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Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Bundestagswahl 2005 » Dresden I = 3 Sitze? » 001-025 « Zurück Weiter »

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HK
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 01:39 Uhr:   

Guten Abend,

ich bin ein wenig verwirrt, weil (wohl ausgehend von der ARD) auf verschiedenen Nachrichtenseiten zwischenduruch die Einschätzung auftauchte, dass sich das Ergebnis durch die Dresden-Nachwahl um bis zu 3 Sitze verschieben könnte. Bisher dachte ich, die CDU kann entweder ein Überhangmandat gewinnen oder nicht. Macht einen Sitz. Wo kommen die beiden anderen her? So viele Zweitstimmen werden das dort doch nicht sein, dass das Bundesergebnis um 2 Sitze verändert wird, oder??
Bin dankbar für Erklärungen...
Übrigens, der "Wahlmonitor" auf wahl.tagesschau.de geht von 223 Sitzen für die SPD aus. Hat jemand eine andere Erklärung außer Rechen- bzw Tippfehler?
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news
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 01:54 Uhr:   

fehler behoben
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forsa11
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 08:07 Uhr:   

Fehler nicht behoben. Es ist immer noch ein Patt nach Dresden möglich.
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Mike
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 09:00 Uhr:   

Nein stimmt nicht, auch das ARD kommt zu dieser Einschätzung, daß dies unmöglich ist!

Gewinnt die SPD den Wahlkreis, bekommt sie kein Mandat mehr, sondern verliert in Sachsen einen Listenplatz und gewinnt dafür ein Direktmandat!

Wenn die CDU das Direktmandat gewinnt, bekommt sie ein weiteres Überhangmandat.

Wenn die CDU mehr als 41000 Zweitstimmen bekommt, kommen negative Stimmengewichte zu tragen. Die CDU verliert ein Mandat (Platz 3 im Saarland) und ein Überhangmandat, sofern sie diesen Wahlkreis gewinnen würde.

Also SPD 222 ist definitiv
CDU 226 (Sieg Dresden I + weniger als 41000 Zweitstimmen), 225 (Sieg Dresden I + mehr als 41000 Zweitstimmen ODER Niederlage Dresden I + weniger als 41000 Zweitstimmen), 224 (Niederlage Dresden I + mehr als 41000 Zweitstimmen).
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delgun
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 09:32 Uhr:   

Es steht schon in der Wahlhilfe:

bekommt die SPD 50000 Zweitstimmen gewinnt sie ein Mandat von den Grünen.

Also könnte 223 zu 224 möglich sein.

Nun ist die Frage wie sich dann die "rechten" neulinkler verhalten würden. Gut möglich dass 1 oder 2 freie sich dann doch für die SPD entscheiden um Merkel zu verhindern.

noch ist einiges offen
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 09:46 Uhr:   

> Gut möglich dass 1 oder 2 freie sich dann doch für die SPD
> entscheiden um Merkel zu verhindern.
Es wird keine Abstimmung Schröder gegen Merkel geben, bei der solche Überläufer den Ausschlag geben könnten.
Bei einer großen Koalition wird der Kanzlerjob ausgehandelt, und da wird die Union auf ihrer Führung bestehen.
Bei rot/rot/grün ginge es nicht um einige "rechte neulinke", sondern um die komplette PDS-Fraktion.
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delgun
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 10:23 Uhr:   

Du hast mich falsch verstanden. Ich meinte keine Tolerierung der SPD seitens weniger PDS-Stimmen. Sondern das tatsächliche Überlaufen in die SPD-Fraktion.

Immerhin sind unter den gewählten Linksparteilern parteilose und WASG'ler wo vermutlich einige der SPD zumindest noch relativ nahe stehen. Desweiteren muss das Wahlziel der Linken auch sein die SPD aus der Opposition rauszuhalten bzw eher noch den Kanzler stellen zu lassen. Nur dadurch können sie in direkter Konkurrenz zur SPD Stimmen sammeln.

Auch die SPD wird wohl den ein oder anderen "verlorenen Sohn" aus dem Westen in ihren Reihen akzeptieren können.

Alles natürlich mit der Argumentation damit Merkel zu verhindern.
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Martin Fehndrich
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 10:34 Uhr:   

Die SPD könnte zur Union aufschließen, wenn sie noch 201.000 Zweitstimmen bekommt das sind rund 92% der Wahlberechtigen im Wahlkreis).
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 10:34 Uhr:   

Wenn die Union nach Wahlergebnis stärkste Partei geworden ist, wird sie damit ihren Führungsanspruch begründen und durchhalten - da ändern Überläufer nichts dran.
Die könnten höchstens die Frage des Bundestagspräsidenten entscheiden, aber die ist zweitrangig.
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Delgado
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 13:06 Uhr:   

Ein Patt zwischen SPD und Union ist (wenn ich mich nicht vertan habe) auch mit deutlich weniger als 200.000 Stimmen für die SPD möglich.
Theoretisch möglich ist: SPD (oder die Linken) gewinnt den Wahlkreis, bei den Zweitstimmen erhält: CDU +45.000 Stimmen, verliert damit ein Überhangmandat, während gleichzeitig SPD (+112.000 -- damit ein Sitz mehr), Grüne (+38.000), FDP (+5.000) und PDS (+6.000) dafür sorgen, dass die CDU mit einem Sitzanteil von über 172,8 doch nur 172 Sitze bekommt.
Die Wahrscheinlichkeit für so ein Ergebnis ist aber ziemlich gering.
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Matthias Cantow
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 13:59 Uhr:   

@Delgado
,-) Du musst aber berücksichtigen, dass das Wählerreservoir in Dresden doch ein wenig begrenzt ist. Bei Deinen Zahlen müsste es ja eine Wahlbeteiligung an die 100% geben.
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Robert Jasiek
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 15:26 Uhr:   

Jedenfalls bedeuten diese Zahlenspiele offenbar, dass die CDU weder einen einseitigen Anti-Zweitstimmen-Wahlkampf machen noch ganz auf Wahlkampf verzichten sollte, um das negative Stimmengewicht zu verhindern. Wird aber Schröder nun den Ich-will-Kanzler-werden-total-Wahlkampf führen...?
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Dave
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 16:54 Uhr:   

Ich bezweifle, dass es die SPD schaffen wird den Wählern klarzumachen, dass sie teilweise CDU wählen müssen um der SPD zu nützen...

Gruß, Dave
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 17:53 Uhr:   

Spiegel Online zitiert www.wahlrecht.de:

NACHWAHL

Warum die Union in Dresden nicht gewinnen darf

Von Philipp Wittrock und Jens Todt

Entscheiden die Dresdner die Wahl? Angesichts des knappen Vorsprungs von drei Sitzen für die Union geht nun das große Rechnen los. Die Wirrungen des deutschen Wahlrechts könnten skurrile Ergebnisse hervorbringen: Wenn zu viele die CDU wählen, verlöre sie ein Mandat.



DDP
Plakate der Spitzenkandidaten in Dresden: Der Wahlkampf geht weiter
Dresden - Die Gäste der SPD-Wahlparty in der "Genossenschaft" im Dresdner Stadtteil Neustadt sind schier aus dem Häuschen. Mit jeder neuen Hochrechnung, die auf dem Flachbildfernseher an der Wand erscheint, brandet Applaus durch den rot geschmückten Kellerraum des Veranstaltungszentrums - jeder fühlt sich wie ein Sieger, obwohl viele der Partygäste noch gar nicht wählen durften.

Als Gerhard Schröder wenig später in der "Elefantenrunde" weiterhin die Kanzlerschaft für sich beansprucht, brauchen selbst die euphorisierten SPD-Anhänger einen kleinen Augenblick, um das Gehörte zu begreifen. Die Chuzpe des Kanzlers raubt den Genossen für einen kurzen Moment die Stimmen, erst dann brandet frenetischer Jubel durch das Lokal. "Das ist ja unglaublich", schreit ein Sozialdemokrat, "das ist der reine Wahnsinn."

Heute, am Tag danach, hat das große Rechnen begonnen: Wieviel Macht halten die 219.000 Dresdner aus dem Wahlkreis 160 in ihren Händen, die erst am 2. Oktober ihre Stimme abgeben werden? Wird eine kleine Anzahl Ostwähler - 0,35 Prozent der deutschen Wahlberechtigten - entscheiden, wer in Deutschland Kanzler wird?

Die verspätete Wahl in Dresden ist nötig geworden, nachdem eine NPD-Kandidatin plötzlich gestorben war. Bis zu drei Mandate könnten die Dresdner theoretisch durch ihre Stimmen neu vergeben - nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis entspricht dies genau der Differenz in der Sitzverteilung zwischen den beiden großen Parteien. Auf die sächsische Landeshauptstadt kommt der kurioseste Wahlkampf ihrer Geschichte zu.

Bisher galt Unionsmann Andreas Lämmel als Favorit, bei den vergangenen drei Bundestagswahlen hatte die CDU in diesem Bezirk stets das Direktmandat geholt, wenn auch mit zunehmend schrumpfendem Vorsprung gegenüber den Sozialdemokraten. Umfragen sahen Lämmel denn auch vor seinen Kontrahentinnen Marlies Volkmer von der SPD und Katja Kipping von der Linkspartei. Der mehrheitlich bürgerliche Wahlkreis 160 mit seinen Villenvierteln an der Elbe gilt eigentlich als christdemokratische Bank, nur im Jahr 2002 nach der Elbflut holte die SPD hier mehr Zweitstimmen als die CDU. Zwar sind die Plattenbauten des Stadtteils Prohlis eine Hochburg der Linkspartei, entschieden wird das Ergebnis des Wahlkreises jedoch normalerweise in den gutbügerlichen Vierteln Blasewitz, Altstadt und Leuben.

Starke CDU in Dresden könnte ihr im Bund ein Mandat kosten



DDP
Stimmzettel im Wahlbezirk 160: Wirrungen im Wahlrecht
Doch die Wirrungen des deutschen Wahlrechts könnten in Dresden zu völlig unverhofften Resultaten führen. Wie die Autoren der Internetseite wahlrecht.de vorrechnen, könnte ein zu hoher Stimmanteil für die CDU dazu führen, dass die Union nicht ein Mandat gewinnt, sondern eines verliert. Dazu würde es schon kommen, wenn weniger Wähler als im Jahr 2002 erneut ihre Zweitstimme für die CDU geben würden - statt knapp 50.000 bei der vergangenen Wahl diesmal nur rund 41.000.

Das als negative Stimmgewicht bekannt gewordene Phänomen, so wahlrecht.de, würde dazu führen, dass aufgrund der bundesweiten Verrechnung der Zweitstimmenanteile die Union am Ende mit einem Mandat weniger da steht. Gewinnt die CDU in Sachsen mehr als 41.000 Stimmen, passiert Folgendes: Rein rechnerisch gewinnt sie aufgrund der zusätzlichen Zweitstimmen ein Mandat hinzu. Dieses Mandat spielt jedoch keine Rolle, da in Sachsen bereits drei Überhangmandate existieren. Durch das neue Mandat schrumpft die Zahl der Überhangmandate auf zwei - an der absoluten Zahl der in Sachsen errungenen Mandate ändert das also nichts.

Dafür geht jedoch in Nordrhein-Westfalen ein Mandat verloren. Grund ist das Wahlverfahren: Die Zweitstimmenanteile der Parteien in den Bundesländern müssen laut Wahlrecht in einem hochkomplizierten Schlüsselsystem gegeneinander angerechnet werden. Legt eine Partei in einem Bundesland stark zu, sinkt der relative Wert ihrer im übrigen Deutschland errungenen Stimmen. In NRW kommt die CDU bis jetzt dank einer Aufrundung der Zweitstimmenanteile auf 47 Mandate. Mit den zusätzlichen Stimmen aus Sachsen würde jedoch das Gewicht der CDU-Zweitstimmen in NRW schrumpfen. Dort müsste dann abgerundet werden - die CDU hätte nur noch 46 Mandate. Das absurde Ergebnis: Eine starke CDU in Dresden könnte die CDU im Bund ein Mandat kosten.

Für ein Patt braucht die SPD 90 Prozent der Zweitstimmen

Die SPD wiederum könnte davon profitieren, wenn 50.000 Wähler mehr für die Partei stimmen würden, sie erhielte dann einen Sitz von den Grünen. Allerdings müsste sie in diesem Fall fast doppelt so viele Stimmen holen, wie 2002 (53.507) Der Abstand zwischen Union und SPD - bisher 225 zu 222 - könnte sich somit auf ein Mandat verkürzen.

Dass ein Patt entsteht, ist indes praktisch unmöglich. Dies könnte nur dann gelingen, wenn die CDU das Direktmandat im Wahlkreis 160 nicht bekäme und zugleich 201.000 der knapp 220.000 Stimmberechtigten ihre Zweitstimme der SPD geben würden, erläutert Martin Fehndrich von wahlrecht.de. Damit müssten, eine Wahlbeteiligung von 100 Prozent vorausgesetzt, gut 91 Prozent aller Wahlberechtigten für die Sozialdemokraten stimmen.

Bislang fallen nach dem vom Bundeswahlleiter ausgegebenen vorläufigen amtlichen Endergebnis diesmal 15 Überhangmandate an. Neun davon gewinnt die SPD: eines in Hamburg, drei in Brandenburg, vier in Sachsen-Anhalt und eines im Saarland. Die CDU erreicht sechs Überhangmandate, drei in Baden-Württemberg und drei in Sachsen. Hier gewann die Union bislang 13 der 17 Wahlkreise, die SPD nur drei. Nach dem Zweitstimmenanteil in Sachsen von derzeit 30,4 Prozent stünden der Union eigentlich nur zehn Sitze zu. Die SPD kommt in Sachsen bisher auf 24,3 Prozent, die Linkspartei auf 23 Prozent.

Die Wahlleiter schweigen sich über mögliche Konsequenzen aus: "Wir wollen den Wählern angesichts des knappen Ausgangs vom Sonntag nicht vorrechnen, wie sie sich taktisch entscheiden könnten", sagte der Sprecher der sächsischen Landeswahlleiterin, Manfred Jacoby, heute in Dresden. Die stellvertretende sächsische Landeswahlleiterin Carolin Schreck erklärte gegenüber SPIEGEL ONLINE, man werde keine Modellrechnungen aufstellen.

Auch die Wahlforscher sind zurückhaltend. Richard Hilmer von Infratest dimap sagt, sein Institut rechne noch an verschiedenen Modellen. "Wir sehen zurzeit keine theoretische Möglichkeit", dass die Union ihre Position als stärkste Fraktion noch verlieren dürfte.

Schon jetzt ist klar, dass auf die Dresdner der skurrilste Wahlkampf ihrer Geschichte zukommt. Sachpolitik, Wahlprogramme und die örtliche Polit-Prominenz werden vermutlich keine große Rolle spielen - nach Schröders Fernsehattacke auf Angela Merkel ist die Stimmung bei den Anhängern beider Lager so vergiftet, dass es wohl nur noch um die Frage gehen wird, wen die Dresdner lieber im Kanzleramt sehen würden: Gerhard Schröder oder Angela Merkel?

Bei der Dresdner FDP, die in einer schicken Cocktailbar feierte, währte der Jubel über das gute Wahlergebnis der Liberalen nur kurz, zu groß ist die Enttäuschung über das schlechte Abschneiden der CDU - und der Ärger über den Kanzler. "Unglaublich, wie arrogant Schröder in der Fernsehrunde war", sagte ein Partygast, "so etwas geht einfach nicht." Die FDP-Anhänger brauchten einige Stunden, um sich mit dem Gedanken vertraut zu machen, dass es trotz des Erreichens von 9,8 Prozent der Stimmen möglicherweise nicht für eine Regierungsbeteiligung reicht. Ob man bei der Wahl in zwei Wochen jetzt nicht die CDU unterstützen müsse, wird die FDP-Kandidatin Peggy Bellmann gefragt. "Das werden wir in aller Ruhe besprechen", sagte Bellmann, "über diese Wahl müssen wir jetzt erstmal schlafen."

Mitarbeit: Benjamin Triebe
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jay_vee
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 18:41 Uhr:   

Wieviele Stimmen braucht die FDP in Dresden für einen zusätzlichen Sitz im Bundestag? Wenn es der CDU schadet, mehr als 45000 Stimmen zu bekommen und sie gleichzeitig eigentlich keine Zweitstimmen aus Dresden braucht, um ihre Sitze und die Mehrheit im Bundestag zu halten, solange mindestens 20000 Wahlberechtigte nicht die SPD wählen, wäre es einen Option für die CDU, ihren Wählern ein Stimmensplitting mit Zweitstimme zugunsten der FDP zu empfehlen? Nur so ein Gedanke...
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MMA
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:16 Uhr:   

"Schon jetzt ist klar, dass auf die Dresdner der skurrilste Wahlkampf ihrer Geschichte zukommt."

Ach, Spiegel Online ist ja sooo klug. Wann beginnt denn bei denen die Geschichte Dresdner Wahlkämpfe? 1990?
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Görd
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:18 Uhr:   

Warum? Hast nen lustigen Wahlkampf ausm 19. Jahrhunder gefunden, MMA?
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MMA
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:54 Uhr:   

"skurril" bedeutet: "sonderbar, auf lächerliche oder befremdende Weise eigenwillig" (Duden, Fremdwörterbuch).
Da gab es in der (ost-)deutschen Geschichte sicher schon mehrere Phasen, in denen man Wahlkämpfe finden kann, wo Propaganda und tatsächliche Bedeutung des Wahlverhaltens in befremdlicher Weise auseinander klafften.
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Andreas
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 21:19 Uhr:   

Völlig fände ich es nicht, dass einer der West-WASGler in die SPD-Fraktion eintritt, um so rot-grün eine Mehrheit zu sichern, falls nach der Dresden-Wahl eine Stimme langt. Aber ohne die Zustimmung der Linkspartei sondern aus persönlicher Überzeugung.

Und solange es nicht Oskar selbst ist, könnte Schröder das auch akzeptieren. Möchte mal wissen, ob SPD-Abgeordnete momentan jemanden versuchen zu überzeugen....
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The Joker
Veröffentlicht am Dienstag, 20. September 2005 - 00:53 Uhr:   

Könnte die Linkspartei noch ein Mandat hinzugewinnen, bei einem Erfolg der stv. Vorsitzenden Katja Kiping etwa?
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Matthias Cantow
Veröffentlicht am Dienstag, 20. September 2005 - 00:55 Uhr:   

Durch das Direktmandat ohnehin nicht, aber auch nur nach Zweitstimmen sehr unwahrscheinlich, da die PDS auf den bisherigen Restmandatsanteil bereits in Listenmandat zugeteilt bekam.
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Mörsberg
Veröffentlicht am Dienstag, 20. September 2005 - 15:27 Uhr:   

Diejenigen Wähler, die die Zusammenhänge kapieren, werden auf der Zweitstimmenseite vermutlich ein Ergebnis bewirken, in dem sich beider Seiten Intention gegenseitig aufheben.
Dann werden SPD und Grüne stark unter ihrem Normalwert bleiben, die FDP wird stark drüber liegen. Für die CDU dürfte damit alles beim Alten bleiben und damit die Landesliste NRW einen Sitz verlieren.
Schwieriger ist die Lage bei der Erststimme einzuschätzen. Hier müssten die Anhänger von SPD und Grünen die Kandidatin der Linkspartei wählen, um der CDU das dritte Überhangmandat wegzunehmen. Die Kombination Erststimme Linkspartei / Zweitstimme CDU dürfte damit recht häufig vorkommen.
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Marc D. aus F.
Veröffentlicht am Dienstag, 20. September 2005 - 16:00 Uhr:   

@Mösberg: wieso sollten die SPD- und Grünenanhänger nicht die SPD-Kandidatin wählen?

"...hier müssten die Anhänger von SPD und Grünen die Kandidatin der Linkspartei wählen, um der CDU das dritte Überhangmandat wegzunehmen..."
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Mörsberg
Veröffentlicht am Dienstag, 20. September 2005 - 16:20 Uhr:   

Weil die Kandidatin der Linkspartei bessere Chancen auf das Direktmandat hat. Da sowohl SPD als auch Linkspartei ihre jeweiligen Kandidatinnen weit oben auf der Liste hatten, ändert sich am Personal eh nix.
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MMA
Veröffentlicht am Dienstag, 20. September 2005 - 16:30 Uhr:   

@Mörsberg
wieso hat die denn bessere Chanen?

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