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Landtagswahl in Baden-Württemberg

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Danny
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 21. März 2016 - 06:48 Uhr:   

"In Unterlüß (Wahlkreis Uelzen-Celle in der Lüneburger Heide, angrenzend an Sachsen-Anhalt, aber natürlich in Niedersachsen) bilden jetzt AfD und Linke eine gemeinsame Fraktion im Gemeinderat."

"CSU Chef Seehofer droht mal wieder......seine neueste Idee ist: seine CSU bundesweit antreten zu lassen!"


Ich bin erfreut zu sehen, das die Parteien nun anfangen meine Empfehlungen umzusetzen.

Eine neue Ära der Vernunft kündigt sich an.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 22. März 2016 - 13:19 Uhr:   

"Offenbar gibt es auch andere Möglichkeiten. In Unterlüß (Wahlkreis Uelzen-Celle in der Lüneburger Heide, angrenzend an Sachsen-Anhalt, aber natürlich in Niedersachsen) bilden jetzt AfD und Linke eine gemeinsame Fraktion im Gemeinderat"
Vielleicht gibt es sogar noch mehr Fälle, aber das ist unbedeutend. Auf kommunaler Ebene gibt es irgendwo immer seltsame Konstellationen. Es gab im Rhein-Sieg-Kreis sogar kurzfristig mal eine Kreistagsfraktion mit PDS und NPD.

"Durch den Zusammenschluss bekommen sie jetzt auch zusätzliche Ausschusssitze auf Kosten der anderen Fraktionen. Ihre Parteiämter lassen sie vorläufig ruhen."
Was wahrscheinlich der einzige Grund für diese Fraktion und einige andere kommunale Fraktionen ist.

Worum es mir ging: Stellt man die CDU vor die Wahl, entweder mit der AfD oder mit der SED zusammenarbeiten zu müssen, wird sie sich für die SED entscheiden.
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 24. März 2016 - 19:24 Uhr:   

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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 02. Mai 2016 - 14:25 Uhr:   

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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 02. Mai 2016 - 22:07 Uhr:   

Das sind in diesem gruseligen Geschwurbel mit Unmengen heißer Luft noch mit die konkretesten Punkte. Sie nach einem Tauschahandel aus: Die CDU kriegt d'Hondt im Kommunalwahlrecht wieder und die Grünen kriegen die Angleichung ans Bundestagswahlrecht. Interessant, dass ausdrücklich von geschlossenen Listen gesprochen wird. Offene könnten ja den parteiinternen Proporz "stören", also z. B. könnten die Wähler eher Männer als Frauen wählen. Wobei die Direktmandate den parteiinternen Proporz weit mehr stören können. Wenn die Grünen überhängen, ändert sich in der Praxis kaum etwas in der Hinsicht. Viele CDUler sägen an dem Ast, auf dem sie sitzen. Erstmals sei Jahrzehnten hat die CDU viele Zweitmandate (20 von 42 CDU-Sitzen) und einige Wahlkreissieger haben nur knapp gewonnen. Deren Wiederwahlchance sinkt mit der Einführung von Bezirks- oder Landeslisten. Dass die CDU als Juniorpartner der Grünen zu alter Stärke zurückfindet und wieder fast alle Direktmandate kriegt, ist ja sehr unwahrscheinlich.
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Interessierter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 02. Mai 2016 - 22:14 Uhr:   

Es ist die freie Entscheidung der CDU, als Juniorpartner in eine Koalition zu gehen und nicht zum Beispiel auf schwarz-gelb-blau zu setzen. Die Schmerzgrenze ist vermutlich noch höher als das, was man jetzt bereits schlucken musste.
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 02. Mai 2016 - 22:41 Uhr:   

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Wähler
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 03. Mai 2016 - 16:14 Uhr:   

@Interessierter: "schwarz-gelb-blau" hätte die FDP nicht mitgemacht. "schwarz-rot-gelb" ist an der SPD gescheitert. Was sollte also die CDU machen, wenn sie regieren will?
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 03. Mai 2016 - 18:09 Uhr:   

"@Interessierter: "schwarz-gelb-blau" hätte die FDP nicht mitgemacht. "schwarz-rot-gelb" ist an der SPD gescheitert. Was sollte also die CDU machen, wenn sie regieren will?"
Weder CDU noch FDP wollen mit der AfD koalieren. Ob die FDP bei ihrem strikten Nein bliebe, wenn die CDU eine Regierung mit AfD anstrebte, ist aber sehr fraglich. Die CDU hat ja schon mit Schill koaliert und dies war nur zusammen mit der FDP möglich. Die BW-CDU wird wie die Bundes-CDU aber noch einige Zeit am Linkskurs festhalten.
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Jan W.
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 03. Mai 2016 - 18:34 Uhr:   

Schwarz-gelb-blau wird doch von allen dreien abgelehnt. Es gibt also keinen Grund, hier mit dem Finger auf Schwarz und Gelb zu zeigen.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 03. Mai 2016 - 19:23 Uhr:   

Die AfD will nicht unbedingt regieren, hat eine Koalition mit CDU und FDP aber nie prinzipiell ausgeschlossen. Gerade Meuthen hat sich ja grundsätzlich offen gezeigt. Unwahrscheinlich, dass er ein Sondierungsgespräch abgelehnt hätte.
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Wähler
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 03. Mai 2016 - 19:30 Uhr:   

"Die CDU hat ja schon mit Schill koaliert und dies war nur zusammen mit der FDP möglich."

Da gibts aber zwei gravierende Unterschiede: a) Schill war ein weitestgehend lokales Phänomen und als solches im Gegensatz zur AfD auch nicht bundesweit gefährlich (selbst bei optimaler Lage vor allen Skandalen und Gerüchten hat es in rechtspopulismus-affinen Ländern wie Bremen und Sachsen-Anhalt nicht zum Einzug in die Parlamente gereicht) und b) ging es darum, nach 44 Jahren SPD-Regierung einen Wechsel herbeizuführen, während in Baden-Württemberg die Grünen gerade mal fünf Jahre an der Regierung sind (und vorher 58 Jahre CDU-Ministerpräsidenten regierten), so dass es keinen Basis-Druck nach dem Motto "nun muß es aber endlich mal klappen, sonst klappts nie" gibt.
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Interessierter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 03. Mai 2016 - 22:50 Uhr:   

In der Tat zeige ich hinsichtlich schwarz-gelb-blau eher mit dem Finger auf die CDU. Mit gelb und blau würden sie viele ihrer Kernthemen viel eher durchbekommen als mit den Grünen und in BW ist blau auch durchaus bürgerlich orientiert. Es ist einfach der Linkskurs von Mutti bzw. das Interesse, in sozialdemokratischen Gebieten zu wildern, der die CDU davon abhält.
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Wähler
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 04. Mai 2016 - 14:42 Uhr:   

@Interessierter: Naja, in Sachen "Innere Sicherheit" scheinen mir im Moment die Grünen für die CDU pflegeleichter zu sein, als die FDP. Jedenfalls deute ich die Aussagen des CDU-Landesvorsitzenden in Baden-Württemberg so, nachdem er mit den dortigen Grünen Dinge vereinbaren konnte, die bei der FDP nicht durchsetzbar gewesen wären.
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cyrix
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 05. Juli 2016 - 16:25 Uhr:   

Mit dem Austritts von Meuthen und ca. 12 Weiteren aus der AfD-Landtagsfunktion müsste doch genügend Personal für eine Fraktion AfD_II existieren. Soweit ich das sehe, verbietet das Fraktionsgesetz in BW dergleichen nicht. (Es wird nur ausgeschlossen, dass Abgeordnete verschiedener Parteien eine Fraktion bilden, nicht, dass Abgeordnete derselben Partei sich in mehrere Fraktionen zerlegen.)

Das dürfte doch dann so einige Auswirkungen auf Ausschüsse usw. haben.
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wallner345
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 05. Juli 2016 - 16:52 Uhr:   

Deswegen habe ich immer gesagt, dass es für die AFD gefährlich ist, wenn sie in diesem frühem Stadium über 10 Prozent erhält und sich in zwei Fraktien aufspalten kann.
mann darf nicht vergessen, dass es gerade für Abgeordnete, die plötzlich in den Landtag gewählt wurden und bei denen die Wiederwahl sehr unsicher ist, eine eigene Fraktion lukrativ sein kann mit Fraktionsvorsitzenden, Stellvertretern Geschäftsführern oder Oppositionszulage neben der Grundfinanzierung der Fraktion
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cyrix
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 05. Juli 2016 - 18:24 Uhr:   

Hm, also in den bisherigen Stellungnahmen, die ich dazu gehört habe (auch von Meuthen selbst), geht man offenbar davon aus, dass es pro Partei nur eine Fraktion geben könne. Mir ist unklar, woraus sie das schließen...

Für die Ausschüsse, die alle jeweils 21 Mitglieder haben sollten, gäbe es aber wohl keine Änderungen, wenn die AfD nun mit einer 10er und einer 13er Fraktion antreten würde. (Die 10er erhielte jeweils einen der bisherigen 3 AfD-Ausschuss-Sitze, die 13er Fraktion die anderen beiden.) Jedenfalls, wenn man weiterhin nach Sainte-Legue/Schepers verteilt. Allerdings habe ich den folgenden Satz in der Geschäftsordnung des Landtags nicht durchblickt:

" Soweit in den Gremien und Funktionen nach Satz 1 nach Inkrafttreten dieser Geschäftsordnung eine Nachbesetzung erforderlich wird, ist weiterhin das Höchstzahlverfahren nach d’Hondt anzuwenden."

Heißt das, dass durch Abberufung eines Mitglieds und Neuberufung eines anderen plötzlich nun d´Hondt gelten soll?


Für die Bundesversammlung ginge jedenfalls ein Mandat der AfD auf die SPD über.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 05. Juli 2016 - 19:06 Uhr:   

Wichtiger als die Auswirkungen im Landtag ist wohl die politische Wirkung außerhalb. Sicher ist das eine peinliche Nummer für die AfD. Wie groß die Wirkung ist, ist noch nicht abzusehen. Selbstzerlegung ist sicher die größte Gefahr der AfD insgesamt.

Die Namen der Austretenden mit Wahlkreis:
Jörg Meuthen, Backnang
Anton Baron, Hohenlohe
Lars Patrick Berg, Tuttlingen-Donaueschingen
Heinrich Fiechtner, Göppingen
Stefan Herre, Balingen
Heinrich Kuhn, Calw
Claudia Martin, Wiesloch
Thomas Martin Palka, Eppingen
Rainer Podeswa, Heilbronn
Daniel Rottmann, Ehingen
Udo Stein, Schwäb. Hall
Klaus-Günther Voigtmann, Schwetzingen
Carola Wolle, Neckarsulm

Diese treten nicht aus:
Rainer Balzer, Bruchsal
Christina Baum, Main-Tauber
Wolfgang Gedeon, Singen
Bernd Gögel, Enz
Bernd Grimmer, Pforzheim
Rüdiger Klos, Mannheim I
Heiner Merz, Heidenheim
Stefan Räpple, Kehl
Emil Sänze, Rottweil
Hans Peter Stach, Hechingen-Münsingen
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Marco
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 06. Juli 2016 - 10:33 Uhr:   

Gedeon ist gestern Abend aus der AFD-Fraktion ausgetreten, insofern könnte eine Spaltung der Fraktion doch noch abgewendet werden.
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Björn
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 06. Juli 2016 - 11:52 Uhr:   

Naja, die 10 AfD-Mitglieder haben trotzdem weiterhin kein Problem mit Antisemitismus, während sich die anderen 13 davon distanzieren wollen. An der Lage hat sich also nichts geändert. Und auch nicht am Machtkampf zwischen Petry und Meuthen. Aber ist ja mittlerweile Mode, sich nach Entscheidungen irgendwo zurückzuziehen bei Populisten.
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Good Entity
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 06. Juli 2016 - 15:07 Uhr:   

"Aber ist ja mittlerweile Mode, sich nach Entscheidungen irgendwo zurückzuziehen" -

Ja, da war das bei Heide Simonis doch ein ganz anderer Schnack, die trat auch nach drei Entscheidungen gegen sich einfach nicht zurück und rannte ein viertes Mal gegen die Mauer ...

Gerhard Schröder, Joschka Fischer, David Cameron und Roy Hodgson (Trainer der englischen EM-Mannschaft) sind jeweils nach Niederlagen zurückgetreten, Boris Johnson, Nigel Farage, Miro Klose und Philipp Lahm nach Siegen. Das kann man wohl nicht verallgemeinern. Und ob bei dem Streit in der AfD überhaupt jemand gewinnt, ist doch sehr abzuwarten.
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Marc
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 06. Juli 2016 - 16:32 Uhr:   

Der Grundsatz des Verbots der Fraktionsvermehrung wird aus dem Grundsatz der politischen Homogenität abgeleitet:

"Aus dem Postulat der politischen Homogenität folgt, dass erstens jeder Abgeordnete nur einer Fraktion angehören darf, nämlich derjenigen, deren Mitglieder seiner Partei angehören (Verbot der Doppelmitgliedschaft) und dass zweitens die Abgeordneten derselben Partei nur Mitglieder einer Fraktion sein können (Verbot der Fraktionsvermehrung). Im einen wie im anderen Fall entstünden dem Sinn des Parlamentsrechts zuwiderlaufende Vorteile (überproportional erhöhte Einflussmöglichkeiten und Eröffnung zusätzlicher Finanzquellen)." (Maunz/Düring, Art. 38 GG)

Anzumerken ist allerdings, dass nur das Verbot der Doppelmitgliedschaft in verschiedenen Fraktionen sowie die Voraussetzung der einheitlichen Parteimitlgiedschaft innerhalb eeiner Fraktion positiv-rechtlich verankert ist.

§ 17 GO Landtag Baden-Württemberg
Bildung der Fraktionen
(1) Fraktionen sind Vereinigungen von mindestens sechs Abgeordneten,
die der gleichen Partei angehören.
(2) Abgeordnete, die keiner Fraktion angehören, können sich
einer Fraktion als ständige Gäste anschließen. Diese Gäste zählen
bei der Feststellung der Zahl der Mitglieder einer Fraktion mit.
(3) Die Bezeichnung einer Fraktion, der Name ihres/ihrer Vorsitzenden
sowie die Namen ihrer Mitglieder und ständigen Gäste
werden dem Präsidenten schriftlich mitgeteilt.
(4) Die Reihenfolge der Fraktionen richtet sich nach der Zahl
ihrer Mitglieder und ständigen Gäste. Bei gleicher Stärke entscheidet
über die Reihenfolge die höhere Gesamtstimmenzahl der
entsprechenden Partei bei der Landtagswahl.

Ein Verbot der Fraktionsvermehrung, d.h. der Aufspaltung von einer Partei angehörenden Abgeordneten in verschiedene Fraktionen, fehlt eine positiv-rechtliche Grundlage. Zu rechtfertigen ist dieses Verbot nur wenn damit ein Missbrauch der Geschäftsordnung beabsichtigt ist.

Görlitz: Voraussetzungen und Grenzen des Rechts auf Fraktionsbildung im Deutschen Bundestag(DÖV 2009, S. 261) schreibt hierzu überzeugend:
"Umgekehrt begegnet die im Konsens erfolgende nachträgliche Aufspaltung bestehender, politisch homogener Fraktionen mit dem Ziel, eine Fraktionsvermehrung zum Zwecke der besseren Nutzung der mit dem Fraktionsstatus verbundenen parlamentarischen Vorteile herbeizuführen, ebenfalls (ungeschriebenen) geschäftsordnungsrechtlichen Schranken."

Man mag nun die politische Entwicklung in Baden-Württemberg unterschiedlich bewerten, aber um eine einvernehmliche Fraktionsspaltung zum Zwecke der Erlangung parlamentarischer Vorteile (mehr Redezeit und mehr Geldmittel) handelt es sich offensichtlich nicht. Insofern wäre es sehr fragwürdig sich auf einen ungeschriebenen Rechtsgrundsatz zu stützen um die Anerkennung einer neuen Fraktionsbildung zu verweigern. Denn die neue 13-köpfige Formation im Landtag von Baden-Württemberg erfüllt alle in § 17 Abs. 1 GO genannten Voraussetzungen für eine Fraktionsbildung (numerisch und von der Parteimitgliedschaft her).

Fraglich ist, ob und wie dieser Konflikt politisch gelöst wird. Denkbar ist, dass sich am Ende beide "Fraktionen" auflösen und eine neue, wieder einheitliche Fraktion - ohne den ausgetretenen Abgeordneten - gebildet wird. Denkbar wäre auch, dass die Gruppe um Meuthen weitere Abgeordnete abwirbt und damit die Rest-AfD-Fraktion unter 6 Abgeordnete drückt, so dass diese den Fraktionsstatus verliert.

Denkbar ist natürlich auch, dass es beim gegenwärtigen Status quo bleibt. Auf Dauer dürfte das für die AfD allerdings kaum hinnehmbar sein. Wahrscheinlich sind dann parteiordnungsrechtliche Maßnahmen bis hin zu einem Parteiausschlussverfahren gegen die zehn Abgeordneten, da die AfD nach ihrem Vorstandsbeschluss nur noch die Gruppe um Meuthen anerkennt. Auch in Baden-Württemberg dürften insoweit die Mehrheitsverhältnisse in der Partei relativ klar sein. Gerade dieser Umstand spricht allerdings dafür, dass die neun "Abweichler" nach und nach umfallen werden bzw. dass man nach einem für alle gesichtswahrenden Modell zur Wiedervereinigung der Fraktion sucht. Das dürfte allerdings relativ kompliziert werden, da es hier auch um einen innerparteilichen Machtkampf zwischen Meuthen und Petry geht und eine gesichtswahrende Lösung aufgrund des verspäteten Fraktionsaustritt des Abgeordneten schwierig ist. Meuthen ist auf jeden Fall beschädigt, insofern hat Petry ein Ziel erreicht. Ihre Position ist allerdings gleichermaßen labil. Auch sie ist durch diese Auseinandersetzung geschwächt, allerdings weniger als Meuthen, dem es nicht gelungen ist eine 2/3-Mehrheit in seiner eigenen (ehemaligen) Fraktion zu organisieren.
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Marc
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 06. Juli 2016 - 23:12 Uhr:   

Der Abgeordnete Rainer Balzer ist der erste Überläufer aus der Rest-AfD-Fraktion zur Fraktion AfB (Alternative für Baden-Württemberg).

http://www.tagblatt.de/Nachrichten/Balzer-ist-erster-Ueberlaeufer-aus-Rest-AfD-zu-neuer-Fraktion-294446.html

Weitere könnten folgen, da die Abgeordneten unter Druck der Basis kommen werden die Einheit wiederherzustellen.
Ein erster Teilerfolg für Meuthen.
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Beobachter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 07. Juli 2016 - 23:11 Uhr:   

Also irgendwie erinnert mich das alles an die Volksfront von Judäa, die Judäische Volksfront und die Populäre Front von Judäa.
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tg
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 08. Juli 2016 - 00:36 Uhr:   

Beobachter, Sie scheinen Postillon-Leser zu sein?

;-)

http://www.der-postillon.com/2016/07/video-brian-afd.html
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Maik Otter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 26. Juli 2016 - 12:06 Uhr:   

Die Gruppe um Jörg Meuthen (Co Bundesvorsitzender der AfD) darf also eine eigene AfB Fraktion sein. Die Zukunft der AfB "Gruppe" ist ungewiss. Bei der Aufstellung zur Bundestagswahl müssen die AfB Leute Farbe bekennen!
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Dotty
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 30. Juli 2016 - 23:29 Uhr:   

' Bei der Aufstellung zur Bundestagswahl müssen die AfB Leute Farbe bekennen!'

Können Sie das näher erläutern? Was hat die Landtagsfraktion (oder beide) direkt mit der BT-Nominierung zu tun?
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Maik Otter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 31. Juli 2016 - 07:56 Uhr:   

Die AfB Bewegung bildet einen Teil innerhalb des Landesverbandes AfD BW. Innerhalb des Landtages gibt es, aus den Reihen dieses LV, aber gleich zwei Fraktionen und einen Fraktionslosen. Die AfB Mitglieder sind, z. B. aber nicht zu ALFA gegangen. Sie bilden mit 14:8:1 Mitgliedern, aber die Mehrheit der AfD Mitglieder im Landtag. Wer steht im Ländle hinter der AfB? Die eigentliche AfD Fraktion steht kurz vor der Fraktionsmindeststärke. Weitere Abgänge wären in dieser Amtszeit (2016-2021) kaum verkraftbar. Bei der Aufstellung zur Bundestagswahl werden diese Flügelkämpfe ebenfalls in Erscheinung treten.
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Der Tim
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 06. September 2016 - 14:34 Uhr:   

In 2006 und 2011 gab es ein paar Monate nach der Wahl schon neue Umfragen – dieses Jahr bisher noch nicht. Ich bin mal gespannt wann die ersten Werte diesbezüglich kommen und wie sie sich entwickeln. Mit der AfD-Spaltung und den »Geheimabsprachen« zwischen CDU und Grünen wären hier schon genügend Auslöser für Umentscheidungen vorhanden.
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Martin Dauser
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. September 2016 - 20:53 Uhr:   

Inzwischen gibt es eine neue Umfrage mit nur unwesentlichen Veränderungen zum Wahlergebnis von vor 6 Monaten
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Good Entity
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. September 2016 - 21:10 Uhr:   

Ja. Offenbar sind die Querelen nebst Spaltung in der AfD den baden-württembergischen Wahlberechtigten nicht sonderlich bedeutsam. Jetzt werden 17 % für die AfD geumfragt.
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Malthusianer
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. September 2016 - 21:56 Uhr:   

Ja *Kicher* und die Schwarzen lassen weiter Federn, während die Grünen trotz Kretsche nicht mehr reüssieren können.

Entspricht aber so gar nicht dem, was ich heute im Schwabenfu- äh, SWR während des Abendessens hören durfte über die überaus erfolgreiche Beliebtheit...

musste allerdings vorzeitig abschalten, damit das Essen intus blieb; war ein Fehler, aber trotzdem noch besser als den Ergüssen der DLF Kulturredaktion ausgesetzt zu sein :-(
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Good Entity
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 11. Oktober 2016 - 16:28 Uhr:   

Die Volksfront von Judäa, die Judäische Volksfront und die Populäre Front von Judäa vereinigen sich wieder im Baden-Württembergischen Landtag. Die Unterschiede waren so groß offenbar nicht; die Politiker sind der Auffassung der Wahlberechtigten gefolgt und haben @Beobachter damit vollkommen recht gegeben. Mal sehen, welchen Ausschnitt aus Das Leben des Brian wir als nächstes vorgeführt bekommen. Die steinewerfenden Damen mit den tiefen Stimmen würden sich noch anbieten. Immerhin hat die AfD (& Co.) die Wahlrechtspraxis bereichert. Ach ja, und Gedeon bleibt offenbar draußen.

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