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Italien – Vergleich der Stimmenwertig...

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Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 11. April 2006 - 19:39 Uhr:   

Romano Prodi gewinnt mit seiner DS mit 17 % der die Parlamentswahl in Italien! Sein Linksblock kommt auf 49,8 % und auf 341 Sitze bei der Parlamentwahl. Berlusconis Partei kam auf 24 % der Stimmen. Sein Block bekam 49,7 % und ca. 310 Sitze. Das ist die erste Merkwürdigkeit.


Die Eindrucksvollere ist, aber die Folgende: Die Lib Dems hatten schon es, hingegen schon einmal geschafft, für ihre 17 % der Wählerstimmen nur 2,3 % der Mandate zu bekommen!

Abseits von Diskussionen, um die Systeme, wie z. B. Hare/Niemeyer, erreicht mit den selben Prozenten völlig unterschiedliche Ergebnisse. Die eine Partei stellt den Regierungschef. Die andere bildete ein Oppositionsgrüppchen!
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PNK (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 11. April 2006 - 20:03 Uhr:   

1. Das hängt damit zusammen, das der stärkste Block automatisch mind.54%der Sitze bekommt, egal ob er in Wirklichkeit 49 oder 53,9% geholt hat. Bei 60% kriegt er dann halt 60%; also nicht "merkwürdig" sondern eine Besonderheit imWahlgesetz, die ich im übrigen für Italien als durchaus sinnvoll erachte.
2. Du redest von den Ergebnissen der Camera, dort haben die Prodis L´Ulivo immerhin 31% bekommen, das sind 220 von 628 Sitzen, also rund 35%. Berlusconis Partei hat für die knapp 24% 137 Sitze bekommen.
Wenn du jetzt sagen wolltest, eigendlich sei ja der Silvio der Gewinner und nicht der Romano, weil ja der Silvio die stärkste Partei hat, dann ist das also schlichtweg grober Unfug.
3.Zu den LibDems; genau das ist der Unbterschied zwischen dem Mehrheits und dem Verhälniswahlrecht. Zudem läuft in Italien mittlerweile alles über Blöcke, also Koalitionen im Vornherein, in GB dagegen nichts. Da kämpfen die Parteien für sich und dank des Mehrheitswahlrechts gibt es auch keine Koalitionen. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile, du hast auf einen von vielen Unterschieden hingewiesen, dein Gedankengang darf hier aber keinesfalls enden. Nur als Hinweis: das von dir an anderer Stelle propagierte "Durchregieren" lässt sich natürlich leichter im englischen System durchführen, auch eine 54%Regelung wie in Italien ist da hilfreich. Für dich also kein Grund, sich aufzuregen.

Die Italienischen Wahlergebnisse habe ich mir natürlich nicht ausgedacht, sie stehen u.a. hier:
/www.repubblica.it/speciale/2006/elezioni/camera/index.html
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Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 11. April 2006 - 20:30 Uhr:   

Es tut mir leid, dass mir für Prodi die falsche Prozentzahl ausgewiesen habe. Das ist mir ein bedauerlicher Fehler unterlaufen.

Das Olivenbündnis aus Prodis DS und Margherita hat in der Kammer 31,3 % bekommen. Die DS hat im Senat 17,2 % bekommen. Die Margarhita erhält 10,5 % der Stimmen für den Senat.

Das Wahlsystem verschiedener Länder unter Umständen viel gravierender sein, als das ausgewählte Auszählverfahren.
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Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 11. April 2006 - 20:35 Uhr:   

Ich war gerade auf der Seite www.republica.it. Dort sind für das Olivenbündnis 0,2 % der Stimmen und 1 Sitz ausgewiesen. Was soll, denn das bedeuten?
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Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 11. April 2006 - 21:19 Uhr:   

Es geht hierbei um den Senat.
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lazio (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 12. April 2006 - 09:43 Uhr:   

Nur ein kleiner Hinweis:
Romano Prodis Partei ist nicht die DS, vielmehr ist er parteilos.
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Stefan (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 12. April 2006 - 20:23 Uhr:   

@Mitdenker: Die 0,2% bzw. 1 Sitz beziehen sich dadrauf, daß L'Ulivo in irgendeinem Wahlkreis (Trentino-Südtirol? Aostatal?) bei der Senatswahl gemeinsam angetreten ist, sonst aber als Einzelparteien.
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Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 12. April 2006 - 21:41 Uhr:   

Das ursprüngliche Thema ist die Stimmengleichwertigkeit. Dazu ist innerhalb Italiens, der Bonus für das größte Bündnis zu nennen. Die Stimmen des siegreichen Bündnisses werden auf 54 % aufgewertet. Die anderen Parteien werden etwas abgewertet.

Ich finde es bemerkenswert, dass ein parteiloser Politiker Ministerpräsident wird.

Ich denke auch, dass das Olivenbündnis nur in einem Wahlkreis gemeinsam angetreten ist. Ich verstehe aber nicht,wieso nur dort.
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Mark (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 12. April 2006 - 21:55 Uhr:   

Molise ist der Wahlkreis, wo L'Ulivo angetreten ist und einen von zwei Senatssitzen gewonnen hat. Warum dort, weiß ich auch nicht.
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Mitdenker (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 12. April 2006 - 22:19 Uhr:   

Die Region Molise besteht aus 2 Einerwahlkreisen. Somit macht es Sinn, sich hier zusammenzuschließen.

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