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Archiv bis 22. September 2013

Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Bundestagswahl 2013 » Bundestagswahl 2013 » Archiv bis 22. September 2013 « Zurück Weiter »

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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 20. September 2013 - 21:15 Uhr:   

"Und der andere europäische Trend mit dem verharmlosenden Namen Rechtspopulismus scheint auch endlich in Deutschland angekommen zu sein."
Da überbieten sich die etablierten Parteien mit linkspopulistischen Forderungen (nur die FDP ist da zurückhaltend) und dann soll "Rechtspopulismus" ein Problem sein?


"Dass die Linken gut abschneiden, darf bei der momentanen Finanzkapitalismus auch nicht verwundern, ist ja auch in anderen europäischen Ländern so."
Ähem, wo haben denn extreme Linke, von Griechenland abgesehen, das nicht gerade als Vorbild taugt, denn so toll abgeschnitten in letzter Zeit? Einen Kommentar zum "Finanzkapitalismus" verkneife ich mir mit Mühe.

Die Linkspartei wird m. E. überschätzt. Bei 5% im Westen und 20% im Osten, sicher keine vorsichtige Schätzung, läge sie bei ca. 7,5% bundesweit.
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Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 20. September 2013 - 21:49 Uhr:   

> Wer 2009 SPD oder Grüne gewählt hat,
> dürfte ziemlich immun gegen die
> AfD-Propaganda sein.
Grüne schon - aber für viele SPD-Wähler ist der AfD-Populismus durchaus attraktiv.

Im übrigen dürfte die AfD jetzt sicher auf die Stimme von Sigmar Gabriel rechnen. Ihr Erfolg wäre seine Regierungsbeteiligung.

> Erstaunlich ist eher, dass nach
> jahrzehntelangem Rückgang offenbar
> beide Volksparteien (wenn auch jeweils
> nur leicht) zulegen können,
Das ist erst einmal nur eine Normalisierung, weil beide Volksparteien nach der GroKo so massiv abgestraft wurden.
Am langfristigen Trend wird das nicht unbedingt etwas ändern.
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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 20. September 2013 - 21:54 Uhr:   

Schon die PDS hatte Anfang 2002 Umfragen bis 8 %, die Linke lag bei Wahlen immer darüber. Es ist nicht unmöglich, wenn der Osten einigermaßen genervt von der SPD ist.
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Martin Dauser
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 20. September 2013 - 23:36 Uhr:   

Tatsächlich könnte es sein, dass nicht nur Sigmar Gabriel AfD wählt, sondern die AfD mit Leihstimmen von Wählern, denen eine große Koaliton mit Angela Merkel als Kanzlerin lieber als Schwarz-Gelb ist, und gleichzeitig strategisch denken, knapp über 5% gehoben wird.


Wobei: Wieso haben eigentlich die gleichen Leute, die den Leuten Angst machen wollen, dass Sigmar Gabriel selbstverständlich eine "Linksfront" will, jetzt plötzlich Angst davor, dass Sigmar Gabriel AfD wählt, um die Große Koalition wahrscheinlicher zu machen ? ;-)
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 20. September 2013 - 23:48 Uhr:   

Gabriel wählt nicht mehr.
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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2013 - 11:26 Uhr:   

Für die SPD ist die sicherste Wahl, SPD zu wählen. Von einer Stärkung der AfD hat sie nichts, weil deren Entwicklung ein strukturelles Problem für jede zukünftige rotgrüne Regierung wäre, auch in den Ländern. Die SPD muss daran interessiert sein, Linke und AfD klein und möglichst draußen zu halten.
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Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2013 - 11:57 Uhr:   

Das ist mittelfristig sicherlich richtig. Bezogen auf die morgige Abstimmung wundert mich aber schon, dass Gabriel - als einziger Politiker in der "Berliner Runde" die AfD erwäht hat (im Zusammenhang mit den gebrochenen Versprechungen der Union von 1999, es gäbe keine Transferunion und der Wähler könne sich auf die strikte Einhaltung der No-Bail-Out-Klausel verlassen). Warum "bricht" er als einziger dieses "Tabu"?

Kommt die AfD in den Bundestag, gibt es mit Sicherheit eine große Koalition. Kommt sie nicht rein, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines knappen Vorsprungs von schwarz-gelb vor rot-rot-grün.

Daher könnte Gabriel für den morgigen Wahltag durchaus an einem Einzug der AfD gelegen sein. Mittel- und langfristig hast Du allerdings vollkommen recht.
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nowhereman
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2013 - 16:02 Uhr:   

Warum schlagen hier Leute vor, Gabriel solle AfD wählen (ich weiss, er hat gewählt) und nicht gleichzeitig, eine ziemlich bekannte Frau aus MV solle auf dem Wahlzettel die Position der FDP (in Bayern "fast drei Prozent" von oben bedrachtet) suchen für die Zweitstimme? Was wäre wenn wirklich alle 1b-1z-Szenarien greifen und 1a (FDP schafft es locker über die 5%-Hürde) nicht?

Das allein lässt schon auf die Grundausrichtung der Diskutanten schliessen: Wortbruch kann nur eine SPD begehen, da ja links einzuordnen, egal ob in Hessen und im Bund - aber wenn man doch die AfD bräuchte (etwa für einen Nachfolger von Gauck) wäre das alles rechtens (da rechts) :-)
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Migan
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2013 - 18:04 Uhr:   

"Wortbruch kann nur eine SPD begehen"

Korrektur: Wortbruch HAT nur eine SPD (und zwar die hessische) begangen. Was nicht heißen soll, dass die CDU das niemals tun könnte. Aber sie HAT es noch nicht gemacht. Soweit ich weiß.
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Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2013 - 19:25 Uhr:   

@Martin Dauser:
Gabriel würde die Linksfront machen, wenn die AfD draußen bleibt und rot/rot/grün stärker ist als schwarz/gelb. Weil Kanzler halt schöner ist als nur zweite Geige.

Und Gabriel würde GroKo machen wenn die AfD reinkommt und kein Lager eine eigene Mehrheit hat. Weil Vizekanzler halt schöner ist als Opposition.


Mit der gleichen Ernsthaftigkeit, mit der ich bei Gabriel die AfD-Stimme vermute:
Lafontaine wird CDU wählen, weil seine Linke nur in der Opposition richtig gut ist.
Seehofer wird FDP wählen, weil nur in einer kleinen Koalition die CSU ihre Macht ausspielen kann. In einer GroKo wäre sie unwichtig.
Steinbrück wählt natürlich auch CDU, damit er nicht in Gefahr gerät Kanzler machen zu müssen und sich mit einem vergleichsweise kleinen Gehalt begnügen zu müssen.
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Abwähler
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2013 - 19:36 Uhr:   

Ich bin mir Sicher dass Angela Merkel die Rechtsfront mit CDU/CSU/FDP/AfD anstrebt.
Ja ist blödsinn, aber anders lässt sich der Gabriel-Linksfront-Schwachfuu nicht entlarven.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2013 - 19:52 Uhr:   

"Gabriel würde die Linksfront machen, wenn die AfD draußen bleibt und rot/rot/grün stärker ist als schwarz/gelb. Weil Kanzler halt schöner ist als nur zweite Geige.

Und Gabriel würde GroKo machen wenn die AfD reinkommt und kein Lager eine eigene Mehrheit hat. Weil Vizekanzler halt schöner ist als Opposition."

Stimmt mit der Einschränkung, dass sich die SPD bei knapper Mehrheit nicht trauen wird. Auch von daher ist wichtig, wer über 5% kommt.
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Hanseat
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2013 - 21:41 Uhr:   

Abwähler: "Ich bin mir Sicher dass Angela Merkel die Rechtsfront mit CDU/CSU/FDP/AfD anstrebt."

Anstrebt sicherlich nicht. Union/FDP ohne die AfD wäre ihr sicherlich lieber.
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B.Schuett
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2013 - 21:59 Uhr:   

"Stimmt mit der Einschränkung, dass sich die SPD bei knapper Mehrheit nicht trauen wird. Auch von daher ist wichtig, wer über 5% kommt."


2008 gab es ca. 10 % Abweichler innerhalb der hessischen SPD-Fraktion.
Geht man von diesem Anteil auch in der neuen Bundestagsfraktion der SPD
aus (der Anteil wäre m. E. jedoch deutlich größer), müßte Rot-Rot-Grün
bereits eine Mehrheit von ca. 20 Mandaten haben, um überhaupt eine
realistische Chance für eine Kanzlermehrheit von einer einzigen Stimme zu haben.
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Martin Dauser
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2013 - 23:24 Uhr:   

@Ralf Lang
"Für die SPD ist die sicherste Wahl, SPD zu wählen. Von einer Stärkung der AfD hat sie nichts, weil deren Entwicklung ein strukturelles Problem für jede zukünftige rotgrüne Regierung wäre, auch in den Ländern. Die SPD muss daran interessiert sein, Linke und AfD klein und möglichst draußen zu halten."

Das ist ein Standpunkt, den man nicht unbedingt teilen muss. Für mich ist es nicht kalkulierbar, ob eine langfristige Stärkung der AfD begünstigt wird, wenn sie mit 5,1% in den Bundestag kommt oder wenn sie mit 4,9% draußen bleiben wird.
Sicher ist, die mediale Aufmerksamkeit für die AfD wäre mit 5,1% wesentlich größer und die ganze Legislaturperiode gegeben. Sie wird aber auch kritischer beobachtet. Je nach dem, wie seriös eine mögliche AfD-Fraktion im Bundestag auftreten wird, wäre das ein Vorteil oder ein Nachteil für die AfD.

Und selbst wenn die SPD tatsächlich so denkt, wie du schreibst, die Motive eines SPD-nahen Wählers müssen ja nicht automatisch deckungsgleich mit den Motiven der Partei SPD sein
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Abwähler
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2013 - 23:49 Uhr:   

Ich hoffe aus einem Grund ganz dringend darauf dass die CDU morgen ein sehr schlechtes Ergebnis erhält: damit gezeigt wird, dass man in Deutschland als Kanzler mit einem 0-Wahlkampf auch scheitern kann. Das wäre für die nächsten Wahlkämpfe eine Erlösung. Sonst machen die das immer wieder, und das wäre furchtbar für die Demokratie.
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Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2013 - 23:49 Uhr:   

Ich sehe dies so: Gabriel will eine schwarz-gelbe Mandatsmehrheit auf jeden Fall verhindern. Denn dann sitzt die SPD weiterhin in der Opposition. Wenn die AfD den Einzug in den Bundestag nicht schaffen sollte, dann ist meines Erachtens - gemessen an den letzten Umfragen - die Wahrscheinlichkeit einer schwarz-gelben Mandatsmehrheit höher als die Wahrscheinlichkeit einer rot-rot-grünen Mehrheit. Wenn der Einzug der AfD, den ich ebenfalls mit 50:50 einschätzen würde (je nach Höhe der Wahlbeteiligung morgen) gelingt, ist die SPD in jedem Fall an der Regierung. Deshalb dürfte Gabriel kurzfristig Interesse an einem Einzug der AfD ins Parlament haben, zumal er eine Zerreißprobe für seine Partei dann verhindern kann. Diese Zerreißprobe hätte er, wenn es rechnerisch für rot-rot-grün reicht und die SPD trotz großer innerparteilicher Widerstände als Juniorpartner in eine große Koalition geht.

Wenn Gabriel nicht so dächte, hätte er - wie alle anderen Politiker in der "Berliner Runde" am Donnerstag abend die AfD nicht erwähnt. Hat er aber. Nach meiner Erinnerung sogar zweimal. Und dies lässt mich aufhorchen.
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Martin Dauser
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 22. September 2013 - 03:50 Uhr:   

"Ich hoffe aus einem Grund ganz dringend darauf dass die CDU morgen ein sehr schlechtes Ergebnis erhält: damit gezeigt wird, dass man in Deutschland als Kanzler mit einem 0-Wahlkampf auch scheitern kann. Das wäre für die nächsten Wahlkämpfe eine Erlösung. Sonst machen die das immer wieder, und das wäre furchtbar für die Demokratie."

Ich bin weiß Gott kein Freund der CDU, aber die CDU kann doch nichts dafür, dass im Wahlkampf ihre Konkurrenten im Wahlkampf oder davor (FDP) alles falsch gemacht haben, was man falsch machen kann.

Zur SPD:
Es ist halt nicht besonders schlau, denn Steinbrück zum Kandidaten zu küren und den Parteilinken das Wahlprogramm schreiben lassen. Das passt einfach nicht zusammen. In 4 Jahren wird die SPD wahrscheinlich alles anders machen und die Nahles wird Kandidatin und der Seeheimer Kreis formuliert das Wahlprogramm ... .

Zu den Grünen:
Ihr Wahlkampf erinnert mich an den Wahlkampf der FDP im Jahr 2002. Damals hat die FDP das "Projekt 18" ausgerufen. Sie ist mit 8% in den Wahlkampf eingestiegen und wollte 18% als Wahlergebnis erreichen. Die Grünen begannen den Wahlkampf bei 18% und werden am Schluss bei 8% landen. Es ist halt nicht automatisch immer genau das Gegenteil von dem richtig, was die FDP will oder einst wollte. Die Grünen hätten besser auch komplett darauf verzichtet, Wahlkampf zu machen und Trittin, Künast und Roth im März für ein halbes Jahr in den Urlaub geschickt oder ihnen zumindest Talkshow- und Interviewverbot gegeben. Dann wären zumindest 15% morgen locker drin gewesen.

Die FDP hat in den ersten drei Jahren der Legislaturperiode alles falsch gemacht. Dann kam es zu einer rot-grünen Bundesratsmehrheit und die FDP konnte deshalb im letzten nicht mehr so viel falsch machen. Dies führt zu einer leichten Erholung und sie wird deshalb wieder in den Bundestag einziehen. Trotzdem war die Performance der FDP in den vergangenen 4 Jahren so schlecht, dass sie Verluste einfahren wird, die relativ gesehen noch einmal deutlich größer ausfallen werden als die Verluste der SPD 2009.


Da reicht es natürlich Angela Merkel und die CDU, sich einfach nur aus dem Wahlkampf weitgehend rauszuhalten.

Wenn die SPD, Grüne und FDP so weiter machen, dann wird Angela Merkels Kanzlerschaft länger andauern als die Kanzlerschaften von Kohl und Adenauer zusammengerechnet. Das einzige, was sich ändern wird, ist ab und zu der Koalitionspartner und ihr Spitzname (Omi statt Mutti)
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Björn
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 22. September 2013 - 08:30 Uhr:   

"Dann kam es zu einer rot-grünen Bundesratsmehrheit und die FDP konnte deshalb im letzten nicht mehr so viel falsch machen."

Ich glaube eher, dass der FDP zugute kam, dass sie eigentlich kaum noch wahrgenommen wurden. So wie die Grünen lange Zeit kaum medial beachtet worden sind, konnten sie in den Umfragen prozentual zulegen. Wenn man über die FDP lange nicht mehr wirklich geredet hat (vielleicht war ja der Unfall von Brüderle und der daraus resultierende Ausfall für einige Wochen eher Segen für die Partei) und die Regierungsarbeit auch überhaupt nicht mehr sichtbar war, redet man halt auch nichts schlechtes.

Ich bin doch wegen der AfD sehr gespannt, vor allem was es parteistrategisch dann für SPD, Grünen und Linke bedeutet, wenn die Partei einziehen sollte. Das erhöht nämlich den Druck auf eben diese Parteien, darüber mal nachzudenken, wie es eigentlich zukünftig im Bund weitergehen soll, weil linke Mehrheiten dann noch unwahrscheinlicher werden. Es kann nicht auf Dauer deswegen eine große Koalition erfolgen.

"Wenn die SPD, Grüne und FDP so weiter machen, dann wird Angela Merkels Kanzlerschaft länger andauern als die Kanzlerschaften von Kohl und Adenauer zusammengerechnet."

Ich sehe es auch so, dass die SPD und die Grünen einen extrem miesen Wahlkampf gemacht haben und meine anfängliche Einschätzung, dass Steinbrück der falsche Mann ist, um eine wirkliche Alternative zur Kanzlerin zu präsentieren, hat sich da anscheinend als vollkommen richtig erwiesen. Bei den Grünen möchte ich gar nicht erst anfangen, zu schreiben, was sie falsch gemacht haben. Die Liste ist endlos. Bei beiden Parteien müssen mal neue Köpfe her. Wenigstens in der Hinsicht können sie von der FDP mal lernen (auch wenn sie diesmal den völlig verbrauchten Brüderle noch herausgekramt haben, genutzt haben, wird es glaube ich wenig, wenn die Umfragen halbwegs stimmen).
Bezeichnend war die Diskussion bei Anne Will. Bosbach lobt die CDU überschwänglich dahingehend, dass unter Schwarz-Gelb die AL-Zahl sich halbiert habe usw. Nur wie konkret sie das angestellt haben, sagt er nicht. Und die SPD und Grüne haben dagegen wirklich gar nichts erwidert, dass es nämlich vor allem der Agenda 2010 geschuldet ist, dass die Zahlen gerade nicht so schlecht sind. So lange die beiden Parteien bei Agenda 2010 verschämt wegschauen und das nicht als ihren Erfolg reklamieren, werden sie immer Schwierigkeiten haben, klipp und klar mal darauf zu verweisen, dass CDU/FDP arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitisch in dieser Legislaturperiode absolut gar nichts vorzuweisen haben. Aber das würde ja wieder bedeuten, man müsste auf 2010 verweisen und das wollte man wohl im ganzen Wahlkampf nicht.
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SaaleMAX
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 22. September 2013 - 09:49 Uhr:   

Gestern Abend gab es im TV eine recht amüsante Sendung von Stefan Raab zur Bundestagswahl.
Man befragte während der Sendung die Zuschauer per Telefon und SMS zu ihren Wahlabsichten.Vorher gab es noch eine Gesprächsrunde mit Politikern, der im Bundestag vertretenen Parteien.
Das Ergebnis war nicht Repräsentativ aber sie zeigte zumindest einen Trend an.Man verglich diese mit den Umfragewerten aus der Sendung von 2009.

Folgender Trend kam heraus:
+++++++++++++++++++++++++++++
Die CDU war jetzt fast unverändert.
Die SPD gewann ordentlich dazu aber die hatte ja ein sehr schlechtes Wahlergebnis 2009 aber landet aber noch hinter der CDU.
Die Grünen verloren moderat.
Die FDP verlor stark, aber sie hatte ja ein überdurchschnittliches Ergebnis 2009.
Die Linke gewann erneut an Stimmen dazu.

Die Afd wurde in der dortigen Befragung nicht abgefragt, wäre aber auch einmal interessant gewesen.

Zum amüsierten Schmunzeln bis zum Wahlergebnis heute Abend hier einmal der LINK: http://tvtotal.prosieben.de/tvtotal/specials/bundestagswahl/index.html

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Ich bin auf das Ergebnis heute Abend mal wirklich gespannt.Wenn es so kommt wie der Trend es anzeigt wird es wohl SCHWARZ-ROT unter Frau Merkel werden.Aber noch ist nicht aller Tage Wahlabend.

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