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Beispiele für Ampel und Schwampel?

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Archiv bis 12. Mai 2006senf aus Österreich20 12.05.06, 18:00h 
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senf aus Österreich (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Freitag, 12. Mai 2006 - 18:01 Uhr:   

Oh ich hab mich mit dem einen MOnat geiirt - war wohl etwas länger.
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senf aus Österreich (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Freitag, 12. Mai 2006 - 18:08 Uhr:   

zum Glück habe ich keine Hinweise auf CDU/NPD-Fraktionsgemeinschaften finden können (so etwas wie eine Fraktionsgemeinschaft außerhalb des BT's wird die CDU wohl fast nirgends benötigen).
Alelrdings gibt es auch in dieser von mir persönlich in Deutschland favorisierten Partei manchen verblendeten Menschen der mit der NPD viel zuwenig Probleme hat.
U.a. in im sächsischen Landtag
siehe:www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18129/1.html
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senf aus Österreich (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Freitag, 12. Mai 2006 - 18:11 Uhr:   

Verzeihung im obigen Beitrag sollte es sächische Landkkreise und Kommunen heißen.
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covellin (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Freitag, 12. Mai 2006 - 18:21 Uhr:   

In diesem Artekel heißt es dann, Zitat:

"Am 13. Juni errangen Rechtsextremisten bei den Kommunalwahlen in Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt und Sachsen sowie bei den Landtagswahlen in Thüringen und den Europawahlen eine längst nicht mehr zu übersehende Anzahl an Parlamentssitzen. Allein in Sachsen erhielten Rechtsextremisten 53 Kommunalmandate (Die Mitte der Gesellschaft?). Dabei blieb in der Hochburg der braunen Wahlerfolge, Reinhardtsdorf-Schöna, sogar noch ein rechtsextremes Mandat unbesetzt - der erzielte Wählerzuspruch reichte über die aufgestellte NPD-Kandidaten-Liste hinaus.

Andererseits sollte man hinsichtlich der Bundesländer differenzieren. Ich möchte an dieser Stelle nochmals darauf verweise, dass die Landtagwahl in Thüringen für die Rechten weniger Prozente brachten, als im Saarland und den anderen sowieso.

Danke für Deinen Hinweis zu Sebnitz. Dieser Ort hat ja einen durchweg negativen Klang. Dass es indes nur je ein Abgeordneter von FDP und DSU waren, zeigt auf, dass man dort sein Personal eingehender prüfen sollte, bevor man diese Leute zur Wahl aufstellt.
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MMA (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Freitag, 12. Mai 2006 - 18:42 Uhr:   

"Am 13. Juni errangen Rechtsextremisten bei den Kommunalwahlen in Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt und Sachsen sowie bei den Landtagswahlen in Thüringen und den Europawahlen eine längst nicht mehr zu übersehende Anzahl an Parlamentssitzen."

Die Suggestion, deutsche Rechtsextremisten seien sogar ins Europaparlament eingezogen, ist schon sehr geschickt untergebracht.
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der_republikaner
Veröffentlicht am Freitag, 12. Mai 2006 - 19:54 Uhr:   

hallo nochmal!

der link von senf aus Österreich leitet zu dem beitrag der auch in dem von mir gelesenen buch handelt.

ich bezog mich auf dieses ereigniss.

eine fraktionsgemeinschaft von cdu/npd direkt gab es nicht aber in diversen stadträten gab es abmachungen zwischen cdu und npd.

in einem kommunalparlarment einer gemeinde in der sächsischen schweiz erhielten die 2 npd-abgeortneten ihren gewünschten ausschuss und haben dafür immer für die cdu gestimmt, sodass diese ihre politik mit der mrehheit durchsetzten konnte. im zuge des npd-verbotsverfahrens und den sächs. kommunalwahlen 2004 existieren diese "vereinbarungen" nicht mehr.

diese information habe ich ebenfalls aus dem buch: moderne nazis.
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Kalle (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Samstag, 13. Mai 2006 - 05:18 Uhr:   

Solche Vereibarungen oder Fraktionsgemeinschaften sollte es auf keinen Fall geben!

Allerdings gilt dies im gleichen Maße für die Linkspartei, die ja bekanntlich nur die umbenannte SED ist (nicht die "Nachfolgepartei", wie immerwieder zu hören und zu lesen ist), und die wird von der SPD sogar mit zwei Koalitionen auf Landesebene und rot-rot-grünen Gedankenspielen auf Bundesebene "geadelt", obwohl sowas in den Jahren nach der Wende in der SPD noch empört zurückgewiesen wurde. Wie sollen sich die Angehörigen der hunderten Mauertoten und der in die Tausende gehenden Stasiopfer fühlen, wenn die SED nun wieder an der Macht ist, und sie teilweise die Stasi-Schweine und Mauerschützen, die ihr Leben ruiniert haben, feist als Ministerialdirektoren, Möchtegern-Bundestagsvizepräsidenten oder Staatssekretäre angrinsen? Sicherlich hat die SED in den letzten Jahrzehnten erheblich mehr Leid über die Menschen in Deutschland gebracht als NPD, DVU und Reps zusammen! Noch heute wimmelt es in der Linkspartei von verbohrten Totalitaristen (Kommunisten, oder, wie Kurt Schumacher früher, als die SPD noch eine ordentliche Partei war, zu sagen pflegte, rotlackierte Faschisten), weshalb sie ja auch noch vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Da verstehe ich die vereinzelten Vereinbarungen zwischen CDU/FDP/NPD/... als völlig falsche, aber nicht unverständliche Gegenreaktionen.

Demokraten sollten nicht mit Feinden der Demokratie zusammenarbeiten! Null Toleranz, keine Zusammenarbeit mit NPD, DVU, Reps, aber auch nicht mit der SED-Stasi-Mauerschützen-Linkspartei!
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covellin (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Samstag, 13. Mai 2006 - 12:36 Uhr:   

Als Beispiel für eine Jamaica-Koalition habe ich folgendes gefunden:

http://www.giessener-anzeiger.de/sixcms/detail.php?id=2045731&template_id=2634&_adtag=localnews&_zeitungstitel=1133842&_dpa=.

Allerdings findet sich diese Konstellation bloß auf kommunaler Ebene.

viele Grüße

covellin
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senf aus Österreich (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Samstag, 13. Mai 2006 - 13:13 Uhr:   

@Kalle
Auch ich mag die SED/PDS/LINKE nicht sonderlich - aber wo sie in Parlamenten sitzen verhalten sie die dt. Sozialisten sich konstruktiv und sind teil des parlamentarischen Pluralismus. Sie sind doch sozusagen seit der Wende organischer Bestandteil des polit. Systems in Deutschland geworden. Übrigens eine erstaunliche Leistung der Integrationskraft des dt. politischen Systems.
Seit 1990 waren keine Parteisozialisten oder deren Vorfeld in Deutschland an politischen Morden oder ähnlichen beteiligt. Bei den über hundert Toten durch Rechtsextremisten waren aber auffallend häufig Mitglieder des Umfeldes der NPD beteiligt. Auch bei sonstigen rechtsextremen Straftaten werden sie viele Mitglieder von NPD/REP/DVU als Urheber und geistige Brandstifter finden. Die NPD zeigt nicht nur eine Verfassungsfeindlichkeit sondern unterstreicht diese noch durch ihre kämpferische Haltung und Vorgehensweise.
Insofern gilt für mich als Konservativen, dass eine Zusammenarbeit mit der NPD den gewachsenen pluralistischen Meinungskonsens durchbricht. Wohingegen eine Zusammenarbeit mit den Sozialisten inhaltlich wohl falsche Politik hervorbringt, aber auf dem Boden der bundesrepublikanischen Politikpraxis bleibt.

Natürlich ist die Linkspartei die gewandelte SED - alles andere wäre aber auch nur ein verlogener Trick der DDR-Nomenklatura gewesen. Ihre Umorganisierung hat es ermöglicht, dass sie vom dt. politischen System integriert werden kann.
Alternativen wären vielleicht wesentlich schlimmer gewesen. Stellen sie sich doch mal z.B. eine gezielte Unterwanderung der alten BRD-Parteien durch SED'ler und Mitarbeiter MfS vor oder eine im Untergrund agierende Wiederstandsterrorgruppe mit dem Ziele des Wiederaufbaus der DDR mit militärischen Mitteln.
Natürlich muss Unrecht aus DDR-Zeiten geahndet werden. Ich denke sogar es sollte wesentlich strenger geahndet werden als momentan der Fall ist. Aber die SED war ja Massenorganisation, die in viele Familien und Orte und sonstige Strukturen hineingewachsen ist. Hätte man sie verboten hätte man viele wichtige Personen zur Stabilisierung Ostdeutschlands nach 1990 nicht zur Verfügung gehabt.

Als wahrer Konservativer, der sich vor allem reaktionären Dingen hütet sondern eine Gesellschaft als sich entwickelndes organisches Ganzes sieht, muss man auch politische Parteien und Positionen im Ganzen akzeptieren ohne sie zu teilen. Die Grenze dieser Toleranz ist erreicht wenn die tradierten und sich als richtig erwiesenen politischen Vorgehensweisen nicht mehr beachtet werden. DIes liegt sicherlich bei der NPD vor, wahrscheinlich auch bei der DVU. Die Republikaner sind da eher ein Hybride. Das punktuelle Zusammenarbeit mit ihnen vorkommen kann ist verständlich wenn es sich dabei im Konkreten um vertrauenswürdige Personen vor Ort handelt.
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der_republikaner
Veröffentlicht am Samstag, 13. Mai 2006 - 18:01 Uhr:   

ich möchte mich zwar nicht als verfechter irgendeiner nationalen idee ausgeben aber ich muss kritisieren das die REP im zusammenhang mit npd und dvu genannt werden.

die REP sind dem spektrum nicht zuzuordnen auch wenn es übertritte von den reps zu npd/dvu gab.

da es aber nur übertritte waren und die partei REP als solches mit seiner antitotalitären Haltung immer noch gibt kann ich keine gemeinsamkeiten mit den Extrem-Rechten finden.

Die REP stehen rechts der CSU auf einem level etwa mit dsu, offD, Pro DM. aber auf keinen fall mit NPD/DVU.

und die existens solcher extremen parteien wie NPD oder PDS ist die schuld der regierungsparteien die einige themen zu sehr vernachlässigt haben.

Die Extremen griffen diese probleme auf und konnten einen wählerstamm aufbauen. dabei hat es die pds einfacher da durch den Hitlerfaschismus "die Rechte" stigmatisiert wird.

Würden CDU und/oder SPD besser arbeiten und hätten in den 60er nicht so viele fehler gemacht z.b. in der Einwanderungspolitik und der Ausenpolitik (im bezug auf den "büßerstatus deutschlands) hätte man die NPD damals im keim ersticken können.

Würde die SPD eine "sozialere" Politik betreiben und endlich wieder die partei "des kleinen mannes" sein wäre auch der pds der wind aus den segeln genommen.

Sämtliche Extreme werde gestärkt durch das versagen der mitte, bzw gemäßigten rechten oder linken.
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covellin (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Samstag, 13. Mai 2006 - 18:12 Uhr:   

@senf:

Zitat:
"Aber die SED war ja Massenorganisation, die in viele Familien und Orte und sonstige Strukturen hineingewachsen ist. Hätte man sie verboten hätte man viele wichtige Personen zur Stabilisierung Ostdeutschlands nach 1990 nicht zur Verfügung gehabt. "

Also zunächst: Die PDS hätte man sicher ohne Zweifel leicht verbeiten können, als sie noch SED hieß, damit wäre das Thema vom Tisch gewesen. Nach 1990 traute sich die "Nomenklatura", wie Du diese Personen treffend beschreibst, noch nicht sofort wieder, diese Partei zu wählen. Erst ab Mitte der 90er jahre blieben dann die Wählerzählen konstant, heißt, die schrumpfende Wahlbeteiligung, unter welcher Union und SPD zu leiden haben, impliziert eine Zunahme an Stimmen, welche nur virtuell, heißt aufgrund der obligatorisch hohen Wählermobilisierung der Kommunisten zustande kommt.

Die soziale Struktur dieser SED-Familien zu erklären, dafür ist hier weder der Ort, noch der Platz. Nur soviel: Wer Fahnen schwenkt und marschiert, zeigt wessen Geistes Kind er ist.

Also bitte keinen falschen Respekt vor der falschen Wählergruppe!

Zum Thema "Jamaica" hier noch ein Artikel bei wikipedia, der belegt, dass es solche Koaltionen tatsächlich häufig auf kommunale Ebene gegeben hat:

http://de.wikipedia.org/wiki/Jamaika-Koalition

Über schwarzgrüne Kaolitionen wurde unter anderem in Hamburg, NRW, Thüringen, dem Saarland, Sachsen und Baden-Württemberg ernsthaft nachgedacht.
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Mainzelmännchen (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 15. Mai 2006 - 16:51 Uhr:   

Der Thread ist reif für die Mülltonne. Da werden Fraktionsgemeinschaften mit Koalitionen durcheinandergeworfen, Konservative mit Nazis, Linkspartei mit Stasi und so weiter.
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Wissenschaftler (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 15. Mai 2006 - 21:22 Uhr:   

... und wikipedia als Beleg angeführt
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Kamelot (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 15. Mai 2006 - 22:35 Uhr:   

Vermutlich auch noch ein selbstgestrickter Artikel
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Thomas Frings (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 16. Mai 2006 - 10:13 Uhr:   

"Über schwarzgrüne Kaolitionen wurde unter anderem in Hamburg, NRW, Thüringen, dem Saarland, Sachsen und Baden-Württemberg ernsthaft nachgedacht."

In Thüringen sind die Grünen seit 1994 draußen, im Saarland gab es seit 1985 immer eine absolute Mehrheit. Daß die GAL mit der CDU koalieren könnte, glaubt doch im Ernst niemand. Selbst Rüttgers hat Schwarz-Grün eindeutig ausgeschlossen und in BaWü hätte die CDU seit 1992 schon vier Gelegenheiten für Schwarz-Grün "ausgelassen".
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Lars Tietjen
Veröffentlicht am Montag, 29. Mai 2006 - 20:57 Uhr:   

In Offenbach wurde laut DEMO-Newsletter gerade eine Ampelkoalition beschlossen.
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Bohnenkraut (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 30. Mai 2006 - 12:04 Uhr:   

In Braunschweig wurde 1991 ein Ampelkoalitionsvertrag geschlossen, die Koalition hielt aber wohl nur bis Ende 1994 so richtig, dann waren die Grünen sauer über einen mit CDU/SPD/FDP-Mehrheit abgeschlossenen Müllverbrennungsvertrag, aber einen besseren Partner hatten sie natürlich auch nicht.
Der Müllvertrag bzw dessen Auflösung ist übrigens auch im augenblicklichen Wahlkampf wieder ein Thema, zumindest von Grünen und CDU-OB.
Bei den Wahlen 1996 erreichte
die SPD 37,6%/-2,9% (Landesweit 38,0%/-1,6%),
die Grünen 11,7%/+2,9% (Land 6,4%/+2,0%) und
die FDP 4,4%/-1,3% (Land 3,6%/-1,2%)
Die FDP verlor also 0,1 Prozentpunkte mehr als im Landesdurchschnitt, aber auf höherem Niveau, man kann also wohl sagen verlor durchschnittlich.
Rot-Grün blieb gleich, während sie landesweit 0,4% gewonnen.
Grundsätzlich ist wohl der (angenommene) Unwillen der Wähler das Haupthindernis für Ampeln. Das konnte man auch gerade wieder in Harzburg beobachten, wo die (um der FDP die Unterstützung des grünen OB-Kandidaten zu ermöglichen geschlossene) SPD/FDP/Grüne Zusammenarbeit samt Gruppenbildung rechtzeitig ein halbes Jahr vor der Kommunalwahl enzwei ging.
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Norddeutscher
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 14. Februar 2009 - 22:50 Uhr:   

@Thomas Frings:
"Daß die GAL mit der CDU koalieren könnte, glaubt doch im Ernst niemand."

Nur zwei Jahre später hat sies dann aber doch getan.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 15. Februar 2009 - 13:37 Uhr:   

@Norddeutscher
Manchnal liegt man eben falsch. In den meisten Bundesländern stellt sich die Frage aber nicht, weil entweder Schwarz-Grün rechnerisch gar nicht geht und/oder Schwarz-Gelb oder Schwarz pur möglich ist.

Im Bund halte ich eine solche Koalition nicht mehr für ausgeschlossen. Merkel und Seehofer sind weit links in der Union und die Grünen sind - freundlich formuliert - äußerst flexibel. In Hamburg hatte die GAL ja als zentrale Forderungen erstens Nein zur Ebvertiefung und zweitens Nein zu Moorburg. In beiden Punkten ist sie komplett umgefallen. Also wenn die Union nicht frontal grüne Lieblingsprojekte wie Atomausstieg oder EEG aufs Korn nimmt, dann wäre eine Koalion im Bund möglich, die würde sich in der praktischen Politik nur minimal von der GroKo unterscheiden.

Die Frage ist aber, ob es dafür überhaupt eine Mehrheit gibt im September, das ist zumindest fraglich. In keinem Fall wird es Schwarz-Grün geben, wenn es mit der FDP reicht. Eine Schwampel wäre weit schwieriger hinzukriegen als Schwarz-Grün.
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Norddeutscher
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 15. Februar 2009 - 14:20 Uhr:   

@ Thomas Frings

Ich halte solche Koalitionen eher auf Bundesebene für ausgeschlossen, als auf Landesebene. Erstens sehe ich im Bund (im Gegensatz zu einigen Ländern) in keinem Fall eine Mehrheit für schwarz-grün und zweitens halte ich doch gerade in der Bundespolitik die Differenzen für am Größten. Ein Schäuble z.B. ist in der Innenpolitik einfach nicht mit den Grünen kompatibel (der ist ja schon für Liberale schwer erträglich). Auf Landesebene sieht das anders aus, da kann man bestimmte Punkte nach Berlin abschieben und sagen "da können wir ja nichts für, das müssen wir nur umsetzen". Oettinger mit den konservativen Grünen in BaWü ist aus meiner Sicht z.B. genauso möglich, wie in Bayern schwarz-grün gegangen wäre, wenn die FDP nicht so stark gewesen wäre. Klar ist, wenn rot-grün oder schwarz-gelb geht, gibts das (fast) immer. Genauso klar ist, daß in Hessen schwarz-grün etwa so realistisch ist, wie eine Invasion der Marsmännchen auf der Erde. Was Hamburg angeht, muß man halt die Vorgeschichte kennen. Von Beust hatte ja schon im Vorfeld der Bildung der rot-grünen Koalition 1997 heftig mit Krista Sager "geflirtet". Das war ja das Problem der FDP im Hamburger Wahlkampf, daß alle davon ausgingen, wenn die CDU es nicht alleine schafft, wird sie mit der GAL regieren.

Was das Umfallen angeht, das ist beiderseitig: Bei der Elbvertiefung ist die GAL zwar laut Koalitionsvertrag umgefallen, aber die wird ja ganz heftig von Wulff und vor allem von McAllister (der seinen Wahlkreis hinterm Elbdeich hat) bekämpft. In Wahrheit steckt natürlich nicht die Angst um die Deichsicherheit bei den Niedersachsen dahinter sondern der Tiefwasserhafen Wilhelmshaven, für den man künstlich einen Bedarf schaffen muß. Moorburg ist diffizil, da hat die CDU die GAL wohl ganz heftig gelinkt, indem aus der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt stets suggeriert wurde, die Zusagen seien so schwammig, daß man da noch was drehen könnte und Anja Hajduk mußte dann sehen, wie sie mit der Lage zurechtkommt, als sie sah, daß die Zusagen doch weitreichender waren als gedacht. Das große Problem für die CDU ist aber der Umfall in der Schulpolitik, da wird von Goetsch GAL-Politik pur gemacht, sehr zum Entsetzen der CDU, die nie gedacht hatte, daß Christa Goetsch ein dermaßenes Tempo würde vorlegen können. Die CDU hatte schlicht gedacht, die ganze Planungsphase würde so lange dauern, daß man das dann 2012 würde wieder kassieren können, bevor die Primarschul-Spuk wirklich begonnen hat.

Spannend wird noch, wie der Senat sich in Sachen Wahlrechtsvolksentscheid positioniert, der ja von der GAL inhaltlich unterstützt wird, während die CDU ihn ablehnt.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 29. Juni 2009 - 22:34 Uhr:   

Morgen kann die Ampel in Darmstadt platzen.
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nowhereman
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 09. Oktober 2009 - 21:23 Uhr:   

Übermorgen kann Jamaica im Saarland kommen. Grüne-Kreisverband Saarlouis dafür, Saarbrücken eher Nein (vor Bekanntgabe : Lafontaine zieht es in die Heimat), Saar-Pfalz-Kreis unklar. Lafontaine ist ausgewiesen unbeliebt bei Saargrünen. Müller bietet 2 Ministerien an.
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Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 10. Oktober 2009 - 10:37 Uhr:   

> Morgen kann die Ampel in Darmstadt platzen.
Die ist geplatzt.
Wie schon 2006 die in Bonn.
Die in Offenbach läuft offiziell noch, es ist aber fraglich, ob sie die Kommunalwahl erreicht:
http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/stadt_offenbach/1608595_Zoff-ums-Tambourbad.html

Damit gibt es wohl weiterhin kein einziges Beispiel einer erfolgreichen Ampel-Koalition in Deutschland.
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Marco
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 02. Februar 2010 - 14:47 Uhr:   

In Leverkusen wird es ein sogenanntes Jamaika-Plus-Bündnis geben. (Plus = Freie Wähler).
Dieses verfügt mit dem CDU-OB über 38 von 69 Sitzen im Stadtrat.

http://www.leverkusener-anzeiger.ksta.de/html/artikel/1264185800259.shtml

Der Leverkusener Stadtrat ist sehr bunt gemischt mit insgesamt acht Fraktionen und einer Gruppe.

(Beitrag nachträglich am 02., Februar. 2010 von marco editiert)
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Demokrat statt Sozialist
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Februar 2010 - 02:05 Uhr:   

Im Hamburger Bezirk Nord haben SPD, Linke, FDP und zwei ausgetretene Grüne letztes Jahr einen Filz-SPD'ler (langjähriger Beamter, sogar Lehrer) zum Bezirksamtsleiter gewählt, statt einen von CDU und Grünen vorgeschlagenen parteilosen Mann aus der Wirtschaft. Wo bitte ist die FDP noch liberal. Bei solchen Bündnissen sind das Linksradikale. Warum hat das niemand vor der Bundestagswahl öffentlich gemacht? Dann wäre die links-FDP bei der Bundestagswahl zurecht an der 5%-Hürde gescheitert. Kotz. Kotz. Kotz.
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Wahlwatcher
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Februar 2010 - 03:28 Uhr:   

@Demokrat statt Sozialist
"Warum hat das niemand vor der Bundestagswahl öffentlich gemacht?"

Clint Eastwood hätte gesagt: "Du Hattest deine Chance, Cowboy!"

Ob die FDP wegen der 'weltbewegenden' Ereignisse in HH-Nord zwei Drittel ihrer Wähler verloren hätte - I don´t know...
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Mark Obrembalski
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Februar 2010 - 09:36 Uhr:   

Ich verstehe jetzt nicht, was links, radikal oder gar linksradikal daran sein soll, wenn ein Lehrer in ein öffentliches Amt gewählt wird.
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AlexNRW
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 15. März 2010 - 03:29 Uhr:   

Sinnloses Gebrabbel

Dont feed the troll !

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