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Teilkommunalwahl in Sachsen im Juni

Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Kommunalwahlen in Deutschland » Teilkommunalwahl in Sachsen im Juni « Zurück Weiter »

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Archiv bis 10. Juni 2008Ralf Arnemann20 10.06.08, 09:35h 
Archiv bis 26. Januar 2009Mitdenker20 26.01.09, 14:33h 
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Gast
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 02. Juni 2009 - 12:14 Uhr:   

Nach der teilweisen Kommunalwahl aus dem letzten Jahr stellt sich die Frage, welche Wahlen am Sonntag eigentlich noch abgehalten werden! Kann mir dies jemand zusammenfassend beantworten?
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mma
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 02. Juni 2009 - 12:36 Uhr:   

Es werden in allen Gemeinden, auch den drei kreisfreien Städten die Kommunalparlamente gewählt, also Stadt- bzw. Gemeinderat und evtl. noch Ortschaftsvertretungen in Teilgebieten der Gemeinde.
www.smi.sachsen.de/kommunalwahlen.htm
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Gast
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 03. Juni 2009 - 12:30 Uhr:   

Gibt es Umfragen, z. B. die Stadtratswahl in Dresden?
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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 05. Juni 2009 - 13:03 Uhr:   

Wozu? Die haben erfahrungsgemäß eine Fehlerrate in den Größenordnungen, in denen man auch selber kaum falsch raten kann.
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Gast
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 09. Juni 2009 - 16:48 Uhr:   

Die CDU gewinnt die Gemeinderatswahl 2009 im Freistaat Sachsen. Zu beachten ist das jeder Wähler drei Stimmen hatte.

Gemeinderatswahl 2009
Vorläufige Gesamtergebnisse
gültig 4 750 455

CDU 1 552 861
WVen 1 166 817
Linke 733 255
SPD 517 253
FDP 396 106
Grüne 238 994
NPD 107 694
DSU 24 709
FORUM 8 579
DPWV 946
SVP 742
REP 669
Violette 632
PBC 612
FPD 483
Einzelne 103

http://www.statistik.sachsen.de/wpr_neu/pkg_w04_nav.prc_index?p_anw_kz=GR09
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Gast
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 09. Juni 2009 - 17:28 Uhr:   

Die CDU und die Wählervereinigungen haben zusammen mehr als die Hälfte der Wähler hinter sich gebracht. Die CDU gewinnt in Dresden und in Leipzig. Die Linke gewinnt knapp und in Chemnitz entspannter in Borna. Die SPD gewinnt in Markkleeberg. Die BfG gewinnt in Grimma.

Gemeinderatswahl 2009
Vorläufige Gesamtergebnisse
hier: Sieger

Kreisfreie Städte
Dresden: CDU 183 801 (31,0 %)
Leipzig: CDU 116 751 (23,6 %)
Chemnitz: Linke 61 253 (22,2 %)

Kreisstädte
Annaberg-Buchholz: CDU 8 503 (35,7 %)
Bautzen: CDU 15 056 (34,3 %)
Borna: Linke 6 092 (29,2 %)
Freiberg: CDU 15 053 (27,6 %)
Görlitz: CDU 14 319 (24,8 %)
Meißen: CDU 7 057 (25,9 %)
Pirna: CDU 14 005 (30,6 %)
Plauen: CDU 16 924 (27,9 %)
Torgau: CDU 6 868 (34,9 %)
Zwickau: CDU 26 844 (32,3 %)

Weitere Städte
Markkleeberg: SPD 9 612 (34,0 %)
Grimma: BfG 4 873 (22,9 %)
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Fragender
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 10. Juni 2009 - 01:22 Uhr:   

Also, bei Werten von unter 30% von "Gewinner" zu schreiben ist schon sehr merkwürdig. Die jeweiligen Parteien mögen stärkste Partei sein, aber Gewinner ist der, der eine regierungsfähige Mehrheit zusammenbringt. Insofern bitte ich Mitdenker, der sich hier "Gast" nennt, doch mal die Mehrheitsverhältnisse und nicht nur die stärkste Partei darzustellen.
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Gast
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 10. Juni 2009 - 15:45 Uhr:   

Sollten sie die Sachverhalte sehr kleinteilig darlegen wollen, dann machen sie es am besten selbst. Sie können ja alles auf der angegeben Seite des Statistikamtes nachlesen. Sie könnten ebenfalls auffällige Ergebnisse aus kleinen Städten können Sie erwähnen. Welche Bündnisse würden Sie für diese Städte bevorzugen? Es ist möglich, dass Dresden eine Mehrheit aus Mitterechtsparteien und Bürgerlisten zusammenbekommt. Leipzig und Chemnitz könnten durchaus linke Mehrheiten bekommen.

Der Wahlsieger ist derjenige, der am besten abschneidet. Es gibt daneben auch Auswertungen, welche Parteien am meisten zugelegt haben. Parteien- und Medienvertreter drehen das Wort Wahlsieger, so wie es gerade benötigen. Dieses Wort wird inflationär benutzt. In den Kommunen ist die Bürgermeisterwahl häufig eine eigene Wahl. Je größer die Stadt ist, desto häufiger spricht man von fester oder loser Zusammenarbeit und manchmal auch von Koalitionen. Auf jeden Fall wird es niemandem einfach fallen, in Dresden 36, in Leipzig 31 und in Chemnitz 31 Abgeordnete hinter sich zu bringen.

Dresdner Stadrat (70 Abgeordnete)
CDU 23, Linke 12, Grüne 11, SPD 9, FDP 9, Freie Bürger Dresden 3, NPD 2, Bürgerbündnis 1

Leipziger Stadtrat (60 Abgeordnete)
CDU 17, Linke 16, SPD 15, Grüne 7, VWL 2, NPD 2, Forum 1

Chemnitzer Stadrat (60 Abgeordnete)
Linke 14, CDU 14, SPD 13, FDP 7, Grüne 4, Pro Chemitz/DSU 3, Vosi 2, Liste C 1, NPD 1, Perspektive 1

http://www.statistik.sachsen.de/wpr_neu/pkg_w04_nav.prc_index?p_anw_kz=GR09
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Fragender
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 10. Juni 2009 - 15:50 Uhr:   

@ Mitdenker/Gast: "Der Wahlsieger ist derjenige, der am besten abschneidet."

Das ist schlicht falsch. Wahlsieger ist der, der eine regierungsfähige Mehrheit zusammenbringt. Was nützt es z.B. 48% der Stimmen zusammenzubringen, wenn sich die übrigen Listen, die 52% der Stimmen erhalten haben, zu einer festen Zusammenarbeit zusammenfinden und die 48-%-Partei keines ihrer Anliegen durchsetzen kann?
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Gast
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 10. Juni 2009 - 16:21 Uhr:   

Die Zusammensetzung einer Regierung ist nicht der Zweck der Wahl. Der Zweck der Wahl ist die Bestimmung einer Vertretung. Je mehr die Mehrheitsverhältnisse dieser Vertretung Einfluss auf die Bildung einer Regierung haben, desto interessanter wird die Wahl für die Wahlberechtigten. Bei Kommunalwahlen gibt es keine Regierung. Je größer die Stadt ist, desto eher werden, aber einige leitende Verwaltungsposten nach den politischen Gegebenheiten vergeben. Auch wer mit 48 % die stimmenstärkste Liste hat ist der Wahlsieger. Die Frage ob dies ihm etvtl. nichts nutzt, steht auf einen anderen Blatt.
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Fragender
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 10. Juni 2009 - 16:42 Uhr:   

Wahlsieger ist der, der aufgrund des Ergebnisses etwas durchsetzen kann. Insofern kann eine Partei mit 3% Wahlsieger sein, wenn sie es schafft ein Bündnis einzugehen, mit dem sie eine stabile Mehrheit schafft (man muß das ja nicht "Koalition" nennen) und damit ihre Anliegen zumindest teilweise durchsetzen kann. Umgekehrt ist eine Partei der Verlierer der Wahl (evtl. auch trotz eines hohen Stimmenanteils), wenn sie dieses nicht vermag. Denn Ziel der Wahlteilnahme ist es doch, Verhältnisse zu schaffen, die dazu führen, daß man seine Auffassungen durchsetzen kann.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 06. Juni 2015 - 20:41 Uhr:   

Teilkommunalwahlen am 07.06.2015

Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Kommunalwahl_in_Sachsen

Ergebnisse / Wahlkommission
http://www.statistik.sachsen.de/wpr_neu/pkg_s10_bmlr.prc_ueb_lr?p_bz_bzid=LR15
http://www.statistik.sachsen.de/wpr_neu/pkg_s10_nav.prc_nav_karten?p_thema=114441593&p_nav_ebene=1&p_bzid=LR151&p_ebene_ort=SN*14&p_klapp=Wahlergebnisse
http://www.statistik.sachsen.de/wpr_neu/pkg_s10_bmlr.prc_ueb_bm?p_bz_bzid=BM15
http://www.statistik.sachsen.de/wpr_neu/pkg_s10_nav.prc_nav_karten?p_thema=114441543&p_nav_ebene=1&p_bzid=BM151&p_ebene_ort=SO*14&p_klapp=Wahlergebnisse

Livetreams
http://www.mdr.de/mediathek/livestreams/fernsehen/index.html
http://www.mdr.de/mdr-info/livestreams100.html

Mediatheken
http://www.ardmediathek.de/tv/suche?searchText=Kommunalwahlen+Dresden
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/live#/suche/Dresden

Medien
http://www.mdr.de/sachsen/wahlen-politik/kommunalwahlen/verteilseite3494.html
http://www.spiegel.de/thema/dresden/
http://dresdenwaehlt.de/

Diverse Zeitungen (sortiert nach der Auflage https://de.wikipedia.org...
http://www.freiepresse.de/
http://www.sz-online.de/
http://www.lvz.de/
https://mopo24.de/
http://www.lr-online.de/
http://www.dnn-online.de/web/dnn/nachrichten/

Forum en
http://uselectionatlas.org/FORUM/index.php?PHPSESSID=ebf84a35edebd1ce032c1ca106011c50&topic=180300.825

Twitter
https://twitter.com/search?f=realtime&q=Sachsen%20OR%20Dresden%20OR%20%23obwdd&src=typd

Umfragen
http://www.wahlrecht.de/cgi-bin/forum/show.cgi?tpc=88&post=75519#POST75519

Wahlbörsen
http://www.wahlfieber.com/de_du/thema/Deutschland/sachsen/
http://boerse.prognosys.de/markt/ob-dresden-2015

Wahlrecht
http://www.wahlrecht.de/kommunal/sachsen.html

Liste der Landkreise und kreisfreie Städte
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Landkreise_und_kreisfreien_St%C3%A4dte_in_Sachsen
Liste der Städte und Gemeinden
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_St%C3%A4dte_und_Gemeinden_in_Sachsen
Kreisfreie Städte
http://www.chemnitz.de/ keine Wahl
https://www.dresden.de/
http://www.leipzig.de/ keine Wahl
Landkreise
http://www.landkreis-bautzen.de/
http://www.erzgebirgskreis.de/
http://www.kreis-goerlitz.de/
http://www.landkreisleipzig.de/
http://www.kreis-meissen.org/
http://www.landkreis-mittelsachsen.de/
http://www.landkreis-nordsachsen.de/
http://www.landratsamt-pirna.de/
http://www.vogtlandkreis.de/
http://www.landkreis-zwickau.de/
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cyrix
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Juni 2015 - 17:59 Uhr:   

Immerhin sind in Dresden um 17.30 schn mehr als 50% an der Wahlurne gewesen (und damit knapp 10%-Punkte mehr als beim ersten Wahlgang vor 7 Jahren). Das sollte doch für ein gutes Ergebnis *gegen* die rechten Splittergruppen, die meinen, sie wären "das Volk", reichen. :-) http://www.dresden.de/de/02/060/04/c_001.php

Die Auszählungsergebnisse gibt es dann hier: http://wahlen.dresden.de/2015/OBW/index.html
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Liberaler Sachse
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Juni 2015 - 19:37 Uhr:   

Sehr schön das Ergebnis für Dirk Hilbert (FDP), aber bedenklich, dass AfD + Festerling zusammen fast so stark sind, wie der CDU-Kandidat. CDU und Großstadt ist offenbar zur Zeit ein Widerspruch, wie man schon in Hamburg und Bremen gesehen hat.
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Juni 2015 - 20:07 Uhr:   

Das Ergebnis ist nur bedingt gut für Hilbert. Gehen wir davon aus, das die Wähler von Partei, AfD und Frau Festerling fast alle nicht im zweiten Wahlgang wählen, und das der Anteil der Ungültigen Stimmen auch gleich bleibt, er muss er in etwa 75 - 80 Prozent der Stimmen gewinnen, die im ersten Wahlgang den CDU Kandidaten gewählt haben. Das wird schwer. Trotzdem ist der Abstand so, das er nicht chancenlos ist.

Zehn Prozent für Frau Festerling sind sehr bedenklich, aber nicht so schlimm wie es manche befürchtet haben. Es zeigt aber, das viele sich zu früh über das Verschwinden der NPD aus dem Landtag gefreut haben. Das Potential für rechte Parteien ist nach wie vor groß in Sachsen.
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Liberaler Sachse
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Juni 2015 - 20:22 Uhr:   

@ Ingo Zachos: Über 30% in der größten Stadt eines Bundeslandes, in dem es bei der letzten Landtagswahl nur zu 3,8% gereicht hat, sind unabhängig davon, ob es zum Bürgermeisteramt reicht, ein hervorragendes Ergebnis für einen FDP-Kandidaten.
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Juni 2015 - 20:30 Uhr:   

Nur 30 Prozent für den Amtsinhaber kann man auch als relativ schlecht ansehen...

Für mich zählt, wie gut seine Chancen in der Stichwahl sind.
Und die sind gut, aber nicht sehr gut, denn wie gesagt, bei 4 Prozent Rückstand und 16 Prozent Anteil für den CDU-Kandidaten muss er 75-80 Prozent dieser Wähler für sich gewinnen. Das ist schwer, aber nicht unmöglich.

Frau Stange ist also Favoritin für die Stichwahl,aber andererseits ist ihr Vorsprung nicht zu beruhigend.
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kstone
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Juni 2015 - 20:40 Uhr:   

Eine Meinung aus Dresden:
Hilbert ist zwar FDP-Mitglied, ist aber ausdrücklich als unabhängiger Kanditat angetreten. Das Ergebnis ist Resultat seiner Amtsführung als Vertreter der scheidenden OB und hat wenig bis nichts mit der örtlichen FDP zu tun.
Vermutlich hat ihm die FDP-Mitgliedschaft sogar eher geschadet. Das kann auch passieren, falls Ulbig eine Wahlempfehlung ausspricht. Hilbert hat durchaus auch Sympathien im linken Lager, mit dem er in den letzten Jahren als amtierender OB ziemlich gut zusammengearbeitet hat.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Juni 2015 - 20:53 Uhr:   

Die Wahrscheinlichkeit ist wesentlich höher, dass Hilbert OB wird. Stange wird kaum Wähler der übrigen Bewerber gewinnen können, das wird bei Hilbert wesentlich anders aussehen.
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Juni 2015 - 21:04 Uhr:   

Ich glaube nicht, das Wähler von AfD, Festerling oder Stosch im zweiten Wahlgang überhaupt wählen. Mehr als 80 Prozent dieser Wähler bleiben vermutlich zu Hause. Außerdem wird Hilbert für sie ebenso wie Frau Stange selbst als geringeres Übel wenig taugen.

Bleiben also ceteris paribus die ca. 16 Prozent Ulbigwähler als größtes Reservoir. Wie gesagt, 4 Prozent Vorsprung bedeuten, das Hilbert ca. 75-80 Prozent dieser Wähler gewinnen müsste, um sicher gewählt zu werden, wobei ich davon ausgehe, das auch hier ein großer Anteil der Ulbigwähler nicht zur Stichwahl geht, aber eben doch ein weit größerer Anteil als aus dem Reservoir der anderen Kandidaten.
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Juni 2015 - 21:10 Uhr:   

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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Juni 2015 - 21:26 Uhr:   

Stimmt, Stichwahlen gibt es nicht. Mein Fehler, aber die "Neuwahl" wurde abgeschafft?

Ich denke jedenfalls, die Wähler von Vogel, Stosch und Festerling werden entweder denselben Kandidaten unterstützen oder gar nicht zur Wahl gehen.

Bleiben die Ulbigwähler als Reservoir, um für den neuen Wahlgang hinzuzugewinnen. Möglich,ja wahrschlich, das hier die CDU Herstützeerrn Hilbert unterstützen wird. Aber auch dann muss er einen großen Teil dieser Wähler tatsächlich gewinnen, und zwar etwa 75-80 Prozent davon. Das ist gut möglich, aber eben schwer.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Juni 2015 - 21:31 Uhr:   

@Ingo Zachos
Sie unterstellen wohl eine Stichwahl. In Sachsen können aber alle Bewerber am 2. Wahlgang teilnehmen, wo dann die einfache Mehrheit reicht. Ulbig wird sich aber sicher zurückziehen. Bei Festerling, Vogel und Stosch ist das ungewiss. Im Übrigen kann ich ihre Rechnung nicht nachvollziehen. Wenn (nur) die Wähler von Stange, Hilbert und Ulbig am 2. WG teilnehmen und Ulbig nicht mehr antritt, dann reichen Hilbert 64% der Ulbig-Wähler zum Sieg. Stange wird auch bestimmt nicht mehr Festerling- und Vogel-Wähler zu sich rüberziehen als Hilbert.

(Beitrag nachträglich am 07., Juni. 2015 von frings editiert)
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Juni 2015 - 21:31 Uhr:   

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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Juni 2015 - 21:43 Uhr:   

In der Tat dachte ich, Sachsen hätte nun Stichwahleln. Mea culpa.


Ich rechne damit, dass im Falle des Rückzugs von Ulbig überproportional viele seiner Wähler nicht wählen gehen. Von 33.000 gehen dann z.B. 20.000 wählen. Um einen Vorsprung von über 9.000 Stimmen sicher aufzuholen braucht es schon ca. 75 Prozent der Stimmen aus dem Ulbiglager. 75 Prozent der Wähler aus dem Ulbiglager, die im zweiten Walhlgang wählen wohlgemerkt. Von den Wählern aus dem ersten Wahlgang bei unterstellter Beteiligung dieser Wähler von 100 Prozent ergäbe das in der Tat nur 64 Prozent.
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CHeine
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Juni 2015 - 23:47 Uhr:   

Ich kann mir schon vorstellen, dass viele Wähler von Ulbig, Vogel und Festerling auch im 2. Wahlgang zur Wahl gehen. Man spürt in der Stadt eine größere Politisierung als 2008- ähnlich der Stimmung 2001. Es herrscht so etwas wie Wechselstimmung - auf die derzeitigen politischen Machtverhältnisse bezogen. Und diese sind, bzw. werden als linkslastig wahrgenommen. Ich glaube, dass Hilbert die Wahl am 5.7. mit solidem Abstand gewinnen wird. Aber dann gehen für ihn die Problem erst los, denn der Stadtrat ist mehrheitlich rot-rot-grün.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 08. Juni 2015 - 21:02 Uhr:   

Ulbig und Festerling haben schon gesagt, im 2. Wahlgang nicht mehr anzutreten. Festerling hat zur Wahl von Hilbert aufgerufen.
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Andreas Schmid
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 09. Juni 2015 - 13:51 Uhr:   

Ich denke auch, dass Hilbert nun eine gute Ausgangslage hat. Stange hätte im ersten Wahlgang mindestes 40 % gebraucht.

Allerdings glaube ich nicht, dass es ganz so deutlich ausgehen wird, wie nun manche Medien und andere vermuten. Ein wesentlicher Vorteil Hilberts war neben seinem Amtsbonus sein Nimbus der Unabhängigkeit und seine Zurückhaltung bei vielen Streitthemen, welche die Stadt polarisieren.

Nun wird er in einen Lagerwahlkampf hineingezwungen, der ihm eigentlich nicht recht sein kann. Zum Teil trägt er dafür selbst Verantwortung: An seiner Stelle hätte ich nicht mit Ulbig verhandelt, so wird er nun verstärkt als schwarz-gelber Kandidat wahrgenommen. Ulbig hätte so oder so zurückgezogen und die meisten CDU-Wähler hätten auch ohne Empfehlung für Hilbert gestimmt.

Verschärfend kommt hinzu, dass plötzlich AfD und Pegida für ihn werben. Und allemal die Pegida-Wähler erledigen das auf allen Kanälen mit einer hohen Aggressivität. Das kann auch manch einen aus der sogenannten Mitte verschrecken beziehungsweise manchen Anhänger des Mitte-Links-Lagers und Nichtwähler im ersten Wahlgang dazu motivieren, im zweiten Wahlgang für Stange zu stimmen.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 09. Juni 2015 - 20:31 Uhr:   

Ergebnisse:

Bei den Landratswahlen konnten in allen Landkreisen die Kandidaten der CDU im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit erreichen.
http://www.statistik.sachsen.de/wpr_neu/pkg_s10_bmlr.prc_ergli_lr?p_bz_bzid=LR15

Bei den Bürgermeisterwahlen fiel in 191 Gemeinden ebenfalls eine Entscheidung im ersten Wahlgang.
Wahlvorschlagsträger waren:
74 x CDU
1 x DIE LINKE
5 x SPD
4 x FDP
1 x GRÜNE
1 x DSU
39 x Wählervereinigungen
66 x Einzelbewerber/Einzelvorschläge
http://www.statistik.sachsen.de/wpr_neu/pkg_s10_bmlr.prc_stat_bm?p_bz_bzid=BM15

In Dresden findet in zwei Wochen ein zweiter Wahlgang der OB-Wahl statt:
Stange, Dr. Eva-Maria (WV Gemeinsam für Dresden: SPD, Linke, Grüne, Piraten): 36,0
Hilbert, Dirk (WV Unabhängige Bürger f. Dresden: FDP): 31,7
Ulbig, Markus Matthias (CDU): 15,4
Festerling, Tatjana (EB Festerling): 9,6
Vogel, Gottfried Stefan (AfD): 4,8
Stosch, Lars, Künstlername: Lara Liqueur (Die PARTEI): 2,5
http://www.statistik.sachsen.de/wpr_neu/pkg_s10_bmlr.prc_erg_bm?p_bz_bzid=BM151&p_ebene=KS&p_ort=14612000
http://wahlen.dresden.de/2015/OBW/index.html
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CHeine
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 12. Juni 2015 - 19:38 Uhr:   

Offenbar hat Hilbert die Gefahr des Lagerwahlkampfes erkannt und sich der (offenen) Unterstützung der CDU entzogen.
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CHeine
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 14. Juni 2015 - 13:33 Uhr:   

Und Hilberts Chancen steigen weiter, wie ich finde. In dem Moment, wie die Dresdner Medien jetzt Frau Stange wieder zur Favoritin küren (durch die Nichtempfehlung durch AfD und CDU), wird es wohl weitere Ulbig/Festerling/Vogel-Wähler mobilisieren, sich am 5.7. doch noch mal aufzurappeln.
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Jan W.
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 14. Juni 2015 - 14:52 Uhr:   

Die Frage ist ja eigentlich, welchen Einfluss Wahlempfehlungen wirklich haben. Für mich persönlich wäre sowas als Wähler eines Ausgeschiedenen/Zurückgezogenen absolut irrelevant.
Ich sehe das eher als Variante des Eisverkäufer-am-Strand-Problems, wobei die Positionierung teilweise im ersten Wahlgang schon weitgehend fixiert wird und eine sehr mittige (oder übermittige) Positionierung jeweils den "eigenen" Rand demobilisiert. Und gleichzeitig stellt sich die Frage, wie verhindernswert jeweils ein Kandidat der anderen Seite erscheint.

Ich kann schwer einschätzen, ob die Mitnominierung von Stange durch Die Linke in Dresden Stange auch für die Festerling/AfD-Wähler sehr verhindernswert macht, da im Osten das Protestwählerpotential ja häufig recht querfrontig ist.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 05. Juli 2015 - 14:57 Uhr:   

Im zweiten Wahlgang der OB-Wahl in Dresden treten heute an:

Stange, Dr. Eva-Maria (WV Gemeinsam für Dresden: SPD, Linke, Grüne, Piraten): (36,0 im 1. Wahlgang)
Hilbert, Dirk (WV Unabhängige Bürger f. Dresden: FDP): 31,7
Stosch, Lars, Künstlername: Lara Liqueur (Die PARTEI): (2,5)

Ihre Kandidatur zurückgezogen haben:
Ulbig, Markus Matthias (CDU): (15,4)
Festerling, Tatjana (EB Festerling): (9,6)
Vogel, Gottfried Stefan (AfD): (4,8)

http://wahlen.dresden.de/2015/OBW/index.html Ergebnisse 1. Wahlgang
http://wahlen.dresden.de/2015/obwsw/index.html Ergebnisse 2. Wahlgang

http://www.dresden.de/de/rathaus/politik/wahlen/ob-wahl/ergebnis.php Wahlbeteiligung

Festerling hat zur Wahl Hilberts aufgerufen. Die CDU spricht sich mittlerweile auch für Hilbert aus. Die AfD möchte rot-rot-grün verhindern (gibt aber keine direkte Empfehlung ab).

http://www.mdr.de/sachsen/wahlen-politik/kommunalwahlen/ob-wahlkampf-dresden100_zc-9b2705b3_zs-fae3c1c6.html
http://www.cdu-dresden.de/blog/pressemitteilung/erklarung-der-cdu-dresden-vom-22-juni-2015-zum-2-wahlgang-der-oberburgermeisterwahl-in-dresden/
http://www.cdu-dresden.de/blog/pressemitteilung/erklarung-der-cdu-dresden-vom-12-juni-2015-zum-zweiten-wahlgang-fur-das-amt-des-oberburgermeisters-der-landeshauptstadt-dresden/
http://afd-dd.de/pressemitteilung-stefan-vogel-verzichtet-auf-teilnahme-am-zweiten-wahlgang/
http://afd-dd.de/pressemitteilung-der-afd-kreisverband-appelliert-an-die-dresdner-waehler/

Eine Umfrage der TU Dresden für die DNN sieht Hilbert mit 47 % vor Stange mit 36 %. (16 % unentschlossen)
http://www.wahlrecht.de/cgi-bin/forum/show.cgi?tpc=88&post=75678#POST75678
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CHeine
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 05. Juli 2015 - 18:39 Uhr:   

Doch überraschend deutlich bisher.
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 06. Juli 2015 - 10:12 Uhr:   

Ja, Frau Stange hat 1731 Stimmen mehr als im ersten Wahlgang, Herr Hilbert gewann satte 29961 Stimmen mehr, genug um zu überholen und mit satter absoluter Mehrheit zu gewinnen.

Offenbar hat er durch die Rückzüge von AFD und Festerling stark profitiert, und auch eine klare Mehrheit der CDU-Stimmen bekommen.

Es fällt auf, das Herr Stosch deutlich weniger Stimmen bekam als in den Umfragen, er verlor sogar 2034 Stimmen aus den ersten Wahlgang.

Meine Prognose, Frau Stange habe gute Chancen wurde klar widerlegt, da Herr Hilbert doch viele Stimmen aus dem AFD/Festerling Reservoir abschöpfen konnte.

Die Wahlbeteiligung sank, wie zu erwarten war, auf unter 50 Prozent.
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CHeine
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 07. Juli 2015 - 17:05 Uhr:   

Wobei das Sinken der Wahlbeteiligung wohl auch dem Wetter geschuldet zu sein scheint. Zumindest zum Teil.
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Jan W.
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 07. Juli 2015 - 18:25 Uhr:   

Überraschenderweise war die Wahlbeteiligung morgens sogar noch besser als im 1. WG.

Wie korrelieren eigentlich auf Stimmbezirksebene die Rückgänge in der Wahlbeteiligung mit den ehem. Hochburgen der Rückzieher-Kandidaten?
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kstone
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 07. Juli 2015 - 18:34 Uhr:   

Die höhere Wahlbeteiligung früh lag sicher am heißen Wetter (bis 37°C) ...
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 07. Juli 2015 - 19:49 Uhr:   

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