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Max
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 22:50 Uhr: | |
Hat einer der Experten eine Ahnung, wieso es so enorm viele ungültige Stimmen gibt? So viele "Pannen" hat es doch nun auch wieder nicht gegeben, und dass die Leute sich die Mühe machen, zur Wahl zu gehen, und dann absichtlich 3 Kreuzchen machen (wie man bei den Wahlmaschinen ungültig wählen kann, verstehe ich erst recht nicht), ist doch auch nicht recht plausibel. |

Bob
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 22:51 Uhr: | |
Es gibt ja auch noch Leute die unterschreiben den Wahlschein.... -> ungültig. Und solche und ähnliche Dinge gibt es noch mannigfaltig. |

Dave
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 22:56 Uhr: | |
...naja nach der diesjährigen Pisa-Studie halte ich für nix mehr unmöglich |

Max
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 23:03 Uhr: | |
Ich habe jetzt selbst noch etwas gefunden (zur letzten Europawahl): http://germany.indymedia.org/2004/06/85701.shtml |

Martin Wilke
| | Veröffentlicht am Dienstag, 20. September 2005 - 00:24 Uhr: | |
Ich denke, Ungültig-Wählen hat weniger mit Blödheit zu tun als viele annehmen. Ich war in einem Berliner Wahllokal bei der Stimmenauszählen dabei. Dabei gab es vier komplett ungültige Wahlzettel: Einer war mit einem größen Kreuz über alle Parteien und Kandidaten versehen, drei Wahlzettel waren leer. Außerdem haben drei Wähler keine Erststimme abgegeben haben. Ich nehme an, diese Leute haben ganz bewußt ungültig gewählt. |

Claus
| | Veröffentlicht am Dienstag, 20. September 2005 - 12:02 Uhr: | |
Da die NICHTWÄHLER als Partei nicht zugelassen werden, bliebt bekennenden Nichtwählern doch gar nichts anderes übrig: Zur Wahl gehen und bewusst die Stimmen ungültig machen - auch eine Form der politischen Partizipation |

Karsten Schuldt
| | Veröffentlicht am Dienstag, 20. September 2005 - 15:08 Uhr: | |
Philipp Mayer hat das "Phänomen" Ungültigwählen auch in einem kleineren Forschungsprojekt untersucht. Das vorläufige Ergebnis: "Die weit verbreitete Meinung, ungültige Stimmen seien unbeabsichtigt oder aus Dummheit abgegeben worden, ist falsch. Die Arbeit kommt vielmehr zu dem Schluss, dass es sich bei Ungültigwählern um eine eigenständige, wenn auch heterogene Wählergruppe, handelt, die von den Nichtwählern zu unterscheiden ist. Die Motive und Gründe für eine ungültige Stimmabgabe sind dabei mannigfaltig: Neben dem Wunsch nicht als Nichtwähler zu gelten, steht die Kritik an Parteien, dem Wahlsystem und dem Politbetrieb. Anders als eine Nichtbeteiligung an Wahlen kann Ungültigwählen nicht als schweigende Zustimmung oder apathisches Desinteresse verstanden werden." Das Informationsportal zu dieser Arbeit ist unter http://www.ungueltigwaehler.de/ zu finden. |

Dave
| | Veröffentlicht am Dienstag, 20. September 2005 - 15:10 Uhr: | |
Hehe man könnte ja eine 5%-Hürde einbauen. Wenn die "Wahlverweigerer" über 5% kommen (wie zB bei der Europawahl) fließen sie als eigene "Fraktion" in die Wahl ein... ;-) Gruß, Dave |

Christian
| | Veröffentlicht am Dienstag, 20. September 2005 - 16:14 Uhr: | |
Besser: Die Moeglichkeit 'Keinen der Kandidaten' zu wählen, und den Bundestag prozentual zu verkleinern. Bei 2% ‘Keiner’ würde der Bundestag z.B. von 598 auf (598*.98=) 586 Mandate verkleinert. best wishes, Christian |

Mörsberg
| | Veröffentlicht am Dienstag, 20. September 2005 - 16:24 Uhr: | |
Dann gäbe es mehr Überhangmandate und der Bundestag würde doch nicht kleiner. Parlamentsgröße in Abhängigkeit von der Zahl der abgegebenen Stimmen geht nur bei reiner Verhältniswahl gut. In der Weimarer Republik wurde das genauso gemacht (unechtes Sainte-Laguë). |

Christian Schmidt
| | Veröffentlicht am Dienstag, 20. September 2005 - 16:38 Uhr: | |
> Dann gäbe es mehr Überhangmandate und der Bundestag würde doch nicht kleiner. CS: Wieso? Überhangmandate sind ganz einfach zu beseitigen, z.B. in dem man die nur die Gesamtzahl der Listenmandate nach St.Lague (oder d’Hondt) bei Anrechnung der Wahlkreisgewinne auf die Landeslisten verteilt. (Ähnlich wie in Scottland die Listenmandate innerhalb eines Whahlogebietes auf die Parteien verteilt werden – da ist auch trotz der Möglichkeit zon Überhangmandaten die Mandatszahl pro Wahlgebiet festgelegt.) Christian |

Christoph
| | Veröffentlicht am Samstag, 01. Oktober 2005 - 20:36 Uhr: | |
Wie ist das nun!ist es gleich ob ich wählen gehe oder den stimm zettel ungültig mache? |

The Joker
| | Veröffentlicht am Sonntag, 02. Oktober 2005 - 03:20 Uhr: | |
Ich denke, der Wahlakt mit ungültiger Wahl ist in jedem Falle politischer als "staying home". (Extremer Platzregen um 17:55 mal ausgenommen :-/) Unmitelbar nach den Kosovo-Krieg, zur Europawahl 1999, gab es zahlreiche Leute, die NICHT MEHR Grüne, aber NOCH NICHT PDS wählen wollten. Die gaben da entsprechende Erklärungen auf dem Wahlzettel ab. |

Dave Remmel (dave)
| | Veröffentlicht am Sonntag, 02. Oktober 2005 - 06:15 Uhr: | |
Es ist im Prinzip gleich. Auf das Ergebnis wirkt sich das in beiden Fällen nicht aus. Der einzige Unterschied liegt da, wo Du in der Statistik auftauchst: a) bei den Nichtwählern b) bei den Leuten die nicht in der Lage waren einen Wahlschein verünftig auszufüllen Gruß, Dave |