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Archiv bis 09. Juni 2012

Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Wahlen, Abstimmungen usw. im europäischen Ausland » Frankreich – Präsidentschaftswahlen » Archiv bis 09. Juni 2012 « Zurück Weiter »

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Taugenichts
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Veröffentlicht am Montag, 07. Mai 2012 - 01:23 Uhr:   

Hollande hat mit 51,67% gegen Sarkozy mit 48,33% gewonnen.
Wie schon 1981 beim Sieg Mitterrands gegen VGE ein eher knappes Ergebnis.
Letztlich hat sich Sarkozy gar nicht so schlecht geschlagen und hätte fast noch die Wiederwahl geschafft.
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Taugenichts
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 07. Mai 2012 - 01:29 Uhr:   

Vielleicht hätte es noch für Sarkozy gereicht, wenn sich François Bayrou statt einer Wahl Hollandes für ein Ungültigabstimmen wie 2007 entschieden hätte. Interessant sicher auch, wie viele ungültige Stimmen es gibt. Das könnten viele Le-Pen-Wähler des 1. Wahlgangs sein.
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Taugenichts
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 07. Mai 2012 - 01:55 Uhr:   

Mal sehen, wen François Hollande zum Premierminister ernennen wird. Aussichtsreiche Kandidaten sind (der ehemalige Deutschlehrer und derzeitige Fraktionsvorsitzende der Sozialisten in der Nationalversammlung) Jean-Marc Ayrault sowie (die frühere Arbeitsministerin und amtierende Bürgermeisterin von Lille) Martine Aubry.

Die konservative UMP setzt ihre Hoffnungen noch auf die Parlamentswahlen im Juni. Ein Sieg dürfte aber eher unwahrscheinlich sein und zwänge Hollande außerdem zu einer Kohabitation.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 07. Mai 2012 - 02:06 Uhr:   

"Interessant sicher auch, wie viele ungültige Stimmen es gibt."
5,85%, 2007 waren es 4,20%. Le Pen war da wahrscheinlich nicht entscheidend.

51,68% für Hollande exklusive Auslandsfranzosen.

Insgesamt natürlich besser als erwartet für Sarkozy. Der hat besonders im Großraum Paris gegenüber 2007 verloren (z. B. -8,8 in Seine-Saint Denis), im Elsass dagegen relativ wenig (über 63% und gut 2 Prozentpunkte Verlust).
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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 07. Mai 2012 - 10:45 Uhr:   

Wahrscheinlich bleibt jetzt das meiste so, wie es ist.
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Taugenichts
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Mai 2012 - 23:47 Uhr:   

Der Verfassungsrat hat heute das endgültige Wahlergebnis bekanntgegeben.
http://www.conseil-constitutionnel.fr/conseil-constitutionnel/francais/les-decisions/acces-par-date/decisions-depuis-1959/2012/proclamation-presidentielle-2012/communique-de-presse.105665.html

François HOLLANDE: 18 000 668 Stimmen
Nicolas SARKOZY: 16 860 685 Stimmen

Außerdem hat heute Premierminister François Fillion seinen Rücktritt eingereicht. Das ist zwar verfassungsrechtlich nicht zwingend, allerdings ist es gängige Praxis, dass der Ministerpräsident nach einer Präsidentschafts- wie auch nach einer Parlamentswahl demissioniert. Fillion und die Minister bleiben vorerst geschäftsführend, bis zur Ernennung einer neuen Regierung, im Amt.

Am 15. Mai soll der Amtswechsel von Sarkozy zu Hollande erfolgen. Für diesen Tag wird auch die Ernennung eines neuen Ministerpräsidenten erwartet.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 11. Mai 2012 - 00:16 Uhr:   

"Das ist zwar verfassungsrechtlich nicht zwingend, allerdings ist es gängige Praxis,"
Wenn er nicht zurückträte, könnte ihn Hollande nicht entlassen. Es ist ja bemerkenswert, dass Fillon bis zum Schluss deutlich beliebter war als Sarkozy. Es ist zwar nicht selten, dass Premiers zu Beginn ihrer Amtszeit beliebt sind, aber das ändert sich dann in der Regel.

Jetzt bleibt abzuwarten, wie die Parlamentswahl am 10./17. Juni ausgeht. 1981 gewannen die Linken nach Mitterands Sieg bei der Präsidentschaftswahl die Parlamentswahl sehr deutlich, 1988 war es dagegen relativ knapp.
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Arno Nymus
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 19. Mai 2012 - 19:33 Uhr:   

Hollande und seine neue Regierung haben sich ihre Gehälter gekürzt. [1]

Im Gegensatz zu Sarkozy ist Hollande also bereit, in der Krise auch an den eigenen Bezügen zu sparen.

[1] http://www.spiegel.de/politik/ausland/neue-regierung-in-frankreich-kuerzt-ihre-gehaelter-a-833712.html
[2] http://www.zeit.de/news/2012-05/16/bundesregierung-merkel-und-kabinettsmitglieder-bekommen-mehr-geld-16114203
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 07. Juni 2012 - 19:36 Uhr:   

Parlamentswahlen am 10. und 17.06.2012

Das Wahlsystem für die Parlamentswahlen ist das romanische Mehrheitswahlrecht:
In jedem Wahlkreis wird ein Abgeordneter gewählt. Im ersten Wahlgang ist gewählt, wer mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erreicht, sofern seine Stimmenzahl mindestens 25 % der Zahl der Wahlberechtigten des Wahlkreises beträgt. Wird kein Bewerber im ersten Wahlgang gewählt, findet eine Woche später (17. Juni) ein zweiter Wahlgang statt. An diesem können die Kandidaten teilnehmen, die bis zum Dienstag nach dem ersten Wahlgang ihre Kandidaturerklärung einreichen und deren Stimmenzahl im ersten Wahlgang mindestens 12,5 % der Zahl des Wahlberechtigten des Wahlkreises beträgt. Erreicht diese Hürde kein oder nur ein Kandidat, können die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen im ersten Wahlgang am zweiten Wahlgang teilnehmen. Im zweiten Wahlgang reicht die einfache Mehrheit.
Quelle: Wikipedia

Einige Linkergänzungen / Abwandlungen zu den Links oben:

Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Franz%C3%B6sische_Parlamentswahlen_2012
http://en.wikipedia.org/wiki/French_legislative_election,_2012
http://fr.wikipedia.org/wiki/%C3%89lections_l%C3%A9gislatives_fran%C3%A7aises_de_2012

Innenministerium
http://www.interieur.gouv.fr/sections/a_votre_service/elections/actualites/legislatives-2012

News de
http://derstandard.at/r2171/Frankreich

News en
http://www.france24.com/en/20120601-france-2012-parliamentary-elections-national-assembly-vote

News fr
http://www.francetv.fr/2012/
http://lci.tf1.fr/
http://www.europe1.fr/Infos/Politique/
http://www.lemonde.fr/
http://www.lemonde.fr/legislatives-2012/
http://www.liberation.fr/elections-2012,100092
http://www.lepoint.fr/politique/elections-legislatives/
http://elections.lefigaro.fr/presidentielle-2012/
http://www.leparisien.fr/elections-legislatives-2012/
http://www.romandie.com/news/?wemf=0

Blogs + Infos fr
http://www.election-politique.com/legislatives2012.php
http://welections.wordpress.com/
http://www.france-politique.fr/elections-legislatives-2012.htm

Foren en
http://uselectionatlas.org/FORUM/index.php?PHPSESSID=ff0b48fda75660af3cb63175de1c83a5&topic=153783.0
http://uselectionatlas.org/FORUM/index.php?PHPSESSID=a139af596f870eefafc50f9c00eddedb&topic=152693.0
http://uselectionatlas.org/FORUM/index.php?PHPSESSID=af6d8ac64df4c82c356ff8d156f22267&topic=154450.0

Weitere Infos
http://www.wahlrecht.de/ausland/franzoesisch.html
http://www.parties-and-elections.eu/france.html (parties-and-elections hat die Domain von de in eu geändert)

(Beitrag nachträglich am 07., Juni. 2012 von zigzag editiert)
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Gregor Kaller
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 07. Juni 2012 - 21:16 Uhr:   

@ Arno Nymus:

Ihnen ist aber schon klar, daß die Kürzung der Gehälter von Präsident und Ministern nichts weiter als eine medienwirksame Scheinmaßnahme ist. Die Auswirkungen auf den Staatshaushalt sind gleich null.
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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 08. Juni 2012 - 10:25 Uhr:   

Die Haushaltswirkung mag gering sein - dass die Maßnahme durchgeführt wird, zeigt aber auch, dass sie möglich ist, das Mehr also Verschwendung. Gleiches kann er dann auch von anderen verlangen.
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Gregor Kaller
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 08. Juni 2012 - 11:26 Uhr:   

Möglich ist vieles. Warum sollte ein Präsident oder ein Minister eigentlich ein höheres Gehalt als ein Oberstudienrat an einer Schule bekommen? Davon kann man doch auch leben. Heißt das jetzt, daß alles, was über das Gehalt eines Oberstudienrates hinausgeht, Verschwendung ist?
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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 08. Juni 2012 - 11:41 Uhr:   

Da, wo man die Leute für dieses Geld bekommen kann: Ja. Ausnahmen kann es nur geben, wo qualifiziertes Personal am Markt in ausreichender Menge nur für mehr Geld zu haben ist.

Warum soll es oben anders laufen als im Rest der Gesellschaft?
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Norddeutscher
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 08. Juni 2012 - 11:49 Uhr:   

"Da, wo man die Leute für dieses Geld bekommen kann: Ja. "

Sie reden also Lohndumping das Wort? Sehen Sie das in anderen Berufen mit geringerer Bezahlung auch so?
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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 08. Juni 2012 - 12:17 Uhr:   

Nur, um Mißverständnisse zu vermeiden: Darf ich dich so verstehen, dass du das Gehalt eines Oberstudienrates als Dumpinglohn ansiehst?
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Arno Nymus
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 09. Juni 2012 - 03:16 Uhr:   

@Gregor Kaller:
Natürlich saniert dieser Schritt keinen Staatshaushalt. In finanzieller Hinsicht kann das offensichtlich nur eine Maßnahme unter vielen seien.
Aber dennoch ist es ein wichtiger Schritt im Gegensatz zur Verlogenheit anderer Politiker, in der Krise dem Volke Einschränkungen aufzudrängen, sich selber aber die Bezüge noch zu erhöhen.
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Norddeutscher
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 09. Juni 2012 - 15:34 Uhr:   

"Nur, um Mißverständnisse zu vermeiden: Darf ich dich so verstehen, dass du das Gehalt eines Oberstudienrates als Dumpinglohn ansiehst?"

Für einen Lehrer in herausgehobener Position nicht, für einen Bundesminister schon. Es macht schon einen Unterschied, ob ich im Rahmen der Lehrpläne halbwegs eigenverantwortlich unterrichte und gegebenenfalls als Fachvertreter die Arbeit meiner Kollegen, die im gleichen Fach aktiv sind koordiniere oder ob ich Personalverantwortung für mehrere tausend Mitarbeiter habe.
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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 09. Juni 2012 - 16:17 Uhr:   

Dann ja, dann bin ich für Lohndumping in diesem Sinne.
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Norddeutscher
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 09. Juni 2012 - 16:53 Uhr:   

@Ralf Lang

Wenn Sie der Auffassung sind, dass man Bundesminister nicht angemessen (z.B. nach ihrer Personalverantwortung) sondern danach, ob man auch Leute für geringeres Einkommen erhält, bezahlt, dann braucht man auch Angehörige anderer Berufe nicht angemessen nach ihrer zu vergüten, sondern kann sie nach Angebot und Nachfrage gegebenenfalls dumpen. Sie hätten also konsequenterweise in Zeiten der Lehrerschwemme zwischen 1978 und 1990 auch für eine deutliche Absenkung der Lehrervergütung sein müssen oder dafür, dass jetzt wo die Schlecker-Mitarbeiterinnen auf den Markt gespült werden wegen des großen Angebots an Verkäuferinnen, deren Gehälter weiter sinken. Das wäre dann jedenfalls eine konsequente Haltung.
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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 09. Juni 2012 - 20:55 Uhr:   

Ich verstehe nicht, wo dieser Faden hinsteuert. Lehrer HABEN in Thüringen nach 1990 "freiwillig" ihre Stundenzahl und damit ihren Lohn senken müssen bei Androhung, sonst als Erste entlassen zu werden. Die Schleckermitarbeiter HATTEN jahrelang extrem niedrige Löhne und jetzt haben sie keine mehr. Niedrige und sinkende Löhne sind eine Realität. Wenn - wie etwa in Thüringen - nach der Landesverfassung die Politikerbezüge turnusmäßig "automatisch" steigen, ist das in diesem Umfeld schwer vermittelbar. Wer in der Politik mit der Hoffnung auf fette Verdienste mitmischt, ist sowieso neben der Spur. Evtl sollte dieses Thema aber unter einer anderen Überschrift woanders weitergeführt werden.

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