| Autor |
Beitrag |

Paul Johannes (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Freitag, 16. Mai 2008 - 21:05 Uhr: | |
@ Florian das ist wahrlich traurig, solch journalistischtes KÖNNEN. Allein um Gesine Schwan zum 2. mal als Kandidatin ohne Chance zu verheizen fände ich noch trauriger. Frau Schwan soll an der Viadrina bleiben, und das ist GUT SO, alles andere ist Parteigeplänkel. Die SPD hat einfach keinen geeigneten und fähigen Kandidaten für dieses Amt, ähnlich wie bei der Bundeskanzlerfrage. Deswegen sollte man dem Horst Köhler, sofern er das möchte, eine 2. Amtszeit zugestehen auch nicht zu letzt weil sein Ansehen im Volke ungleich höher ist als das der Großkoalitionäre ! Der SPD geht schlicht das geeignete Personal aus... |

Bernhard Nowak
| | Veröffentlicht am Freitag, 16. Mai 2008 - 22:34 Uhr: | |
Es ist ja auch so: selbst wenn die CSU in Bayern herbe Verluste einfährt und somit die Zwei-Stimmen-Mehrheit aus Union und FDP in der Bundesversammlung verloren gehen sollte, gäbe es damit rechnerisch noch keine rot-rot-grüne Mehrheit, da rechtsextreme Parteien wie NPD und DVU ja auch Vertreter in die Bundesversammlung entsenden. Darauf hat ja der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Struck, zu recht hingewiesen und - wenn man den Presseberichten glauben darf - indirekt aus diesem Grunde für eine Wiederwahl von Horst Köhler plädiert. Und Renate Schmidt hat natürlich auch recht: es ist auffällig, dass immer dann Frauen ins Rennen geschickt werden (Annemarie Renger 1979 gegen Karl Carstens, Luise Rinser 1984 gegen Richard von Weizsäcker oder eben Gesine Schwan gegen Horst Köhler 2004), wenn Frauen keine Chance haben, gewählt zu werden. Und ob sich Frau Schwan - oder eine andere Frau - es (erneut) antun will, als reine Zählkandidatin in die Bundesversammlung geschickt zu werden, dies wage ich zu bezweifeln. |

AntiOscar (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Freitag, 16. Mai 2008 - 22:35 Uhr: | |
Nun, anders als bei der Kanzlerfrage könnte die SPD doch den einen oder anderen Kandidaten aus dem Hut zaubern. Tatsächlich müsste die SPD aber Angst vor der Wahl des/derselben haben, da er/sie ja höchstwahrscheinlich mit Stimmen der Linken, der NPD und/oder DVU gewählt werden müsste. Das will man 4 Monate vor der BTW natürlich vermeiden. Also nichts da "doofe, fette Großkoalitionäre". Mir gehen solch unsachlich vorgetragene Politikerschelten nach dem Motto "früher gab es noch echte Politiker" allmählich auf den Sack! Und wer am Freitag abend mal ein amüsatnes Video mit einer Reihe potenziell guter Bundespräsidenten (naja- lässt sich vielleicht drüber streiten) sehen will, der klicke: http://de.youtube.com/watch?v=Pi8iJp-gW68&feature=related Die SPD sollte das Video zum Wahlkampfspott machen unter dem Motto: nur die Coolen bleiben in der SPD- die Arschlöcher wechseln die Partei! Die haben da schon den richtigen rausgeekelt, Lafontaine ist wirklich ein unlockerer Gschaftlhuber vor dem Herrn. |

AntiOscar (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Freitag, 16. Mai 2008 - 22:37 Uhr: | |
Doppelposts sind ja was schönes. Mein Beitrag bezog sich latürlich auf JohnPaul |

SaaleMAX
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Mai 2008 - 11:24 Uhr: | |
[Beitrag wegen fehlenden Bezugs zur Diskussion gelöscht. Davon abgesehen bitten wir wir alle Diskussionsteilnehmer, die Forumsregeln einzuhalten und zukünftig sachlich zu diskutieren – der Administrator] |

mma
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Mai 2008 - 13:19 Uhr: | |
@SaaleMAX Was soll denn der "Welt"-Artikel über Kurt beck in diesem Themenstrang? Meinen Sie, die SPD sollte Beck zum Bundespräsidenten nominieren? Dann hätte die SPD einen etablierten Ministerpräsidenten weniger, und die Union könnte schimpfen, er habe sich mit den stimmen der Linken wählen lassen wollen. |

mma
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Mai 2008 - 13:20 Uhr: | |
("Die SPD sollte das Video zum Wahlkampfspott machen") Anglizismenverwendung ist Glückssache oder: Wer den Schaden hat, braucht für den Spot nicht zu sorgen. |

SaaleMAX
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. Mai 2008 - 14:37 Uhr: | |
Sorry, der Beitrag war für einen anderen THREAD bestimmt. Der hatte selbstverständlich HIERZU keinen Bezug. |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Montag, 19. Mai 2008 - 10:26 Uhr: | |
Es ist immer wieder erstaunlich wie es Beck und die SPD-Spitze schaffen, sich taktisch völlig ohne Not in die Sackgasse zu manövrieren. In der BuPrä-Frage hätten sie sich halt entscheiden müssen: Entweder die eigene Kandidatur (und dann natürlich mit klarer Linksbündnis-Ansage und der NPD-Problematik) oder aber eine frühe und entschlossene Unterstützung Köhlers. Daraus aber eine wochenlange Hängepartie zu machen, mit einer siebenstündigen Konferenz mit Schwan am Wochenende - das kann doch nur im Desaster enden. Denn egal wie sie sich jetzt entscheiden: Es wird einen Riesenstreit geben und die halbe Partei wird beleidigt in der Ecke stehen. |

Florian das Original (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Montag, 19. Mai 2008 - 11:40 Uhr: | |
Mir ist ohnehin nicht klar, auf welcher arithmetischen Basis die Schwan-Diskussionen stattfinden. Realistischerweise sollte man wohl davon ausgehen, dass Köhler von Union und FDP weitgehend geschlossen gewählt wird. Es gibt es einfach keinen strategischen Grund, dies nicht zu tun. Sofern man für die Bürgerlichen von einem Worst-Case-Szenario in Bayern ausgeht (CSU:-15%, FDP:6%) dann sieht die Bundesversammlung in etwa folgendermaßen aus: Union: 505 FDP: 102 SPD: 428 Grün: 91 Linke: 91 SSW: 1 Fraktionslos: 2 DVU/NPD: 4 Nach dieser Rechnung - die allerdings Erdrutsch-Verluste der CSU voraussetzt! - käme die "Regenbogen-Fraktion" aus SPD-Grün-PDS-SSW-Fraktionslos haargenau auf die notwendige absolute Stimmenzahl von 613. Es ist aber m.E. praktisch ausgeschlossen, dass ein so bunter Haufen wirklich absolut geschlossen stimmt. (Es ist ja schon bezeichnend, dass die SPD schon wieder den gleichen Fehler wie in Hessen macht: man rechnet sich eine hauchdünne Mehrheit zusammen und geht einfach mal ohne Rücksprache davon aus, dass Grüne und PDS schon wie gewünscht stimmen werden. Was angesichts des Verhältnisses Schwan zu PDS wohl als sehr optimistisch zu werten ist). Sollte die CSU auch nur geringfügig besser abschneiden als in obigem Erdrutsch-Szenario, dann wären auf jeden Fall zusätzlich auch noch Stimmen aus dem rechtsextremen Lager notwendig. Mal ganz abgesehen davon, dass die SPD mit dem "Erfolg" eine eigene Bundespräsidentin durchgesetzt zu haben ganz sicher keine Aufbruchstimmung für die Bundestagswahl erzeugen würde. Das mag seinerzeit bei Heinemann so gewesen sein. Aber welches "Projekt" will die SPD denn im Falle Schwan dem Wähler präsentieren: "Seht her, wir sind in der Lage, mit den Extremisten von Links bis Rechts zu paktieren um einen bürgerlichen Kandidaten verhindern zu können?" - Na großartig, das wird sicher ein toller Wahlkampfkracher. Dies werden im übrigen auch die gemäßigten Kreise in der SPD so sehen. Wenn Ypsilanti schon ihre kleine Fraktion nicht geschlossen auf Linksfront-Linie bekommt, warum sollte dann ein (fraktionsmäßig nicht zu disziplinierender) Haufen wie die SPD-Gruppe in der Bundesversammlung auf einmal in geheimer Abstimmung einstimmig für ein Zweckbündnis mit der PDS sein? (Und welches Bild gibt es wohl in der Öffentlichkeit, wenn Köhler dann womöglich spürbar mehr Stimmen bekommt, als Union und FDP Sitze haben?) Alles sehr seltsam. Wie Ralf schon richtig schreibt: das strategische Kalkül von Beck&Co. erschließt sich auch mir nicht. Einziges sinnvolles Argument für eine Schwan-Kandidatur wäre m.E., dass damit peinliche Situationen vermieden werden könnten, falls zusätzlich auch noch die PDS einen Kandidaten aufstellt. (Denn ein Szenario, in dem es außer Köhler nur einen PDS-Kandidaten gibt, könnte für die SPD zum Problem werden. Speziell dann, wenn der PDS-Kandidat auch noch spürbar Stimmen von SPD und Grünen bekommt. Was möglich wäre, wenn die PDS einen SPD-affinen Kandidaten wie z.B. einen soliden Gewerkschafter aufstellt). |
|