Themen Themen Profil Profil Hilfe/Anleitungen Hilfe Teilnehmerliste Teilnehmerliste [Wahlrecht.de Startseite]
Suche Letzte 1|3|7 Tage Suche Suche Verzeichnis Verzeichnis  

Landtagswahl in Thüringen

Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Landtagswahlen in Deutschland » Landtagswahl in Thüringen « Zurück Weiter »

  ClosedGeschlossen: Keine neuen Themen Letzter Autor Beiträge Seiten Letzter Beitrag
Archiv bis 02. August 2007SaaleMAX37 02.08.07, 18:46h 
Archiv bis 11. Juni 2008SaaleMAX20 11.06.08, 19:02h 
Archiv bis 30. Juli 2008SaaleMAX20 30.07.08, 18:45h 
Archiv bis 01. September 2008SaaleMAX20 01.09.08, 19:02h 
Archiv bis 12. September 2008harmotom20 12.09.08, 13:45h 
Archiv bis 16. September 2008Mitleser20 16.09.08, 16:17h 
Archiv bis 14. November 2008SaaleMAX20 14.11.08, 17:20h 
Archiv bis 12. Januar 2009SaaleMAX20 12.01.09, 13:42h 
Archiv bis 03. Februar 2009Norddeutscher20 03.02.09, 23:16h 
Archiv bis 04. März 2009SaaleMAX20 04.03.09, 19:59h 
Archiv bis 17. März 2009Ralf Lang20 17.03.09, 08:21h 
Archiv bis 04. Juni 2009SaaleMAX20 04.06.09, 18:41h 
Archiv bis 12. August 2009SaaleMAX20 12.08.09, 19:38h 
Archiv bis 25. August 2009Kstone20 25.08.09, 17:26h 
Archiv bis 30. August 2009Bernhard Nowak20 30.08.09, 19:56h 
Archiv bis 31. August 2009Cyrix20 31.08.09, 11:28h 
Archiv bis 01. September 2009Beobachter20 01.09.09, 13:56h 
Archiv bis 06. September 2009Bernhard Nowak20 06.09.09, 13:00h 
Archiv bis 18. September 2009Taugenichts20 18.09.09, 21:18h 
Archiv bis 29. September 2009SaaleMAX20 29.09.09, 20:02h 
Archiv bis 01. Oktober 2009mma20 01.10.09, 12:08h 
Archiv bis 02. Oktober 2009nowhereman20 02.10.09, 11:02h 
Archiv bis 05. Oktober 2009Ralf Arnemann20 05.10.09, 14:49h 
Archiv bis 10. Oktober 2009Cyrix20 10.10.09, 14:11h 
Archiv bis 25. Oktober 2009Bernhard Nowak20 25.10.09, 20:12h 
Archiv bis 31. Oktober 2009Saarländer20 31.10.09, 00:39h 
Archiv bis 16. Dezember 2009SaaleMAX20 16.12.09, 20:46h 
Archiv bis 03. November 2013Rodewold20 03.11.13, 12:17h 
Archiv bis 30. Januar 2014Björn20 30.01.14, 15:15h 
Archiv bis 06. Februar 2014Ratinger Linke20 06.02.14, 12:01h 
Archiv bis 04. April 2014Saalemarx20 04.04.14, 15:40h 
Archiv bis 19. Juli 2014Thomas Frings20 19.07.14, 17:22h 
Archiv bis 07. September 2014SaaleMAX20 07.09.14, 11:45h 
Archiv bis 14. September 2014Bernhard Nowak20 14.09.14, 23:03h 
Archiv bis 15. September 2014Ratinger Linke20 15.09.14, 16:52h 
Archiv bis 16. September 2014Ratinger Linke20 16.09.14, 23:06h 
Archiv bis 19. September 2014Marc20 19.09.14, 18:11h 
Archiv bis 29. September 2014SaaleMAX20 29.09.14, 18:40h 
Archiv bis 17. Oktober 2014cyrix20 17.10.14, 17:21h 
Archiv bis 21. Oktober 2014Ralf Lang20 21.10.14, 11:45h 
Archiv bis 21. Oktober 2014Beobachter20 21.10.14, 23:30h 
Archiv bis 24. Oktober 2014SaaleMAX20 24.10.14, 16:44h 
Archiv bis 26. Oktober 2014Christian Haake20 26.10.14, 18:59h 
Archiv bis 30. Oktober 2014Thomas Frings20 30.10.14, 16:25h 
Archiv bis 05. November 2014Holger8120 05.11.14, 14:45h 
Archiv bis 12. November 2014Holger8120 12.11.14, 11:25h 
Archiv bis 16. November 2014Ratinger Linke20 16.11.14, 18:11h 
Archiv bis 19. November 2014SaaleMAX20 19.11.14, 20:03h 
Archiv bis 25. November 2014Europäer20 25.11.14, 11:10h 
Archiv bis 25. November 2014Interessierter20 25.11.14, 23:45h 
Archiv bis 27. November 2014Ratinger Linke20 27.11.14, 13:34h 
Archiv bis 29. November 2014Europäer20 29.11.14, 12:58h 
Archiv bis 04. Dezember 2014VoPf20 04.12.14, 21:57h 
Archiv bis 07. Dezember 2014Bernhard Nowak20 07.12.14, 13:11h 
Archiv bis 08. Dezember 2014Florian das Original20 08.12.14, 12:51h 
Archiv bis 11. Dezember 2014Beobachter20 11.12.14, 08:08h 
Archiv bis 10. Januar 2015Thomas Frings20 10.01.15, 11:50h 
Archiv bis 29. März 2016Thomas Frings20 29.03.16, 18:19h 
Archiv bis 10. April 2016SaaleMAX20 10.04.16, 18:49h 
Archiv bis 26. April 2017SaaleMAX20 26.04.17, 20:54h 
Archiv bis 01. August 2019Mark Tröger20 01.08.19, 19:31h 
Archiv bis 08. August 2019Mark Tröger20 08.08.19, 16:03h 
  ClosedGeschlossen: Keine neuen Themen        

Autor Beitrag
 Link zu diesem Beitrag

J.A.L.
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. August 2019 - 16:07 Uhr:   

@ Marc:

Wenn es nach der Wahl absehbar ist, dass es keine positive Mehrheit im neuen Landtag geben wird, könnte allerdings der bis zum Zusammentritt des neuen Landtag ja noch bestehende alte Landtag auch für die kommenden Haushaltsjahre bereits Haushalte verabschieden, um so die Notwendigkeit von Neuwahlen aus Haushaltsgründen zu vermeiden.
 Link zu diesem Beitrag

Marc
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. August 2019 - 16:29 Uhr:   

@J.A.L.,

ich halte die Rechtmäßigkeit eines solchen Vorgehens für zweifelhaft, da dies dies ein Eingriff in das Haushaltsrechts des zukünftigen Landtags bedeuten würde. Es gibt zwar Rechtsprechung zur Zulässigkeit von Doppelhaushalten. Allerdings wäre die Verabschiedung zahlreicher Haushalte im Voraus (in dem Fall ja bis einschließlich 2024) noch mal eine ganz andere Fragestellung.

Zudem lässt sich die Entwicklung der Staatsfinanzen für so einen langen Zeitraum allerdings nicht im Voraus solide prognostizieren, so dass dies möglicherweise schon mit dem Gebot einer ordnungsgemäßen Haushaltsführung nicht vereinbar wäre (ohne dass man auf das Demokratieprinzip rekurrieren müsste).

Rein praktisch gesehen dürfte es auch gar nicht möglich sein in einem regulären Verfahren in den wenigen Wochen zwischen Wahl und Zusammentritt des neuen Landtags ein Haushaltsgesetz im Kabinett zu beschließen und im Landtag zu verabschieden. Ein solches Verfahren dauert viel länger. Abgesehen davon würde es zu einem öffentlichen Aufschrei kommen, da der alter Landtag hierzu ja auch nicht mehr legitimiert ist. Bei aller Kritik am Vorgehen von Rot-Rot-Grün glaube ich nicht, dass die derzeitige Regierung einen solchen waghalsigen Versuch unternehmen würde, da dieser rechtlich am Ende ohnehin scheitern würde.
 Link zu diesem Beitrag

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 09. August 2019 - 01:02 Uhr:   

"Da wäre ich mir nicht so sicher. Nach Höckescher Logik muss den Menschen der links-grüne Siff erst aus den Ohren quillen, bevor sie endlich wieder bereit sind, es noch einmal mit Faschismus zu versuchen."
Die Begründung halte ich zwar für ganz falsch, aber ich glaube auch nicht, dass Höcke einen CDU-Kandidaten unterstützen würde. Für ihn ist die CDU mit Sicherheit auch "links-grüner Siff".
 Link zu diesem Beitrag

görd
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 09. August 2019 - 23:32 Uhr:   

@Wahlhelfer
Ich verstehe die Frage nicht. In welcher Landesregierung koalieren CDU und Linke? Im Gegensatz zur Linken gilt zudem die AfD als Gesamtpartei als Prüffall.

Ein Verbot der AfD könnte meines Erachtens erst in Betracht kommen, sollte der Höcke-Flügel die Macht in der Partei übernehmen. Es würde sich dann im Grunde nur um eine blaulackierte NPD handeln und diese wurde ja deswegen nicht verboten, da sie als zu erfolglos angesehen wurde. Bei der AfD würde dieses Argument ja nicht mehr greifen.
 Link zu diesem Beitrag

Marco
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 07. September 2019 - 21:20 Uhr:   

Die Freien Wähler haben ihre Landesliste zu spät eingereicht und wurden deshalb nicht zur Landtagswahl zugelassen. Dies dürfte die Chancen der FDP auf den Landtagseinzug erhöhen.
 Link zu diesem Beitrag

Mark Tröger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2019 - 17:07 Uhr:   

Neue Umfrage von Infratest dimap:

- CDU: 22%
- Linke: 28%
- SPD: 7%
- AfD: 25%
- Grüne 8%
- FDP: 5%
- Andere: 5%

Damit rückt eine schwarz-rot-grüne-gelbe Mehrheit in weite Ferne (42%/37% - 53%). Für Rot-rot-grün reichts auch nicht (43% - 52%/47%).
 Link zu diesem Beitrag

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2019 - 19:03 Uhr:   

Einfacher gesagt: Mehrheit für Linkspartei und AfD. Die Wahrscheinlichkeit ist in der Tat hoch, wenn ich auch den Verdacht habe, dass das linke Lager zu hoch demoskopiert wird.
 Link zu diesem Beitrag

SaaleMAX
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2019 - 20:59 Uhr:   

@ Thomas Frings
Das sehe ich nicht .
SPD und Grüne geben ab..Linke legt in Umfragen zu..quasi Nullsummenspiel bis eher Minustendenz im linken Spektrum im Vergleich zur letzten Landtagswahl.

................

Die großen Wechselspiele in den Umfragen verlaufen momentan zwischen AFD und CDU und SPD und Grünen im Vergleich zum Ergebnis der Landtagswahl 2014.

Nach der jetzigen Umfrage kommt die Linke in Thüringen in etwa fast genau auf ihr Ergebnis zur letzten Landtagswahl 2014...

Nur eben mit dem Unterschied, das damals die CDU noch über 33 % lag und die SPD stärker war als die Grünen, welche damals nur etwas über 5 % kamen.
FDP bleibt weiterhin "Wackelkandidat"versucht aber jetzt im Wahlkampf in Thüringen verstärkt ein wahrnehmbares Profil zu etablieren.
......................................
Sollte so ein ähnliches Wahlergebnis wie in der Umfrage zu Stande kommen , könnte die Regierungsbildung sehr interessant werden.
Zumindest hat die Regierung Ramelow schon mal vorsorglich den Haushalt für 2020 beschlossen, egal was und wie es dann kommen mag.
 Link zu diesem Beitrag

Martin Dauser
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2019 - 21:30 Uhr:   

Die CDU wird beten, dass SPD, Grüne und Linke zusammen noch zulegen werden und die FDP unter 5% bleibt.
 Link zu diesem Beitrag

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2019 - 21:37 Uhr:   

Ein Drittel der Stimmen bei der Europawahl und jetzt 43%??? Das ist wohl sehr am oberen Ende, vorsichtig formuliert.

Ich glaube nicht, dass die FDP reinkommt, aber auch das würde eine AfD/Linke-Mehrheit wahrscheinlich nicht verhindern.

"Sollte so ein ähnliches Wahlergebnis wie in der Umfrage zu Stande kommen , könnte die Regierungsbildung sehr interessant werden."
Interessant sicher. Ein echtes Problem wäre die Regierungsbildung nur für die CDU. Höchstwahrscheinlich würde Ramelow im 3. WG gewählt. Die CDU würde wahrscheinlich keinen Kandidaten bei der Ministerpräsidentenwahl aufstellen, denn der GAU für Merkel wäre, dass die AfD ihn wählt. Das gäbe Riesenkrawall und die SPD hätte den willkommenen Vorwand, die GroKo zu sprengen. Eigentlich dürfte gerade Höcke kaum geneigt sein, einen CDUler zu wählen, erst recht, wenn die AfD größer ist. Aber einen bundespolitischen Orkan auszulösen, der Merkel leicht wegfegen kann, wäre aus seiner Sicht vielleicht schon verlockend.
 Link zu diesem Beitrag

SaaleMAX
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2019 - 22:23 Uhr:   

1999 hatte die CDU 51% bei der LTW.

Der Vergleich mit einer letzten Europawahl (Thomas) ist ein bissl obskur.
Wir wollen schon, wenn wir es denn machen..... Äpfel mit Äpfeln abwiegen...oder ?

Nun ist wohl die Hälfte der CDU Wähler, seit 20 Jahren, plötzlich und völlig unerwartet ver...(-schwunden)...aber... das eher konservative Spektrum von ca. 47% plus 5% FDP ist doch nach wie vor vorhanden.
In Worten: ES IST VORHANDEN !
..............................
Nur die CDU tappt in die gleiche Falle wie damals die SPD, sie will ihre politischen Mitbewerber erst mal durch Nichtbeachtung aussschließen in der Hoffnung das dann alles wieder GUT wird....Man darf gespannt bleiben.

Die "Ausschließeritis" ist eine schwerwiegende und schlecht kurierbare Krankheit der Demokratie.

............
Das linke Spektrum erreicht in Thüringen nach wie vor knapp 43% bei LTW..also da waren sie schon vor Jahren mal höher bei fast 50 %.
 Link zu diesem Beitrag

Wahlhelfer
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2019 - 22:33 Uhr:   

Rot-rot-grün-gelb wäre eine Option, ansonsten eine Zusammenarbeit von CDU und Linke, vielleicht Kenia, toleriert von den Linken. Man wird garantiert Lösungen finden, um nicht von der AfD abhängig zu sein.

Interessant ist übrigens, dass die AfD bei 25% steht, Höcke selber aber anscheinend unbeliebter ist. Man kann daraus allerdings nicht folgern, dass die AfD ohne Höcke besser dastehen würde, da die Partei unter anderem durch ihn überhaupt erst groß wurde.
 Link zu diesem Beitrag

Mark Tröger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2019 - 23:36 Uhr:   

Urban und Kalbitz hatten im August ähnliche Zufriedenheitswerte (18% bzw. 15%). Allerdings waren weniger mit Urban (23%) und Kalbitz (25%) unzufrieden als mit Höcke (Juli-Wert: 65%). Liegt aber auch am Bekanntheitsgrad von Höcke.
 Link zu diesem Beitrag

Markus Richter
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 17. September 2019 - 02:55 Uhr:   

Ich denke nicht, daß die Thüringer AfD für einen CDU-Kandaidaten stimmen würde, ganz sicher nicht ohne viele "Abweichler" und ohne Zusagen.

"Man wird garantiert Lösungen finden, um nicht von der AfD abhängig zu sein."

Vielleicht wird man das. Aber ganz sicher nicht ohne massivste Friktionen an der Basis. CDU+AfD ist genauso populär wie CDU+SPD+Grüne+FDP laut offiziöser Umfrage.
 Link zu diesem Beitrag

Wahlhelfer
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 17. September 2019 - 11:00 Uhr:   

Und die CDU-Basis hat genau wieviel zu sagen?

Da eine bedeutende Zahl an Wählern von der Linken zur AfD wandert, wäre inhaltlich übrigens auch eine Koalition dieser beiden Parteien denkbar.
 Link zu diesem Beitrag

Mark Tröger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 17. September 2019 - 13:59 Uhr:   

Momentan sehe ich kaum inhaltliche Schnittmengen zwischen AfD und Linken. Da wäre der Abbau der Russlandsanktionen, aber das ist auch kein Landesthema.

In der AfD ist ein antisozialistisches und Teilweise auch ein libertäres Denken verbreitet. In der Linken wiederum ein antifaschistisches und antideutsches Denken. Beide Lager hassen sich wie die Pest. Die Linke müsste sich von den Antideutschen trennen und euro-, EU-, sowie flüchtlingskritischere Positionen annehmen. Unter Wagenknecht/Lafontaine wäre das denkbar. Die AfD müsste wirtschaftsliberale Positionen aufgeben und müsste zugleich ihr nationales Denken mäßigen. Man weiß nicht, was in den nächsten 20-30 Jahren passiert aber erst einmal bleibt eine Koalition der AfD mit der CDU viel wahrscheinlicher.

Meines Erachtens wird für die CDU in dem Moment, wo sie sich zwischen AfD und Linker entscheiden muss, der Punkt gekommen sein, an dem sie sich auf die AfD zubewegt. Die Basis grummelt schon wegen Bündnissen mit den Grünen. Bei einem Bündnis mit der Linken würde es wohl Parteiaustritte und ein vor allem eine Wählerabwanderung zur AfD geben. Dann landet die AfD 2024 vielleicht bei 35% und die CDU bei 12%. Liberale Landesverbände wie Schleswig-Holstein mit wenig AfD-affiner Wählerschaft könnten sich das vermutlich erlauben aber in Mitteldeutschland bestehen andere Sachzwänge. Möglicherweise zerreist das bundesweit die CDU. Vielleicht war es ein historischer Fehler, dass die Union in Mitteldeutschland sich der CDU angeschlossen hat. Sie scheint inhaltlich der CSU näher zu sein und wäre komplett unabhängig vielleicht am besten aufgehoben z. B. als "Mitteldeutsche Union" (MDU). Dann könnte sie sich der AfD annähern, ohne dass es auf die westdeutsche CDU und die CSU zurückfallen würde.
 Link zu diesem Beitrag

Wahlhelfer
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 17. September 2019 - 14:17 Uhr:   

Siehst du wirklich noch große Unterschiede zwischen CDU und CSU in Zeiten von Markus Söder?
 Link zu diesem Beitrag

Mark Tröger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 17. September 2019 - 14:52 Uhr:   

Söder hat eine andere Agenda als Seehofer, aber im Kern unabhängig von den tagespolitischen Positionen ist die Partei ja die gleiche. Auf einer Skala von 0 (CDU) bis 10 (AfD) würde ich die CSU etwa bei 3 einstufen. Die CDU in Mitteldeutschland eher bei 4. ÖVP wäre vielleicht bei 5.
 Link zu diesem Beitrag

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 18. September 2019 - 00:26 Uhr:   

"Interessant ist übrigens, dass die AfD bei 25% steht, Höcke selber aber anscheinend unbeliebter ist."
Auf Ministerpräsidenten-Umfragen muss man nicht viel geben und mit einem Ministerpräsidenten Höcke ist nicht ernsthaft zu rechnen. Höcke ist reichlich bekannt und in den Wahlentscheidungen "eingepreist".


"Ich denke nicht, daß die Thüringer AfD für einen CDU-Kandaidaten stimmen würde, ganz sicher nicht ohne viele "Abweichler" und ohne Zusagen."
Natürlich ist das unwahrscheinlich, aber wenn doch, hätte die CDU ein Problem. Andererseits könnte ein CDU-Kandidat ohne AfD kaum gewinnen. Von daher wäre es sehr dumm von der CDU, überhaupt jemanden aufzustellen.


"In der AfD ist ein antisozialistisches und Teilweise auch ein libertäres Denken verbreitet."
Das ist übertrieben, so wirtschaftsliberal ist die AfD nicht, allerdings nicht für Vermögenssteuer oder einen Mietendeckel. Eine AfD/Linke-Koalition ist sowieso undenkbar und selbst wenn beide Seiten wollten, wäre die zu überwindende Kluft auch bei landespoltischen Themen sehr groß.
 Link zu diesem Beitrag

SaaleMAX
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 03. Oktober 2019 - 20:35 Uhr:   

Joachim Gauck am Tag der deutschen Einheit:

Mdr.de Thüringen Nachrichten:

"Ex-Bundespräsident Joachim Gauck hat eine Koalition von CDU und Linke nach der Thüringer Landtagswahl ins Gespräch gebracht.

Gauck appellierte in einem Interview an die CDU, Verhandlungen darüber nicht auszuschließen. Die Regierungsverantwortung habe die Linkspartei verändert. Die Linke habe begriffen, dass es ein Unterschied sei, ob sie "Proklamationen raushaue" oder Politik verantwortungsbewusst gestalte, so Gauck.

Das bedeute, dass auch die CDU frühere Abgrenzungen noch einmal überprüfe.
"
(c) MDR.de
https://www.mdr.de/thueringen/index.html
 Link zu diesem Beitrag

Martin Dauser
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 04. Oktober 2019 - 17:30 Uhr:   

Inhaltlich kann ich Gaucks Position durchaus nachvollziehen. Ich finde es für Altbundespräsidenten trotzdem merkwürdig, wenn er sich so explizit zu einer tagespolitischen Angelegenheit äußert. Zumal es aktuell ja nur um eine "Was wäre, wenn ... ?"- Situation handelt.

Es wäre unvorstellbar gewesen, dass sich Richard von Weizsäcker nach seiner Präsidentschaft öffentlich darüber spekuliert, wer in irgendeinem Bundesland nach einem spekulativen Wahlergebnis miteinander koalieren sollte.
 Link zu diesem Beitrag

Mark Tröger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 04. Oktober 2019 - 20:07 Uhr:   

Die Frage welche Parteien grundsätzlich miteinander koalitionsfähig sein sollten, ist schon eine grundsätzliche Frage. Zur Regierungsbildung in Thüringen hat er sich schon 2014 im Amt geäußert:

"Ist die Partei, die da den Ministerpräsidenten stellen wird, tatsächlich schon so weit weg von den Vorstellungen, die die SED einst hatte bei der Unterdrückung der Menschen hier, dass wir ihr voll vertrauen können?"
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/rot-rot-gruen-in-thueringen-joachim-gauck-hadert-mit-ramelow-a-1000570.html

Interessant ist auch seine Aussage jetzt:

"Ich muss doch imstande sein, einen Hardcore-Kommunisten, der Mitglied in der Linken ist, zu unterscheiden von einem Ministerpräsidenten, der aus der gewerkschaftlichen Tradition stammt und der doch gezeigt hat, dass er mit einem linken Profil dieser Gesellschaft nicht schadet. Das heißt, dass wir unter Umständen auch mal neu hinschauen müssen und unsere früheren Abgrenzungen noch mal überprüfen. Auch parteipolitisch."

Anscheinend ist Gauck 2014 mehr oder weniger davon ausgegangen, dass Ramelow mit seinem "linken Profil" diese Gesellschaft zurück in die Unterdrückung nach SED-Vorbild führt.

Interessant auch was er zur AfD sagt:

"Ich teile die Auffassung der politischen Menschen, die in Deutschland die Zeit noch nicht für gekommen sehen, die AfD als eine Partei, mit der man jetzt koalieren kann, zu betrachten. Ich bin da sehr skeptisch."

In der Partei tummele sich alles Mögliche. "Sie müssen sich klarer zu erkennen geben. Wenn sie den demokratischen Rechtsstaat als offene Gesellschaft mitgestalten wollen, dann sollen sie das zeigen."

Bestimmte Themen, bestimmte Wörter, bestimmte Begrifflichkeiten und ein Gestus nahe der Nazi-Propaganda müsse zuvor aus der Partei verbannt werden, so der Ex-Bundespräsident.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article201326478/Joachim-Gauck-sieht-Zeit-fuer-Koalition-mit-AfD-noch-nicht-gekommen.html

Selbst mit diesen Aussagen, dürfte Gauck für viele schon viel zu AfD-freundlich sein, schließlich spricht er ihr nicht per se die Berechtigung ab, und zeigt ihr Wege auf, anerkannt zu werden, wozu er sie auch ermuntert.

In Gaucks Aussagen 2014 zur Linken und 2019 zur AfD spiegelt sich aber jeweils ein starkes Fremdeln wieder, das wohl von nicht bewältigten Diktatur-Traumata stammt. Ich glaube, in vielen Köpfen bestehen/bestanden einfach die Gleichungen "links der SPD = SED" und "rechts der Union = NSDAP". Da fehlt es einfach an einem Realitätscheck, einer Konfrontation mit der Realität. Im Falle der Linken hat Gauck diesen jetzt erhalten.
 Link zu diesem Beitrag

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 13. Oktober 2019 - 17:50 Uhr:   

Eine weitere Perle linksgrüner Gesetzgebung im vollen Wortlaut (falsche Anführungszeichen im Original):

Siebtes Gesetz zur Änderung des Thüringer Landeswahlgesetzes - Einführung der paritätischen Quotierung
Vom 30. Juli 2019


Der Landtag hat das folgende Gesetz beschlossen:

Artikel 1
Das Thüringer Landeswahlgesetz in der Fassung vom 28. März 2012 (GVBI. S. 309), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 24. April 2017 (GVBI. S.89), wird wie folgt geändert:


1. § 29 wird wie folgt geändert:

a) Nach Absatz 4 wird folgender neue Absatz 5 eingefügt:

"(5) Die Landesliste ist abwechselnd mit Frauen und Männern zu besetzen, wobei der erste Platz mit einer Frau oder einem Mann besetzt werden kann. Personen, die im Personenstandsregister als 'divers' registriert sind, können unabhängig von der Reihenfolge der Listenplätze kandidieren. Nach der diversen Person soll eine Frau kandidieren, wenn auf dem Listenplatz vor der diversen Person ein Mann steht; es soll ein Mann kandidieren, wenn auf dem Listenplatz vor der diversen Person eine Frau steht."

b) Der bisherige Absatz 5 wird Absatz 6.

2. In § 30 Abs. 1 werden nach Satz 3 folgende Sätze eingefügt:

"Wahlvorschläge, die nicht den Anforderungen des § 29 Abs. 5 entsprechen, werden zurückgewiesen; Wahlvorschläge, die zum Teil den Anforderungen des § 29 Abs. 5 nicht entsprechen, werden nur bis zu dem Listenplatz zugelassen, mit dessen Besetzung die Vorgaben des § 29 Abs. 5 noch erfüllt sind (Teilzurückweisung). Dies gilt auch für die Streichung einzelner Bewerbungen, die gegen § 29 Abs. 5 verstoßen."

Artikel 2
Dieses Gesetz tritt am 1. Januar 2020 in Kraft.

https://parldok.thueringen.de/ParlDok/vorgaenge/70445/1


Also eine rigide Quotenregelung. Die ursprünglich vorgesehene Ausnahme für den Fall, dass von einem Geschlecht nicht ausreichend Personen kandidieren, wurde im Gesetzgebungsverfahren gestrichen (auch die Möglichkeit nur Männer oder Frauen auf die Liste zu setzen).

Dass dies ein schwerwiegender Eingriff in die Freiheit der Wahl ist, wurde anderswo schon diskutiert. Die hier gewählte Variante, dass sog. diversen Menschen (übrigens eine bloße Selbstdeklaration, irgendwelche biologischen Voraussetzungen gibt es nicht) können beliebig einsortiert werden können, während für Männer und Frauen rigide Regeln gelten, ist natürlich genauso wenig mit dem Gleichheitsgrundsatz zu vereinbaren wie die Brandenburger Variante.

Neben dem grundsätzlichen Unsinn hat man auch noch gesetzestechnischen Murks eingebaut. Unklar ist die Bedeutung des neuen § 30 Abs. 1 Satz 5.

Ein Bespiel:
Platz 1 Mann
Platz 2 Frau
Platz 3 Mann
Platz 4 Mann
Platz 5 Frau
Platz 6 Mann
Platz 7 Frau

Ist jetzt nach § 30 Abs. 1 Satz 4 die Liste ab Platz 4 zurückzuweisen oder nach § 30 Abs. 1 Satz 5 nur Nr. 4 streichen, weil die Liste ohne diese gesetzeskonform wäre? Auch das Verhältnis zu Satz 3 (Sind die Anforderungen nur hinsichtlich einzelner Bewerber nicht erfüllt, so werden ihre Namen aus der Landesliste gestrichen.) ist unklar, denn so eine Streichung zerschießt die vom neuen § 29 Abs. 5 vorgeschriebene Reihenfolge. Eine Parität garantiert das Gesetz ohnehin nicht annähernd, denn es gibt noch 44 Direktmandate.
 Link zu diesem Beitrag

Mark Tröger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 13. Oktober 2019 - 22:30 Uhr:   

Ich hoffe, dass gegen das Gesetz geklagt wird. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestags hält sowas ja für verfassungswidrig. Bricht in dem Fall Bundesrecht Landesrecht?

Unabhängig von Gerichten könnte die CDU, wenn sie gemeinsam mit der AfD eine Mehrheit erhält, das Gesetz auch wieder beseitigen. Sie könnte im Landtag einfach den Antrag einbringen und die AfD stimmt zu, oder sie könnte zukünftigen linken Koalitionspartnern die Abschaffung aufzwingen. Wirklich vertraue ich der CDU in der Frage aber nicht.

Die Intention des Gesetzes ist undemokratisch und der Ansatz ist zusätzlich sehr verkorkst.

- Zunächst einmal gab es bei der Landtagswahl 2014 in Thüringen laut repräsentativer Wahlstatistik 933.300 (51,5%) wahlberechtigte Männer und nur 879.100 (48,5%) wahlberechtigte Frauen. Eine 50%:50%-Quote verzerrt also das Verhältnis zugunsten des weiblichen Geschlechts. https://statistik.thueringen.de/webshop/pdf/2014/29416_2014_01.pdf

- Diversgeschlechtliche Personen können im Gegensatz Männern und Frauen für alle Listenplätze kandidieren, und sind daher klar bevorteilt. Um ihre Chancengleichheit zu wahren, müssten Frauen und Männer sich als divers eintragen lassen. Unter welchen Umständen das ohne ärztliche Bescheinigung möglich ist, ist mir nicht ganz klar. ("(3) Durch Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung ist nachzuweisen, dass eine Variante der Geschlechtsentwicklung vorliegt. Dies gilt nicht für Personen, die über keine ärztliche Bescheinigung einer erfolgten medizinischen Behandlung verfügen und bei denen das Vorliegen der Variante der Geschlechtsentwicklung wegen der Behandlung nicht mehr oder nur durch eine unzumutbare Untersuchung nachgewiesen werden kann, sofern sie dies an Eides statt versichern.") https://www.gesetze-im-internet.de/pstg/__45b.html

- Das Gesetz benachteiligt Parteien mit ungleichem Geschlechterverhältnis. Auf der 34-köpfigen AfD-Landesliste zähle ich z. B. nur fünf Frauen. Damit würde es zukünftig nur noch für die Zulassung einer 9-köpfigen Landesliste reichen. Dadurch könnten der Partei sehr viele Mandate durch die Lappen gehen. Dagegen erscheint der Fall in Sachsen 2019 wie eine Kleinigkeit.

Um den Mandatsverlust zu vermeiden, müsste eine solche Partei mehr Frauen aufstellen, die sie unter Bedingungen einer freien Wahl nicht aufgestellt hätte. Das führt zu sehr vielen Problemen:
- die zusätzlichen Frauen könnten rein fachlich unter dem Niveau der frei gewählten Abgeordneten liegen, was zum einen das Niveau der betroffenen Fraktion aber zum anderen auch das Niveau der Arbeit des gesamten Landtags absenken könnte.
- die zusätzlichen Frauen könnten inhaltlich eine von der von der Partei gewollten Linie abweichende Position vertreten. Insbesondere in der Geschlechter- und Wahlrechtsfrage ist das kritisch. Eine Minderheit frauenquotenbefürwortender Frauen könnte z. B. die Mehrheit der Parteimitglieder damit Erpressen, dass der Partei Mandate im Landtag entgehen.
- Parteien, die einen Fokus auf die Vertretung von Männerinteressen legen, könnten benachteiligt gegenüber Parteien sein, die einen Fokus auf die Vertretung von Fraueninteressen legen. In allen politischen Lagern ist nämlich die politische Aktivität von Frauen insgesamt niedriger als die der Männer. Selbst bei den Grünen sind nur 39% der Mitglieder Frauen. Bei den AfD sind es hingegen 16%. Das heißt selbst die Partei mit dem größten Frauenanteil, hat eher noch ein Problem, damit Frauen zu finden als Männer. Bei einer Partei, die eine andere Geschlechterpolitik verfolgt, ist das Problem aber ungleich schlimmer. Durch das Gesetz werden Parteien also abhängig von ihrer inhaltlichen Ausrichtung in der Geschlechterpolitik indirekt benachteiligt.
- Zwar ist schon die allgemeine Neigung von Frauen, in die Politik zu gehen, niedriger als die von Männern, die Neigung ist aber noch einmal niedriger bei Parteien, die gesellschaftlich ausgegrenzt werden. Die Wahlstatistiken zeigen, dass Frauen stärker als Männern Parteien der Mitte zuneigen. So wird nicht nur die AfD von Frauen weniger gewählt, sondern auch die Grünen mit ihrer frauenpolitischen Agenda wurden in ihrer Anfangszeit, wo sie noch nicht etabliert waren, noch mehr von Männern gewählt. Im Falle von gesellschaftlich stark ausgegrenzten Parteien wie der AfD kommt noch hinzu, dass deren Mitglieder physischen Angriffen ausgesetzt sind, die für Frauen umso gefährlicher sind. Für Frauen ist es daher stärker abschreckend in eine solche Partei zu gehen als für Männer. Durch das Gesetz werden solche Parteien also gegenüber anderen benachteiligt.

Zusammenfassend ist also durch das Gesetz zu befürchten, dass gesellschaftlich ausgegrenzte Parteien mit nichtfeministischer Agenda durch interne Erpressung durch Frauen auf einen feministischen Kurs gezwungen werden und/oder durch die Kürzung und schwächere Besetzung ihrer Landeslisten und Landtagsfraktionen bestraft werden.

Da Frauen seltener in die Politik gehen, sind die Frauen in der Politik auch weniger repräsentativ für die Gesamtheit aller Frauen als die Männer in der Politik repräsentativ für die Gesamtheit aller Männer sind. Ein Klüngel frauenquotenbegünstigter Frauen soll nun in allen Parteien zwangsweise durchgesetzt werden, gegen welches man sich "demokratisch" auch garnicht mehr wehren können soll.

Das antidemokratische dikatotrisch-feministische Wesen des Gesetzes hängt auch mit der verkorsten Art der Umsetzung der Frauenquote zusammen. Es gäbe durchaus weniger problematische Möglichkeiten einer Frauenquote. Um das Problem auf den Punkt zu bringen: Wie kann man sich zukünftig dafür einsetzen, eben dieses Gesetz wieder abzuschaffen? Wenn alle Frauen in der eigenen Partei sich diesem Kurs geschlossen verweigern, wird man nur noch eine 1-köpfige Landesliste aufstellen können. Das heißt, es wäre quasi unmöglich irgendetwas zu bewirken. Bei einer sauberen Trennung der Männer und Frauen bei der Wahl gäbe es das Problem nicht. Wenn die Thüringer bei der Wahl nach Geschlecht getrennt separat Landeslisten wählen würden (so wie sie heute regional getrennt voneinander Direktkandidaten wählen), könnte man bei der Männerwahl frei kandidieren, ohne dass aufgrund des politischen Inhalts die Wahl durch die Frauen sabotiert werden kann. Trotzdem würde es am Ende etwa 50% Frauen im Landtag geben (wenn es mit rechten Dingen zugeht 48,5%). Auch das Problem der Bevorteilung der Diversen gäbe es nicht, wenn man ihnen die Vorgabe machen würde, nur entweder bei den Frauen oder den Männern kandidieren zu dürfen. Wenn genug zusammen kommen, könnte man für die auch einen eigenen dritten "Wahlkreis" machen. Aber statt einer immernoch sehr zweifelhaften sauberen Lösung zieht die Politik mal wieder Murks vor, indem sie irgendwelche neuen Regelungen in ein altes System reinbastelt, das dafür gar nicht ausgelegt ist.
 Link zu diesem Beitrag

J.A.L.
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 13. Oktober 2019 - 22:50 Uhr:   

Aus dem Umstand, dass trotz großsprecherischer Ankündigung hier bislang noch niemand gegen die ähnlich geartete Regelung in Brandenburg geklagt hat, könnte allerdings abzuleiten, dass die Verfassungswidrigkeit doch nicht so offensichtlich begründbar ist, wie das hier manche tun.
 Link zu diesem Beitrag

Wahlhelfer
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 14. Oktober 2019 - 10:40 Uhr:   

"Aus dem Umstand, dass trotz großsprecherischer Ankündigung hier bislang noch niemand gegen die ähnlich geartete Regelung in Brandenburg geklagt hat, könnte allerdings abzuleiten, dass die Verfassungswidrigkeit doch nicht so offensichtlich begründbar ist, wie das hier manche tun."

https://www.tagesspiegel.de/berlin/gleichstellung-im-landtag-brandenburger-paritaetsgesetz-landet-vor-dem-landesverfassungsgericht/24137564.html
 Link zu diesem Beitrag

Holger81
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 14. Oktober 2019 - 14:06 Uhr:   

Nicht nur die NPD klagt, auch die Piraten:
https://www.piratenbrandenburg.de/2019/05/verfassungsbeschwerde-und-organklage-gegen-paritaetsgesetz-eingereicht/

Ironischerweise hätten die rot-rot-grünen Parteien in Brandenburg bei der Landtagswahl 2014 alle gegen ihr (späteres) eigenes Gesetz verstoßen: Alle drei Parteien habe das Reißverschlussverfahren zwar für die meisten Listenplätze angewandt, aber nicht mehr bei den Kandidaten am Ende der Liste.
 Link zu diesem Beitrag

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 18. Oktober 2019 - 16:55 Uhr:   

Auffallend sind die relativ großen Unterschiede zwischen Infratest dimap- und fgw-Umfragen. Die AfD ist bei Infratest 4 %-Punkte höher und der Vorsprung der LInkspartei vor der CDU 5 %-Punkte, bei der fgw nur einer.

Die wahrscheinlichste Erklärung: Der langjährige CDU-Propagandasender ZDF will die Wahl als Duell Linke-CDU darstellen. Die fgw macht normalerweise auch noch eine Umfrage in der Wahlwoche, da dürfte man sich dann auf Infratest zubewegen. Der Infratest-Umfrage ist aber auch nicht unbedingt zu trauen, vor allem dass das linke Lager so hoch steht.
 Link zu diesem Beitrag

SaaleMAX
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 18. Oktober 2019 - 21:16 Uhr:   

Also Umfragen sind Umfragen...das ist ein Fakt.
Die Erhebungsmethoden kann ja jedes Institut so machen wie es will, da gibt es keinerlei Vorgaben.

...............................................
Ich kann nicht erkennen ,daß das "linke Lager" stärker dargestellt wird.

Allein die LINKE liegt in den Umfragen momentan bei oder leicht über ihrem Wahlergebnis zur LtW Thüringen 2014.
SPD und Grüne schwächeln darunter.
Somit ist das angesprochene linke Lager eher konstant oder gar leicht verlustig anzusehen.

Die starken erdbebenartigen Verschiebungen verlaufen in den Umfragen zwischen CDU und AFD !

Auch dieses Lager ist fast so stark wie 2014, tendenziell sogar umfragewertig sogar stärker als 2014..... nur das in den Umfragen die CDU stark abgenommen hat und NUR die Afd scheinbar davon profitiert.

Die FDP bleibt von All dem recht unbeeinflusst um oder unter 5%.
 Link zu diesem Beitrag

Mark Tröger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 19. Oktober 2019 - 01:06 Uhr:   

Die 2014er Werte zu halten, wäre aber schon außerordentlich gut für Rot-Rot-Grün. In Sachsen und Brandenburg hat Rot-Rot-Grün gegenüber 2014 an Stimmen verloren. Und jeweils haben die Demoskopen dort vor der Wahl die Verluste unterschätzt.

RRG in Sachsen:
2014: 37,0%
2019 (Umfragen):~34%
2019 (Wahlergebnis): 26,7%

RRG in Brandenburg:
2014: 56,7%
2019 (Umfragen): ~50%
2019 (Wahlergebnis): 47,7%

RRG in Thüringen:
2014: 46,3%
2019 (Umfragen): ~44%
2019 (Wahlergebnis): ?

Der Verdacht liegt einfach nahe, dass es in Thüringen ähnlich läuft.
 Link zu diesem Beitrag

Jan W.
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 19. Oktober 2019 - 14:47 Uhr:   

@SaaleMAX
Was soll das für ein Lager sein, innerhalb dessen die eine Partei die andere als "Systempartei" verunglimpft und deren ehem. Bundesvorsitzende zur Hassfigur gemacht hat?
Wie baut man sowas in eine irgendwie konsistente Definition von "Lager" ein?

Beitrag verfassen
Beitrag:
Fett Kursiv Unterstrichen Erstelle Link Clipart einfügen

Benutzername: Hinweis:
Dies ist ein geschützter Bereich, in dem ausschliesslich registrierte Benutzer Beiträge veröffentlichen können.
Kennwort:
Optionen: HTML-Code anzeigen
URLs innerhalb des Beitrags aktivieren
Auswahl:

Admin Admin Logout Logout   Vorige Seite Vorige Seite Nächste Seite Nächste Seite