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US-Präsidentenwahl: Vorwahlen in den USA

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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Freitag, 16. Mai 2008 - 20:31 Uhr:   

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Hillary (oder/und Bill) Clinton folgendermaßen denken: durch Angriffe auf Obama ihn als demokratischen Präsidentschaftskandidaten so schwächen, dass er gegen McCain verliert. Und dann wird sie versuchen, als demokratische Präsidentschaftskandidatin 2012 anzutreten. Das Risiko bei dieser Strategie besteht m.E. aber darin, dass die Clintons davon ausgehen, McCain würde aus Altersgründen nach einer Amtsperiode nicht mehr kandidieren. Genau dies glaube ich aber nicht. McCains Mutter ist 95 und darauf hat McCain sehr deutlich hingewiesen und er gilt als gesundheitlich fit. Auch Reagan - zwei Jahre jünger bei seinem Amtsantritt als McCain bei einer Wahl 2008 und einem Amtsantritt 2009 - kandidierte ein zweites Mal. Wenn man etwa an die italienischen Staatspräsidenten Pertini, Scalfaro und den jetzigen - Napolitano - denkt, sieht man, dass auch demokratisch gewählte Staatsoberhäupter noch mit über 80 Jahren gewählt werden. McCain wäre - sollte er 2012 erneut kandidieren - 81 Jahre bei einem Ausscheiden nach 2 Wahlperioden aus dem Amt - m.E. nicht unmöglich.

Und wenn deutlich werden sollte - und die kritischen Kommentare einer Diane Feinstein, Demokratin aus Kalifornien, bisher Hillary Clinton unterstützend, deuten dies ja an - dass Hillary Clinton aus reiner Machtgier heraus nicht rechtzeitig aufgibt und durch ihre Angriffe auf Obama diesem bewußt schadet, damit er die Wahl 2008 nicht gewinnt (und m.E. deutet ihre Strategie genau darauf hin), dann wird sich dies herumsprechen und m.E. wird Hillary Clinton dann keine Chance haben, 2012 oder wann auch immer noch einmal Kandidatin der Demokratischen Partei für das Präsidentenamt zu werden.
So denke ich es.
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Good Entity (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Freitag, 16. Mai 2008 - 22:48 Uhr:   

Wenn man die in den letzten 10 Postings gebrachten Argumente mal rein logisch zusammenkippt, wäre eine sehr attraktive Position eigentlich die des Vizepräsidentschaftskandidaten von McCain. Vielleicht hat er diese Position genau deshalb bisher noch nicht konkret besetzt?

Die Wahrscheinlichkeit, dass McCain gewinnt, ist deutlich größer als Null. Sagen wir mal, so 30 bis 70 %. Sollte er gewinnen, hat gerade dieser Vizepräsident eine überdurchschnittliche Aussicht, aus Gesundheits- und/oder Altersgründen Nachfolger zu werden: Mittendrin oder als Nachfolgepräsidentschaftskandidat 2012 oder sonst eben 2016. Natürlich muss alles gut laufen.

Es wird jemand werden, der Aussichten gibt, dem demokratischen Gegenkandidaten (wem auch immer) hinreichend Stimmen in mindestens einem umkämpften relevanten Staat abzunehmen, sei es durch Heimvorteil oder andere Eigenschaften, auch solche, die gemäß Gleichbehandlungsvorschriften gänzlich irrelevant sein sollten.

Sollte jedenfalls ausgerechnet eine republikanische und farbige Kandidatin dann als Nachfolgerin von McCain der erste weibliche Präsident der USA werden, wäre das zwar eine Ironie der Geschichte und der Alptraum von Hillary Clinton, aber ausgeschlossen wäre das nicht. Vielleicht Condoleeza Rice? Irgendwie schwer vorzustellen, aber ...
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tg
Veröffentlicht am Freitag, 16. Mai 2008 - 23:21 Uhr:   

Rice? Eher nicht.

McCain vertritt ja in mehreren Punkten andere Positionen als Bush. Die Konservativen werden ihn trotzdem zähneknirschend wählen, um den (aus ihrer Sicht) GAU Obama bzw. Clinton zu verhindern. Aber McCain ist halt auch für Wechselwähler akzeptabel. Diese gute Position wird er sich wohl nicht verderben, indem er eine Vize aufstellt, die so stark mit Bishs Politik verbunden ist wie Rice.

Ich denke, er wird irgendeinen Governeur auswählen, der in Europa noch unbekannt ist.
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Thomas Frings
Veröffentlicht am Samstag, 17. Mai 2008 - 16:07 Uhr:   

Wieso wird denn von einigen davon ausgegangen, McCain sei 2012 zu alt? Beim Amtsantritt wäre er 72 Jahre alt, immer noch ein Jahr jünger als Adenauer 1949, der ja etwas länger als vier Jahre blieb. Reagan wurde mit knapp 70 Präsident und war damals nur zweieinhalb Jahre jünger als es McCain es im Januar nächsten Jahres sein wird. Und wieso muß jemand mit über 70 denn unbedingt in Rente sein? Das finde ich eine seltsame Einstellung.

Also ich denke, wenn McCain gewählt wird und keine ernsten gesundheitlichen Probleme bekommt, dann wird er 2012 erneut antreten. Es wäre auch ein sehr seltenes Ereignis, daß ein Präsident nach nur vier Jahren (oder weniger) keine Wiederwahl anstrebte. Der letzte, der nach nur einer Amtszeit nicht mehr kandidierte, war Chester Arthur (Präsident 1881-1885). Mir ist kein Fall bekannt, dass jemand nach einer Amtszeit gegen seinen Willen nicht mehr aufgestellt wurde. Dass man den amtierenden Präsidenten nicht mehr aufstellte, obwohl der nochmals antreten wollte, kam zwar meines Wissens schon zwei Mal vor, aber Ulysses Grant und Woodrow Wilson wollten jeweils eine dritte Amtszeit.

Dass McCain Rice als Vize will, das glaube ich auch nicht, die ist in der Tat zu sehr mit Bush verbunden.
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Florian das Original (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Samstag, 17. Mai 2008 - 17:04 Uhr:   

Zum Alter von McCain:
Grundsätzlich finde ich auch, dass ein Alter jenseits von 65 kein Killerkriterium sein sollte.
(Ich beschäftige einige Mitarbeiter die über 65 sind und habe da eigentlich immer gute Erfahrungen gemacht).

Allerdings:
Wenn ich mein persönliches Umfeld betrachte, dann muss ich schon feststellen, dass bei Männern so im Alter 75 bis 80 Jahre sehr oft körperliche Verfallserscheinungen auftreten.

Und der Job eines US-Präsidenten IST hart und anstrengend.
Selbst wenn McCain besonders gute Gene hat, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er Probleme bekommt natürlich in diesem Alter durchaus recht groß.

Meines Erachtens greift z.B. der Vergleich mit Adenauer zu kurz. Das war eine andere Zeit. Adenauer hat ja jedes Jahr mehrere Wochen am Stück Urlaub in Italien gemacht. Das wäre heutzutage für eine Angela Merkel kaum mehr vorstellbar.
Auch ein italienischer Staatspräsident dürfte - bei allem Respekt - doch wohl schon einen recht geruhsamen Job haben im Vergleich zum Amt des amerikanischen Präsidenten.
Mal ganz abgesehen davon, dass ein sagen wir mal vierwöchiger gesundheitsbedingter Ausfall des italienischen Präsidenten außerhalb Italiens kaum jemand bemerken würde während das gleiche beim US-Präsidenten schon eine (weltweite) Krise wäre.
Auch wenn das ganze theoretisch in der Verfassung sauber geklärt ist. In der Praxis führt die Ablösung eines kranken Präsidenten natürlich schon zu Problemen.
Speziell dann, wenn der in seinen Amtsgeschäften stark behinderte Präsident womöglich zwar (zeitweise) bei Bewusstsein aber nicht einsichtig ist, dass ein Rücktritt angebracht wäre
Und wie gesagt: Das Risiko dass so etwas passiert ist bei einem 72-jährigen sicher noch deutlich geringe rals bei einem 80-jährigen.

Nee, nee:
Wenn McCain gewinnt, dann tritt er nach einer Periode in Ehren ab. Jede Wette.


Unsere ganzen Vize-Spekulationen in diesem Forum kranken übrigens daran, dass wir hier die allermeisten ernsthaft in Frage kommenden Kandidaten vermutlich gar nicht kennen.
(Wer von uns könnte auch nur 5 amtierende US-Gouverneure benennen?)
Obama hat auf jeden Fall einen großen Pool möglicher VPs. Da muss er nicht unbedingt auf die wenigen uns hier in Deutschland bekannten Schwergewichte zurückgreifen.

Und Clinton als VP halte ich aus taktischen Gründen für sehr problematisch. Die würde doch in jedem Interview gefragt werden, warum sie auf einmal der Meinung ist, Obama wäre ein guter Präsident wo sie doch noch vor kurzem diesem Mann die charakterliche Eignung abgesprochen hatte.
Wenn überhaupt ein Rivale Obamas VP wird, dann eher noch Edwards, der sich Obama gegenüber stets wesentlich korrekter und zurückhaltender verhalten hat.
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tg
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Mai 2008 - 00:09 Uhr:   

"(Wer von uns könnte auch nur 5 amtierende US-Gouverneure benennen?)"

Und der einzige weithin bekannte zählt in dieser Diskussion nicht mal - Arnie darf ja nicht! ;-)


Ernsthaft:

"Unsere ganzen Vize-Spekulationen in diesem Forum kranken übrigens daran, dass wir hier die allermeisten ernsthaft in Frage kommenden Kandidaten vermutlich gar nicht kennen."

Ich stimme dieser Aussage völlig zu. Auf http://innovation.cq.com/ gibt es eine Umfrage zu 32 möglichen Kandidaten für den republikanischen Vize. Ich konnte bei 10 von ihnen ihr politisches Amt benennen. Also spekuliere ich auch nicht über die anderen 22.
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PNK (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Mai 2008 - 10:39 Uhr:   

Naja, die Frage ist aber schon, wie viele der möglichen Kandidaten den Wählerinnen und Wählern der US bekannt sind. Nicht umsonst werden meistens ja doch auch hierzulande relativ bekannte Politiker/Interessensvertreter (Admin. Bush) Vize-Präsidentschaftskandidat.
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tg
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Mai 2008 - 13:38 Uhr:   

Ich denke schon, daß der Durchschnittsamerikaner mehr US-Gouverneure kennt als der Durchschnittsdeutsche. Der Durchschnittsdeutsche kennt ja sicher auch mehr Ministerpräsidenten der Länder als der Durchschnittsamerikaner.
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PNK (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Mai 2008 - 14:05 Uhr:   

Sicher.
Aber angenommen, wir hätten 50 Bundesländer, jedes Bundesland hätte einen Ministerpräsidenten und 2 zusätzliche Vertreter in Berlin. Es gäb viel mehr (regionale) Medien und das Interesse an Politik beschränkte sich auf einen Termin alle 2 Jahre.

Ja, dann würde man lediglich ehemalige Schauspieler wählen. Oder die Söhne oder Frauen von ehemaligen Präsidenten.

Das Hauptproblem für amerikanische Politiker ist, dass sie nur regional bekannt sind. Darum ist es umso erstaunlicher, dass Giuliani so früh einpacken musste.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Montag, 19. Mai 2008 - 10:16 Uhr:   

Da haben wir ja diverse Themen ...

1.) Wenn Clinton jetzt die Nominierung nicht schafft, ist sie politisch immer noch munter dabei.
Siehe McCain, der 2000 die Nominierung nicht schaffte und sich jetzt durchgesetzt hat.

2.) Ob nun McCain vier oder acht Jahre macht ist völlig offen. Clinton (bzw. jeder andere demokratische Aspirant) muß sich eben auf beide Varianten einrichten.

3.) Der Job eines US-Präsidenten muß nicht übermäßig kräftezehrend sein - das kommt schon auf die Art der Amtsführung an.
Reagan war bekannt dafür, relativ wenig zu arbeiten und viel Urlaub zu machen. Trotzdem (oder deswegen?) galt er als sehr guter Präsident.
Vielleicht tut es dem Job ganz gut (und dem Amtsinhaber auch), wenn man sich nur auf wichtige strategische Entscheidungen konzentriert und das Tagesgeschäft weitmöglichst delegiert.

4.) Rice wäre eine denkbare VP-Kandidatin für McCain, damit hätte er taktisch die Rassen- und die Frauenfrage abgehakt.
Und es würde dabei nicht schaden, daß sie unter Bush gedient hat - McCain kritisiert zwar Bush in einigen Punkten, würde aber im wesentlichen inhaltlich und personell an dessen Regierung anknüpfen.
Was auch kein Problem ist, Bush ist in den USA lange nicht so unpopulär wie in Deutschland, und gerade die republikanischen Wähler sehen ihn natürlich positiv.

5.) Man kann davon ausgehen, daß der normale US-Wähler mehr Gouverneure kennt als der normale Deutsche Ministerpräsidenten.
Denn einerseits ist dort die föderale Ebene viel wichtiger als bei uns, andererseits sind es die Amis gewöhnt, sich auf Personen zu konzentrieren, während bei uns eher die Parteien im Vordergrund stehen.
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Thomas Frings
Veröffentlicht am Montag, 19. Mai 2008 - 18:53 Uhr:   

@Ralf
"1.) Wenn Clinton jetzt die Nominierung nicht schafft, ist sie politisch immer noch munter dabei.
Siehe McCain, der 2000 die Nominierung nicht schaffte und sich jetzt durchgesetzt hat."
Der Unterschied ist, daß Clinton jetzt als Favoritin verliert, während McCain immer als Außenseiter ins Rennen ging.

"3.) Der Job eines US-Präsidenten muß nicht übermäßig kräftezehrend sein - das kommt schon auf die Art der Amtsführung an.
Reagan war bekannt dafür, relativ wenig zu arbeiten und viel Urlaub zu machen. Trotzdem (oder deswegen?) galt er als sehr guter Präsident.
Vielleicht tut es dem Job ganz gut (und dem Amtsinhaber auch), wenn man sich nur auf wichtige strategische Entscheidungen konzentriert und das Tagesgeschäft weitmöglichst delegiert."
Da stimme ich absolut zu.

"5.) Man kann davon ausgehen, daß der normale US-Wähler mehr Gouverneure kennt als der normale Deutsche Ministerpräsidenten."
Das bezweifel ich sehr. Wer außer die Einwohner des Staates und Polit-Junkies kennt die Gouverneure von Delaware, North Dakota, Idaho, Iowa, Mississippi, Wyoming oder Nebraska? Die meisten Staaten sind eher unwichtig und bei vielen dürfte der Durchschnittsbürger schon Schwierigkeiten haben, diese Staat geographisch halbwegs einzuordnen, das Land ist ja auch immerhin 27 Mal so groß wie Deutschland. Wer in New York wohnt, für den ist ein Staat in der Mitte des Landes (wie Kansas oder Nebraska) etwa so weit weg wie die Sahara von Frankfurt aus. Das politische Interesse der Amerikaner ist eher schwach ausgeprägt, wie man an der Wahlbeteiligung sieht.
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gelegentlicher Besucher (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 19. Mai 2008 - 20:04 Uhr:   

@Thomas Frings

quote:

Das politische Interesse der Amerikaner ist eher schwach ausgeprägt, wie man an der Wahlbeteiligung sieht.



Da würde ich keine direkte Vergleichbarkeit sehen, weil man sich in fast allen Bundesstaaten im Voraus für die Wahl registiren muss. In Deutschland ist bei Bürgerentscheiden ja eine beliebte politische Verhinderungsmethoden "aus Kostengründen" auf das Verschicken von Wahleinladungen zu verzichten. Das führt ziemlich zuverlässig zum Scheitern am Quorum. Darum wäre ich mir auch nicht so sicher, ob die Wahlbeteiligung hier bei gleichen Verfahrensweisen niedriger als in den USA wäre.
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Thomas Frings
Veröffentlicht am Dienstag, 20. Mai 2008 - 02:35 Uhr:   

@gelegentlicher Besucher
Einmal allgemein: Die Wählerregistrierung ist in den USA keine Schikane, sondern Notwendigkeit, es gibt ja keine Einwohnermeldeämter. Meines Wissens kann man sich in einigen Staaten auch am Wahltag noch registrieren lassen. Es ist kaum anzunehmen, dass die Bürger nicht wüßten, an welchem Tag die Präsidentschasftswahl ist, wenn sie auch nur minimales Interesse an der Wahl haben. Poll Tax u.ä., was früher besonders in den Südstaaten zur Fernhaltung schwarzer Wähler eingesetzt wurde, gibt es nicht mehr. Wer wählen will, der kann sich heutzutage auch registrieren lassen, knapp 80% der "Voting Age Population" sind auch registriert.

Die Wahlbeteiligung ist auch bezogen auf die registrierten Wähler in den meisten Staaten niedriger als in Deutschland, obwohl ja meist nicht nur der Präsident und der Kongreß gewählt werden, sondern auch Wahlen auf Staatsebene und häufig noch Volksentscheide stattfinden.

http://uselectionatlas.org/RESULTS/data.php?year=2004&datatype=national&def=vto&f=1&off=0&elect=0
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Frank Schmidt
Veröffentlicht am Mittwoch, 28. Mai 2008 - 16:12 Uhr:   

Du übersiehst dabei, dass die Amerikaner kein Wahlrecht in ihrer Verfassung haben. Die stammt nämlich aus einer Zeit, in der nur wenige Vermögende wählen konnten. Seitdem wurden einige Zusätze (Amendments) angefügt, in denen aber nur gesagt wird, dass das Wahlrecht nicht aufgrund von zum Beispiel Geschlecht oder Rasse verweigert werden darf - aus anderen Gründen aber schon.

Genau das ist 2000 passiert, als Tausenden von Schwarzen das Wahlrecht verweigert wurde, weil sie angeblich "Felons" (Verbrecher) waren. Denen kann nämlich das Wahlrecht nicht nur für die Zeit im Gefängnis entzogen werden, sondern auch noch lange danach. Das Debakel in Florida kam auch dadurch zustande, dass es eben kein Meldeamt gibt, in dem eingetragen ist, wer sein Wahlrecht so verloren hat, und so einfach die Namen verwendet wurden...
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Florian das Original (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 28. Mai 2008 - 19:43 Uhr:   

Die entscheidende Ursache für das "Debakel" in Florida war der knappe Wahlausgang.

Wenn bei Millionen Stimmen letzten Endes ein paar Dutzend Stimmen entscheiden, dann wird man mit jedem Wahlverfahren in Probleme laufen. Denn irgendwo im hundertsel Promille-Bereich gibt es immer eine Grauzone, wie einzelne Stimmen zu werten sind.
Würde in Deutschland eine Bundestagswahl mit Hundert Stimmen Vorsprung entschieden, dann kann man Gift drauf nehmen, dass die offiziell unterlegene Seite auch alle möglichen Hebel in Bewegung setzen würde, um zweifelhafte Stimmen aufzuspüren und anzufechten.
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Tim K. (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 28. Mai 2008 - 19:56 Uhr:   

Also wie bei der Landtagswahl in Bremen.
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Mitdenker
Veröffentlicht am Samstag, 31. Mai 2008 - 21:29 Uhr:   

Heute wird sich entscheiden, ob die Vorwahlen der Demokratischen Partei in Michigan und Florida gezählt werden. In der Rechnung ohne diese beiden Stand fehlen Barack Obama 42 Delegierte zur Nominierung. Hillary Clinton hatte die vorgezogen Vorwahlenen in Michigan und Florida gewonnen.

Demokratische Partei
Nominationshürde: 2 026 Delegierte
Barack Obama, 1 984 Delegierte
Hillary Clinton, 1 783 Delegierte
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Sonntag, 01. Juni 2008 - 09:45 Uhr:   

Demokraten entscheiden über umstrittene Stimmen
Ein weiterer Schlag für Hillary Clinton


Die Demokraten lassen Clinton im Regen stehen
01. Juni 2008 Tiefschlag für Hillary Clinton: Nach einer turbulenten Debatte hat die Führung der amerikanischen Demokraten in der heiklen Frage über die Wertung der Vorwahlen von Florida und Michigan zugunsten von Barack Obama entschieden. Der Regelausschuss der Partei befand am Samstag (Ortszeit) in einem Kompromiss, dass die Delegierten beider Staaten jeweils zur Hälfte ein Stimmrecht beim Nominierungsparteitag im Spätsommer erhalten sollen.

Damit bleibt der schwarze Senator nach einer Berechnung des Fernsehsenders CNN immer noch weit in Führung vor seiner Rivalin. Obama kommt demnach auf 2.050 Delegiertenstimmen, Clinton auf 1.877. Um sich die Nominierung zu sichern, sind nun 2.118 Delegierte notwendig.
Das Lager der früheren First Lady drohte derweil, die Entscheidung des Regelausschusses vom Samstag während des Nominierungsparteitages im Spätsommer anzufechten. „Senator Clinton hat mich angewiesen, diese Frage bis zum Schiedsausschuss beim Nominierungsparteitag zu tragen“, sagte Ausschussmitglied und Clinton-Anhänger Harold Ickes.

Die Parteiführung hatte die Ergebnisse der Wahlen in Florida und Michigan nicht anerkannt, weil die Staaten ihre Abstimmungen regelwidrig vorverlegten. Clinton gewann beide Vorwahlen, in Michigan stand Obama aber noch nicht einmal auf den Stimmzetteln. Vor dem Tagungsort der Parteiführung in Washington hatten sich hunderte Demonstranten versammelt, die volles Stimmrecht aller Delegierten forderten. Die meisten von ihnen waren Clinton-Anhänger. Die frühere First Lady hatte gehofft, bei einem für sie günstigen Ausgang für sie noch unentschiedene Superdelegierte auf ihre Seite zu ziehen.

Quelle: www.faz.de, dieselbe Info auf www.spiegel-online.de
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Sonntag, 01. Juni 2008 - 10:21 Uhr:   

Ein ausführlicher Bericht, v.a. über die Reaktion von Hillary Clinton, findet sich hier:
http://www.welt.de/politik/article2054797/Demokraten_entscheiden_gegen_Hillary_Clinton.html
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Mitdenker
Veröffentlicht am Mittwoch, 04. Juni 2008 - 12:04 Uhr:   

Bei den Demokraten hat Barack Obama die Nominierungshürde übersprungen.
Sie liegt bei 2 118 Delegierten.

South Dakota: Clinton 55 %, Obama 45 %
Montana: Obama 57 %, Clinton 41 %, Ohne Präferenz 2 %

Barack Obama 2 156 Delegierte
Hillary Clinton 1 923 Delegierte
Johnathan Edwards 6 Delegierte


Bei den Republikanern steht John McCain schon seit längerem als Bewerber fest.
Die Nominierungshürde liegt bei 1 191 Delegierten.
Ronald Paul schafft, aber hin und wieder, Überraschungsergebnisse.
Michael Huckabee steht noch auf manchen Wahlzetteln und wird von manchen Leuten angekreuzt.

New Mexico: McCain 86 %, Paul 14 %
South Dakota: McCain 70 %, Paul 17 %, Huckabee 7 %, Unbestimmt: 3 %

John McCain 1 517 Delegierte
Michael Huckabee 275 Delegierte
Mitt Romney 255 Delegierte
Ronald Paul 35 Delegierte


Quelle
http://edition.cnn.com/ELECTION/2008/

(Beitrag nachträglich am 04., Juni. 2008 von Mitdenker editiert)
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Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 07. Juni 2008 - 19:45 Uhr:   

Hillary Clinton hat ihre Anhänger zur Unterstützung von Barack Obama aufgerufen und ihre Kandidatur beendet:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,558350,00.html
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Mitdenker
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 11. Juni 2008 - 13:16 Uhr:   

Die beiden Hauptbewerber der Präsidentschaftswahl
in den Vereinigten Staaten von Amerika stehten fest.

In mehreren Staaten gibt es noch Parteiversammlungen, auf denen das Stimmverhalten der Superdeligierten entscheiden kann, sowie so mancher gewählter Deligerter sich noch umentscheidet.

John Sidney McCain III.
Barack Hussein Obama
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Gast
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 11. Juni 2008 - 13:35 Uhr:   

@Mitdenker
Kleiner Hinweis, da du es mal richtig und mal falsch schreibst: Die Delegierten werden del_e_giert und daher nur mit einem i geschrieben.
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tg
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 11. Juni 2008 - 13:53 Uhr:   

"In mehreren Staaten gibt es noch Parteiversammlungen, auf denen das Stimmverhalten der Superdeligierten entscheiden kann, sowie so mancher gewählter Deligerter sich noch umentscheidet."

Das ist IMO nicht ganz korrekt. Superdelegierte sind Amtsinhaber, die z.B. als Gouverneure oder Senatoren automatisch Delegierte sind.

Bei den Parteiversammlungen geht es um die mehrstufigen Verfahren in einigen Staaten, wo es beispielsweise erst lokale Caucusses gibt, in denen Delegierte für eine Versammlung auf Staatsebene gewählt werden, wo dann wiederum die Delegierten für die nationale Versammlung gewählt werden. Dabei kann man zwar die voraussichtliche Zusammensetzung der Delegation für die nationale Versammlung im Voraus weitestgehend voraussagen, aber da die delegierten der "Zwischensufe" in ihrem Wahlverhalten frei sein können (je nach Staat), kann es auch leicte Abweichungen geben.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 28. August 2008 - 00:57 Uhr:   

Wednesday, August 27, 2008
Barack Obama is officially the nominee of the Democratic Party for President

http://www.demconwatchblog.com/
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Mitdenker
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 28. August 2008 - 13:10 Uhr:   

Es sind bisher drei US Senatoren nominiert.
Vielleicht wird noch ein Gouverneur aus dem Hut gezaubert.

Die Demokraten haben ihr Duo.
Barack Obama (Illinois) und Joseph Biden (Delaware) sind die Bewerber.

Die Republikaner werden bald nachziehen.
Wer wird der Laufpartner (running mate) für John McCain (Arizona)?
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Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 30. August 2008 - 01:11 Uhr:   

Nun gibt es ja eine Entscheidung. Die als konservativ geltende, 44-jährige Gouverneurin von Alaska, Sarah Palin, ist von John McKain als republikanische Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin zu kandidieren. Offensichtlich soll dieser "Schachzug" enttäuschte "Hillary-"Anhänger zu McCain locken. Dazu scheint Frau Palin, Mutter von 5 Kindern unter anderem einem Kind mit Down-Syndrom, welches sie nicht abtreiben ließ, Anhängerin der Waffen-Lobby, jedoch m.E. weniger geeignet zu sein. Außerdem scheint sie in ihrem Bundesstaat in eine politische Affaire verwickelt zu sein, wenn man der Süddeutschen Zeitung Glauben schenken möchte. In jedem Fall wird der Wahlausgang - v.a. in den "Swing States" sehr knapp werden - Ausgang offen.
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Florian das Original
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 30. August 2008 - 03:13 Uhr:   

Wenn ich mich mal selbst zitieren darf (17. Mai 2008):

Unsere ganzen Vize-Spekulationen in diesem Forum kranken übrigens daran, dass wir hier die allermeisten ernsthaft in Frage kommenden Kandidaten vermutlich gar nicht kennen.

Na, da habe ich doch zur Abwechslung wirklich einmal recht gehabt.
Palin dürfte bis gestern kaum einem Deutschen ein Begriff gewesen sein.
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Mitdenker
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 30. August 2008 - 16:00 Uhr:   

Hat jemand brauchbare Lebensläufe, für die 4 genannten Personen gefunden?
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Good Entity
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 30. August 2008 - 18:59 Uhr:   

Hmm, was ist denn ein "brauchbarer" Lebenslauf? wikipedia ist in diesen Tagen natürlich mit Vorsicht zu benutzen, da ändert sich der Seiteninhalt je nach Auffassung des jeweils letzten Schreibers nahezu minütlich, besonders bei Sarah Palin.

Für letztere findet sich eine ziemlich ausführliche Biographie mit vielen bunten (und schwarzweißen) Familienbildchen auf der Regierungsseite des Staates Alaska unter gov.state.ak.us/bio, da müsste alles dabei sein, was man so brauchen mag.

Joe Biden gibts auch amtlich als Biographie mit Kinderbildern etc unter biden.senate.gov/senator. Barack Obama und John McCain sind auch auf der Seite des Senats vertreten. Zumindest die letzten drei sind aber so bekannt, siehe Dein vorletztes Posting, @Mitdenker, da müsste es überall was geben. Ansonsten war das ja schon ein guter Tipp, Vielleicht wird noch ein Gouverneur aus dem Hut gezaubert.

@Florian: Genau. Ich würde zumindest bei Sarah Palin sogar bezweifeln, dass sie zu den allermeisten ernsthaft in Frage kommenden Kandidaten gehört hat ....

Aus den USA wird mir noch erzählt, dass es dort offenbar recht bekannt ist, dass ihr Ehemann ein Inuit-Nachkomme ist und sie sich schon vor ihrer Gouverneurzeit aktiv und auch erfolgreich für die Angelegenheiten der Inuit und Indianer eingesetzt hat. Diese Bevölkerungsgruppe hatte bisher wohl üblicherweise Wahlbeteiligungen deutlich unter 10 %, was sich jetzt eventuell erstmals ändern könnte. Allerdings ist diese Wählergruppe ohnehin nicht besonders groß (0,9 % der Gesamtbevölkerung) und die Staaten Alaska und Idaho, in denen sie besonders bekannt ist, gehen so oder so deutlich an die Republikaner.
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Mitdenker
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 30. August 2008 - 20:04 Uhr:   

Dieses Thema ist für die Vorwahlen gedacht.
Es hat mehr Beiträge erhalten, als ich erwartet habe.
Der Bewerber für die Hauptwahl stehen nun fest.
Für die Hauptwahl schlage ich vor, den Strang zu den letzten Hauptwahlen fortzusetzen.

Wahlen in den USA
http://www.wahlrecht.de/forum/messages/40/1489.html?1188233198
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Björn
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Januar 2011 - 12:07 Uhr:   

Gibt es eine gute Website, die die Vorwahlen und die verschiedenen Vorwahlsysteme in den Bundesstaaten aufführen? Sind die Änderungen der Vorwahlsysteme für die Wahl 2012 bei Wikipedia vollständig?
 Link zu diesem Beitrag

tg
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Januar 2011 - 14:48 Uhr:   

Sehr detailliert e Infos zu US-Wahlen gibt es auf
http://www.thegreenpapers.com/

Ob da auch Ihre Frage beantwortet wird, weiß ich nicht.
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 03. Januar 2012 - 18:16 Uhr:   

Heute finden die Iowa caucuses 2012 (erste Runde) statt, der erste Stimmungstest bei der Nominierung.

Sehr wenig Sachkenntnis verraten wieder einmal die Artikel der ARD:

http://www.tagesschau.de/ausland/republikaner170.html

Da wird die Parteiversammlung als Vorwahl eingestuft, und es kommt der Satz vor:

"Doch oft schon setzte Iowa den Trend. Kaum ein Kandidat wurde Präsident, ohne in Iowa vorn gelegen zu haben."

Das ist ein Eigentor, denn viele Präsidenten traten in Iowa gar nicht an, und viele Sieger in Iowa wurden nicht einmal Präsidentschaftskandidat.
Bei den Republikanern gewann z.B. 2008 Huckabee, und nicht McCain.

Auch Reagan oder Bush sr. gewannen Iowa nicht, nur Bush sr, weil 2000 McCain in Iowa nicht einmal Wahlkampf führte...


Iowa hatte bei den Demokraten 2004 und 2008 den "richtigen" Sieger, aber Kerry wurde nicht Präsident, und davor war die Trefferquote auch nicht gut.

Ich denke, die Wahl wird umgekehrt wie 2004 ausgehen: Die Republikaner werden sich im Wahlkampf im Stimmung bringen, aber Obama wird knapp aber sicher gewinnen.

Romney wird seine Reden 2008 noch bedauern, wo er die anbahnende Wirtschaftskrise klein redete, und neues Wachstum vorhersagte.

Bisher war das wenig Thema, aber das ist Super Material in Fernsehspotts gegen den "Wirtschafsexperten".
Daher wird er wohl kaum die Vorwahlsaison gewinnen. Erst recht keine Wahl.
 Link zu diesem Beitrag

Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 04. Januar 2012 - 09:55 Uhr:   

Ach komm, welcher "Experte" liegt denn immer richtig? Politiker schwätzen nach, was ihre Berater sagen - und die sind so wenig zuverlässige Orakel wie der ganze Rest der "Wissenschaft", deren Weisheit sich zusammendampfen lässt in "Wenn sich nichts ändert, bleibt es wie gehabt und ansonsten ist es schwer zu sagen, aber ich denke mal ...".

Das Pech der Republikaner ist, dass außer Romney die meisten anderen sich schon im Vorfeld zu Schießbudenfiguren gemacht haben.
 Link zu diesem Beitrag

Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 22. Januar 2012 - 12:26 Uhr:   

Nach zwei Vorwahlen in New Hampshire und South Carolina, sowie einem Caucus in Iowa sieht das Rennen bei den Republikanern offen aus:

I: Iowa: Am Wahlabend ließ sich Mitt Romney zum Sieger ausrufen, mit 8 Stimmen Vorsprung.
Die Medien haben ihm das sogar abgekauft, obwohl noch 9 Wahlbezirke keine Ergebnisse gemeldet hatten.
Nachdem alles ausgezählt war, hatte allerdings mit 34 Stimmen Vorsprung, Rick Santorum gewonnen.

II: New Hampshire:
Romney gewann klar und sicher, und ließ sich schon wie der Sieger der gesamtem Vorwahlsaison feiern.

III: South Carolina:
Die Vorwahlen in South Carolina gewann aber der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich.

Er führt nun auch beim der Anzahl der bisher gewonnenen Delegiertenstimmen, auch wenn diese, insbesondere in Iowa, nur schwer exakt zu bestimmen sind, denn dort findet die entscheidende Versammlung erst noch statt. Bisher wurden nur dafür Delegierte gewählt.


Damit ist das Rennen offen wie nie. Florida ist nun der nächste Staat mit Vorwahlen, und auch der erste der größeren Staaten, zudem ein Staat, den die Republikaner bei der Hauptwahl im November gegen Obama unbedingt gewinnen sollten.

Romney könnte wie 2008 zunächst zum Favoriten aufsteigen, um dann schnell an Boden zu verlieren.

Gingrich ist aber noch weniger als McCain geeignet, Wechselwähler zu gewinnen. Santorum sogar noch weniger.
Obama könnte der lachende Vierte in diesem Kampf sein.
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 22. Januar 2012 - 12:29 Uhr:   

Nach zwei Vorwahlen in New Hampshire und South Carolina, sowie einem Caucus in Iowa sieht das Rennen bei den Republikanern offen aus:

I: Iowa: Am Wahlabend ließ sich Mitt Romney zum Sieger ausrufen, mit 8 Stimmen Vorsprung.
Die Medien haben ihm das sogar abgekauft, obwohl noch 9 Wahlbezirke keine Ergebnisse gemeldet hatten.
Nachdem alles ausgezählt war, hatte allerdings mit 34 Stimmen Vorsprung, Rick Santorum gewonnen.

II: New Hampshire:
Romney gewann klar und sicher, und ließ sich schon wie der Sieger der gesamtem Vorwahlsaison feiern.

III: South Carolina:
Die Vorwahlen in South Carolina gewann aber der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich.

Er führt nun auch beim der Anzahl der bisher gewonnenen Delegiertenstimmen, auch wenn diese, insbesondere in Iowa, nur schwer exakt zu bestimmen sind, denn dort findet die entscheidende Versammlung erst noch statt. Bisher wurden nur dafür Delegierte gewählt.


Damit ist das Rennen offen wie nie. Florida ist nun der nächste Staat mit Vorwahlen, und auch der erste der größeren Staaten, zudem ein Staat, den die Republikaner bei der Hauptwahl im November gegen Obama unbedingt gewinnen sollten.

Romney könnte wie 2008 zunächst zum Favoriten aufsteigen, um dann schnell an Boden zu verlieren.

Gingrich ist aber noch weniger als McCain geeignet, Wechselwähler zu gewinnen. Santorum sogar noch weniger.
Obama könnte der lachende Vierte in diesem Kampf sein.
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Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 23. Januar 2012 - 12:26 Uhr:   

@Ingo Zachos:
> Am Wahlabend ließ sich Mitt Romney zum Sieger ausrufen,
> mit 8 Stimmen Vorsprung.
> Die Medien haben ihm das sogar abgekauft, obwohl noch
> 9 Wahlbezirke keine Ergebnisse gemeldet hatten.
Mitt Romney war durchaus der "Sieger" in Iowa. Das hatte fast nichts mit den 8 Stimmen zu tun, für die Berechnung der Delegierten sind die ähnlich irrelevant wie jetzt die paar Stimmen mehr für Santorin.

Vielmehr lag Romneys Erfolg darin einen Staat zu gewinnen, in dem er strukturell eigentlich wenig Chancen hatte. So etwa, als würde ein CDU-Kandidat eine Vorwahl in Bremen gewinnen. Selbst wenn der SPD-Bewerber am Ende doch noch knapp die Nase vorne hätte - der Überraschungssieger wäre immer noch der CDUler. Während es es wenig sagt, wenn er anschließend in Bayern gewinnt - so etwa ist der erwartbare Sieg Romneys in New Hampshire zu werten.

Vor Beginn der Vorwahlen hätte auch niemand sich gewundert, daß Romney in South Dakote gegen Gingrich verliert. Das war jetzt nur überraschend, weil Romney zwischendurch (und durch den Schub aus Iowa) in den South Dakota-Umfragen geführt hatte. Gingrich hat das mit zwei erfolgreichen Fernsehauftritten gedreht.

Es scheint sich m. E. immer deutlich heraus zu kristallisieren, daß es den Republikanern nur zweitrangig darum geht, wo ihr Kandidat politisch steht. Sie unterstützen auch Kandidaten, die ihnen eigentlich nicht wirklich passen - wenn er nur insgesamt aussichtsreich ist.
Hauptziel ist schlicht, Obama irgendwie loszuwerden.
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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 07. März 2012 - 10:33 Uhr:   

Romney hat am Super Tuesday gut abgeräumt, wenn auch mit einigen Einschränkungen - mal traten die relevanten Gegner nicht an, mal war es denkbar knapp. Aber die Tendenz zeichnet sich ab, dass er das Feld immer stärker anführt. Am Ende ist es wohl für viele Republikaner attraktiver, Wechselwähler mit einem "kleineren Übel" anzuziehen als mit einem engagierten, aber abschreckenden Kandidaten für die eigene Kernmannschaft noch einmal Obama ran zu lassen.

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