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Wie Schwarz-Gelb Dresden erobern will

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Auslaender
Veröffentlicht am Montag, 26. September 2005 - 13:30 Uhr:   

http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/politik/deutschland/108295
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Florian
Veröffentlicht am Montag, 26. September 2005 - 15:22 Uhr:   

Es ist zu begrüßen, dass die Medien das Problem "negatives Stimmgewicht" mittlerweile als Problem erkennen.

Dass sie das Problem intellektuell ganz durchdringen ist da natürlich nicht unbedingt zu erwarten.
Zitat aus dem Artikel:
"Andererseits würde die CDU nach FDP-Angaben aufgrund des deutschen Wahlrechts paradoxerweise bei mehr als 40.000 Zweitstimmen für sie in Sachsen ein schon sicher geglaubtes Überhangmandat wieder verlieren."

Abgesehen davon dass nicht klar ist, warum man sich als Zeitung da auf eine FDP-Quelle verlassen muss, ist das auch inhaltlich nicht richtig.
Es geht natürlich kein ÜBERHANG-Manadat verloren - sondern ein Listenmandat in einem Bundesland, in dem es eben gerade KEINE Überhang-Mandate gibt.
Außerdem geht selbstverständlich IN SACHSEN kein Mandat verloren, wenn mehr Leute in Sachsen für die CDU stimmen. Das negative Stimmgewicht betrifft immer die Liste EINES ANDEREN Bundeslands.
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Auslaender
Veröffentlicht am Montag, 26. September 2005 - 16:43 Uhr:   

Du hast natuerlich Recht. Es geben weitere Ungenauigkeiten (= Luegen) in dem Artikel. Zum Beispiel:

"Schon rund 23.000 Stimmen der 219.000 Wahlberechtigten würden ein viertes sächsisches FDP-Mandat bedeuten"

Das stimmt, dass die FDP bei 23.711 Stimmen ein viertes saechsisches FDP-Mandat erwirbt. Aber gleichzeitig geht ein FDP-Mandat in NRW verloren.

Fazit: die Politiker wollen die Zweitstimmenkampagne fuer FDP in Dresden damit begruenden, dass FDP ein zusaetzliches Mandat erhaelt. Aber das ist (abgesehen davon, dass es von keiner Bedeutung fuer die Regirungsbildung ist) hoechst unrealistisch: dafuer soll die FDP ca. 50.000 mehr Stimmen als die Gruene gewinnen. Das wahre Ziel der Kampagne, die Anzahl von CDU-Ueberhangmandaten in Sachsen zu vermehren (oder nicht zu verringen), zitiert der Artikel nebenan...

Und das Versprechen der CDU-Politiker trotz das Risiko fuer die Ueberhangmandate "fuer jede Stimme kaempfen" ist in Vergessenheit geraten... :)
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Fragender
Veröffentlicht am Montag, 26. September 2005 - 18:40 Uhr:   

@Ausländer

Du bist dem Wort Lüge aber schnell bei der Hand. Der Satz "Schon rund 23.000 Stimmen der 219.000 Wahlberechtigten würden ein viertes sächsisches FDP-Mandat bedeuten" ist vollkommen richtig. Wo steht da, daß es sich um ein zusätzliches Mandat handelt, es steht dort nur, daß es sich um ein zusätzlich Mandat für die sächsische FDP handelt und das stimmt.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Dienstag, 27. September 2005 - 09:03 Uhr:   

Der Pressebericht ist insbesondere deswegen (mit hoher Wahrscheinlichkeit) keine Lüge, weil das ja voraussetzen würde, daß der Journalist es in Wirklichkeit besser weiß und bewußt etwas Falsches erzählt.

Wenn überhaupt, dann haben wir es hier aber mit schlichten Fehlern zu tun, weil diese ungewohnte und komplizierte Materie eben nicht so leicht zu vermitteln ist.
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Auslaender
Veröffentlicht am Dienstag, 27. September 2005 - 15:28 Uhr:   

Ich bitte um Entschuldigung fuer das Wort "Luege"... Aber trotzdem das Zusammenhang des Absatzes:

"Dann würden die Liberalen ein zusätzliches 62. Bundestagsmandat zu Lasten von Rot-Grün gewinnen. Schon rund 23.000 Stimmen der 219.000 Wahlberechtigten würden ein viertes sächsisches FDP-Mandat bedeuten."

klingt als diese rund 23.000 Stimmen ein zusätzliches 62. Bundestagsmandat zu Lasten von Rot-Grün bedeuten. Wenige Leute wissen, dass ein "zusaetzliches" Landesmandat noch kein zusaetzliches Bundesmandat ist. :)
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Dienstag, 27. September 2005 - 16:01 Uhr:   

@Ausländer:
Diese Richtigstellung ist sehr sinnvoll.
Ich wollte nur (gerade weil ich sonst oft und gerne auf die Medien schimpfe) darauf hinweisen, daß das Thema halt wirklich etwas schwierig darzustellen ist.
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E.E.
Veröffentlicht am Dienstag, 27. September 2005 - 17:34 Uhr:   

Wenn alle CDU-Wähler von 2002 ihre Zweitstimme der FDP geben,
gewinnt die FDP das 62. Mandat auf Kosten der CDU.

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