahlen am 13.04.2014 (evntl. Stichwahl am 27.04.2014) und
Parlamentswahlen am 27.04.2014

Die Wahllokale schlossen um 19:00 Uhr MESZ (=Ortszeit)

Parlamentswahlen 2008
http://www.wahlrecht.de/cgi-bin/forum/show.cgi?tpc=40&post=42821#POST42821
Präsidentschaftswahlen 2009
http://www.wahlrecht.de/cgi-bin/forum/show.cgi?tpc=40&post=48009#POST48009
Parlamentswahlen 2011
http://www.wahlrecht.de/cgi-bin/forum/show.cgi?tpc=40&post=62492#POST62492

Wikipedia
https://en.wikipedia.org/wiki/Macedonian_presidential_election,_2014
https://mk.wikipedia.org/wiki/präsident...
https://mk.wikipedia.org/wiki/parlament...

Wahlkommission
http://www.sec.mk/
http://rezultati.sec.mk/President/Results...

News de
http://pelagon.de/
http://derstandard.at/r4162/Mazedonien

News en
http://www.balkaninsight.com/en/page/macedonia-general-elections-2014
http://www.focus-fen.net/categories/122/

News mk
http://www.mtv.com.mk/
http://www.vecer.com.mk/
http://www.novamakedonija.com.mk/
http://www.24online.mk/
http://www.kanal5.com.mk/

Twitter
https://twitter.com/search?q=Macedonia%20OR%20Mazedonien&src=typd

Weitere Infos
http://www.parties-and-elections.eu/macedonia.html
http://www.electoralgeography.com/new/en/category/countries/m/macedonia
https://de.wikipedia.org/wiki/Mazedonien#Politik
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_politischen_Parteien_in_Mazedonien
http://www.deutschlandfunk.de/mazedonien-vor-der-wahl-wachsende-europaferne.724.de.html?dram:article_id=282640
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 14. April 2014 - 15:40 Uhr:   

Ergebnis:

Amtsinhaber Ivanov (parteilos, unterstützt von der regierenden national-konservativen VMRO-DPMNE) gewinnt zwar in der ersten Runde die Mehrheit der abgegebenen Stimmen:

51,67% Gjorge Ivanov (Kandidat der VMRO-DPMNE)
37,52% Stevo Pendarovski (Sozialdemokratischer Bund, SDSM)
4,48% Ilaz Halimi (Demokratische Partei der Albaner, DPA bzw. PDSH)
3,61% Zoran Popovski (Bürgeroption für Makedonien, GROM)

48,84% Wahlbeteiligung

Allerdings:
Von allen wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger der Republik Makedonien stimmten:

25,23 Prozent für Gjorge Ivanov,
18,33 Prozent für Stevo Pendarovski,
2,19 Prozent für Iljaz Halimi und
1,76 Prozent für Zoran Popovski.

Für einen Erfolg in der ersten Runde der Präsidentenwahlen wären mehr als die Hälfte der Stimmen aller Wahlberechtigten notwendig gewesen.
Wie bereits im Vorfeld erwartet erreichte damit keiner der Kandidierenden im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit, so dass die Entscheidung am 27.04.2014 in einer Stichwahl zwischen Amtsinhaber Gjorge Ivanov und dem Sozialdemokraten Stevo Pendarovski fallen wird.

http://pelagon.de/?p=4325

http://rezultati.sec.mk/President/Results?cultureSign=en-US&roundID=1&roundDetailsID=r&municipalityID=8&pollingStationID=All

(Beitrag nachträglich am 14., April. 2014 von zigzag editiert)
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 29. April 2014 - 17:36 Uhr:   

Ergebnis:

Präsidentschaftswahlen:

55,28% Gjorge Ivanov (Kandidat der VMRO-DPMNE)
41,14% Stevo Pendarovski (Sozialdemokratischer Bund, SDSM)

Wahlbeteiligung: 54,36% (Mindestwahlbeteiligung: 40 %)

http://rezultati.sec.mk/President/Results_R2?cs=en-US&r=3&rd=r&eu=All&m=All&ps=All

Parlamentswahlen:

VMRO-DPNE: 43,0% 61 Sitze
SDSM: 25,3% 34
DUI: 12,2% 19
DPA: 5,9% 7
GROM: 2,8% 1
NDP: 1,6% 1
Sonstige: 4,9% 0

Wahlbeteiligung: 62,96%

http://rezultati.sec.mk/Parliamentary/Results?cs=en-US&r=2&rd=r
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Maik Otter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 21. Juli 2016 - 12:06 Uhr:   

Es soll eine vorgezogene Neuwahl für das nationale Parlament der Republik Mazedonien geben! Das Wahlberechtigtenverzeichnis soll um die "Karteileichen" bereinigt werden!
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 10. Dezember 2016 - 23:12 Uhr:   

Parlamentswahl am 11.12.2016

Wikipedia
https://en.wikipedia.org/wiki/Macedonian_parliamentary_election,_2016

Wahlkommission
http://www.sec.mk/

News de
http://pelagon.de/
http://derstandard.at/r4162/Mazedonien

News en
http://www.balkaninsight.com/en/page/macedonia-home
http://www.focus-fen.net/categories/122/

Twitter
https://twitter.com/search?q=Macedonia%20OR%20Mazedonien&src=typd
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Maik Otter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 19. Dezember 2016 - 18:30 Uhr:   

Republik Mazedonien ~ Nordmazedonien

Bei der Parlamentswahl gibt es sechs Wahlkreise mit jeweils 20 Sitzen. Die VMRO-DPMNE und SDSM haben, trotz der Verzerrungsmöglichkeiten, fast das identische Stimmen/Gewählten Verhältnis. Es gab ein überraschendes Kopf an Kopf Rennen. Im Jahr 2014 hatte die VMRO-DPMNE einen Vorsprung von 17,7 % gegenüber der SDSM. Für die DUI ist es bergab gegangen. Es gibt mehrere Albanerparteien. Die Stimmen für die nicht ins Parlament eingezogenen Wahlvorschläge ergeben in der Summe ungefähr 7,4 %.

1. Platz
Wahlbündnis aus der VMRO-DPMNE und einigen kleineren Parteien
Demokratska Partija za Makedonsko Nacionalno Edinstvo
Demokratische Partei für die Nationale Mazedonische Einheit
Konservative, Christdemokraten und Nationalisten
azzozierte Mitgliedspartei in der Europäischen Volkspartei (EVP)
Parteivorsitzender: Nikolai Grujevski
454 519 Stimmen
39,39 %
51 Gewählte
8 912 + 7/51 Stimmen je einem Gewählten => ~ 8 912,137

2. Platz
Wahlbündnis aus der SDSM und einigen kleineren Parteien
Socijaldemokratski Sojuz na Makedonija
Sozialdemokratische Union von Mazedonien
Sozialdemokraten
Mitgliedspartei in der Progressiven Allianz (PA)
Parteivorsitzender: Goran Zaev
436 823 Stimmen
37,85 %
49 Gewählte
8 914 + 37/49 Stimmen je einem Gewähltem => ~ 8 914,755

3. Platz
BDI bzw. DUI
Bashkimi Demokratik për Integrim
Demokratska Unija za Integracija
Demokratische Union für Integration
Minderheitenvertreter der Albaner
Parteivorsitzender: Ali Ahmeti => Mohamedaner
86 848 Stimmen
7,53 %
10 Gewählte
8 684 + 4/5 Stimmen je einem Gewähltem = 8 684,800

4. Platz
BESA
Lëvizja Besa
Dviženje Besa
Bewegung Besa
Minderheitenvertreter der Albaner
57 933 Stimmen
4,9 %
5 Gewählte
11 586 + 3/5 Stimmen je einem Gewählten = 11 586,600

5. Platz
Koalicioni "Aleanca për Shqiptarët"
"Alijansa za Albancite" => früher: NDP
"Allianz für Albaner" - Anders
Minderheitenvertreter der Albaner
Konservative
35 145 Stimmen
3,0 %
3 Gewählte
15 048 + 1/3 Stimmen je einem Gewähltem ~ 15 048,333

6. Platz
DPA
Partia Demokratike Shqiptare
Demokratska Partija na Albancite
Demokratische Partei der Albaner
Minderheitenvertreter der Albaner
Konservative
31 027 Stimmen
2,6 %
2 Gewählte
15 513 + 1/2 Stimmen je einem Gewähltem = 15 513,500

7. Platz
Koalicioni "VMRO për Maqedoninë"
Organisation für die Innere Revolutions Mazedoniens - Volkspartei
24 523 Stimmen
2,13 %
0 Gewählte

8. Platz
E Majta
Die Linke (FRJM)
12 120 Stimmen
1,05 %
0 Gewählte

9. Platz
CCJ
Koalicioni "CCJ–Blloku i Tretë"
Bündnis "CCJ-Dritter Block"
10 029 Stimmen
0,87 %
0 Gewählte

10. Platz
Partia Liberale
Liberale Partei (für Mazedonien)
3 840 Stimmen
0,33 %
0 Gewählte

11. Platz
Partia për Mirëqenie Demokratike
Partei für den Demokratischen Wohlstand
1 142 Stimmen
0,10 %
0 Gewählte

Weiße und Ungültige Stimmen: 37 885

Gesamtstimmen: 1 191 834

Registrierte: 1 784 416

Wahlbeteiligung: 66,79 %

---------------------------------------------------------------------------

Das Bündnis VMRO-DPMNE umfasst die folgenden Parteien:

° Socijalisticka Partija na Makedonija = Sozialistische Partei Mazedoniens

° Türk Demokratik Partisi = Demokratska Partija na Turcite = Türkisch Demokratische Partei

° Demokratska Partija na Srbite vo Makedonija = Demokratische Partei der Serben in Mazedonien

° Sojuz na Romite na Makedonija = Union der Roma in Mazedonien

° GROM = Gradjanska Opcija za Makedonija = Bürgerauswahl für Mazedonien
=> Die GROM hatte bei der Parlamentswahl im Jahr 2014 noch 2,8 % und 1 Gewählten als sie eigenständig antrat!
=> GROM steht lautmalerisch für ein Donnergeräusch!

° Partei der Fellachen aus Mazedonien

° Bosniakisch Democratische Partei => islamisierte Slawen

° Permanente Mazedoninische Rakicale Wiedervereinigung

° Volksbewegung für Mazedonien VMRO-Gemeinsam

° Vaterländische Mazedonian Organisation for eine Radikale Erneuerung

° VMRO-Mazedonien


Das Bündnis SDSM umfasst die folgenden Parteien:

° SDSM = Socijaldemokratski Sojuz na Makedonija = Sozialdemokratische Union von Mazedonien

° Nova socijaldemokratska partija = Neue Sozialdemokratische Partei

° Liberalno-demokratska Partija = Liberal-Democratische Partei

° Obedineti za Makedonija = Gemeinsam für Mazedonien

° Demokratska obnova na Makedonija = Demokratische Erneuerung von Mazedoniens

° Partija za Evropska Idnina = Partei für eine Europäische Zukunft

° Partei für die Bewegung der Türken in Mazedonien

° PCERM = Partija za Celosna Emancipacija na Romite od Makedonija = Partei für die volle Emanzipation der Roma von Mazedonian

° Serbische Partei in Mazedonien

° Democratische Allianz der Fellachen

° Sandžak Liste

° Rabotnička partija = Arbeiterpartei

---------------------------------------------------------------------------

Lage seit der Unabhängikeit von der Sozialistischen Volksrepublik Jugoslawien (SRVJ).

Das Wahlbündnis VMRO-DPMNE ist die dominierende politische Kraft. Das Wahlbündnis SDSM ist die zweistärkste politische Kraft. Eine Absolute Sitzmehrheit hat erst einmal gegeben. Sehr viele Wähler wählen für eine Partei aus ihrer eigenen Bevölkerungsgruppe. Nordmazedonier, Albaner, Serben, Türken, Bosniaken, Roma und Balkanägypter haben eigene Parteien. Die "Balkanisierung" geht auch innerhalb der südslawischen Länder weiter.

Im Jahr 1990 gewann die SDSM mit 21,8 %.

Im Jahr 1994 gewann die SDSM mit 32,5 %.
Die VMRO-DPMNE und DP boykottierten den zweiten Wahldurchgang.

Im Jahr 1998 gewann die VMRO mit 28,1 %.

Im Jahr 2002 gewann die SDSM + Bündnispartner mit 40,5 %.

Im Jahr 2006 gewann die VMRO-DPMNE mit 32,5 %.

Im Jahr 2008 gewann die VMRO-DPMNE mit 48,8 % und 63 der 120 Sitzen.

Im Jahr 2011 gewann die VMRO-DPMNE mit 39,0 %.

Im Jahr 2014 gewann die VMRO mit 42,2 %.

Im Jahr 2016 gewann die VMRO-DPMNE mit 39,19 %.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 15. Oktober 2017 - 16:02 Uhr:   

Kommunalwahlen am 15.10.2017

Wikipedia
https://en.wikipedia.org/wiki/Macedonian_local_elections,_2017

Wahlkommission
https://rezultati.sec.mk/Local/Turnout?cs=en-US&r=t&rd=t2
http://217.16.84.17/Results.aspx?RaceID=1&UnitID=1&IsPS=0&Turnout=0&LangID=1

Twitter
https://twitter.com/search?f=tweets&q=Mazedonien%20OR%20macedonia&src=typd
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 29. September 2018 - 22:43 Uhr:   

Referendum am 30.09.2018

Namensänderung in Nord-Mazedonien
Quorum für Gültigkeit: 50% Wahlbeteiligung

Wikipedia
https://en.wikipedia.org/wiki/Macedonian_referendum,_2018

Wahlkommission
http://www.sec.mk/en/
https://referendum.sec.mk/Referendum/Turnout?cs=en-US&r=t&rd=t1

New de
http://pelagon.de/
https://derstandard.at/r4162/Mazedonien
https://www.tagesschau.de/thema/mazedonien/
https://www.deutschlandradio.de/text-und-audio-suche.287.de.html...

News en
http://www.balkaninsight.com/en/page/macedonia-home
http://www.focus-fen.net/categories/122/

News mk
https://vecer.mk/
https://www.novamakedonija.com.mk/
https://www.kanal5.com.mk/

Twitter
https://twitter.com/search?q=Macedonia%20OR%20Mazedonien&src=typd
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tg
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 02. Oktober 2018 - 11:43 Uhr:   

Ergebnis:

91,46 % Zustimmung bei einer Wahlbeteiligung von 36,91 %.

Vorher war ein Quorum von 50 % Wahlbeteiligung festgelegt worden. Die Gegner der Namensänderung haben zur Wahlenthaltung und nicht zum Abstimmen mit Nein aufgerufen.

Damit ist das Referendum zwar gescheitert, aber die Befürworter verweisen auf die hohe Zustimmung.

Das zeigt mal wieder das Problem von Beteiligungsquoren bei Referenden.


https://de.wikipedia.org/wiki/Referendum_in_Mazedonien_2018
https://www.tagesschau.de/ausland/referendum-mazedonien-105.html
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Holger81
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 02. Oktober 2018 - 11:58 Uhr:   

Ja, die Absurdität des negativen Stimmgewichts. Wären weitere 14% zur Wahl gegangen und hätten geschlossen mit Nein gestimmt, wäre das Referendum erfolgreich gewesen.
Hätte es ohne den Boykott eine Wahlbeteiligung wie bei der letzten Parlamentswahl (67%) gegeben (mit nur zusätzlichen Neinstimmen), wäre das Ergebnis extrem knapp (ca. 50%:50%) ausgefallen.
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tg
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 21. Oktober 2018 - 23:28 Uhr:   

Im Parlament haben 80 von 120 Abgeordneten für den Beginn des Prozesses zur Namensänderung gestimmt - genau die notwendige 2/3-Mehrheit!
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 20. April 2019 - 22:49 Uhr:   

Nordmazedonien

Präsidentschaftswahl am 21.04.2019

Wikipedia
https://en.wikipedia.org/wiki/2019_North_Macedonian_presidential_election

Wahlkommission
https://www.sec.mk/english/
https://www.sec.mk/pretsedatelski-izbori-21-04-2019/

News de
http://pelagon.de/
https://derstandard.at/r4162/Nordmazedonien
https://www.tagesschau.de/thema/mazedonien/

News en
https://makfax.com.mk/en/
https://balkaninsight.com/macedonia-home/
http://www.focus-fen.net/categories/122/

News mk
https://vecer.mk/
https://www.novamakedonija.com.mk/
https://www.kanal5.com.mk/

Twitter
https://twitter.com/search?q=NorthMacedonia%20OR%20Nordmazedonien&src=typd

Forum en
https://uselectionatlas.org/FORUM/index.php?board=12.0

Umfragen
https://twitter.com/search?q=from%3A%40EuropeElects%20%23NorthMacedonian&src=typd
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 23. April 2019 - 14:54 Uhr:   

Niemand hat die Mehrheit von 50%+1 der registrierten Wähler erreicht.
Somit gibt es am 5. Mai eine Stichwahl, bei der die Wahlbeteiligung mindestens 40% betragen muss, damit diese gültig ist.

Pendarovski (supported by SDSM-S&D): 42,84%
Siljanovska-Davkova (supported by VMRO/DPMNE-EPP): 42,25%
Reka (supported by BESA/AS-*): 10,58%
ungültig: 4,33%

Wahlbeteiligung: 41,79%

https://rezultati.sec.mk/en-US/1/r
https://mazedonien-nachrichten.blogspot.com/2019/04/prasidentschaftswahl-in-mazedonien-geht.html
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Marc
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 26. April 2019 - 11:33 Uhr:   

Erfreulich, dass der Namenstreit nach mehr als 27 Jahren endlich gelöst ist.
An sich müsste dieser Thread nun in "Nordmazedonien" umbenannt werden.
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Wahlrecht.de-Administrator
Forum-Administrator
Veröffentlicht am Freitag, 26. April 2019 - 14:03 Uhr:   

Auch der Thread ist nun umbenannt. :-)
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 26. April 2019 - 17:07 Uhr:   

Danke!
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Marc
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 26. April 2019 - 18:37 Uhr:   

Vielen Dank an die Forumsadministration für die schnelle Umbenennung auf den international nun allgemein anerkannten Namen Nordmazedonien (amtlich: Republik Nordmazedonien; mazedonisch: Republika Severna Makedonija; albanisch: Republika e Maqedonisë së Veriut).

(Beitrag nachträglich am 26., April. 2019 von Marc editiert)
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Marc
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 26. April 2019 - 18:38 Uhr:   

Es bleibt abzuwarten, wie die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl ist.

Das Ergebnis des ersten Wahlgangs spricht eher für einen Wahlsieg des sozialdemokratischen Kandidaten in der zweiten Runde. Denn in der Stichwahl dürften die albanischen Wähler des albanischen Kandidatens eher ihn wählen als die Kandidatin der Nationalisten.

https://www.dw.com/de/nord-mazedonien-vertagt-die-entscheidung/a-48427866



(Beitrag nachträglich am 26., April. 2019 von Marc editiert)
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tg
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 01. Mai 2019 - 18:33 Uhr:   

In der Tat erfreulich, daß dieser Streit nun offiziell beigelegt ist.

Unklar ist mir allerdings, wie weitreichend die Namensänderung nun ist. Nennen die Leute ihr Volk nun "Nordmakedonier" oder weiter "Makedonier"? Heißt die Sprache (z.B. in Gesetztestexten) weiter "Makedonisch" oder "Nordmakedonisch"? Müssen die offiziellen Abkürzungen umgestellt werden, z.B. die internationalen Autokennzeichen und die ccTLD (beide MK)?

Und ich bin auf das erste Fußball- oder Basketballspiel zwischen Nordmakedonien und Griechenland gespannt. Ich kann mir kaum vorstellen, daß die Fans "Severna Makedonija" anfeuern, und ihre "Makedonija"-Rufe dürften wiederum die Fans von Ellas als Provokation empfinden.
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Marc
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 02. Mai 2019 - 11:59 Uhr:   

@tg,

die Einigung im Namensstreit betrifft nur den offiziellen Staatsnamen.
Insofern werden sich die slawischen Mazedonier der Republik Nordmazedonien weiterhin als Mazedonier bezeichnen und von den Griechen wohl weiterhin als Slawen, Skopiaten oder (von den besonders progressiven) als Nordmazedonier angesehen werden. Viele werden die Begriffe Nordmazedonier und Mazedonier wohl auch parallel verwenden (gleichsam wie in Nordirland die Bezeichnungen Ire und Nordire - die Katholiken sehen sich überwiegend als beides, einige Protestanten sehen neben ihrer britischen Identität allerdings zunehmennd eine nordirische Identität sogar als stärker an).

Die Nordmazedonier werden die slawische Sprache ihres Landes auch weiterhin als Mazedonisch bezeichnen, obwohl angesichts der Vielsprachigkeit der Region der Name Slawomazedonisch angemessener wäre. Und Fußballfans werden zweifellos weiterhin ihre alten Rufe anstimmen.

Der einzige etwas unklare Punkt ist die Länderabkürzung.
Da diese allerdings beliebig definiert werden kann, könnte MK auch einfach als Republik Nordmazedonien definiert werden, so dass es nicht zwingend einer Änderung in NMK bedarf.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 05. Mai 2019 - 23:48 Uhr:   

Stichwahlergebnis:

Pendarovski (supported by SDSM-S&D): 51,66%
Siljanovska-Davkova (supported by VMRO/DPMNE-EPP): 44,73%
ungültig: 3,61%

Wahlbeteiligung: 46,70%

https://rezultati.sec.mk/en-US/1/r
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Marc
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 06. Mai 2019 - 17:46 Uhr:   

Ein erwartbares Ergebnis nach dem Ausgang des ersten Wahlgangs.
Auch die Mindestbeteiligungsquote wurde relativ deutlich überschritten.

Insgesamt stärkt dieses Wahlergebnis die sozialdemokratische Regierung Nordmazedoniens. Während der Weg Nordmazedoniens in die Nato durch Beilegung des Namensstreits mit Griechenland offen ist, dürfte der EU-Beitritt auf sich warten lassen. Frankreich verzögert derzeit die Zustimmung zur Aufnahme von Beitrittsverhandlungen. Im Hinblick auf die ungelöste Brexit-Problematik erscheint es indes sinnvoll sich dem Thema erst zu widmen, wenn der Zeitpunkt des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU klar ist.

Die Beitrittsverhandlungen dürften darüber hinaus einige Zeit dauern. Vor weiteren Beitritten sollte die EU ihre Strukturen grundlegend überprüfen und reformieren, was eine Vertragsänderung erfordert. Nordmazedonien dürfte daher kaum in den nächsten zehn Jahren EU-Mitglied werden.
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tg
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 07. Mai 2019 - 09:27 Uhr:   

Danke für die Informationen!

Diese Lösung für den Namensstreit dürfte sich in der Diplomatie und der internationalen Politik sicher bewähren. Ob es sich auch im Alltag durchsetzt, muß man abwarten. Zumindest wird es wohl noch einige Jahre dauern, bis man in Skopje nicht mehr von "Makedonija" und in Thessaloniki nicht mehr von "Skopia" redet.

Bezüglich des Beitritts zu NATO und EU stimme ich Ihnen zu. Wobei der EU-Beitritt nicht nur wegen der institutionellen Probleme der EU dauern wird, sondern auch wegen der noch verbesserungsfähigen wirtschaftlichen Lage in Nordmakedonien.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 07. Mai 2019 - 19:50 Uhr:   

Keine 45% Wahlbeteilugung ist arg wenig, die Albanergebiete liegen noch deutlich darunter.

"sondern auch wegen der noch verbesserungsfähigen wirtschaftlichen Lage in Nordmakedonien."
Die ist auch in "Südmazedonien" nicht so toll. Die ganzen Balkanstaaten, die noch nicht in der EU sind, sind eindeutig Länder, die auch nicht in die EU sollten. Wirtschaftlich sind die alle ganz schwach, teilweise instabil, noch nicht so lange zurückliegende Kriege, ethnische Spannungen (auch in Mazedonien, äh Nordmazedonien), Blutrache zumindest in Albanien, saubere Wahlen sind nicht überall Standard, obendrein sind die Albaner noch überwiegend Moslems, in Bosnien ist der Anteil auch hoch. Kein Gewinn, nur Probleme. Nur mit Geld aus Brüssel schafft man auch keine tragfähige Wirtschaft, da ist Griechenland das beste Beispiel. Zusammenarbeit unter der Ebene EU-Mitgliedschaft ist sicher möglich und sinnvoll.

Wenn gar kein Argument mehr zieht, wird die gelbe Gefahr beschworen, die Chinesen mit ihrer neuen Seidenstraße. Wenn die Chinesen da Geld investieren, warum nicht? Ich bezweifel aber, dass die da wirklich dauerhaft viel Geld auf dem Balkan versenken. Und wenn chinesischer Einfluss wirklich ein Problem sein sollte, ist das doch eine Argument mehr, Balkan-Staaten nicht in die EU aufzunehmen
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Marc
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 07. Mai 2019 - 23:27 Uhr:   

@Thomas Frings,

die Stabilisierung des Balkans ist im Interesse der EU.
Es geht hierbei auch um eine Eindämmung russischen Einflußes, der versucht die Konflikte in der Region zu schüren um den Westen zu schwächen. Nur die europäische Perspektive für die Region schafft Anreize für eine Stabilisierung. Es wäre nicht besser, sondern schlechter, wenn diese Region diese Perspektive nicht hätte. Auch Ungarn, Rumänien und Bulgarien sähen nicht besser aus, wären sie nicht EU-Mitglieder. Der Vergleich zu Serbien, Albanien, Nordmazedonien, Moldawien und die Ukraine zeigt dies. Diese Länder sich im Schnitt in einer deutlich schlechteren Verfassung.

Gewiß sollten die Länder nicht sofort aufgenommen werden, aber die Tür muss offen bleiben, damit diese Länder in den nächsten 10-20 Jahren Mitglieder werden können - noch vor der Ukraine und Moldawien, die noch weiter von einer Mitgliedschaft entfernt sind.

Die historische Perspektiven sind klar: Alle europäischen Staaten müssen sich zusammenschließen um gemeinsam den Gefahren eines wiederaufstrebenden Russlands und dem Nahen Osten (in dem sich die Türkei auch zunehmend als nahöstliche Macht positioniert) zusammentun. Ebenfalls kann nur so vermieden werden, dass die VR China die europäischen Staaten gegeneinander ausspielt.

Kluge Staaten wie die baltischen Staaten wissen: die Nato allein reicht nicht. Man braucht zwei Säulen für die eigene Sicherheit: für die politische Sicherheit die EU, für die militärische die Nato.

Die USA werden perspektivisch ihre internationale Präsenz runterfahren. Wir brauchen daher mehr politische und militärische Zusammenarbeit in Europa um dieses Vakuum zu füllen. Ein cordon sanitaire gegenüber Russland ist daher angezeigt, wie während des Kalten Krieges. Das ist im Übrigen immer noch billiger als diese Region aufzugeben und für die russischer Destabilisierungspolitik zur Intervention freizugeben. Dann hätten wir nicht mehr nur Flüchtlingsströme aus dem Nahen Osten, sondern wie in den 90er-Jahren aus dem Balkan und darüber hinaus auch aus der Ukraine.

Die europäische Einigung richtet sich dabei nicht gegen China oder Russland als solches. Gerade mit China bestehen schon aufgrund der territorialen Distanz keine territorialen Probleme. Allerdings geht es schon darum im Bereich der Handelspolitik einheitliche Standards zu setzen und auch gegen die Chinesen durchzusetzen (die Chinese exportieren mehr in die EU als umgekehrt, insofern ist die EU hier in der stärkeren Position) und nicht umgekehrt von den Chinesen ausgetrickst zu werden. Der Balkan ist hierfür ein Einfallstor, dass geschlossen werden kann, indem man diese Länder an die EU und die EU-Standards bindet. Das wird aber nur gehen, wenn man ernsthaft die Mitgliedschaftsperspektive offen hält. Andererseits wird die Region zu einem russisch-chinesischen Vorposten in der westlichen Welt, dass zudem auch die EU-Nachbarstaaten anstecken könnte.
Das ist nicht im westlichen Interesse.

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