Themen Themen Profil Profil Hilfe/Anleitungen Hilfe Teilnehmerliste Teilnehmerliste [Wahlrecht.de Startseite]
Suche Letzte 1|3|7 Tage Suche Suche Verzeichnis Verzeichnis  

Archiv bis 27. Mai 2008

Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Wahl des Bundespräsidenten » Bundespräsidentenwahl 2009 (war: Gesine Schwan als SPD-Kandidatin) » Archiv bis 27. Mai 2008 « Zurück Weiter »

Autor Beitrag
 Link zu diesem Beitrag

Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Montag, 26. Mai 2008 - 19:08 Uhr:   

Interessanter Kommentar:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/gesine_schwanilanti/
 Link zu diesem Beitrag

SaaleMAX
Veröffentlicht am Montag, 26. Mai 2008 - 19:33 Uhr:   

Es steht jeder Partei letztendlich frei, eine kandidaten aufzustellen auch wnen er vermeintlcih aussichtslos ist.

Was spricht eigentlich gegen einen 3. Kandidaten aus den Reihen der Linkspartei???Nur mal so rein theoretisch gefragt, wäre dann Horst Köhler gerettet?

Die Debatte die die CDU führt ähnelt der, der SPD, nach dem Motto "gekränktes Kleinkind".

Es weiß doch letztendlich niemand, bei dieser Wahl, Wer Wen gewählt...ein paar Grüne Horst Köhler oder ein paar vom Arbeiterflügel der CDU, Gesine Schwan?? Alles Theorie...Wer hier wem ins AMT verhilft, sei deswegen dahingestellt.

Gesine Schwan hat sich zu diesem Schritt entschieden aber das ist Ihre Entescheidung.

Bisher wurde in der Bundesrepublik erst einmal ein Bundespräsident in eine 2. Amtszeit gewählt, nämlich Richard von Weizsäcker.
 Link zu diesem Beitrag

Flann (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 26. Mai 2008 - 20:34 Uhr:   

Und natürlich Theodor Heuss.

Und nicht zu vergessen Heinrich Lübke.
 Link zu diesem Beitrag

Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Montag, 26. Mai 2008 - 20:45 Uhr:   

Was ich nach wie vor nicht verstehe, ist die Strategie der SPD, eine Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten aufzustellen, ohne die endgültigen Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung überhaupt zu kennen? Ich kann nicht verstehen, warum die Parteiführung nicht bis nach der Bayern-Wahl gewartet hat. Ich hätte ja noch verstanden, wenn aufgrund der Ergebnisse der Bayernwahl eine absolute Mehrheit oder zumindest eine relative Mehrheit im 3. Wahlgang für rot-rot-grün und Gesine Schwan absehbar gewesen wäre, diese Frau zu nominieren. Aber jetzt? Entweder verliert Gesine Schwan ein zweites Mal in der Bundesversammlung - dann schwächt diese Niederlage doch die SPD bei den kommenden Bundestagswahlen - oder sie gewinnt knapp mit Hilfe der Linkspartei. Dann kann sie zwar einen mit relativer Mehrheit im 3. Wahlgang gewählten Minderheitenkanzler (Kurt Beck) ernennen, aber das Risiko, durch die Wahl von Frau Schwan mit Hilfe der Linkspartei jegliche Glaubwürdigkeit in dieser Angelegenheit zu verlieren (m.E. ist diese schon verloren durch die Ereignisse in Hessen), ist doch recht hoch. Ich bleibe dabei: ich kann die Strategie der SPD nicht nachvollziehen. Geht es wirklich nur darum, ein einheitliches Stimmverhalten der SPD-Abgeordneten in der Bundesversammlung durch die Benennung von Frau Schwan sicher zu stellen? Und was passiert, wenn Horst Köhler nur durch die Stimmen von NPD bzw. DVU - auch wenn es nur 4 Stimmen sind - gewählt wird, weil diese einen potentiellen Kandidaten im entscheidenden Wahlgang zurückziehen? Dies ist doch auch sehr bedenklich.

Angesichts des Verhaltens der CDU/CSU im Falle des Wiederwahlwunsches des Bundespräsidenten Walter Scheel (der nach der eigenen Mehrheit in der Bundesversammlung von der Union brüsk abgelehnt wurde und Karl Carstens nominiert und gewählt wurde - Scheel verzichtete erst am Tag nach der einstimmigen Nominierung von Karl Carstens durch die Unionsfraktion der Bundesversammlung 1979) braucht die Union - im übrigen auch die FDP - aber nicht mit dem Argument zu kommen, einem amtierenden und beliebten Bundespräsidenten, der wiedergewählt werden wolle, sei dies bislang immer ermöglicht worden. Diese Argumentation ist schlicht falsch.

Im übrigen zeigt mir das Verhalten der Union, dass es ihr nicht mehr um Inhalte, sondern nur noch um die Sicherung der Macht geht. Dies ist legitim - aber ich frage mich, wofür die Union eigentlich noch steht. Ich bin gespannt, ob die Koalition bei einer eventuellen Wahl von Frau Schwan gegen Horst Köhler nicht vorzeitig auseinanderbricht und der Wahltermin - für Herbst nächsten Jahres vorgesehen - nicht vorverlegt werden wird. Wir werden es sehen.
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Montag, 26. Mai 2008 - 21:22 Uhr:   

Lebenslauf der Bewerberin Gesine Schwan

Gesine Schwan wurde am 22. Mai 1943 in Berlin geboren. Sie ist römisch-katholisch. Ihr erster Mann war Alexander Schwan. Er verstarb im Jahr 1989. Gesine Schwan heiratete im Jahr 2004 Peter Eigen.

Ihr Stadtteil Reinickendorf lag im Französischen Sektor und kam somit zu Berlin (West).

Gesine Schwan machte ihr Abitur am Französichen Gymnasium Berlin (Tiergarten). Sie studierte in Berlin und in Freiburg im Breisgau. Eines ihrer Fächer war die Politikwissenschaft. Ab 1977 war sie Professorin für Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin.

In den 1970er Jahren gründete Gesine Schwan den Seeheimer Kreis mit. Sie wandte sich, am Anfang der 1980er Jahre, gegen den sog. NATO Doppelbeschluss. Gesine Schwan wurde 1984 aus der SPD Grundwertekommission abgewählt.

Gesine Schwan ist seit dem 01. Oktober 1999 die Präsidentin der Viadriana Universität in Frankfurt/Oder. Sie arbeitet außerdem für die Bundesregierung, als Koordinatorin für die deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Gesine Schwan trat am 23. Mai 2004 zur Bundespräsidentenwahl an. Sie wurden von der SPD und dem Bündnis 90/Die Grünen unterstüzt. Sie erhielt mehr Stimmen als linke Delegierte in der Bundesversammlung gab. Gesine Schwan wurde die Zweitplatzierte der Bundespräsidentenwahl.

Es gewann, der jetzige Amtsinhaber, Horst Köhler.
 Link zu diesem Beitrag

PNK (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 26. Mai 2008 - 21:35 Uhr:   

Eine Diskussion ist eine Diskussion und ein seltsam von wikipedia abgeschriebener Lebenslauf ist kein Beitrag zu einer Diskussion. Ich frage mich, ob die Admins nicht doch 2 Themenstränge parallel laufen lassen sollen. So kann das ja keiner lesen!!!
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Montag, 26. Mai 2008 - 21:37 Uhr:   

Peter Eigen ist der Gründer von Transparancy International. Somit muss er doch wissen, was zum einen moralisch und zum anderen gesetzlich ist.
 Link zu diesem Beitrag

Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Montag, 26. Mai 2008 - 22:37 Uhr:   

@Bernhard:
> ich kann die Strategie der SPD nicht
> nachvollziehen.
Kannst Du auch gar nicht, weil es eine solche Strategie wohl gar nicht mehr gibt.

Sondern nur noch einzelne Strategie-Versuche von Personen oder Parteigliederungen - aber keine Parteilinie mehr.

Beck hat ganz deutlich längst jede Kontrolle verloren und muß dann hinterher versuchen, anderer Leute Einflußnahme als eigene Taktik zu verkaufen.

Derzeit haben offensichtlich die Linken die Oberhand und versuchen peu à peu eine Koalition mit der Linkspartei festzuklopfen.
Aber eben nicht offen mit Grundsatzdiskussion und Abstimmung, sondern indem immer mehr Fakten in diese Richtung geschaffen werden.

Ähnlich wie Schröder damals die Agenda einfach durchgedrückt hat, ohne dies vorher zu argumentieren oder abstimmen zu lassen.
In der SPD wird Politik nach dem Muster des Grabenkriegs gemacht: Keiner hat die Übersicht, Grundsatzfragen werden weder diskutiert noch entschieden, sondern jeder sucht nur den kurzfristigen Stellungsgewinn.
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Montag, 26. Mai 2008 - 22:40 Uhr:   

Der Parteivorstand der SPD hat Gesine Schwan eindeutig zur Bewerberin gewählt.
Wie viele Leute sitzen im Parteivorstand der SPD?
 Link zu diesem Beitrag

Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Dienstag, 27. Mai 2008 - 12:05 Uhr:   

@Mitdenker:
> Somit muss er doch wissen, was zum einen
> moralisch und zum anderen gesetzlich ist.
Richtig. Wobei er wohl seiner Frau nicht bei jedem Brief Korrektur lesen wird - aber mindestens das zweite Schreiben wird sie wohl mit ihm abgesprochen haben.
Ist in der Tat recht peinlich für Beide.

> Der Parteivorstand der SPD hat Gesine Schwan
> eindeutig zur Bewerberin gewählt.
Was nur heißt, daß die Linken für diesen Vorstoß eine Mehrheit bekommen haben. Die formale Einstimmigkeit hinterher bei der Abstimmung bedeutet nichts, das ist reines Ritual.

> Wie viele Leute sitzen im Parteivorstand
> der SPD?
Irgendwo habe ich 45 gelesen.

Admin Admin Logout Logout   Vorige Seite Vorige Seite Nächste Seite Nächste Seite