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Ratinger Linke
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| | Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Januar 2014 - 15:23 Uhr: | |
Mag auch sein, dass das echte Umfrageergebnisse sind. Speziell bei der NPD kennt man das Ergebnis erfahrungsgemäß erst nach der Wahl. |

Nikolaus Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Januar 2014 - 23:21 Uhr: | |
Wobei die Teilnehmerzahl dieser Umfrage vergleichsweise gering ist und demzufolge eine große Schwankungsbreite beinhaltet. |

SaaleMAX
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| | Veröffentlicht am Freitag, 31. Januar 2014 - 10:15 Uhr: | |
Ja genau. Und dazu schrieb die TLZ auch folgenden Artikel ein Auszug daraus: TLZ fragte das Umfrageinstitut: "Klar ist dabei: Die Stichprobengröße spielt für die Repräsentativität der Umfrage eine untergeordnete Rolle. Die Schwankungsbreite hängt allerdings von der Stichprobengröße ab. Bei der TLZ-Umfrage gibt es für die 27 Prozent der CDU beispielsweise eine Schwankungsbreite von plus/minus 3,9 Prozent. Das heißt, sie könnte zwischen 23 und 31 Prozent liegen. An der Repräsentativität ändert das aber nichts. " vollständiger Artikel "Wann ist eine Umfrage repräsentativ?" zu dieser Umfrage unter: http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Wann-ist-eine-Umfrage-repraesentativ-37042060 |

Schnitzel Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 31. Januar 2014 - 12:48 Uhr: | |
Dass der Chef des anbietenden Instituts die eigene Methode für valide erklärt, ist jetzt nicht so überraschend. Tatsächlich ist eine zu kleine Stichprobe nicht geeignet, einen repräsentativen Ausschnitt aus der Bevölkerung zu gewinnen. Die Gewichtung der Umfrageergebnisse auf die einzelnen Aggregate führt zu Verzerrungseffekten, die sich bei zu kleinen Stichproben erheblich bemerkbar machen. Der Aussagewert dieser Umfrage ist daher sehr begrenzt. |

Ratinger Linke
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| | Veröffentlicht am Freitag, 31. Januar 2014 - 13:32 Uhr: | |
Bei zufälligen telefonischen Umfragen ist der Gewichtungseffekt im Verhältnis zum Fehler normalerweise klein. Bei solchen Stichprobengrößen gibts da noch kein grundsätzliches Problem. Sind ja üblicherweise keine geschichteten Stichproben. Im Übrigen sind 505 viel gegen die netto vielleicht 150, aus denen Infratest dimap regelmäßig Werte für Ostdeutschland rauszieht (meines Wissens ist da der Osten seit 2009 nichtmehr gezielt überproportional in der Stichprobe vertreten). |

Nikolaus Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Samstag, 01. Februar 2014 - 00:12 Uhr: | |
Das ist ja ein süßer Verteidigungsversuch vom Umfrageinstitut:-) "Zugegeben, die Schwankungsbreiten sind riesig, gleich drei Parteien könnten stärkste Partei werden und den MP stellen, alles ist offen - aber eins kann man uns trotzdem nicht absprechen: Repräsentativität". @Schnitzel: "Dass der Chef des anbietenden Instituts die eigene Methode für valide erklärt, ist jetzt nicht so überraschend." Aber echt nicht. Würde ich genauso machen, wenn ich dieser Chef wäre... |

Ratinger Linke
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| | Veröffentlicht am Samstag, 01. Februar 2014 - 02:08 Uhr: | |
Wobei die Aussage statistisch nicht unbedingt richtig ist (real ist sie selbstverständlich schon richtig). Die üblichen Fehlergrenzen sind nicht additiv und gelten eigentlich nur für Binomialverteilungen (und das nur näherungsweise); dafür müsste man mindestens mit einer Quadrinomialverteilung rechnen, was nicht trivial ist. 95% Konfidenzniveau ist für solche Umfragen eigentlich eh übertrieben, wenn man die nichtstatistischen Fehler bedenkt (vorallem bei Projektionen, was das hier aber vermutlich nicht ist). Wenn von 3 politischen Prognosen 2 richtig sind, dann ist das schon eine gute Leistung. Dafür unterschlagen sie immer den Rundungsfehler, der bei ganzen Prozent recht groß sein kann. Ob die Aussage richtig oder falsch ist, wird auch davon abhängen, wie die ungerundeten Zahlen sind (und davon, ob die 505 brutto oder netto sind). |

AfD-Fan Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Sonntag, 02. Februar 2014 - 10:36 Uhr: | |
http://m.mdr.de/thueringen/afd_thueringen_parteitag_arnstadt100.html#mobilredirect Die AfD Thüringen ist sich noch nicht mal einig, ob sie überhaupt antreten sollte. Was ist das für eine Feigheit vor dem Feind? |

SaaleMAX
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 02. Februar 2014 - 14:54 Uhr: | |
Chaostruppe Afd? Beim Landesparteitag kam es zum Eklat. Der Kreisverband Altenburger Land unter dem Ehemaligen SPD Landrat(ABG) und jetzigen Afd`ler Rydzewski rebellierte gegen Vorstandsprecher Wohlfahrt. Man verließ schnaufend und trotzig den Konferenzsaal. Wie billig geht es denn nun noch EX-Herr SPD-Landrat???!!!??Wo ist ihre polit. Heimat Herr Rydzewski? OTZ berichtet:http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Machtkaempfe-in-der-Thueringer-AfD-Spitzenkandidat-gewaehlt-2018135282 +++++++++++++++++++++++++++++++++++ Immerhin hat die Afd in Thüringen schon erstaunliche 320, teils überaus diskussionsfreudige Mitglieder. Genau soviel wie ein kleineres Bergdorf im Thüringer Wald. Wenn diese Parteileute da weiter so agieren, werden sie dem Schicksal der Piraten nachfolgen und alsbald mit Prof. Bernd Lucke und dem ehemaligen "Boss der Bosse" Hans Olaf Henkel--(.. All what you need is a very big fat Dollar in your hand, yeah Baby , that`s RIGHT!).. ins Nirvana der Politik verschwinden...! GUT gemeint ist nicht immer auch GUT GEMACHT! +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Die Klientel einer neoliberalen "Partei-der Privatversicherten" ist meiner Meinung nach eher eng Begrenzt! Besonders in Thüringen wenn einige Wähler, welche diese zur Bundestagswahl noch gewählt haben, plötzlich merken, das sie völlig dem falschen "Dampfer" auf "den Leim gegeangen" sind. Angeblich sollen wohl knapp 20% der Linken Wählerschaftsklientel damals zur Afd gewechselt sein. |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 02. Februar 2014 - 16:44 Uhr: | |
Bei einer Partei, die in kürzester Zeit aus dem Boden gestampft wurde, sind solche unschönen Ereignisse leider kaum zu vermeiden. "Die Klientel einer neoliberalen "Partei-der Privatversicherten" ist meiner Meinung nach eher eng Begrenzt!" Zweifellos ist genug für eine Partei, die die Interessen der deutschen Steuer- und Beitragszahler vertritt und nicht bloß die von Krisenstaaten und ihren Gläubigern und Nettosozialtransferempfängern. |

Ralf Arnemann
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| | Veröffentlicht am Montag, 03. Februar 2014 - 18:06 Uhr: | |
> Bei einer Partei, die in kürzester Zeit aus dem Boden > gestampft wurde, sind solche unschönen Ereignisse > leider kaum zu vermeiden. Jein. Grundsätzlich gibt es bei jeder Parteigründung das Risiko einzelner Spinner, die dann aussortiert werden müssen. So massiv wie das bei der AfD auftritt ist das aber Folge von Luckes Fehlern. Ein Fehler war natürlich, die Partei "in kürzester Zeit aus dem Boden zu stampfen". Weil Lucke so viel Zeit verloren hat, um erst auf die Freien Wähler zu setzen und dann mit diesen in Niedersachsen zu scheitern, gab es dann vor der Bundestagswahl enorme Hektik und offenbar wurden fast unkontrolliert alle Leute aufgenommen, die mitmachen wollten. Das macht jetzt das Aussortieren viel schwerer als bei "normalen" Neugründungen, die sich etwas Zeit lassen mit dem Organisationsaufbau. Der andere Fehler war aber, daß auf inhaltliche Festlegungen weitgehend verzichtet wurde. "Gegen Euro" reicht als gemeinsame Grundlage der Partei, es war taktisches Kalkül darüber hinaus möglichst wenig zu sagen um nicht potentielle Wähler zu verschrecken. So konnte jeder seine persönlichen Wünsche in die AfD hineinprojezieren. Was beim Wahlergebnis natürlich auch geholfen hat. Aber jetzt hat man eben auch Mitglieder, die völlig unterschiedliche Positionen haben und alle im guten Glauben sind, sie würden eigentlich für die AfD stehen. Entsprechend schwer fällt nicht nur der Prozeß des Rausschmeißens von Unliebsamen - sondern vor allem die Begründung. Faktisch läuft die ja oft nur auf ein "gefällt Lucke nicht" hinaus - und das ist kein attraktives Kriterium. Die AfD hat ja versucht, gleichzeitig Heimat für von der CDU enttäuschte Konservative wie von der FDP enttäuschte Liberale zu sein. Das paßt aber nun überhaupt nicht zusammen (was die politisch eher unbeleckten Ökonomen vielleicht gar nicht begriffen haben). Und wenn schon diese beiden Gruppen nicht miteinander können - dann gilt das noch mehr für die vielen "exotischeren" (um mal nicht gleich "extremistisch" zu urteilen) Meinungen. |

Landbewohner Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Dienstag, 04. Februar 2014 - 11:50 Uhr: | |
"Die AfD hat ja versucht, gleichzeitig Heimat für von der CDU enttäuschte Konservative wie von der FDP enttäuschte Liberale zu sein. Das paßt aber nun überhaupt nicht zusammen (was die politisch eher unbeleckten Ökonomen vielleicht gar nicht begriffen haben)." Da nach häufig geäußerter Ansicht ja Liberale in Wahrheit lediglich Konservative sind, die noch nicht Opfer einer Straftat wurden, passt das unter dieser Prämisse schon zusammen ... (die Ansicht hat die früher oft vertretene Ansicht abgelöst, dass Liberale Konservative seien, die nicht an Gott glauben, aber das tun ja auch immer weniger Konservative). |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Dienstag, 04. Februar 2014 - 20:46 Uhr: | |
"Ein Fehler war natürlich, die Partei "in kürzester Zeit aus dem Boden zu stampfen". Weil Lucke so viel Zeit verloren hat, um erst auf die Freien Wähler zu setzen und dann mit diesen in Niedersachsen zu scheitern, gab es dann vor der Bundestagswahl enorme Hektik und offenbar wurden fast unkontrolliert alle Leute aufgenommen, die mitmachen wollten. Das macht jetzt das Aussortieren viel schwerer als bei "normalen" Neugründungen, die sich etwas Zeit lassen mit dem Organisationsaufbau." Auch bei etablierten Parteien wird fast jeder Mitglied, der beitreten will. Harte Ausschlusskriterien werden sich sowieso seltenst finden lassen. Anhand welcher Kriterien soll man z. B. Querulanten im Vorhinein aussondern? Und es war kein Fehler, sondern eher Glück, dass die Partei erst kurz vor der Bundestagswahl gegründet wurde. "Der andere Fehler war aber, daß auf inhaltliche Festlegungen weitgehend verzichtet wurde. "Gegen Euro" reicht als gemeinsame Grundlage der Partei, es war taktisches Kalkül darüber hinaus möglichst wenig zu sagen um nicht potentielle Wähler zu verschrecken. So konnte jeder seine persönlichen Wünsche in die AfD hineinprojezieren. Was beim Wahlergebnis natürlich auch geholfen hat." Dem Wahlergebnis hat es geholfen und das ist das wichtigste Kriterium. Erstmal muss ja überhaupt eine kritische Masse da sein, um nicht schon deshalb nicht gewählt werden, weil man die Stimme dann verloren glaubt. Jede Partei muss außerdem natürlich ein breites Spektrum ansprechen, wenn sie Erfolg haben will, auch wenn man es natürlich nicht dauerhaft allen Recht machen kann oder das versuchen sollte. Die Union hat kaum Inhalt und die FDP hat auch wenig, was sie glaubwürdig vertreten kann. SPD, Grüne und Linkspartei sind sich ziemlich ähnlich und weit links. Da steht die AfD nicht so schlecht da. "Die AfD hat ja versucht, gleichzeitig Heimat für von der CDU enttäuschte Konservative wie von der FDP enttäuschte Liberale zu sein. Das paßt aber nun überhaupt nicht zusammen (was die politisch eher unbeleckten Ökonomen vielleicht gar nicht begriffen haben). Und wenn schon diese beiden Gruppen nicht miteinander können - dann gilt das noch mehr für die vielen "exotischeren" (um mal nicht gleich "extremistisch" zu urteilen) Meinungen." Unbedarft ist eher, zu glauben, man könne die real existierenden Menschen so einfach ideologisch zuordnen. Liberale sind z. B. eine winzige Minderheit, während die Zahl derjenigen, die sowohl Union als auch FDP schon einmal gewählt haben, recht groß ist. Abgesehen davon haben Auseinandersetzungen oft persönliche Gründe und weniger ideologische. |

Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 05. Februar 2014 - 11:32 Uhr: | |
> Da nach häufig geäußerter Ansicht ja Liberale > in Wahrheit lediglich Konservative sind, die > noch nicht Opfer einer Straftat wurden Dieses amerikanische Bonmot bezieht sich aber auf das amerikanische Verständnis von "liberal", das wäre in unserem Sinne "links" und hat mit Liberalismus eigentlich fast nichts zu tun. |

Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 05. Februar 2014 - 12:35 Uhr: | |
@Thomas Frings: > Auch bei etablierten Parteien wird fast jeder Mitglied, > der beitreten will. Sicher. Aber mit einem Jahr Zeit und einem verteilterem Mitgliederwachstum hätte man die Problemfälle weitgehend aussortieren können. Was ja nicht unbedingt immer Rausschmiß heißen muß (das scheint Luckes Standardvorgehen zu sein), sondern normalerweise reicht es, solche Leute nicht in Führungspositionen zu wählen oder gar als Kandidaten zu nominieren. Wenn natürlich die Listenaufstellung so schnell nach der Gründung erfolgt, bekommt man entsprechend chaotische Ergebnisse - die Mitglieder kennen sich gegenseitig noch fast gar nicht. > Und es war kein Fehler, sondern eher Glück, dass die > Partei erst kurz vor der Bundestagswahl gegründet wurde. Ein Glück für die Konkurrenz. Der AfD hat es geschadet - wie man zur Zeit gut beobachten kann. > Dem Wahlergebnis hat es geholfen und das > ist das wichtigste Kriterium. Eine Partei lebt aber nicht nur für ein einziges Wahlergebnis. Wie man ja jetzt sieht: Die AfD hat sich komplett auf die Bundestagswahl konzentriert und die ganze Taktik darauf ausgerichtet. Nun ist sie mit dem Parlamentseinzug gescheitert und muß feststellen, daß es noch ein Leben nach der Wahl gibt. Und jetzt kommen die Folgelasten dieser taktischen Manöver. > Erstmal muss ja überhaupt eine kritische Masse da sein, ... Richtig. Aber dafür hätte z. B. das Potential der unzufriedenen Ex-CDU-Wähler völlig gereicht. Darüber hinaus noch möglichst viele (zahlenmäßig oft sehr schwache) Randgruppen anzusprechen war keine gute Idee. > Abgesehen davon haben Auseinandersetzungen oft > persönliche Gründe und weniger ideologische. Richtig. Aber "Nase gefällt mir nicht" ist kein vernünftiges Kriterium, um Leute auszusortieren. Damit verärgert man viele Mitglieder und Wähler. Sinnvoll ist eigentlich nur das Aussortieren auf einer inhaltlichen Basis. Und dazu muß man eine solche erst einmal haben. |

Landbewohner Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 05. Februar 2014 - 16:02 Uhr: | |
Ralf Arnemann: "Dieses amerikanische Bonmot bezieht sich aber auf das amerikanische Verständnis von "liberal", das wäre in unserem Sinne "links" und hat mit Liberalismus eigentlich fast nichts zu tun." Also ich hörte das regelmäßig von CDU-Mitgliedern bei mir im Dorf, die sich darüber aufregten, wenn die FDP mal wieder Gesetzesverschärfungen nicht mittragen wollte (Vorratsdatenspeicherung z.B.). Von den USA war da nie die Rede. Als Annex kam dann immer "die SPD ist da viel verständiger, die wissen, dass Unschuldige da nichts zu befürchten haben". |

Good Entity Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 05. Februar 2014 - 23:27 Uhr: | |
@Landbewohner: Imho liegt Ralf Arnemann da schon richtig, ich kenn den Spruch auch nur aus den USA und habe ihn für Deutschland noch nicht gehört. Vermutlich irgendeine lokale Marotte aus Deinem Dorf, sowas gibts. Die zweite, angeblich früher viel vertretene Auffassung aus dem Post kenne ich allerdings auch aus den USA nicht, kann natürlich auch an mir liegen. Für Thüringen müsste übrigens nach meinen Informationen Dein Nachsatz falsch sein: Angeblich nimmt dort der Anteil der Konfessionslosen seit mehreren Jahren kontinuierlich ab. Grund: Wer aus dem Westen nach Thüringen zuwandert, ist statistisch mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 % Mitglied einer evangelischen oder katholischen Kirche. Wer aus dem Ausland zuwandert, ist mit noch höherer Wahrscheinlichkeit orthodox, katholisch oder Muslim. Und sowohl die Migranten als auch die anderen kirchlich organisierten Zuwanderer bekommen deutlich mehr Kinder pro Frau im gebärfähigen Alter als Konfessionslose. Der Anteil der jährlich Austretenden ist im Vergleich zu den jährlichen Geburten und den jährlichen Zuwanderungen zu vernachlässigen. Ob nun alle Kirchenmitglieder und Muslime an Gott glauben und wie sich das auf Liberale und Konservative verteilt, ist allerdings ein anderes Thema... Ein Abgeordneter der Linken in Sachsen-Anhalt soll wohl schon von einer drohenden religiösen Überfremdung von Sachsen-Anhalt und Thüringen gesprochen haben, der Einhalt geboten werden muss, um die kulturelle Eigenständigkeit zu wahren. |

Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 06. Februar 2014 - 00:05 Uhr: | |
@Good Entity: "Und sowohl die Migranten als auch die anderen kirchlich organisierten Zuwanderer bekommen deutlich mehr Kinder pro Frau im gebärfähigen Alter als Konfessionslose." Zumindest die Geburtenstatistik der DDR spricht da deutlich dagegen. Inzwischen liegt der Osten auch wieder deutlich über dem Westen. Das können zwar teils Nachholeffekte sein, aber an den Migranten wird es kaum liegen. Richtig ist die Behauptung allenfalls für einen sehr kleinen harten Kern, der statistisch nicht durchschlägt. Und generell wechseln Migranten sehr schnell auf das ortsübliche Geburtenverhalten. |

Björn
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 06. Februar 2014 - 10:35 Uhr: | |
"Inzwischen liegt der Osten auch wieder deutlich über dem Westen." Ist vielleicht einer von mehreren Gründen die höhere Arbeitslosigkeit. Da müsste man die unterschiedlichen Regionen vergleichen. Zudem fällt mir immer wieder auf, dass die unterschiedliche Sozialisierung von "Ostlern" und Westlern" immer noch ziemlich durchschlägt in der Generation der jetzt 30-jährigen. Das kann ich in Berlin hier ziemlich gut beobachten, dass die Einstellung schon etwas anders ist. Der Wert von Gemeinschaft scheint doch noch um einiges deutlicher ausgeprägt zu sein. Das ist jedenfalls mein subjektives Empfinden aus meinen Begegnungen, die ich mit Leuten habe, die im Osten aufgewachsen sind, während im Westen eindeutig Beruf und Karriere deutlich stärker in den Vordergrund tritt bei den meisten und Kinder da eher hinderlich sind (nach dem Empfinden vieler jedenfalls). Wie schon gesagt, das sind meine rein subjektiven Erfahrungen. |

Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 06. Februar 2014 - 12:01 Uhr: | |
Ich hab mir das übrigens am Beispiel MV noch näher angeschaut. Das sind keine Nachholeffekte mehr. Da ist jetzt schon ziemlich klar, dass auch die Nachwendejahrgänge eher bei 1.6 als bei 1.5 endgültigen Kindern rauskommen, potenziell noch deutlich darüber, weil die Mütter im Vergleich zum Westen immernoch sehr jung sind. Der Wendeknick liegt fast ausschließlich daran, dass das zuvor sehr niedrige Alter bei der Geburt schlagartig gestiegen ist. Ein wesentlicher Grund für die höheren Werte ist sicher auch der krasse Männerüberschuss im Osten. Das wird sich allerdings in absehbarer Zeit eher umdrehn. |