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Doch zwei kleine Parteien über 0,5%?...

Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Bundestagswahl 2002 » Doch zwei kleine Parteien über 0,5%? « Zurück Weiter »

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MG
Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 13:07 Uhr:   

Die REP (0,6%)und die Schill-Partei (0,8%) sind (leider) nach den Angaben des Bundeswahlleiters doch über 0,5%, im Gegensatz zur Darstellung der Startseite von Wahlrecht.de: "Keine der sonstigen Parteien erhält mehr als 0,5% der Stimmen"
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MG
Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 13:44 Uhr:   

Ahh, wurde korrigiert. :-)
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 14:42 Uhr:   

Gerüchten zufolge wird Schröder dem Herrn Schill eine große Flasche Sekt als Danke-Schön für die entscheidende Wahlhilfe schicken ;-)
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ich
Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 16:01 Uhr:   

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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 16:54 Uhr:   

Gekommen sind die Schill-Stimmen vielleicht von den Reps. Aber nicht unbedingt dort geblieben.
Ohne Schill hätte Stoiber vielleicht ein entscheidendes halbes Prozent mehr gehabt ...
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Cram
Veröffentlicht am Dienstag, 24. September 2002 - 00:33 Uhr:   

Ralf,
red keinen Unsinn. Selbst wenn die 0,9% an die CDU/CSU gegangen wären hätte es nicht gereicht. Abgesehen davon sind es wohl überwiegend Stimmen von Republikaner-Wählern die sonst dort geblieben wären.
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Eike
Veröffentlicht am Dienstag, 24. September 2002 - 22:50 Uhr:   

Es hatte allerdings seinen Grund, weshalb Schill ursprünglich nicht antreten wollte. Und es sind viele Stimmen von den Rechtsradikalen weggegangen und (vermutlich) zur Union hin; dieser Trend hätte noch verstärkt sein können. Aber hätte, wäre, wenn bringt alles nix.
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Marc
Veröffentlicht am Dienstag, 24. September 2002 - 23:01 Uhr:   

@Cram
Wenn mich eins nervt dann sind es Lügen.
Jedes Forschungsinstitut sagt übereinstimmend, dass ein Grossteil der Wähler der Schillpartei von der Union und zu einem kleinen Teil von der SPD kommt.
Also nix mit Republikanern.
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ich
Veröffentlicht am Mittwoch, 25. September 2002 - 00:28 Uhr:   

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Cram
Veröffentlicht am Mittwoch, 25. September 2002 - 00:34 Uhr:   

Marc,
ich lasse mich hier nicht der Lüge bezichtigen. Ich habe eine Annahme ausgesprochen. In Hamburg jedenfalls hat die Schill-Partei gleichermaßen von CDU und SPD gewonnen. Aber: auch in durchaus signifikanter Zahl von DVU und Republikanern, die in der Bedeutungslosigkeit verschwanden. Wie das auf Bundesebene war ist mir nicht genau bekannt. Angesichts eines Wahlergebnisses dieser Partei von 0,9% ist das auch pratisch nicht relevant.
Angesichts der Tatsache das die Institute mit ihren Prognosen und Hochrechnungen und sonstigen Analysen z.T. auch etwas daneben lagen und kein Institut auf das Zehntelprozent genau Wählerwanderungen berechnen kann halte ich Aussagen von Instituten diesbezüglich für fragwürdig.
Und letzlich muß man auch zur Kenntnis nehmen. Selbst wenn die 0,9% an die CDU/CSU gegangen wären hätte Rot-Grün eine Mehrheit gehabt.
Die Mehrheit von Rot-Grün nach Zweitstimmen ist exakt 1,2% (Schwarz-Gelb 45,9%, Rot-Grün 47,1%).
Das ist auch nicht das knappeste Wahlergebnis.
1994 lag Schwarz-Gelb mit 48,3% der Zweitstimmen nur 0,2% vor SPD, Grünen und PDS (48,1%).
Der Kanzler hat also keinen Grund Schill dankbar zu sein. Viele Anhänger von Rot-Grün hätten eigentlich mehr von ihm erhofft (3-4%, manche sogar am liebsten 4,9% zulasten der Union). Aber diese Rolle als Mehrheitsbeschaffer für Rot-Grün hat er nicht gespielt und das ist auch gut so.
Letzlich haben die kleinen Parteien mit ihren Ergebnissen die Wahl entschieden. Anders als vorhergesagt lagen die Grünen deutlich vor der FDP (8,6% gegenüber 7,4%, (1998: 6,7- 6,2%). Damit konnten die Grünen ihre Rolle als drittstärkste Kraft nicht nur behaupten sondern sogar ihren Vorsprung vor der FDP vergrößern. Die FDP mit ihrem Spaß-Wahlkampf, der angesichts von Hochwasser und Irak-Kriese immer problematischer wurde und zunehmend als unangemeßen betrachtet wurde, sowie mit Möllemann Quartals-Irrungen im Mai und September haben das FDP-Ergebnis und die Partei zusätzlich geschwächt.
Daher hat es nicht gereicht für Schwarz-Gelb.
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fuska
Veröffentlicht am Mittwoch, 25. September 2002 - 01:28 Uhr:   

sehe ich nicht so - wenn schon der Rechtsblock (CDU,FDP und 0,9% von Schill ) nach Deiner Rechnung um 1,2% niedriger als der Linksblock (SPD / Grüne) ist, dann sind immer noch ca. 3,8 Prozent der PDS Stimmen zu berücksichtigen und die gehören zum Linksblock.
Woher sollen jetzt eigentlich mögliche Stimmen für die CDU/FDP herkommen?
Ich schätze sogar, daß die kleinen Rechtsparteien an Zulauf gewinnen werden, wenn Leute wie Möllemann in die Wüste geschickt werden,
weil ein Großteil der politischen Spitze ein eher seichtes Profil hat und die Unterschiede zwischen den großen Parteien längst nicht mehr so groß sind.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Mittwoch, 25. September 2002 - 10:19 Uhr:   

@Cram:
> Selbst wenn die 0,9% an die CDU/CSU gegangen wären hätte es nicht
> gereicht.
Langsam. Die Frage ist, wozu gereicht.
Für eine eigenständige schwarz-gelbe Mehrheit bestimmt nicht.
Aber vielleicht doch dazu, daß rot/grün (ohne PDS) keine oder nur eine ganz knappe Mehrheit bekommen hätte.
Dann wäre die Frage gewesen, ob sich Schröder z. B. auf einen Ströbele
so verlassen will, daß er darauf eine vierjährige Zusammenarbeit aufbaut.

Bei einem sehr knappen Ergebnis wäre eine große Koalition recht wahrscheinlich gewesen.
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Cram
Veröffentlicht am Mittwoch, 25. September 2002 - 14:34 Uhr:   

fuska,
falsch: CDU/CSU und FDP lagen 1,2% hinter Rot-Grün.
Wenn man in Lagern denkt, dann darf man nur die im Bundestag vertretenen Parteien berücksichtigen.
SPD, Grüne, PDS lagen 1998 bei insgesamt 52,7%, CDU/CSU und FDP bei 41,3%.
Diesmal ist die PDS weggefallen. Sie fällt damit erfreulicherweise als Bundespolitische Kraft aus. Die Partei befindet sich im Niedergang und das ist auch gut so.
Daher kann man sie nicht berücksichtigen.
Und daher ist festzustellen, dass das bürgerliche Lager Schwarz-Gelb nunmehr bei 45,9% liegt (+4,6%) und die Linke (jetzt nur noch bestehend aus SPD und Grünen, da die PDS weggefallen ist) auf 47,1% (-5,6%).
In Westdeutschland lag Schwarz-Gelb knapp vor Rot-Grün. Es war Ostdeutschland das dem Kanzler eine zweite Amtszeit ermöglicht hat.
Dort ist der Kandidat Stoiber nicht so gut angekommen, der Kanzler konnte mit Hochwasser und Irak dort gut punkten.
Die CDU kam im Osten nur auf 28%.
Mit einer Kanzlerkandidatin Merkel ließe sich der Osten wohl besser erreichen. Da ist noch Potential vorhanden für die Union. Bei Landtagswahlen hat sie im Osten z.T. ausgezeichnete Ergebnisse.
Dort kann sie also noch zulegen und dort wird sie 2006 zulasten der SPD die notwendigen Stimmen gewinnen.
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Cram
Veröffentlicht am Mittwoch, 25. September 2002 - 14:37 Uhr:   

Ralf,
Rot-Grün hätte auch dann eine knappe Mehrheit gehabt. Abgesehen davon
vergißt du da was. Wenn die Union mehr Stimmen bekommen hätte wäre sie die stärkste Partei geworden. Schröder hätte dann in einer Großen Koalition nicht Kanzler sein können. Daher hätte er sich auch bei einer 2-Stimmen-Mehrheit von Rot-Grün (sogar bei einer 1-Stimmen-Mehrheit) auf eine Rot-Grüne Koalition eingelassen.

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