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Archiv bis 09. November 2012

Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Wahlen in den USA (US-Präsident, US-Senat usw.) » Wahlen in den USA » Archiv bis 09. November 2012 « Zurück Weiter »

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Ratinger Linke
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Veröffentlicht am Mittwoch, 07. November 2012 - 22:04 Uhr:   

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B.Schuett
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 07. November 2012 - 23:25 Uhr:   

Das Wahlergebnis hat eine kleine historische Dimension:
B. Obama ist nach Andrew Jackson 1832 und F. D. Roosevelt
(1936, 1940, 1944) der dritte demokratische Präsident,
der mit einem Stimmenanteil von über 50 % wiedergewählt
worden ist. Woodrow Wilson war mit 49,2 % 1916 nahe dran.
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Nikolaus Krause
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. November 2012 - 15:38 Uhr:   

http://www.fivethirtyeight.blogs.nytimes.com hat alle Staaten richtig vorausgesagt.
http://www.welt.de/politik/wahl/us-wahl-2012/article110776721/Der-Mann-der-das-Ergebnis-vorher-kannte.html
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. November 2012 - 16:53 Uhr:   

@ Nikolaus Krause:

Bitte nicht auf Seiten hereinfsallen, die nach der Wahl sagen, sie hätten das Ergebnis vorhergesagt, aber davor ganz andere Zahlen hatten. Schlimm, das auch Journalisten dem auf den Leim gehen.

Leider hat die Site am 5. November ganz andere Zahlen veröffrentlicht als sie nun behaupten.
Da wurde einfach das Archiv bereinigt, wie es auch hier viele Institute gerne tun.
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cyrix
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. November 2012 - 16:57 Uhr:   

@Ingo Zachos: Welche Daten meinen Sie? Ich kann mich noch erinnern, dass Florida in den ersten Novmebertagen noch leicht "lean Romney" war; aber ansonsten?
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Björn
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. November 2012 - 17:06 Uhr:   

@Ingo Zachos:

Florida war z. B. die letzten Tage vorher nur ziemlich schwach auf Romney-Seite und ist dann tatsächlich am letzten Tag extrem leicht gekippt. Das knappe Ergebnis in FL zeigt eigentlich sogar ziemlich gut diese Knappheit an. Der Trend zu Obama war die gesamten Tage vorher jedenfalls sehr gut zu sehen. Daher kann ich Ihrer Sicht nicht wirklich folgen.
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Nikolaus Krause
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. November 2012 - 17:24 Uhr:   

@Ingo Zachos: Ich habe die Seite regelmäßig besucht, mir die Voraussagen am Sonntag auch runtergeladen und kann bestätigen, dass es wirklich so vorausgesagt war.
Florida galt am 4. November noch als zu 56% für Romney wahrscheinlich; das änderte sich aber dann ab Montag. Sonst war alles so, wie es dann tatsächlich auch ausging.
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. November 2012 - 18:03 Uhr:   

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B.Schuett
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. November 2012 - 20:11 Uhr:   

Ratinger Linke:"Der Welt-Artikel tut ja grad so, als ob es ein völlig überraschendes Ergebnis gegeben hätte."

Ja, es gab einige ernstzunehmende Prognosen, die ähnlich gut wie die
von Nate Silver lagen, z. B. die von Simon Jackmann (Stanford Univ.):

http://www.huffingtonpost.com/simon-jackman/pollster-predictions_b_2081013.html

Florida hatte Jackmann mit 50,3 % der Stimmen für Obama vorhergesagt
(tatsächliches Ergebnis: 49,9 %).
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uhu
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. November 2012 - 20:20 Uhr:   

laut diesem artikel führte die einteilung der wahlkreise zu republikanischer mehrheit im repräsentantenhaus, obgleich mehr wähler für die demokraten stimmtenhttp://thinkprogress.org/justice/2012/11/07/1159631/americans-voted-for-a-democratic-house-gerrymandering-the-supreme-court-gave-them-speaker-boehner/?mobile=nc
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. November 2012 - 20:35 Uhr:   

Da sollte man endgültige Zahlen abwarten, außerdem treten nicht überall beide Großparteien an.

Die Demokraten haben in Illinois und Maryland selbst knallhart gerrymandert und in Missouri haben schwarze demokratische Abgeordnete mitgeholfen, ein Veto des demokratischen Gouverneurs zu überstimmen (die republikanische Mehrheit hatte möglichst viele Schwarze in zwei Wahlkreise gepackt, um die anderen alle zu gewinnen, was auch so eintrat). Die als vermeintlicher Schutz gegen Diskriminierung geschaffenen Minderheitenwahlkreise mit entsprechend großer Konzentration Schwarzen führen dazu, dass die GOP in den übrigen Wahlkreisen umso bessere Chancen hat und weiße demokratische Abgeordnete in den Südstaaten vom Aussterben bedroht sind.
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Gregor
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 09. November 2012 - 11:31 Uhr:   

Das ist ja wirklich sehr seltsam: Ein Mehrheitswahlrecht bildet nicht die Stimmverhältnisse im Land wieder. Wie das wohl kommt? *ironieaus*
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 09. November 2012 - 18:35 Uhr:   

@Gregor
Richtig, Mehrheitswahlrecht SOLL gar nicht die Stimmverhältnisse abbilden. Dafür ist Verhältniswahl da. Da seit den 60er Jahren bundesrechtlich Einerwahlkreise vorgeschrieben sind, können die einzelnen Staaten übrigens keine Verhältniswahl einführen, selbst wenn sie wollten.

Wobei es aber keineswegs feststeht, dass die Republikaner tatsächlich weniger Unterstützung hatten. In einigen Staaten gibt es eine "stille Wahl", wenn es nur einen Kandidaten gibt, dieser gewinnt dann ohne Wahl.

Wenn ich nichts übersehen habe, wurden 8 Republikaner (GA3, GA8, GA10, AL1, KS1, FL15, TX3, SC2) und nur ein Demokrat (FL24) still ins Repräsentantenhaus gewählt. Das allein kann schon locker den errechneten Rückstand von 550000 Stimmen der Republikaner erklären. Wer keinen Gegenkandidat hat, hat deshalb keinen, weil kein potentieller Gegner glaubt, eine Chance zu haben. Und die Stimmenzahl einer Partei ist natürlich niedriger, wenn einer ihrer Kandidaten mangels Gegner keine Wählerstimmen bekommt. Mal überschlägig und eher vorsichtig gerechnet: angenommen, jeder dieser 9 still gewählten Bewerber hätte einen Gegenkandidat der Demokraten bzw. Republikaner gehabt und diesen jeweils mit 70 zu 30 % geschlagen, dann gäbe das bei 250000 gültigen Stimmen je Wahlkreis 1475000 Stimmen mehr für die Republikaner und 775000 mehr für die Demokraten.
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 09. November 2012 - 19:28 Uhr:   

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Interessierter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 09. November 2012 - 20:32 Uhr:   

Vorab möchte ich noch mal darauf verweisen, dass ich mit meiner Prognose richtig lag: http://www.wahlrecht.de/cgi-bin/forum/show.cgi?tpc=40&post=67022#POST67022

Was haltet ihr eigentlich von den Theorien in manchen Zeitungen, dass die Frauen, Einwanderer und Minderheiten Obama gewählt haben und das aufgrund des Wachstums dieser Gruppen wohl nie wieder ein republikanischer Präsident möglich sein wird?
Das erinnert mich irgendwie an die mehr oder weniger regelmäßigen Debatten über eine "strukturelle Mehrheit der Linken", die bei einer Wahlniederlage der Union diskutiert werden. Ist das auch nur so ein "Pessimismus der Wahlnacht" oder ist diesmal etwas dran?
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Wähler
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 09. November 2012 - 21:03 Uhr:   

@ Interessierter

Also, dass die Gruppe der Frauen wächst, halte ich erstmal für ein Gerücht und hätte ich gerne mal belegt.
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Jan W.
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 09. November 2012 - 21:21 Uhr:   

@Interessierter
Ich auch, nur das demokratische Plus im Senat hab ich nicht vorhergesehen ;)

Die Demographie spricht eine eindeutige Sprache - die langjährige Stimm-Enthaltung der Schwarzen und Latinos wird wohl so nicht wiederkommen und die Gruppen wachsen stetig.
Die Republikaner im heutigen Sinne haben in der Tat sehr schlechte Chancen, nochmal einen Präsidenten zu stellen. Parteien müssen sich eben hin und wieder erneuern, aber die Republikaner haben da etwas mehr Reformbedarf. Im Vorwahlkampf haben sie sich von einer besonders radikalen Seite präsentiert.

Und außerdem hat ein Detail sie lange über ihre Latinoschwäche hinweggetäuscht: die Teilgruppe der Exilkubaner, gerade in Florida sind sie entscheidend, ist nämlich lange deutlich republikanischer gewesen.

Die Koalition der Wirtschaftsliberalen und der religiösen Fanatiker kommt nicht mehr auf eine Mehrheit, es braucht ein grundsätzlich anderes Konzept.

http://www.census.gov/prod/cen2010/briefs/c2010br-02.pdf
Auf Seite 4 sieht man, wie sich das Bevölkerungswachstum auf wenige Gruppen konzentriert.

Die Referenden vom Dienstag zeigen, dass in den USA die Vorbehalte gegenüber Homosexuellen stark zurückgegangen sind, Romney hat den Schwulen und Lesben nicht erklären können, warum es besser für sie ist, nicht heiraten zu dürfen. Er hat den Hispanics nicht erklären können, warum es für sie besser ist, wenn jene ihrer Verwandten abgeschoben werden, die nicht die Staatsbürgerschaft und auch keine Aufenthaltsgenehmigung haben. Er konnte berufstätigen Frauen nicht erklären, warum es besser für sie wäre, wenn es den Equal-Pay-Act nicht gäbe und es außerhalb seiner Regierung (siehe Town-Hall-Debate) keine Gleichberechtigung gibt. Frauen insgesamt konnte er nicht erkären, warum es besser für sie und ihre Lebensplanung ist, wenn sie ungewollte Schwangerschaften nicht abbrechen können.

Die Republikaner müssen Abschreckungspotential abbauen!
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 09. November 2012 - 21:30 Uhr:   

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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 09. November 2012 - 22:36 Uhr:   

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Interessierter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 09. November 2012 - 23:31 Uhr:   

@Wähler
"Also, dass die Gruppe der Frauen wächst, halte ich erstmal für ein Gerücht und hätte ich gerne mal belegt."

Ich habe natürlich nicht in erster Linie an diese Gruppe gedacht, sondern sie mit aufgezählt. Aber wie Ratinger Linke schon schrieb: Auch dort gibt es ein Wachstum der Wahlbeteiligung, so dass ihr relativer Einfluss auf den Wahlausgang zunimmt.

@Jan W.
"Die Koalition der Wirtschaftsliberalen und der religiösen Fanatiker kommt nicht mehr auf eine Mehrheit, es braucht ein grundsätzlich anderes Konzept."

Zumindest Nixon war weder das eine, noch das andere. Und dennoch hatte er sehr konfortable Mehrheiten. Wenn sich also die Republikanische Partei in den 60. Jahren sehr schnell umgewandelt hat, dann ist das Potential auch jetzt da. Es werden eben andere Gruppen ihre Kandidaten in den Primarys pushen.
Das heißt natürlich nicht, dass die Fundamentalisten und Wirtschaftsliberalen verschwinden werden. Erstere haben sogar noch die Chance, in einigen Bundesstaaten wahlentscheidend zu sein oder doch zumindest viele Repräsentaten zu entsenden. Letztere hingegen werden wohl, weil sie regional zu verteilt sind, im US-Wahlsystem ziemlich verschwinden. Oder sehe ich das falsch?

Ich eigentlich nicht erkennen, dass die Republikaner schwächeln. Mit der Tea Party hat sich in den USA zwar was bishier neues ergeben, aber sowas passiert in einem Zweiparteiensystem wohl öfter, weil sich verschiedene Einstellungen in 2 Parteien kanalisieren müssen, oder?

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