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Archiv bis 28. August 2009

Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Bundestagswahl 2009 » Noch sechs Wochen » Archiv bis 28. August 2009 « Zurück Weiter »

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Good Entity
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 25. August 2009 - 14:07 Uhr:   

@Wahlticker: "Woher kommt eigentlich dieser komische Begriff "Linksfront"? ich hab den ausser hier im Forum noch nirgendwo gehört *grübel*"

Laut Wikipedia ist das der Name, den sich verschiedene linke Gruppen in Frankreich im Wahlkampf zur Europawahl selbst gegeben und intensiv beworben haben (Front du gauche).

Auch die WASG hat ihn benutzt, um für die Vereinigung mit der PDS zu werben. Ich finde den Begriff zu martialisch für mögliche politische Zusammenschlüsse und verwende ihn nicht, aber die Zahl der google-Treffer ist ziemlich hoch. Der Begriff scheint auch bei Spiegel, taz etc ständig im Gebrauch zu sein, das Forum von wahlrecht.de habe ich auf den ersten Seiten dagegen nicht gefunden. War also wohl ein Hörfehler Deinerseits.

Aber zum Trost: sogar Schrankwände von ikea haben eine Linksfront ....
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Wahlticker
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 25. August 2009 - 14:21 Uhr:   

@Good Entity ja danke für die Bemühungen. Auf die Franzosen war ich auch gestoßen, die sind aber hier offenbar nicht gemeint. Die Zahl der Google-Treffer ist nicht gering, aber in Zeitungen scheint er fast gar nicht gebraucht zu sein, mit Ausnahme von einzelnen Treffern bei Süddeutsche, Focus, Spiegel (unter News kein einziger Treffer). Die Trefferzahl ist bereinigt aber wohl nicht sehr groß. Wie Sie schon schreiben sind hier Schränke, Lautsprecher und "link front" in englischen Texten gemeint.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 25. August 2009 - 16:05 Uhr:   

@Ralf
"Schmidts Besonderheit (jedenfalls kam bisher nicht raus, daß DAS ein anderer Politiker auch gemacht hätte) war es, daß der Wagen plus Fahrer und Anhang nach Spanien gondelte, um dort wenige Kilometer "Dienstfahrt" zu absolvieren. Und daß sie das auch noch als preisgünstigste Variante verkaufen wollte. Wie üblich bei solchen Affären: Die Erklärungsversuche waren das Schlimmste."
Natürlich, die Details interessieren hier aber weniger. Ich wollte auch nur sagen, daß irgend ein Ablenkungsmanöver Schmidt nicht aus der Schußlinie bringt. Das Thema wird natürlich irgendwann einschlafen, die Frage ist nur, ob rechtzeitig für die SPD.


"Aber genau diese Planung gab es ja schon vor der Europa-Wahl - und siehe, es ging doch noch tiefer in den Keller.
Von diesem Rückschlag hat sich die SPD-Kampagne nicht erholt."
Die SPD war ja schon im Keller. Der Grund für Rückgang nach der Europawahl dürfte weniger echte Wählerwanderung gewesen sein, sondern eher, daß die Demoskopen nach der Europawahl, bei der sie klar daneben lagen, die SPD nach unten "korrigierten". Wahrscheinlich liegen sie jetzt wieder falsch, denn bei der Bundestagswahl schlägt das Mobilisierungsproblem der SPD nicht ganz so stark durch. 22-23% erscheinen mir unrealistisch niedrig, andererseits sind 12-13% für die Grünen grenzwertig in die andere Richtung. So um die 45% für das linke Lager, wie es derzeit die Umfragen ergeben, halte ich für durchaus realistisch, nur die Verteilung innerhalb des Lagers ist doch arg zweifelhaft.


@Wahlticker
Wenn man mal Linksfront bei Google eingibt, drängt sich nicht der Eindruck auf, ich oder jemand anderes hier im Forum hätte das Wort erfunden, u.a. hat Westerwelle es mal in einem Interview mit der Süddeutschen verwendet. Mir persönlich ist das Wort zum ersten Mal schon 1994 begegnet auf einem CDU-Plakat ("Zukunft statt Linksfront"), das eine Reaktion auf die Tolerierung von Höppner durch die PDS war.
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Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 25. August 2009 - 16:53 Uhr:   

@Thomas:
> Der Grund für Rückgang nach der Europawahl
> dürfte weniger echte Wählerwanderung gewesen
> sein, sondern eher, daß die Demoskopen nach
> der Europawahl, bei der sie klar daneben
> lagen, die SPD nach unten "korrigierten".
Das klingt plausibel.
Und Du hast völlig recht - solche ad-hoc-Korrekturen machen die Prognosen letztlich nicht besser.

Man muß sich mal klarmachen: Die Institute behaupten derzeit, die SPD würde bei der Bundestagswahl 11% verlieren. Das ist eigentlich grotesk.
Der bisher höchste Verlust einer Partei bei einer Bundestagswahl waren die -6% bei der Kohl-Abwahl 1998.

Daß es der SPD derzeit schlecht geht, und daß sie Stimmen verlieren wird, ist wohl Konsens. Aber unter die 30% zu fallen wäre ja schon schlimm genug und eine historische Niederlage - so viel schlimmer kann es eigentlich kaum kommen.

Obwohl der Spiegel mit dieser Analyse auch recht hat:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,644421,00.html
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 25. August 2009 - 21:35 Uhr:   

"Der bisher höchste Verlust einer Partei bei einer Bundestagswahl waren die -6% bei der Kohl-Abwahl 1998.

Daß es der SPD derzeit schlecht geht, und daß sie Stimmen verlieren wird, ist wohl Konsens. Aber unter die 30% zu fallen wäre ja schon schlimm genug und eine historische Niederlage - so viel schlimmer kann es eigentlich kaum kommen."

Allgemein ist in der Tat eine Tendenz da, daß sich bei Bundestagswahlen eher wenig ändert, während es bei Landtagswahlen nicht selten 8, 10 oder gar 15+ Prozentpunkte sind. Gründe dürften einmal die immer noch relativ konstant hohe Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen sein und daß man eher bei "unwichtigen" Wahlen Protest wählt als bei Bundestagswahlen. Es können bei der SPD durchaus mehr als -6 werden, aber -11 ist wohl mehr als fraglich, zumal das gleichzeitige Hoch bei den Grünen in dem Ausmaß auch nicht gerade glaubwürdig ist. Selbst nach dem Hessen-Desaster für die SPD hatten die Grünen dort "nur" 13,7% und das bei im Bundesvergleich überdurchschnittlich guten strukturellen Bedingungen (2005 2 Prozentpunkte über Bundesschnitt). Da sind 13% bundesweit bei einer Bundestagswahl wohl kaum drin, zumal die Europawahl keinen klaren Zuwachs brachte.
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b.schütt
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 25. August 2009 - 22:48 Uhr:   

"Der bisher höchste Verlust einer Partei bei einer Bundestagswahl waren die -6% bei der Kohl-Abwahl 1998"

Das waren genau - 6,4 % in absoluten Prozentpunkten und - 15,4 % in der Relation. Würde die SPD jetzt tatsächlich bei 23 % landen, so wären das - 11,2 % in absoluten Prozentpunkten und - 32,7 % in der Relation.

Der Absturz der SPD wäre also um mehr als das doppelte so heftig (genau 2,12-fach) wie der Absturz der Union mit Helmut Kohl 1998. Das wäre ein politisches Erdbeben, aber eben ein seit Monaten vorausgesagtes, an das man sich herangewöhnt.
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Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 26. August 2009 - 12:19 Uhr:   

@Thomas:
> Der Grund für Rückgang nach der Europawahl
> dürfte weniger echte Wählerwanderung gewesen
> sein, sondern eher, daß die Demoskopen nach
> der Europawahl, bei der sie klar daneben lagen,
> die SPD nach unten "korrigierten".
Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob sie das wirklich getan haben.
Wenn ich mir die Zeitreihen so anschaue, kann man eigentlich nur bei Infratest einen kleinen Sprung sehen - bei den übrigen Instituten sieht man einen langsamen Niedergang der SPD, ohne besonderen Einfluß der Europawahl.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 26. August 2009 - 12:52 Uhr:   

"Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob sie das wirklich getan haben.
Wenn ich mir die Zeitreihen so anschaue, kann man eigentlich nur bei Infratest einen kleinen Sprung sehen"
Bei Forsa, fgw und Infratest ging es jeweils 3 Prozentpunkte nach unten bei der ersten Umfrage nach der Europawahl. Das ist besonders bei beiden Letzteren verdächtig, wo Verschiebungen um 0 oder ein Prozentpunkt gegenüber der Vorumfrage die Regel sind und schon Änderungen um 2 Prozentpunkte normalerweise das Maximum an Veränderung sind. Soweit ich das überflogen habe, dab es seit Anfand 2008 bei Infratest ansonsten keine Verschiebung um drei Prozentpunkte von einer Umfrage zur anderen, bei der fgw nur bei der Umfrage veröffentlicht am 30.1.09. Das war die erste nach der Hessen-Wahl - was für ein Zufall. Bei Infratest und Forsa gab es damals keinen Sprung.
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Ein_Wähler
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 26. August 2009 - 15:21 Uhr:   

Wer diesen unfähigen Politikern der Regierungsparteien wieder seine Stimme gibt, kann wohl "nicht ganz dicht sein".
Wählt ganz links oder ganz rechts!!!
Viel schlechter kann die Politik dann auch nicht mehr werden aber Merkel, Steinmeier und Co würden sehr viele Mandate im Bundestag verlieren und sie müssten ihre gutbezahlten Ministerposten zurückgeben.
Trefft sie wo es ihnen am meisten wehtut!
Weniger Stimmen = weniger Wahlkampfkostenerstattung
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Bernd aus Bremen
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 26. August 2009 - 16:01 Uhr:   

@ "Ein_Wähler":
Aufgrund Ihrer "Meinung" hoffe ich sehr, dass Ihr Name nicht Programm ist.
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b.schütt
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 26. August 2009 - 17:47 Uhr:   

Den Rückgang der SPD-Werte nach der Europawahl führe ich unter anderem auch auf politische "Trittbrettfahrer" zurück - das sind in diesem Falle Leute, die bei der Europawahl nicht gewählt haben, sich kaum bis gar nicht für Politik interessieren, keine klaren Präferenzen haben, aber möglicherweise bei einer Bundestagswahl wählen und sich bei ihrer Entscheidung stark von der aktuellen Stimmung leiten lassen, oder um es mit den Worten von Hans-Olaf Henkel kurz vor der Bundestagswahl 1998 auszudrücken, als er gefragt wurde, welcher Partei er seine Stimme gibt: "Ich bin auf der Seite der Sieger".
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Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 26. August 2009 - 20:27 Uhr:   

Aus Gesprächen mit Nachbarn und Diskussionen im Freundeskreis habe ich folgenden Eindruck gewonnen: viele Leute, die noch 2005 SPD wegen Schröder gewählt haben (und weil sie Angst vor einer Politik, wie ihn die CDU nach ihrem Leipziger Parteitag angekündigt hatte, hatten) bleiben heute resigniert zu Hause. Die SPD erreicht ihre Wähler nicht mehr - und zwar nicht mehr nur bei Europawahlen, sondern auch bei Bundestagswahlen.

Viele SPD-Mitglieder lehnen die Agenda 2010 ab, befürworten eine Reichensteuer etc. Diese Politik hat die SPD aber weder unter Schröder unter rot-grün umgesetzt, noch in der Großen Koalition. Aber die SPD steht nicht zu dieser "pragmatischen" Politik, die sie in der Regierung macht, sondern will beides sein: Opposition und Regierung.

Wer die Agenda 2010 für richtig hält, wählt heute Union oder FDP. Wer die Politik, die die SPD in ihrem Wahlprogramm für richtig hält - also Reichensteuer, Börsenumsatzsteuer etc. - sieht, dass die SPD sie nicht umsetzt und wählt gleich Linkspartei (oder evtl. grün).

Schröder ist es - 2005 buchstäblich in "letzter Minute" gelungen, diese Wähler am Wahltag der Bundestagswahl - nicht der damaligen Europawahl - zur Wahlurne zu bringen. Dies wird Steinmeier heute nicht mehr gelingen, da er auf der einen Seite das SPD-Wahlprogramm zu vertreten hat (welches moderate Steuererhöhungen vorsieht), auf der anderen Seite als derjenige, der die Agenda im Auftrag von Schröder konzipiert hat, mit dieser Agenda 2010 identifiziert wird. Auf die Frage, warum er jetzt Steuererhöhungen propagiere und damals die Steuern gesenkt hatte, sagte er in einem Interview zu Anne Will, beide Schritte seien richtig. Der damalige sei in der damaligen Situation richtig gewesen, aber jetzt seien moderate Steuererhöhungen richtig.

Dies mag sachlich durchaus stimmig sein, aber es kommt als Wankelmut bei den Wählern an.

Andererseits ist Frau Merkel nicht mehr die mit den Leipziger CDU-Beschlüssen identifizierte - nicht sehr populäre - CDU-Vorsitzende und Oppositionsführerin, sondern eine den präsidialen Stil bevorzugende Kanzlerin, die sich möglichst ungern festlegt (und möglicherweise deshalb auch bislang einer Fernsehdebatte mit den anderen Spitzenkandidaten - wie es gestern von ZDF-Chefredakteur Brender hieß - ausweicht). Keinem wehtun - dies ist Merkels heutige Strategie und sie profitiert heute vom Kanzlerbonus. Schröder ist nicht mehr und durch seinen Ausraster am Wahlabend 2005 und durch sein Gazprom-Engagement nicht mehr populär.

Ich kann mir schwer vorstellen, dass es der SPD gelinge wird, diese Wähler zurück zu gewinnen und rechne nicht, dass die SPD mehr als 23% der Stimmen bekommen wird, eher weniger, eine 2 dürfte aber noch vor dem Komma stehen. Sollte es so kommen, dürfte die SPD in Opposition gehen und sie muss sich dann entscheiden, welche Politik sie betreiben will.

Den Rückgang der SPD-Werte sehe ich darin, dass die SPD nicht mehr glaubwürdig ihrer eigenen Klientel vermitteln kann, für was sie steht und diese Klientel entweder enttäuscht zu Hause bleibt oder Linke bzw. Grüne wählt.
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Bernd aus Bremen
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 27. August 2009 - 10:49 Uhr:   

@Bernhard Nowak:

Ihre Analyse ist durchaus fundiert und ich kann Ihrer Argumentation weitgehend folgen. Was ich mit jedoch beim besten Willen nicht vorstellen kann, ist ein SPD-Ergebnis < 25%, geschweige denn im unteren 20er Bereich. Für realistisch halte ich maximal (bzw. minimal) ein ähnliches Resultat wie 1949, ggf. leicht darunter.

ME wird lediglich eine flüchtige scheinbare Stimmungslage gezeichnet, die durch obskure Umfrageergebnisse befeuert wird, aber nicht der Realität entspricht. Der Grund ist einfach, dass die Basis und Verwurzelung der SPD in der Bevölkerung zwar bröckelt, aber immer noch signifikant ist - und das sage ich als noch-nie-SPD-Wähler.
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PNK
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 27. August 2009 - 19:44 Uhr:   

@Bernd
Ihre Argumentationslinie müsste ja auch für die LTW am Wochenende gelten. Sie sagen für die SPD bei der Bundestagswahl 29% statt 23% (Umfrageinstitute) voraus, also rund ein Viertel mehr.
d.h. die SPD müsste zur Stützung ihrer These am Sonnatg in Thüringen auf ca. 24% (statt 19%), in Sachsen auf ca. 16% (statt 13%) und im Saarland auf ca. 30% (statt 26%) kommen. Schauen wir also mal...
(Ich gebe zu, dass die drei Bundesländer nicht die Repräsentativsten sind, allerdings müsste ihre Argumentation gerade auf das Saarland zutreffen, wo eine große (bröckelnde) SPD Basis ist bzw. war).
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Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 28. August 2009 - 10:25 Uhr:   

@PNK:
> allerdings müsste ihre Argumentation gerade
> auf das Saarland zutreffen, wo eine große
> (bröckelnde) SPD Basis ist bzw. war
Wo es aber wg. der Lafontaine-Kandidatur auch den größten Verzerrungseffekt gibt.

Ansonsten gebe ich Dir aber recht, die Landtagswahlen müßten ein wichtiges Indiz geben, ob die Prognosen halbwegs realistisch sind.
Wobei man nicht vergessen sollte, daß die SPD ihre Hauptprobleme mit der reinen Wählermobilisierung hat, und damit am stärksten davon betroffen ist, daß bei Landtagswahlen die Wahlbeteiligung niedriger ist.
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Bernd aus Bremen
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 28. August 2009 - 10:39 Uhr:   

@PNK:

Ihre Schlussfolgerung ist so nicht richtig! Bei Landtagswahlen (und besonders bei zwei der am Wochenende stattfindenden) ist eine deutlich geringere Wahlbeteiligung als bei der BTW zu erwarten (d.h. 50-60%). Das "Enttäuschungs-Potenzial" - unter dem besonders die SPD leidet, und das in Umfragen überproportional zum Tragen kommt - ist wesentlich entscheidender als bei BTW, wo mit einer Wahlbeteiligung von ca. 75% zu rechnen ist.

Die von Ihnen erwähnten Umfragen halte ich demzufolge für realistischer als die jetzigen Wahlumfragen für den Bundestag.
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Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 28. August 2009 - 11:04 Uhr:   

Empfehlenswerter Beitrag zur Lage kurz vor der Bundestagswahl (mit einem originellen und treffenden Fußball-Vergleich):
http://zettelsraum.blogspot.com/2009/08/wahlen-09-12-fallt-am-sonntag-endlich.html#links
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Umfrage
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 28. August 2009 - 11:47 Uhr:   

http://www.lifegen.de/newsip/shownews.php4?getnews=m2009-08-27-5622&pc=s01

Piratenpartei erreicht bei Bundestagswahl 12 Prozent (Prognose)

Die kontinuierliche LifeGen.de Umfrage stellt nur einen Bestandteil unserer kontinuierlichen Wahl-Analyse dar. Wir berücksichtigen dabei sowohl die IPs, als auch Stimmenmigrationen und ein eigenes mathematisches Verfahren. Die rechts ersichtlichen Prozentzahlen entsprechen somit NICHT unserer Prognose. Anhand unseres speziellen IP-Wahlverhalten-Algorithmus und Mitberücksichtigung der vorherigen Umfrage (ca. 5000 Votes) und derjetzigen Werte sagen wir folgende Schätzomat-Prozente voraus (Stand 27.8.2009, 22:50 Uhr)
CDU 32 Prozent
SPD 17 Prozent
FDP 9 Prozent
GRÜNE 9 Prozent
LINKE 11 Prozent
Piraten 12 Prozent
NPD 4 Prozent
ANDERE 6 Prozent

Wir berücksichtigen unsere Online-Umfrage mit über 5000 abgegebenen Stimmen sowie Herkunft und Shift der IPs, aus denen wir das Wechselpotential (dynamisch) extrapolieren.

(2009-08-28)
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AeD
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 28. August 2009 - 11:57 Uhr:   

Welch ein Blödsinn. Die Piraten täten auch gut daran, solche Gefälligkeitspressemitteilungen kritisch zu hinterfragen, sonst gibt es am Wahlabend ein böses Erwachen.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 28. August 2009 - 12:17 Uhr:   

@AeD: Spam am besten konsequent ignorieren.

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