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US-Wahlmänner

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Lucas Marth (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 24. März 2008 - 13:32 Uhr:   

Ich habe mal ne kleine Frage zum Thema Wahlmänner. Sie werden doch von den Demokraten und auch von den Republikanern ausgewählt, um sich dann vom Volk in den Electoral College wählen zu lassen. Was passiert aber nun, wenn in Californien alle Demokraten nur den "Obersten", der in der demokratischen Wahlmännerliste ausgeführt wurde, wählen? Wenn also so angenommen nur ein Wahlmann alle demokratischen Stimmen bekäme, hätte dann die Republikaner 54 Wahlmänner, weil die Demokraten nur einen gewählten Wahlmann hätten?
Im Grunde will ich ja wissen, wie dir Bürger nun einen Wahlmann wählen können und was passieren würde, wenn in einem beliebigen Staat nicht genügent Wahlmänner gewählt würden.
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Interessierter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 24. Mai 2010 - 11:15 Uhr:   

The winner takes all.
Die Gewinnerpartei in einem Staat bekommt automatisch alle Wahlmännerstimmen dieses Staates. Gillt übrigens nicht für einige Staaten, in denen zustetzlich noch Wahlmänner auf anderen Weg bestimmt werden, aber gilt für California.
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Frank Schmidt
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 27. Mai 2010 - 14:27 Uhr:   

In Nebraska und Maine galt, dass der Gewinner des Staates 2 Wahlmänner bekommt, und der Gewinner jedes Districts einen. Nachdem ein Distrikt in Nebraska aber knapp für Obama gestimmt hat, wird diese Regel 2012 wohl nur noch für Maine gelten...
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Wähler
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 07. November 2012 - 15:23 Uhr:   

Nö, galt in Nebraska auch 2012, aber da hat auch der "renitente" District für Romney gestimmt.
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Jan W.
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 07. November 2012 - 15:42 Uhr:   

@Lucas Marth
Das mit den Wahlmännern funktioniert nicht wie Kumulieren und Panaschieren mit 53 Mandaten - sucht man in der Google Bildersuche nach Stimmzetteln (ballot sheet) sieht man, dass eigentlich nur die Präsidentschafts- und Vizepräsidentschaftskandidaten darauf erscheinen.

Das Maine-Nebraska-System funktioniert wie folgt: wer in einem der zwei/drei Wahlkreise die Mehrheit bekommt, erhält je einen Wahlmann, wer landesweit (Summe der Teilergebnisse) vorne liegt, erhält zwei Wahlmänner. Macht vier/fünf Wahlmänner in den jeweiligen Staaten.
Manche deutsche Medien haben das fälschlicherweise als Verhältniswahl erklärt.
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 07. November 2012 - 16:07 Uhr:   

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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 07. November 2012 - 16:14 Uhr:   

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CHeine
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 07. November 2012 - 17:37 Uhr:   

Gibt es nicht einen Pakt einzelner Bundesstaaten, welche sich verpflichtet haben, ihre Wahlmänner/frauen so abstimmen zulassen, dass diese dem Sieger der landesweiten Wahl ihre Stimme zu geben haben? Wirksam ab dem Moment, wenn genügend Staaten diesem Pakt beigetreten sind, um die Mehrheit im Wahlmännerkollegium zu haben. Dann hätte sich das Präsidentschaftswahlsystem der USA quasi durch die kalte Küche komplett geändert, ohne großen Tam-Tam.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 07. November 2012 - 18:32 Uhr:   

Zu Nebraska:

Die Republikaner in Nebraska haben nach der Wahl 2008 den 2. District so geändert, dass er wieder republikanischer wurde:

"...But after the election, Nebraska Republicans responded with a fairly simple strategy. They moved the Second District even farther behind the battlements, redrawing the district lines after the 2010 Census to make it more Republican and “avoid what they considered to be the debacle of losing the seat to Obama in 2008,” Mr. Landow said.
The Second District’s new boundaries make it more likely that all five of Nebraska’s electoral votes will go to Mitt Romney this year. ..."

http://fivethirtyeight.blogs.nytimes.com/2012/09/23/nebraska-g-o-p-draws-a-tougher-map-for-obama/
http://www.govtrack.us/congress/members/NE


@CHeine
Das ist der National Popular Vote Interstate Compact
http://de.wikipedia.org/wiki/National_Popular_Vote_Interstate_Compact
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 07. November 2012 - 20:40 Uhr:   

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Makaan
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. November 2012 - 07:14 Uhr:   

Dass er NE-2 verlieren wird, hätte ich euch schon vor der Wahl sagen können,denn die GOP hat mit ihren Mehrheiten in Nebraska die Zusammensetzung von NE-2 massiv verändert.

Zum einen sind einige stark DEM lastige Bereiche (Minderheiten) ausgeklammert worden, zum anderen wurden GOP lastige Vorstadtbereiche inkludiert.

Nachzulesen hier:
https://en.wikipedia.org/wiki/Nebraska%27s_2nd_congressional_district#Redistricting

Klassisches Gerrymandering ... :-(
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. November 2012 - 23:44 Uhr:   

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Makaan
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 09. November 2012 - 07:42 Uhr:   

Ja gut,
aber es hat schon ein "gschmäckle" wenn man just für die nächste Wahl,
die Zuweisung ändern muß, damit in Nebraska "soetwas" nicht mehr passiert ...
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 09. November 2012 - 16:22 Uhr:   

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tg
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 09. November 2012 - 19:09 Uhr:   

"Wahlsysteme, die stark von einer Wahlkreiseinteilung abhängig sind, haben halt das grundsätzliche Problem, dass sie äußerst manipulationsanfällig sind."

Grundsätzlich ist das Problem nicht. Man könnte ja auch festlegen, daß die Einteilung der Wahlkreise nach einem objektiven Algorithmus erfolgt, z.B. so:
http://rangevoting.org/SplitLR.html
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 09. November 2012 - 22:12 Uhr:   

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tg
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 12. November 2012 - 15:44 Uhr:   

"Das verlagert aber das Problem nur darauf, den Algorithmus zu bestimmen."

Bestimmte Festsetzungen müssen nun mal sein. Warum z.B. 435 Abgeordnete? Warum Verteilung nach Huntington/Hill? Da hat man sich halt mal drauf geeinigt und das steht jetzt fest. Aber man hat sich eben VOR der letzten Volkszählung darauf geeinigt und nicht erst, NACHDEM die Daten bekannt waren.

Es ist doch ein Unterschied, ob man einen Algorithmus vor dem Census beschließt und die Daten dann einsetzt oder erst mal den Census abwartet und dann verhandelt, wie man weiter vorgeht.

Es wäre ja auch sehr seltsam, wenn man die Anzahl der Abgeordneten oder das genaue Verteilungsverfahren erst nach einer Volkszählung beschlossen würden. Aber bei der Abgrenzung der Wahlkreise ist es dann üblich, daß sie erst nach dem Census vorgenommen wird!??? Das sollte doch eigentlich nicht sein.

Worin ich Ihnen allerdings zustimme, ist ihre Beurteilung, daß der von mir verlinkte Algorithmus nicht der allerbeste ist - es ging mir auch nur darum zu zeigen, daß es solche Algorithmen gibt, nicht um eine Diskussion, welcher der Beste ist (was ein eigenes interessantes Thema wäre)
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Fragender
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 12. November 2012 - 15:53 Uhr:   

@tg: "Es wäre ja auch sehr seltsam, wenn man die Anzahl der Abgeordneten oder das genaue Verteilungsverfahren erst nach einer Volkszählung beschlossen würden."

Tun wir doch beim Bundestag auch. Die letzte komplette Volkszählung war 1987, die letzte "kleine Volkszählung" ist auch schon vorbei und trotzdem beschließt der Bundestag jetzt ein neues Wahlgesetz. Nach Deiner Logik müsste nun also vor der Bundestagswahl noch eine Volkszählung stattfinden.
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tg
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 12. November 2012 - 16:33 Uhr:   

@Fragender: Wir sind bei der Problematik der Wahlkreiseinteilung bei Einerwahlkreisen in den USA. In Deutschland sind die Wahlkreise zwar nicht völlig unbedeutend, aber für das Ergebnis bei weitem nicht so wichtig wie in den USA.

Abgesehen davon befinden sich Deutschland ja nun wirklich in einer Ausnahmesituation. Daß ein demokratischer Staat nach einem Gerichtsurteil ohne gültiges Wahlrecht dasteht, ist doch eher exotisch.


Es geht mir nur um die Frage, welche der zwei folgenden Möglichkeiten in den USA zu bevorzugen ist:

1) Es wird festgelegt, wie viele Abgeordnete nach welchem Verfahren auf die einzelnen Staaten zu verteilen sind. Dann gibt es eine Volkszählung. Anschließend werden die zuvor beschlossenen Algorithmen angewandt, um die Anzahl der Abgeordneten pro Staat zu berechnen. Anschließend wird innerhalb der einzelnen Staaten völlig willkürlich beschlossen, wie die Grenzen der Wahlkreise zu ziehen sind (Aktuelles Verfahren)

2) Es wird festgelegt, wie viele Abgeordnete nach welchem Verfahren auf die einzelnen Staaten zu verteilen sind und nach welchem Verfahren die Wahlkreise abzugrenzen sind. Dann gibt es eine Volkszählung. Anschließend werden die zuvor beschlossenen Algorithmen angewandt, um die Anzahl der Abgeordneten pro Staat und um zu berechnen Grenzen der Wahlkreise zu ziehen.

Ich finde Nummer 2 weniger willkürlich.
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 12. November 2012 - 19:55 Uhr:   

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