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Kstone Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 03. September 2009 - 15:37 Uhr: | |
Interessant dürfte es werden, falls Schwarz-Gelb nur aufgrund von Überhangmandaten eine Mehrheit erreicht. Gibt es in diesem Fall Aussichten auf eine erfolgreiche Anfechtung der Wahl? Auf jeden Fall dürfte das Regieren dann deutlich erschwert sein, schließlich könnte die Opposition bei allen strittigen Fragen die demokratische Legitimation in Frage stellen. |

PNK Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 03. September 2009 - 16:10 Uhr: | |
"Interessant dürfte es werden, falls Schwarz-Gelb nur aufgrund von Überhangmandaten eine Mehrheit erreicht. Gibt es in diesem Fall Aussichten auf eine erfolgreiche Anfechtung der Wahl? " Wieso sollte das dann anfechtbar sein? Wahlrecht ist Wahlrecht und am Ende zählen in einer indirekten Wahl nunmal nur die Bundestagsmandatsmehrheit und nicht die Stimmenmehrheit. Dass die Mehrheit der Wähler nicht immer der Mehrheit der Wahlmänner entspricht ist ja auch in anderen Demokratien so. Eine Änderung des Wahlrechts wäre allerdings in diesem Fall natürlich wahrscheinlicher, aber bestimmt nicht rückwirkend. |

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| | Veröffentlicht am Donnerstag, 03. September 2009 - 16:21 Uhr: | |
Wenn das Verfassungsgericht nicht bereits entschieden hätte, dann wäre eine Wahlanfechtung in meinen Augen wahrscheinlich. Da das Gericht aber das bisherige System bereits für Ungültig erklärt, jedoch eine Frist bis zur nächsten Wahl gesetzt hat, dürfte eine Anfechtung wohl Aussichtslos sein. @PNK die Wahrscheinlichkeit einer Änderung ist unabhängig vom Ausgang der Wahl und liegt bei ca. 100% :-) |

Good Entity Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 03. September 2009 - 17:05 Uhr: | |
Die Emnid-Umfrage vom 3. September 2009 ist übrigens komplett identisch mit der vom 3. Juni 2009, und zwar bei allen Werten für alle Parteien. Wie praktisch, da kann Emnid die alten Grafiken gleich nochmals verwenden ... :-) Vielleicht ist alles dazwischen ja gar nicht wahr gewesen. |

Kevin Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 03. September 2009 - 17:39 Uhr: | |
Die neue Emnid Umfrage hat mich auch etwas geschockt, wobei die Werte für Schwarz-Gelb bei Emnid meist ein wenig schlechter sind als bei den anderen Forschungsinsituten. Viel schlimmer scheinen mir aber einige Details der neuesten Allensbach Umfrage. Danach wird der Union in den wichtigsten Politikfeldern heute deutlich weniger Kompetenz zugebilligt als noch vor vier Jahren. Vor kurzem war ich noch recht überzeugt, dass Schwarz-Gelb gewinnen wird. Mittlerweile bin ich da aber sehr skeptisch geworden. Obwohl 47% für Schwarz-Gelb reichen dürften, würde es mich nicht wundern, wenn man selbst darunter bleibt. Dazu kommt noch, dass die Union sowieso nicht wahlkämpfen kann. |

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| | Veröffentlicht am Donnerstag, 03. September 2009 - 17:48 Uhr: | |
Wieso wird hier allenthalben so getan als sei die neue Umfrage eine Sensation? Union 1 runter, SPD 2 rauf - das ist eigentlich nicht mehr als die normale Fehlertoleranz. Ausserdem wurde die SPD nach der Europawahl von fast allen Instituten schlechter gesehen. Wenn man die kleine Änderung jetzt bezweifelt, kann man genausogut die Änderung damals anzweifeln... ich persönlich schätze die aktuellen Zahlen ohnehin als nicht allzu wichtig ein, lediglich das Votum am Wahltag wird entscheiden. |

Norddeutscher Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 03. September 2009 - 18:07 Uhr: | |
Der neue ARD-Deutschlandtrend liefert gleiche Zahlen wie in der Vorwoche für CDU/CSU, SPD und Grüne. Während die Linke einen Prozentpunkt zulegt, verliert die FDP einen Punkt (Quelle: NDR-Info, 18-Uhr-Nachrichten). Letzteres erscheint mir eher überraschend. |

Wahlticker
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| | Veröffentlicht am Donnerstag, 03. September 2009 - 18:19 Uhr: | |
Mal abgesehen davon dass ein Punkt eigentlich niemals überraschend ist da innerhalb der Fehlertoleranz, muss man sagen das seit dem Wochenende viel über Linke, SPD, CDU, Rot-Rot, Rot-Rot-Grün, Große Koalitionen und Grüne Königsmacher geredet wurde, während die FDP keine Rolle spielte. Sollten Nichtwähler dabei geweckt worden sein, konnte die FDP logischerweise am wenigsten davon profitieren. |

Kevin Matthes
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| | Veröffentlicht am Donnerstag, 03. September 2009 - 18:34 Uhr: | |
Eine Verschiebung von einem Prozentpunkt finde ich auch praktisch nicht erwähnenswert. Die FDP wird bei den anderen Instituten ebenfalls bei 14% gesehen, deshalb habe ich auch kein Problem damit, wenn infratest dimap nun das gleiche vorhersagt. Es beruhigt mich, dass die SPD in der Umfrage nicht zugelegt hat :-) Die Umfrage von emnid hat mich deshalb etwas geschockt weil zum ersten mal seit der Europawahl ein Institut wieder ein Patt vorhersagt und die SPD wieder bei über 25% sieht. |

Kevin Matthes
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| | Veröffentlicht am Donnerstag, 03. September 2009 - 18:49 Uhr: | |
Ich muss jetzt auch mal was rechnen :-) Bei den drei Landtagswahlen hat Schwarz-Gelb 1.545.222 Stimmen bekommen. Rot-Rot-Grün hingegen 1.497.996. Insgesamt waren es 3.386.127 Stimmen. Bei der letzten Bundestagswahl sah es wie folgt aus: Schwarz-Gelb 1.790.638, Rot-Rot-Grün 2.627.354, insgesamt: 4.732.359. Der Stimmenanteil für Schwarz-Gelb betrug 37,8%. Bundesweit kam man auf 45,0%. Wenn Schwarz-Gelb 3 Prozentpunkte zulegen würde, würde es für eine Mehrheit im Bundestag reichen. Auf die drei Bundesländer heruntergebrochen hieße das, dass man so ungefähr auf 41% kommen müsste. Bei der letzten Bundestagswahl wurden ca. 1,35 Mio Stimmen mehr abgegeben als bei den Landtagswahlen. Wenn man jetzt unterstellt, dass bei der kommenden Bundestagswahl genau soviele Stimmen anfallen wie bei der letzten Bundestagswahl, dann müsste Schwarz-Gelb noch ca. 395.000 Stimmen dazugewinnen und Rot-Rot-Grün dürfte maximal 960.000 Stimmen zusätzlich gewinnen. Das entspricht ungefähr einem Verhältnis von 30 zu 70. Für wie wahrscheinlich haltet Ihr es, dass Schwarz-Gelb das schafft? |

Norddeutscher Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 03. September 2009 - 18:52 Uhr: | |
@ ychromosome "@beobachter, sie wissen schon, dass sie mit der zweitstimme cdu der cdu höchstwahrscheinlich geschadet haben?" Dann erklären Sie mal, warum jemand in Hamburg, Bremen, Brandenburg oder Berlin (nur mal so als Bespiel) mit seiner Zweitstimme für die CDU dieser geschadet haben sollte. |

Martin Köln Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 03. September 2009 - 21:28 Uhr: | |
Ralf Arnemann: "Richtig. Die SPD scheint überhaupt keinen Strategen mehr zu haben." Oder Albrecht Müller hat recht und die SPD Führung verfolgt bewusst das Ziel, diese Partei zugrunde zu richten: http://www.nachdenkseiten.de/?p=4169 Es ist zwar erschreckend, erscheint mir aber nicht unplausibel. |

Ralf Arnemann
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| | Veröffentlicht am Freitag, 04. September 2009 - 10:18 Uhr: | |
> Oder Albrecht Müller hat recht ... Wohl nicht. Abgesehen davon, daß die "Nachdenkseiten" ganz allgemein ziemlich wirr und obskur sind - dieser Artikel ist es besonders. Erstens einmal bietet er eine recht merkwürdige Sicht der Vergangenheit. Müller behauptet ernsthaft, die SPD hätte früher als Partei mit besonderer Wirtschaftskompetenz gegolten, und dies durch Schröder, Clement, Eichel und Steinbrück verloren. Das ist abstrus. Wirtschaft und Finanzen galten immer (ob zu recht oder zu unrecht ist da nebensächlich) als Defizite der SPD, ihre Stärken lagen bei der Sozialpolitik und ähnlichen Bereichen. Falsch ist auch die Darstellung, die SPD hätte früher eine besondere Umweltkompetenz gehabt, und dies erst später an die Grünen verloren. Real war die SPD aber die letzte Partei, die sich mit diesem Thema anfreunden konnte, lange Zeit galt ihr Umweltschutz als bürgerlicher Luxus, der Arbeitsplätze kostet. Die von Müller behauptete "Verengung des Führungspersonals" ist auch Unsinn. Schon zu den erfolgreichen Zeiten in den 70ern hatte die "Rechten" mit Schmidt an der Spitze die Führung - und umgekehrt ist der linke Flügel derzeit sehr stark und dominiert inhaltlich. Man könnte eher umgekehrt sagen, daß außer Steinmeier und Müntefering nicht mehr viel übrig ist von "Seeheimern" und "Netzwerk". Sogar die traditionell "rechte" NRW-SPD wird von einer prononciert linken Vertreterin geführt. Wie auch immer: Müllers Gesamtthese, daß die SPD-Spitze von einer ominösen neoliberalen Einflußgruppe fremdgesteuert würde mit dem Ziel, die SPD zu ruinieren, ist abstruser Schwachsinn. Da hilft es auch nichts, wenn er das nur als Vermutung in den Raum stellt mit der Aufforderung, darüber mal nachzudenken. Es gibt nicht den mindesten Anhaltspunkt für so eine Verschwörungstheorie, jede Illuminatenthese hat mehr Substanz. Und im übrigen gilt immer noch der alte Grundsatz: Versuche nicht mit Verschwörungstheorien zu erklären, was genauso mit schlichter Dummheit erklärt werden kann. |

ychromosome Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 04. September 2009 - 11:20 Uhr: | |
@Norddeutscher ich habe ja aus diesem grundhöchstwahrscheinlich geschrieben... in allen anderen bundesländern würde eine zweitstimme cdu oder csu schaden (evtl. hessen nicht) aber das werden die profis von wahlrecht.de sicher bald auf der btw 09 seite veröffentlichen |

Florian das Original Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 04. September 2009 - 12:43 Uhr: | |
Ralf: "Man könnte eher umgekehrt sagen, daß außer Steinmeier und Müntefering nicht mehr viel übrig ist von "Seeheimern" und "Netzwerk". " Interessehalber: Warum verorten Sie Steinmeier bei den "Seeheimern"? Soweit ich sehe ist die politische Positionierung Steinmeiers in den letzten Jahrzehnten sehr schwach gewesen. Er hat im wesentlichen die Vorstellungen Schröders exekutiert. Eigene politische Positionierungen aus seiner Vor-Ministerzeit sind mir eigentlich überhaupt keine bekannt. Auch als Außenminister ist mir eigentlich wenig aufgefallen, was Steinmeier als "Seeheimer" positionieren würde. Soweit seine Außenpolitik überhaupt eine eigene (d.h. von Merkel abweichende) Handschrift trug, würde ich das am ehesten unter dem Etikett "Diktatoren-Versteher" zusammenfassen. Wenn man bei Steinmeier überhaupt eine klare eigenständige Positionierung finden will, muss man bei ihm in die Zeit zurückgehen, bevor Politik sein Beruf wurde. Und damals war er ein sehr, sehr linker Exponent der SPD. Als Student war er z.B. Redakteur der linken Zeitschrift „Demokratie und Recht“ des von der DDR unterstützten Pahl-Rugenstein-Verlags (der unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stand). Soweit mein Bild von Steinmeier. Gerne lasse ich mich da aber korrigieren, denn so sehr viel habe ich bislang über den POLITIKER Steinmeier nicht vernommen. (Nebenbei gesagt: Ein weiteres Beispiel für das Totalversagen der deutschen Medien. Es wäre deren Aufgabe, das politische Profil der Kandidaten klar herauszuarbeiten. Aber da kommt nichts. Lieber macht man Homestorys und teilt mit, was Frau Merkel besonders gut kochen kann). |

Wahlticker
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| | Veröffentlicht am Freitag, 04. September 2009 - 14:12 Uhr: | |
Der Witz and Steinmeier und Merkel ist doch: beide könnten ihren Wahlveband (CDU, SPD, FDP) frei wählen und würden nicht weiter auffallen. Wenn man mal kurz die Augen schließt würde das Steinmeiersche Gesicht locker bei CDU oder FDP in die Riege passen, und die entsprechenden Aussagen würde er schnell Adaptieren, bei Merkel in bezug auf SPD/FDP dasselbe. Eigentlich armselig für Deutschland, aber für eine GroKo genau das richtige Personal. |

mma
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| | Veröffentlicht am Freitag, 04. September 2009 - 15:36 Uhr: | |
Wahlticker ("beide könnten ihren Wahlveband (CDU, SPD, FDP) frei wählen und würden nicht weiter auffallen.") Deshalb setzt die Union vermehrt auf Adlige - die kann man sich wirklich nicht als Sozis vorstellen. |

Wahlticker
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| | Veröffentlicht am Freitag, 04. September 2009 - 16:27 Uhr: | |
Kann sich jemand die Entgleisungen von Jürgen Rüttgers erklären? Mich wundert es jedenfalls, weil die 2000er Sprüche von wegen "Kinder statt Inder" waren zwar ziemlich daneben, aber wenigstens noch erklärbar, aber warum Rumänen "kommen und gehen wann sie wollen" und "wissen nicht was sie tun" sollten ist - ausser stumpfer Ausländerfeindlichkeit - irgendwie nicht zu erklären. |

Kevin Matthes
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| | Veröffentlicht am Freitag, 04. September 2009 - 18:35 Uhr: | |
Die Entgleisungen sind völlig daneben. Ich denke aber schon, dass man das erklären kann. Es ist halt Wahlkampf und die große Masse der Bevölkerung denkt genau das was Herr Rütgers da angesprochen hat. Ok ist das aber natürlich in keinster Weise. http://www.youtube.com/watch?v=H-b7oSMK7ig Wie ist das mit der 5% Hürde bei der Kommunalwahl in NRW? Stimmt das was in dem Video behauptet wird? Wir haben doch in NRW schon seit langem keine 5% Hürde mehr. Das war doch Lichtjahre bevor Rüttgers Ministerpräsident wurde. Hat er die als Oppositionsführer gegen die Rot-Grüne Mehrheit im Landtag durchgesetzt? Weiß da jemand mehr zu? |

Good Entity Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 04. September 2009 - 19:02 Uhr: | |
@Wahlticker: Eigentlich armselig für Deutschland, Finde ich nicht, ganz im Gegenteil. Was hättest Du denn gern? Bei der SPD und den Linken nur noch "Malochervisagen" und Klageweiber, damit man am Aussehen gleich die Parteizugehörigkeit erkennt? Bei den Grünen dann einige Gruseltussen, natürlich vorsorglich stets mit Strickwerkzeug? Die attraktiveren Damen und Herren bei der Union oder hilfsweise FDP, um vielleicht auch adäquate Partner zu treffen und dabei gleich der richtigen Partei zugeordnet zu werden? @mma: Adlige - na da gings doch schon in einem ganz anderen Thread heftig los, ich glaube mich zu erinnern, auch gegen Dich: Es gibt doch gar keine Adligen mehr seit 1918 ... |