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Landtagswahl in Thüringen

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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 01. August 2019 - 23:30 Uhr:   

"Ich find diese Interpretation der AfD-Begrifflichkeiten "Systemparteien", "Altparteien" sehr treffend."
Die Grünen verwendeten das Wort Altparteien immerhin fünfmal im Wahlprogramm zur Wahl 1987, Beispiele:

2,2 Millionen Bundesbürger/innen haben am 6. März 1983 dafür gesorgt, daß im Bundestag eine wirkliche Oppositionspartei vertreten ist, die grundlegende Alternative zum zerstörerischen Kurs der Altparteien zu bieten hat: Die Partei DIE GRÜNEN.

Die Abhängigkeiten der Altparteien vom großen Geld einiger Industriekonzerne wurden offenkundig.
https://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/publikationen/1987_Wahlprogramm_Bundestagswahl.pdf


"Der MDR spekuliert ein bisschen über die Regierungsbildung"
Erstmal sollte man die Wahl in drei Monaten abwarten, die Wahlen in Sachsen und Brandenburg und die dortigen Regierungsbildungen werden die Thüringen-Wahl beeinflussen. Wenn es aber so ausginge wie die Infratest dimap-Umfrage, dann wäre die Wahl von Ramelow im 3. Wahlgang so gut wie sicher. Dass ausgerechnet Höcke einen CDU-Mann ins Amt hievt, erscheint ausgeschlossen.
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Mark Tröger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 02. August 2019 - 00:02 Uhr:   

Vermutlich würde Mohring auch garnicht von der AfD gewählt werden wollen. Die CDU ist ja zurzeit sehr bemüht, der linken Seite zu beweisen, dass sie auf keinen Fall irgendwie mit der AfD paktieren wird. Schon die Ankündigung der Bereitschaft zur Wahl Mohrings könnte daher die CDU in Probleme stürzen. Vielleicht würde sich Mohring dann garnicht zur Wahl stellen. Aber sich gar nicht zur Wahl zu stellen, kann man den eigenen Anhängern auch nicht verkaufen, weil man dann Ramelow einfach das Feld überlässt.
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görd
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 04. August 2019 - 09:00 Uhr:   

Solang die AfD keine Anstalten macht sich zu benehmen und ihre verfassungsfeindliche Tendenzen aufgibt, wird eine staatstragende Partei wie die CDU nie mit ihr koalieren oder gar zusammenarbeiten. Es liegt rein an der AfD und nicht an der CDU.
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Wahlhelfer
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 04. August 2019 - 11:18 Uhr:   

görd: Hat die Partei Die Linke ihre verfassungsfeindlichen Tendenzen bereits aufgegeben?
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Marc
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 06. August 2019 - 11:47 Uhr:   

Die Umfragen in Thüringen sind noch sehr im Fluß. Es gibt bislang eine Umfrage, wonach es für keine der realistischen Konstellationen zur Mehrheit reicht. Die vorherigen Umfragen sahen indes noch Merheiten für eine Große Koalition aus CDU, Grüne, SPD und FDP. Nichts beeinflusst im Übrigen Wahlen so sehr wie gerade vorangegangene Wahlen. Fallen die Wahlen in Sachsen und Brandenburg im erwarteten Rahmen aus, dürfte dies als "kleiner Dämpfer" für die AfD gewertet werden, während andererseits von den Medien die Erfolge der Grünen hochgeschrieben werden, so dass es am Ende auch in Thüringen für eine um die FDP erweiterte bundesrepublikanische Koalition reichen könnte. Sollte es dafür nicht reichen ist das wahrscheinlichste eine geschäftsführende rot-rot-grüne Landesregierung, die mindestens bis Ende 2020/21 weiter bestehen bleiben dürfte (der Haushalt für 2020 wurde ja bereits beschlossen).
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Mark Tröger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 06. August 2019 - 14:14 Uhr:   

Die Grünen müssten in Thüringen Wähler von den Linken zu sich rüberziehen. Im Grenzbereich zwischen Linken und Grünen gibt es zwar sicherlich Wähler, aber gerade diese Wähler bevorzugen vermutlich eindeutig eine Rot-Rot-Grüne Koalition gegenüber der Vierparteienkoalition der Mitte. Grüne statt Linke zu wählen birgt für diese Wähler daher eine Gefahr. Da ist eine Koalition mit der Sachsen-CDU Anti-Werbung. Und ich denke nicht, dass im Vergleich zum Bundesschnitt mäßige Grünen-Ergebnisse von 10-15% in Brandenburg und Sachsen nochmal einen stärkeren Sog zu den Grünen entfachen. Wir kommen ja gerade erst vom größten Grünen-Hype-der Geschichte nach den über 20% bei der Europawahl. Vielleicht wenn die Grünen in Brandenburg stärkste linke Partei werden.

Und im Fall von 20%/25% für die AfD in Brandenburg/Sachsen stellt sich auch die Frage, ob das propagandistisch wirklich ein kleiner Dämpfer wäre. Nach ähnlichen Ergebnissen 2016 in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gings für die AfD danach jeweils in den Umfragen nach oben. Weiß nicht, ob solche Ergebnisse mittlerweile schon als völlig normal wahrgenommen werden. Den Medienreaktionen nach entsprechenden Umfragen nach zu urteilen eher nicht.
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Marc
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 06. August 2019 - 15:37 Uhr:   

Wenn die Grünen in Brandenburg Rot-Rot-Grün machen ist das durchaus auch ein Signal nach Thüringen. In Sachsen stellt sich die Frage Rot-Rot-Grün nicht. Dafür gibt es keine Mehrheit.

Wir reden in Bezug auf Thüringen von minimalen Verschiebungen, die sich alle innerhalb der Fehlertoleranz der letzten Umfrage bewegen. Sind die Grünen und/oder die CDU nur ein klein wenig stärker (zum Beispiel auch durch eine bessere Mobilisierung der jeweiligen Wähler) und die AfD und/oder die Linken nur ein klein wenig schwächer als in den letzten Umfragen, reicht es für eine Große Koalition der bundesrepublikanischen Parteien CDU, Grüne, SPD und FDP. Natürlich kann es auch ein Ergebnis geben, bei der gar nichts geht und es zu einer geschäftsführenden Regierung kommt. Ein solches Ergebnis jetzt allerdings schon als sicher darzustellen wird der insoweit im Hinblick auf die Fehlertoleranz völlig offenen Umfragelage nicht gerecht.
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Mark Tröger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 06. August 2019 - 15:50 Uhr:   

Ja, die Lage ist in Thüringen natürlich offen. Ob es für RRG und die nicht mehr ganz so große Viererkoalition reicht kann beides so oder so ausgehen. Für die Viererkoalition besteht allerdings auch noch die Gefahr, dass die FDP knapp unter 5% landet, was es für die anderen Drei nicht unmöglich machen würde aber schon nochmal schwieriger.
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Marc
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 06. August 2019 - 16:51 Uhr:   

Ein Scheitern der FDP würde die Chancen auf eine erneute Mehrheit für Rot-Rot-Grün erhöhen, da diese dann nur die Stimmstärke von CDU und AfD überschreiten müssten. Umgekehrt dürfte bei einem Einzug der FDP Rot-Rot-Grün kaum eine Mehrheit erreichen können. Indes dürften CDU, SPD, Grüne und FDP mehr Stimmen erreichen als Linke, SPD und Grüne zusammen.
Die Wahrscheinlichkeit das dieses Viererbüdnis mehr Stimmen erzielt als AfD und Linke zusammen schätze ich gerade im Hinblick auf die Zersplitterungstendenz des Parteiensystems für relativ hoch ein. Sowohl die Linke wie die AfD liegen in den Umfragen und der politischen Stimmung keineswegs mehr bei den Spitzenwerten, die sie einst erzielten. Der AfD könnte nützen sofern vor der Landtagswahl ein für die Steuerzahler teures CO2-Packet geschnürt werden sollte. Umgekehrt dürfte eine Wohlfühlpolitik (z.B. durch Beschränkung auf Bahnförderung durch Mehrwertsteuerabsenkung) wenig Raum für Polarisierung bieten. Die AfD benötigt als Protestpartei aktuell polarisierende Themen um ihre (potenzielle) Wählerschaft zum Wählen zu motivieren. Es ist insofern völlig offen in welchem Umfang ihr die Mobilisierung gelingt. Zwischen 20-29% scheint jedes Ergebnis möglich. Bundesweit mögen 20% für die AfD ein gutes Ergebnis sein. In Sachsen und Thüringen sind die Erwartungen (der Medien) indes bereits höher, so dass ein Erebnis unter 25% bereits als Niederlage der AfD durch die Massenmedien kommuniziert werden dürfte.
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Mark Tröger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 06. August 2019 - 17:35 Uhr:   

Eine rot-rot-grüne Mehrheit halte ich auch eher für unwahrscheinlich. Fürs Viererbündnis stehen m. E. die Chancen 50:50. Ich würde von einem Ministerpräsidentenbonus für Ramelow ausgehen, den er vielleicht kurz vor der Wahl noch stärker ausspielen kann. Und Höckes AfD ist sehr schwer einzuschätzen. Bundesweit war die politische Stimmung nach der Kölner Silversternacht 2016 und nach Chemnitz letztes Jahr zwar besser, aber die letzte Infratest-Umfrage für Thüringen hat für sie den historisch höchsten Wert in Thüringen ermittelt. Was der AfD am meisten befeuert sind m. E. so abscheuliche Taten wie der Kindermord in Frankfurt. Sowas lässt sich halt nicht vorhersagen.

Was die Wirkung von kurz vorangegangenen Wahlen angeht, ist mein Eindruck, dass dies vor allem politisch weniger interessierte beeinflusst. Die Werte der Grünen sind nach der Europawahl in die Höhe geschossen, obwohl sich das Ergebnis zuvor bereits in Umfragen abgezeichnet hatte, und politische stärker Interessierte nicht überraschen durfte. Aber politisch weniger Interessierte haben es wohl mit der letzten Bundestagswahl verglichen, wodurch das Ergebnis natürlich derart gut erschien, dass es einen riesigen Hype ausgelöst hat. Bei diesen politisch weniger Interessierten würde ich weder davon ausgehen, dass sie die genauen aktuellen Umfragezahlen kennen, noch dass sie groß zwischen Bundesländern differenzieren. Ich vermute dass der relevante Vergleich für sie der mit dem Bundesergebnis bei der letzten bundesweiten Wahl/Bundestagswahl ist.

Das AfD-Ergebnis bei der Europawahl wurde insgesamt von den Medien als Dämpfer verkauft, hat der AfD in Umfragen aber nicht geschadet. Die Ergebnisse in Sachsen und Brandenburg von 25%/20% wurden allerdings als Erfolg der AfD verkauft. Ich denke bei ähnlichen Ergebnissen bei der Landtagswahl würde das ähnlich laufen. Dem weniger politisch interessierten Durchschnittsbürger kann man solche Werte wohl nicht als Niederlage für die AfD verkaufen. Der wird es mit den 12,6% bei der BTW vergleichen. Allerdings wird es auch von der Platzierung der AfD abhängen. So wurde der Platz 1 in Brandenburg positiver verkauft als Platz 2 in Thüringen, obwohl es dort mehr Prozente gab.
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Florian das Original
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 06. August 2019 - 23:39 Uhr:   

Sachsen und Thüringen sind beide noch komplett offen.

Zusätzlich kompliziert dadurch, dass die FDP in beiden Ländern bei rund 5% liegt.

Und nicht zu vergessen: die 5%-Hürde gilt auch für die SPD. Bei Umfragewerten von 7-8% in beiden Ländern und einer Fehlermarge von ca. 2% sollte man sich da noch nicht in Sicherheit wiegen.
Zumal die Partei ja bis Spätherbst nur eine provisorische Bundes-Parteiführung haben wird, was die Kampagnenfähigkeit womöglich zusätzlich erschwert.

Im (zugegeben nicht sehr wahrscheinlichen) Extrem-Szenario, dass FDP und SPD unter 5% bleiben, gäbe es in Thüringen und womöglich selbst in Sachsen keine Landtags-Mehrheit ohne Einbindung von Linkspartei oder AfD.
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Marc
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 07. August 2019 - 17:10 Uhr:   

Im Hinblick auf die Landtagswahl in Thüringen ist hinsichtlich der Grünen noch zu berücksichtigen, dass sich die Grünen zum Zeitpunkt der Wahl voraussichtlich in Koalitionsverhandlungen in Brandenburg mit SPD und Linken und in Sachsen mit CDU und SPD befinden werden.
Die Grünen werden dieses Szenarium nutzen um sich als gesamtdeutsche Partei zu profilieren, ohne die auch im Osten keine Regierungsbildung mehr möglich ist. Da die AfD auch aufgrund ihrer eigenen Positionierung als Fundamentalopposition (und durch Unterlassen jeglicher Abgrenzung nach rechts in den ostdeutschen Landesverbänden) derzeit nicht koalitionsfähig ist, führt an den Grünen kein Weg vorbei. Diese erringen damit auch in Ostdeutschland den Platz in der "Mitte" des Parteiensystems (zwischen Rot-Rot und Schwarz). An den Grünen führt kein Weg zur Regierungsbildung vorbei, solange die AfD nicht kooperationsfähig wird. Die Grünen werden insofern bereits durch den (mutmaßlichen) Ausgang der Wahlen in Brandenburg und Sachsen eine große Stärkung in Ostdeutschland erhalten. Das wird ihnen meiner Einschätzung nach bei den Landtagswahlen in Thürigen nochmal zusätzlich helfen.

Zumal die strukturellen Gründe, die die Grünen in Sachsen schwächen (Kohleabbau) in Thüringen irrelevant ist, da dort bereits sämtliche Kohlebergwerke in den 1990er-Jahren geschlossen wurden. Selbst in Sachsen zeichnet sich im Übrigen die Entstehung Grüner Hochburgen in Leipzig und Dresden ab. Das die Grünen in Ostdeutschland schwächer bleiben hängt auch mit der geringeren Zahl von Großstädten zusammen - sowie dem insgesamt anderen Parteiensystem in Ostdeutschland (auch die Linkspartei ist immer noch stark verankert, auch wenn die AfD sowohl Linkspartei, SPD und CDU stark Konkurrenz macht).
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Mark Tröger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 07. August 2019 - 17:39 Uhr:   

Bei der Europawahl waren die Grünen in Thüringen schwächer als in Sachsen. Es hängt wohl damit zusammen, dass Sachsen städtischer als Thüringen ist. Zwar ist Sachsen auch besonders rechts, aber ich denke in dieser Hinsicht ähnelt es etwas Baden-Würtemberg und Bayern, wo eben vor allem die roten Parteien schwach sind nicht aber die Grünen. Dass die Grünen im wiederum eher ländlichen Brandenburg stärker sind als in Sachsen liegt m. E. an einem gewissen Bevölkerungsaustausch mit Berlin.
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Marc
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 07. August 2019 - 18:06 Uhr:   

In Thüringen ist momentan indes die Linkspartei recht stark - anders als in Sachsen.
Die derzeitigen Meinungsumfragen sehen die Grünen in Thüringen stärker als in Sachsen, die CDU indes schwächer. Sachsen ist insgesamt etwas rechter als Thürigen, auch wenn Thüringen auch eher mitte-rechts ist.
Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben sich inzwischen zu linken Hochburgen entwickelt. Die Stärke der Grünen beruht maßgeblich auf einen gewissen Speckgürtel um Berlin, wie auch die Wahlkreiskarte zeigt (die vier Wahlkreise in denen die Grünen nach Umfragen führen grenzen sämtlich an Berlin an).


https://www.welt.de/politik/article197853035/Wahlkreise-interaktiv-Brandenburg.html
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Mark Tröger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 07. August 2019 - 18:46 Uhr:   

Hm, bei den Meinungsumfragen sehe ich die Grünen momentan in Sachsen bei 12%, 12% bzw. 14% und in Thüringen bei 11% bzw. 10% (jeweils neueste Angaben pro Institut). Da sind Umfragen wie die von Civey zwar nicht dabei, aber die sind auch nicht seriös.
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Wahlhelfer
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 07. August 2019 - 20:37 Uhr:   

Wenn in Thüringen AfD und Linke, aber auch AfD und CDU (eventuell mit der FDP) eine Mehrheit haben, dann hat Mike Mohring gute Chancen, Ministerpräsident zu werden. In den ersten beiden Wahlgängen würde Björn Höcke antreten, sich aber dann zurückziehen, um Bodo Ramelow zu verhindern. Sprich, die AfD-Fraktion würde Herrn Mohring wählen. Die AfD sieht die CDU zwar als Gegner an, allerdings ist ihr eine CDU-Regierung sicherlich lieber als rot-rot-grün.
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Wilko Zicht
Moderator
Veröffentlicht am Mittwoch, 07. August 2019 - 23:32 Uhr:   

Da wäre ich mir nicht so sicher. Nach Höckescher Logik muss den Menschen der links-grüne Siff erst aus den Ohren quillen, bevor sie endlich wieder bereit sind, es noch einmal mit Faschismus zu versuchen.
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Wahlhelfer
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. August 2019 - 00:39 Uhr:   

Ok, aber will er freiwillig riskieren, dass seine Partei durch eine linksgrüne Regierung verboten wird?
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Marc
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. August 2019 - 14:45 Uhr:   

Die Grünen liegen aktuell sowohl in Thüringen wie in Sachsen bei über 10% - was bereits bemerkenswerte Werte für die Partei in Ostdeutschland sind (und in der Tat sehen die aktuellen Umfragen die Grünen in Sachsen etwas stärker als in Thüringen). Der Wert in Brandenburg ist mit 16% noch deutlich höher. M.E. nach werden die Massenmedien die ostdeutschen Landeswahlen als einen Durchbruch für die Grünen werten. Sowohl in Sachsen wie in Brandenburg werden die Grünen an die Regierung kommen.

Und in Thüringen werden sie an der Regierung bleiben, sei es - im Fall einer politischen Blockade in der geschäftsführenden Rot-Rot-Grünen Regierung oder in einer "bundesrepublikanischen Groko" aus CDU, SPD, Grünen und FDP.

Für den Fall, dass weder Rot-Rot-Grün noch Scharz-Rot-Grün-Gelb eine Mehrheit im Landtag erreichen sollte gehe ich davon aus, dass weder Linke noch CDU ein Interesse daran haben werden das Wahlverfahren zum Ministerpräsidenten einzuleiten. Hierfür bestehen auch keine Fristen. Die Frage ist indes, ob die AfD dieses Verfahren erzwingen könnte, etwa indem Sie Höcke als Ministerpräsidentenkandidaten aufstellt. Im dritten Wahlgang reicht jedenfalls die relative Mehrheit aus. Die AfD müsste sich in dem Fall fragen, ob sie lieber einen CDU-Ministerpräsidenten stützt oder Ramelows Linksregierung zu einer weiteren Amtszeit verhilft. Dies wird für die AfD auch keine leichte Frage sein, da der Kurs einer Fundamentalopposition momentan ihr Erfolgsrezept ist. Gut möglich ist daher, dass keine Partei das Wahlverfahren einleiten wird und daher erstmal die geschäftsführende Regierung weiter amtiert - bis der Haushalt 2021 auf der Tagesordnung steht (der Haushalt für 2020 wurde bereits verabschiedet). Da keine Mehrheit für diesen neuen Haushalt zustande kommen dürfte, dürfte es bis dahin einen Konsens im Landtag für Neuwahlen geben.

Sofern es hingegen für ein Schwarz-Rot-Grün-Gelbe Koalition reichen sollte, dürfte diese auch in Thüringen zustande kommen.

So oder so: Die Grünen werden wohl in allen drei Ländern an der Regierung beteiligt sein, was auch machtpolitisch für die Grünen ein weiterer Bedeutungszuwachs bedeutet.

(Beitrag nachträglich am 08., August. 2019 von Marc editiert)
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Mark Tröger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. August 2019 - 16:03 Uhr:   

Zum Glück haben linksgrüne Landesregierungen in Deutschland noch nicht die Macht, unliebsame Parteien zu verbieten. Eine vermutlich wenig aussichtsreiche Verbotsinitiative im Bundesrat durch die Thüringer Landesregierung liegt aber grundsätzlich im Bereich des Vorstellbaren. Aber nicht nur deshalb gibt es schon Gründe, warum der AfD Mohring als Ministerpräsident lieber sein könnte. Auf der anderen Seite gibt es im AfD-Umfeld auch die Theorie, dass man, je schneller die Zustände eskalieren, umso mehr Zeit und bessere Möglichkeiten danach hat, sie zu korrigieren. Höcke würde ich zutrauen, so zu denken.

Wahrscheinlich werden aber die anderen Parteien in einer Situation in der es mehrheitstechnisch auf die AfD ankommen könnte, sich so zusammenschließen, dass es auf sie praktisch doch nicht ankommt. Das heißt, wenn es weder für Schwarz-rot-grün-gelb noch für Rot-rot-grün reicht, dann wird es vermutlich kein Gegeneinander von Rot-rot-grün und Schwarz-gelb geben. Schwarz-rot-grün-gelb würde vermutlich zur Unterstützung einer Minderheitsregierung bis zu Neuwahlen zusammenfinden. Höcke nicht die Macht über den Ministerpräsidenten zu geben, wird für Rot-grün wichtiger sein als die Fortführung von Rot-rot-grün.
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J.A.L.
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. August 2019 - 16:07 Uhr:   

@ Marc:

Wenn es nach der Wahl absehbar ist, dass es keine positive Mehrheit im neuen Landtag geben wird, könnte allerdings der bis zum Zusammentritt des neuen Landtag ja noch bestehende alte Landtag auch für die kommenden Haushaltsjahre bereits Haushalte verabschieden, um so die Notwendigkeit von Neuwahlen aus Haushaltsgründen zu vermeiden.
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Marc
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. August 2019 - 16:29 Uhr:   

@J.A.L.,

ich halte die Rechtmäßigkeit eines solchen Vorgehens für zweifelhaft, da dies dies ein Eingriff in das Haushaltsrechts des zukünftigen Landtags bedeuten würde. Es gibt zwar Rechtsprechung zur Zulässigkeit von Doppelhaushalten. Allerdings wäre die Verabschiedung zahlreicher Haushalte im Voraus (in dem Fall ja bis einschließlich 2024) noch mal eine ganz andere Fragestellung.

Zudem lässt sich die Entwicklung der Staatsfinanzen für so einen langen Zeitraum allerdings nicht im Voraus solide prognostizieren, so dass dies möglicherweise schon mit dem Gebot einer ordnungsgemäßen Haushaltsführung nicht vereinbar wäre (ohne dass man auf das Demokratieprinzip rekurrieren müsste).

Rein praktisch gesehen dürfte es auch gar nicht möglich sein in einem regulären Verfahren in den wenigen Wochen zwischen Wahl und Zusammentritt des neuen Landtags ein Haushaltsgesetz im Kabinett zu beschließen und im Landtag zu verabschieden. Ein solches Verfahren dauert viel länger. Abgesehen davon würde es zu einem öffentlichen Aufschrei kommen, da der alter Landtag hierzu ja auch nicht mehr legitimiert ist. Bei aller Kritik am Vorgehen von Rot-Rot-Grün glaube ich nicht, dass die derzeitige Regierung einen solchen waghalsigen Versuch unternehmen würde, da dieser rechtlich am Ende ohnehin scheitern würde.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 09. August 2019 - 01:02 Uhr:   

"Da wäre ich mir nicht so sicher. Nach Höckescher Logik muss den Menschen der links-grüne Siff erst aus den Ohren quillen, bevor sie endlich wieder bereit sind, es noch einmal mit Faschismus zu versuchen."
Die Begründung halte ich zwar für ganz falsch, aber ich glaube auch nicht, dass Höcke einen CDU-Kandidaten unterstützen würde. Für ihn ist die CDU mit Sicherheit auch "links-grüner Siff".
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görd
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 09. August 2019 - 23:32 Uhr:   

@Wahlhelfer
Ich verstehe die Frage nicht. In welcher Landesregierung koalieren CDU und Linke? Im Gegensatz zur Linken gilt zudem die AfD als Gesamtpartei als Prüffall.

Ein Verbot der AfD könnte meines Erachtens erst in Betracht kommen, sollte der Höcke-Flügel die Macht in der Partei übernehmen. Es würde sich dann im Grunde nur um eine blaulackierte NPD handeln und diese wurde ja deswegen nicht verboten, da sie als zu erfolglos angesehen wurde. Bei der AfD würde dieses Argument ja nicht mehr greifen.
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Marco
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 07. September 2019 - 21:20 Uhr:   

Die Freien Wähler haben ihre Landesliste zu spät eingereicht und wurden deshalb nicht zur Landtagswahl zugelassen. Dies dürfte die Chancen der FDP auf den Landtagseinzug erhöhen.
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Mark Tröger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2019 - 17:07 Uhr:   

Neue Umfrage von Infratest dimap:

- CDU: 22%
- Linke: 28%
- SPD: 7%
- AfD: 25%
- Grüne 8%
- FDP: 5%
- Andere: 5%

Damit rückt eine schwarz-rot-grüne-gelbe Mehrheit in weite Ferne (42%/37% - 53%). Für Rot-rot-grün reichts auch nicht (43% - 52%/47%).
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2019 - 19:03 Uhr:   

Einfacher gesagt: Mehrheit für Linkspartei und AfD. Die Wahrscheinlichkeit ist in der Tat hoch, wenn ich auch den Verdacht habe, dass das linke Lager zu hoch demoskopiert wird.
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SaaleMAX
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2019 - 20:59 Uhr:   

@ Thomas Frings
Das sehe ich nicht .
SPD und Grüne geben ab..Linke legt in Umfragen zu..quasi Nullsummenspiel bis eher Minustendenz im linken Spektrum im Vergleich zur letzten Landtagswahl.

................

Die großen Wechselspiele in den Umfragen verlaufen momentan zwischen AFD und CDU und SPD und Grünen im Vergleich zum Ergebnis der Landtagswahl 2014.

Nach der jetzigen Umfrage kommt die Linke in Thüringen in etwa fast genau auf ihr Ergebnis zur letzten Landtagswahl 2014...

Nur eben mit dem Unterschied, das damals die CDU noch über 33 % lag und die SPD stärker war als die Grünen, welche damals nur etwas über 5 % kamen.
FDP bleibt weiterhin "Wackelkandidat"versucht aber jetzt im Wahlkampf in Thüringen verstärkt ein wahrnehmbares Profil zu etablieren.
......................................
Sollte so ein ähnliches Wahlergebnis wie in der Umfrage zu Stande kommen , könnte die Regierungsbildung sehr interessant werden.
Zumindest hat die Regierung Ramelow schon mal vorsorglich den Haushalt für 2020 beschlossen, egal was und wie es dann kommen mag.
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Martin Dauser
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2019 - 21:30 Uhr:   

Die CDU wird beten, dass SPD, Grüne und Linke zusammen noch zulegen werden und die FDP unter 5% bleibt.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2019 - 21:37 Uhr:   

Ein Drittel der Stimmen bei der Europawahl und jetzt 43%??? Das ist wohl sehr am oberen Ende, vorsichtig formuliert.

Ich glaube nicht, dass die FDP reinkommt, aber auch das würde eine AfD/Linke-Mehrheit wahrscheinlich nicht verhindern.

"Sollte so ein ähnliches Wahlergebnis wie in der Umfrage zu Stande kommen , könnte die Regierungsbildung sehr interessant werden."
Interessant sicher. Ein echtes Problem wäre die Regierungsbildung nur für die CDU. Höchstwahrscheinlich würde Ramelow im 3. WG gewählt. Die CDU würde wahrscheinlich keinen Kandidaten bei der Ministerpräsidentenwahl aufstellen, denn der GAU für Merkel wäre, dass die AfD ihn wählt. Das gäbe Riesenkrawall und die SPD hätte den willkommenen Vorwand, die GroKo zu sprengen. Eigentlich dürfte gerade Höcke kaum geneigt sein, einen CDUler zu wählen, erst recht, wenn die AfD größer ist. Aber einen bundespolitischen Orkan auszulösen, der Merkel leicht wegfegen kann, wäre aus seiner Sicht vielleicht schon verlockend.
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SaaleMAX
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2019 - 22:23 Uhr:   

1999 hatte die CDU 51% bei der LTW.

Der Vergleich mit einer letzten Europawahl (Thomas) ist ein bissl obskur.
Wir wollen schon, wenn wir es denn machen..... Äpfel mit Äpfeln abwiegen...oder ?

Nun ist wohl die Hälfte der CDU Wähler, seit 20 Jahren, plötzlich und völlig unerwartet ver...(-schwunden)...aber... das eher konservative Spektrum von ca. 47% plus 5% FDP ist doch nach wie vor vorhanden.
In Worten: ES IST VORHANDEN !
..............................
Nur die CDU tappt in die gleiche Falle wie damals die SPD, sie will ihre politischen Mitbewerber erst mal durch Nichtbeachtung aussschließen in der Hoffnung das dann alles wieder GUT wird....Man darf gespannt bleiben.

Die "Ausschließeritis" ist eine schwerwiegende und schlecht kurierbare Krankheit der Demokratie.

............
Das linke Spektrum erreicht in Thüringen nach wie vor knapp 43% bei LTW..also da waren sie schon vor Jahren mal höher bei fast 50 %.
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Wahlhelfer
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2019 - 22:33 Uhr:   

Rot-rot-grün-gelb wäre eine Option, ansonsten eine Zusammenarbeit von CDU und Linke, vielleicht Kenia, toleriert von den Linken. Man wird garantiert Lösungen finden, um nicht von der AfD abhängig zu sein.

Interessant ist übrigens, dass die AfD bei 25% steht, Höcke selber aber anscheinend unbeliebter ist. Man kann daraus allerdings nicht folgern, dass die AfD ohne Höcke besser dastehen würde, da die Partei unter anderem durch ihn überhaupt erst groß wurde.
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Mark Tröger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2019 - 23:36 Uhr:   

Urban und Kalbitz hatten im August ähnliche Zufriedenheitswerte (18% bzw. 15%). Allerdings waren weniger mit Urban (23%) und Kalbitz (25%) unzufrieden als mit Höcke (Juli-Wert: 65%). Liegt aber auch am Bekanntheitsgrad von Höcke.
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Markus Richter
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 17. September 2019 - 02:55 Uhr:   

Ich denke nicht, daß die Thüringer AfD für einen CDU-Kandaidaten stimmen würde, ganz sicher nicht ohne viele "Abweichler" und ohne Zusagen.

"Man wird garantiert Lösungen finden, um nicht von der AfD abhängig zu sein."

Vielleicht wird man das. Aber ganz sicher nicht ohne massivste Friktionen an der Basis. CDU+AfD ist genauso populär wie CDU+SPD+Grüne+FDP laut offiziöser Umfrage.
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Wahlhelfer
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 17. September 2019 - 11:00 Uhr:   

Und die CDU-Basis hat genau wieviel zu sagen?

Da eine bedeutende Zahl an Wählern von der Linken zur AfD wandert, wäre inhaltlich übrigens auch eine Koalition dieser beiden Parteien denkbar.
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Mark Tröger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 17. September 2019 - 13:59 Uhr:   

Momentan sehe ich kaum inhaltliche Schnittmengen zwischen AfD und Linken. Da wäre der Abbau der Russlandsanktionen, aber das ist auch kein Landesthema.

In der AfD ist ein antisozialistisches und Teilweise auch ein libertäres Denken verbreitet. In der Linken wiederum ein antifaschistisches und antideutsches Denken. Beide Lager hassen sich wie die Pest. Die Linke müsste sich von den Antideutschen trennen und euro-, EU-, sowie flüchtlingskritischere Positionen annehmen. Unter Wagenknecht/Lafontaine wäre das denkbar. Die AfD müsste wirtschaftsliberale Positionen aufgeben und müsste zugleich ihr nationales Denken mäßigen. Man weiß nicht, was in den nächsten 20-30 Jahren passiert aber erst einmal bleibt eine Koalition der AfD mit der CDU viel wahrscheinlicher.

Meines Erachtens wird für die CDU in dem Moment, wo sie sich zwischen AfD und Linker entscheiden muss, der Punkt gekommen sein, an dem sie sich auf die AfD zubewegt. Die Basis grummelt schon wegen Bündnissen mit den Grünen. Bei einem Bündnis mit der Linken würde es wohl Parteiaustritte und ein vor allem eine Wählerabwanderung zur AfD geben. Dann landet die AfD 2024 vielleicht bei 35% und die CDU bei 12%. Liberale Landesverbände wie Schleswig-Holstein mit wenig AfD-affiner Wählerschaft könnten sich das vermutlich erlauben aber in Mitteldeutschland bestehen andere Sachzwänge. Möglicherweise zerreist das bundesweit die CDU. Vielleicht war es ein historischer Fehler, dass die Union in Mitteldeutschland sich der CDU angeschlossen hat. Sie scheint inhaltlich der CSU näher zu sein und wäre komplett unabhängig vielleicht am besten aufgehoben z. B. als "Mitteldeutsche Union" (MDU). Dann könnte sie sich der AfD annähern, ohne dass es auf die westdeutsche CDU und die CSU zurückfallen würde.
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Wahlhelfer
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 17. September 2019 - 14:17 Uhr:   

Siehst du wirklich noch große Unterschiede zwischen CDU und CSU in Zeiten von Markus Söder?
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Mark Tröger
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 17. September 2019 - 14:52 Uhr:   

Söder hat eine andere Agenda als Seehofer, aber im Kern unabhängig von den tagespolitischen Positionen ist die Partei ja die gleiche. Auf einer Skala von 0 (CDU) bis 10 (AfD) würde ich die CSU etwa bei 3 einstufen. Die CDU in Mitteldeutschland eher bei 4. ÖVP wäre vielleicht bei 5.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 18. September 2019 - 00:26 Uhr:   

"Interessant ist übrigens, dass die AfD bei 25% steht, Höcke selber aber anscheinend unbeliebter ist."
Auf Ministerpräsidenten-Umfragen muss man nicht viel geben und mit einem Ministerpräsidenten Höcke ist nicht ernsthaft zu rechnen. Höcke ist reichlich bekannt und in den Wahlentscheidungen "eingepreist".


"Ich denke nicht, daß die Thüringer AfD für einen CDU-Kandaidaten stimmen würde, ganz sicher nicht ohne viele "Abweichler" und ohne Zusagen."
Natürlich ist das unwahrscheinlich, aber wenn doch, hätte die CDU ein Problem. Andererseits könnte ein CDU-Kandidat ohne AfD kaum gewinnen. Von daher wäre es sehr dumm von der CDU, überhaupt jemanden aufzustellen.


"In der AfD ist ein antisozialistisches und Teilweise auch ein libertäres Denken verbreitet."
Das ist übertrieben, so wirtschaftsliberal ist die AfD nicht, allerdings nicht für Vermögenssteuer oder einen Mietendeckel. Eine AfD/Linke-Koalition ist sowieso undenkbar und selbst wenn beide Seiten wollten, wäre die zu überwindende Kluft auch bei landespoltischen Themen sehr groß.

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