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Euro-Beitrittsdatum spaltet neue EU-M...

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Marc K.
Veröffentlicht am Samstag, 02. Dezember 2006 - 20:58 Uhr:   

Angus Reid Global Monitor : Polls & Research
Euro Adoption Splits Views in New Members
November 24, 2006
- Adults in Hungary believe it will take a long time before they are ready to use the single European currency, according to a 10-country Eurobarometer conducted by The Gallup Organization. 63 per cent of respondents do not expect the Euro to be introduced in Hungary until 2011 or later.

The Euro has been used in 12 of 15 European Union (EU) countries since January 2002. At the time, Sweden, Denmark and Britain were the only EU members that did not adopt the currency. The European Central Bank has set a fiscal deficit limit of 3.0 per cent to allow other member nations to adopt the Euro.

In June, Hungarian prime minister Ferenc Gyurcsany introduced a fiscal "austerity package" of state subsidy reductions and tax increases, aimed at lowering the country’s fiscal deficit from a projected 10.1 per cent this year, to 3.2 per cent in 2009. The prime minister has said Hungary might adopt the single European currency between 2010 and 2012.

In May 2004, ten countries—Cyprus, the Czech Republic, Estonia, Hungary, Latvia, Lithuania, Malta, Poland, Slovakia and Slovenia—joined the EU. Slovenia has been authorized to start using the euro on Jan. 1, 2007.



Polling Data

When, in which year do you think the euro will be introduced in your country?

Before 2008
2009-2010
2011-2012
2013-later
Never

Slovenia
99% Before 2008
-- 2009-2010
-- 2011-2012
-- 2013-later
-- Never

Malta
91% Before 2008
3% 2009-2010
-- 2011-2012
-- 2013-later
-- Never

Cyprus
83% Before 2008
7% 2009-2010
1% 2011-2012
1% 2013-later
1% Never

Estonia
44% Before 2008
35% 2009-2010
3% 2011-2012
2% 2013-later
2% Never

Latvia
36% Before 2008
38% 2009-2010
7% 2011-2012
4% 2013-later
1% Never

Lithuania
36% Before 2008
40% 2009-2010
5% 2011-2012
1% 2013-later
2% Never

Slovakia
13% Before 2008
71% 2009-2010
7% 2011-2012
1% 2013-later
-- Never

Poland
13% Before 2008
35% 2009-2010
19% 2011-2012
12% 2013-later
2% Never

Czech Republic
8% Before 2008
46% 2009-2010
21% 2011-2012
13% 2013-later
1% Never

Hungary
4% Before 2008
22% 2009-2010
31% 2011-2012
32% 2013-later
1% Never



Source: The Gallup Organization / Eurobarometer
Methodology: Interviews with 10,092 people ages 15 and over in Cyprus, the Czech Republic, Estonia, Hungary, Latvia, Lithuania, Malta, Poland, Slovakia and Slovenia, conducted from Aug. 4 to Sept. 8, 2006. Margin of error is 3.1 per cent.


Quellen für die Daten:

http://www.angus-reid.com/polls/index.cfm/fuseaction/viewItem/itemID/13908

Genauer unter:

http://www.angus-reid.com/admin/collateral/pdfs/polls/Eurobarometer_Euro.pdf


Die Befragungen wurden im Auftrag der Europäischen Kommission durch das Gallup-Institut für Meinungsforschung durchgeführt.
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Marc K.
Veröffentlicht am Samstag, 02. Dezember 2006 - 21:02 Uhr:   

Auffällig sind die Veränderung der Erwartungen in Ungarn. Die Ungarn sehen, dass aufgrund der Finanzkrise des Landes, sich die Euroeinführung wohl auf die Zeit nach 2013 verzögern wird.
Meiner Einschätzung nach sind die Ungarn am realistischsten. Die meisten Neumitglieder werden den Euro erst nach 2013 einführen.
Wann genau läßt sich nicht konkret abschätzen.
Aber bis 2020 oder sogar länger könnte der Prozeß durchaus dauern.

Von daher wird die EU auch weiterhin für längere Zeit in zwei Räume aufgeteilt sein:
Eine Art Kerngruppe mit Euro.
Und eine weniger enge Integration mit dem Rest.

Von einigen Jahren wurde ja die Kerneuropaidee propagiert.
Ich möchte hier sagen. Faktisch haben wir sie in der EU schon längst:
Kerngruppe ist die Eurozone (engere Integration)
Weitere Gruppe: die übrigen EU-Mitglieder (weniger enge Integration).

Diese Unterteilung in zwei Gruppen wird auch noch mehrere Jahrzehnte bestehen.
Ich kann mir z.B. nicht vorstellen, dass GB in den nächsten 20 Jahren (oder sogar noch länger) dem Euro beitritt.


Wie wird der Euro und die Euroeinführung von anderen hier im Forum gesehen - auch und gerade im Bezug auf die einzelnen Länder???
Nicht nur auf die Neumitglieder, sondern auch in Bezug auf Dänemark, Schweden und GB (die 3 Staaten der EU-15, die den Euro bislang nicht eingeführt haben)???

Schweden hatte ja erst kürzlich die Euroeinführung abgelehnt.

Wie wird der Euro z.B. in der Schweiz gesehen???
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tg
Veröffentlicht am Sonntag, 03. Dezember 2006 - 12:08 Uhr:   

Im Fall von Slowenien ist die Umfrage überflüssig. Die Einführung findet zum Jahreswechsel statt!

Was die Kern- und Randzone der EU angeht: Je nach Politikbereich gibt es auch andere Kerngruppen, etwa Schengen.
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Marc K.
Veröffentlicht am Sonntag, 03. Dezember 2006 - 12:35 Uhr:   

@tg,

nur weil die Einführung des Euro im Falle Sloweniens schon beschlossen ist, ist die Umfrage noch lange nicht überflüssig.

Schließlich geht es darum wie die Bevölkerung dort denkt.

Im übrigen: Die Eurozone ist ein Raum engster Integration. Die derzeit 12 Staaten haben die Hoheit über die eigene Währung abgegeben und auf eine Insitution der europäischen Gemeneinschaft, der EZB, übertragen.

Dies ist ein gewaltiger Souveränitätsverlust - bzw. auf der anderen Seite ein sehr enge Integration.

Dies gilt für die Nichteuro-Staaten so nicht. Für die gilt auch nicht die Defizitgrenze von 3% (mit Strafbewährung).
Diese Staaten sind daher nicht Teil der Gruppe engerer Integration.

Von daher halte ich das nicht mit anderen Räumen (Schengen, wo es ja nur um Grenzkonstrollen geht) für vergleichbar.
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tg
Veröffentlicht am Montag, 04. Dezember 2006 - 00:07 Uhr:   

"When, in which year do you think the euro will be introduced in your country?" ist als Frage in Slowenien vielleicht nicht überflüssig, hat aber einen anderen Charakter als in den Staaten. Während woanders eine Einschätzung gefragt ist, geht es in Slowenien um Faktenwissen a la Jauch. Aber OK, es ist beruhigend, daß 99% der Slowenen wissen, daß sie in ein paar Wochen eine andere Währung bekommen werden.

Für die übrigen Staaten finde ich die Umfrage im übrigen sehr interessant und ich möchte mich für diese Informationen bedanken, auch weil mein letztes Posting wahrscheinlich etwas undifferenziert ablehnend klang

Zum Souveränitätsverlust: Ich halte die Abgabe der Souveränität bei Grenzkontrollen durchaus für eine starke Abgabe von Souveränität. Immerhin gehört dazu auch der Versicht auf völlig eigenständige Visa-Politik
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Marc K.
Veröffentlicht am Montag, 04. Dezember 2006 - 00:36 Uhr:   

@tg,

okay, einverstanden.
Dennoch ist der Souveränitätsverlust durch die Abgabe der Währungshoheit an eine zwischenstaatliche Einrichtung - eben die fehlende Selbstbestimmung über eine eigene Währung, die auch als Instrument der Wirtschaftspolitik eingesetzt werden kann und auch mal auf- oder abgewertet werden kann - schon ein stärkerer Verzicht auf die nationale Souveränität als der Verzicht über Grenzkontrollen.
Dieser wäre auch leichter reversibel, zumal bei großen Gefahren auch eine Wiederaufnahme zulässig ist und ohnehin in einem 30 km-Radius an den Grenzen weiter Kontrollen durchgeführt werden dürfen.
Die Arbeitnehmerfreizügigkeit (die bald auch für die EU-Neumitglieder gilt) hat im übrigen auch nichts mit Schengen zu tun. Sie halte ich auch für bedeutsamer als die technische Frage der Grenzkontrollen.

Noch bedeutsamer ist aber die - zusätzlich zu dem genannten - erfolgte Aufgabe der eigenen Währung PLUS die Unterwerfung unter ein Budgetregime (Konvergenkriterien des Stabilitätspaktes) das den Handlungsspielraum nationaler Haushalte erheblich einschränkt (3% des BIP als Defizitobergrenze).

Diese beiden Einschränkungen gelten nur für die Mitglieder der Eurozone.

Mithin kann man daher mit recht sagen, dass die Eurostaaten quasi die inoffizielle (offiziell gibts das ja nicht) Kerngruppe der EU sind.
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Ralf Lang
Veröffentlicht am Montag, 04. Dezember 2006 - 07:35 Uhr:   

Für Estland wäre eine Einführung des Euro sehr sinnvoll, wenn man sich mal die Exporte und den Tourismus anschaut.

Da binnen fünf Jahren mit der Aufnahme einiger Länder in die Eurozone zu rechnen ist, ist das ganze Kerngerede ziemlich nichtssagend. Der "Kern" wird bald aus einer Großzahl von Ländern bestehen, von denen aber die meisten nicht so essentiell für die EU sind wie einige Nicht-Euro-Länder (UK!)
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Marc K.
Veröffentlicht am Montag, 04. Dezember 2006 - 18:17 Uhr:   

@Ralf Lang,

Welche Länder werden denn in den nächsten fünf Jahren den Euro einführen außer Slowenien???
Lettland vielleicht.

Sicher aber nicht Polen und Ungarn und wahrscheinlich auch nicht Tschechien.

Gegenwärtig haben nur 12 Länder den Euro.

Die Länder die denn Euro nicht eingeführt haben, stehen auch der europäischen Integration sehr skeptisch gegenüber.

In dem Sinne spreche ich vom Euroraum von einem Raum engerer Integration gegenüber der Rest-EU, zu der auch wichtige Länder gehören (GB, Polen).
Es kommt ja nicht auf die Wichtigkeit oder Größe der Länder an - danach geht diese Differenzierung ja auch gar nicht, sondern darum zu unterscheiden, dass es Räume engerer bzw. weiterer Integration gibt.

Und dies ist in Bezug auf die Eurozone gegenüber der Rest-EU offensichtlich der Fall.
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Ralf Lang
Veröffentlicht am Mittwoch, 06. Dezember 2006 - 12:23 Uhr:   

Ein "Kern", der seinen Namen verdient, muss aber auch ein nennenswertes Eigengewicht bei Entscheidungen haben.
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Marc K.
Veröffentlicht am Mittwoch, 06. Dezember 2006 - 13:41 Uhr:   

@Ralf Lang,

hat er ja: die nationalen Zentralbankpräsidenten bestimmen in der EZB die Währungspolitik.

Und natürlich nur die der Eurozone.
Auch der Stabilitätspakt gitl faktisch nur für die Euroländer - mit Sanktionen.

Von daher besteht auch ein nennenswertes Eigengewicht.
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Marc K.
Veröffentlicht am Dienstag, 03. Juli 2007 - 20:53 Uhr:   

dieses jahr 13 Euroländer, ab nächstes Jahr 15 (Zypern und Malta kommen hinzu).

Die übrigen ostmitelleuropäischen Länder werden noch länger brauchen, insbesondere Polen aber auch Ungarn, dass in einer großen Krise steckt (Staatsdefizit).
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Ralf Lang
Veröffentlicht am Mittwoch, 04. Juli 2007 - 08:28 Uhr:   

Das stärkt nicht gerade die Sicht, dass die Euroländer mit den relevanten EU-Ländern identisch sind. Ist im Kosovo eigentlich noch der Euro in Gebrauch?
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Marc K.
Veröffentlicht am Mittwoch, 04. Juli 2007 - 22:24 Uhr:   

Ja, im Kosovo ist der Euro gesetzliches Zahlungsmittel (in serbischen Gebiet im Norden faktisch aber der serbische Dinar).
In Montenegro ist der Euro ebenfalls gesetzliches Zahlungsmittel.

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