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Bernhard Nowak
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Januar 2009 - 18:52 Uhr: | |
Mich wundert, dass bei einem solchen Ergebnis Thorsten Schäfer-Gümbel nicht auch zurücktritt. Ich war fest davon überzeugt, er werde zurücktreten, wenn er weniger als 25% der Stimmen erhalten werde. Es war klar, dass Frau Ypsilanti zurücktreten werde - ich fand es richtig, dass sie dies bereits heute abend tat - aber nach diesem Ergebnis - ein Minus von über 14% - aber dass Thorsten Schäfer-Gümbel dies nicht tut, überrascht mich bei diesem Ausmaß der Niederlage schon. Sieger sind - wie ich dachte - FDP und auch die Grünen. Die Linken profitieren von einer niedrigeren Wahlbeteiligung und - möglicherweise, wenn sie in den Landtag kommt - zur Zeit steht sie bei 5,1% - wohl möglicherweise von Wählern auf dem linken Rand von SPD und Grünen, die dieses Mal Linkspartei gewählt haben - denn sie dürfte auch Wähler aus 2008 verloren haben. |

Mitdenker
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Januar 2009 - 18:53 Uhr: | |
ARD Berichte Roland Koch redete vorhin von 50 Direktmandaten. Franz Müntefering redete gerade in der ARD. Thorsten Schäfer-Gümbel wurde im ARD Studio vorhin für Franz Müntefering unterbrochen. Jörg-Uwe Hahn und Tarek Al-Wazir waren gerade im ARD-Studio. Gesprächsrunde im ZDF Axel Wintermeier (CDU Hessen, Generalsekretär) Dieter Posch (FDP Hessen, Generalsekretär), Priska Hinz (Grüne, Bundestagsabgeordnete), Janine Wissler (Linke, Landtagsabgeordnete) Zuschaltung von Franz Müntefering
| Sender | Stand | Institut | CDU | SPD | FDP | Grüne | Linke | Sonstige | Gesamt | WBT | | ARD | 18:45 | Infratest Dimap | 37,2 | 23,6 | 15,8 | 13,8 | 5,1 | 4,3 | 99,8 | 60,0 | | ARD | 18:45 | Infratest Dimap | 43 | 27 | 18 | 16 | 6 | 0 | 110 | x | | ZDF | 18:45 | FGW | 37,2 | 23,9 | 16,6 | 13,4 | 5,1 | 3,8 | 100,0 | 61,0 | | ZDF | 18:45 | FGW | 49 | 32 | 22 | 18 | 7 | 0 | 128 | x |
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Mitdenker
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Januar 2009 - 18:56 Uhr: | |
Roland Koch und Thorsten Schäfer-Gümbel sind gerade bei Bettina Tietjen im ZDF. ARD war 18:51 Uhr! SPD bei 23,8 %! |

mma
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Januar 2009 - 19:00 Uhr: | |
("Es waren doch nicht die Medienkonzerne, die vor der Wahl erklärt haben, man wolle nicht mit der Linken zusammenarbeiten und es hinterher doch getan haben.") Wer hat denn das doch getan? Waren heute Neuwahlen oder nicht? |

Henning Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Januar 2009 - 19:08 Uhr: | |
Ohne Frage hat Frau Yps ein Wahlversprechen gebrochen, aber die Medienkampagne deswegen war wohl beispiellos. Denn Wahlversprechen haben schon genug Leute gebrochen und Koch hat die Wähler auch schon belogen. Das Problem von Frau Yps ist das sie eine Frau ist, hätte ein Mann das gleiche gemacht wie sie wäre die Presse anderes gewesen - jedenfalls meine Meinung. Jedenfalls, das einzige Fragezeichen was war, ist ob die Linken rein kommen und das scheint geklärt. |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Januar 2009 - 19:23 Uhr: | |
Die ZDF-Sitzprognose paßt nicht zu den Zahlen, die sie selbst liefern. |

Martin Fehndrich
Moderator
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Januar 2009 - 19:37 Uhr: | |
Bei ZDF Zahlen 19:00 gibt es ein HN-Paradox ein. |

PNK Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Januar 2009 - 19:41 Uhr: | |
Um mal wieder auf die sachliche Ebene zu kommen meine Lehre aus dem Hessenjahr: Für mich ist das Wahlergebnis gemessen an den Geschehnissen des letzten Jahres nicht so grandios für das bürgerliche Lager wie es eigentlich zu erwarten wäre. Linkspartei und SPD haben sich ja selbst zerlegt, die FDP und CDU haben zusammen nicht mal 55%. Sicher ist Koch da ein Negativfaktor, das lässt sich nicht wegdiskutieren. Wenn der BTW-Wahlkampf normal läuft, d.h. Merkel weiter beliebt bleibt und die CDU sich nicht nennenswert mit der CSU anlegt, die SPD aber auch mit innerparteilicher Harmonie und Regierungsbeteiligung ohne Linkspartei Wahlkampf macht, dann wird die CDU/CSU zwar wieder stärkste Kraft, ich vermute aber seit heute Abend, dass das Ergebnis hinsichtlich Kolaitionsmöglichkeiten wie 2005 seien wird. Wohlgemerkt: solange die SPD bei den anstehenden Wahlen in den Ländern und bei der Bundespräsidentenwahl sich nicht verdächtig macht, doch wieder nach links zu schielen. |

Mitdenker
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Januar 2009 - 19:42 Uhr: | |
ZDF 19:30 bis 20:00 Uhr Berliner Runde Bundesgeschäftsführer Ronald Pofalla, CDU, Nordrhein-Westfalen Hubertus Heil, SPD, Niedersachsen Dirk Niebel, FDP, Baden-Württemberg Steffi Lemke, Grüne, Sachsen-Anhalt Dietmar Bartsch, Linke, Mecklenburg-Vorpommern Karl-Theodor zu Guttenberg, CSU, Bayern |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Januar 2009 - 19:55 Uhr: | |
@PNK "die FDP und CDU haben zusammen nicht mal 55%." Ca. 53% sind immerhin mehr als bei fast allen anderen Wahlen der letzten Jahrzehnte - seit dem Krieg war es nur zwei Mal mehr (1974, 2003). Das linke Lager bekam seit 1946 nur 2003 weniger als jetzt. Vom Wahlergebnis her für das "bürgerliche Lager" also mit das Beste, das es jemals gab. Die CDU hat sicher ein strukturelles Problem, die Wählerschaft ist überaltert und sehr viele CDUler sind mit der Partei unzufrieden. Daher wohl das für die CDU enttäuschende Ergebnis. Die FDP ist auch deshalb so stark, weil viele keine Linksfront wollten, aber auch nicht zur CDU wechseln. Da ist die FDP-Stimme dann eine naheliegende Entscheidung. Der gute Bundestrend plus dieses taktische Verhalten haben m.E. der FDP dieses Ergebnis beschert. |

Wilko Zicht
Moderator
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Januar 2009 - 19:57 Uhr: | |
@Thomas: >Die Grünen könnten Frankfurt V gewinnen. Sieht nicht so aus. Nach 81 von 93 Wahlbezirken liegen sie bei 22,6% der Wahlkreisstimmen und damit acht Prozent hinter der CDU (SPD übrigens nur 1% hinter CDU). |

Henning Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Januar 2009 - 20:16 Uhr: | |
Ein Teil des Ergebnisses ist sicher den besonderen Zeiten geschuldet. Die Finanzkriese hat bewirkt das Bürgerliche Lager zu stärken. In unsicheren Zeiten streben die Wähler eher zu den Konservativen. (Ich denk mal insgesamt 2%) Interessant ist auch das Abschneiden von Herrn Koch, trotz der Steilvorlage hat er nicht gewinnen können. Ich denke die Hessen CDU wäre gut beraten den Stab weiter zu geben. Die Linke hat noch konsolidierungsbedarf in Hessen, wie oft im Westen. Immerhin sind sie trotz der schlechten Presse wieder rein gekommen und bewiesen das das keine Eintagsfliege war. FDP und Grüne haben natürlich jetzt oberwasser, ich würde aber an deren Stelle nicht übermütig werden - diese Wahl war doch sehr Speziel und durch Personen geprägt. Für Die BTW gehe ich allerings auch von Schwarz Gelb aus - alleine schon wegen der Finanzkriese. Auch hier wird die CDU verlieren, aber weniger Stark als die SPD und die FDP wird ein sehr gutes Ergebniss einfahren. Grüne werden gewinnen und die Linke leicht zulegen. |

Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Januar 2009 - 20:19 Uhr: | |
"Die FDP ist auch deshalb so stark, weil viele keine Linksfront wollten, aber auch nicht zur CDU wechseln." Genau dies glaube ich auch und sehe dies als einen wichtigen Grund für die Stärke der FDP. Ich denke auch, dass neben der Personalie Roland Koch auch eine Rolle spielt, dass die CDU immerhin nun 10 Jahre in Hessen die Regierung stellt und wer so lange die Regierung stellt, macht Fehler und wird nicht unbedingt beliebter, weil er für die Entwicklungen und auch unpopuläre Entscheidungen gerade stehen muss. Dies sieht man ja auch an Umfragen im Saarland und in Thüringen. Ich warte nun gespannt, welche Konsequenzen die SPD aus dem Wahldebakel morgen ziehen wird - denn immerhin war Hessen einst unter Zinn ein SPD-Land und da sind rund 24% ein größerer Verlust als ein Ergebnis von unter 20% in Bayern. |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Januar 2009 - 20:19 Uhr: | |
@Wilko Interessant. Bei der letzten Wahl lagen die Grünen in FFM V 15,7 Prozentpunkte hinter der SPD und jetzt immer noch 7,5 - da ist der Trend offenbar deutlich anders als im Durchschnitt. Ypsilanti ist in Frankfurt VI übrigens ganz übel abgestürzt. Nach 95 von 101 ausgezählten Wahlbezirken ist sie von 41 auf 23,2% gefallen. |

Matthias Cantow
Moderator
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Januar 2009 - 21:08 Uhr: | |
Nach unseren Berechnungen sind noch zwei Wahlkreise umkämpft. |

Hauke Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Januar 2009 - 21:33 Uhr: | |
Laut spiegel.de (Intaraktive Karte mit allen Wahlkreisen, in das laut eigener Angabe nur vollständig ausgezählte Wahlkreise einflißen) sieht die Lage etwas anders als ihre Angaben aus: Sowohl Rotenburg als auch Hersfeld und Marburg-Biedenkopf II sind da auch an die CDU gefallen, können sie das bestätigen und ggf. aktualisieren? |

Henning Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Januar 2009 - 21:37 Uhr: | |
Nach Durchsicht einiger Einzelergebnisse habe ich festgestellt das die Linke in SPD dominierten Kreisen verloren hat und in CDU Kreisen gewonnen (tendenziell) Hat da jemand eine Idee warum das so sein könnte? |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Januar 2009 - 21:38 Uhr: | |
Die SPD gewinnt diese 9 Wahlkreise 1 Kassel-Land I 2 Kassel-Land II 4 Kassel-Stadt II 7 Schwalm-Eder I 8 Schwalm-Eder II 10 Rotenburg 11 Hersfeld 13 Marburg-Biedenkopf II 18 Gießen I Nur Frankfurt V ist damit noch offen. |

Martin Fehndrich
Moderator
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Januar 2009 - 21:40 Uhr: | |
in Rotenburg als auch Hersfeld sind Erst- und Zweitstimmenmehrheit anders. |

Hauke Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Januar 2009 - 21:43 Uhr: | |
Entschuldigung, hatte mich bei Spiegel mit der Anzeige Erst/Zweistimme vertan, insofern ist mein obiger Post hinfällig. Toller Service hier! |