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zigzag
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 30. Mai 2010 - 15:12 Uhr: | |
Burgenland, Landtagswahlen am 30.05.2010 Die letzten Wahllokale schließen um 16.00 Uhr, http://de.wikipedia.org/wiki/Landtagswahl_im_Burgenland_2010 http://wahl.bgld.gv.at/lt http://burgenland.orf.at/ http://derstandard.at/r1662/Burgenland http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Burgenland-soll-SP-Wahl-Triumph-bringen-0716491.ece http://kurier.at/aktuellethemen/burgenland10/ http://diepresse.com/home/politik/burgenlandwahl/index.do http://www.news.at/channels/19/main.shtml http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/burgenlandwahl/index.do |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 30. Mai 2010 - 15:25 Uhr: | |
Das Wahlgesetz ist nicht gerade gelungen. Negatives Stimmgewicht ist möglich und auch gar nicht unwahrscheinlich. Die Vorzugsstimmenregelung ist kompliziert, dafür aber wohl ziemlich wirkungslos. |

zigzag
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 30. Mai 2010 - 16:09 Uhr: | |
"Laut erster Hochrechnung von 16.00 Uhr kommt die SPÖ auf 48,9 Prozent und verlieren 3,3 Prozentpunkte. Damit hätte die SPÖ die absolute Mehrheit verloren. Die Schwankungsbreite der Hochrechnung beträgt aber plus/minus 2,1 Prozent. Der Auszählungsgrad beträgt 29,5 Prozent. Grüne müssen zittern Die ÖVP kommt laut Hochrechnung auf 34,6 Prozent der Stimmen, das ist ein Minus von 1,8 Prozentpunkten. Die FPÖ gewinnt 3,5 Prozentpunkte und erreicht 9,2 Prozent. Die Grünen verlieren 1,2 Prozentpunkte, stehen bei 4 Prozent und müssen also noch um den Verbleib im Landtag zittern. Die LBL kommt auf 3,3 Prozent und hätte damit den Einzug in den Landtag verpasst." http://burgenland.orf.at/stories/446343/ |

Norddeutscher Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Sonntag, 30. Mai 2010 - 16:17 Uhr: | |
@ zigzag Mit ihren 48,9% hätte - entgegen ORF - die SPÖ die absolute Mehrheit nicht verloren, denn sie müsste doch schon wegen des Scheiterns der LBL über die Hälfte der Mandate erreichen. |

Engel Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Sonntag, 30. Mai 2010 - 16:23 Uhr: | |
@ Norddeutscher Das würde normalerweise zutreffen, doch hat der Landtag im Burgenland nur 36 Abgeordnete. Das führt zu einem Patt zwischen SPÖ und der Opposition. Die Sitzverteilung würde ja im Moment so aussehen: SPÖ: 18 ÖVP: 13 FPÖ: 4 Grüne: 1 Wenn die Grünen rausfallen dürfte es eine SPÖ-Mehrheit geben. |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 30. Mai 2010 - 17:23 Uhr: | |
@Engel Der 4. FPÖ-Sitz ist wackelt. Könnte sein, dass die SPÖ doch noch 19 Sitze bekommt. Die Grünen dürften drin sein, denn die bei den Briefwahlstimmen schneidet sie sicher überproportional ab (für SPÖ und FPÖ gilt das Gegenteil). "Das führt zu einem Patt zwischen SPÖ und der Opposition." Naja, mit der Opposition ist das bei Proporzregierung so eine Sache. 1972 hatte die SPÖ mit 50,5% nur 16 von 32 Sitzen. |

Ratinger Linke Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Sonntag, 30. Mai 2010 - 18:47 Uhr: | |
Soweit ich die nicht ganz eindeutig formulierte Überhangregelung versteh (die demnach bis auf die Kompetenzverlagerung gar nichts bewirkt), ist negatives Stimmengewicht nur aufgrund der Reststimmenverteilung nach D'Hondt möglich (zur Vermeidung müsste man nach Adams verteilen). Dass der Gewinn eines Wahlkreismandats tatsächlich zum Verlust zweier Restmandate führt, ist aber eher unwahrscheinlich. Eigentlich ist das Wahlsystem ziemlich einfach. Die Mandatszahlen der Wahlkreise sind bis auf die Konsequenzen für die Listenlängen bedeutungslos; verteilt wird stattdessen nach vollen landesweiten Harequoten (allerdings aufgerundet, was im Extremfall zu Problemen führen kann). Reststimmen werden nach D'Hondt auf Landeslisten verteilt. Eine Verteilung aufgrund der Gesamtstimmen unter Anrechnung der Wahlkreismandate ist nicht unbedingt besser, weil man da entweder nach D'Hondt oder Hare/Niemeyer verteilen muss oder sich Überhangprobleme einhandelt (wenn auch unwahrscheinlich). Adams statt D'Hondt bei der Restverteilung wär aber wegen dem negativen Stimmengewicht besser. Problematisch ist, dass die kleinen Wahlkreise für ein Quotensystem viel zu klein sind. Die Vorzugsstimmenregel in den Wahlkreisen ist interessant und müsste eigentlich auch ziemlich wirkungsvoll sein. Die Kandidaten erhalten für jede Parteistimme Basispunkte gemäß ihrem Listenplatz nach Borda, jede der maximal 3 (nicht häufelbaren) Vorzugsstimmen gibt 20 Extrapunkte. Das ist ziemlich viel, nachdem die Differenz zwischen erstem und letztmöglichem Listenplatz je nach Wahlkreis nur zwischen 3 und 13 Punkte beträgt. Die Basispunkte bewirken also nur eine ziemlich geringfügige Stabilisierung der Listenreihenfolge; lediglich die ganz hinteren Plätze in den großen Wahlkreisen sind ziemlich aussichtslos. 1 Mandat pro Liste (also praktisch 25-100 Prozent) wird ausschließlich über Vorzugsstimmen verteilt, solang sie mindestens 15% der jeweiligen Listenstimmen ausmachen (bei maximalen Listenlängen von 4 bis 14 und weit weniger aussichtsreichen Plätzen). Für die Landeslisten hat jeder Wähler 1 Vorzugsstimme, nach denen direkt verteilt wird, solang sie 4% der jeweiligen Parteistimmen ausmachen (bei maximal 36 Bewerbern). |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 30. Mai 2010 - 19:13 Uhr: | |
Ergebnis ohne Wahlkarten SPÖ 48,55% - 18 Sitze ÖVP 34,17% - 13 FPÖ 9,30% - 4 GRÜNE 3,96% LBL 4,03% - 1 Hier können die Wahlkarten (größtenteils Briefwähler), die am Mittwoch ausgezählt werden, also definitiv noch Veränderungen bei der Sitzverteilung bewirken. Wahrscheinlich schaffen es die Grünen dann doch noch. LBL (Liste Burgenland) ist im rechten Spektrum angesiedelt, zwei ihrer Kandidaten (Kölly und Rauter) waren mal FPÖ-Landesvorsitzende. |

zigzag
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 30. Mai 2010 - 20:04 Uhr: | |
Vorläufiges Endergebnis, ohne Wahlkarten (Veränderungen gegenüber der letzten Wahl in Klammern) Partei Prozent Mandate SPÖ 48,6% (- 3,6%) 18 (- 1) ÖVP 34,2% (- 2,2%) 13 (+/- 0) FPÖ 9,3% (+ 3,5%) 4 (+ 2) Grüne 3,96% (- 1,3%) 0 (- 2) LBL 4,03% 1 (+ 1) Wahlbeteiligung: 70,8% (ohne Wahlkarten) Auszählungsgrad: 100 % http://www.sora.at/themen/wahlverhalten/wahlanalysen/hochrechnungen/hr-ltw-bgld10.html Da die Grünen bei den Wahlkarten-Wählern immer deutlich besser als bei den Urnen-Wählern abschneiden, müsste es für sie knapp reichen. |

Ratinger Linke Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Sonntag, 30. Mai 2010 - 22:52 Uhr: | |
Übrigens noch ein Beispiel zum negativen Stimmengewicht beim burgenländischen Wahlsystem (2 Wahlkreise, 3 Parteien, 10 Sitze, 999 Stimmen, Quote damit 100):
A B C Sitze I: 225 220 210 6 II: 99 120 125 2 Rest: 124 40 35 2
Sowohl nach D'Hondt als auch nach Sainte-Laguë bekommt hier A beide Restsitze, bei einer zusätzlichen Stimme im Wahlkreis II dagegen gar keinen mehr, insgesamt also einen weniger. Das geht sogar mit Hill/Huntington und Dean, wenn man genug Parteien hat (20 Sitze, 1999 Stimmen):
A B C D E Sitze I: 160 130 130 130 130 5 II: 159 130 130 130 130 5 III: 99 61 160 160 160 3 Rest: 218 121 120 120 120 7
Da geben alle üblichen Verfahren außer Adams und Hare/Niemeyer 3 Restsitze an A und nur 1 an B; bei einer Stimme mehr für A im Wahlkreis III bekommt A generell nur noch 1 Sitz und B dafür 2. Dass die Sitze im zweiten Ermittlungsverfahren billiger sind als im ersten, ist also keine notwendige Bedingung für das Auftreten von negativem Stimmengewicht bei derartigen Wahlsystemen. Letztlich läuft es vermutlich drauf hinaus, dass das Verfahren die Quotenbedingung nach oben erfüllen muss, wenngleich das in den Beispielen nicht verletzt ist. |

zigzag
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| | Veröffentlicht am Montag, 31. Mai 2010 - 21:56 Uhr: | |
Zwischenstand, nachdem einige Wahlkarten ausgezählt wurden. Grüne drin LBL muss zittern: SPÖ 48,43% 18 ÖVP 34,48% 13 FPÖ 9,04% 3 GRÜNE 4,06% 1 LBL 4,00% 1 http://wahl.bgld.gv.at/wahlen/lt20100530.nsf (Beitrag nachträglich am 31., Mai. 2010 von zigzag editiert) |

Marco
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| | Veröffentlicht am Dienstag, 01. Juni 2010 - 11:25 Uhr: | |
Ja es wird sehr knapp für die Liste Burgenland. 7385 sind derzeit für 4 % nötig, die LBL hat 7389. |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 02. Juni 2010 - 17:46 Uhr: | |
Endgültiges Ergebnis Wahlber. 248694 Wähler 192246 Gültig 188960 SPÖ 91185 48,26% 18 Sitze ÖVP 65411 34,62% 13 Sitze FPÖ 16970 8,98% 3 Sitze GRÜNE 7835 4,15% 1 Sitz LBL 7559 4,00% 1 Sitz Mit einer Stimme weniger wäre die LBL draußen. In diesem Fall hätte die FPÖ vier Mandate. http://wahl.bgld.gv.at/wahlen/lt20100530.nsf/vwGKZ/10000 http://wahl.bgld.gv.at/wahlen/lt20100530.nsf/vwMandate/100009 |

Ratinger Linke Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 02. Juni 2010 - 23:01 Uhr: | |
Das Ergebnis ist sogar noch knapper: Wenn nämlich die LBL 1 Stimme weniger hätte, fehlt wiederum der ÖVP nur 1 Stimme auf einen zusätzlichen Sitz im Wahlkreis Oberpullendorf (weniger als 1 Stimme, wenn die Wahlzahl nicht gerundet würde). Immerhin würde das an der Verteilung auf die Parteien insgesamt nichts ändern. Dass der zusätzliche Sitz an die FPÖ ginge, ist übrigens nicht so selbstverständlich, wie es mit Blick auf die Höchstzahlen zunächst erscheint. Tatsächlich hätte die FPÖ nur noch 459 Stimmen Vorsprung auf die SPÖ, die eigentlich den niedrigsten Anspruch auf den nächsten Sitz hat. Mit dem Reststimmenverfahren handelt man sich auch mit Hare/Niemeyer vergleichbare Paradoxien ein; außerdem arbeitet im konkreten Fall D'Hondt gegen die FPÖ. Insbesondere muss man bedenken, dass 1 Stimme weniger für die LBL die Wahlzahl radikal ändern würde, mit ziemlich zufälligen Auswirkungen. |

Wahlwatcher Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Montag, 07. Juni 2010 - 00:57 Uhr: | |
Wo steht die LBL eigentlich politisch? Gegründet worden ist sie ja von einem FPÖ-Dissidenten. |

Ratinger Linke Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 10. September 2010 - 17:01 Uhr: | |
Das knappe Ergebnis wird wohl Bestand haben. Zwar ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Wahlbetrug (Briefwahl), aber eine formale Wahlanfechtung innerhalb der Frist ist offenbar versäumt worden. Die fragliche Gemeinde Unterrabnitz-Schwendgraben liegt übrigens im Wahlkreis Oberpullendorf, wo 1 Stimme nicht nur den LBL-Sitz zur FPÖ transferieren, sondern gleichzeitig auch die ÖVP-interne Verteilung ändern könnte (wozu sie allerdings zur ÖVP gehn müsste, während es um eine unrechtmäßig zusätzlich abgegebene Stimme geht). http://kurier.at/nachrichten/burgenland/2030984.php http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/593146/index.do |

zigzag
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Samstag, 25. September 2010 - 14:47 Uhr: | |
Steiermark, Landtagswahlen am 26.09.2010 Die Wahllokale schließen um 16:00 Uhr, ein vorläufiges Endergebnis wird für 19:00 Uhr erwartet. Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Landtagswahl_in_der_Steiermark_2010 Landeswahlbehörde http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/ziel/4514869/DE/ https://egov.stmk.gv.at/wahlen/LT2010/index_LT2010.html ORF http://steiermark.orf.at/magazin/extra/ Infos http://tvthek.orf.at/topics/Landtagswahlen%20Steiermark TVthek mit TV-LiveStream http://radio.orf.at/ Radio LiveStream Prognosen und Hochrechnungen http://www.sora.at/nc//news-presse/news/news-einzelansicht/news/landtagswahl-steiermark-2010-399.html News at http://steiermark.orf.at/ http://www.kleinezeitung.at/steiermark/landtagswahl/index.do http://kurier.at/aktuellethemen/steiermarkwahl/ http://derstandard.at/r825/Steiermark http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/steiermark http://www.news.at/channels/13/main.shtml http://diepresse.com/home/politik/steiermarkwahl/index.do Blog at http://neuwal.com/index.php/category/wahlen/steiermark-2010/ "Wahl-o-maten" http://wahlkabine.at/ltw2010stmk http://www.politikkabine.at/wahlen/index.php?page=voter.Home&poll=10 Forum en http://uselectionatlas.org/FORUM/index.php?PHPSESSID=95a1d044900764d3690266efb1b3cdd7&topic=107855.0 Wahlergebnisse vergangener Wahlen http://www.parties-and-elections.de/austria3.html (In zwei Wochen wird in Wien gewählt) |

zigzag
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 26. September 2010 - 16:02 Uhr: | |
SORA/ORF 1. Hochrechnung: SP: 38,3% | VP: 37,6 | FP: 10,9 | G: 5,1 | BZOe: 3,2%| KP: 4% |

zigzag
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 26. September 2010 - 16:46 Uhr: | |
SORA/ORF 2. Hochrechnung 16.30 Uhr: SPÖ 38,7 ÖVP 37,2 FPÖ 11,2 Grüne 4,9 KPÖ 3,9 BZÖ 3,1 |

zigzag
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 26. September 2010 - 17:16 Uhr: | |
In der 3. SORA-Hochrechnung von 17.00 Uhr kommt die SPÖ bei einem Auszählungsgrad von 89,1 Prozent auf 38,6 Prozent und liegt damit vor der ÖVP mit 37,2 Prozent. Die FPÖ erzielt 10,9 Prozent, die Grünen 5,0 Prozent. Die KPÖ liegt mit 4,3 Prozent vor dem BZÖ mit 3,0 Prozent. |