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zigzag
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 10. Oktober 2010 - 20:28 Uhr: | |
Auf der Seite der Stadt Wien stehen bei der SPÖ auch nur 48 Sitze, SORA verteilt 101, obwohl es nur 100 Sitze gibt. |

Engel
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 10. Oktober 2010 - 22:27 Uhr: | |
http://www.wien.gv.at/wahl/NET/GR101/index.htm http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/art385,482080 Sehr interessant ist, dass die SPÖ trotz der deutlichen Verluste in allen Wiener Bezirken stärkste Kraft wurde und somit erstmals alle Bezirksvorsteher stellt. Bei der letzten Gemeinderatswahl wurde die ÖVP noch in der City und Währing und die Grünen in Neubau stärkste Kraft. In diesen und noch einigen weiteren Innenstadtbezirken konnte die SPÖ erstaunlicherweise auch bis zu 5% zulegen. |

zigzag
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 10. Oktober 2010 - 22:33 Uhr: | |
Die SPÖ ist bei der Gemeinderatswahl stärkste Partei in allen Bezirken. Die Bezirksvorsteher werden aber durch die Ergebnisse der Bezirksvertretungswahlen bestimmt. Deren Ergebnisse gibt es hier (wird noch ausgezählt): http://www.wien.gv.at/wahl/NET/BV101/BV101-109.htm Bisher hat die SPÖ der ÖVP einen Bezirk abgenommen: Wieden: http://www.wien.gv.at/wahl/NET/BV101/BV101-204.htm |

Engel
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 10. Oktober 2010 - 22:34 Uhr: | |
Sorry, Schwachsinn geschrieben, die Bezirksvorsteher werden natürlich durch die stimmenstärkste Partei der Bezirksvertretungswahlen bestimmt, nicht durch die Gemeinderatswahlen....:-( |

Ratinger Linke
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 10. Oktober 2010 - 22:40 Uhr: | |
Beispiel für potenzielles negatives Stimmengewicht durch unnötige Rundung der Quote (nur im Grenzfall, dass alle Stimmen durch die Quote teilbar sind, müsste sie infinitesimal erhöht werden): Wenn im Wahlkreis 10 die SPÖ 894 Stimmen mehr hat, ist dort die Quote 5317.75, macht gerundet eine Wahlzahl von 5318 und bei insgesamt 10636 für die SPÖ exakt 2 Wahlkreissitze. Macht insgesamt eine Sitzverteilung von 49:28:13:10. Wenn die SPÖ dort noch 1 Stimme mehr hat, verliert sie den Sitz an die Grünen, da die Quote auf exakt 5318 steigt und die Wahlzahl damit 5319 ist. Nachdem die höhere Wahlzahl für beide Sitze bezahlt werden muss, wirkt sich die Stimme insgesamt negativ aus; der Anspruch sinkt auf knapp unter 2 Sitze. Weil die Sitze in diesem Wahlkreis billig sind, bringen die zusätzlichen Reststimmen keinen Sitz bei der Restsitzverteilung; der zusätzlich zu verteilende Restsitz geht stattdessen an die Grünen. SORA hat übrigens inzwischen die Mandatsverteilung korrigiert. |

Ratinger Linke
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 10. Oktober 2010 - 23:39 Uhr: | |
Das Ergebnis ist korrigiert worden; dioe Sitzverteilung ist momentan 49:28:13:10. Den Grünen fehlen 95 Stimmen auf die ÖVP. Die FPÖ hat den Sitz im Wahlkreis 18 verloren; im Wahlkreis 10 ist sie nur noch 26 Stimmen über der Quote. Die Grünen sind im Wahlkreis 4 nur noch 47 Stimmen unter der Quote. SORA hat die Wahlkartenprognose komplett gestrichen. (Beitrag nachträglich am 10., Oktober. 2010 von rli editiert) |

Wahlticker
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| | Veröffentlicht am Montag, 11. Oktober 2010 - 01:59 Uhr: | |
Lustiges Bonmot zur Wahl: die ÖVP wirbt um "Montagswahlkarten": http://derstandard.at/1285200519158/Inserate-OeVP-wirbt-um-Montags-Wahlkarten |

Ratinger Linke
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| | Veröffentlicht am Montag, 11. Oktober 2010 - 03:06 Uhr: | |
Letzter Stand von 3:00 Uhr: Es hat noch mehrere Veränderungen gegeben, aber die Sitzverteilung ist momentan relativ stabil bei 49:28:13:10. Die ÖVP hat inzwischen einen nennenswerten Vorsprung vor den Grünen und die SPÖ vor der ÖVP (mehrere hundert Stimmen). Mit den Wahlkarten werden die Grünen aber trotzdem so gut wie sicher noch einen Sitz dazubekommen, die Frage ist nur, ob von SPÖ oder FPÖ. Dass die ÖVP noch einen Sitz dazugewinnt, wie SORA gemutmaßt hat, halt ich für recht unwahrscheinlich, schließlich ist der jetzige letzte Sitz schon sehr knapp. Die wohl noch im Umlauf befindlichen Wahlkarten machen aber annähernd 1/4 der bisherigen Stimmen aus, so dass bei grob abweichendem Wahlverhalten weitere Sitzverschiebungen prinzipiell denkbar sind. Ein weiterer Sitz könnte für die ÖVP den Erhalt des zweiten Sitz im Stadtsenat bedeuten; die Grünen werden wohl in jedem Fall einen verlieren. Die beiden Vizebürgermeisterposten bleiben bei der SPÖ. Die SPÖ bekommt auch einen zusätzlichen Bezirksvorsteher in Wieden (von der ÖVP), wo SPÖ, ÖVP und Grüne ungefähr gleichauf sind und die SPÖ am wenigsten verloren hat. Die Josefstadt haben die Grünen an die ÖVP verloren, nachdem es dort eine grüne Konkurrenzliste gegeben hat und die ÖVP wieder unter eigenem Namen angetreten ist. (Beitrag nachträglich am 11., Oktober. 2010 von rli editiert) |

Ratinger Linke
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| | Veröffentlicht am Montag, 11. Oktober 2010 - 19:16 Uhr: | |
SORA prognostiziert jetzt, dass die FPÖ auch ausgehend von den momentan nur noch 28 Sitzen "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mindestens 1 Mandat" verlieren wird (an die Grünen, das ist klar) und womöglich noch eins, das an SPÖ oder ÖVP gehen würde. Wenn die SPÖ tatsächlich noch so stark relativ gewinnt, das sie ein weiteres Mandat erhält, wird die Wahlrechtsreform wahrscheinlich scheitern. http://www.sora.at/themen/wahlverhalten/wahlanalysen/hochrechnungen/hr-grw-wien10.html |

Ratinger Linke
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| | Veröffentlicht am Dienstag, 12. Oktober 2010 - 20:50 Uhr: | |
Entgegen dem normalen Trend verlieren die Grünen bei den bisher ausgezählten 85'000 Wahlkarten sogar leicht, gewinnen aber trotzdem einen Sitz von der FPÖ. Die ÖVP gewinnt deutlich und ist nicht mehr allzu weit von einem 14. Sitz entfernt. Die SPÖ gewinnt auch nennenswert, aber für einen Sitz wird das wohl nicht reichen. |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Dienstag, 12. Oktober 2010 - 21:37 Uhr: | |
Dass die SPÖ bei den Briefwählern besser abschneidet als an der Urne, ist verdächtig. Entweder ist die SPÖ am Ende des Wahlkampfs eingebrochen, oder an den Manipulationsvorwürfen ist was dran. http://diepresse.com/home/politik/wienwahl/601307/index.do?_vl_backlink=/home/politik/wienwahl/index.do http://derstandard.at/1285200185388/Manipulation-Gruene-vermuten-Betrug-mit-Wahlkarten Es ist aber wohl unwahrscheinlich, dass es für die SPÖ noch zum 50. Sitz reicht. FPÖ, ÖVP und Grüne haben sich übrigens schon vor der Wahl darauf verständigt, das Wahlrecht zu ändern, falls die SPÖ unter 50 Sitze fällt. http://derstandard.at/1285200706259/Wiener-Wahlrecht-Der-heikle-Drei-Parteien-Pakt Offenbar will man Oberverteilung auf Landesebene einführen (wie auch beim Nationalrat), auch wenn das im Artikel unsinnig erklärt wird (würde man das wörtlich nehmen, würde die SPÖ sogar erheblich profitieren). Schwachsinn ist natürlich die Behauptung im Artikel, auch die FPÖ profitiere vom Wahlrecht. Die FPÖ legte nur deshalb überproportional zu, weil sie beim letzten Mal vom Wahlsystem benachteiligt würde. 2005 hatte sie mit 14,8% 13 Sitze (und die Grünen mit 14,6% 14 Sitze). Begünstigung sieht anders aus. |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Dienstag, 12. Oktober 2010 - 21:51 Uhr: | |
Bei der Nationalratswahl holte die SPÖ in Wien insgesamt 34,8%, bei den Wahlkarten- und Briefwählern nur 28,9%. http://wahl08.bmi.gv.at/card_total_bl_9.htm Bei den "normalen" Urnenwählern holte sie 35,8%. Bei den Wahlkarten- und Briefwählern bekam sie also 6,9 Prozentpunkte weniger. Jetzt soll sie 2,2 Prozent mehr als bei den Urnenwählern bekommen haben. Entweder gab es einen wirklich gewaltigen Trend gegen die SPÖ am Schluss des Wahlkampfs, oder da ist erheblich manipuliert worden. |

görd
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| | Veröffentlicht am Mittwoch, 13. Oktober 2010 - 10:21 Uhr: | |
Es wurden ja diesmal sehr viel Wahlkarten beantragt. Ob man daher unbedingt ein Vergleich mit anderen Wahlen ziehen kann, möchte ich bezweifeln. |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Mittwoch, 13. Oktober 2010 - 19:07 Uhr: | |
"Es wurden ja diesmal sehr viel Wahlkarten beantragt." Im Vergleich zur letzen Gemeindesratswahl schon, aber im Vergleich zur Nationalratswahl ist die Zahl ähnlich. 2005 gab es noch keine Briefwahl, bei der Nationalratswahl 2008 dagegen schon. |

Ratinger Linke
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| | Veröffentlicht am Mittwoch, 13. Oktober 2010 - 23:12 Uhr: | |
Bei der Nationalratswahl 2008 sind 145'789 Wahlkarten ausgestellt worden, davon 6'308 an Ausländer, die wohl bei der Gemeinderatswahl nicht wahlberechtigt sind. http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_wahlen/nationalrat/2008/Wahlkarten.aspx Per Briefwahl sind 78'356 Stimmen abgegeben worden, an sonstigen Wahlkarten sind 40'761 eingegangen. Bei der aktuellen Gemeinderatswahl sind 162'039 Wahlkarten ausgestellt worden. Die Zuordnung der Stimmen zu den verschiedenen Wahlarten ist aufgrund der Daten der Stadt Wien nicht ganz eindeutig, aber wenn ein ähnliches Schema wie bei der Nationalratswahl verwendet worden ist, schaut es nach nur ungefähr 6'000 "normalen" Wahlkarten und bisher 85'000 Briefwählern aus. Demnach müsste aber noch eine ganz erhebliche Menge an Briefwählern ausstehen. Wenn das stimmt, wär der Briefwähleranteil an den Wahlkarteninhabern schon recht erheblich gestiegen. Der Vergleich mit der Nationalratswahl ist auch deshalb schwierig, weil das Ergebnis ganz allgemein stark von den typischen Gemeinderatswahlergebnissen abweicht. Die Unterschiede bei der Briefwahl sind aber gewaltig. Im Folgenden der Vergleich beider Wahlen nach Gemeinderatswahlkreisen, wobei die "normalen" Wahlkarten für die Nationalratswahl nur in der Summe enthalten sind, da sie sich nicht den Wahlkreisen zuordnen lassen:
Gemeinderatswahl 2010, vorläufig (Dienstag) Wkr. Wbt. Brief ungültig SPÖ FPÖ ÖVP Grüne Rest 1 54.2 9.2 14.5 2.2 -0.8 40.7 -3.3 17.6 -2.7 17.4 +8.1 20.0 -1.9 4.2 -0.3 2 56.1 10.0 15.2 2.2 -0.7 38.0 -0.9 14.8 -2.3 17.9 +6.4 24.7 -2.8 4.7 -0.4 3 54.8 7.9 12.6 2.3 -1.2 46.0 +0.5 23.5 -5.1 10.3 +4.9 16.3 +0.4 4.0 -0.7 4 54.8 7.4 11.8 3.0 -1.7 43.3 +0.5 21.1 -3.9 15.4 +5.9 16.5 -1.3 3.6 -1.2 5 55.6 7.4 11.7 2.8 -1.3 48.2 +5.9 35.0 -7.4 8.2 +2.0 5.9 -0.1 2.7 -0.3 6 56.8 6.2 9.8 3.0 -1.8 48.0 +8.1 37.1-10.6 7.1 +2.7 5.5 +0.1 2.3 -0.3 7 54.2 8.0 12.8 2.8 -1.7 46.4 +4.3 28.6 -8.9 10.9 +4.3 10.8 +0.0 3.2 +0.2 8 60.7 9.7 13.7 2.6 -1.7 34.7 +2.8 20.5 -4.3 28.1 +4.5 13.6 -2.2 3.1 -0.8 9 57.5 6.5 10.1 2.6 -1.0 42.0 +4.8 25.6 -5.1 15.8 +3.7 13.3 -2.2 3.4 -1.1 10 52.2 7.3 12.3 2.7 -1.7 47.9 -1.6 25.1 -4.1 9.1 +4.0 15.3 +1.4 2.7 +0.2 11 55.7 8.1 12.7 2.7 -0.8 46.8 +2.6 25.6 -5.0 10.6 +3.8 13.6 -0.6 3.3 -0.7 12 55.3 8.0 12.7 2.3 -1.4 40.4 +0.3 23.5 -4.8 16.0 +5.3 16.4 -0.7 3.7 -0.1 13 57.3 8.9 13.5 2.5 -0.9 34.1 -1.6 17.4 -2.0 24.0 +8.1 20.6 -3.8 3.9 -0.7 14 58.5 9.5 14.0 2.9 -2.1 38.1 +0.3 21.2 -5.1 25.5 +5.8 12.5 -0.9 2.7 -0.1 15 54.3 6.5 10.7 2.8 -2.0 49.5 +4.0 29.6 -6.6 7.8 +3.7 9.8 -0.6 3.3 -0.6 16 59.2 5.7 8.8 2.8 -1.5 46.4 +8.5 34.5 -9.6 9.4 +0.9 6.9 +0.2 2.9 +0.1 17 60.8 5.1 7.8 2.9 -1.8 48.1 +5.8 32.4 -7.1 9.1 +2.4 7.3 -0.8 3.1 -0.3 18 61.5 6.8 10.0 2.9 -1.8 44.1 +8.0 28.4 -7.0 14.7 +2.5 9.8 -2.5 3.0 -0.9 == 56.9 7.4 11.5 2.7 -1.4 44.3 +2.2 27.0 -6.8 13.3 +5.1 12.2 -0.1 3.3 -0.4 Nationalratswahl 2008 Wkr. Wbt. Brief ungültig SPÖ FPÖ ÖVP Grüne Rest 1 58.5 9.6 14.0 1.2 -0.0 27.3 -9.7 13.6 -5.7 20.8+11.4 24.5 +2.6 13.8 +1.4 2 60.6 10.4 14.6 1.3 +0.2 24.2 -6.8 10.8 -4.2 21.4 +8.0 29.1 +2.9 14.6 +0.1 3 60.2 6.8 10.2 1.4 -0.1 36.5-10.0 19.2 -7.6 12.6 +9.1 19.1 +6.9 12.6 +1.6 4 60.7 9.0 12.9 1.5 -0.4 31.1 -9.1 16.6 -6.6 18.8+10.2 20.7 +3.5 12.8 +2.0 5 62.8 5.0 7.3 1.4 -0.4 43.2 -4.0 29.0 -7.5 9.4 +5.7 8.9 +3.7 9.5 +2.1 6 64.4 4.7 6.8 1.4 +0.0 43.2 -1.8 30.1 -7.5 8.4 +4.6 8.1 +2.2 10.2 +2.5 7 61.4 5.9 8.7 1.4 +0.3 38.8 -5.6 23.5 -7.7 13.1 +7.3 13.8 +3.4 10.9 +2.6 8 67.6 9.1 11.9 1.3 +0.1 26.0 -6.3 14.3 -4.9 30.4+10.8 16.7 +1.0 12.6 -0.6 9 64.5 6.7 9.5 1.7 -0.2 33.4 -6.3 19.9 -5.9 17.9 +7.5 16.4 +3.4 12.4 +1.3 10 58.6 6.0 9.3 1.6 -0.5 38.7-13.3 20.6 -6.5 10.9 +8.3 18.1 +9.2 11.6 +2.3 11 61.7 6.2 9.1 1.5 -0.4 38.2 -8.4 21.4 -5.9 13.0 +7.2 16.5 +5.2 11.0 +1.9 12 61.6 8.0 11.5 1.4 +0.5 30.4 -7.2 18.4 -5.5 18.8 +7.7 19.8 +4.0 12.5 +1.0 13 63.3 9.9 13.5 1.3 +0.4 22.9 -7.4 12.7 -4.7 27.9 +9.7 23.3 +2.3 13.2 +0.1 14 65.0 8.9 12.0 1.3 -0.1 28.1 -7.5 15.3 -6.3 28.3+10.3 15.6 +2.4 12.8 +1.1 15 59.9 5.6 8.6 1.5 +0.0 41.9 -7.8 24.4 -5.8 9.9 +6.2 13.1 +5.9 10.7 +1.6 16 66.4 4.7 6.6 1.6 -0.1 41.2 -3.7 27.5 -7.9 10.7 +6.6 9.5 +3.8 11.1 +1.2 17 67.9 4.8 6.6 1.4 -0.1 40.1 -2.6 26.1 -7.7 10.8 +5.7 10.8 +3.4 12.2 +1.2 18 69.4 6.4 8.4 1.4 -0.0 36.7 -3.3 21.6 -6.7 16.3 +8.3 12.9 +1.6 12.4 +0.1 == 66.8 6.8 9.2 1.4 -0.1 35.6 -8.4 21.1 -7.8 15.9 +9.4 15.5 +5.2 12.0 +1.6
Wahlbeteiligung separat nach Urne und Brief, jeweils in Prozent aller Wahlberechtigten, danach der Briefwahlanteil. Ansonsten jeweils das reine Urnenergebnis und danach die Abweichung des Briefwahlergebnis davon in Prozentpunkten. Die SPÖ ist überall da bei den Briefwählern besonders stark, wo sie selber und die FPÖ Hochburgen haben und der Briefwahlanteil gering ist. Relativ zu 2008 ist da der Briefwahlanteil deutlich gestiegen. Das ist alles nicht völlig unplausibel, nachdem die Prozente der FPÖ irgendwo hin müssen und ÖVP plus Grüne dort teils nahe null sind. Trotzdem ist der Unterschied enorm. Bei den reinen Briefwählern (ohne sonstige Wahlkarten) hat die SPÖ 27,2 % gehabt und nun (bisher) 46,5 %. An der Urne war die Steigerung nur von 35,6 % auf 44,3 %. Ob es am Wahlkampfende noch große Verschiebungen gegeben hat, wird man tendenziell am Trend bei den späten Briefwählern, die am Montag ausgezählt werden, sehen. Zur Wahlrechtsänderung existieren konkretere Vorgaben: http://www.wahlrecht.de/forum/messages/40/4327.html http://www.fpoe-wien.at/index.php?id=1199&newsID=4228 http://wien.oevp.at/19708/?MP=61-157 http://wien.gruene.at/2010/05/04/wahlrechtsreform Also wohl Oberverteilung mit D'Hondt und externe Kompensation von Überhang, auch wenn das dem ersten Punkt eindeutig wiederspricht. Die ÖVP hat das mit der Wahlrechtsreform allerdings schon relativiert; wenn sich die SPÖ grob dagegen sperrt, kommt sie wohl nicht. Die FPÖ ist tatsächlich im Bereich, wo ihr das momentane Wahlrecht zumindest nicht mehr systematisch schadet; nach dem Ergebnis vom Wahlabend ist ihr Idealanspruch sogar noch leicht aufgerundet worden (jetzt ist es eine minimale Abrundung). Oberverteilung nach D'Hondt würde momentan 47:27:14:12 ergeben, nach Sainte-Laguë wär sie 46:27:14:13, bei Idealansprüchen (ohne restliche Parteien) von 46.04, 27.05, 14.31 und 12.60. In den Wahlkreisen hat die SPÖ momentan 42 Sitze, die FPÖ 21, die ÖVP 8 und die Grünen 2; es gibt also einen gewissen Abstand zum Überhang, auszuschließen ist er aber nicht, zumal die Ungleichbehandlung der Wahlkreise und die grundsätzlich veraltete Verteilungsgrundlage in der Verfassung festgeschrieben ist und gegen die SPÖ nicht geändert werden kann. Ohne Verfassungsänderung könnten aber zumindest die Größen der Wahlkreise halbwegs angeglichen werden. |

Ratinger Linke
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| | Veröffentlicht am Donnerstag, 14. Oktober 2010 - 05:02 Uhr: | |
Wahrscheinlich werden die Vorzugsstimmen ausnahmsweise tatsächlich eine Veränderung bei der Sitzverteilung verursachen: Alexander Van der Bellen (auf völlig aussichtslosem Platz 29 der Stadtliste der Grünen und reiner Zählkandidat im Wahlkreis) liegt bei 10'621 Vorzugsstimmen (gut 12% der Grünenstimmen) bei einem Quorum von derzeit 10'517 Stimmen (entspricht knapp 1,5% der gültigen Stimmen, formal das 1,25fache der Wahlzahl (letzte erfolgreiche Höchstzahl bei der Reststimmenverteilung nach D'Hondt)). Mit den noch ausstehenden Briefwählern werden die Vorzugsstimmen relativ zum Quorum generell eher steigen. Häupl hat mit 11'250 auch nicht viel mehr Vorzugsstimmen, ist aber eh gewählt; Strache liegt mit 9'464 schon deutlich unter dem Quorum, danach kommt länger nichts. Dann kommen 2 SPÖler, die dezidiert muslimische Interessen vertreten wollen, mit jeweils knapp dem halben nötigen Quorum (jeder Wähler in Wien hat 2 Vorzugsstimmen auf Stadtebene). Omar Al-Rawi ist momentan auf dem 4. Nachrückerplatz und schon in der vorigen Wahlperiode nachgerückt. Das ist praktisch sicher, weil die Stadträte auf ihr Mandat verzichten, nachdem sie trotzdem eine Stimme im Gemeinderat haben und ihr Mandat nach etwaigem Amtsverlust zurückbekommen. Gülsah Namaldi ist auf Platz 166 (von 300 bei 100 Sitzen) der Stadtliste. Dann kommen noch ein paar wenige Spitzenleute, bevor das völlig belanglose Feld anfängt. In den Wahlkreisen, wo man auch noch eine eigene Vorzugsstimme hat, sind diese absolut belanglos. Die Besten der größeren Listen haben typischerweise 1/100 bis 1/10 des nötigen Quorums (Wahlzahl bzw. lokale Droopquote; in kleineren Wahlkreisen und für kleinere Parteien völlig unerreichbar). Wobei die Vorzugsstimmen in Österreich eigentlich generell keinen wahltechnischen Zweck haben, sondern nur dem persönlichen Prestige der Kandidaten (mit möglichen Folgen für die Karriere) dienen. Bei der Bewertung der Zahlen muss man noch bedenken, dass die Wähler die Namen handschriftlich eintragen müssen (mit entsprechender Gefährung des Wahlgeheimnis) und nicht einfach irgendwelche Kandidaten ankreuzen können. |

Ratinger Linke
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| | Veröffentlicht am Donnerstag, 14. Oktober 2010 - 05:31 Uhr: | |
Wenn die Grünen allerdings noch die beiden knappen (und billigen) Wahlkreissitze in den Wahlkreisen 3 und 4 erreichen (leicht möglich, falls ihr schlechtes Abschneiden bei der Briefwahl wirklich auf Gewinnen in den letzten Wahlkampftagen beruht), steigt die Wahlzahl und damit das Quorum markant an; dann wären über 11'200 Vorzugsstimmen nötig. Wenn die ÖVP auch noch ihre beiden bisher knapp verfehlten Wahlkreissitze gewinnt, steigt das Quorum noch etwas stärker auf annähernd 11'500. Andererseits hat die FPÖ noch 2 Wahlkreissitze zu verlieren. Das ändert aber nichts, solang sie bei der letzten Höchstzahl nicht mitspielt (wäre der Fall, wenn sie in die Nähe eines weiteren Sitzverlusts kommt). |

Ratinger Linke
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| | Veröffentlicht am Donnerstag, 14. Oktober 2010 - 06:36 Uhr: | |
Zu den Wahlkarten siehe auch http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3858&Alias=wzo&cob=522036 Die 162'039 Wahlkarten beziehen sich offenbar nur auf die Bezirkswahlen, wo auch nichtösterreichische EU-Bürger wahlberechtigt sind; für die Gemeinderatswahlen sind es nur ungefähr 156'000 (obwohl es Vorwürfe gegeben hat, dass zu reinen Bezirkswahlkarten auch Stimmzettel für die Gemeinderatswahl ausgegeben worden sein sollen). Im Einzelnen scheint der Verbleib der Wahkarten allgemein unklar zu sein. Die oben genannten 6'000 Wahlkarten vom Wahltag sind womöglich nur die, die in fremden Wahlkreisen abgegeben worden sind (die werden nicht im Wahlsprengel (Wahlbezirk) ausgezählt, sondern von den jeweiligen Bezirkswahlbehörden abgeholt und dort noch am Wahlabend zentral ausgezählt). Jedenfalls kann man wohl mit Wahlkarte im eigenen Wahllokal wählen und wird dann nicht gesondert erfasst. Ansonsten gibts eigentlich eigene Wahllokale für Wahlkartenwähler (praktisch an den selben Orten wie die normalen Wahllokale; vielleicht ist die Unterscheidung rein theoretisch). Teilweise lassen sich die fehlenden Wahlkarten vielleicht auch dadurch erklären, dass offenbar in größerem Umfang in Pflegeheimen vorsorglich Wahlkarten für alle Bewohner beantragt worden sind (was so sicher nicht kompatibel mit der Wahlordnung ist). |

Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 14. Oktober 2010 - 19:42 Uhr: | |
Offenbar bleiben FPÖ, ÖVP und Grüne bei ihrer vereinbarten Wahlrechtsreform. http://derstandard.at/1285200874550/ Der Artikel beschreibt das Problem relativ gut. Tatsächlich schwanken die nötigen Quoten in den Wahlkreisen momentan von 5168 (Wahlkreis 12 Hernals) und 6706 (Wahlkreis 8 Hietzing; beides 3er-Wahlkreise); bei den Reststimmen ist die Quote derzeit ungefähr 8400 (alles mit Abrundung, was erst zur Bevorzugung der großen Parteien führt). Die zitierte Aussage von SORA ist aber Schwachsinn. Die geplante Änderung würde das Verhältnis von Wahlkreis- und Restmandaten überhaupt nicht verändern, sondern nur die Restmandate gerechter verteilen, und den Anteil der Wahlkreismandate könnte man auch bis auf 100% erhöhen, ohne sie zu billig zu machen (z.B. mit Unterverteilung oder biproportionaler Verteilung, die im Gegensatz zur Unterverteilung auch mit der aktuellen Verfassung vereinbar wäre). |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Donnerstag, 14. Oktober 2010 - 20:29 Uhr: | |
Es wäre wohl schlauer, Sainte-Lague statt d'Hondt zu verwenden. D'Hondt kann in Wien nur günstig für die SPÖ sein. "Teilweise lassen sich die fehlenden Wahlkarten vielleicht auch dadurch erklären, dass offenbar in größerem Umfang in Pflegeheimen vorsorglich Wahlkarten für alle Bewohner beantragt worden sind" Eine andere und näherliegendere Möglichkeit wäre, dass die Insassen zu 100% rot gewählt und so zum mehr als erstaunlichen Briefwahlergebnis der SPÖ beigetragen haben. |
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