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Archiv bis 30. Mai 2010

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Florian das Original
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 20. Januar 2010 - 12:56 Uhr:   

T. Frings:
Schon klar, deshalb war meine Formulierung auch mit Bedacht gewählt. In den 2 Übergangsjahren war J.F.K. immer noch der gewählte Senator, es wurde kein anderer gewählt (sondern nur Übergangsweise ernannt).
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 23. Mai 2010 - 15:59 Uhr:   

Die Republikaner haben eine Nachwahl fürs Repräsentantenhaus auf Hawaii gewonnen.
http://hawaii.gov/elections/results/2010/files/special2010.pdf

Die Demokraten bekamen 59,1% der Stimmen, die Republikaner nur 39,7% (was aber für Hawaii sch. Da es aber bei einer Nachwahl auf Hawaii keine Vorwahl gibt und es zwei ähnlich starke demokratische Bewerber gab, siegte der Republikaner Djou mit nur 39,4%.
Dieser hatte in seiner Partei keine ernsthafte Konkurrenz. In Louisiana gibt auch bei regulären Wahlen außer Präsidentschaftswahlen keine Vorwahlen und daher treten in der Regel mehrere Republikaner und Demokraten gegeneinander an. Dort gibt es aber eine Stichwahl.

Ergebnis 2008: Dem 70,6%, Rep 17,4%

Seit 1962 hatte Hawaii immer zwei Sitze im Repräsentantenhaus. 1986 und 1988 wurden jeweils ein Demokrat und ein Republikaner gewählt, ansonsten waren immer beide Abgeordneten Demokraten.
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Interessierter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 26. Mai 2010 - 10:23 Uhr:   

Im November wird das komplette Repräsentantenhaus und 1/3 des Senates neu besetzt. Aber erst nächstens Jahr werden die gewählten Kongressleute dann ihre Arbeit aufnehmen.

Gibt es irgendwo eine Liste, in der drinsteht, wo die Senatoren neu gewählt werden? Ich denke, da kommt es doch ganz entschieden auf die Staaten an, Californien wird wahrscheinlich einen Demokraten, Texas einen Republikaner entsenden.
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Lars Tietjen
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 26. Mai 2010 - 11:21 Uhr:   

@Interessierter
http://en.wikipedia.org/wiki/United_States_Senate_elections,_2010
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Interessierter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 27. Mai 2010 - 19:53 Uhr:   

Nur um das mal anzusprechen: Was ist eigentlich mit der Tea-Party-Bewegung? Warum verhält sie sich bei dieser Wahl offenbar so passiv? Geht sie davon aus, keine Hochburgen sichern zu können (kann ja sein, auch wenn die USA eher Personen- dann Parteienzentriert sind) oder stellt sie ihre Kandidaten für die Republikaner auf (was diese ja durch Primaries nicht vereiteln können)?

Die Demokraten scheinen da die lachenden Dritten zu sein, zumal sie den Riesenvorteil haben, die Regierung auf ihrer Seite zu haben.
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Wahlticker
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 27. Mai 2010 - 20:06 Uhr:   

Die Tea Party ist doch keine Partei, sondern sozusagen ein konservativer Flügel innerhalb der Republikaner so wie ich das verstehe, oder?
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Interessierter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 27. Mai 2010 - 20:16 Uhr:   

@Wahlticker
"Die Tea Party ist doch keine Partei, sondern sozusagen ein konservativer Flügel innerhalb der Republikaner so wie ich das verstehe, oder?"

Um mal meinen völlig unprofessionellen Kenntnisstand zum Besten zu geben:
Die Parteien in den USA sind sowieso von ganz anderer Art als unsere. Sie sind eher lockere Zusammenschlüsse, oft dafür da, um lokale Würdenträger ins Amt zu bringen, Bürgermeister usw., aber sie erfüllten wohl traditionell auch andere Aufgaben. Inzwischen scheint man aber davon zu sprechen, dass es auch eine neuen Typ von Partei gibt, einen bundesweiten Typ, der dann natürlich auch "lockerer" organisiert ist.
Meines Wissens ist das Tea-Pary-Movement tatsächlich sowas in der Richtung...kann aber auch sein, dass ich mich extrem irre.
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Interessierter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 27. Mai 2010 - 20:23 Uhr:   

http://en.wikipedia.org/wiki/Boston_Tea_Party_(political_party)

Hier noch ein Link.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 27. Mai 2010 - 20:45 Uhr:   

"http://en.wikipedia.org/wiki/Boston_Tea_Party_(political_party)"
Das ist NICHT die Tea Party Bewegung, sondern diese hier:
http://en.wikipedia.org/wiki/Tea_Party_movement

Die Tea Party Bewegung ist KEINE Partei!
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Interessierter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 27. Mai 2010 - 20:51 Uhr:   

@Thomas Frings
"Die Tea Party Bewegung ist KEINE Partei!"

Okay, peinlicher Irrtum. Sorry. Danke für die Richtigstellung.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 27. Mai 2010 - 20:54 Uhr:   

Bei der Vorwahl der Republikaner für die Senatswahl in Kentucky hat der Kandidat der Tea-Party deutlich gesiegt (Rand Paul, Sohn von Ron Paul http://en.wikipedia.org/wiki/Rand_Paul).

http://derstandard.at/1271376990007/Vorwahlen-in-den-USA-Sieg-fuer-die-Tea-Party

Wer lieber Kaffee als Tee trinkt sollte mal hier vorbei schauen :-)
http://en.wikipedia.org/wiki/Coffee_Party

(Beitrag nachträglich am 27., Mai. 2010 von zigzag editiert)
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 27. Mai 2010 - 21:41 Uhr:   

@zigzag
Spektakulärer noch ging es in Florida zu, wo der amtierende Gouverneur Crist die republikanische Senatsvorwahl gegen den von der Tea Party unterstützten Kandidaten Rubio verlor. Crist tritt jetzt als Unabhängiger an. Die Demokraten können davon höchstwahrscheinlich aber nicht profitieren, in Umfragen liegt ihr Kandidat weit hinter Crist und Rubio.
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Florian das Original
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 27. Mai 2010 - 22:15 Uhr:   

soweit ich das sehe, würde ich die "Tea Party"-Bewegung noch nicht einmal als besonders konservativ einstufen.
Sondern eher als (in deutschem Sprachgebrauch) als liberal.

Die Agenda besteht zu großen Teilen aus weniger Staat, weniger Steuern, mehr Freiheit für die Bürger.
(Fast) die komplette Agenda könnte aus dem FDP-Programm stammen.

Klassische konservative Themen innerhalb der republikanischen Partei (wie z.B. Abtreibungs-Verbote) spielen hingegen keine Rolle.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 27. Mai 2010 - 22:21 Uhr:   

@Thomas Frings
Die Vorkommnisse in Florida sind wirklich spektakulärer.
Wenn ich das richtig verstehe fand dort aber noch keine Vorwahl statt und Christ erklärte, dass er bei der Senatswahl als Independent antreten und so die Vorwahlen der Republikaner umgehen wolle, nachdem er in den Umfragen zur Vorwahl deutlich hinten lag.
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Mark Obrembalski
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 27. Mai 2010 - 23:05 Uhr:   

Auch die Einstufung der "Tea Partiers" als "liberal" im europäischen Sinn trifft es allenfalls teilweise. Erstens bezweifle ich, dass sich die Tea Partiers auf viele konkrete Vorhaben der Deregulierung einigen könnten. Zweitens habe ich den Eindruck, dass sich viele eher gegen den Zentralstaat als gegen den Staat an sich wenden - der Föderalismus oder Regionalismus scheint mir ein wichtiges Element der Bewegung zu sein.
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Wahlwatcher
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 27. Mai 2010 - 23:45 Uhr:   

Frage mich, was am "Tea Party"-Mantra "weniger Staat" so neu respektive originell sein soll.
Ronald Reagan kam damit ins Amt, nach 2 Jahren Clinton kam die Christian Coalition mit gleichem Geseier um die Ecke, und jetzt heißt das ganze zur Abwechslung "Tea Party".
Aus Raider wird jetzt Twix...
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Ratinger Linke
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 28. Mai 2010 - 00:17 Uhr:   

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Interessierter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 28. Mai 2010 - 09:00 Uhr:   

@Florian das Original
"soweit ich das sehe, würde ich die "Tea Party"-Bewegung noch nicht einmal als besonders konservativ einstufen.
Sondern eher als (in deutschem Sprachgebrauch) als liberal."


Das stimmt allerdings, wobei man nicht unterschlagen darf, dass diese Proteste wohl auch einige weniger sympathische Gestalten angelockt haben. Bei einer eher Linken Bürgerbewegung wäre das wahrscheinlich auch der Fall, aber erwähnenswert ist es dennoch.

@Mark Obrembalski
"Zweitens habe ich den Eindruck, dass sich viele eher gegen den Zentralstaat als gegen den Staat an sich wenden - der Föderalismus oder Regionalismus scheint mir ein wichtiges Element der Bewegung zu sein."

Volle Zustimmung: In den USA ist es mit dem Föderalismus viel ernst als hier und insbesondere die Republikaner haben sich den Föderalismus auf die Fahnen geschrieben.
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Frank Schmidt
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 29. Mai 2010 - 23:11 Uhr:   

Die Tea Party ist meiner Ansicht nach überhaupt nicht liberal, sondern populistisch. Wenn man nur auf Steuersenkungen und "weniger Staat" schaut, kann man es verwechseln, aber sieht man zB auf deren Ansichten zum Strafrecht, sollte klar sein, dass die Tea Party rechts steht. Und wenn es darum geht, wer gegen die Demokraten besser abschneidet, ist der von der Tea Party bevorzugte Kandidat so gut wie immer schlechter in den Umfragen - auch ein Zeichen dafür, dass er von den Demokraten weiter weg ist, wiederum rechts.

Was den Föderalismus angeht, so stimmt es, dass die Elemente in den USA besser entwickelt sind als hierzulande. "States' rights" steht allerdings wiederum für rechte Politik, für die im Süden früher die Demokraten ("Dixiecrats") standen und mittlerweile die Republikaner stehen. Steht die Bundesregierung rechts und der Einzelstaat weiter links, sagen die Konservativen eher "why do you hate America?"

Eine echte Bewegung hin zu den Einzelstaaten, unabhängig davon, wer dort und wer in Washington regiert, kann ich nicht ausmachen.
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loscha2
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 30. Mai 2010 - 00:52 Uhr:   

Die Tea Party sei liberal? Im gesellschaftlichen Sinne scheint mir diese Einordnung sehr gewagt. Wir in der Schweiz haben ja die US-Verfassung kopiert; deshalb kommen uns etliche Phänomene vertraut vor. Wenn die Tea Party in der europäischen Geschichte eingeordnet werden soll, dann würde ich Parallelen zu Uomo Qualunque oder Poujadismus ziehen. Unser SVP/AUNS-Konglomerat kommt der Tea Party auch recht nahe. Vergleicht man allerdings (zB bei der jüngsten Nachwahl im 12. Wahlkreis von Pennsylvania) Dem. und Rep. Kandidaten, so decken sich deren Programme 100%ig: Abtreibung verbieten, Waffen für Jedermann und Kohlebergbau subventionieren! Die Ausrichtung beider Parteien in den ländlichen USA ist deckungsgleich und der Tea Party sehr ähnlich.

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