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Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2010 - 16:41 Uhr: | |
"M. E. liegt das mehr am Wahlrecht als an den üblichen Prognoseunschärfen. Das Mehrheitswahlrecht zwingt ja zum taktischen Wählen, wenn der eigene Kandidat im Wahlkreis chancenlos ist und man seine Stimme nicht wegwerfen möchte. Insbesondere hat es wohl einen massenhaften Effekt gegeben in der Form, daß LibDem-Wähler in zwischen Tories und Labour umstrittenen Wahlkreisen den Labour-Kandidaten gestützt haben." Das halte ich gelinde gesagt für weit hergeholt. Die LibDems haben 13 Wahlkreise verloren. Da, wo sie 2005 vorne lagen, gibt es nun ganz sicher kein taktisches Argument für LibDem-Anhänger, nicht LibDems zu wählen. Es gibt sowieso weit weniger Con/Lab-"marginals" als Wahlkreise, wo die Tories sicher gewinnen oder sicher nicht gewinnen. In Schottland z.B., wo die Tories fast überall chancenlos sind, haben die LibDems sogar 3,7 Prozentpunkte verloren. Man sollte auch nicht vergessen, dass auch LibDems teilweise taktisch gewählt werden. |

Ralf Arnemann
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| | Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2010 - 16:44 Uhr: | |
> ein Sitz hat die Wahl verschoben auf Grund > Todesfall (Thirsk and Malton). Und das war ausgerechnet der eine Wahlkreis, der von der UCIK gehalten wurde. Wenn die den wieder kriegt, wird es sogar ein 12-Parteien-Parlament - das ist wohl Rekord an Parteienzersplitterung in Europa. So viel zur angeblich stabilisierenden Wirkung des Mehrheitswahlrechts ... Inzwischen fehlen nur noch zwei Wahlkreise, die letzten Schnarchnasen sitzen in Lancaster&Fleetwoord (neu gebildeter Wahlkreis) und in Devon West&Torridge (wurde beim letzten Mal von den Konservativen gewonnen, vorher liberal). |

Ralf Arnemann
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| | Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2010 - 16:51 Uhr: | |
@Thomas: > Das halte ich gelinde gesagt für weit > hergeholt. Ich halte es umgekehrt für die einzige plausible Erklärung, daß die Prognosen so viel deutlicher daneben waren als sonst üblich. > Die LibDems haben 13 Wahlkreise verloren. Meist aber an die Tories. Im übrigen: Wenn meine Vermutung stimmt, dann geht es ja in erster Linie um Labour-Wahlkreise. Die "eigentlich", d.h. wenn Labour die prognostizierten Stimmenverluste eingefahren hätte, an die Tories gefallen wären. Und die durch taktische LibDem-Stimmen gehalten wurden. > Es gibt sowieso weit weniger > Con/Lab-"marginals" als Wahlkreise, wo die > Tories sicher gewinnen oder sicher nicht > gewinnen. Sicher, ist aber kein Gegenargument. Ansonsten wird das natürlich überlagert von vielen lokalen Effekten. Alleine das Ausscheiden von bekannten Alt-Parlamentariern kann den Landestrend vor Ort deutlich überlagern, auch die Verwicklung diverser MPs in die Korruptionsaffären. |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2010 - 16:55 Uhr: | |
Jetzt ist noch zwei WAhlkreise offen. In Thirsk&Malton - ein sicherer Tory-Wahlkreis - wird erst am 27.5. gewählt wegen des Todes des UKIP-Kandidaten. Bleibt Devon West & Torridge, wo es eine Entscheidung zwischen Con und LibDems gibt. Die Tories werden also 306 oder 307 Sitze haben. Die Unionisten erreichen überraschend nur 9 Sitze, sie verloren Belfast East an Alliance und in South Tyrone siegte SF mit 4 Stimmen Vorsprung. Die Tories haben also praktisch keine Möglichkeit, ohne Pakt mit den LibDems regieren zu können. Lab und LD könnten schon eher eine Mehrheit organisieren als die Tories ohne LibDems. Aber die wäre sehr wackelig. Es wird wahrscheinlich bald wiedergewählt. |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2010 - 17:11 Uhr: | |
"Im übrigen: Wenn meine Vermutung stimmt, dann geht es ja in erster Linie um Labour-Wahlkreise. Die "eigentlich", d.h. wenn Labour die prognostizierten Stimmenverluste eingefahren hätte, an die Tories gefallen wären. Und die durch taktische LibDem-Stimmen gehalten wurden." Dann müßte die LibDems ja da, wo die Tories sicher gewinnen oder sicher nicht gewinnen, stark zugelegt haben. Das ist aber nicht der Fall, nicht nur in Schottland nicht. Auch ist es keineswegs so, dass der Trend in Lab/Con-Marginals besonders ungünstig gewesen wäre für die LibDems, siehe z.B. Birmingham Edgbaston oder Broxtowe. |

Ratinger Linke Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2010 - 17:12 Uhr: | |
Praktisch ist das Ergebnis jetzt Con 307, Lab 258, Lib 57, Rest 28. In Devon West & Torridge haben die LibDems noch eine kleine Chance gegen die Tories. Von diesem Sitz hängt es ab, ob Labour+LibDems+SNP+Grüne nach Abzug von Sinn Féin eine (theoretische) Mehrheit hätten. @Ralf Arnemann: Wenn die Wähler in größerem Umfang auf die Umfragewerte reagiert hätten, hätte man das in den letzten Umfragen stärker merken müssen. Die taktischen Wähler sind ja wohl kaum die, die sich erst am Wahltag entscheiden. Gegen taktische Wahl zwischen Labour und LibDems spricht auch, dass die LibDems einige absolut sichere Wahlkreise an die Konservativen verloren haben. Da müssen die taktischen Wähler gegenüber 2005 eher weniger geworden sein. |

Interessierter Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2010 - 17:22 Uhr: | |
@Marc K. "Labour hat sich so stark selbst demontiert, dass selbst der Aufschwung für die LibDems eine Torry-Merheit wahrscheinlich nicht abwenden kann. Labour drohen dramatische Verluste. Gordon Browns Abgehobenheit und Arroganz - die er kürzlich aus Versehen nach einem Gespräch mit Wählern für jeden sichtbar gemacht hat - werden den Einbruch nochmals verschärfen. Am Ende dürfte Labour prozentual ähnlich abschneiden wie die deutsche Sozialdemokratie bei ihrem Einbruch 2009....." In der Tat: Der Vergleich liegt nahe. @Richard S. "Wenn die Wahlprognose halten, dann seh ich baldige Neuwahlen. Ich hoffe, dass sich das noch ändert, weil einen solchen Stillstand kann sich das UK kaum leisten." Gibt es nicht eine "Schonfrist", in der die Königin das Parlament nicht auflösen kann? In der Zeit wird Brown vielleicht im Amt bleiben können, aber das denke ich nicht. Und könnte ein Premier, sobald er mal da ist, sich seine Mehrheit nicht selbst stabilisieren? @Florian das Original "Schon lustig, dass das über das nun (verfassungsmäßig!) notwendige Prozendere eine solche Unklarheit herrscht." Das ist das spannende am britischen System. In D gibts ja auch einige Unklarheiten, aber hier liegen die nicht im Wahlrecht. |

Ralf Arnemann
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| | Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2010 - 17:23 Uhr: | |
@Thomas: > Dann müßte die LibDems ja da, wo die Tories > sicher gewinnen oder sicher nicht gewinnen, > stark zugelegt haben. Nö, da können ihre Wähler auch einfach zu Hause geblieben sein, weil der Wahlkreis de facto entschieden ist. Das ist ja auch so ein verzerrender Effekt des Mehrheitswahlrechts - in Hochburgen ist die Wahlbeteiligung geringer (was in landesweiten Umfragen nicht auftaucht). @Ratinger Link: > Wenn die Wähler in größerem Umfang auf die > Umfragewerte reagiert hätten, hätte man das > in den letzten Umfragen stärker merken müssen. Das glaube ich nicht. Kommt halt sehr darauf an, wie die Fragestellung genau lautet bzw. wie die taktischen Wähler antworten. Mir schiene es plausibel, daß ein überzeugter Anhänger von Partei X diese auch in der Umfrage angibt, auch wenn er schon genau weiß, daß er aus taktischen Gründen einen anderen Kandidaten ankreuzen wird. > Gegen taktische Wahl zwischen Labour und > LibDems spricht auch, dass die LibDems einige > absolut sichere Wahlkreise an die Konservativen > verloren haben. Das würde höchstens zeigen, daß die Labour-Wähler weniger taktisch agieren. Was wohl auch der Fall ist. |

Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2010 - 17:31 Uhr: | |
@Ratinger Linke: > In Devon West & Torridge haben die LibDems > noch eine kleine Chance gegen die Tories. Wieso "kleine Chance"? Hast Du Zwischenergebnisse? Das ist strukturell ein Wahlkreis, den können je nach Kandidatenqualität beide Parteien holen. > Von diesem Sitz hängt es ab, ob > Labour+LibDems+SNP+Grüne nach Abzug von Sinn > Féin eine (theoretische) Mehrheit hätten. Ohne SF läge die Mehrheit bei 323. Labour (258 + 3 SDLP), LibDem (57 ohne Devon West) und SNP (6) hätten also auch ohne den einen Grünen genug Stimmen - wäre aber eine sehr fragile Kombination. |

Bernhard Nowak
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| | Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2010 - 17:31 Uhr: | |
Was ich nicht verstehe: Warum kommt aus Devon West & Torridge kein Ergebnis? Sicher, es mag knapp sein zwischen Konservativen und Liberaldemokraten dort, aber wir haben mittlerweile 17.30 Uhr und die Wahllokale schlossen um 23 Uhr am gestrigen Abend. Es kann doch nicht so lange dauern, bis ein Ergebnis feststeht. Wird dort 10 X nachgezählt? |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2010 - 17:33 Uhr: | |
"Von diesem Sitz hängt es ab, ob Labour+LibDems+SNP+Grüne nach Abzug von Sinn Féin eine (theoretische) Mehrheit hätten." PC und SDLP wären auch als Mehrheitsbeschaffer denkbar. Die PC koaliert mit Labour in Wales (rechnerisch ginge es doch auch mit den LibDems), die SDLP ist natürlich ideologisch nahestehend. Die Tories werden dagegen wohl kaum mit SNP oder PD und ersr recht nicht mit der SDLP zusammenkommen. Für alle drei großen Parteien ist die Wahl nicht gut gelaufen. Labour kann wohl noch am zufriedensten sein, immerhin haben die LibDems den Durchbruch weit verpasst, Labour ist nicht total eingebrochen und die Tories haben trotz günstiger Ausgangslage keinen klaren Sieg geschafft. |

John Rawls
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| | Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2010 - 17:41 Uhr: | |
@Bernhard Nowak: Zu Devon West & Torridge gehört das bekannte Dartmoor Prison. Die Stimmen dort werden aus (historisch gewachsenenen) Sicherheitsgründen erst am folgenden Tag zur Verfügung gestellt - da dauert es immer etwas länger. |

Interessierter Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2010 - 17:47 Uhr: | |
@Marc K. "Eine Koalitionsregierung wird es m.E. nach nicht geben. Es läuft auf eine Minderheitsregierung hinaus. Keine gute Konstellation um schwierige politische Entscheidungen, insbesondere die nötigen Einschnitte bei den explodierenden Staatsausgaben, vorzunehmen." Die Frage ist natürlich, ob man das allein mit der Partei machen könnte. So sicher ist auch das nicht. @Ratinger Linke "Womöglich waren sie allerdings der Meinung, taktisch richtig zu wählen." Wobei sie damit vielleicht richtig lagen, indem sie miteinkalkulierten, dass die meisten anderen sich falsch entscheiden würden und stattdessen Labour wählen würde, wo sie LibDems wollten. Quasi eine Kaskade! "Die Mehrheit der Briten wählt (anders als in den USA), als ob es ein Verhältniswahlrecht gäbe, weswegen das Mehrheitswahlrecht dort besonders absurd ist." Eine Frage: Woran macht man das fest? Die Tatsache, dass man nicht tatktisch wählt ist ja das eine und Verhalten wie im Verhältniswahlrecht das andere. Taktisch kann man auch hier in D mit Zweitstimme wählen, z.B. wenn man nicht weiß, ob seine geliebte Partei im jeweiligen Bundesland 5% übersteige kann. |

Ratinger Linke Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2010 - 17:47 Uhr: | |
@Ralf Arnemann: Wenn die Wähler in den Umfragen nicht wahrheitsgemäß antworten und die Umfragen nicht fähig sind, das zu korrigieren, (oder das gar nicht wollen) dann sind sie eben doch falsch. Im Übrigen spricht auch das besonders schlechte Abschneiden der AngusReid-Umfrage (Lab 24, Lib 29) dafür, dass taktische Wahl eine untergeordnete Rolle gespielt hat. AngusReid wollte das gerade dadurch berücksichtigen, dass sie den Befragten den lokalen Stimmzettel präsentiert haben statt nur nach Parteien zu fragen. In Devon West & Torridge spricht einfach das bisherige (vermutete) Wahlergebnis und die Resultate in ergebnismäßig ähnlichen Wahlkreisen gegen die LibDems. Je nach konkreter Lage vor Ort kann diese Einschätzung natürlich falsch sein. |

Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2010 - 17:49 Uhr: | |
Es wird spannend: http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/politics/election_2010/8667938.stm Brown erhebt den Traditionsanspruch, als erster eine Regierungsbildung versuchen zu dürfen. Cameron bestreitet ihm dies, das Wahlergebnis wäre dafür keine Basis mehr. Clegg scheint Camerons Anspruch anzuerkennen, was m. E. die Entscheidung bringen wird. Ist halt ein neuer Präzedenzfall, der die britische Verfassungsgeschichte verändert. Aber das Recht des ersten Regierungsbildungsversuchs ist nur der erste Schritt. Die LibDems werden von beiden großen Parteien umworben, und haben außer der formalen Frage des Erstgesprächs keine Präferenz durchblicken lassen. Bezeichnen Brown aber schon als "outgoing government", wo der sich noch voll im Amt sieht. Die Tories wollen offenbar kein Minderheitskabinett, sondern eine echte Koalition mit LibDem-Ministern. Haben sich aber zum Wahlrecht nur unverbindlich geäußert. Labour hat dagegen deutlich gemacht, daß sie eine Wahlreform mitmachen würden. Brauchen aber noch mehr Partner als nur die LibDems. |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2010 - 17:51 Uhr: | |
"Nö, da können ihre Wähler auch einfach zu Hause geblieben sein, weil der Wahlkreis de facto entschieden ist. Das ist ja auch so ein verzerrender Effekt des Mehrheitswahlrechts - in Hochburgen ist die Wahlbeteiligung geringer (was in landesweiten Umfragen nicht auftaucht)." Das ist schlicht falsch, GB ist nicht Amerika. Es gibt keinen klaren Zusammenhang zwischen Umstrittenheit des Wahlkreises und Wahlbeteiligung. Labour-Hochburgen haben zwar eine unterdurchschnittliche Wahlbeteiligung, Tory-Hochburgen aber nicht, eher das Gegenteil. Die umstrittenen Wahlkreise fallen bei der Wahlbeteiligung nicht aus dem Rahmen. Da dürfte eher die soziale Zusammensetzung entscheidend sein für die Wahlbeteiligung als die Konkurrenzsituation (die natürlich wiederum stark von der sozialen Zusammensetzung beeinflusst wird). Und warum sollen LibDem-Wähler wegen Aussichtslosigkeit oft zu Hause bleiben und Con- und Labour-Anhänger wesentlich weniger? Dafür fehlt jede Evidenz. |

Good Entity Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2010 - 17:53 Uhr: | |
Bernhard: Zu dem Wahlkreis gehört die Insel Lundy mit 28 Einwohnern. War mal ein eigenes "Königreich". Die Stimmen dürfen wohl nicht gesondert ausgezählt werden. Vielleicht liegts daran. Einige von den schottischen Inselwahlkreisen waren ja auch erst spät dran. Die Scillys oder die äußeren Hebriden sind allerdings schon lange durch |

Interessierter Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2010 - 18:00 Uhr: | |
@Ralf Arnemann "Für Labour-Wähler ist das meist anders. Die wählen halt, was sie immer gewählt haben. Sie sind daran gewöhnt, daß ihr Kandidat vielleicht dem Tory unterliegen kann. Aber nicht daran, daß ein Dritter mit ihrer Stimme den Tory besser schlagen kann als der eigene Labour-Kandidat." Nun, das kennt man aus den USA auch, dort sogar noch extremer. Dann liegt es eben an den "Independents", wie sich die Wahl entscheidet. Und ganz so naiv würde ich die Labour-Wähler auch nicht einschätzen. Dennoch bleibt es eine Tatsache, dass viele Leute aus Tradition Labour wählen. Eben weil sie sonst den totalen Sozialabbau befürchten, das kennen wir doch auch aus D. @Ralf Arnemann "So viel zur angeblich stabilisierenden Wirkung des Mehrheitswahlrechts ..." Interessant. |

Ratinger Linke Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2010 - 18:07 Uhr: | |
@Interessierter: Wenn sich bei einem Mehrheitswahlsystem mehr als zwei Parteien langfristig halten können (auf Wahlkreisebene, nicht notwendigerweise insgesamt), dann verhalten sich die Wähler nicht dem Wahlsystem konform (zu einem bedeutenden Teil auch in ihrer Eigenschaft als Parteiaktivisten). Bei einem Verhältniswahlsystem mit Fünfprozenthürde gilt im Prinzip das Gleiche, wenn sich Parteien im Bereich von 1-4 Prozent langfristig halten können. Dafür reicht aber schon eine relativ kleine Minderheit, die sich nicht konform verhält. |

Ratinger Linke Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2010 - 18:08 Uhr: | |
Devon West & Torridge haben die Tories gewonnen. Swing ist aber null. |