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Israel – Parlamentswahl

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Autor Beitrag
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 17. März 2015 - 21:02 Uhr:   

Exit Polls:

Channel 2:

Likud 28,
Labor 27,
Arabs 13,
Lapid 12,
Kahlon 9,
Bennett 8,
Shas 7,
UTJ 6,
Lieberman 5,
Meretz 5,
Yishai below.


Channel 10:

Likud 27,
Labor 27,
Arabs 13,
Lapid 11,
Kahlon 10,
Bennett 8,
Shas 7,
UTJ 7,
Lieberman 5,
Meretz 5,
Yishai below.


Channel 99, Arutz Knesset:

Labor 27,
Likud 26,
Arabs 13,
Lapid 12,
Kahlon 10,
Bennett 9,
Shas 7,
UTJ 6,
Meretz 5,
Lieberman 5,
Yishai 0


Channel 1:

Likud 27,
Labor 27,
Arabs 12,
Lapid 12,
Kahlon 10,
Bennett 9,
Shas 7,
UTJ 6,
Lieberman 5,
Meretz 5,
Yishai below.


Channel 20:

Likud 23,
Labor 20,
Arabs 13,
Lapid 12,
Kahlon 9,
Bennett 8,
Shas 8,
UTJ 8,
Lieberman 6,
Meretz 6,
Yishai 4

https://twitter.com/KolYisrael
(Beitrag nachträglich am 17., März. 2015 von zigzag editiert)

(Beitrag nachträglich am 17., März. 2015 von zigzag editiert)

(Beitrag nachträglich am 17., März. 2015 von zigzag editiert)
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 18. März 2015 - 18:45 Uhr:   

Entgegen der Umfragen und Exit Polls ist die Likud-Partei deutlich stärkste Kraft geworden. Netanjahu hat gute Chancen Premierminister zu bleiben. Die Regierungsbildung dürfte trotzdem schwierig werden. Entscheidend wird sein, wie sich Kahlons Kulanu verhält.

Partei % Sitze +/-

Likud 23.26 30 +12
Zionist Union 18.73 24 +3
Joint List 10.98 14 +3
Yesh Atid 8.77 11 -8
Kulanu 7.41 10 +10
The Jewish Home 6.41 8 -4
Shas 5.80 7 -4
Yisrael Beiteinu 5.172 6 -7
United Torah Judaism 5.171 6 -1
Meretz 3.89 4 -2
Yachad 2.98 - -
Ale Yarok 0.97 - -

Wahlbeteiligung: 68.37% (2013: 67.78%)

Rechte Parteien (inklusive der orthodoxen Parteien): 57 Sitze (von 120)
Linke Parteien (inklusive Araberliste): 42
Mitte (Yesh Atid + Kulanu): 21

https://en.wikipedia.org/wiki/Israeli_legislative_election
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 18. März 2015 - 19:19 Uhr:   

Beim Nachrechnen unter Berücksichtigung der Listenverbindungen komme ich beim Likud auf 29 Sitze statt 30 und beim Torah-Judentum auf 7 statt 6.

Aber es fehlen noch etwa 5% der Stimmen, insbesondere die der Soldaten (außerdem Stimmen von Diplomaten im Ausland und aus Gefängnissen und Krankenhäusern) und das wird noch für Verschiebungen sorgen. Ganz sicher ist, dass die Araberliste dadurch einen Sitz verlieren wird, denn Araber gibt es in der Armee kaum. Sehr wahrscheinlich wird der Likud damit doch 30 Sitze kriegen. Wahrscheinlich wird das Torah-Judentum auf 6 Sitze fallen, aber an wen der Sitz geht, ist nicht so offensichtlich. Nicht komplett auszuschließen ist, dass Yachad doch noch 3,25% bekommt.
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Good Entity
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 19. März 2015 - 13:22 Uhr:   

Irgendwie hat Ralf Arnemann mit seinem Post vom 23. Januar 2013 betreffend die jetzt vorletzte Wahl schon wieder (oder immer noch?) recht:

"Kommt doch irgendwie bekannt vor:
a) Die Umfrageinstitute sind völlig auf die Nase gefallen.
b) Die deutschen Journalisten waren mit ihren voreiligen Kommentaren "... in Israel" völlig neben der Realität."


Nur der Rechtsrutsch war diesmal ein Linksrutsch, der nicht stattgefunden hat. Was mich erstaunt ist, dass auch die Exit Polls total danebenlagen. Hat man nach dem Prognose-Misserfolg von 2013 vielleicht jetzt Korrekturfaktoren eingebaut, die ins Gegenteil umgeschlagen sind? Da auch die Exit Polls zwar besser als die Umfragen, aber immer noch grottenfalsch waren, kann es eigentlich nicht mit einem Meinungsumschwung in den letzten Tagen zu tun haben, der jetzt in der Berichterstattung unter Hinweis auf Netanyahus letzte Wahlkampfmaßnahmen gelegentlich angedeutet wird.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 19. März 2015 - 19:22 Uhr:   

Die Umfragen lagen primär bei den Parteien auf der rechten Seite daneben (Likud klar zu niedrig, Yachad drin, Bayit Yehudi zu hoch), bei den Linksparteien waren sie nicht so schlecht. Und selbst wenn die Wahl so ausgegangen wäre wie die Umfragen, wäre Netanyahu Premier geblieben. Dass die Medien einen anderen Eindruck entstand, lag nicht an den Umfragen, sondern am Wunschdenken deutscher Journalisten.

Diese "Experten" "wissen" ja ganz genau, dass Netanyahu der große Bösewicht ist, der die Zwei-Staaten-Lösung verhindert und damit den Frieden. Dass die Palästinenser gar keine Zwei-Staaten-Lösung wollen und es überhaupt keine Vertretung der Palästinenser gibt, mit der man überhaupt ernsthaft verhandeln könnte, wissen die beispielsweise gar nicht oder blenden es aus. Und was heißt überhaupt Frieden? Im radikalen Gegensatz zum Eindruck, den die Medien erzeugen, ist Israel bereits ein Land, wo man sich angstfrei bewegen kann. Wenn Leute über ein Land reden, von dem sie keine Ahnung haben und in dem sie wahrscheinlich zum großen Teil nie waren, kommt eben oft Unsinn raus.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 27. Januar 2019 - 22:57 Uhr:   

In den Umfragen liegen derzeit tatsächlich meistens 14 (!) Parteien über der 3,25%-Hürde. Dass es tatsächlich so viele sein werden, ist sehr zu bezweifeln. Mehr als 10 waren es in Israel bisher nie und weltweit habe ich kein Beispiel mit mehr als 12 Parteien gefunden.

Es gibt auch reichlich Listen, die nicht sicher über 3,25% sind, u.a. Kulanu, Gesher, Israel Beiteinu, Meretz, Jüd. Heim.

Wahrscheinlich scheitern ein paar davon, was die Regierungsbildung entscheidend beeinflussen kann.
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Holger81
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 29. Januar 2019 - 18:18 Uhr:   

"Mehr als 10 waren es in Israel bisher nie und weltweit habe ich kein Beispiel mit mehr als 12 Parteien gefunden."

Ein Beispiel für ein mit Verhältniswahl gewähltes nationales Parlament mit 14 nationalen Parteien über der Sperrklausel (von allerdings nur 0,67%) waren die Niederlande 1972.

Oder meinen Sie ein Beispiel mit 12 Parteien über 3,25%, unabhängig von der jeweils tatsächlich geltenden Sperrklausel?
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Holger81
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 29. Januar 2019 - 18:29 Uhr:   

Die Knesset selbst hatte auch schon häufig 15 Parteien, zuletzt 1999 bei der letzten Wahl vor Einführung der 2%-Hürde.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 29. Januar 2019 - 18:54 Uhr:   

Wenn es nur um die Anzahl der im Parlament vertretenen/hineingewählten Parteien geht, ist die 2018 gewählte Abgeodnetenkammer von Brasilien rekordverdächtig. Dort haben 30! Parteien Sitze:
https://en.wikipedia.org/wiki/2018_Brazilian_general_election#Congress
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 30. Januar 2019 - 17:31 Uhr:   

"Oder meinen Sie ein Beispiel mit 12 Parteien über 3,25%, unabhängig von der jeweils tatsächlich geltenden Sperrklausel?"
Ich meinte natürlich mehr als 12 Parteien über 3,25%.


"Wenn es nur um die Anzahl der im Parlament vertretenen/hineingewählten Parteien geht, ist die 2018 gewählte Abgeodnetenkammer von Brasilien rekordverdächtig"
In Indien sind es noch etwas mehr, was aber egal ist, da bei der letzten Wahl erstmals seit langer Zeit eine absolute Mehrheit für eine Partei rauskam. Für die Regierungsbildung ist nicht die Zahl der Parteien im Parlament entscheidend, sondern eher, wie viele für eine Mehrheit gebraucht werden. Wenn die Wahl so ausgeht wie die aktuellen Umfragen, ist eine Mehrheit ohne Likud quasi unmöglich, auch wenn er nur ca. ein Viertel der Sitze hat, weil sonst zu viele und politisch schwerer zusammenpassende Parteien gebraucht werden.


"Die Knesset selbst hatte auch schon häufig 15 Parteien, zuletzt 1999 bei der letzten Wahl vor Einführung der 2%-Hürde."
Mehr als 15 waren es nie nach dem Wahlergebnis. Ursprünglich war die Hürde 1%, ab der Wahl 1992 1,5%, ab 2003 2%, seit der letzten Wahl 3,25%.
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Holger81
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 31. Januar 2019 - 12:09 Uhr:   

"Mehr als 15 waren es nie nach dem Wahlergebnis."

Richtig, wobei die 15 bei insgesamt vier oder fünf verschiedenen Knesset-Wahlen vorkam, davon alle außer einer nur mit 1%-Hürde.

Indien ist nur begrenzt vergleichbar, da es m.W. ein Mehrheitswahlrecht hat und ethnisch/kulturell inhomogen ist, was eine Vielfalt kleiner Regionalparteien begünstigt. Das sieht man ja im kleineren Maßstab schon bei Großbritannien.

"Ich meinte natürlich mehr als 12 Parteien über 3,25%. "
Aha. Diese Anzahl wird aber natürlich von der jeweiligen (höheren oder niedrigeren?) Sperrklausel selbst stark beeinflusst (durch taktisches Wählen in beide Richtungen). Eine exakte 3,25%-Sperrklausel gibt es sicher in keinem anderen Land.

So oder so würde mich interessieren, wo dieser Rekordfall eintrat. In Israel waren es ja 1999 immerhin 10 Parteien über diesem Wert und anscheinend nie mehr. Bei zigzags Brasilienwahl waren es 11.

Und weiß jemand, was international die Rekordzahl von Parteien über 5% ist? 9 wie in Brasilien?
Ich fände es gut zu wissen, wie zersplittert der Bundestag im schlimmsten (halbwegs realistischen) Fall werden könnte...
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 31. Januar 2019 - 19:20 Uhr:   

"Indien ist nur begrenzt vergleichbar, da es m.W. ein Mehrheitswahlrecht hat und ethnisch/kulturell inhomogen ist, was eine Vielfalt kleiner Regionalparteien begünstigt."
Homogen ist Israel auch nicht. Etwa ein Fünftel der Israelis sind Araber. Bis heute gibt es übrigens offiziell keine israelische Nation, sondern nur eine israelische Staatsbürgerschaft, wobei jeder Bürger mit einer Nation registriert ist, wie „Jude“, „Araber“ usw. Die Juden zerfallen wieder in diverse Herkunftsgruppen und das ist politisch relevant. Dass die lange linke Dominanz bei der Parlamentswahl 1977 gebrochen wurde und seither meist der Likud regierte, lag gerade auch am zunehmenden Anteil orientalischer Juden, später auch an der postkommunistischen Einwanderung aus Russland. Bis heute lassen sich manche Parteien klar bestimmten Herkunftsgruppen zurechnen: Yisrael Beiteinu (russische Einwanderer ab den 90er Jahren), bei den Ultraorthodoxen Torah-Judentum (europäisch/amerikanisch) und Schas (Orientalen).


"Diese Anzahl wird aber natürlich von der jeweiligen (höheren oder niedrigeren?) Sperrklausel selbst stark beeinflusst (durch taktisches Wählen in beide Richtungen). Eine exakte 3,25%-Sperrklausel gibt es sicher in keinem anderen Land."
Das ist natürlich richtig. Wenn aber in 40 Jahren mit 1%-Hürde nie mehr als 15 Parteien diese Hürde genommen haben, dann scheint schwer vorstellbar, dass jetzt 14 Parteien mehr als das Dreifache schaffen.

"So oder so würde mich interessieren, wo dieser Rekordfall eintrat. In Israel waren es ja 1999 immerhin 10 Parteien über diesem Wert und anscheinend nie mehr. Bei zigzags Brasilienwahl waren es 11."
Tschechoslowakei 1925 und 1929.

"Und weiß jemand, was international die Rekordzahl von Parteien über 5% ist? 9 wie in Brasilien?"
In Israel waren es bei der letzten Wahl auch 9, zwei waren aber nur sehr knapp drüber (5,11 und 5,03%). Habe unsystematisch mal bei ein paar weiteren verdächtigen Ländern nachgesehen. 1999 waren es in Belgien 10, weitere Beispiele mit 9 Parteien habe ich mehrere gefunden: Belgien 1991, Polen 1991, Tschechien 2017, Tschechoslowakei 1935. Bei Belgien 1971 ist die Zahl Definitionssache.

(Beitrag nachträglich am 01., Februar. 2019 von frings editiert)
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Mark Tröger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 01. Februar 2019 - 05:45 Uhr:   

Noch zersplitterter als in der Tschechoslowakei in den 20ern war die Parteienlandschaft vor dem ersten Weltkrieg in ganz Österreich, wovon die spätere Tschechoslowakei ja nur ein ebenfalls ethnisch gemischtes Absprengsel war.

1907 gab es in Österreich z. B. 23 Parteien über 1%. Für 3,25% hat es allerdings nur für 9 Parteien gereicht (3 deutsche, 3 tschechische, 2 ruthenische und 1 polnische):

https://en.wikipedia.org/wiki/1907_Cisleithanian_legislative_election

Dagegen gab es in der Tschechoslowakei 1925 nur 16 Parteien über 1% aber 12 über 3,25%.

Ein besseres Maß zur Messung der Zersplitterung der Parteienlandschaft, ist die durchschnittliche erzielte Größe der den abgegebenen Stimmen zugehörigen Wahlvorschläge. Man addiert dazu einfach die zuvor quadrierten Ergebnisse aller einzelnen Wahlvorschläge. Heraus kommt die Durchschnittsgröße des gewählten Wahlvorschlages eines Durchschnittswählers.

In Österreich 1907 betrug diese Durchschnittsgröße 5,2%, in der Tschechoslowakei 1925 jedoch 8,2%. Zum Vergleich: Bei der BTW 2017 betrug sie 19,4%, womit wir auf Weimarer Niveau sind. Bei der BTW 1976 lag sie bei 42,4%. Damals wurden eben noch Volksparteien gewählt.
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Holger81
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 01. Februar 2019 - 15:49 Uhr:   

"Bei der BTW 2017 betrug sie 19,4%, womit wir auf Weimarer Niveau sind. Bei der BTW 1976 lag sie bei 42,4%."

Nur wenn man die Union als eine Partei rechnet (was auch de facto 2017 nicht der Fall war), sonst sind die Werte jeweils etwas niedriger.

Aber die Zersplitterung der Stimmen (nicht des Parlaments) ist aktuell in der Tat vergleichbar mit Weimar: Auch dort gab es nie mehr als (wie jetzt) 7 Parteien über 5% - und auch das nur einmal, im Mai 1924. Meist waren es nur fünf bis sechs.
Die Prozentwerte der jeweils stärksten 5 Parteien (ab 9,0%) waren 2017 interessanterweise bis auf +/-1% identisch mit denen der Reichstagswahl im Dezember 1924 (wenn man CDU/CSU bzw Z/BVP jeweils getrennt rechnet). Nur bei den kleineren Parteien war die Wählerschaft 1924 weit stärker zersplittert.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 01. Februar 2019 - 17:19 Uhr:   

"wovon die spätere Tschechoslowakei ja nur ein ebenfalls ethnisch gemischtes Absprengsel war"
Die Slowakei und die Karpato-Ukraine waren ungarisch.


Es ist sicher so, dass eher die Abwesenheit von großen Parteien als sehr viele kleine Parteien zu Zersplitterung führt. So oder so war die Weimarer Republik da nicht extrem. Wie stabil ein Land ist, ist eher eine politische als eine mathematische Frage. Würde Zersplitterung in den Untergang führen, gäbe es Israel längst nicht mehr.

Die früher niedrige Sperrklausel hat sicher dazu geführt, dass persönliche Rivalitäten und inhaltliche Konflikte eher durch eine Neugründung "gelöst" werden als durch Austragen innerparteilicher Konflikte. Mit 3,25% ist die Hürde aber jetzt hoch genug, um eine erfolgreiche Neugründung schwierig zu machen. Wenn mal bei einer Wahl eine größere Zahl von Parteien eher überraschend scheitert, dürfte die Neigung abnehmen, ständig neue (und selten dauerhaft erfolfreiche) Gruppierungen zu gründen. Nicht komplett irrelevante Parteien, die diesmal scheitern könnten, gibt es ja einige.
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tg
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 01. Februar 2019 - 18:49 Uhr:   

Wenn man den Rekord die Anzahl für die in ein Parlament gewählten Parteien ermitteln will, sollte man keine Parteien separat zählen, die regional getrennt antreten und nicht in Konkurrenz stehen. Sonst wäre eindeutig das Europaparlament der Rekordhalter, mit derzeit etwa 200 Parteien!

Auch die indische Wahl sollte daher eher nicht als Rekord zählen, da es im Grunde nur zwei Wahlbündnisse mit vielen Einzelparteien gab, die sich regional aus dem Weg gegangen sind.

Interessant finde ich ja die verlinkte Wahl in Brasilien. Das Wahlsystem war dabei ähnlich der Schweiz, mit den Unterschied, daß jeder Bundesstaat mindestens 8 und maximal 70 Abgeordnete bekam:
https://en.wikipedia.org/wiki/2018_Brazilian_general_election#Congress

Anscheinend gab es keine künstlichen Hürden, so daß man gerade in Sao Paulo ziemlich leiht einen Sitz gewinnen konnte. Leider habe ich aber keine Einzelergebnisse der Bundesstaaten gefunden.
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SaaleMAX
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 03. Februar 2019 - 19:55 Uhr:   

Wahlkampfrummel???

Israels, vermutlich völlig korrupter, Regierungsboss Netanjahu will viel Geld investieren.Aber nicht für den Frieden...wer hätte das gedacht??

Und zwar in eine noch höhere Mauer zum Gaza-Streifen.65 Km lang..6 Meter hoch und auch unterirdisch.Da hätte Mielke und Honecker noch etwas lernen können......

Anstatt endlich einmal nach Jahrzehnten , die von Krieg und Hass gesät wurden einzulenken, reagiert er nach Ulbricht-Manier.
Ich dachte eigentlich..die Zeit der Mauern sei nach 89 ad Adcta gelegt worden.Die Geschichte lehrt uns..das es immer noch so kommen kann.
Wenn Worte ausbleiben dann sperrt man sich mit Mauern ein oder aus.
Es ist Zeit das Palästina abrüstet und Kriegstreiber Netanjahu vor dem UN Kriegsverbrechertribunal genau wie Milosovic ein gerechtes Urteil bekommt.
Aber dies wird nicht definitiv NICHT geschehen.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 04. Februar 2019 - 17:58 Uhr:   

Oha, "einlenken" und die Hamas reinlassen?

Ulbricht war ein kommunistischer Diktator, der sein Volk einsperrte, Netanyahu ist ein demokratisch legitimierter Regierungschef, der Terroristen draußen halten will. Wer den Unterschied nicht sehen kann oder will, dem ist nicht zu helfen.

In den 80er Jahren arbeiteten viele Palästinenser in Israel, erst Intifada und Terrorismus führten zu zunehmender Abriegelung. Israels Zäune und Mauern sind nicht Ursache, sondern Folge von Gewalt.
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Mark Tröger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 04. Februar 2019 - 23:17 Uhr:   

Eine Mauer um die eigenen Leute einzusperren ist was ganz anderes als eine Mauer um Fremde auszusperren.

In Israel beanspruchen zwei Völker das selbe Land. Und die Sicht beider Völker ist berechtigt. Für die Juden ist es die Urheimat, und in der Diaspora, in der sie zwischenzeitlich lebten, haben sie einen schlimmen Völkermord erlitten. Für die Araber war es lange Zeit die Heimat, solange die Juden weg waren. Und nun wurden sie vertrieben. Gerade aus deutscher Sicht ist es sehr heikel da für die ein oder andere Seite Position zu beziehen, denn wir sind daran, dass die Situation zustande kam, maßgeblich beteiligt. Diese Völker müssen das untereinander klären.
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SaaleMAX
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 07. Februar 2019 - 21:07 Uhr:   

Dss ist mit Verlaub HASENSTALL-POLITIK.

Wer Mauern bauen muß..so zumindest meine Sicht...dem fehlen Argumente für "POLITIK".
PUNKT!
.................
Und dabei ist es egal ob es eine Mauer ist um nicht von innen nach aussen zu kommen oder von Außen nach innen.
Diese Mauern von denen wir hier sprechen haben nichts mehr mit normalen Staatsgrenzen zu tun.Weil sie übertrieben sind.
Das sind schlicht Schandwerke einer verkorksten Politik die nicht mehr miteinander Reden mag und man sich abschottet..... wie in einem übertrieben unnormalen "Hasenstall"Jeder Hase in seinem Stall..hauptsache Gitter und Stacheldraht drumherum!


Einige Politiker lernen halt doch immer wieder dazu...und sei es bei Ulbricht und Honecker.
Deren Schicksal kennen wir ja, Gott sei Dank !

.................

In den 80ern rief man reißt die Mauern ein...heute...baut sie auf.
Ich bin ein Anhänger von gesicherten Staatsgrenzen mit Grenzkontrollen bin aber was Mauern angeht und was politisch dahinter steht eher sehr distanziert.

Im Übrigen darf man gespannt sein ob Netanjahu nach seiner Amtszeit..wohlgemerkt..weil soviel Zeit lässt ihn Israels Polizei wahrscheinlich schon noch...nicht das gleiche Schicksal wiederfährt wie seinem Vorgänger Olmert.
3 Verfahren sind ihm ja bereits Anhängig...aber die laufen erstmal noch ein bissl vor sich hin...es köchelt erstmal auf kleiner Flamme.
Netanjahu muß natürlich jetzt vor Wahlen nochmal die heiße Karte spielen um sich irgendwie bei all dem Ungemanch zumindest einigermaßen noch gerechtfertigt ins Licht setzen zu können.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 09. Februar 2019 - 10:43 Uhr:   

"Wer Mauern bauen muß..so zumindest meine Sicht...dem fehlen Argumente für "POLITIK".
PUNKT!"
Genau, alle Mauern und Zäune weg, Haustüren auf! Wer das nicht tut, dem fehlen nur die Argumente gegen Einbrecher und Obdachlose;-)

Hamas will nicht mit Israel diskutieren, sondern das Land eliminieren.

"Einige Politiker lernen halt doch immer wieder dazu...und sei es bei Ulbricht und Honecker."
Ulbricht und Honecker hatten doch insofern Erfolg, dass die Mauer ihre Diktatur stabilisiert hat. Kurz nach dem Ende der Mauer kam das Ende der DDR.

Israel sperrt nicht - wie die Kommunisten - eigene Leute ein, sondern Terroristen aus und ist dabei auch ziemlich erfolgreich.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 29. März 2019 - 22:10 Uhr:   

Parlamentswahl am Dienstag, dem 09.04.2019

Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentswahl_in_Israel_2019
https://en.wikipedia.org/wiki/2019_Israeli_legislative_election

Wahlkommission
https://www.bechirot.gov.il/

News de
http://www.hagalil.com/
https://www.alsharq.de/taxonomy/term/2405
https://heplev.wordpress.com/
https://derstandard.at/r84/Israel
http://www.spiegel.de/thema/israel/
https://de.euronews.com/tag/israel
http://www.tagesschau.de/thema/israel/
https://www.dw.com/de/israel/t-17284250

News en
https://www.haaretz.com/israel-news/elections
https://www.jpost.com/
https://www.ynetnews.com/home/0,7340,L-3083,00.html
http://www.israelnationalnews.com/

News il
https://news.walla.co.il/
https://13news.co.il/
https://www.inn.co.il/Special/Elections/
https://www.srugim.co.il/

Twitter
https://twitter.com/search?f=realtime&q=%23IsraElex%20OR%20%20%23IsraelElections&src=typd

Forum en
https://uselectionatlas.org/FORUM/index.php?topic=309895.0

Wahlrecht
http://www.wahlrecht.de/ausland/israel-parlament.html

Umfragen
https://knessetjeremy.com/
https://en.wikipedia.org/wiki/Opinion_polling_for_the_2019_Israeli_legislative_election

Frühere Wahlen
https://www.electoralgeography.com/new/en/category/countries/i/israel
https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Parlamentswahl_in_Israel
https://en.wikipedia.org/wiki/Category:Israeli_legislative_elections
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_politischen_Parteien_in_Israel

(Beitrag nachträglich am 29., März. 2019 von zigzag editiert)
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 10. April 2019 - 21:09 Uhr:   

Mal wieder wurde Netanyahu in den Umfragen unterschätzt. Dass der Likud auch stärkste Partei ist, dürfte weniger bedeutend sein, da es eine "große Koalition" sehr wahrscheinlich nicht geben wird.

Noch nicht ausgezählt sind die Stimmen von Soldaten und (zahlenmäßig wohl weniger bedeutend) aus Krankenhäusern und Gefängnissen.
Diese Stimmen, ca. 3 % sollen es sein, bringen traditionell eine Verschiebung nach rechts. Die Araber werden hier zwar ganz schwach abschneiden, da sie nicht der Wehrpflicht unterliegen, aber es wird bei 10 Sitzen für sie bleiben, denn momentan ist die Listenverbindung nahe am 11. Sitz. Kachol Lavan wird wahrscheinlich einen Sitz verlieren, womit die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass der Likud am Ende doch einen oder sogar zwei Sitze Vorsprung hat und das rechte Lager insgesamt mindestens 66 statt 65 Sitze.

Für die Parteineugründer Bennett&Schaked, Orly Levy und Mosche Feiglin war es eine schwere Niederlage, die 3,25%-Hürde erschwert Neugründungen erheblich. Umfragen ist eben nicht zu trauen und die beiden Erstgenannten hatten schon 2015 mit dem Jüdischen Heim erheblich weniger geholt als in den Umfragen. Nach jetzigem Stand sind 11 Listen über der Sperrklausel, davon vier eher knapp mit 3,46 bis 3,66%. Balad/Raam wird noch etwas absacken, aber nicht unter 3,25% fallen. Bei der "Neuen Rechten" (3,14%) ist es denkbar, dass sie doch reinkommt, während Zehut und Gesher sicher draußen sind.

Koalitionsmäßig wird es für Netanyahu nicht einfach, da er mindestens vier Partner braucht und auch keinen potententiellen Partner in der Mitte hat, solange er nicht mit Gantz und Lapid koalieren will. Zum ersten Mal seit 20 Jahren haben die beiden stärksten Fraktionen rechnerisch eine Mehrheit zusammen. Letztlich hat die Wahl keine so dramatischen Verschiebungen gebracht. Bemerkenswert ist aber der fortgesetzte Zerfall des linkszionistischen Lagers, das ja mal die absolute Mehrheit hatte - gerade mal 10 Sitze für Arbeitspartei und Meretz zusammen und keine 5% für die ehemalige Dauerregierungspartei.

(Beitrag nachträglich am 10., April. 2019 von frings editiert)
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 11. April 2019 - 20:16 Uhr:   

Schlamperei auf der Ergebnisseite der Wahlkommission:
https://votes21.bechirot.gov.il/

Da wird die Zahl der gültigen Stimmen mit 4231424 angegeben, die Stimmenzahlen der einzelnen Listen addiert ergibt aber 4291707. Jetzt hat Hayemin Hehadash nach Angaben der Wahlkommission 138101 Stimmen. Auf Basis der erstgenannten Gesamtstimmenahl wäre das ein Stimmenanteil von 3,26% und damit ganz knapp über der Hürde. Bei letztgenannter Zahl läge der Stimmenanteil nur bei 3,22% und unterhalb der Sperrklausel.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 11. April 2019 - 23:47 Uhr:   

Wahrscheinliche Sitzverteilung
Likud 36
Kachol Lavan 35
Schas 8
Torah-Judentum 7
Avoda 6
Hadasch/Taal 6
Israel Beiteinu 5
Union rechter Parteien 5
Meretz 4
Kulanu 4
Balad/Raam 4 (3,34%)
Neue Rechte 0 (3,216%)
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2019 - 19:20 Uhr:   

Da Likud und Kachol Lavan lt. Umfragen ziemlich gleichauf sind, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass beide (wie im April) durch taktisches Wahlverhalten erheblich besser abschneiden als erwartet. Das wird vor allem Yamina, Avoda/Gescher, der Demokratische Union (Meretz & Barak) und Otzma schaden, wobei die drei Letztgenannten deswegen an der 3,25%-Hürde scheitern könnten.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 17. September 2019 - 18:28 Uhr:   

Parlamentswahl am Dienstag, dem 17.09.2019

Die Wahllokale schließen um 21:00 Uhr MESZ (22:00 Uhr Ortszeit)

Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentswahl_in_Israel_September_2019
https://en.wikipedia.org/wiki/September_2019_Israeli_legislative_election

Wahlkommission
https://www.bechirot.gov.il/
https://votes22.bechirot.gov.il/

News de
http://www.hagalil.com/
https://www.alsharq.de/taxonomy/term/2405
https://heplev.wordpress.com/
https://www.derstandard.at/international/nahost/israel
https://www.spiegel.de/thema/israel/
https://de.euronews.com/tag/israel
http://www.tagesschau.de/thema/israel/
https://www.dw.com/de/israel/t-17284250

News en
https://www.haaretz.com/israel-news/elections
https://www.jpost.com/
https://www.ynetnews.com/home/0,7340,L-3083,00.html
http://www.israelnationalnews.com/

News il
https://news.walla.co.il/
https://13news.co.il/
https://www.inn.co.il/Special/Elections/
https://www.srugim.co.il/

Twitter
https://twitter.com/search?q=%23IsraElex%20OR%20%23IsraelElections%20OR%20%23IsraElex19v2&src=typed_query&f=live

Forum en
https://uselectionatlas.org/FORUM/index.php?topic=321067.0

Wahlrecht
http://www.wahlrecht.de/ausland/israel-parlament.html

Umfragen
https://knessetjeremy.com/
https://en.wikipedia.org/wiki/Opinion_polling_for_the_September_2019_Israeli_legislative_election

Frühere Wahlen
https://www.electoralgeography.com/new/en/category/countries/i/israel
https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Parlamentswahl_in_Israel
https://en.wikipedia.org/wiki/Category:Israeli_legislative_elections
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_politischen_Parteien_in_Israel

(Beitrag nachträglich am 17., September. 2019 von zigzag editiert)
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 17. September 2019 - 21:24 Uhr:   

exit polls via
@NewsChannelIL
: Likud - 33 Blue & White - 34 Yisrael Beiteinu - 8 Yamina - 8 Avoda-Gesher - 5 Mahane Democratit - 5 Shas - 8 UJT - 8 Joint List – 11

Israel, Channel 12 exit poll: Parliamentary Election bloc prediction:
Right-Religious: 57
Center-Left-Arab: 55
Yisrael Beiteinu (Right) : 8


exit polls via
@newsisrael13
: Likud - 31 Blue & White - 33 Yisrael Beiteinu - 8 Yamina - 6 Avoda-Gesher - 6 Mahane Democratit - 6 Shas - 9 UJT - 8 Joint List – 13

Israel, Channel 13 exit poll: Parliamentary Election bloc prediction:
Right-Religious: 54
Center-Left-Arab: 58
Yisrael Beiteinu (Right) : 8


exit polls via
@kann_news
: Likud - 32 Blue & White - 32 Yisrael Beteinu - 10 Yamina - 7 Avoda-Gesher - 5 Mahane Democratit - 5 Shas - 9 UJT - 8 Joint List – 12

Israel, Kan exit poll: Parliamentary Election bloc prediction:
Right-Religious: 56
Center-Left-Arab: 54
Yisrael Beiteinu (Right) : 10


Israel: all exit polls (Channel 12, Kan, Channel 13) predict the extremist Otzma Yehudit (Far-right) will not enter the parliament.

https://twitter.com/AsiaElects
https://twitter.com/LTCPeterLerner/status/1174035837765476352
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 18. September 2019 - 20:58 Uhr:   

Die von Netanyahu selbst initiierte Neuwahl ist eindeutig eine Niederlage für ihn. Wenn er es nicht doch noch schafft, zu einem astronomischen Preis Lieberman umzustimmen, ist er erledigt. Lieberman ist in der Schlüsselposition bei der Regierungsbildung.

Zwischen den "Blöcken" gab es gar nicht so viel Bewegung und innerhalb des Mitte/Links-Spektrums kaum, allerdings war diesmal die Wahlbeteiligung bei den Arabern erheblich höher, während sie insgesamt kaum stieg. Interessant ist, dass der Likud nach aktuellem Stand 5 Sitze verliert, obwohl der Stimmenanteil nur 1,5 %-Punkte gesunken ist, diesmal haben die Parteien unter der Sperklausel 2,8%, bei letzten Mal 8,4%. Da der Likud Kulanu geschluckt hat, ist der Verlust gegenüber vor der Wahl sogar 9 Sitze.

Es fehlen noch Stimmen aus Militär, Krankenhäusern und Gefängnissen, beim letzten Mal waren es ca. 250.000. Der Likud könnte noch einen Sitz gewinnen auf Kosten der Araber, die im Militär kaum Stimmen holen. Dass er stimmenstärkste Partei wird, ist nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich.

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