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Hendrik (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Dienstag, 28. März 2006 - 21:39 Uhr: | |
Was denkt ihr über Ukraine als EU Beitrittskandidat ? |

Pfalz (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 29. März 2006 - 01:10 Uhr: | |
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt und auch mittelfristig völlig illusorisch. |

(Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 29. März 2006 - 13:12 Uhr: | |
Kommt schneller, als manche denken. |

Görd (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 29. März 2006 - 14:22 Uhr: | |
Wenn man Rumänien aufnimmt, kann man auch irgendwann die Ukraine aufnehmen. Dafür müsste sich die EU aber erstmal selbst reformieren. |

Christian (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 29. März 2006 - 19:32 Uhr: | |
Ich kann mir Ukraine als EU Beitrittskandidat vorstellen,weil Ukrainer sowohl Kultur als auch Geographie geeignet ist |

(Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 30. März 2006 - 18:43 Uhr: | |
Die Ukraine ist unter den aktuellen Bedingungen m.E. eher als Beitrittskandidat zu sehen als die Türkei. Ich könnte mir allerdings langfristig (innerhalb der nächsten 50Jahre)sogar Armenien, Weißrussland u.a. als EU Mitglieder vorstellen, vorausgesetzt in diesen Nationen werden demokratische Reformen durchgeführt. |

Good Entity (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 30. März 2006 - 19:28 Uhr: | |
Bis 2056 kann ich mir noch ganz andere Sachen vorstellen. Rückwärts betrachtet: 1956 hätte man noch an einem möglichen zukünftigen Beitritt Großbritanniens zur "EWG" gezweifelt. In Spanien herrschte eine Militärdiktatur. Estland, Lettland, Litauen gab es für ein paar Jahrzehnte überhaupt nicht. In Ungarn gab es 1956 etwas ganz anderes. Und Polen und Deutschland im gleichen Verein ... Bei allem Ärger über die reichlich vielen Fehlentwicklungen, auch in oder mit der EU: Es läuft besser als es 1956 in den kühnsten Träumen anzunehmen war. Wenn wir das 2056 wieder sagen könnten, wär das doch schön. |

Pfalz (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 30. März 2006 - 23:32 Uhr: | |
@ Good Entity Und wer soll das bezahlen? |

John Rawls
| | Veröffentlicht am Freitag, 31. März 2006 - 08:02 Uhr: | |
100prozentige Zustimmung zu Good Entity. Und wenn man sich die gängigen Untergangsprophezeiungen immer vor Augen hält, die bis jetzt noch jede Erweiterung oder Vertiefung begleitet hat, gleich zweimal. Was hat man nicht alles gegen den Eintritt Irlands in die EG gewettert: "Fass ohne Boden", "ewiges Armenhaus", "nur dabei, damit GB kommt". Und dann ganze wieder bei der Süderweiterung. Und dann bei der Osterweiterung. Und nun bei der Südosterweiterung. Ich schätze, mittelfristig werden auch der eine oder andere Maghrebstaat oder vielleicht auch Israel dazustoßen. Vielleicht auch Russland, wer weiß schon, wie es da in 50 Jahren ausschaut. Warum auch nicht? |

MMA (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Freitag, 31. März 2006 - 12:55 Uhr: | |
@John Rawls Vielleicht auch Russland, wer weiß schon, wie es da in 50 Jahren ausschaut. Warum auch nicht? Eben. Wenn hinter der Ostgrenze der EU die USA anfangen, wird alles gut. |

Good Entity (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Freitag, 31. März 2006 - 19:03 Uhr: | |
@Pfalz: Und wer soll das bezahlen? Wenn 2056 noch wir diejenigen sind, die "das" bezahlen können, könnten wir sehr zufrieden sein. Wenn wir es nicht mehr können, wird das nicht an der EU liegen. |

John Rawls
| | Veröffentlicht am Samstag, 01. April 2006 - 13:48 Uhr: | |
>>Wenn hinter der Ostgrenze der EU die USA anfangen, wird alles gut. Wenn, was an der Ostgrenze liegt, dann überhaupt die USA ist. |

Thomas Frings (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Samstag, 01. April 2006 - 16:03 Uhr: | |
"Ich schätze, mittelfristig werden auch der eine oder andere Maghrebstaat oder vielleicht auch Israel dazustoßen. Vielleicht auch Russland, wer weiß schon, wie es da in 50 Jahren ausschaut. Warum auch nicht?" Sicher nicht. Es wird keine wesentliche Erweiterung über die bereits beschlossene hinaus geben: Die Ukraine, Rußland und andere UdSSR-Nachfolgestaaten werden auch langfristig draußen bleiben. Gleiches gilt vermutlich auch für die Türkei, ist politisch nicht durchsetzbar. Die Schweiz will nicht. Einzige realistische Beitrittskandidaten: Kroatien Mazedonien evtl. Montenegro Norwegen |

Good Entity (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Samstag, 01. April 2006 - 16:38 Uhr: | |
Bei einem Beitritt Russlands als 51. Staat zu den Vereinigten Staaten würde auch hinter der Ostgrenze der EU die USA anfangen, origineller Weise ausgerechnet in Ostpreußen. Das hätte auch seinen Charme und würde eine Menge Probleme lösen. Zum Beispiel könnte Putin dann der nächste Präsident der USA werden. Und Schröder wäre Aufsichtsrat einer deutsch-amerikanischen Gasleitung. Im UN-Sicherheitsrat wird ein Platz frei. Ein Land mit Atomwaffen weniger. Condoleeza Rice macht Wahlkampf in Sibirien. Aber im Ernst: Wer hätte noch 1986 überhaupt ansatzweise den Gedanken gehabt, die Ukraine könnte jemals ein EU-Staat werden oder auch nur werden wollen? Viele hätten nicht einmal gewusst, wer oder was die Ukraine überhaupt ist oder hätten gedacht, Chemnitz sei die Hauptstadt davon. Jetzt ist es ein Thema und es gibt völlig richtig erhebliche Bedenken. Die Ukrainer müssen zunächst einmal selbst feststellen, was und wohin sie wollen und ob sie eigentlich ein Land sind oder zwei. Da müssen sie durch wie alle anderen beigetretenen Staaten auch. Aber wozu für die Zeit danach jetzt schon etwas ausschließen? Viel schwieriger dürfte die Situation für Mazedonien, Bosnien, Albanien und den Kosovo (wozu auch immer man ihn rechnet) werden. |

John Rawls
| | Veröffentlicht am Montag, 03. April 2006 - 09:38 Uhr: | |
Naja. Ob die Schweiz will oder nicht, dürfte sich auch noch mal wandeln im Laufe der Zeit. Desgleichen Norwegen, vielleicht auch Island. Vielleicht diskutieren wir auch über die Mitgliedschaft des bis dahin unabhängigen Sami, vielleicht wird Guayana unabhängig, will aber in der EU bleiben, vielleicht will auch Westsamoa in die EU, um sich vom Druck der USA im Ostteil zu emanzipieren. Wer weiß das schon. Anfang der 80er wurde übrigens sehr scharf diskutiert, ob nicht auch die "Blockfreien" in die EU kommen könnten. Länder des Wahrschauer Paktes galten damals sowieso unmöglich. Wer auch nur "Schweden" oder gar "Finnland" sagte, galt als realitätsfremder Spinner. Denkbar ist vieles. Mehr Mut zur Phantasie - Tabus sollte es da wirklich nicht geben. Warum auch? |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Montag, 03. April 2006 - 09:51 Uhr: | |
Derzeit hat die EU noch ziemlich an den letzten Erweiterungsrunden zu tun - da braucht es erst einmal eine gewisse Konsolidierungspause. Wobei diese Pause deutlich kürzer sein könnte, wenn nicht mit Frankreich und Deutschland zwei zentrale EU-Länder in politischer Reformunfähigkeit und selbstverschuldeter wirtschaftlicher Stagnation verharren würden. Das ist doch der Treppenwitz an der Sache: Nicht die Beitrittsländer sind das Problem, sondern die bringen (siehe John Rawls Beispiele aus den letzten Erweiterungsrunden) Dynamik und Erfolg. Der alte Kern ist marode. Ich gehe aber davon aus, daß diese Probleme bewältigt werden - was sind in diesem Zusammenhang schon 10 Jahre. Und eine prosperierende EU hätte dann auch wieder die Kraft und vor allem das Selbstvertrauen für weitere Beitritte. Und da sehe ich mittelfristig nicht nur die Komplettierung in Skandinavien und dem Balkan, sondern auch noch die Hinzunahme von Randgebieten wie der Türkei und der Ukraine. Letztere gehörte ja bis 1918 mit der westlichen Hälfte zu Österreich - die Erinnerung daran ist dort viel lebendiger als hierzulande. Falls es jemals zu einem Nahost-Frieden kommt, wäre auch Israel noch ein Beitrittskandidat, da würden alle Kriterien hinhauen. Dann wäre aber m. E. Schluß. Rußland ist ein Kontinent für sich, die EU wäre mit den genannten Ländern komplett, und alle weiteren Konsolidierungsideen hätten eher etwas mit einer neuen UN zu tun und das werden wohl unsere Enkel noch als Vision diskutieren. |

Demokrat (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 05. April 2006 - 14:50 Uhr: | |
@Ralf Heißt das, man sollte überlegen, ob man nicht die reformfeindlichen Dinosaurier D und F aus der EU ausschließt? Vielleicht würde ein solcher Schritt ja den Reformeifer hier (D) wie dort (F) ein wenig befördern. |

Marc K. (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Montag, 23. Oktober 2006 - 21:22 Uhr: | |
Die Ukraine gehört jedenfalls eindeutig zu Europa, was man von der Türkei, jedenfalls geographisch betrachtet, nicht sagen kann. Und auch sonst weißt die Türkei noch erheblich mehr Defizite auf. Von daher: die Ukraine könnte aus meiner Sicht schneller in die EU als die Türkei. Bis 2020 seh ich da eine Perspektive. |

(Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Dienstag, 31. Oktober 2006 - 00:30 Uhr: | |
Ich denke, der springende Punkt ist wie Görd schon gesagt hat, dass sich die EU zunächst selbst reformiert und entscheidungsfähiger wird. Gelingt das, sind wohl auch Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine sinnvoll. |

Kooper18 (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 18. Juli 2007 - 12:38 Uhr: | |
die Ukraine gehört nicht in die -EU-, solange sie echtswidrig handeln und morden wie sie lust und laune haben, z.B. im Schwarzen Meer! Vorfall 2000. Türkische Fischkutter versenkt und einen Matrosen erschossen, mit Torpedos geschossen, die Schiffe gestohlen, die Munition den Toten noch in Rechnung stellen und sich in Recht fühlen! Solch ein Verhalten hat nichts mit DEMOKRATIE zu tun, welche die Grundlage der -EU- ist!!! |