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EineAlternative Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Montag, 15. Juli 2013 - 18:12 Uhr: | |
Bei der aktuellen EMNID-Umfrage sind die Piraten nun wieder bei 4%. Das könnte an dem NSA-Skandal liegen, der den Piraten - theoretisch - bis zur Wahl zu über 5% verhelfen könnte, sofern sie guten Wahlkampf betreiben. Was denkt Ihr? Ziehen die Piraten in den Bundestag? Immerhin wäre dann erstmals eine basisdemokratische Partei im Bundestag. Das ist doch ein Thema, das in der Bevölkerung beliebt ist. Viele fordern Basisdemokratie, schimpfen dann aber gegen die Piraten? Die Piraten betreiben eine Basisdemokratie und wollen das u.a. im Bund umsetzen. Siehe: https://www.piratenpartei.de/politik/wahl-und-grundsatzprogramme/wahlprogramm-btw13/demokratie-wagen/ Sanken die Umfragewerte vielleicht wegen der vielen Hetze der Massenmedien gegen die Piraten? (Angeblich Nazis bei den Piraten, angebliche Frauenfeindlichkeit usw.) Deswegen schrumpften die Wahlumfragen wohl von um die 10% auf z.Z. 2-4%. Das Problem bei den Piraten: Da sie basisdemokratisch sind, kann JEDES MITGLIED z.B. auf Parteitagen blödsinnige Anträge stellen oder sich am Mikrofon äußern. Die unsinnigen Dinge erhalten zwar NIEMALS Mehrheiten, aber die Medien nehmen sie auf, berichten darüber, und die dumme Masse glaubt dann, dass dieser Unsinn die Meinung der Piraten sei. |

Jan W.
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| | Veröffentlicht am Montag, 15. Juli 2013 - 18:44 Uhr: | |
Naja, die Frage ist ja, ist das ein Ausreißer oder findet sich eine solche Aufwärtsbewegung bald auch bei anderen Instituten und wiederholt sich in den Folgewochen. Und bei dem NSA-Thema ist ja auch die Frage, ob sich das bis zur Wahl hält - in der allgemeinen Diskussion oder zumindest in Bevölkerungskreisen, die für die Piraten erreichbar sind. Also wenn Piraten den Aufstieg ihrer Partei mit der NSDAP vergleichen und die Medien darüber berichten, finde ich den Begriff "Hetze" absolut unangebracht. Übrigens ist das in jedem Fall eine Meinung auf höchster Ebene der Partei, denn auf der ist gemäß piratigem Selbstverständnis jedes Mitglied. |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Montag, 15. Juli 2013 - 19:18 Uhr: | |
"Also wenn Piraten den Aufstieg ihrer Partei mit der NSDAP vergleichen und die Medien darüber berichten, finde ich den Begriff "Hetze" absolut unangebracht. Übrigens ist das in jedem Fall eine Meinung auf höchster Ebene der Partei, denn auf der ist gemäß piratigem Selbstverständnis jedes Mitglied." Gähn. Dieses ständige In-die-Naziecke-stellen nervt einfach nur. Ich mag die Piraten gar nicht, aber nur wegen eines dummen Spruchs eines Mitglieds allein sollte man keine Partei in eine Ecke stellen. Das könnte man auf gleichem "Niveau" mühelos mit jeder anderen Partei auch machen. "Sanken die Umfragewerte vielleicht wegen der vielen Hetze der Massenmedien gegen die Piraten? (Angeblich Nazis bei den Piraten, angebliche Frauenfeindlichkeit usw.) Deswegen schrumpften die Wahlumfragen wohl von um die 10% auf z.Z. 2-4%." Die große Mehrheit der Piraten-Wähler ist männlich und wohl kaum empfänglich für feministische Propaganda. Die Piraten werden vor allem aus Protest gewählt und Protestwähler sind schnell wieder weg. "Basisdemokratie" ersetzt keine Inhalte. Netzpolitik interessiert nur eine kleine Minderheit wirklich. "Immerhin wäre dann erstmals eine basisdemokratische Partei im Bundestag. Das ist doch ein Thema, das in der Bevölkerung beliebt ist. Viele fordern Basisdemokratie, schimpfen dann aber gegen die Piraten?" Nö, Basisdemokratie in Parteien interessiert fast keinen. Deutsche Wähler sind extrem harmoniebedürftig. Alles, was nach Streit aussieht, schadet. Streit gibt es natürlich in jeder Partei, aber den sollte man nicht öffentlich zelebrieren. Das hat den Grünen in den Anfangsjahren sehr geschadet. |

NSA-Agent42 Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Montag, 15. Juli 2013 - 19:25 Uhr: | |
Zum NSDAP-Vergleich der Piraten: Das war vielleicht nicht sehr intelligent, doch was ist daran schlimm? Er verglich rein den AUFSTIEG DER PARTEI mit der NSDAP. Er verglich keine Inhalte der Piraten mit der NSDAP, was auch Quatsch wäre. |

Jan W.
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Montag, 15. Juli 2013 - 20:11 Uhr: | |
@TF Natürlich nervt das "ständige In-die-Naziecke-stellen", daher verstehe ich überhaupt nicht, wieso Martin Delius das dann tut. Er ist übrigens nicht nur nach Piratenlesart auf oberster Ebene, er war damals parlamentarischer Geschäftsführer! Das Demokratieverständnis der Piraten ist vor allem "liquide" - und das Funktionieren und Versagen dieser Methoden zeigt sich im Innenleben der Partei. Und abschreckend häufig zeigt sich da vor allem das Versagen. |

Ralf Lang
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Montag, 15. Juli 2013 - 20:29 Uhr: | |
Ich sehe hier bisher keinen Trend und auch keinen Grund für einen Trend. Jetzt ist Juli, dann fahren die Leute in den Urlaub, dann setzen die großen Parteien und Interessengruppen ihre Budgets ein und dann ist Wahl. Zur Zeit sind eher Sozialverbände dran, die Kindern den Sommerurlaub zusichern lassen wollen. Wann haben wir eigentlich zuletzt was von Syrien oder der Eurokrise gehört? Nein, heute und morgen werden Wahlen nicht entschieden. Schon gar nicht von Umfragen. |

Piratenwähler Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Montag, 15. Juli 2013 - 21:44 Uhr: | |
@Jan W. "das Funktionieren und Versagen dieser Methoden zeigt sich im Innenleben der Partei" Wo versagte die Methode? Die Piraten haben ein ausführlicheres (Wahl-) Programm als viele andere (kleine) Parteien und konnten sich immer auf was einigen. Ich sehe kein Versagen. |

Good Entity Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Montag, 15. Juli 2013 - 23:27 Uhr: | |
"Das Problem bei den Piraten:" Sie bringen sehr überzeugend in Interviews und anderen Stellungnahmen zum Ausdruck, dass .. "sie basisdemokratisch sind," ... und alle nicht Internetaffinen oder sonst Andersdenkenden für "die dumme Masse" halten. Genau wie im Eingangspost dieses Threads. Wenn die "dumme Masse" das mitbekommt, wählt sie jemand anderen. Da nützt jetzt auch ein Wahlprogramm nichts mehr. Schade eigentlich. Viele gute Ansätze an der Wand und engagierte Leute frustriert. Auch wundersam: Wieso wussten eigentlich die Piraten die ganzen letzten Jahre nichts von der Überwachung durch die NSA und ausgerechnet ein externer Mitarbeiter dieser Behörde aus dem unteren Management muss uns jetzt informieren? Wenn die Piraten nun wirklich diejenigen sind, die sich mit sowas auskennen, ... Von daher glaube ich nicht, dass die NSA-Affaire den Piraten jetzt signifikant nutzt. Ausgerechnet da, wo sie wirklich ein Pro in der öffentlichen Wahrnehmung hatten, haben sie versagt. |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Dienstag, 16. Juli 2013 - 00:56 Uhr: | |
"Von daher glaube ich nicht, dass die NSA-Affaire den Piraten jetzt signifikant nutzt. Ausgerechnet da, wo sie wirklich ein Pro in der öffentlichen Wahrnehmung hatten, haben sie versagt." So etwas konnte man ahnen, aber wohl kaum beweisen. Es ist nicht Aufgabe einer Partei, 007 zu spielen. Ich bin nie davon ausgegangen, nicht in irgendeiner ausgespäht zu werden und damit stehe ich absolut nicht alleine. Die mediale Aufregung ist auch weitaus größer als bei den Menschen, die ja ziemlich sorglos sind. Wem es wirklich um Datensicherheit geht, würde sich z. B. niemals in ein öffentliches W-LAN-Netz einloggen und sich niemals ein Facebook-Profil zulegen. "Viele gute Ansätze an der Wand und engagierte Leute frustriert." Die Piraten sind eine reine Klientelpartei internetaffiner, männlicher Spätpubertierer mit keinem oder geringem eigenen Einkommen. Fast alle ihrer Forderungen von Urheberrecht über Gratis-ÖPNV, Menschenrecht auf Flatrate bis bedingungslosem Grundeinkommen nützen genau dieser Klientel. Demokratietheoretisches Brimborium bemäntelt das nur ein wenig. |

Björn
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Dienstag, 16. Juli 2013 - 09:34 Uhr: | |
@TF "Ich bin nie davon ausgegangen, nicht in irgendeiner ausgespäht zu werden und damit stehe ich absolut nicht alleine. Die mediale Aufregung ist auch weitaus größer als bei den Menschen, die ja ziemlich sorglos sind." Das sehe ich genauso. Das würde im Übrigen auch ein wenig erklären, warum, trotz aller Aufgeregtheit, die die Opposition hier veranstaltet, auch absolut keine Wirkung in den Umfragen zu sehen ist. Das Merkel-Interview am Sonntag zu diesem Thema war so dermaßen schwach, eigentlich erschreckend. Dennoch regt mich dieses Thema selbst nicht so auf, weil man irgendwie davon ausgeht, dass ausgespäht wird. Daher eben auch kein wahlentscheidendes Thema. Interessant übrigens, dass die Medien da so aufgeregt agieren, ist doch das Besorgen von Informationen auch ihr Geschäft. Ich glaube, das Ausspähen bereitet den Journalisten für ihre Arbeit mehr Unbehagen als der übrigen Bevölkerung. Anders wäre es, wenn dann tatsächlich Daten manipuliert werden (denn wer ausspähen kann, kann eben auch manipulieren) oder genutzt werden würden wie Kontobewegungen vollziehen o.ä. Dann wäre die Reaktion vollkommen anders. |

DeinChef Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Dienstag, 16. Juli 2013 - 16:04 Uhr: | |
Ohje! Die neue GMS-Umfrage zeigt die Piraten bei 2%. Nun aber erst weitere Umfragen abwarten, vielleicht sind dort die Werte der Piraten gestiegen. GMS kannte ich bisher nicht mal ;-) |

Piratenwähler Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 24. Juli 2013 - 12:00 Uhr: | |
Die neue Forsa bestätigt die Piraten bei 4%! Langsam kann man schon sagen, dass sich die Piraten den 5% nähern... |

mmaneu
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 24. Juli 2013 - 14:55 Uhr: | |
2 Prozentpunkte mehr - in 1 Umfrage! Oder: So kann man auch mit kleinen Sachen Kindern eine Freude machen |

Ralf Lang
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 25. Juli 2013 - 10:17 Uhr: | |
Forsa produziert ja gern Trendwenden-Nachrichten. |

Nikolaus Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 25. Juli 2013 - 14:55 Uhr: | |
Naja, und bei Emnid sind die Piraten von 4 wieder auf 3 Prozent zurückgegangen. |

Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 28. Juli 2013 - 13:00 Uhr: | |
> Ich bin nie davon ausgegangen, nicht in irgendeiner > ausgespäht zu werden und damit stehe ich absolut nicht alleine. Natürlich konnte man als normaler Privatmann davon ausgehen. Aber die Erkenntnisse waren ja öffentlich vorhanden. Siehe den Spiegelartikel von Sascha Lobo aus den frühen 90ern oder die Entschließung des EU-Parlaments. WENN die Piraten wirklich Experten auf diesen Gebiet wären, hätten sie davon (und von anderen Veröffentlichungen) gewußt und das vor Snowden zum Thema gemacht. So aber laufen sie dem Trend genauso hilflos hinterher wie die übrigen Parteien. Deswegen halte ich auch die Forsa-Behauptung mit den 4% für eine der üblichen Forsa-Kampagnen-Behauptungen. Mit solchen "Meßwerten" kommt das Institut immer in die Schlagzeilen, weil die irgendwie plausibel politisch begründet werden können und man daraus Kommentare schnitzen kann. Regelmäßig zeigt sich dann, daß die übrigen Institute diese angeblichen Meinungsänderungen nicht messen können. |

Christian Schmidt
Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Montag, 29. Juli 2013 - 15:19 Uhr: | |
> Immerhin wäre dann erstmals eine basisdemokratische Partei im Bundestag Hahahaha. Bitte erstmal nachlesen seit wann, woher und warum 'basisdemokratisch' ein politscher Begriff ist... |

Ixos Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Montag, 29. Juli 2013 - 18:39 Uhr: | |
@ Christian Schmidt: Falls das eine Anspielung auf die Grünen sein soll: Hahahahaha |

+5% Piraten Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 02. August 2013 - 16:45 Uhr: | |
Ich bin bei den Piraten und kann offline wie online über alles mitbestimmen. Von daher fände ich es für die Demokratie gut, wenn die Piraten über 5% kämen. Dann würde erstmals eine Partei im Bundestag sitzen, über deren Politik normale Bürger und nicht Berufspolitiker entscheiden! |

Jan W.
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Freitag, 02. August 2013 - 16:59 Uhr: | |
Die Frage ist nur: wieso haben die Piraten dann vielfach immer noch keine klare Meinung, wenn Liquid Democracy so gut funktioniert ...? |