Themen Themen Profil Profil Hilfe/Anleitungen Hilfe Teilnehmerliste Teilnehmerliste [Wahlrecht.de Startseite]
Suche Letzte 1|3|7 Tage Suche Suche Verzeichnis Verzeichnis  

Archiv bis 05. März 2008

Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Wahlen in den USA (US-Präsident, US-Senat usw.) » US-Präsidentenwahl: Vorwahlen in den USA » Archiv bis 05. März 2008 « Zurück Weiter »

Autor Beitrag
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Samstag, 01. Dezember 2007 - 15:10 Uhr:   

Ab dem 03.01.2008 werden die Vorwahlen in den USA stattfinden. Der eigentliche Wahltag wird am 04.11.2007 stattfinden. Hier sind die bisherigen Vorwahltermine, die ich bisher gefunden habe.

Staat D R
IA 03.01. 03.01.
NH 08.01. 08.01.
DC 08.01. xx.xx.
MI 15.01. 15.01.
NV 19.01. xx.xx.
FL 29.01. 29.01.
SC 02.02. 02.02.
NC 05.02. 05.02.
DE 05.02. 05.02.
MO 05.02. xx.xx.
AL 05.02. 05.02.
AZ 05.02. 05.02.
AR 05.02. 05.02.
NM 05.02. 05.02.
ND 05.02. 05.02.
OK 05.02. 05.02.
UT 05.02. 05.02.
CA 05.02. 05.02.
WV xx.xx. 05.02.
IL 05.02. 05.02.
CO 05.02. xx.xx.
GA 05.02. xx.xx.
ID 05.02. xx.xx.
NJ 05.02. xx.xx.
NY 05.02. xx.xx.
TN 05.02. xx.xx.


http://www.election.de/cgi-bin/showcom1.pl?filename=thema17924/thema17924_10001.txt&komdirname=../forum3&forumstartid=40
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Samstag, 01. Dezember 2007 - 15:52 Uhr:   

Nun habe ich die bisher wahrscheinlichen Vorwahlbewerber, nach den beiden wichtigsten Partei getrennt, aufgelistet. Die Prozentzahlen sind ein Durchschnittswert aus dem November. Die fehlende Prozente zu 100 werden Rundungsdifferenzen sein.

RepublikanerStaat%
Rudolph Guilliani (Rudy)NY28
Freddie Thompson (Fred)TN19
John McCainAZ16
(Willard) Mitt RomneyMA11
Michael Huckabee (Mike)AR10
Ronald Paul (Ron)TX5
Duncan HunterCA4
Thomas Tomcredo (Tom)CO3
Alan KeyesMD0
GesamtUSA96


DemokratenStaat%
Hillary (Rodham) ClintonNY44
Barack ObamaIL25
Johathan Edwards (John)NC14
William Richardson (Bill)NM4
Joseph Biden (Joe)DE3
Dennis KucinichOH2
Christopher Dodd (Chris)CT2
Maurice Gravel (Mike)AK1
GesamtUSA95


http://www.election.de
http://de.wikipedia.org
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Sonntag, 02. Dezember 2007 - 10:11 Uhr:   

Danke, daß Sie dieses Thema gestartet haben; das wird uns ja durch die nächsten Monate begleiten.

http://www.thegreenpapers.com/ ist eine sehr interessante Seite, wenn man sich für die Vorwahlen interssiert.

Hier die Zusammenstellung der Vorwahltermine mit der Anzahl der Delegierten, die an den Terminen gewählt werden:
http://www.thegreenpapers.com/P08/ccad.phtml

Bemerkenswert sinbd auch die komplexen Formeln zur Berechung der Anzahl der Delegierten pro Staat. Bei den Demokraten:
http://www.thegreenpapers.com/P08/D-Alloc.phtml
Bei den Republikanern:
http://www.thegreenpapers.com/P08/R-Alloc.phtml
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Sonntag, 02. Dezember 2007 - 10:46 Uhr:   

Am 05.02.2008 werden in vielen Staaten Vorwahlen abgehalten. Dieses Ereignis wird Super-Dienstag, bzw. neuerdings auch Giga-Dienstag genannt. In beiden Parteien werden, jemeils mehr als die Häflte der Deligiertensitze vergeben. Die Deligierten "wählen" auf den Parteientagen den Präsidentschaftsbewerber ihrer Partei.

Es gibt zum einen offene Vorwahlen, geschlossene Vorwahlen und lokalen Wahlversammlungen. Zum anderen gibt es, bezüglich der Verteilung der
Deligiertensitze eine Vielzahl an Verfahren.

Bei den Demokraten liegen die Verbände in Michigan und Florida offenbar im Streit mit dem Bundesvorstand der Bundespartei. Es sind in der Übersicht keine Sitze für diese beiden Staatsdelegationen angegeben.
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Montag, 31. Dezember 2007 - 10:50 Uhr:   

In 3 Tagen geht es los mit dem Iowa Caucus. Hier zwei Erklärungen, wie das funktioniert:
http://youtube.com/watch?v=NxZYwcoBPhA
http://dyn.politico.com/printstory.cfm?uuid=ABD29BFC-3048-5C12-000C68D1FB466A58

Vor allem das System bei den Demokraten ist diskutierenswert. Wenn ich es richtig verstanden habe, eine Art unvollständiges STV, bei dem nur diejenigen eine Alternativstimme haben, die im ersten Durchgang einen Kandidaten gewählt haben, der die Hürde nicht geschafft hat.

Und wo sonst noch gibt es das in der westlichen Welt, daß die Wähler öffentlich abstimmen und nicht geheim? Da fallen mir nur noch die Landsgemeinden in der Schweiz ein.
 Link zu diesem Beitrag

Florian (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 31. Dezember 2007 - 12:47 Uhr:   

Es ist dies natürlich auch keine Wahl wie sonst in westlichen Staaten üblich.

Wahlberechtigt ist ja nicht das Wahlvolk. Sondern nur Wähler, die sich für eine Partei registrieren lassen.
Dabei gibt man ja quasi seine Parteipräferenz öffentlich bekannt. Auf den ersten Blick ist ja auch dies eine Verletzung des Wahlgeheimnisses.

Man kann es aber auch so sehen:
In Amerika hat man die Möglichkeit, vorübergehend Parteimitglied bei einer Partei seiner Wahl zu werden und dadurch an partei-intenen Abstimmungen teilnehmen zu dürfen.
Solche partei-internen Abstimmungen sind aber auch in Deutschland nicht zwangsläufig geheim. Kandidaten können auch in offener Abstimmung bestimmt werden.
 Link zu diesem Beitrag

Philipp Wälchli
Veröffentlicht am Montag, 31. Dezember 2007 - 23:46 Uhr:   

Das Wahlgeheimnis gilt für staatliche Wahlen und soll erst einmal verhindern, dass auf die einzelnen Wähler Druck ausgeübt wird, indem ihr Wahlverhalten überprüft und ggf. mit Saktionen bestraft wird. Das Wahlgeheimnis bedeutet aber nicht, dass ein einzelner Wähler selbst seine Stimmabgabe geheimhalten muss. Dies gilt noch weniger für die eigene Parteizugehörigkeit oder gar die politische Ausrichtung.
Wollte man "Wahlgeheimnis" in diesem Sinne auslegen, so wären keine öffentlichen Debatten über politische Themen zulässig, da ja allein aus der Argumentation erschlossen werden kann, welche politische Richtung jemand vertritt. Auch die Parteizugehörigkeit ist oftmals bekannt und muss z. B. offengelegt werden, wenn es um steuerliche Abzüge von Parteispenden o. dgl. geht.

Parteiinterne Abstimmungen und Wahlen fallen im übrigen natürlich nicht unter das staatliche Wahlgeheimnis. Unter Umständen kann es sogar wünschenswert erscheinen, eine offene oder gar namentliche Entscheidung herbeizuführen. (Ein so gelagerter Fall wird bereits aus dem antiken Sparta überliefert, als der die Abstimmung leitende Amtsträger behauptete, er habe bei der üblichen Abstimmung durch Zuruf die Mehrheit nicht feststellen können, weshalb nun der Hammelsprung angewandt werden müsse - wobei prompt eine noch grössere Mehrheit für eine Kriegserklärung resultierte.)

Im übrigen sollte man auch nicht unbesehen unsere Vorstellungen von Partei auf die us-amerikanischen Verhältnisse übertragen. Dort gibt es erstens ein anderes Wahlsystem, zweitens nur zwei landesweit etablierte Parteien und diese haben drittens eine andere Funktion und Stellung im gesamten politischen, staatlichen und gesellschaftlichen Gebilde. Dies zeigt sich z. B. daran, dass sehr viele Parteispender beiden grossen Parteien Zuwendungen zukommen lassen. Parteien sind auch viel weniger stark als in Europa durch Parteiprogramme oder Ideologien geprägt. Die klassische Trias "konservativ", "liberal" und "sozialistisch/kommunistisch" findet sich in den USA eben gerade nicht. Ein Präsident wie Clinton wurde in Europa wohl mehrheitlich als "liberal-progressiv", evtl. sogar als "links" wahrgenommen. Das traf auf Teile seines wirtschaftlichen Erneuerungsprogramms auch zu, daneben vertrat er aber auch Positionen, die in Europa eher den "Konservativen" zugerechnet zu werden pflegen. So betrieb etwa Clinton die Wiedereinführung der Todesstrafe im Bundesstrafrecht, aber auch sein Wirtschaftsprogramm war mit Punkten angereichert, die einem gestandenen Konservativen alle Ehre gemacht hätten.
So wie die Parteien viel flexibler darin sind, auf eine bevorstehende Wahl hin jenes Programm aufzustellen, von dem sie glauben, dass es bei der Mehrheit der Wähler sticht, so sind auch die Wähler eher bereit, zwischen den Parteien zu wechseln. Vor diesem Hintergrund dürfte dann auch das besondere System der innerparteilichen Mitwirkung verständlich erscheinen.
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Dienstag, 01. Januar 2008 - 14:10 Uhr:   

Natürlich sind die politischen Positionen innerhalb der beiden großen Parteien deutlich breiter gestreut als in europäischen Parteien, und natürlich sind sie offener für neue Mitglieder, die sich oft nur für eine Wahl an- und danach wieder abmelden. Aber gerade deswegen ist die offene Wahl doch auch problematischer als innerhalb einer europäischen Partei!

Um noch mal den verlinkten Text zu zitieren:
"'First-time caucus-goers get the shock of their lives,' says Michael Mauro, Iowa's secretary of state. 'They don't know they have to stand in a corner, and there is no secret ballot.' ... And, afterward, neighbors sometimes stop speaking to each other for years."

Besonders kritisch ist natürlich auch dieses:
"Let's say you are a Joe Biden voter and Biden turns out to be nonviable in your precinct. The Edwards precinct captain, to use just one example, has to figure out how to get your vote. He could tell you that Edwards will be ready from day one to be president of the United States. Or he could promise to shovel your walk."
 Link zu diesem Beitrag

Florian (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 01. Januar 2008 - 14:38 Uhr:   

tg:
ich kann hier wirklich nichts "besonders kritisches" erkennen.
Wahlversprechen sind doch das normalste der Welt.

Und der ganze Prozess ist m.E. SEHR demokratisch.

Ich verweise hier übrigens auf den wie immer lesenwerten, sehr informativen und humorvollen Blog "USA erklärt":
http://usaerklaert.wordpress.com/2007/12/31/wahlen-teil-1-warum-es-in-den-usa-vorwahlen-gibt/

Zitate zum Thema "Vorwahlen":

"ihre Funktion wird deutlich, wenn man sich klar macht, dass es sich um parteiinterne Wettbewerbe handelt. Deswegen stehen sie auch nicht in der Verfassung, denn Parteien sind im amerikanischen System nicht vorgesehen. (...)
Die Parteien brauchen also einen Mechanismus, um sich auf einen einzigen, gemeinsamen Kandidaten zu einigen.
Früher, viel früher, geschah das in den Hinterzimmern des Kapitols. (...)
Als undemokratisch verschrien (”King Caucus”), zerfiel das System 1824 im Streit. (...)
(Später) wurden flächendeckend Vor- und Urwahlen eingeführt, deren Ablauf von den Bundesstaaten gesetzlich geregelt wird.
Heute findet dort die Entscheidung statt: Wer die meisten Stimmen bekommt, schickt Delegierte zu den Parteitagen, die für ihn stimmen. (...)
Die Parteitage sind dadurch zu einer reinen Krönungszeremonie degeneriert. (...). Da die inhaltliche Bedeutung der Veranstaltung gegen Null tendiert, berichten die US-Sender auch nicht mehr großartig über sie. Das wiederum treibt die deutschen Medien zur Verzweiflung, die den Umbau des Vorwahl-Systems in den 70er Jahren verpasst haben und den Amerikanern prompt wieder politisches Desinteresse unterstellen.
(...)
Kurz gesagt lautet die Antwort also: Durch das System der Vorwahlen entscheidet die Basis, wer der Kandidat der Partei wird. "
 Link zu diesem Beitrag

Thomas Frings
Veröffentlicht am Dienstag, 01. Januar 2008 - 23:25 Uhr:   

@ Florian
"Auf den ersten Blick ist ja auch dies eine Verletzung des Wahlgeheimnisses."
Von jemandem, der die Auswahl des Präsidentschaftskandidaten einer Partei mitbestimmen will, wird man ja wohl auch erwarten dürfen, daß er sich zur entsprechenden Partei bekennt. Das Wahlgeheimnis wird eher anders verletzt, bei der richtigen Wahl. In einigen Staaten (u.a. auch Iowa) kann man nachsehen, ob eine bestimmte Person bei den letzten Wahlen wählen gegangen ist. Wer also z.B. als Demokrat registriert ist, aber mehrmals nicht wählen ging, wird dann von den Wahlkämpfern der Partei gezielt angesprochen doch seine Stimme abzugeben, am besten per Briefwahl (denn auch das können sie nachvollziehen und sich dann auf die übrigen Zielpersonen konzentrieren).

@Philipp Wälchli
"Parteiinterne Abstimmungen und Wahlen fallen im übrigen natürlich nicht unter das staatliche Wahlgeheimnis."
In Deutschland schon, was die Wahl von Wahlbewerbern angeht, siehe §21 Abs. 3 Bundeswahlgesetz.

"Im übrigen sollte man auch nicht unbesehen unsere Vorstellungen von Partei auf die us-amerikanischen Verhältnisse übertragen."
Richtig, Parteien im unseren Sinne gibt es in den USA nicht. Jeder kann sich als Republikaner oder Demokrat registrieren lassen. Das kann für die Partei auch unangenehm sein. Ein spektakulärer Fall war der Nazi Duke bei der Gouverneurswahl in Louisiana 1991 als republikanischer Kandidat.

"Dies zeigt sich z. B. daran, dass sehr viele Parteispender beiden grossen Parteien Zuwendungen zukommen lassen."
Das ist auch in Deutschland keineswegs unüblich. Aber der wesentliche Unterschied ist doch wohl, daß in den USA hauptsächlich für die Kandidaten direkt gespendet wird, in Europa hingegen für die Parteien.
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Dienstag, 01. Januar 2008 - 23:47 Uhr:   

Ich möchte deutlich sagen, daß ich die amerikanische Form der Kandidatenfindung ebenfalls sehr demokratisch finde. Dennoch halte ich einen geheimen Caucus wie bei den Republikanern für noch etwas besser als die offene Abstimmung der Demokraten.
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Mittwoch, 02. Januar 2008 - 22:59 Uhr:   

Wenn ich es recht verstanden habe, kann man nach der ersten Gruppenbildung noch mal eine halbe Stunde lang versuchen, Leute von woanders abzuwerben, ehe dann in der ersten Zählung ermittelt wird, wer die entsprechende Hürde überspringt und wer nicht.

Das ergibt ja interessante taktische Möglichkeiten. Angenommen, wir haben 50 Leute und 25-%-Hürde, also 13 Personen. Weiter angenommen, es stehen bei meiner Erstpräferenz 10, aber bei meiner Zweitpräferenz 12 Wähler. Kann ich dann erst mal abwarten, ob wir noch 3 Leute überzeugen können, ehe ich kurz vor der Auszählung noch rüberhüpfe? (Erinnert mich fast an eine Fernsehsendung aus meiner Kindheit: Michael Schanzes 1, 2 oder 3 ).
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Freitag, 04. Januar 2008 - 20:13 Uhr:   

IA: Wahlversammlungen (Caucases)

Republikaner: 120 000 Teilnehmer

Stimmen: Michael Huckabee 39 814, Mitt Romney 29 405, Fred Thompson 15 521,
John Mc Cain 15 248, Ronald Paul 11 598, Rudolph Giulliani 4 013, Duncan Hunter 515
Stimmen (in %): Huckabee 34, Romney 25, Thompson 13, Mc Cain 13, Paul 10, Giulliani 4, Hunter 1
Deligierte zum Bundesparteitag (Hochrechung):
Huckabee 17, Romney 12, Thompson 3, Mc Cain 3, Paul 2, Unbestimmt 3

Demokraten: 236 000 Teilnehmer

Deligierte zum Staatsparteitag (Hochrechnug): Barack Obama 940, Jonathan Edwards 744, Hillary Clinton 737, William Richardson 53, Joseph Biden 23, Christopher Dodd 1, Maurice Gravel 0, Unbestimmt 3
Deligierte zum Staatsparteitag (Hochrechnugen in %): Obama 38, Edwards 30, Clinton 29, Richardson 2, Biden 1
Deligierte zum Bundesparteitag (Hochrechnung)
Obama 16, Clinton 15, Edwards 14, Unbestimmt 12
 Link zu diesem Beitrag

Marco (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Samstag, 05. Januar 2008 - 13:19 Uhr:   

Heute ist ja in Wyoming schon die nächste Vorwahl bei den Republikanern. In den Medien liest man da allerdings nichts zu, da wird immer direkt nur auf New Hampshire verwiesen. Würde mich mal interessieren, ob es zu Wyoming auch irgendwelche Umfragen gibt.
 Link zu diesem Beitrag

Thomas Frings
Veröffentlicht am Samstag, 05. Januar 2008 - 13:50 Uhr:   

Naja, Wyomimg ist mit knapp einer halben Mio. Einwohner und weniger als 0,2% der US-Bevölkerung nichtmal halb so groß wie der bereits ziemlich kleine New Hampshire. Eine gute Sammlung von Umfragen und eine ziemlich erschöpfende Zusammenstellung der Ergebnisse bisheriger Präsidentschaftswahlen findet sich hier:

http://www.uselectionatlas.org/

Eine Umfrage zu Wyomimg scheint es nicht zu geben.
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Samstag, 05. Januar 2008 - 17:50 Uhr:   

Aber: Bei den Republikanern ist Wyoming wichtiger als New Hampshire! Wyoming wählt 14 Delegierte, New Hampshire aber nur 12! Von daher ist die Wahrnehmung durch die Medien eigentlich unverständlich.

Die Anzahl der Delegierten richtet sich ja nicht nur nach der Bevölkerungszahl der Staaten, sondern auch nach den Erfolgen bei den letzten Wahlen, und da ist Wyoming für die Republikaner ja ein erfolgreicheres Pflaster gewesen als New Hampshire.

Die Anzahl der Delegierten pro Staat finden man unter
http://www.thegreenpapers.com/P08/ccad.phtml
 Link zu diesem Beitrag

zigzag
Veröffentlicht am Samstag, 05. Januar 2008 - 19:47 Uhr:   

Ergebnise +Karten

Wer wählte wen und warum:

http://election.cbsnews.com/campaign2008/exitPoll.shtml?state=IA&race=P&jurisdiction=0&party=D
http://election.cbsnews.com/campaign2008/exitPoll.shtml?state=IA&race=P&jurisdiction=0&party=R

http://www.cnn.com/ELECTION/2008/primaries/results/epolls/index.html#IADEM
http://www.cnn.com/ELECTION/2008/primaries/results/epolls/index.html#IAREP

In der Wahlnacht waren die CNN-Seiten teilweise überlastet deshalb poste ich hier auch den Link mit den identischen Zahlen des entrance polls von CBS:

Weitere Ergebnisseiten +Karten:

http://en.wikipedia.org/wiki/Iowa_Democratic_caucuses%2C_2008
http://www.electoralgeography.com/new/en/countries/u/usa/iowa/usa-iowa-caucus-2008.html
http://www.wahlen-heute.de/Vorwahl_Iowa_08_.gif

PS: Heute findet in Wyoming die Vorwahl der Republikaner statt.
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Sonntag, 06. Januar 2008 - 04:01 Uhr:   

R, WY: Bezirkswahlversammlungen

Stimmen (in %): Romney 67, Thompson 25, Hunter 8

Delgierte (14) zum Staatsparteitag am 24.05.2008:
Romney 8, Thompson 3, Hunter 1, Unbestimmt 2

Deligierte bisher (54): Romney 18, Huckabee 17, Thompson 6, Mc Cain 3, Paul 3, Hunter 1, Unbestimmt 6

http://edition.cnn.com/ELECTION/2008/primaries/results/state/#WY
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Sonntag, 06. Januar 2008 - 04:04 Uhr:   

Berichtigung:

R, WY: Bezirkswahlversammlungen

Stimmen (in %): Romney 67, Thompson 25, Hunter 8

Delgierte (14) zum Bundesparteitag am 24.05.2008:
Romney 8, Thompson 3, Hunter 1, Unbestimmt 2

Deligierte bisher (54): Romney 18, Huckabee 17, Thompson 6, Mc Cain 3, Paul 3, Hunter 1, Unbestimmt 6

http://edition.cnn.com/ELECTION/2008/primaries/results/state/#WY
 Link zu diesem Beitrag

Good Entity (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Sonntag, 06. Januar 2008 - 16:49 Uhr:   

Bei den Republikanern ist Wyoming hinsichtlich der jetzigen Delegiertenzahl wichtiger als New Hampshire, @tg, völlig richtig (btw, war das die Sendung mit "plopp oder stopp" oder so?). Die Republikaner werden Wyoming mit seinen 3 oder 4 Delegiertenstimmen bei der Präsidentschaftswahl allerdings so oder so mit jedem beliebigen Kandidaten gewinnen, wenn nicht etwas ganz eindeutiges dagegen spricht. In dem Fall ist es aber auch schon egal. Die Wahl wird woanders entschieden (zum Beispiel tatsächlich in Iowa).

Von daher ist es den Demokraten ohnehin wurscht, wen ihre Anhänger in Wyoming bevorzugen würden, da sie dort keinen Blumentopf gewinnen. In Wyoming wird sich später kein Kandidat blicken lassen, höchstens mal kurz pro forma auf der Durchreise nach Seattle oder Portland. Da gibt es auch mehr Blumentöpfe zu gewinnen oder zu verlieren.

Bei den Republikanern gibt es jetzt zwar ein paar Delegierte aus Wyoming für das Präsidentschaftsauswahlverfahren, aber für die Frage, mit welchem Kandidaten man im Ernstfall die meisten Staaten gegen die Demokraten gewinnen könnte, sind sie irrelevant. Und ob es noch zu einer echten Kampfabstimmung auf dem Bundesparteitag am 24. Mai kommen wird, scheint mir zweifelhaft.

Die von zigzag geposteten Detaildaten aus Iowa werden die Wahlkampfteams jetzt allerdings auch teilweise ratlos und grübelnd zurücklassen.

Obama hat den größten Zuspruch bei den Besserverdienenden mit mehr als 100.000 Dollar Jahreseinkommen. Sehr gut sieht es für ihn auf dem platten Land in Dörfern unter 10.000 Einwohnern aus. Er punktet bei den unter 30jährigen und bei denen, die sich selbst als Republikaner einschätzen, aber diesmal ausnahmsweise oder erstmals an der Vorwahl der Demokraten teilnehmen.

Edwards gewinnt recht eindeutig die Gruppe der "Entscheider" zwischen 40 und 64 Jahren und die Bewohner in den mittelgroßen Städten sowie in den Vororten der (wenigen größeren) Städte.

Clinton gewinnt klar bei den Frauen und den über 65jährigen und dort, wo Kompetenz und Erfahrung hoch gewertet werden. Außerdem wird sie dafür geschätzt, dass sie sich am meisten für die Sorgen der Bürger einsetzt.

Wie soll man bei der Zwischenerkenntnis seinen/ihren Wahlkampf jetzt modifizieren, um besser zu punkten?
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Sonntag, 06. Januar 2008 - 17:04 Uhr:   

Das ist natürlich auch ein wichtiger Aspekt, daß es bedeutender ist, wie ein Kandidat in einem Swing State ankommt. Rein mathematisch wirkt die Delegiertenverteilung beider Parteien dem entgegen, da die Parteihochburgen einen Bonus bekommen. Andererseits ist die exakte Delegiertenzahl auch eher ein theoretischer Wert, da es de facto mehr auf die Dynamik ankommt, die die Kandidaten im Laufe der Vorwahlen entwickeln, bis irgendwann nur noch einer übrig bleibt.

PS: "plopp oder stopp" klommt mir im Zusammenhang mit 1, 2 oder 3 irgendwie bekannt vor, es ist aber schon so lange her
 Link zu diesem Beitrag

Florian (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 07. Januar 2008 - 12:12 Uhr:   

Wahltaktisch interessant.
Damit ein Kandidat in den Vorwahlen gewinnt, muss er also schwerpunktmäßig z.T. andere Staaten bearbeiten als bei der Hauptwahl.
Was irgendwie ein fairer Ausgleich ist.
Denn bei der Hauptwahl wird sich aus den genannten Gründen kein Kandidat in Wyoming blicken lassen (bzw. bei seinen Wahlversprechen Wyoming nicht groß beücksichtigen). Wyoming wird somit dafür "bestraft", dass es für die Republikaneer so eine sichere Bank ist.
Für diese Loyalität wird es aber in den Vorwahlen der Republikaner mit einem hohen Gewicht "belohnt".

Auf jeden Fall macht es die Wahlkampfplanung zusätzlich komplizierter.

Ohnehin ist die Wahlkampfstrategie ja schon wahnsinnig knifflig.
Um sich (sagen wir mal) in den Vorwahlen gegen einen Huckabee durchzusetzen, muss ein McCain sich deutlich konservativer aufstellen als bei der Hauptwahl, wo er z.B. gegen Clinton antreten muss. Hier ist dann wieder ein wesentlich gemäßigterer Auftritt besser, um den Medianwähler zu erreichen.

PS: Den Spruch "plopp oder stopp" kenne ich bei 1,2 oder 3 nicht. (Aber: Michael Schanze hat gelegentlich mit dem Daumen in der Backe "geploppt". Anstelle eines Applaus).
Der Abschlussspruch war: "ob Ihr wirklich richtig steht, seht Ihr wenn das Licht angeht".
Die 1,2 oder 3-Metapher von tg ist wirklich passend.
Wenn 2 von mir präferierte Kandidaten knapp unter der Hürde sind, dann wird es wirklich spannend, dass man rechtzeitig bevor "das Licht angeht" ins richtige Lager hüpft (und aufpassen muss, dass nicht jemand anders gleichzeitig in die Gegenrichtung springt und die Taktik damit zunichte macht...).
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 08. Januar 2008 - 18:21 Uhr:   

Die oben erwähnte Umfrage auf CBS finde ich sehr aufschlussreich! Es wurden 2 136 Versammlungsteilnehmer befragt.

WELCHE dieser vier persönlich Qualitäten hat Sie am meisten bewogen sich heute Abend zu entscheiden? (NUR EINE ANTWORT ANGEBEN)

Kriterium Biden Clinton Dodd Edwards Gravel Kucinich Obama Richardson
Kann den benötigten Wechsel bringen 2% 19% 1% 20% 0% 1% 51% 4%
Kümmert sich um Leute wie mich 2% 22% 2% 44% 0% 1% 24% 3%
Hat die richtige Erfahrung 12% 49% 2% 9% 0 % 1% 5% 20%
Hat die beste Chance im November zu gewinnen 5% 30% 1% 36% 0% 1% 23% 3%


http://election.cbsnews.com/campaign2008/exitPoll.shtml?state=IA&race=P&jurisdiction=0&party=D
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 08. Januar 2008 - 18:29 Uhr:   

Es gibt auch eine ähnliche Fragestellung für die Republikaner:

WELCHE dieser vier persönlich Qualitäten hat Sie am meisten bewogen sich heute Abend zu entscheiden? (NUR EINE ANTWORT ANGEBEN)

Kriterien Guilliani Huckabee Hunter Mc Cain Paul Romney Thompson
Sagt was er denkt 1% 33% 0% 16% 14% 14% 21%
Teilt meine Werte 1% 44% 1% 4% 11% 26% 12%
Hat die richtige Erfahrung 10% 9% 0% 35% 1% 37% 6%
Hat die beste Chance im November zu gewinnen 16% 8% 1% 14% 5% 51% 4%


http://election.cbsnews.com/campaign2008/exitPoll.shtml?state=IA&race=P&jurisdiction=0&party=R
 Link zu diesem Beitrag

Florian (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 08. Januar 2008 - 20:49 Uhr:   

Interessante Seite:

http://edition.cnn.com/ELECTION/2008/candidates/

Hier werden die aktuellen Delegierten-Stimmen für die einzelnen Kandidaten genau festgehalten.
Im Moment führt demnach Clinton bei den Demokraten noch deutlich (hier sind auch die bereits bekannten Stimmen von nicht-gewählten Delegierten mit berücksichtigt, die von Amts wegen mitstimmen dürfen. Etwa Kongress-Abgeordnete. Und das Partei-Establishment ist eben deutlich pro-Clinton). Aber auch die Delegierten-Zahl aus Iowa ist sehr knapp: Obama 18, Edwards 17 und Clinton 16 Stimmen).
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Dienstag, 08. Januar 2008 - 22:45 Uhr:   

Danke für diesen Link! Eine Tabelle, die ausschließlich die gewählten Delegierten berücksichtigt, gibt es hier (etwas scrollen):
http://www.thegreenpapers.com/
Wobei es in Iowa einen Bias zwischen Clinton und Edwards gegeben zu haben scheint.

Und die Differenten bei den Republikanern Thompson, McCain und Paul finde ich merkwürdig. Eigentlich kann der Wert bei der von Florian verlinkten Tabelle doch nicht niedriger sein asl in der von mir verlinkten, oder?
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Januar 2008 - 13:07 Uhr:   

New Hampshire (Neuhampshire), Vorwahlen:
Hillary Clinton und John Mc Cain sind die Gewinner der Vorwahlen in NH.

Demokratische Partei, 22 Deligierte aus NH: Clinton 9, Obama 9, Edwards 4, Unbestimmt 8
Zwischenstand bei den 87 Deligierten aus IA und NH:
Obama 25, Clinton 24, Edwards 18, Unbestimmt 20

Republikanische Partei, 12 (statt 24) Deligierte aus NH: Mc Cain 7, Romney 4, Huckabee 1
Zwischenstand nach 66 Deligierten aus IA, WY und NH: Romney 24, Huckabee 18, Mc Cain 10, Thompson 6, Paul 2, Hunter 1, Unbestimmt 5
 Link zu diesem Beitrag

Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Januar 2008 - 17:16 Uhr:   

Wer sind eigentlich die "unbestimmten" Delegierten?
Gerade bei den Demokraten ist das ja eine stattliche Anzahl.

Und haben die übrigen Kandidaten wirklich noch überhaupt nicht abbekommen?
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Januar 2008 - 18:43 Uhr:   

Delegierte sind gar nicht so leicht zu bekommen. Z.B. gab es bei den Republikanern in New Hampshire eine 10-%-Hürde für die proportionale Verteilung von 10 Delegierten; je 1 Delegierter ging an den Sieger in den beiden Repräsententenhaus-Wahlkreisen.
 Link zu diesem Beitrag

Karlheinz Burg (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Januar 2008 - 11:02 Uhr:   

Wer ist eigentlich bei den Vorwahlen zum Präsidenten der USA wahlberechtigt? Nur die Parteimitglieder, wie hier in Deutschland, oder?
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Januar 2008 - 13:01 Uhr:   

Das kommt auf den Bundesstaat an.
 Link zu diesem Beitrag

Tim Spier
Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Januar 2008 - 14:20 Uhr:   

Wobei der Verweis auf "Parteimitglieder, wie hier" ziemlich irreführend sein kann. Man muss sich nur in Listen eintragen, dann ist man "Parteimitglied". Soll heißen: Eine formale Parteimitgliedschaft mit Mitgliedsbeitrag und weitergehenden Informations- und Mitwirkungsrechten gibt es in den USA nicht.
 Link zu diesem Beitrag

reschi (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Freitag, 11. Januar 2008 - 16:17 Uhr:   

hey ich muss ein Referat über präsidentschaftswahl 2008 in den USA halten, weiß jemand wie viele deligierte es insgesamt bei republikaner und demokraten gibt.
und da lieg ich doch richtig, dass bei den demokraten Hillary Clinton vorn liegt und bei den republikanern romney oder?
wäre super wenn ihr mir die fragen beantworten könntet!!! danke
 Link zu diesem Beitrag

Good Entity (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Freitag, 11. Januar 2008 - 21:13 Uhr:   

@reschi: Ja, wissen wir. Weiter oben hat Florian einen Link gepostet, der die Fragen alle beantworten dürfte.

@Florian, tg: Ja, wahltaktisch kann das schon originelle (oder besser: für uns ungewohnte) Konstellationen geben. Wenn man versucht, sich das System für Deutschland vorzustellen, merkt man das besonders (ja, ich weiß auch, dass dann die Wähler anders wählen, daher nur so zur Veranschaulichung):

Bei einer fiktiven Vorwahl des Kanzlerkandidaten der SPD mit Kurt Beck und Walter Steinmeier wäre zum Beispiel Bayern eigentlich ein wichtiges Wahlkampfgebiet: Viele Einwohner und Wahlberechtigte, also gäbe es trotz niedriger SPD-Ergebnisse immer noch relativ viele Delegierte zu gewinnen. Also: viele Auftritte der beiden.

Bei der eigentlichen Direktwahl zum Bundeskanzler würde sich dagegen weder Angela Merkel (oder Wulff/Koch/etc) noch der Gewinner von Beck/Steinmeier in München, Nürnberg oder Passau blicken lassen: Das Bundesland ist sowieso gelaufen.

Noch komplizierter wäre Rheinland-Pfalz: Bei der SPD-Kandidaten-Vorwahl würde Kurt Beck hier natürlich sowieso gewinnen: Also kein Auftritt der beiden. Beim Hauptkampf dagegen hängt es vom Gewinner der Vorwahl ab: Walter Steinmeier müsste gerade hier besonders kämpfen, um die Anhänger des von ihm zuvor besiegten Kurt Beck für eine Stimmabgabe für ihn zu begeistern, statt frustriert zu Hause zu bleiben. Gewinnt dagegen Kurt Beck deutschlandweit die Vorwahl, würde er seinen Heimatstaat bei der Kanzlerwahl wohl arbeitsbelastungshalber wieder auf Lücke setzen.
 Link zu diesem Beitrag

reschi (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Sonntag, 13. Januar 2008 - 08:39 Uhr:   

DANKESCHÖN
 Link zu diesem Beitrag

Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Montag, 14. Januar 2008 - 12:12 Uhr:   

Meine Frage weiter oben:
"Wer sind eigentlich die "unbestimmten" Delegierten?"
finde ich hier ganz gut beantwortet:
http://usaerklaert.wordpress.com/2008/01/10/wahlen-teil-3-der-ablauf-der-vorwahlen/

Kann ja sein, daß das nicht nur mich interessiert ;-)
 Link zu diesem Beitrag

AeD (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 14. Januar 2008 - 17:55 Uhr:   

@Ralf Arnemann
Danke für den Link!
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Montag, 14. Januar 2008 - 18:22 Uhr:   

USA Erklärt ist überhaupt - nicht nur beim Thema Wahlrecht - ein sehr empfehlenswerter Weblog!
 Link zu diesem Beitrag

Florian (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 14. Januar 2008 - 19:07 Uhr:   

@ TG:
Volle Zustimmung.
Mein persönlicher Lieblingsblog.

Eine echte Seltenheit:
Ein politischer Blog, der auf politsche Werturteile praktisch komplett verzichet und stattdessen auf kompetente Faktenbeschreibung setzt.
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 15. Januar 2008 - 06:50 Uhr:   

Die Vorwahlen in Michigan wurden von bei den Parteiverbänden, gegen den Willen der Bundesparteien, erheblich vorgezogen. Beide Michigan Verbände wurden von ihren Bundesparteien bestraft, da die Vorwahl in Michigan vor dem 05.02. liegt. William Richardson hat in der letzten Woche bei den Demokraten aufgegeben.

In Michigan leben in etwa 10 Millionen Menschen. Die Hauptstadt heißt Detroit. Michigan ist bekannt für die Autoindustrie und die Stahlindustrie. Auch die Biotechnologie und die Informationstechnologie sind, im US-Vergleich gesehen, wichtig.

Republikaner: 30 statt 60 Deligierte
Mitt Romney und John Mc Cain streiten sich um den Sieg. Michael Huckabee wird dritter werden. Ron Paul und Rudolph Guilliani kämpfen um den vierten Platz.

Demokraten: 0 statt 128 Deligierte
Antritt: Hillary Clinton, Dennis Kucinich und Maurice Gravel
Nichtantritt: Barack Obama und Jonathan Edwards
Hillary Clinton wird diese Vorwahl gewinnen. Barack Obama und Jonathan Edwards rufen ihre Wähler dazu auf, mit unbestimmt (engl. uncommitted)zu stimmen. Die dadurch Deligierten können beim Bundesparteitag stimmen, für wen sie wollen.


Dort habe ich die Nachricht von nrw 03 gefunden:
http://www.election.de/cgi-bin/showcom1.pl?filename=thema18530/thema18530_10002.txt&komdirname=../forum3&forumstartid=2

Dort hat nrw 03 seine Nachrichten gefunden, die er, bei election.de, hineingestellt hat:
http://en.wikipedia.org/wiki/Michigan#Economy
http://en.wikipedia.org/wiki/Republican_Party_%28United_States%29_presidential_primaries%2C_2008
www.realclearpolitics.com
 Link zu diesem Beitrag

Marco (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 15. Januar 2008 - 11:14 Uhr:   

Wenn bei den Demokraten in Michigan gar keine Delegierte bestimmt werden, ist die Wahl dort doch irgendwie sinnlos.
 Link zu diesem Beitrag

Florian (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 15. Januar 2008 - 15:58 Uhr:   

"Die Hauptstadt heißt Detroit."
Falsch.
Sie heißt Lansing.

Ganz allgemeine Faustregel:
Die Hauptstädte sind in den USA sehr oft nicht die größten Städte.
 Link zu diesem Beitrag

juwie
Veröffentlicht am Dienstag, 15. Januar 2008 - 18:41 Uhr:   

Dass die Informationen von Mitdenker nicht immer verlässlich sind (seine Interpunktion übrigens auch nicht), sollte in diesem Forum doch inzwischen aufgefallen sein.
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Dienstag, 15. Januar 2008 - 22:46 Uhr:   

Bitte nicht persönlich werden - wir machen doch alle mal Fehler!

Übrigens: In 32 US-Budesstaaten ist die Hauptstadt nicht die größte Stadt. In den europäischen Nationalstaaten ist das nur in der Schweiz der Fall, vielleicht kommt es uns daher etwas seltsam vor.
 Link zu diesem Beitrag

görd
Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Januar 2008 - 11:21 Uhr:   

Das kommt darauf an, wie man Europa definiert. In Kasachstan und in der Türkei sind die Hauptstädte auch nicht die bevölkerungsreichsten Städte des Landes.
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Januar 2008 - 11:27 Uhr:   

Mitt Romney und Hillary Clinton haben Vorwahlen in Michigan gewonnen.

MI, Republikaner (30 statt 60): Mitt Romney 19 John McCain 8, Michael Huckabee 3

Republikaner, Zwischenstand nach 96 Deligierten: Mitt Romney 45, Mike Huckabee 21, John Mc Cain 18, Fred Thompson 6, Ronald Paul 2, Duncan Hunter 1, Unbestimmt 5
 Link zu diesem Beitrag

netsurfer (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Januar 2008 - 12:37 Uhr:   

Ich komme sogar auf 34 US-Bundesstaaten in welchen die Hauptstadt nicht gleichzeitig die größte Stadt ist. Das ist aber historisch bedingt...
In den europäischen Nationalstaaten ist es tatsächlich seltener der Fall und ebenfalls historisch bedingt.
Außer in der Schweiz, in der Türkei (wobei der rein geografische Teil eher zu Asien zählt) und in Kasachstan (geografisch aber auch eher Asien) fallen mir lediglich noch Liechtenstein, Malta, San Marino und Monaco ein. Wenn man die Städte eines Landes jedoch als Agglomerationen betrachtet stellt man fest, dass in Italien Mailand und Neapel größer an Einwohnerzahl sind als Rom. Und in Polen ist die Agglomeration Kattowitz größer als Warschau. So ist das eben, immer Definitionssache...
Jetzt aber weiter mit dem Wahlkampf und den Vorwahlen in den USA ;-)
 Link zu diesem Beitrag

Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Januar 2008 - 14:15 Uhr:   

Die Hauptstädte in Europa sind eben meist die Städte, die sich über die Jahrhunderte in einer Region durchgesetzt haben. Also meistens die größten.
In den USA dagegen haben sich die Bundesstaaten nach ihrer jeweiligen Gründung (incl. Hauptstadtbestimmung) meist noch stark verändert, insbesondere durch Einwanderung.

Und um richtig off-topic zu bleiben: Die aktuelle Berichterstattung des Spiegel ist nur noch peinlich.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,528841,00.html
Es ist also laut Spiegel ein "Chaos", wenn nach 4 von 50 Vorwahlen noch kein Sieger feststeht?
Und es "droht" eine Abstimmung auf dem Parteitag?

Was für ein Demokratie-Verständnis haben diese Leute eigentlich?
 Link zu diesem Beitrag

mma
Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Januar 2008 - 14:59 Uhr:   

("Was für ein Demokratie-Verständnis haben diese Leute eigentlich?")

"Demokratie ist, wenn von am Wochenende der 'Spiegel' die Themen und die politischen Konflikte der neuen Woche vorgibt und generell entscheidet, wer Kanzler bleibt oder wird.
Und da das in Amerika (und anderswo) nicht so stattfindet, kann dort keine Demokratie herrschen." So ungefähr.
 Link zu diesem Beitrag

Marek (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Donnerstag, 17. Januar 2008 - 10:45 Uhr:   

@Ralf
> Was für ein Demokratie-Verständnis haben diese Leute eigentlich?

Da liegt das US-Verständnis der Kandidatenfindung zugrunde. Üblicherweise steht der zu wählende Kandidat vor dem Wahlparteitag fest. Der Parteitag wird schon als mediales Event für den eigentlichen Wahlkampf genutzt.
I.d.R. spitzt sich der Vorwahlkampf schnell auf zwei (max. drei) Kandidaten zu, zwischen denen dann spätestens beim Super-Tuesday einer übrig bleibt. Zum US-Demokratieverständnis gehört, dass die jeweilige Partei sich bis zum Wahlparteitag um den siegenden Kandidaten versammelt und die Gräben schließt. Auf dem Parteitag wird dann Geschlossenheit demonstriert um die Chancen der Partei auf einen Sieg bei den eigentlichen Wahlen zu erhöhen.

Wenn der Spiegel nun bei der GOP von Chaos spricht, dann ist damit nicht gemeint, dass es undemokratisch sei. Vielmehr ist der Verlauf nur ungewöhnlich für die USA; darunter könnten die Erfolgsaussichten für die GOP leiden.
 Link zu diesem Beitrag

Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Donnerstag, 17. Januar 2008 - 14:34 Uhr:   

@Marek:
Mir ist schon klar, was SpOn gemeint hat.
Aber sie haben halt wieder einmal bei den Formulierungen maßlos überzogen - sie werden bald marktschreierischer als die BILD.

Wenn schon Iowa, Michigan und New Hampshire reichen würden, um den Favoriten zu küren, könnten sich die Amis ihre Vorwahlen eigentlich sparen.
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Donnerstag, 17. Januar 2008 - 15:56 Uhr:   

@Ralf:

Oft haben ja schon die ersten Vorwahlen gereicht. Insofern ist das dieses Jahr eigentlich ein recht erfreulicher Ablauf.
 Link zu diesem Beitrag

görd
Veröffentlicht am Freitag, 18. Januar 2008 - 11:21 Uhr:   

Ich denke es geht eher darum, dass es noch so ein großes Feld mit aussichtsreichen Bewerbern gibt. Das ist eher ungewöhnlich und noch ungewöhnlicher ist es, wenn es bei einem Parteikonvent zu einer Kampfabstimmung kommt.
 Link zu diesem Beitrag

Good Entity (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Freitag, 18. Januar 2008 - 21:56 Uhr:   

Übrigens: In 32 US-Bundesstaaten ist die Hauptstadt nicht die größte Stadt.

Nun ja, in fünf von 16 deutschen Bundesländern ist auch nicht die größte Stadt die Landeshauptstadt (Schwerin statt Rostock, Düsseldorf statt Köln; Magdeburg statt Halle; Wiesbaden statt Frankfurt, Dresden statt Leipzig).

Sooo seltsam kann gerade uns das eigentlich nicht vorkommen.
 Link zu diesem Beitrag

Marek (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Samstag, 19. Januar 2008 - 01:46 Uhr:   

@Good Entity
Richtig. Und Bonn war ja auch mal Bundeshauptstadt ...
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Sonntag, 20. Januar 2008 - 13:43 Uhr:   

Zurück zum Thema:
In Nevada hat es einen Bias gegeben. Clinton erhielt zwar die absolute Mehrheit der Stimmen, aber Obama gewann die Mehrheit der Delegierten.

http://www.uselectionatlas.org/RESULTS/state.php?year=2008&fips=32&f=0&off=0&elect=1
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Sonntag, 20. Januar 2008 - 14:53 Uhr:   

Nevada, Wahlversammlungen der Republikaner

BewerberBez.-Del.in %RNC-Del.Pl.
Mitt Romney2264651,10%181.
Ronald Paul608413,73%42.
John McCain565012,75%43.
Michael Huckabee36168,16%24.
Fred Thompson35197,94%25.
Rudolph Guilliani19104,31%16.
Duncan Hunter8902,01%07.
Unbestimmt00,00%3x
Gesamt44315100,00%34x


Quelle:
http://www.nvgopcaucus.com/results
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Sonntag, 20. Januar 2008 - 15:09 Uhr:   

Nevada, Wahlversammlungen der Demokraten
Hillary Clinton hat mehr Bezirksdeligierte für sich gewonnen, während Barack Obama mehr DNC-Deligierte gewonnen hat. Das Endergebnis notiere ich hier sobald die vier übrigen Bezirke ausgezählt sind.

Auszählungstand der Bezirksdeligierten: 98,07 %

Folgende Bezirke sind noch nicht ausgezählt.
Washoe 98,05 %, pro Obama
Clark 97,96 %, pro Clinton
Nye 93,94 %, pro Clinton
Storey 77,78 %, pro Obama
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Sonntag, 20. Januar 2008 - 15:30 Uhr:   

South Carolina, Vorwahl der Republikaner

John McCain hat mit etwa 33 % der Stimmen gewonnen. In zwei Bezirken wird noch gezählt. Ich werde das Endergebnis veröffentlichen, sobald es feststeht.

Auszählungsstand der Stimmen: ca. 97 %

Florence ca. 88 %, pro McCain
Horry ca. 45 %, pro McCain

http://edition.cnn.com/ELECTION/2008/primaries/results/state/#SC
 Link zu diesem Beitrag

M.H. (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Sonntag, 20. Januar 2008 - 15:33 Uhr:   

Bitte um Beantwortung der Frage : Wieviel Wahlkreuze (= Stimme) haben Wähler bei den Vorwahlen. Können sie nur Kandidaten einer Partei wählen ? Danke für die Antwort an meine email-Adresse !
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Sonntag, 20. Januar 2008 - 23:08 Uhr:   

Hier sind die Ergebnisse für Nevada (Demokraten) und South Carolina (Republikaner) die ich noch nachreichen wollte.

Nevada, Demokraten, Wahlversammlungen
Prozent der Bezirksdeligierten: Clinton 51 %, Obama 45 %, Edwards 4 %, Kucinich 0,1 %, Unbestimmt 0,3 %
Deligierte für den Bundesparteitag (25, Hochrechnung):
Obama 13, Clinton 12
Demokraten, Zwischenstand (120): Obama 38, Clinton 36, Edwards 18

http://www.nvdems08.com/


South Carolina, Republikaner, Vorwahl
McCain 33 %, Huckabee 30 %, Thompson 16 %, Romney 15 %, Paul 4 %, Guilliani 2 %, Hunter 0,2 %
Deligierte zum Bundesparteitag (24 statt 47, Hochrechnung)
Mc Cain 19, Huckabee 5
Republikaner, Zwischenstand (154): Romney 61, McCain 41, Huckabee 28, Thompson 8, Paul 6, Guilliani 1, Unbestimmt 9 (inkl. Hunter, WY, 1)


http://edition.cnn.com/ELECTION/2008/primaries/results/state/#SC
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Sonntag, 20. Januar 2008 - 23:09 Uhr:   

Korrektur:

Demokraten, Zwischenstand (120): Obama 38, Clinton 36, Edwards 18, Unbestimmt 28
 Link zu diesem Beitrag

Thomas Frings
Veröffentlicht am Sonntag, 20. Januar 2008 - 23:20 Uhr:   

Wenn Huckabee nicht einmal in einem klassischen Südstaat gewinnt, sieht es für ihn wohl schlecht aus. Ich tippe mal, McCain wird Republikaner-Kandidat.
 Link zu diesem Beitrag

schweigender (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2008 - 09:21 Uhr:   

@ mitdenker

Das sind aber nur die Zahlen ohne die nichtgewählten "superdelegates" der Demokraten. Nimmt man diese mit rein, dann ergibt sich folgendes Bild:

Obama 123, Clinton 210, Edwards 52, Kucinich 1 (er selbst?)
 Link zu diesem Beitrag

schweigender (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2008 - 09:22 Uhr:   

Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Results_of_the_2008_Democratic_presidential_primaries
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2008 - 11:00 Uhr:   

@M.H.:
Einzelheiten zum Ablauf der Vorwahlen findet man unter http://www.thegreenpapers.com/
 Link zu diesem Beitrag

Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2008 - 11:59 Uhr:   

Allmählich scheint sich Hillary doch durchzusetzen.
Da sie von Anfang an Favoritin war und auch die beste Wahlkampffinanzierung hat, wird sie auch beim Super Tuesday gute Chancen haben - und das wäre dann die Vorentscheidung.

Bei den Republikanern ist dagegen m. E. noch alles offen, weil erst beim Super Tuesday Rudy Guiliani wirklich loslegt. Er hat damit eine gute Chance, die bisherigen Erfolge von McCain und Huckabee zu neutralisieren.
 Link zu diesem Beitrag

Florian (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2008 - 19:42 Uhr:   

Die Strategie von Guiliani ist aber schon sehr riskant.
Der typische Mechanismus ist doch, dass sich in den frühen Vorwahlen bei jeder Partei die 1 bis 3 Favoriten klar herauskristallisieren.
Und die Wähler beim Super Tuesday dann im wesentlichen unter diesen Favoriten ihre Wahl treffen.
Dies ist zumindest rational. Man möchte ja seine Stimme nicht an einen chancenlosen Außenseiter verschenken. Und man möchte "seine" Partei auch nicht durch Aufsplitterung der Stimmen unnötig schwächen.
Guliani hat bisher noch nicht bewiesen, dass er Wähler begeistern kann. Das "Momentum" arbeitet auf jeden Fall zur Zeit ganz massiv gegen ihn.

Im übrigen halte ich den Mann auch politisch für schwach. Der Mann war bis 2001 Bürgermeister von New York und erreichte dabei eine gewisse Popularität.
Dann versuchte er noch, US-Senator zu werden, zog sich aber (als bereits nominierter Kandidat!) wieder zurück und überließ (ausgerechnet!) Hillary Clinton den Senatsposten.
Das muss man sich mal vorstellen:
Selbst 2002 (ein Jahr nach 9/11 und auf dem Höhepunkt seiner politischen Karriere) traut er sich in seinem eigenen Heimatstaat nicht einmal einen Wahlkampf gegen die (eigentlich mit New York überhaupt nicht verwurzelte) Clinton zu.
Es ist m.E. überhaupt nicht vorstellbar, wie so ein Leichtgewicht es im Präsidentenwahlkampf ausgerechnet mit Clinton aufnehmen soll.
Die Republikaner sind ja wahrlich nicht auf ihn angewiesen, zumal sie mit McCain (und vielleicht auch Romney) starke Kandidaten mit echten Siegchancen haben.



Aber dann zog er sich aus

Die war aber nicht einmal au
 Link zu diesem Beitrag

Besserwisser (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2008 - 21:02 Uhr:   

Antwerpen
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2008 - 22:23 Uhr:   

Giuliani plant ja, vor dem Super Tuesday noch Florida zu gewinnen. Und bei einem Wahlrückzug war ihm gerade ein Krebs diagnostiziert worden, das würde ich nicht so streng sehen. Aber zwei Scheidungen sind bei den Republikanern dann wohl doch eine zu viel.

Anders als der Spiegel meine ich im übrigen nicht, daß es für die Republikaner eine Katastrophe wäre, wenn es in der Delegiertenversammlung keine absolute Mehrheit für einen Kandidaten gäbe. McCain, Romney und Huckabee scheinen mir bisher durchaus so miteinander umzugehen, daß sie sich darauf einigen könnten, den Stärksten von Ihnen als Präsidentschaftskandidaten aufzustellen, den Zweiten als Vize und dem Dritten könnte ein Kabinettsposten angeboten werden. So könnte eine solche Konstellation die Republikaner eher einigen als ein deutlicher Sieg eines Kandidaten.

Aber den Demokraten könnte bei einer knappen Delegiertenverteilung eine Katastrophe passieren: Angenommen, Obama gewänne die Mehrheit der gewählten Delegierten, aber Clinton hätte wegen der "superdelegates" die Mehrheit in der Delegiertenversammlung. Der Riß wäre wohl kaum zu kitten, egal für wen sich die Delegierten dann letztendlich entscheiden würden.
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Dienstag, 22. Januar 2008 - 23:47 Uhr:   

Fred Dalton Thompson ist aus dem Rennen ausgestiegen:
http://www.fred08.com/
 Link zu diesem Beitrag

zigzag
Veröffentlicht am Samstag, 26. Januar 2008 - 02:57 Uhr:   

Linkliste:
http://www.wahlrecht.de/forum/messages/40/2980.html?1201312613
 Link zu diesem Beitrag

CHeine (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 28. Januar 2008 - 13:44 Uhr:   

Morgen dürfte sich entscheiden, ob Rudy Guillianis Strategie aufgeht. Wenn er in Florida nicht kräftig punktet, dürfte es das für ihn gewesen sein. Denn ohne Sieg in Florida ist der Zug am Super-Dienstag dann wohl für ihn weg.
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Montag, 28. Januar 2008 - 21:44 Uhr:   

zigzag,

danke für deine TV-Tipps, die Du bei Election.de gegeben hast.

WDR
28.01.2008 um 22.00 Uhr
Die Obama-Story
Ein schwarzer Präsident im Weißen Haus?
Ein Film von Hilary Anderson (BBC)

http://www.wdr.de/tv/diestory/080128.phtml

Das Erste
Mittwoch, 30.01.2008 um 23:30 Uhr
Hillary gegen Obama - Die Schlacht ums Weiße Haus
(Titel laut WDR: Der Kampf ihres Lebens - Hillary Clinton und die Schlacht ums Weiße Haus)
WDR (Stern.), Länge: 45 Minuten

http://programm.daserste.de/detail1.asp?id=X000452844&sdatlo=30.01.2008&sender=1&dpointer=29&anzahl=39&ziel=29

http://www.election.de/cgi-bin/showcom1.pl?filename=thema18547/thema18547_10001.txt&komdirname=../forum3&forumstartid=2
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Mittwoch, 30. Januar 2008 - 08:57 Uhr:   

McCain hat Florida gewonnen.

Die derzeitige Verteilung bei den Republikanern:
McCain 98
Romney 59
Huckabee 26
Thompson 11
Paul 8
Hunter 1
Cox 0
Giuliani 0
Keyes 0


Bei den Demokraten (nur gewählte Delegierte):

Obama 63
Clinton 48
Edwards 26
Gravel 0

Demokraten (incl. "super delegates"):

Clinton 162
Obama 75
Edwards 20
Gravel 0

Quelle:
http://www.thegreenpapers.com/
 Link zu diesem Beitrag

Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Mittwoch, 30. Januar 2008 - 10:04 Uhr:   

@tg:
Sind bei Deinen Delegiertenzahlen auch die bisher als "ungültig" geltenden Stimmen drin, z. B. die der Florida-Demokraten?
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Mittwoch, 30. Januar 2008 - 10:21 Uhr:   

Nein, nur die gültigen. Es wäre IMHO zu unübersichtlich geworden, diese Varianten auch noch zu berücksichtigen. Bei Interesse an diesen Daten einfach den angegebenen Link nutzen und dort nach unten scrollen.
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Mittwoch, 30. Januar 2008 - 10:32 Uhr:   

Korrektur: Meine letzte Liste zeigt NUR die "Super delegates"! Richtig ist:


Demokraten (incl. "super delegates"):

Clinton 210
Obama 138
Edwards 46
Gravel 0

Pardon!
 Link zu diesem Beitrag

schweigender (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 30. Januar 2008 - 10:34 Uhr:   

lt. englischem Wikipedia gibt es folgende Verteilung der Delegierten:

Bei den Demokraten (nur gewählte Delegierte):

Obama 63
Clinton 48
Edwards 26
Gravel 0

Demokraten (incl. "super delegates"):

Clinton 232
Obama 158
Edwards 62
Gravel 0

http://en.wikipedia.org/wiki/Results_of_the_2008_Democratic_presidential_primaries
 Link zu diesem Beitrag

Florian (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 30. Januar 2008 - 19:51 Uhr:   

na, mittlerweie beginnt sich ja bei den Republikanern die Lage zu klären - rechtzeitig vor Super Tuesday.

Mein Tipp für den nächsten US-Präsidenten: McCain.
 Link zu diesem Beitrag

Marco (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 30. Januar 2008 - 19:58 Uhr:   

John Edwards gibt bei den Demokraten auf, Rudy Giuliani wohl auch bei den Republikanern.
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Donnerstag, 31. Januar 2008 - 10:28 Uhr:   

@ schweigender:
Die Differenz zwischen meiner ihrer Quelle könnte darin liegen, daß bei Wiki von "Estimated superdelegates" geprochen wird. Da sind offenbar Delegierte eingerechnet, die sich noch nicht öffentlich geäußert haben, wo man es aber schätzen kann, wen sie wahrscheinlich bevorzugen.
 Link zu diesem Beitrag

Sebastian (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Donnerstag, 31. Januar 2008 - 13:27 Uhr:   

Hallo, bin begeistert von der Qualität der hier geführten Diskussionen und bereitgestellten Informationen - das ist in öffentlichen Foren ja leider selten so.

Vielleicht kann mir hier ja auch jemand einen Tipp geben, wo ich Statistiken über die Wahlbeteiligung bei den Vorwahlen finde, am besten sogar im Vergleich (also 2008 und 2004 im Vergleich z.B.). Ich suche jetzt schon seit gut zwei Stunden, finde aber immer nur absolute Zahlen der abgegebenen Stimmen. Im Statistik-verrückten Amerika kann das doch gar nicht sein, oder...?
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Donnerstag, 07. Februar 2008 - 10:36 Uhr:   

Eine interessante Tatsache bei der Verteilung der Delegierten in Kalifornien: Bei beiden Parteien wird ein Teil der Delegierten nach dem Gesamtergebnis verteilt, aber für die meisten Delegierten dienen die Wahlkreise des Repräsentantenhauses (Congressional Districts oder CDs) auch bei den Vorwahlen als Wahlkreise. Bei den Demokraten erhalten sie - wohl entsprechend des Ergebnisses der letzten Präsidentschaftswahl - unterschiedlich viele Delegierte, bei den Republikanern erhält jeder Wahlkreis 3 Delegierte:

http://www.thegreenpapers.com/P08/CA-R.phtml#redzone
http://www.thegreenpapers.com/P08/CA-D.phtml#redzone

Da die CDs innerhalb eines Staates fast genau dieselbe Bevölkerung haben, hat ein republikanischer Wähler in einer Hochburg der Demokraten also mehr Einfluß als einer in einer republikanischen Hochburg.
 Link zu diesem Beitrag

(Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Donnerstag, 07. Februar 2008 - 19:17 Uhr:   

Hier sind die vergebenen Sitze vom Super-Dienstag.

Alabama, Demokraten (41): Obama 20, Clinton 21
Alabama, Republikaner (36): Huckabee 20, McCain 16
Alaska, Demokraten (15): Obama 10, Clinton 5
Alaska, Republikaner (26): Romney 12, Huckabee 6, Paul 5, McCain 3
Arizona, Demokraten (52): Clinton 29, Obama 23
Arizona, Republikaner (53): McCain 53
Colorado, Demokraten (25): Obama 15, Clinton 10
Colorado, Republikaner (43): Romney 43
Connecticut, Demokraten (52): Obama 29, Clinton 23
Connecticut, Republikaner (27): McCain 27

Delaware, Demokraten (17): Obama 9, Clinton 8
Delaware, Republikaner (18): McCain 18
Georgia, Demokraten (50): Obama 30, Clinton 20
Georgia, Republikaner (48): Huckabee 45, McCain 3
Idaho, Demokraten (20): Obama 17, Clinton 3
Illinois, Demokraten (113): Obama 82, Clinton 31
Illinois, Republikaner (58): McCain 55, Romney 3
Kalifornien, Demokraten (34): Clinton 22, Obama 12
Kalifornien, Republikaner (155): McCain 149, Romney 6

Kansas, Demokraten (34): Obama 24, Clinton 10
Kansas, Republikaner (3): McCain 2, Romney 1
Louisiana, Demokraten (1): Clinton 1
Loisiana, Republikaner (3): Romney 3
Maryland, Demokraten (11): Clinton 8, Obama 3
Massachusetts, Demokraten (103): Clinton 60, Obama 43
Massachusetts, Republikaner (41): Romney, McCain 18
Minnessota, Demokraten (78): Clinton 51, Obama 27
Minnessota, Republikaner (40): Romney 40

Missouri, Demokraten (66): Obama 34, Clinton 32
Missouri, Republikaner (58): McCain 58
Montana, Republikaner (25): Romney 25
Nebraska, Demokraten (1): Obama 1
New Jersey, Demokraten (99): Clinton 61, Obama 38
New Jersey, Republikaner (52): McCain 52
New York, Demokraten (254): Clinton 166, Obama 88
New York, Republikaner (101): McCain
North Dakota, Demokraten (17): Obama 12, Clinton 5
North Dakota, Republikaner (24): Romney 8, McCain 6, Huckabee 5, Paul 5

Oklahoma, Demokraten (38): Clinton 24, Obama 14
Oklahoma, Republikaner (38): McCain 32, Huckabee 6
Tennessee, Demokraten (57): Clinton 35, Obama 22
Tennessee, Repbulikaner (47): Huckabee 23, McCain 16, Romney 8
Utah, Demokraten (25): Obama 14, Clinton 11
Utah, Republikaner (36): Romney 36
West Virginia, Republikaner
Virginia, Demokraten (9): Clinton 6, Obama 3

Washington (D.C.), Demokraten (12): Clinton 9, Obama 3
Washington (Staat), Demokraten (6): Clinton 6, Obama 2
Wisconsin, Demokraten (3): Obama 2, Clinton 1
 Link zu diesem Beitrag

(Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Donnerstag, 07. Februar 2008 - 20:21 Uhr:   

Demokraten (1 241): Clinton 691, Obama 595
Republikaner (784): McCain 609, Romney 162, Huckabee 166, Paul 10

Washington (D.C.), Demokraten (12): Clinton 9, Obama 3
Washington (Staat), Demokraten (6): Clinton 6, Obama 2
Wisconsin, Demokraten (3): Obama 2, Clinton 1

Berichtigung:

Kalifornien, Demokraten (99): Clinton 64, Obama 35
Massachusetts, Republikaner (41): Romney 23, McCain 18
New York, Republikaner (101): McCain 101
West Virginia, Republikaner (18): Huckabee 18

Bereits festgelegte Parteiprominenz in den kommenden Vorwahlstaaten:

Kansas, Republikaner (3): McCain 2, Romney 1
Louisiana, Demokraten, 09.02. (1): Clinton 1
Loisiana, Republikaner (3): Romney 3
Nebraska, Demokraten (1): Obama 1
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Donnerstag, 07. Februar 2008 - 20:50 Uhr:   

Deligierte des Superdienstag (Berichtigung)

Demokraten (1 286): Clinton 691, Obama 595
Republikaner (947): McCain 609, Huckabee 166, Romney 162, Paul 10


Bereits festgelegte Parteiprominenz in den kommenden Staaten (Berichtigungen und Gesamtsumme):

Washington (Staat), Demokraten, 09.02., (7): Clinton 5, Obama 2
Wisconsin, Demokraten (4): Clinton 2, Obama 2
Washington (D.C.), Demokraten (13): Clinton 11, Obama 2

Demokraten (26): Clinton 19, Obama 7
Republikaner (6): Romney 4, McCain 2


Zwischenstände nach dem Super-Dienstag:

Demokraten, gewählte Deligierte (1 291): Obama 635, Clinton 630, Edwards 26
Demokraten, Superdeligierte (299): Clinton 193, Obama 106
Demokraten, Deligierte (1 490): Clinton 823, Obama 741, Edwards 26

Republikaner, gewählte Deligierte (1 177): McCain 697, Romney 286, Huckabee 178, Paul 16
Republikaner, nicht festgelegte Deligierte (20): McCain 17, Huckabee 3
Republikaner, Deligierte (1 197): McCain 714, Romney 286, Huckabee 181, Paul 16
 Link zu diesem Beitrag

Frank Schmidt
Veröffentlicht am Donnerstag, 07. Februar 2008 - 21:35 Uhr:   

Romney hat seine Kandidatur heute beendet. Huckabee dagegen macht noch weiter.

Theoretisch könnte eine konservative Koalition aus Romney- und Huckabee-Anhängern McCain noch stoppen, aber außer dass beide Kandidaten die besonders konservativen Wähler anzogen, haben sie nicht viel gemeinsam: Huckabee ist vom Moralflügel und auch für populistische Aktionen in der Wirtschaftspolitik, Romney dagegen vom Wirtschaftsflügel der Partei und moralisch als Wendehals verdächtig (er hatte früher das Recht auf Abtreibungen etc unterstützt und gibt sich jetzt besonders konservativ).

Es wird wohl doch auf einen McCain-Sieg herauslaufen.
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Freitag, 08. Februar 2008 - 02:01 Uhr:   

Zwischenstand nach dem Super-Dienstag:

Demokraten, gewählte Deligierte (1 697): Obama 840, Clinton 831, Edwards 26
Demokraten, Superdeligierte (299): Clinton 193, Obama 106
Demokraten, Deligierte (1 996): Clinton 1033, Obama 937, Edwards 26

http://edition.cnn.com/ELECTION/2008/candidates/
=> Das war auch meine Hauptquelle von gestern.
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Freitag, 08. Februar 2008 - 02:07 Uhr:   

Berichtigung:

Zwischenstand nach dem Super-Dienstag:

Demokraten, gewählte Deligierte (1 697): Clinton 840, Obama 831, Edwards 26
Demokraten, Superdeligierte (299): Clinton 193, Obama 106
Demokraten, Deligierte (1 996): Clinton 1033, Obama 937, Edwards 26

http://edition.cnn.com/ELECTION/2008/candidates/
=> Das war auch meine Hauptquelle von gestern.
 Link zu diesem Beitrag

görd
Veröffentlicht am Freitag, 08. Februar 2008 - 08:40 Uhr:   

In manchen Bundesstaaten wird immer noch gezählt(?), viele Delegierte sind noch nicht vergeben, z.B. in Kalifornien. Weiß jemand, warum das so lange dauert?
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Freitag, 08. Februar 2008 - 08:58 Uhr:   

Ein Teil der Delegierten wird proportional vergeben, ein Teil geht an die Wahlkreissieger, ein Teil wird nach "winner takes it all" vergeben. Das könnte ein Grund dafür sein, daß die Ermittlung der Delegierten unterschiedlich lange dauert.
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Samstag, 09. Februar 2008 - 19:12 Uhr:   

Am Dienstag war es schwierig den Überblick zu behalten. Deshalb wies ich gleich 4 verschiedene Ergebnisse aus. Heute geht das Progamm weiter. Bei diesen Abstimmungen gibt es eine Vielzahl von Sitzzuteilungsverfahren.

09.02., Jungferninseln, Demokraten
Keine Umfragen gefunden

09.02., Kansas, Wahlversammlungen der Republikaner
Letzte Umfrage aus dem Mai 2007
10 (Staat => S) + 3 (Partei => P) + 14 (Extra => E) = 27 Sitze für den staatsweiten Sieger
3 * 4 = 12 Sitze für die bezirksweiten Sieger
27 + 12 = 39 Delgierte
Sollte keiner der Bewerber 2 Wahlkreise gewinnen,
werden 24 der Deligierten ohne Stimmauftrag zum Bundesparteitag fahren.

09.02., Louisiana, Vorwahl der Demokraten
37 Bezirk (=> B) + 19 S + 10 U = 66 Deligierte
15 %-Hürde jeweils auf Bezirks- und Staatsbene
Keine Umfragen gefunden
Wahllokale schließen um 00:00 Uhr

09.02., Louisiana, Vorwahlen der Republikaner
Keine Umfragen gefunden
20 S + 27 P = 47 Deligierte
Falls ein Bewerber die absolute Mehrheit der Stimmen erreichen, sollten 20 Deligierte für diesen Bewerber stimmen. Anderenfalls können diese Deligierten frei entscheiden.
22.01. Bezirkswahlversammlungen
16.02. Staatsparteitag

09.02., Nebraska, Wahlversammlungen der Demokraten
Nebraska
Keine Umfragen gefunden
16 B + 8 S + 7 U = 31 Deligierte
15 %-Hürde jeweils auf Bezirks- und Staatsbene
Empfehlungen der Unverpflichteten (3): Obama 3

09.02., Washington (Staat), Demokraten
Keine Umfragen gefunden
51 B + 27 S + 19 U = 97 Deligierte
15 %-Hürde jeweils auf Bezirks- und Staatsbene
Empfehlungen der Unverpflichteten (9): Clinton 6, Obama 3

09.02., Washington (Staat), Wahlversammlungen der Republikaner
Bezirksprinzip: 2 * 9 = 18 Deligierte nach Mehrheitswahlrecht

19.02., Washington (Staat), Nichtbindende Vorwahl der Republikaner
10 B (1*10) + 9 S = 19 Deligierte
Bezirke: Mehrheitswahlrecht
Staat: Verhältniswahlrecht

zu Washington (Staat): 3 Unverpflichtete Parteigrößen
=> 18 + 19 + 3 = 40 Deligierte


Quellen:

1) http://www.election.de/cgi-bin/showcom1.pl?filename=thema18563/thema18563_10003.txt&komdirname=../forum3&forumstartid=1
=> Termine und Umfragedaten

2) http://www.thegreenpapers.com/P08/ccad.phtml
=> Wahlmodus und Zeiten
 Link zu diesem Beitrag

zigzag
Veröffentlicht am Samstag, 09. Februar 2008 - 21:37 Uhr:   

@görd

Zum Auszählungsstand in New Mexico:

Hillary Clinton 68,654 48.84%
Barack Obama 67,531 48.04%

Jetzt werden die „provisional ballots“ ausgezählt, diese wurden von Wähler abgegeben,
die im Wahllokal erschienen, ohne in den Wahllisten aufgeführt zu sein. Nun wird geprüft, ob diese Wähler wahlberechtigt waren und ob ihre Stimme gültig ist. Dies verzögert die Auszählung natülich erheblich. Insgesamt wurden 17,077 provisional ballots abgegeben, über 12% der Gesamtstimmen.
Gestern habe ich gelesen, dass in New Mexico wegen des knappen Ausgangs der bisher gezählten Stimmen alle nochmal gezählt werden sollen (recount).
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Samstag, 09. Februar 2008 - 23:45 Uhr:   

Das erste Ergebnis von heute steht nun fest.
In Kansas sind alle 66 Vorwahlkreise ausgezählt.

Stimmen: Huckabee 11 627, McCain 4 587, Paul 2 182, Romney 653
Prozente: Huckabee 60 %, McCain 24 %, Paul 11 %, Romney 3 %
Deligerte: Huckabee 36
Huckabee siegt in allen 4 Wahlkreisen für das Repräsentantenhaus.
=> 1. WK 63 %, 2. WK 56 %, 3. WK 53 %, 4. WK 67 %
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Sonntag, 10. Februar 2008 - 21:50 Uhr:   

Immer wenn ich denke, ich habe alles verstanden, entdecke ich eine weitere Skurilität ;-)

Es ist ja schon kurios, daß die Territorien an den Vorwahlen teilnehmen dürfen, obwohl sie in der Hauptwahl nichts zu sagen haben. Und auf den Virgin Islands werden halbe Delegierte gewählt! Das geschieht in der Form, daß jedes County 1,5 Delegierte nach Verhältniswahlrecht wählt. Genauer gesagt, 3 Delegierte mit jeweils halben Stimmrecht.
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Sonntag, 10. Februar 2008 - 22:49 Uhr:   

09.02., Jungferninseln, Demokraten
Es gibt 18 Deligierte mit 9 Stimmrechten.
Davon 3 Deligierte mit 1,5 Stimmrechten bei der Vorwahl ermittelt.
Prozente: Obama 89,9 %, Clinton 7,6 %, Andere/Unbestimmt 2,5 %
Deligierte (3): Obama 3 Deligierte mit 1,5 Stimmrechten

09.02., Louisiana, Vorwahl der Demokraten
3 966 Wahllokale
Stimmen: Obama 220 588, Clinton 136 959
Prozente: Obma 57 %, Clinton 36 %, Sonstige Stimmen 7 %
Deligierte (55): Obama 33, Clinton 22

09.02., Louisiana, Vorwahlen der Republikaner
20 Deligierte
3 966 Wahllokale
Der Sieger Michael Huckabee hat weniger als 50 % der Stimmen bekommen. Die Deligierten auf dem Staatsparteitag am 16.02. wählen nun ohne Vorgabe.
Stimmen: Huckabee 69 665, McCain 67 609, Romney 10 232, Paul 8 595
Prozente: Huckabee 43 %, McCain 42 %, Romney 7 %, McCain 5 %
 Link zu diesem Beitrag

Frank Schmidt
Veröffentlicht am Montag, 11. Februar 2008 - 00:21 Uhr:   

Laut den "Green Papers" gibt es auf den Jungferninseln 6 Superdelegierte mit vollem und 6 gewählte Delegierte mit jeweils halbem Stimmrecht.
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Montag, 11. Februar 2008 - 09:09 Uhr:   

Die Methode der Delegierten mit halben Stimmrecht gibt einem Territorium mit wenigen Delegierten natürlich die Möglichkeit, das Wahlergebnis etwas genauer wiederzuspiegeln.


Weiß jemand, warum die Territorien überhaupt Delegierte entsenden dürfen?

Das wäre vor allem dann wichtig, wenn der Zweikampf bei den Demokraten ganz knapp werden sollte und erst in der letzten Vorwahl entschieden würde. Diese findet nämlich in Puerto Rico statt.
 Link zu diesem Beitrag

Philipp Wälchli
Veröffentlicht am Montag, 11. Februar 2008 - 12:04 Uhr:   

Es ist in vielen Ländern üblich, dass Parteien auch Mitglieder haben, die selbst aus verschiedenen Gründen nicht politisch berechtigt sind. Z. B. nehmen viele Parteien in vielen Ländern schon Jugendliche auf, bevor diese das entsprechende Alter erreicht haben, das zum Wählen oder aber zum Kandidieren erforderlich ist. Das ist auch sinnvoll, denn je früher eine Partei die jungen Leute an sich binden kann, desto besser wird sie fahren, wenn diese einmal erwachsen sind. Das macht die Verkaufsbranche übrigens auch nicht anders. Manche Parteien nehmen auch Ausländer auf, obwohl diese nicht oder nur teilweise, z. B. auf kommunaler Ebene, wahlberechtigt sind. Immerhin zahlen auch diese Leute Mitgliederbeiträge, können Wissen, Erfahrungen und Arbeit beisteuern usw. Im Falle einer Einbürgerung oder einer Ausweitung des Ausländerstimmrechts hat man diese dann auch schon "an der Angel", unter Umständen eignet sich ein hoher Anteil solcher Mitglieder in den eigenen Reihen auch zum Unterstreichen politischer Forderungen nach Repräsentation und Ausweitung des Wahlrechts usw.

Von daher ist die Situation in den USA so verschieden von andern Ländern nicht. Zudem sollte man sich die Stellung der Territorien bewusst machen:
Traditionell waren Territorien die Vorform von Bundesstaaten. Der heute bevölkerungsreichste Staat Kalifornien war auch einmal ein Territorium. Ebenso in noch nicht allzu lange verstrichener Zeit die heutigen Staaten Hawaii und Alaska. Solche Territorien haben eigene Parlamente und Regierungen, sind in vielem intern organisiert wie Bundesstaaten und haben in Bezug auf die Union in vielerlei Hinsicht gleiche oder ähnliche Stellung. Sie sind jedoch nicht berechtigt, auf Ebene der Union Vertreter zu wählen, weder im Kongress noch bei der Präsidentenwahl.
Umgekehrt kommen der US-Regierung auch in Bezug auf die Territorien gewisse Rechte zu. So gibt es bspw. Bundesgerichtshöfe, die auch für diese Territorien zuständig sind, mindestens als Rekursinstanzen. Gewisse Akte der Regierung, besonders des Präsidenten, haben auch Wirkung für die Territorien, Verteidigung, Küsten- und Grezschutz u. dgl. Aufgaben werden regelmässig durch Bundesbehörden wahrgenommen usw. Angehörige der Territorien werden in aller Regel durch blosse Übersiedlung in einen US-Bundesstaat US-Bürger und somit schlagartig wahlberechtigt.
Daher ist es gar nicht unberechtigt, dass die Parteien die Bürger dieser Territorien auch als potentielle Wähler ansehen und ihnen die Mitlgiedschaft öffnen; es ist auch nicht unsinnig, wenn Parteimitglieder aus diesen Territorien zumindest einen gewissen Einfluss auf die Auswahl der Kandidaten ihrer Parteien ausüben können, da wie gesagt der US-Präsident durchaus auch für die Territorien wichtige Entscheide fällt, etwa die Richter der für sie zuständigen Gerichtshöfe ernennt, Oberbefehlshaber der dort wirkenden US-Sicherheitskräfte ist usw.
Man kann sich dies (natürlich wie immer "hinkenderweise") so ähnlich vorstellen, als ob deutsche Parteien anno 1950 Saarländern ein Mitspracherecht eingeräumt hätten. Ansonsten ist es in Kontinentaleuropa natürlich ziemlich schwierig, vergleichbare staatsrechtliche Konstruktionen zu finden.
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Montag, 11. Februar 2008 - 14:07 Uhr:   

Danke für diese Ausführungen, der Vergleich mit anderen Parteilmitgliedern ohne volles Wahlrecht leuchtet mir ein.

Wenn man eine den US-Territorien vergleichbare staatsrechtliche Konstruktion sucht, könnte man Westberlin nennen. Die Westberliner waren Bundesbürger, aber ihre Bundestagsabgeordneten hatten kein Stimmrecht, genau wie die Repräsentanten der US-Territorien.

Wie war es denn bei Bundesparteitagen der großen bundesdeutschen Parteien? Waren da westberliner Vertreter stimmberechtigt?
 Link zu diesem Beitrag

der gast (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 11. Februar 2008 - 17:00 Uhr:   

hey klasse dass sogar in foren über us-wahlen diskutiert wird!

zwei fragen die sich ausschließlich auf die demokratischen vorwahlen beziehen:
1.)
weiss jemand wann genau die superdelegates ihre stimme abgeben müssen? (parallel zu den wahlen in den jew. bundesstaaten??)
2.)
habe gehört dass die kandidatenkür letztendlich parteiintern geklärt werden könnte(zdf), wenn die kandidaten keine mehrheit haben!?!?(wie ist das gemeint, welche ausgangslage müste vorherrschen?)
"mehrheit" bedeutet ja mind. 2025 delegates für einen kandidaten.....angenommen obama und clinton liegen zum schluss sehr nah beieinander und keiner hat die mehrheit von 2025 delegates, weil der bereits ausgeschiedene john edwards ja auch 26 delegates bekommen hat..werden seine stimmen verteilt oder was geschieht genau?

thx!
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Montag, 11. Februar 2008 - 17:50 Uhr:   

In beiden Parteien geben alle Delegierten ihre Stimme auf dem Parteitag ab. Dieser findet bei den Demokraten 25-28 August, bei den Republikanern 1-4 September statt. Die gewählten Delegierten müssen im ersten Wahlgang für den Kandidaten abstimmen, für den sie gewählt worden sind, die superdelegates sind frei in ihrem Abstimmungsverhalten. Sollte im ersten Wahlgang kein Kandidat die nötige Mehrheit erhalten, sind in den folgenden Wahlgängen alle Delegierten in ihrer Wahl frei.
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Montag, 11. Februar 2008 - 21:46 Uhr:   

09.02., Nebraska, Wahlversammlungen der Demokraten
Stimmen: Obama 25 986, Clinton 12 936, Unbestimmt 99
Prozente: Obama 68 %, Clinton 32 %, Unbestimmt 0 %
Verpflichtete Deligierte (24): Obama 16, Clinton 8
Empfehlungen der Unverpflichteten (3 von 7): Obama 3

10.02., Maine, Lokale Wahlversammlungen der Demokraten
Deligierte zum Staatsparteitag: Obama 2 079, Clinton 1 396, Unbestimmt 18
Prozente: Obama 59,47 %, Clinton 39,93 %, Unbestimmt 1 %
Verpflichtete Deligierte: Obama 15, Clinton 9
Unverplichtete Deligierte (2 von 10): Clinton 2

http://www.thegreenpapers.com/P08/ccad.phtml
http://edition.cnn.com/ELECTION/2008/candidates/
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Montag, 11. Februar 2008 - 22:17 Uhr:   

09.02., Washington (Staat), Wahlversammlungen der Republikaner
Bezirksprinzip: 2 * 9 = 18 Deligierte nach Mehrheitswahlrecht
Auzählstand: 87,2 %
Stimmen: McCain 3 468, Huckabee 3 226, Paul 2 799, Romney 2 253, Unbestimmt 1 729
Prozente: McCain 25,74 %, Huckabee 23,94 %, Paul 20,77 %, Romney 16,72 %, Unbestimmt 12,83 %
Es gibt kein formales Stimmverfahren!
Jeder Deligierte, stimmt mit den Ergebnis der Vorwahl im Hinterkopf, für sich selbst ab.
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Montag, 11. Februar 2008 - 22:19 Uhr:   

19.02., Washington (Staat), bindende Vorwahl der Republikaner
7 150 Wahllokale
10 B (1*10) + 9 S = 19 Deligierte
Bezirke: Mehrheitswahlrecht
Staat: Verhältniswahlrecht

zu Washington (Staat): 3 Unverpflichtete Parteigrößen
=> 18 + 19 + 3 = 40 Deligierte
 Link zu diesem Beitrag

juwie
Veröffentlicht am Dienstag, 12. Februar 2008 - 20:50 Uhr:   

@Mitdenker:

Bitte "Delegierte", es heißt ja auch "delegates".
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Mittwoch, 13. Februar 2008 - 09:51 Uhr:   

John McCain und Barack Obama sind die Sieger des gestrigen Tages. Ich habe 3 Endergebnisse gefunden. Beide Bewerber haben nun jeweils die meisten Deligierten hinter sich.

12.02., Washington District of Columbia, Vorwahl der Demokraten
38 Deligierte teilen sich wie folgt auf:
Verpflichtete Delegierte (15): Obama 12, Clinton 3
Deren bisherige Erklärungen (12 von 23): Clinton 9, Obama 3
Delegierte zum Bundesparteitag (27 von 38): Obama 15, Clinton 12
Stimmen (113 855):
Obama 85 534, Clinton 27 326, Edwards 285, Kucinich 172, Richardson 132, Unbstimmt 285
Prozente: Obama 75,13 %, Clinton 24,00 %, Andere 0,87 %


12.02., Washington District of Columbia, Vorwahl der Republikaner
Stimmen: McCain 3 929

19 Deligierte teilen sich wie folgt auf:
Verpflichtete Delegierte (16): McCain 16
Unverpflichtete Parteigrößen (0 von 3): Unbestimmt 3
Delegierte zum Bundesparteitag (16 von 19): McCain 16
Delegierte, deren bevorzugte Bewerber ausscheiden,
dürfen sich frei für einen anderen Bewerber entscheiden.
Stimmen (5 801): McCain 3 929, Huckabee 961, Paul 471, Romney 350, Guilliani 90
Prozente:
McCain 67,73 %, Huckabee 16,57 %, Paul 8,12 %, Romney 6,03 %, Guilliani 1,55 %


12.02., Virginia, Vorwahl der Republikaner
Verpflichtete Delegierte (60): McCain 60
Unverpflichtete Parteigrößen (3): McCain 3
Delegierte zum Bundesparteitag (63): McCain 63
Stimmen (484 392):
McCain 242 439, Huckabee 197 476, Paul 21 900,
Romney 16 985, Thompson 3 659, Guiliani 2 023
Prozente:
McCain 50,05 %, Huckabee 40,77 %, Paul 4,52 %,
Romney 3,51 %, Thompson 0,74 %, Guiliani 0,42 %
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Donnerstag, 14. Februar 2008 - 10:55 Uhr:   

In Maryland siegen Obama bei den Demokraten und McCain bei den Republikanern.

12.02., Maryland, Vorwahlen der Demokraten
99 Delegierte teilen sich wie folgt auf:
Gewählte Wahlkreisdelegierte (70): Obama 43, Clinton 27
Unverpflichtete Parteigrößen (13 von 29): Clinton 10, Obama 3
Delegierte zum Bundsparteitag (83 von 99): Obama 46, Clinton 37
Stimmen (790 931): Obama 479 138, Clinton 283 846, Edwards 8 717, Biden 3 390, Richardson 1 876, Kucinich 1 728, Gravel 726, Dodd 708, Unbestimmt 10 242
Prozente: Obama 60,62 %, Clinton 35,91 %, Andere 3,17 %, Unbestimmt 1,30 %

12.02., Maryland, Vorwahlen der Republikaner
37 Delegierte teilen sich wie folgt auf:
Gewählte Wahlkreisdelegierte (34): McCain 34
Unverpflichtete Parteigrößen (0 von 3): Unbestimmt 3
Delegierte zum Bundsparteitag (34 von 37): McCain 34
Stimmen (294 006): McCain 161 985, Huckabee 85 863, Romney 18 382, Paul 17 477, Giuliani 3 763, Keyes 3 019, Thompson 2 697, Hunter 484, Tancredo 336
Prozente: McCain 55,10 %, Huckabee 29,20 %, Romney 6,25 %, Paul 5,94 %, Guiliani 1,28 %, Keyes 1,03 %, Thompson 0,92 %, Hunter 0,16 %, Tancredo 0,11 %

Quellen:
http://www.thegreenpapers.com/P08/MD-D.phtml
http://www.thegreenpapers.com/P08/MD-R.phtml
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Donnerstag, 14. Februar 2008 - 21:44 Uhr:   

Mitt Romney empfiehlt John McCain. Somit dürfte John McCain nichts mehr für eine Kandidatur im Wege stehen.

http://www.election.de/cgi-bin/showcom1.pl?filename=thema18454/thema18454_10180.txt&komdirname=../forum3&forumstartid=2
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Freitag, 15. Februar 2008 - 09:29 Uhr:   

Ist das wirklich sinnvoll, hier alle Einzelergebnisse aufzulisten? Das ist im Rahmen eines Forums doch völlig unübersichtlich! Wenn ich ein Ergebnis suche, finde ich das bei http://www.thegreenpapers.com oder http://www.uselectionatlas.org/ schneller (weil übersichtlicher) als in einem Forumsthread!

Sollten wir uns hier nicht besser auf das Wahlsystem an sich konzentrieren? Unklare Einzelheiten zu klären, die optimalen Wähler-Strategien zu diskutieren oder Vergleiche zu anderen Systemen anzustellen, das sind doch wohl eher die wirklichen Stärken dieses Forums.

Mein Vorschlag eines Vergleichs des Wahlrechts-Status der US-Territorien und Westberlins ist jedenfalls völlig untergegangen :-(
 Link zu diesem Beitrag

Roland (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Freitag, 15. Februar 2008 - 17:50 Uhr:   

Wie sieht es eigentlich mit der Stimmbindung von Delegierten aus, deren Favorit ausgeschieden ist? Offenbar wirft ein großer Teil der Presse die 26 Stimmen für Edwards schon Obama hinterher (und kann so schreiben, das der führt).

Thegreenpapers führen die jedoch noch getrennt auf, was mich zur Vermutung bringt, dass keine förmliche Bindung vorliegt.
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Freitag, 15. Februar 2008 - 18:20 Uhr:   

Hillary Clinton siegt bei den Wahlversammlungen der Republikaner in New Mexico.

Stimmen: Clinton 73 105, Obama 71 396, Edwards 2 157, Richardson 1 305, Kucinich 574, Biden 122, Dodd 81


Das Sitzverteilungssystem ist eigentlich zweitrangig, denn (fast) jedes System würde einen knappen Delegierten-Vorsprung Obama vor Clinton ausweisen. Der knappe Gesamtunterschied bei den Stimmen und den Delegierten ist, gerade deswegen ein Denkanstoß für dieses Forum.

Bisherige Stimmen = Stimmen auf Wahlversammlung + Vorwahlstimmen

Obama: 344.402 + 9.545.184 = 9.889.586
Clinton: 162.982 + 9.665.101 = 9.828.083

http://www.election.de/cgi-bin/showcom1.pl?filename=thema18452/thema18452_10150.txt&komdirname=../forum3&forumstartid=1

http://www.uselectionatlas.org/RESULTS/national.php?year=2008&off=0&elect=1
 Link zu diesem Beitrag

juwie
Veröffentlicht am Freitag, 15. Februar 2008 - 19:50 Uhr:   

@tg

Mitdenker hat nun mal ein gewisses Mitteilungsbedürfnis...
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Freitag, 15. Februar 2008 - 21:34 Uhr:   

Tja, da kann man wohl nichts machen! Versuchen wir trotzdem, inhaltlich weiter zu diskutieren.


@Roland:
Standardantwort: Das kommt auf den Staat an!

Wo die Delegierten schon persönlich gewählt sind, gelten sie als ungebunden und können wählen, wie sie wollen. Anders in Iowa: Dort stehen nach den lokalen Caucusses erst die Delegierten der State Convention fest, die erst noch die Delegierten für die National Convention wählen. Was Edwards Delegierte dort machen werden, kann man auch noch nicht abschätzen, aber sie müssen nun für Obama oder Clinton stimmen (oder sich enthalten). Und in Southh Carolina ist es wieder anders, aber dieses und weitere Einzelheiten bitte unter http://demconwatch.blogspot.com/2008/01/edwards-out.html lesen
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Samstag, 16. Februar 2008 - 15:12 Uhr:   

An juwie,

was hast Du nur für dämliche Kommentare!


An tg,

wahrscheinlich weiß keiner von uns, welche Rechte die Delegierten der Territorien haben. Daher können wir deren Rechte auch nicht mit den Vertretern aus West Berlin vergleichen.
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Samstag, 16. Februar 2008 - 22:37 Uhr:   

"wahrscheinlich weiß keiner von uns, welche Rechte die Delegierten der Territorien haben."
Das ist weiter oben bereits geklärt worden, und Philipp Wälchli hat auch eine schöne Begründung gegeben, aber nach vergleichbaren Gebilden in Europa gefragt.

Auf diese Frage hatte ich als eventuell mögliche Antwort vorgeschlagen:
"Wenn man eine den US-Territorien vergleichbare staatsrechtliche Konstruktion sucht, könnte man Westberlin nennen. Die Westberliner waren Bundesbürger, aber ihre Bundestagsabgeordneten hatten kein Stimmrecht, genau wie die Repräsentanten der US-Territorien.
Wie war es denn bei Bundesparteitagen der großen bundesdeutschen Parteien? Waren da westberliner Vertreter stimmberechtigt?"

Lieber mitdenker,
mitdenkende Thread-Arbeit bedeutet nicht nur posten, sondern auch lesen!
 Link zu diesem Beitrag

Tim Spier
Veröffentlicht am Sonntag, 17. Februar 2008 - 10:21 Uhr:   

@Mitdenker: Im Gegensatz zu Ihrer Replik war der Kommentar von juwie nicht beleidigend. Wenn man bedenkt, wie tolerant die meisten hier mit Ihnen umgehen, dann könnten Sie sich ruhig mal ein bisschen mäßigen.
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Freitag, 22. Februar 2008 - 10:59 Uhr:   

Weiß jemand, warum nur die Republikaner, nicht aber die Demokraten Delegierte im Territorium der Northern Marianas wählen?
 Link zu diesem Beitrag

CHeine (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Donnerstag, 28. Februar 2008 - 21:29 Uhr:   

Ich sehe mich oft auf der Seite "edition.cnn.com.election Center 2008" um und stelle fest, dass sich die Anzahl der Delegierten für Obama und Clinton erhöhen, ohne dass es Vorwahlen gegeben hat. Ich habe dafür 2 mögliche Erklärungen. Entweder entscheiden sich so nach und nach bisher unentschiedene Super- delegierte oder trudeln noch Auszählungsergeb- nisse ein, die Veränderungen nach sich ziehen. Kennt sich dort jemand aus?
 Link zu diesem Beitrag

Florian (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Sonntag, 02. März 2008 - 17:36 Uhr:   

mich nervt die schlampige Berichterstattung in den deutschen Medien.

Hier nur mal ein aktuelles Beispiel aus Spiegel Online:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,538860,00.html

Dort wird dem früheren Stabschef von Bill Clinton, Leon Panetta, folgendes Zitat über Hillary zugeschrieben: "Sie könnte die nächste Sprecherin des Senats werden".

Nun hat der Senat allerdings überhaupt keinen "Sprecher". (Das House of Representatives wird geführt vom "Speaker". Der Senat hingegen vom "President of the Senate").
Dieser Senatspräsident ist übrigens in Personalunion der US-Vizepräsident.

Was wollte Panetta laut Spiegel-Zitat also andeuten? Dass Clinton nach der Vorwahlniederlage fürs Repräsentatenhaus kandidieren würde? Oder dass sie Obamas Vize-Präsidentin wird?

Natürlich nichts davon.
In der Originalquelle http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/us_and_americas/us_elections/article3466823.ece heißt es nämlich auch ganz anders.
Dort ist von "next Senate majority leader" die Rede. Also Franktionsvorsitzender.
 Link zu diesem Beitrag

Philipp Wälchli
Veröffentlicht am Sonntag, 02. März 2008 - 19:53 Uhr:   

Nur zur Klarstellung:

Einen "Speaker" oder Sprecher gibt es nur im Repräsentantenhaus. Seine Rechte sind eher grösser als jene eines europäischen Parlamentspräsidenten. Er steht auch in der "Thronfolgeliste" des Präsidenten.
Der Vizepräsident ist nach Art. 1, sect. 3, par. 4 der US-Verfassung der Präsident des Senates, hat aber keine Stimme, ausser bei Stimmengleichheit (Stichentscheid). Die knappste Mehrheit für die Regierung ist deshalb im Senat nicht 51:49, sondern 50:50.
Nach Art. 1, sect. 3, par. 5 der US-Verfassung gib es aber einen "President pro tempore" des Senates, der bei Verhinderung des Vizepräsidenten oder wenn dieser als Präsident amtiert, dem Senat präsidiert. Somit gibt es an sich schon einen eigenen Senatspräsidenten. Dieser steht ebenfalls auf der "Thronfolgeliste" des Präsidenten hinter dem Speaker des Repräsenantenhauses.
 Link zu diesem Beitrag

Florian (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Sonntag, 02. März 2008 - 22:52 Uhr:   

@ Philipp:
Diese Klarstellung war eigentlich gar nicht nötig.
Wir sind ja offensichtlich beide der gleichen Meinung, dass es eben das vom Spiegel genannte Amt einer "Sprecherin des Senats" gar nicht gibt.
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Montag, 03. März 2008 - 13:28 Uhr:   

Vielleicht strebt Hillary Clinton ja auch das Amt des "President pro tempore" an. Mit etwas Geduld könnte es klappen - sie hat nur noch 36 demokratische Senatoren mit längerer Senatszugehörigkeit vor sich:
http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_current_United_States_Senators_by_seniority


(Sorry, aber das konnte angesichts der Tatsache, daß sie im Wahlkampf mit ihrer "Erfahrung" wirbt, einfach nicht verkneifen)
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Dienstag, 04. März 2008 - 23:15 Uhr:   

Heute gibt es Entscheidungen in Texas, Ohio und Vermont.


Texas
Demokraten: Vorwahl und Wahlversammlungen
Republikaner: Vorwahl

Ohio
Demokraten: Vorwahl
Republikaner: Vorwahl

Vermont
Demokraten: Vorwahl


Demokraten
Obama 1 378, Clinton 1 269

Republikaner
McCain 1 047, Huckabee 247, Paul 21

http://edition.cnn.com/ELECTION/2008/candidates/
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Mittwoch, 05. März 2008 - 12:25 Uhr:   

Republikaner

John McCain gewinnt die Vorwahlen in Texas, Ohio und Rhode Island. Somit steht er inoffiziell als Präsidentschaftbewerber statt.

Michael Huckabee gibt auf und unterstüzt John McCain.

Ron Paul macht weiter.


Demokraten

Hillary Clinton gewinnt die Vorwahlen in Texas, Ohio und Rhode Island.

Barack Obama gewinnt die Vorwahl in Vermont und wahrscheinlich bei den Wahrversammlungen in Texas. Er führt bei den bisherigen Deligiertenstimmen.

Maurice Gravel macht weiter.


Quelle:
http://edition.cnn.com/ELECTION/2008/candidates/
 Link zu diesem Beitrag

Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Mittwoch, 05. März 2008 - 15:53 Uhr:   

Jetzt wird es aber spannend bei den Demokraten.
Das Comeback von Clinton ist beeindruckend und damit hat sie den Siegesschwung von Obama gestoppt - und das war das wichtigste Element seiner letzten Erfolge.
 Link zu diesem Beitrag

tg
Veröffentlicht am Mittwoch, 05. März 2008 - 18:16 Uhr:   

Es wäre amüsant, wenn die letzte Vorwahl zum Zünglein an der Waage würde. Die findet nämlich im Territorium Puerto Rico statt.
 Link zu diesem Beitrag

Mitdenker
Veröffentlicht am Mittwoch, 05. März 2008 - 21:01 Uhr:   

In den nächsten Tagen wird es folgendermaßen weitergehen:

08.03., Wyoming, Demokraten, Wahlversammlung
08.03., Guam, Republikaner, Wahlversammlung
11.03., Mississippi, Demokraten, Vorwahl
11.03., Mississippi, Republikaner, Vorwahl

Admin Admin Logout Logout   Vorige Seite Vorige Seite Nächste Seite Nächste Seite