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Moritz Dürr
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| | Veröffentlicht am Dienstag, 08. Juni 2010 - 23:59 Uhr: | |
Noch einmal zum eigentlichen Wahlvorgang: Wahlvorschläge dürfen ja von jedem Mitglied der Bundesversammlung gemacht werden. Wäre es hier nun nicht angebracht, die Wahlvorschläge erst dann zu veröffentlichen, wenn alle Mitglieder der Bundesversammlung feststehen, d.h. allen Vorschlagsberechtigten auch die Chance einzuräumen, selbst Vorschläge zu machen. |

nowhereman
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 01:07 Uhr: | |
Die Linke wird auch im 3.Wahlgang, wenn es den geben sollte, nicht Gauck wählen, sondern ihre Frau. Die alte Nomenklatura in Pankow und dem Rest des einstigen "sozialistischen" Staates wird kräftigen Druck auf Andersdenkende ausüben. Wenn einer gestrig ist, dann sind es jene Altkommunisten, die sich bei Honecker eingerichtet haben und die Milke beim Spitzeln halfen. Gauck ist der geborene Klassenfeind, der nach der Wende die Karriere (zum Glück) versaute. Das tut extrem weh. |

Silencio Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 01:33 Uhr: | |
Die Linke hat eine Riesenchance vertan. Sie hätten ein Signal setzen können, so haben sie sämtliche Vorurteile, die es gegenüber der Linken insbesondere im Westen gibt vollkommen bestätigt. Nun gut, Die Grünen haben auch viele Jahre gebraucht, um sich z. T. von hanebüchenen Ideen zu verabschieden, die die Konservativen immer wieder noch gerne als alte Kamellen aufwärmen. Ein paar Jahre hat die Linke ja noch, um sich durch den politischen Betrieb in eine gemäßigtere Partei zu wandeln. Vielleicht wäre dann auch irgendwann so ein Mann wie Gauck für sie wählbar. Dass er für die Linke nicht wählbar ist, spricht leider doch Bände. |

Cyrix Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 01:42 Uhr: | |
@nowhereman: Und wie erklären Sie sich das Werben von Ramelow und Bartsch für Gauck? Passt nicht ganz in Ihr Schema, oder? Cyrix |

Moritz Dürr
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| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 01:45 Uhr: | |
@silencio Die Linke hat nicht nur eine eine Riesenchance vertan, sie hat sich richtiggehend dumm verhalten, man könnte es sogar bockig nennen, sprich: sich verrannt. Im Übrigen ist ihre Kandidatin wirklich nicht ernst zu nehmen im Vergleich zu Wulff oder gar Gauck. Aber auch Herr Sodann war einn sehr schwaches Angebot. |

Ralf Arnemann
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| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 11:43 Uhr: | |
Man kann das Verhalten der Linken dumm nennen. Aber in erster Linie ist es entlarvend: Die dünn aufgelegte demokratische Tünche blättert ab, der harte Kern aus StaSi-Schergen und Diktaturbütteln wird wieder sichtbar. Die Partei hat sich mehrfach umbenannt, aber nicht wirklich gewandelt. |

Beobachter Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 12:24 Uhr: | |
Bröllopsfeber (Hochzeitsfieber) in Schweden! Der Hof hat eine Sonderseite eingerichtet, auf der es alle Informationen zur bevorstehenden Vermählung Ihrer Königlichen Hoheit Kronprinzessin Victoria mit Herrn Daniel Westling gibt: http://www.royalcourt.se/brollopet.4.1a2467a10ad032dc2680007326.html Dort gibt es auch die Möglichkeit, dem Brautpaar persönliche Glückwünsche zukommen zu lassen. |

Hausgast Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 12:38 Uhr: | |
Was hat Schweden mit der Wahl des Bundespräsidenten zu tun? By the way: Wann schlägt eigentlich endlich einer aus der Bundesversammlung Georg Schramm als Kandidaten vor. Seine Bereitschaft hat er ja gestern in seiner Abschiedsvorstellung in der Anstalt Kund getan. Das wäre endlich mal ein Präsident, der nicht um den heißen Brei rumreden würde - aber leider hat ja die parteipolitisch mehr als geprägte Bundesversammlung das Stimmrecht und nicht der mündige Bürger... |

Interessierter Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 12:45 Uhr: | |
@Ralf Arnemann "Man kann das Verhalten der Linken dumm nennen. Aber in erster Linie ist es entlarvend: Die dünn aufgelegte demokratische Tünche blättert ab, der harte Kern aus StaSi-Schergen und Diktaturbütteln wird wieder sichtbar. Die Partei hat sich mehrfach umbenannt, aber nicht wirklich gewandelt." Hier kann man Ihnen, ohne parteiisch zu wirklich, schon recht gehen. So empfindlich müsste eine Linke, mit mit ihrer DDR-Vergangenheit gebrochen hat, nicht mehr sein. @Beobachter: Spaß an der Provokation ist ja das eine, aber das ist doch nun echt übertrieben! |

Bernhard Nowak
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| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 12:56 Uhr: | |
Man muss die Linke nicht mögen. Aber ich kann durchaus verstehen, dass sie - wenn sie von SPD und Grünen nicht in deren Kandidatenfindung mit einbezogen wird - einen eigenen Kandidaten aufstellt, der ihren politischen Vorstellungen entspricht. Und man mag nun von Luc Jochimsen halten, was man mag: sie war eine engagierte Frau und hat - wenn man das FAZ-Portrait von ihr liest - ja sogar den Verdienstorden von Hessens Ministerpräsident Koch 2001 - anlässlich ihrer Verabschiedung als HR-Chefredakteurin - erhalten. Wenn jetzt die Linke - entgegen der Überzeugung vieler ihrer Mitglieder - in einem 3. Wahlgang Gauck wählen würde - nur um schwarz-gelb zu stürzen - wäre ihr, der Linken, dies doch ebenfalls als Heuchelei ausgelegt worden. Insofern kann ich verstehen, dass die Linke - wenn sie mit beiden von den anderen Parteien nominierten Kandidaten nicht einverstanden ist - eine eigene Kandidatin nominiert, die ihren politischen Vorstellungen nahesteht, und die dann auch durch drei Wahlgänge hindurch "kandidieren" wird, wovon ich ausgehe. Denn hätten SPD und Grüne die Zustimmung der Linkspartei zu einem gemeinsam getragenen Kandidaten wirklich gewollt, hätten sie auch auf die Linkspartei zugehen und deren Vorstellungen zumindest abfragen müssen. |

Beobachter Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 15:19 Uhr: | |
@ Interessierter: Was heißt denn hier "übertrieben"? Hier wie dort geht es um künftige Staatsoberhäupter, in Schweden um Kronprinzessin Victoria und in Deutschland um Christian Wulff. Außerdem haben wir über ja über das Thema Monarchie diskutiert. |

Norddeutscher Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 16:21 Uhr: | |
@ Beobachter Was hat denn aber die Hochzeit einer Tochter eines nicht demokratisch legitimierten Staatschefs mit Wahlrecht zu tun? |

Ratinger Linke Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 17:11 Uhr: | |
Interessant der gemeinsame Wahlvorschlag in NRW, der sich auf D'Hondt beruft (was angesichts der informellen Auslosung gar nicht ganz korrekt ist), obwohl man kurz davor beschließen wird (oder schon beschlossen hat), dass Hare/Niemeyer zu verwenden ist. Bei einem gemeinsamen Wahlvorschlag hat der Landtag völlig freie Hand, wie er die Kandidaten verteilt (solang es eine Liste ist, was hier auch nicht der Fall ist). Angesichts dessen, dass man eigentlich auf Sainte-Laguë umgestellt hat, ist es außerdem schon erstaunlich, dass man intern Hare/Niemeyer verwendet. Ziel ist es offenbar auch nicht, die Linke rauszukicken (die den Antrag unterstützt), was man gleich beim Wahlprüfungsausschuss anwenden hätte können (Erhöhung der Sitzzahl von 9 auf 10 hätte der Linken den Sitz gekostet). Weitere Alabama-Paradoxa treten bei 13 Sitzen (Grüne verlieren einen Sitz), 21 Sitzen (FDP verliert einen Sitz, den sie allerdings nach Sainte-Laguë ohnehin nicht bekommen hätte), 26 Sitzen (Linke verliert einen Sitz) und 29 Sitzen (Grüne verlieren einen Sitz) auf. Möglicherweise war ein Beweggrund, dass bei Sainte-Laguë ziemlich häufig ein Patt zwischen CDU und SPD auftritt. Bei den bisherigen Ausschussgrößen betrifft das die 20er-Ausschüsse (Innen, Sport), wovon die FDP profitiert. Die FDP wird diesen Sitz allerdings verlieren, wenn ein Abgeordneter von der CDU zur SPD oder umgekehrt übertritt. |

Timo Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 17:28 Uhr: | |
Zu den Monarchieträumen äußere ich mich nicht mehr. Im Gegensatz zu Sodann halte ich Jochimsen für eine einigermaßen respektable und ernsthafte Kandidatin - wählen würde ich sie natürlich trotzdem nicht. Die Umfragen zur BuPrä-Wahl finde ich interessant. Eine Mehrheit in der FDP-Anhängerschaft bevorzugt Gauck. Dennock gehe ich von einem klaren Votum für Wulff aus. interessant auch Gaucks Äußerungen: er habe kurz über das Angebot von SPD und Grünen nachgedacht und überlegt ob er Leute, denen er eigentlich nahesteht (Merkel, etc.) mit seiner Kandidatur in Schwierigkeiten bringen soll. Er macht damit klar, dass er sich eigentlich näher an schwarz-gelb sieht und erhöht gleichzeitig den Druck auf die Regierungsparteien. |

Norddeutscher Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 17:28 Uhr: | |
@Ratinger Linke "Die FDP wird diesen Sitz allerdings verlieren, wenn ein Abgeordneter von der CDU zur SPD oder umgekehrt übertritt." Das halte ich doch für arg spekulativ. Wann ist zuletzt ein NRW-MdL von der SPD zur CDU oder umgekehrt gewechselt? |

Timo Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 17:37 Uhr: | |
@Ratinger Linke Bitte um Hilfe! Warum soll diee CDU einen Vertreter mehr senden als die SPD; Grundlage ist doch die Mandatzahl im LT, oder? wurde gelost? |

Ratinger Linke Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 17:58 Uhr: | |
@Norddeutscher: Ist ja auch primär eine theoretische Überlegung. In Niedersachsen hat es das aber zuletzt vor weniger als einem Jahr gegeben. Außerdem reicht auch schon ein Fraktionsaustritt bei CDU oder SPD für einen halben Sitzverlust der FDP. Bei einem zweiten Fraktionsaustritt ist er dann ganz weg. Erst beim 12. Austritt würde er wieder zurück an die FDP gehn. @Timo: Bei getrennten Listen und Abstimmungsverhalten nach nominellen Mehrheiten wäre gelost worden. So haben sich halt CDU und SPD irgendwie geeinigt, vermutlich mittels Auslosung, aber denkbar wäre auch eine Gegenleistung der CDU an anderer Stelle (wegen dem Sitz wird sie aber wohl kaum Kraft zur Ministerpräsidentin wählen). |

Beobachter Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 19:40 Uhr: | |
@ Timo: "Zu den Monarchieträumen äußere ich mich nicht mehr." Hihi, genau das haben Sie mit obigem Satz getan...  |

SaaleMAX
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 19:45 Uhr: | |
FDP stellt CDU Ultimatum. Es gibt keine Erhöhung von Steuern für Bestverdiener(Spitzensteuersatz) dann will die FDP bei der Wahl zum BP für CDU Wulff stimmen.Das möchte die FDP gerne fast vertraglich festgesetzt haben Reine Erpressung nennen dies viele CDU Funktionäre, welche schon laut über Steuererhöhungen jenseits der Kleinsteinkommen nachdenken. Andererseit dürfte nach dem Wahltermin zum BP eine neue Steuerdebatte losgetreten werden.Das Schicksal der Kanzlerin hängt jetzt sehr an der Wulff Wahl zum BP und an der Einhaltung von einem etwaigen vorher gemachten Kuhhandel zwischen Anhängern der "Wildsauen" und "Gurkentruppenparteigängern. Das man das Amt des BP jetzt weiter so beschädigt und es zum Gegenstand von Steuerdeals macht kann fast kein Bürger Deutschland wirklich mehr verstehen.Reines Kopfschütteln nur noch über eine kopflose Regierungsgarde. |

Silencio Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 19:52 Uhr: | |
"Hihi, genau das haben Sie mit obigem Satz getan... " Langsam wirds kindisch. |