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Archiv bis 17. Oktober 2008

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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Freitag, 19. November 2004 - 22:20 Uhr:   

Derselbe Berichtam 19. September heute in Spiegel-Online unter: SPIEGEL ONLINE - 19. URL: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,328692,00.html

Interessant dabei folgende Feststellungen:
Die Stimmabweichungen fanden in mehrheitlich demokratischen Bezirken statt
Über einen Zufallsgenerator können Maschinen so programmiert worden sein, dass Bush jede 50. Stimme von Kerry zugeschrieben bekam.

Ich habe es anfangs nicht geglaubt, doch nun kommen mir wirklich allmählich Zweifel, ob hier nicht Wahlcomputer manipuliert worden sind und die Exit-Polls in den Swing-States, die Kerry vorne sahen, nicht doch korrekt waren. Ich bezweifle nach wie vor nicht, dass Bush die Popular Vote gewonnen hat, dies tun ja alle Berichte nicht, wohl aber, dass es bei der Programmierung der Wahlprogramme überall mit rechten Dingen zuging. Nochmals: wenn Bush wirklich gewonnen hat, so ist dies zu akzeptieren und er ist demokratisch gewählt. Aber die - nicht nur bei Spiegel Online - benannten Vorfälle, die ja auch Kai in seiner letzten Mail dargestellt hat, müssen meines Erachtens untersucht werden. Ich plädiere jedenfalls für klassisches Wählen mit Stimmzettel, Urne und Wahlaufsicht von Beauftragten aller Parteien und nicht unsichtbare PC-Programme. Der Bericht erinnert mich an den Witz, der im Fernsehen kam: Wer in Florida Kerry wählen wollte, bekam einen Dank, Bush wiedergewählt zu haben. Genau dies wird ja in dem Bericht beschrieben. Also untersuchen.
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Florian
Veröffentlicht am Samstag, 20. November 2004 - 23:06 Uhr:   

Die Stimmung in Berkeley dürfte recht eindeutig Anti-Bush sein. Deshalb sind solche "wissenschaftlichen Ergebnisse" wohl mit Vorsicht zu genießen.
Dass der Spiegel nicht unbedingt ein Medium ist, dass gegen Bush gerichtete Berichte besonders kritisch hinterfragt ist ja auch allgemein bekannt.

Daher übernehme ich jetzt einmal die Rolle des kritischen Lesers:

Die Fakten:
In insgesamt 15 Bezirken mit Touchscreen-Technik hat Bush signifikant mehr Stimmen bekommen als im Durchschnitt des Staates Florida.
Weitere Fakten gibt es nicht. Alles andere sind nur Vermutungen und wilde Spekukationen wie etwa die folgende:
"Sie habe von Computer-Fachleuten erfahren, (...)dass es relativ einfach sei, so ein System so zu programmieren, dass zum Beispiel jede 50. Stimme automatisch an Bush gehe."

Selbst wenn das technisch wirklich so einfach ist (was weder ich noch der Spiegel noch anscheinend die zitierte Dame beurteilen können):
wie sollte denn das praktisch umgesetzt werden? Dazu müssten doch eine größere Zahl Leute (Programmierer, Wahlhelfer, Beamte, etc.) zu einer absolut verschwiegenen Verschwörung zusammen kommen. Zudem müssten viele der Offiziellen mit von der Partie sein. Und man müsste darauf hoffen, dass bei keiner der Maschinen ein simpler Funktionstest durchgeführt wird, der eine solche Manipulation aufdecken würde (es würde ja reichen, bei einer manipulierten Maschine einfach mal 100 Probestimmen für Kerry abzugeben und dann das Ergebnis auszuwerten - schon wäre der Schwindel aufgedeckt).
Angesichts der Tatsache, dass die Wahl in Florida wahrscheinlich die am kritischten beäugte Wahl in der Geschichte war und dass jede aufgedeckte Verschwörung das politische Ende von Bush bedeutet hätte (wesentlich schlimmer als Watergate für Nixon) sind das doch recht viele Risiken, die da die Bush-Clique eingehen müsste.

Daraus nun zu konstruieren, dass es Indizien für Wahlbetrug gibt, dass ist mal wieder typisch Spiegel.
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Martin Fehndrich
Veröffentlicht am Sonntag, 21. November 2004 - 16:16 Uhr:   

Die Berkley Daten kann man mit einem anderen Ansatz auch ganz anders interpretieren:

Der Stimmenabstand der beiden Kandidaten war 2000 praktisch Null, in 2004 rund 377.000 Stimmenvorsprung für Bush.
Der Zuwachs der Bush Stimmen (also Bush04-Kerry04-Bush00+Gore00) betrug 110.000 Stimmen in den Touchscreen Counties und 267.000 Stimmen in den anderen. Da in den Touch-Screen Counties 3.889.012 und den anderen 3.557.422 Bush/Kerry Wähler wählten, hat Bush in den Touch-Screen Counties nur mäßig dazu gewonnen.
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Thomas Frings
Veröffentlicht am Sonntag, 21. November 2004 - 17:42 Uhr:   

"In insgesamt 15 Bezirken mit Touchscreen-Technik hat Bush signifikant mehr Stimmen bekommen als im Durchschnitt des Staates Florida."

Nicht einmal das stimmt. Bush bekam in den Touchscreen-Bezirken 47,98 und in den übrigen 57,47% (Stimmenanteile ohne Splitterkandidaten). Auch bei der Veränderung gegenüber 2000 gibt es nichts, was für Manipulation spricht: In den E-Touch-Counties gewann Bush 2,25 Prozentpunkte, in den anderen sogar etwas mehr (2,52 Prozentpunkte). Nur in zwei der 15 ounties, die elektronisch stimmten, war der Zuwachs für Bush wesentlich über dem Durchschnitt, aber davon gibt es auch unter den übrigen. Im größten County Miami-Dade, der elektronisch stimmte, verschlechterte sich Bush sogar relativ gegenüber 2000.
Zudem ist zu bedenken, daß nicht nur Republikaner in der Lage sein könnten, Wahlergebnisse zu fälschen, sei es in Florida oder anderswo.
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John_Rawls
Veröffentlicht am Sonntag, 12. Dezember 2004 - 01:31 Uhr:   

@mörsberg, 17.11.: In den 20ern trat, glaube ich, schon mal ein Katholik erfolglos für die Demokraten an, aber der Name fällt mir grad nicht ein...

Al Smith, 1928.
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William Jefferson Clinton (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Donnerstag, 02. November 2006 - 19:22 Uhr:   

Hier noch mal ein Link für alle USA-Wahlsystem-Fans oder einfach nur Leute, die daran interessiert sind, wie das amerikanische Volk stellvertretend für die ganze Welt den Congress und Senat wählt. Hat mir 2004 auch schon immer viel Freude bereitet.

http://www.electoral-vote.com/
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Scharnhorst (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 07. November 2006 - 02:57 Uhr:   

"Floridas Wahlcomputer führen erneut Eigenleben"
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Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 07. November 2006 - 23:23 Uhr:   

Ich habe mich auf der oben erwähnten Seite umgeschaut. Dort werden verschiedene Umfrageergebnisse für jeden Staat zu einer Prognose zusammengerechnet.

1) Für den Senat werden folgende Ausgänge erwartet

a) erwartete Siege republikanischer Amtsinhaber: 8
b) erwartete Siege demokratischer Amtsinhaber: 14
c) erwarteter Sieg eines "unabhängigen" Amtsinhabers: 1 (Joe Lieberman, Demokrat)
d) erwartete Siege republikanischer Herausforderer: 1
e) erwartete Siege demokratischer Herausforderer: 9

Also: Laut dieser Seite ist wahrscheinlich, dass 10 Sitze im Senat wechseln werden. Es werden 24 Siege für die Demokraten und 9 Siege für die Republikaner erwartet. Das ergäbe eine 51 Sitze für die Demokraten und 49 Sitze für die Republinkaner. Die Demokraten würden damit erstmals seit 1994 die Senatsmehrheit zurückgewinnen.

2) Diese Seite sagt für das Repräsentantenhaus, dass sich 36 Sitze verschieben würden. Die Demokraten kämen auf 239 Sitze. Die Republikaner hätten nun 195 Sitze. 1 Sitz ist völig offen. Das ist bestimmt der Sitz des Wahlkreises TX-23, auf den sich gleich 7 Kandidaten bewerben.

3) In 36 der 50 Staaten finden heute auch Gouverneurswahlen statt. Dafür habe ich noch keine Vorheragen gefunden. Die Republinkaner müssen 22 ihrer 28 Gouverneursposten verteidigen. Die Demokraten müssen um 14 ihrer 22 Gouveursämter kämpfen.
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Marc K.
Veröffentlicht am Mittwoch, 08. November 2006 - 00:08 Uhr:   

@Mitdenker,

diese Poll ist sehr fragwürdig.
So wird z.B. Virginia den Demokraten zugeschlagen, auch wenn die Umfragen meist identische Prognosen für Dems und Republicans liefern. Auch der Staat Montana wird den Demokraten zugeschlagen, wobei auch hier die Ergebnisse nahezu gleich sind.

Ich gehe daher davon aus, dass die Republikaner die Mehrheit im Senat halten werden.
Selbst bei einem 50-50 hätten die Reublikaner ja im Senat die Mehrheit, weil dann der Vizepräsident ja den Stichentscheid geben kann.

Ich prognostiziere aber ein 51-49 im Senat für die Republikaner. Das Repräsentantenhaus geht an die Demokraten.
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Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Samstag, 11. November 2006 - 15:01 Uhr:   

Der Präsident spielt war ein KÖNIG auf Zeit. George Bush hat nun die schlechteren Karten. Deshalb wechselt er das Spiel. Bush hat nun genug von RUMMY (Donald Rumsfeld). Sein JOKER (Carl Rove) kam nicht zum Zug. Bush spielt nun wieder POKER, Texas Holdin´ versteht sich.

Er hat nun mit dem bisherigen CIA-Chef ein AS aus dem Ärmel geholt. Bush hat zwei starke DAMEN gegen sich. Die "Hexe" Nancy Pelosi und die alte (und neue?) First Lady Hillary Clinton. Seine eigene DAME (Catherine Harris) hat in Florida haushoch verloren. Sein BUBE (Jeb Bush) ist nicht mehr Gouveneur.

George Bush hat auch eine ZEHN (Arnold Schwarzenegger). Arnie ist zwar in Kalifornien beliebt, aber er mag Bush nicht. Der Präsident hat auch viele SIEBENEN, ACHTEN, und NEUNEN, also eine ganze Menge Luschen, die ihre Posten im Senat und im Repräsentantenhaus verloren haben.

George Bush ist nicht mehr der OBERSTAR (Minnesota - 8). Er ist nun eine "Lame Duck". Er hat nun nur noch wenige CHIPS (Charles "Chip" Pickering, Mississippi - 3) in der Hinterhand.
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Marc K.
Veröffentlicht am Samstag, 11. November 2006 - 15:44 Uhr:   

Interessanter Welt-Artikel, der daran erinnert, daß Bush bereits in Texas mit einer von Demokraten kontrollierten Legislative zusammenarbeiten mußte - und gut zusammenarbeitete. Vielleicht könnte ihm das neue Bündnis mit Nancy Pelosi und Harry Reid daher durchaus gelegen kommen.

Die Demokraten hatten noch nicht einmal alle ihre Sieger feststehen, da opfert Bush bereits einen seiner wichtigsten Konservativen. Die Botschaft des Rücktritts Donald Rumsfelds ist: "Ich, George W. Bush, brauche die religiöse Rechte nicht mehr. Ich habe meinen letzten Wahlkampf geführt. Soll jetzt die Konservativen streicheln, wer 2008 meine Nachfolge anstrebt. John McCain, Senator aus Arizona. Mitt Romney, Ex-Gouverneur von Massachusetts. Sam Brownback, der Senator aus Kansas. Ich, George W. Bush, bin nur noch Präsident. Ich werde mit den Demokraten mein Erbe retten, mit ihnen bin ich bis 2000 in Texas gut ausgekommen. Der Irak, Bildung, die Zuwanderung mit dem Gastarbeiterprogramm, bei dem mich die Konservativen schmählich im Stich gelassen haben. Verbündete habe ich bei den Republikanern des Nordostens, solchen, die nicht jeden Morgen den Demokraten Bibelzitate an den Kopf werfen. Diese Lincoln-Republikaner bilden im neuen Senat des Kongresses das Zünglein an der Waage. Mit ihnen und mit den Mitte-Demokraten habe ich im Kongress eine neue, wenngleich fragile Mehrheit."

http://www.welt.de/data/2006/11/10/1105150.html
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Marc K.
Veröffentlicht am Samstag, 11. November 2006 - 15:52 Uhr:   

Ich glaube nicht, dass Bush zur lame duck wird.
Der Sieg der Demokraten ist mehr das Ergebnis der Unzufriedenheit mit den Republikanern geschuldet. Die Demokraten haben KEIN Konzept, kein Gegenmodell zum republikanischen Entwurf. Sie sind innerparteilich vollkommen gespalten: Sie waren für und gegen den Irakkrieg, für und gegen Steuersenkungen, für und gegen Privatisierungen bei der Sozialversicherung, etc. Insgesamt kann Präsident Bush sich daher durchaus auf gemäßigte und konservative Demokraten stützen, wenn er seinen Kurs etwas mäßigt.
Das wäre für ihn auch nichts neues, hat er doch schon in Texas mit von den Demokraten kontrollierten Parlamentskammern zusammengearbeitet.

Im Senat sitzen zudem zwei Unabhängige, von denen einer - Joe Liebermann - ein koservativer Demokrat ist, der von seiner eigenen Partei nicht aufgestellt wurde, die den Ultralinken Lamont bevorzugt hatte. Die Demokraten haben hier einen großen Fehler gemacht, einen so exzellenten Politker wie Liebermann zu vergraulen. Seine Wiederwahl verdankt er hauptsächlich gemäßigten Republikaner (z.T. auch Demokraten). Von daher wird er mit Sicherheit als unabhängiger Abgeordneter ein sehr selbständiges und selbstbewußtes Abstimmungsverhalten zeigen und keinesweges eine Marionette der Demokratischen Partei sein und sich z.B. für einen demokratischen Blockade- oder Obstruktionskurs einspannen lassen.
Ich glaube auch nicht, dass ein derartiger Versuch der Demokraten bei den Wählern gut ankäme. Von daher halte ich es für sehr unwahrscheinlich das die Demokraten sich so verhalten werden.
Es wird vielmehr eine Kooperation geben.
Die Ernennung des neuen Verteidigungsminister (Rücktritt Rumsfelds) ist ein Zeichen der Bereitschaft von Präsident Bush, dies zu versuchen.
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Thomas Frings
Veröffentlicht am Samstag, 11. November 2006 - 16:58 Uhr:   

"Die Demokraten haben KEIN Konzept"

Das hatten sie noch nie. Die amerikanischen Parteien sind keine Parteien im unseren Sinne, sondern lose Wahlvereine. Darum ist das Zwei-Parteien- System auch so stabil. Früher waren die Differenzen bei den Dems sogar krasser, weil sie damals im konservativen Süden mit sozialistischen Wahlergebnissen bdominierten. Die Südstaatler waren nicht aus inhaltlichen Gründen Demokraten, sondern weil sie den Republikanern den Bürgerkrieg ein ganzes Jahrhundert lang übelnahmen.

Den großen Wurf erwarten Amerikas Wähler auch gar nicht, sie erwarten länst nicht so viel vom Staat wie Europäer. Als Liberaler finde ich das auch sehr sympathisch, wenn mir auch einiges an Amerika mißfällt. Seit Roosevelts New Deal (der vielen Südstaaten-Demokraten gar nicht gefiel) hat keiner mehr wirksam ein großes politisches Konzept präsentiert.

Auch die Reps sind alles andere als ein monolithischer Block.

Fast nie wird im Senat strikt nach Parteilinie abgestimmt, im Repräsentantenhaus schon eher. Aber auch dort gibt es immer wenigstens ein paar Abweichler.
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Marc K.
Veröffentlicht am Samstag, 11. November 2006 - 17:08 Uhr:   

@Thomas,

naja: die Republikaner haben in den letzten Jahren sehr stark die Linien bestimmt und auch relativ geschlossen vertreten:
Für tax cuts, für school vouchers, für die Privatisierung von social security, für die Abschaffung der medical malpractice law suit, gegen affirmative action, für den Irakkrieg, gegen die Homo-Ehe (Constituitional amendment das war schon umstrittener und bräuchte eh eine 3/4-Mehrheit in den Parlamenten der Bundesstaaten, die kaum zu erreichen ist), gegen Kyoto (das aber in Konsens mit den Demokraten), usw.

Insbesondere in der Wirtschafts- und Außenpolitik haben die Republikaner Pflöcke eingeschlagen. Die Demokraten waren hier teils dafür, teils dagegen. Das meine ich mit der demokratischen Uneinigkeit.

Das die Parteien in der USA keine monolithischen Blöcke sind finde ich sehr gut. Zumal die Abgeordneten ja alle direkt gewält sind und damit direkt vom Volk legitimiert, anders als in Deutschland. Das macht sie unabhängiger, besonders die Senatoren, die für 6 Jahre gewählt sind.
Das zeigt auch das Bsp. Liebermann. Die Demokraten haben ihn nicht mehr aufgestellt und stattdessen den Linken Lamont genommen - eine ziemlich dumme Entscheidung um das einmal anzumerken. Das Ergebnis war: Liebermann gewinnt als unabhängiger Kandidat, weil er viele Stimmen moderater Republikaner (und Demkraten) auf seine Seite gezogen hat.
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Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Sonntag, 12. November 2006 - 19:50 Uhr:   

Wo gibt es zusammenfassende Übersichten über die Zusammensetzung des Kongresses nach Herkunftsländern, Rassen, Geschlechtern, Altern, Schulabschlüssen, usw?

Mich interessieren vor allem Angaben über deutschstämmige Senatoren und Repräsentanten. Für Informationen wäre ich Euch sehr dankbar.
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Maik alias Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 27. August 2007 - 18:46 Uhr:   

Der Justizminister Alberto Gonzales, aus Texas, hat seinen Rücktritt eingereicht. Gonzales Amtzeit wurde durch die Gefängnisse in Guantanamo und Abu Ghraib bekannt. Ihn brachte jedoch eine Justizaffäre zu Fall. Er entließ vor kurzem zwei Bundesanwälte. Danach geriet er unter massive Kritik. Am Ende unterstütze ihn nur noch Georg Bush.

Persönliches:

Die Eltern von Alberto Gonzales wanderten als mexikanische Wanderarbeiter in die Vereinigten Staaten von Amerika aus. Sie ließen sich in Texas nieder, wo Alberto Gonzales geboren wurde. Er arbeitete sich aus dem gesellschaflichen Abseits, zum Justizminister hoch. Alberto Gonzales kennt George Bush schon lange.

http://de.news.yahoo.com/afp/20070827/twl-usa-justiz-affaeren-korr-4bdc673_1.html
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Mitdenker
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 15. Oktober 2008 - 20:52 Uhr:   

Am 4. November werden die Wahlen in den Vereinigten Staaten von Amerika stattfinden. Besonders die Präsidentschaftswahl wird auch in Deutschland verfolgt. Auch 35 der 100 Sitze im US Senat werden neu vergeben. Weiterhin werden alle 435 Sitze im Represantenhaus vergeben. Auf der Ebene der Bundesstaaten, Bezirke und Gemeinden wird es weitere Wahlen geben.


Präsidentschaftswahl

George Walker Bush ist der bisherige Amtsinhaber. Er muss nach 8 Amtsjahren abtreten. George Bush ist ein Republikaner aus Texas. Seine Gegner waren Albert Gore (2000) und John Kerry (2004).

Dieses Mal heißen beiden Hauptbewerber John McCain und Barack Obama. Beide setzten sich bei Vorwahlen und Parteiversammlungen durch. John McCain stand früher als Bewerber fest als Barack Obama.

John McCain ist Mitglied der Republikanischen Partei. Er ist ein US Senator für Arizona. Er ist ein alter und erfahrener Politiker. Er hat eine stattliche Zahl an Senatsabstimmung. John McCain war zudem ein Soldat im Vietnamkrieg.

Seine Parteifreundin Sahra Palin möchte die Vizepräsidentin werden. Sie ist derzeit die Gouverneurin Alaskas. Sarah Palin ist außenpolitisch unerfahren. Sie ist in einige Skandale verwickelt.

Barack Obama ist Mitglied der Demokratischen Partei. Er ist zurzeit US Senator für Illinois. Er hielt auf dem Bundesparteitag seiner Partei im Jahr 2004, eine der Hauptreden. Sein Leitwort heißt Change, dass sich mit Wechsel bzw. Wandel übersetzen lässt.

Joseph Biden bewirbt sich mit ihm. Joseph Biden ist US Senator für Deleware. Er ist außenpolitisch sehr erfahren. Joseph Biden wurde zur Lösung in der Südossetienfrage nach Tiflis eingeladen.

Heute findet die Debatte, zwischen John McCain und Barack Obama über die Außenpolitik statt. Dieses Thema ist für jeden US Präsidenten sehr wichtig.

(Beitrag nachträglich am 15., Oktober. 2008 von Mitdenker editiert)
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Mitdenker
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 15. Oktober 2008 - 22:08 Uhr:   

Es wird wieder einmal auf die folgenden Bundesstaaten ankommen.

Florida 27
Pennsylvania 21
Ohio 20
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Frank Schmidt
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 16. Oktober 2008 - 13:35 Uhr:   

Nicht im üblichen Sinne, dass die anderen Bundesstaaten entweder sicher in einem Lager liegen oder zu klein sind.

"Im Spiel" sind auch:
Virginia 13
North Carolina 15
Missouri 11
Colorado 9
New Mexico und Nevada (je 5)

Momentan führt McCain in keinem dieser Staaten.

Es wurde vor kurzem noch gesagt, dass es letztendlich auf Ohio ankommt, was es auch den Republikanern erlaubt hätte, sich dort zu konzentrieren. Das geht in diesem Jahr auch nicht, weil dadurch die anderen Staaten entblößt würden und Obama Ohio für den Sieg nicht braucht.
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Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 17. Oktober 2008 - 14:59 Uhr:   

Eigentlich hatte ich schon das Gefühl, die Wahl wäre gelaufen.
Obama führt - nach einem kleinen Einbruch durch den Republikaner-Parteitag (convention bounce) - in ziemlich allen Umfragen, und gilt bei vielen Beobachtern mindestens als taktischer Gewinner der drei TV-Duelle.
Mit "taktischer Gewinner" meine ich, daß zwar eine Reihe Experten McCain als stärker bewertet haben, aber Obama als Favorit mit einem "Unentschieden" zufrieden sein kann, während McCain einen deutlichen Erfolg bräuchte.

Nun lese ich aus anderen Anlaß den Wikipedia-Eintrag über die letzte Präsidentenwahl, deren Vorlauf mir gar nicht mehr im Gedächtnis war:
"Eine Umfrage zur Präsidentschaftswahl vom 7. März 2004 in Florida sah Kerry mit 49 Prozent deutlich vor Bush, der 43 Prozent erhalten würde.
...
Seinen Vorsprung konnte er bis zum Parteitag der Republikaner halten, danach geriet er in Rückstand. Jedoch sahen sämtliche Meinungsforschungsinstitute seit dem ersten TV-Duell mit Präsident Bush am 30. September 2004 Kerry wieder deutlich im Aufwind. In den beiden weiteren Rededuellen am 8. Oktober und am 13. Oktober 2004 konnte er wiederum überzeugen. Die Meinungsforscher sahen John Kerry zwei weitere Male als Sieger."

So weit also die Meinungsforscher vor vier Jahren.
Kommt einem alles vor wie der aktuelle Ablauf.
Und dann hat Bush recht deutlich gewonnen.

Sind denn Meinungsumfragen in den USA noch unzuverlässiger als in Deutschland?

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