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Archiv bis 13. Februar 2014

Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Kommunalwahlzettel in Rheinland-Pfalz » Archiv bis 13. Februar 2014 « Zurück Weiter »

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Hanseat
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 10. Februar 2014 - 17:16 Uhr:   

@ Ralf:

Die Friesen sind da allerdings für deutsche Verhältnisse schon arg vom Mainstream abweichend, was ihre Vornamen angeht. Ich könnte aus der näheren Bekanntschaft noch Fokko, Onno, Berke, Keno, Tjark (das z.B. ist die Friesische Variante von Dietrich, wer hätte das erwartet?), Inken und Kaatje bieten.
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Abwähler
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 10. Februar 2014 - 17:54 Uhr:   

Naja Sascha, Kai, Alex, Ulli... man braucht nicht bis zu den Friesen gehen, um nicht-eindeutige Vornamen zu finden.
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Hanseat
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 10. Februar 2014 - 18:06 Uhr:   

Alex und Ulli sind aber im Regelfall nicht die vollständigen Namen (sondern Alexander oder Alexandra bzw. Ulrike oder Ulrich). Sascha ist als russische Kurzform von Alexander eigentlich klar der männliche Name, so dass lediglich Kai bleibt.
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 10. Februar 2014 - 18:46 Uhr:   

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Abwähler
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 10. Februar 2014 - 19:05 Uhr:   

@Hanseat Sascha ist in Deutschland (und wir reden doch von Deutschland?) ein eigenständiger Name, wer Sascha genannt wird, bei dem steht keineswegs "Alexander" im Pass, und es gibt den Namen nun einmal für Männer und Frauen. Also immerhin Kai / Kay und Sascha, wenn wir die Kurznamen weglassen.
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Hanseat
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 10. Februar 2014 - 20:04 Uhr:   

@Abwähler: Wo habe ich behauptet, dass bei demjenigen, der Sascha genannt wird, Alexander im Pass steht. Bitte genau lesen. Ich habe geschrieben: "Sascha ist als russische Kurzform von Alexander eigentlich klar männlich." Ich habe nicht geschrieben, dass jede Verwendung des Namens dazu führt, dass Alexander im Pass (von Pässen habe ich überhaupt nichts geschrieben) steht. Tjark steht im übrigen bei den so benamsten Friesen auch im Ausweis und nicht etwa Dietrich und ebenso Inken und nicht Ingeborg.
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Good Entity
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 10. Februar 2014 - 21:54 Uhr:   

In zwanzig Jahren werden wir dafür dann Katniss und Peeta wählen dürfen. Ich hätte Peeta bis vorletztes Jahr noch als Name für ein Mädchen eingeschätzt, aber man lernt immer wieder dazu.

Anastacia und Christian aus der bekannten Frauenliteratur vor zwei Jahren waren ja noch einfach. Aber wie sieht es mit "Shade" benannt nach der gleichen Trilogie aus? Mann oder Frau?

Und ist "Kevine" nun männlich oder weiblich?

Zu den Doppeldeutlern hätte ich noch Mike: männlich im Osten, weiblich im Norden, wenn auch eher selten.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 10. Februar 2014 - 23:57 Uhr:   

Die allermeisten Kandidatenvornamen sind eindeutig einem Geschlecht zuordnenbar. Aber warum soll man gerade jemanden wählen, von dem man so wenig weiß, dass man nur das Geschlecht kennt? Da dürfte eine Berufsbezeichnung schon eher Relevanz haben, aber die ist ja nicht vorgesehen auf dem Stimmzettel, obwohl sie sonst oft auf Stimmzetteln steht.
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Hanseat
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 11. Februar 2014 - 14:59 Uhr:   

Good Entity: "Aber wie sieht es mit "Shade" benannt nach der gleichen Trilogie aus?"

Sicher, dass die nach der Trilogie und nicht nach der Sängerin benannt ist (was dann wieder einfach wäre)?

Good Entity: "Zu den Doppeldeutlern hätte ich noch Mike: männlich im Osten, weiblich im Norden, wenn auch eher selten."

Naja, im Osten der Republik wird der aber eher Meik geschrieben (von da kenne ich sogar einen Meikel) und die weibliche Version im Norden schreibt sich im Regelfall niederländisch-korrekt Mieke, wer da Mike heißt ist meistens auch männlich.

Was ist eigentlich aus der Regelung geworden, dass Vornamen das Geschlecht des Trägers eindeutig erkennen lassen müssen?
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 11. Februar 2014 - 15:08 Uhr:   

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Mark Obrembalski
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 11. Februar 2014 - 15:30 Uhr:   

Andrea, Gabriele, Simone - alles italienische Männernamen, anderswo Frauennamen.

Camille, Kristen, Laurence, Muriel, Vivien und Wanja sind z.B. auch nicht eindeutig.
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tg
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 11. Februar 2014 - 23:02 Uhr:   

Was haben die Grünen denn da gemacht? Wieso sind da lediglich die Kategorien "Mann" und "Frau" aufgelistet sind? Das zeugt aber nicht gerade von "sexueller Vielfalt" und diskriminiert Menschen wegen ihrer sexuellen Identität! Denn wie die Grünen selber sagen:
"Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle und ihre Regenbogenfamilien gehören zu Rheinland-Pfalz und das ist auch gut so!"
Zitiert nach: http://gruene-rlp.de/themen/kinder-familie/volltext-kifa/?tx_ttnews[tt_news]=74887&cHash=1ae5d1ac042d55066e6f1e5fc7758a62
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 11. Februar 2014 - 23:38 Uhr:   

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Good Entity
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 12. Februar 2014 - 14:37 Uhr:   

@Hanseat: Heißt die Sängerin nicht "Sade"? Oder ist das jemand anders?

Neben der erwähnten und wirklich Mike geschriebenen Dame kenne ich auch noch Rike, die eigentlich den dänischen Vornamen Ricke tragen sollte, aber der ist in Deutschland natürlich nicht so toll...

"Mike"s kenne ich allerdings gleich mehrere (Männer und in dieser Schreibweise), außerdem auch noch als Maik. Sie leiden natürlich alle derzeit unter dem Werbespruch "Musst Du schon gehen Mike? - Jeff, ich heiße Jeff" aus dem nächtlichen Privatfernsehen.

Immerhin, Voldemort (männlich) und Lestrange (weiblich) werden uns wohl erspart bleiben.

Ansonsten: Behiye saß immerhin schon für Deutschland im EU-Parlament, allerdings nicht für Rheinland-Pfalz.
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CHeine
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 12. Februar 2014 - 22:17 Uhr:   

Aber ist das ganze nicht inkonsequenter Schwachsinn?? Die Initiatoren dieses neuen Stimmzettels sind in der Regel an vorderster Front, wenn es gegen alles geht, was ihnen als Geschlechterdiskriminierung daherkommt. Und hier wird das Geschlecht angegeben mit der eindeutigen Zielrichtung, dadurch das Wahlverhalten zu beeinflussen (ansonsten braucht man es ja nicht zu machen). Der Wähler soll also sein Wahlverhalten maßgeblich vom Geschlecht der Kandidaten abhängig machen (nicht vom Alter, Beruf, Qualifikation, Familienstand). Wenn ich jemanden NUR DESHALB wähle, weil sie z.B. weiblich ist, wähle ich im Umkehrschluss jemanden NICHT, NUR weil er männlich ist. Oder natürlich auch umgekehrt. Ist das nicht auch eine Art von Diskrimierung?
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Wilko Zicht
Moderator
Veröffentlicht am Donnerstag, 13. Februar 2014 - 15:14 Uhr:   

Es dürfte allen bewusst sein, dass es sich um eine rechtliche Ungleichbehandlung zu Lasten von Männern handelt, ja. Mit dem Ziel, der tatsächlichen Ungleichbehandlung von Frauen entgegenzuwirken. Man nennt solche Maßnahmen Affirmative Action. Dem Grundgesetz ist dieser Gedanke nicht fremd, siehe Artikel 3 Absatz 2 Satz 2.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 13. Februar 2014 - 17:09 Uhr:   

"Ungleichbehandlung von Frauen"
Wo genau werden Frauen denn hier benachteiligt?
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Holger81
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 13. Februar 2014 - 18:31 Uhr:   

"Wo genau werden Frauen denn hier benachteiligt?"

Das frage ich mich auch. Im Gegenteil haben z.B. alle Bundestagsparteien Frauenquoten/-quoren, die weit über dem jeweiligen Anteil weiblicher Parteimitglieder liegen und damit gerade die männlichen Parteimitglieder benachteiligen. (Am schlimmsten natürlich die Grünen, die zwei Drittel ihrer Parteimitglieder allein aufgrund ihres Geschlechts von allen Spitzenkandidaturen auf Wahllisten ausschließen, wenn nicht das eine Drittel es ausnahmsweise genehmigt.)

Im zitierten GG-Satz wird nur die "tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern" und die "Beseitigung bestehender Nachteile" gefordert, keine rein statistisch begründete Affirmative Action (aka. "Gleichstellung").
Eine "rechtliche Ungleichbehandlung zu Lasten von Männern" ist für meine Begriffe das Gegenteil von "Durchsetzung der Gleichberechtigung", und auch ein expliziter Verstoß gegen Artikel 3, Absatz 3.
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 13. Februar 2014 - 19:32 Uhr:   

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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 13. Februar 2014 - 21:00 Uhr:   

Man kann nur dann beim passiven Wahlrecht benachteiligt werden, wenn man überhaupt gewählt werden will. Eine Abweichung der Kandidaten und Gewählten vom Bevölkerungsdurchschnitt beweist keine Benachteiligung. Bei den Grünen sind ja nicht deshalb deutlich mehr Männer als Frauen Mitglied, weil die Grünen Frauen benachteiligen, sondern weil Männer häufiger Mitglied werden wollen und das ist auch bei den anderen Parteien so. Entsprechend stellen die meisten Parteien auch mehr Männer als Frauen auf, wobei der Frauenanteil aber eher über dem Mitgliederanteil liegt, und es werden dann auch mehr Männer als Frauen gewählt. Bei Wählergruppen in Rheinland-Pfalz liegt der Frauenanteil niedriger als Parteien.


"Im zitierten GG-Satz wird nur die "tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern" und die "Beseitigung bestehender Nachteile" gefordert, keine rein statistisch begründete Affirmative Action (aka. "Gleichstellung"). Eine "rechtliche Ungleichbehandlung zu Lasten von Männern" ist für meine Begriffe das Gegenteil von "Durchsetzung der Gleichberechtigung", und auch ein expliziter Verstoß gegen Artikel 3, Absatz 3."
So ist es.

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