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Griechenland – Parlamentswahlen

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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 17. Juli 2015 - 20:55 Uhr:   

Natürlich sehen die Griechen was von dem Geld, z. B. die nächsten Rentenzahlungen. Tsipras wäre ja auch niemals dermaßen umgefallen, wenn er nichts davon hätte. Was für die Griechen gut ist, sollte deutsche Politiker aber weniger interessieren. Deutsche Parlamentarier vertreten (zumindest theoretisch) das deutsche Volk und nicht das griechische. Die Griechen müssen ihre Probleme selbst lösen.
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 17. Juli 2015 - 21:39 Uhr:   

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Lukas Leuzinger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 21. August 2015 - 13:22 Uhr:   

Ich habe eine Frage zu den Neuwahlen in Griechenland, die ja am 20. September stattfinden sollen. Tsipras will damit vor allem die Opposition aus der eigenen Syriza-Partei mundtot machen. Laut Medienberichten "das Recht, ohne Parteitag die Kandidatenlisten alleine aufzustellen" (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland/der-griechische-ministerpraesident-tsipras-will-linksradikale-mit-neuwahlen-aus-parlament-draengen-13760729.html). Da die Wähler an der Reihenfolge der Kandidaten auf der Liste nichts ändern können, könnte er somit die Zusammensetzung der Parlamentsfraktion quasi eigenmächtig bestimmen. Ist das richtig? Und wieso gibt es keinen Parteitag bzw. wann bräuchte es einen? Kennt sich jemand damit aus?
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 21. August 2015 - 13:59 Uhr:   

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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 21. August 2015 - 19:41 Uhr:   

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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 03. September 2015 - 20:51 Uhr:   

"Da die Wähler an der Reihenfolge der Kandidaten auf der Liste nichts ändern können, könnte er somit die Zusammensetzung der Parlamentsfraktion quasi eigenmächtig bestimmen."
Die Wähler können die Reihenfolge ändern. Die Bewerber der Liste bekommen die Sitze in der Reihenfolge ihrer Präferenzstimmen. Im Übrigen ist außer in Deutschland fast nirgends in Europa Vorschriften für die interne Kandidatenaufstellung und damit ist es fast überall völlig ins Belieben der Partei gestellt, wie sie ihre Kandidaten auswählt.

Was die Wahl selbst angeht, erscheint ein strahlender Sieg von Syriza nach neueren Umfragen weitaus weniger sicher. Es ist nicht einmal undenkbar, dass die ND gewinnt.
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Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 14. September 2015 - 15:38 Uhr:   

> Was die Wahl selbst angeht, erscheint ein strahlender Sieg von
> Syriza nach neueren Umfragen weitaus weniger sicher.
Ich weiß gar nicht, warum manche Leute so einen strahlenden Sieg erwartet haben.
Syriza hatte seinerzeit einen Überraschungserfolg, basierend auf sehr krassen Wahlversprechen. Die fast komplett nicht gehalten wurden.
Und inzwischen hat sich die Partei auch gespalten, das schmälert die Chancen noch einmal deutlich.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 19. September 2015 - 19:23 Uhr:   

Vorgezogene Parlamentswahlen am 20.09.2015

Die Wahllokale schließen um 18:00 Uhr MESZ (19:00 Uhr Ortszeit)

Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentswahl_in_Griechenland_September_2015
https://en.wikipedia.org/wiki/Greek_legislative_election,_September_2015
https://el.wikipedia.org/wiki/...

Wahlkommission
http://ekloges.ypes.gr/current/v/public/index.html?lang=en

News de
http://derstandard.at/r3447/Griechenland
http://www.spiegel.de/thema/griechenland/
http://www.spiegel.de/thema/alexis_tsipras/
http://de.euronews.com/tag/griechenland/
http://www.tagesschau.de/thema/griechenland/
http://www.heute.de/politik-6023214.html
http://www.deutschlandradio.de/text-und-audio-suche.287.de...
http://www.dw.de/griechenland/t-17287250
http://www.griechenland-blog.gr/
https://www.griechenland.net/
http://info.arte.tv/de/countries/grece

News en
http://www.amna.gr/english/
http://www.ekathimerini.com/
http://www.tovima.gr/en/
http://www.phantis.com/region/greece
http://greece.greekreporter.com/
http://www.thetoc.gr/eng/
http://greeceoutsidein.blogspot.dk/
http://www.theguardian.com/world/greece
http://www.bbc.co.uk/news/world/europe/
http://www.macropolis.gr/

News gr
http://www.nerit.gr/
http://www.kathimerini.gr/
http://www.skai.gr/
http://www.antenna.gr/
http://www.megatv.com/default.asp
http://www.enet.gr/
http://www.tanea.gr/
http://www.ethnos.gr/default.asp?catid=22733
http://www.in.gr/
http://www.newsit.gr/
http://www.press-gr.com/search/label/%CE%95%CE%BA%CE%BB%CE%BF%CE%B3%CE%AD%CF%82

Twitter
https://twitter.com/search?f=realtime&q=griechenlandwahl%20OR%20%23greekelections%20OR%20%23ekloges2015%20OR%20%23ekloges15%20OR%20%23ekloges&src=typd

Blog en
http://uselectionatlas.org/FORUM/index.php?PHPSESSID=c4e5587b43f5193cab60c7cbb1a263ae&topic=216570.0

Umfragen
https://en.wikipedia.org/wiki/Greek_legislative_election,_September_2015#Opinion_polls
http://www.electograph.com/p/special-greek-legislative-election-20.html
http://www.electograph.com/search/label/Greece

Wahlrecht
http://www.wahlrecht.de/ausland/griechenland-parlament.html

frühere Wahlen
http://www.parties-and-elections.eu/greece.html
http://www.electoralgeography.com/new/en/category/countries/g/greece
http://ekloges-prev.singularlogic.eu/v2012b/public/index.html?lang=en
http://ekloges-prev.singularlogic.eu/may2014/e/public/index.html?lang=en
http://ekloges-prev.singularlogic.eu/v2015a/v/public/index.html?lang=en
http://ekloges.ypes.gr/current/e/public/index.html?lang=en
https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Parlamentswahl_in_Griechenland
https://en.wikipedia.org/wiki/Category:Parliamentary_elections_in_Greece

(Beitrag nachträglich am 19., September. 2015 von zigzag editiert)
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 20. September 2015 - 18:15 Uhr:   

Exit polls

Ipsos, GPO, ALCO, MARC, MetronAnalysis and MRB / Mega TV, ERT (18:00)
Syriza 30-34
ND 28.5-32.5
XA 6.5-8
Pasok 5.5-7
KKE 5.5-7
Potami 4-5.5
EK 3.2-4.2
Anel 3-4
LAE 2.5-3.5

Pamak / Skai
Syriza 31-35
ND 29-32
XA 6-8
Pasok 5-7
KKE 5-7
Potami 3.5-5.5
EK 2.5-4.5
Anel 2.5-4.5
LAE 2.5-3.5

Kapa Research / To Vima
Syriza 30-34
ND 28-31
XA 6-8
Pasok 5.6-7.6
KKE 5.4-7.4
Potami 4-6
EK 2.5-3.5
Anel 3-4
LAE 2.7-3.7
others 2.8-4.8

PULSE / Action 24
Syriza 29.5-34.5
ND 28.5-33.5
XA 5-8
Pasok 5-8
KKE 4.5-7.5
Potami 4.5-7.5
EK 2-5
Anel 1.5-4.5
LAE 2-5
others 0.5-3.5

Ipsos, GPO, ALCO, MARC, MetronAnalysis and MRB / Mega TV, ERT (final (19:00) )
Syriza 33-35
ND 28.5-30
XA 7-8
Pasok 6-7
KKE 5.5-6.5
Potami 4-4.5
EK 3-4
Anel 3-4
LAE 2.5-3
ANTARSYA 0.5-1.5

(Beitrag nachträglich am 20., September. 2015 von zigzag editiert)

(Beitrag nachträglich am 20., September. 2015 von zigzag editiert)

(Beitrag nachträglich am 20., September. 2015 von zigzag editiert)
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Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 20. September 2015 - 19:29 Uhr:   

Wahlhochrechnung in der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/politik/interaktive-grafik-so-hat-griechenland-gewaehlt-13810320.html
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Fragender
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 20. September 2015 - 19:49 Uhr:   

Hm, sieht doch so aus, als ob Syriza glatt stärkste Partei werden würde. Die Umfragen gingen ja von einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Nea Dimokratia aus.

PS: Mal eine Frage: Was wäre eigentlich passiert, wenn der zwar unwahrscheinliche aber ja theoretisch denkbare Fall eingetreten wäre, dass die beiden stärksten Parteien genau gleich viele Stimmen erhalten. Bekommen dann beide ja 25 Extrasitze oder wird gelost, wer diue 50 Sitze erhält oder bekommt keiner sie?
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Good Entity
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 20. September 2015 - 20:31 Uhr:   

Wo ist jetzt eigentlich der linke Flügel von Syriza abgeblieben? Dieser war doch der Auffassung, nach dem Referendum von Anfang Juli die wahre Vertretung aller Griechen (im Gegensatz zu Tsipras) zu sein und hatte sich mit 26 Abgeordneten selbstständig gemacht. In der ersten Berichterstattung im deutschen Fernsehen war noch die Frage geäußert worden, ob das mit der Parlamentspräsidentin und einigen anderen in Griechenland bekannten Namen nicht der größere Teil von Syriza-Anhängern sei. Sind die (das müsste doch die LAE sein?) tatsächlich jetzt auf 3 % oder sogar unter 3 % geschrumpft? Wieso? Die KKE scheint jedenfalls von dort keinen Zulauf bekommen zu haben.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 20. September 2015 - 20:40 Uhr:   

@Fragender
Gute Frage. Ich meine mich vage zu erinnern, mal gelesen zu haben, dass der Bonus dann nicht vergeben wird. Aber wie geschrieben ist das nur eine vage Erinnerung. Auf die schnelle habe ich dazu auch nichts gefunden.

@Good Entity
Ja, die LAE ist die linke Syriza-Abspaltung. Aber wieso die so wenig Stimmen bekommen haben, kann ich nicht beantworten.
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Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 20. September 2015 - 20:43 Uhr:   

Laut Hochrechnung soll die LAE bislang bei rund 2,7% stehen und somit unter die Sperrklausel gerutscht sein. Mal sehen, ob dies so bleiben wird. Derzeit reicht es ja knapp für eine Fortsetzung von SYRITZA und ANEL, wenn man der FAZ-Sitzverteilung Glauben schenken kann.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich vom Wahlausgang - wenn die Zahlen so bleiben - sehr überrascht bin, ich hatte damit nicht gerechnet. Dass Tsipras und seine Syritza-Partei nur rund 1% gegenüber der Januar-Wahl verlieren und dass die "Volkseinheit" möglicherweise - nach bisherigen Zahlen - unter der 3%-Klausel bleibt, hätte ich nicht gedacht. Weniger überrascht mich das Abschneiden der Nea Democratia, die ihren schlechten Ruf der Samaras-Regierung nicht so schnell "loswerden" konnte. Auch der Zugewinn der PASOK überrascht nicht, weil sie ja mit der DIMAR-Partei ein Wahlbündnis eingegangen sind und so eigentlich nichts gewonnen haben. Warum die "Fluss"-Partei gegenüber der Januar-Wahl so verloren hat, kann ich mir derzeit nicht erklären.
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Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 20. September 2015 - 20:59 Uhr:   

FAZ: Tsipras Plan ist "aufgegangen": http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland/faz-liveticker-zur-wahl-in-griechenland-13812155.html
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Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 20. September 2015 - 21:14 Uhr:   

FAZ: Syritza will Koalition mit ANEL-Partei fortsetzen: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland/parlamentswahl-in-griechenland-syriza-klar-staerkste-kraft-bei-wahl-in-griechenland-13814189.html

Zur Zeit haben SYRITZA und ANEL 155 Sitze im griechischen Parlament. Die absolute Mehrheit liegt bei 151 Sitzen.
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Norddeutscher
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 21. September 2015 - 19:21 Uhr:   

@ Bernhard Nowak: Der Verlust bei To Potami dürfte wohl vor allem Enosi Kendroon zugute gekommen sein, die nun (nach über 20 Jahren vergeblicher Versuche) erstmals in das Parlament eingezogen ist. Offenbar gibt es bei der derzeitigen Lage in Griechenland nun doch einen - wenn auch kleinen - relevanten Markt für eine Politik der bürgerlich-liberalen Mitte.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 21. September 2015 - 19:51 Uhr:   

Ergebnis:

Partei % Sitze
Synaspismos Rizospastikis Aristeras (SYRIZA): 35,46 -0,88 145 -4
Nea Dimokratia (ND): 28,10 +0,29 75 -1
Chrysi Avgi (XA): 6,99 +0,71 18 +1
Dimokratiki Symbarataxi (PASOK–DIMAR): 6,28 +1,60 17 +4
Kommounistikó Kómma Elládas (KKE): 5,55 +0,08 15 ±0
To Potami: 4,09 -1,96 11 -6
Anexartiti Ellines (ANEL): 3,69 -1,26 10 -3
Enosi Kendroon (EK): 3,43 +1,64 9 +9
Laiki Enotita (LAE): 2,86 Neu 0 Neu

Wahlbeteiligung: 56,57 -7,05

https://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentswahl_in_Griechenland_September_2015#Wahlergebnis
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Sven R.
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 22. September 2015 - 09:05 Uhr:   

"Offenbar gibt es bei der derzeitigen Lage in Griechenland nun doch einen - wenn auch kleinen - relevanten Markt für eine Politik der bürgerlich-liberalen Mitte."

Wenn man To Potami und EK zur bürgerlich-liberalen Mitte zählt, dann haben sie in absoluten Zahlen im Vergleich zum Januar Stimmenverluste zu verzeichnen.
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Good Entity
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 22. September 2015 - 12:56 Uhr:   

Tsipras beginnt mich irgendwie an Angela Merkel zu erinnern:

Ihre potentiellen innerparteilichen Konkurrenten verspürten irgendwann alle den unwiderstehlichen Drang, Bundespräsident zu werden, nach Brüssel zu gehen, langjährige Regionalfürsten zu werden oder zu bleiben oder überhaupt eine Karriere außerhalb der Politik zu suchen.

Tsipras schickt den ungemein populären Finanzminister Varoufakis auf seinem Motorrad samt attraktiver Partnerin der Sonne und neuen Abenteuern entgegen. Die beim Volk beliebte, chronisch zeternde und ihn ziemlich nervende Parlamentspräsidentin wird in eine Abspaltung komplimentiert und samt dieser und einigen weiteren inkompatiblen Abgeordneten und Ministern geschickt ins politische Nirwana geschossen. Eigentlich kennt man jetzt nur noch den neuen Finanzminister mit dem Vornamen Euklid.

Seine früheren Parteigenossen aus der KKE werden als Ewiggestrige Kommunisten und zum alten korrupten System gehörig gemaßregelt und mit Pasok und ND gleichgesetzt und ins Alteisen verschrottet. Zusammenarbeit ausgeschlossen, man könnte sich ja infizieren. Und der verbliebene Koalitionspartner von der rechten Seite wird etwas eingedampft und pflegeleicht gleich wieder eingestellt. Mit dem konnte er gut arbeiten und das wird jetzt sicher noch einfacher.

Und das alles bei einer schon als recht flexibel zu bezeichnenden politischen Agenda. Das Volk ist begeistert; es lebt noch und es geht ihm zumindest bisher noch auch nicht viel schlechter als 2014 und auf jeden Fall besser als den durchgeschleusten syrischen Flüchtlingen.

Zumindest machtpolitisch hat er einiges drauf; viele (sowohl in Griechenland wie auch andernorts) haben ihn offenbar unterschätzt. Auch bei seiner eigenen Prognose des Wahlergebnisses lag er genau richtig.
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Jan W.
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 22. September 2015 - 16:40 Uhr:   

Ich find die Kill-Bill-artige Merkelopferliste mehr als albern ...
Oettinger hätte durchaus in BW bleiben können und ggf. sogar eine bessere Chance bei der Landtagswahl als der minder geschickte Kronprinz gehabt.
Auch Wulff hätte Merkel kaum verübeln können, dass er noch ein bisschen in der operativen Politik hätte bleiben wollen.
Fakt ist doch: je höher man in der Politik aufsteigt, desto weniger Posten gibt es, die als man noch als Verbesserung wahrnehmen kann. Für einen Ministerpräsidenten eines großen Bundeslandes ist das vielleicht noch der Vorsitz der Bundestagsfraktion, ein klassisches Bundesministerium (die mit dem Genitiv im Namen), ein Superministerium oder das Kanzleramt selbst.
Und da gehen nun mal viele leer aus, daraus muss man keine Verschwörungstheorie von der männermeuchelnden Mutti konstruieren.

Ich würde übrigens nicht zustimmen, dass Tsipras besonders glücklich darüber ist, wie schnell er zwei Finanzminister (ja, auch Euklid will nicht erneut Minister werden) verschlissen hat.
KKE und XA werden selbstverständlich als extremste Ränder des Parlaments nicht mit in Koalitionserwägungen einbezogen; bei beiden sind Kommunismus bzw. Nationalsozialismus ja nicht nur ein wenig Folklore sondern ideologischer Kern.
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Good Entity
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 22. September 2015 - 17:58 Uhr:   

@Jan W.: Ich glaube, Du hast mein Posting nicht oder jedenfalls nicht richtig verstanden.

Die aktive und nicht passive Form im zweiten Absatz ist schon meine volle Absicht. Nicht Merkel hat etwas gemacht, sondern die handelnden Personen selbst. Die von Dir angemerkten Motivationen sehe ich genauso. Wenn Du die Liste also albern findest, gilt das für Deine Aufzählung nach Deiner eigenen Meinung also ebenfalls. Ein Eigentor quasi, ist aber egal. Alles gut.

Mich erinnert stattdessen das entstandene Ergebnis bei Tsipras an die entstandene Situation bei Merkel.

Bei Tsipras sind wir möglicherweise verschiedener Auffassung. Auch da, nebenbei bemerkt, hat sich die LAE selbst gegründet und Tsipras hat auch niemanden aufgefordert, Syriza zu verlassen. Das haben die schon selbst gemacht. Es hat imho Tsipras aber wunderbar gepasst. Nun ist Syriza so groß wie zuvor, alle Medienprinzen (außer ihm) und -Prinzessinnen sind aber nicht mehr dabei. Übrigens habe ich Tsipras Stellungnahme entnommen, dass er KKE und Pasok für Koalitionsfragen gleichsetzt und keinen Unterschied zwischen diesen beiden Parteien sieht, obwohl er ja aus der Kommunistischen Jugend (KNE) stammt. Mit der ND hatte er eine Koalition ja schon vorher ausgeschlossen. Euklid Tsakalotos hätte er möglicherweise gerne behalten, da stimme ich allerdings zu. Euklid hatte anders als einige der nun ausgeschiedenen Abgeordneten aber keine eigenen Ambitionen, soweit erkennbar. Wirtschaftsprofessoren wird Tsipras aber wieder finden, auch solche, die gut Englisch können.

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