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Beitrag |

Matthias Cantow
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 01:03 Uhr: | |
Vorläufiges Endergebnis ist online: Vorläufiges Ergebnis der Bundestagswahl 2002 |

Niklas Matthies
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 01:08 Uhr: | |
Das ist aber nur das von Mecklenburg-Vorpommern. |

Matthias Cantow
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 01:11 Uhr: | |
:-), da hatte ich auf die falsche Seite geschaut und war etwas zu schnell: noch 3 Wahlkreise fehlen |

Dominik Heyne
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 01:27 Uhr: | |
Mannonmann, was für ein knappes Ergebnis. Ich, als Pessimist, sehe schwere Zeiten auf uns zu kommen. SPD und Grüne werden sich wohl recht zügig einigen, aber CDU/CSU werden wahrscheinlich mit ihrer Blockadepolitik fortfahren. Wieder bleiben dann die Probleme unseres Landes ungelöst, die dringender Lösung bedürfen. Bei einem knappen Wahlsieg von CDU/CSU/FDP wäre das Problem das gleiche gewesen. Ich begreife nicht wie alle Parteien gewissenlos Deutschland ruinieren, um sich selbst zu profilieren. Mein Appell an SPD/Grüne: Packt die wichtigen Probleme an. Schnell. Mein Appell an CDU/CSU/FDP: Helft der Regierung. Sie braucht Euch. Deutschland braucht Euch. N8 |

Cram
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 01:47 Uhr: | |
Dominik Heyne, stimmt so nicht. Schwarz-Gelb hat eine Mehrheit im Bundesrat (35 von 69 Stimmen). Daher hätte Schwarz-Gelb gut regieren können, denn Kanzler Stoiber hätte eine Mehrheit in beiden Kammern gehabt. Es hätte die Chance gegeben durch die Wahl von Schwarz-Gelb den Reformstau aufzulösen. Das die Wähler diese nicht genutzt haben ist bedauerlich. Die Wähler sind letzlich selbst schuld wenn sie durch ihr Wahlverhalten immer zu verschiedenen Mehrheitsverhältnissen in beiden Kammern sorgen. Eine Blockadesituation ist dann natürlich sehr wahrscheinlich. |

Stan Jones
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:25 Uhr: | |
Waches Interesse im Süd-Pazifik! Meine Landeskunde-Klasse würde gerne bis 14.00 (Neuseeland-Zeit) wissen, wer "gewonnen" hat! cheers aus Middle Earth, Stan Jones |

Cram
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:44 Uhr: | |
Stan Jones, die Ergebnisse haben sich inzwischen stabilisiert. Rot-Grün hat ihre Mehrheit im Parlament verteidigt, wenn auch knapp. Schröder bleibt Kanzler einer rot-grünen Koalition uns CDU/CSU-Kanzlerkandidat Stoiber bleibt in Bayern als bayerischer Ministerpräsident. Der aktuelle Stand: SPD 38,6%, CDU/CSU 38,3%, Grüne 8,6%, FDP 7,3%, PDs rund 4% (unter der 5%-Hürde), nur über zwei gewonnene Direktmandate vertreten. Also: Rot-Grün 47,2%, Schwarz-Gelb 45,6%. Der Vorsprung von Rot-grün hat sich sogar etwas vergrößert. Gewisse Abweichungen sind noch möglich. Ob die SPD tatsächlich vor der CDU/CSU liegt ist unklar. Aber das der prognostizierte Vorsprung von 1,6% verschwindet ist zu diesem Zeitpunkt praktisch auszuschließen, zumal die SPD auch noch durch Überhangmandate profitiert. Die Gewichte zwischen den Lagern müßte sich da schon um mehr als 2% verschieben, dass ist praktisch auszuschließen, da schon ein Großteil der Stimmen ausgezählt wurde. |

Cram
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 03:05 Uhr: | |
Sitzverteilung Bundestag Prognose 3.00 Uhr MEZ 607 Sitze (Kanzlermehrheit 304) SPD 255 Grüne 55 PDS 2 CDU/CSU 248 FDP 47 310 Sitze für Rot-Grün(SPD, Grüne), 295 Schwarz-Gelb (CDU/CSU, FDP), PDS 2 Sitze. |

Philipp Wälchli
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 09:50 Uhr: | |
Nun erlaube ich mir, als nicht betroffener Ausländer, das Ergebnis zu kommentieren, wie es als "vorläufiges amtliches Endergebnis" zur Zeit vorliegt. Es gibt, sofern sich die Zahlen nicht noch deutlich ändern, nur eine einzige Möglichkeit, eine Regierung zu bilden. Diese ist eine Koalition aus SPD und Grünen. Zusammen kommen beide Parteien immerhin auf 306 (falls die SPD noch ein weiteres Überhangmandat gewinnen sollte 307) Sitze im neuen Bundestag. Bei einer Mitgliederzahl von 603 liegt die absolute Mehrheit bei 303 Sitzen, darunter geht nichts. Eine Koalition aus SPD und FDP oder CDU/CSU und FDP hätte nicht die erforderliche Mehrheit, ohne die gar nichts geht. Auch ein Zugang der beiden PDS-Sitze würde daran nichts ändern. Rechnerisch käme nur noch eine Koalition CDU/CSU und Grüne in Frage, was aber wohl aus ideologischen Gründen scheitern dürfte. Somit sind nach dem gegenwärtigen Ergebnis die Grünen die Mehrheitsmacher, an denen keine Seite vorbeikommt. Da die Grünen aber einzig mit der SPD eine Koalition bilden können, ist die Fortsetzung der bestehenden Koalition die einzige Lösung. Ein Einbezug der FDP wird dabei kaum in Frage kommen, da zu dieser gewisse ideologische Unverträglichkeiten bestehen und es davon abgesehen auch unsinnig wäre, einer weiteren Partei Konzessionen zu machen, die für die Mehrheit gar nicht gebraucht wird. Das braucht allerdings nicht auszuschliessen, dass bei Abstimmungen im Bundestag bisweilen die FDP oder auch die PDS im gleichen Sinne stimmen könnte wie die Koalition. Das könnte aber nur dann von Bedeutung sein, wenn einzelne Abtrünnige in den Reihen der Abgeordneten der Koalition zu finden wären, die in bestimmten Sachfragen von der offiziellen Linie abwichen. Wenn sich das vorliegende Ergebnis also bestätigt, dann ist die einzige mögliche (von einem plötzlichen Sinneswandel von Union und Grünen einmal abgesehen) Koalition eine rot-grüne. |
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