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Was ist mit den Briefwählern?

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Ramses
Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 09:30 Uhr:   

Einen schönen Tag Allerseits,

leider bin ich als ein -obwohl in Deutschland geborener steuerzahlender- Ausländer leider nicht Wahlberechtigt... Dennoch reduziert dies nicht mein Interesse an politischen Themen.

Wie ist es denn mit den vielen Briefwählern? Wie werden sie sich auswirken? Kann man Prognosen wagen??
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Daniel
Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 09:55 Uhr:   

Ich denke, die sind schon mitgezählt... Als der Trend der Hochrechnungen von Schwarz-Gelb zu Rot-Grün kippte, sagte einer was von einem SPD-Vorsprung bei den Briefwählern
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ich
Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 15:45 Uhr:   

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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 16:45 Uhr:   

Am Briefwählerverhalten kann man manchmal sehr gut die Stimmungsschwankungen in der Wählerschaft nachvollziehen - da gibt es interessante historische Beispiele.

Und diese Wahl könnte wieder ein Beispiel sein: Ganz offensichtlich war die SPD vor ein/zwei Wochen am stärksten, da war die Irak-Frage richtig am Kochen. Unter diesem Eindruck haben viele Leute Briefwahl gemacht.
Dann kamen Sachen wie MobilCom und Däubler-Gmelin, und die Unterstützung ging zurück.
Die Stimmung am Sonntag selber entsprach wohl dem, was die (Exit-Poll)-Prognosen um 18.00 Uhr voraussagten, mit einer deutlich gestärkten Union.
Später am Abend wurden dann noch die Briefwähler dazugezählt, und damit sozusagen der "eingefrorene" SPD-Vorsprung vorher.

Ein Wahltermin eine Woche voher hätte wohl einen viel deutlicheren SPD-Sieg gegeben, ein Wahltermin in einer Woche vielleicht einen Machtwechsel.

Wobei es für eine Demokratie schon ein grundsätzliches Problem ist, wenn eine für vier Jahre gültige Entscheidung so stark von extrem kurzfristigen Faktoren beeinflußt wird.
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Jan aus Berlin
Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 17:03 Uhr:   

Wäre deshalb vielleicht gut, jedes Jahr ein Viertel der Abgeordneten zu wählen, wie in den USA.
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ich
Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 17:12 Uhr:   

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Jens Matheuszik
Veröffentlicht am Sonntag, 29. September 2002 - 22:52 Uhr:   

Deren Auszählung dauert nur deshalb etwas länger, weil zusätzlich Umschläge geöffnet und Wahlscheine geprüft werden müssen, und weil sie tendenziell von weniger motivierten zwangsverpflichteten Wahlhelfern ausgezählt werden.

--
Hmm... bei uns vor Ort war das eigentlich immer ein "Privileg" wenn man im Briefwahlvorstand war und nicht in einem der "normalen" Wahlvorstände. Bis zu dieser Wahl... die haben am längsten ausgezählt. ;-)
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Juwie
Veröffentlicht am Montag, 30. September 2002 - 21:57 Uhr:   

Ist tatsächlich ein "Privileg", da man nicht zuvor ab 8 Uhr im Wahllokal sein muss! In einer bayerischen Mittelstadt, in der ich mal Wahlhelfer war, sind die Briefwahlvorstände erst um 16 Uhr zusammengekommen und haben Wahlscheine geprüft.

Ist so gesehen doch ein Privileg - selbst wenn es dann vielleicht etwas länger dauert.
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Jens Matheuszik
Veröffentlicht am Dienstag, 01. Oktober 2002 - 14:29 Uhr:   

Zu den Briefwählern was neues:

In der aktuellen Ausgabe der ZEIT erklärt der Geschäftsführer von Infratest-Dimap, daß der Möllemann-Flyer keinerlei negative Auswirkungen auf das FDP-Wahlergebnis hatte.

Statistisch wäre es bisher immer so gewesen, daß die FDP bei Briefwählern tendenziell besser abschneidet und im Vergleich wäre das Ergebnis direkt an der Urne sogar besser als nach den Briefwahlzahlen zu erwarten gewesen sei.

Nicht umsonst erklärte JWM gerade auf Phoenix öfters diese Aussage... nur:

- Wird das noch eine Bedeutung für Wesel haben?
- Wer glaubt schon Infratest-Dimap? *fg*
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Mittwoch, 02. Oktober 2002 - 11:54 Uhr:   

> In der aktuellen Ausgabe der ZEIT erklärt der Geschäftsführer von
> Infratest-Dimap, daß der Möllemann-Flyer keinerlei negative
> Auswirkungen auf das FDP-Wahlergebnis hatte.
So eine Behauptung wäre wohl glatt gelogen.
Er kann höchstens behaupten, daß keine positive oder negative Auswirkung meßbar ist.

> Statistisch wäre es bisher immer so gewesen, daß die FDP bei
> Briefwählern tendenziell besser abschneidet ...
Richtig. Nach Darstellung der FDP-Spitze wäre dieser Effekt aber weit stärker gewesen als sonst üblich.
Bisher habe ich nirgends die offiziellen Zahlen dazu gefunden.

> - Wer glaubt schon Infratest-Dimap? *fg*
Siehe dazu die Diskussion unter "Umfragen".
Wenn Infratest-Dimap für diese Aussagen dieselbe marode Datenbasis benutzt hat wie für das Spiegel-Sonderheft, glaube ich ihnen sowieso nichts (und da sie dort dermaßen unprofessionell mit schlechten Daten gearbeitet haben, glaube ich ihnen ohnehin nur noch wenig).

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