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Dave
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 18:20 Uhr: | |
Möchte hier nochmal eine andere Diskussion anregen... Warum wird Merkel/ hier als großer Verlierer der Wahl dargestellt? Imo liegt das doch nur an den (falschen) Wahlprognosen. Wie wäre es denn wenn die Umfrageergebnisse vor der Wahl folgendermaßen gewesen wäre... CDU: 30% SPD: 40% Grüne: 10% FDP: 8% Wäre Merkel dann (beim gleichen Wahl-Ergebnis) die große Gewinnerin gewesen??? Man kann sich doch nicht nur an dem Lottospiel der Meinungsforcher hochziehen... Gruß, Dave |

Görd
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 18:26 Uhr: | |
Dann hätte es gar keine Neuwahlen gegeben und die SPD hätte NRW nicht verloren. So einfach ist das. Man brauch ja nur die Wahlergebnisse bei den Landtagswahlen in NRW und S-H mit denen bei den Bundestagswahl vergleichen, dann weiß man, was die Union unter Merkel abgebaut hat. Das die CSU in Bayern unter 50% gefallen ist, ist ebenso ein Desaster. |

Dave
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 18:30 Uhr: | |
Die CDU hatte als Ziel 40+. Das hat sie weit (!!) verfehlt. Schröder hatte als Ziel, sich in seinem Amt bestätigen zu lassen, dass hat er weit (!!) verfehlt... |

Görd
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 18:32 Uhr: | |
Ob Schröder im Amt bestätigt wird, entscheidet der Deutsche Bundestag, so weit ist es ja noch nicht einmal. Stoiber hatte 42 - 45% von Merkel gefordert. Das Ergebnis ist bekannt. Merkel hat's vergeigt. Schwarz-gelb hat sogar zusammen an Prozenten gegenüber 2002 verloren. Das bürgerliche Lager hat in Deutschland keine strategische Mehrheit mehr. |

Mark
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 18:32 Uhr: | |
Man sollte sich bei den Vergleichen auf die Ergebnisse der letzten Wahl beziehen und nicht auf die Umfragen. Und da haben beide verloren. Aber: - Rot/Grün deutlich abgewählt - CDU/CSU stärkste Fraktion (wenn auch knapp) Dazu kommt noch eines der besten Ergebnisse der FDP überhaupt. Für mich ist eindeutig klar, dass die großen Verlierer (unter den Verlierern) die SPD und Gerhard Schröder sind. |

nick
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 18:37 Uhr: | |
@ dave die cdu hat unter anderem wegen angie stimmen verloren, also wem steht es denn nun zu, kanzler zu werden? angie hat die karre in den dreck gezogen, gerd hat vertrauen wiedergewonnen, nur etwas weniger stimmen... irgendjemand muss es aber nunmal werden...oda? ich wär ja für volksabstimmung bzw zukünftige direktwahl... ps.: lächerlich finde ich eher sprüche wie: "ich will deutschland dienen" "wir haben die wahl gewonnen" |

Görd
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 18:38 Uhr: | |
Wenn Frau Merkel Deutschland dienen möchte, sollte sie jetzt zurücktreten. |

Mr.Matze
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 18:41 Uhr: | |
>"ich will deutschland dienen""wir haben die wahl gewonnen" < "ich mache noch kein Glas Champanger auf" einfach köstlich diese Union :-) |

nick
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 18:45 Uhr: | |
@ görd >Wenn Frau Merkel Deutschland dienen möchte, sollte sie jetzt zurücktreten. < der is echt zum wegschmeissen...;-) muss ich mir merken... |

Dave
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 18:54 Uhr: | |
>also wem steht es denn nun zu, kanzler zu werden? Ich kann nicht sagen, ob es Merkel werden soll, Schröder sollte es imo jedenfalls nicht werden. >angie hat die karre in den dreck gezogen Das musst Du aber jetzt genauer erläuern. Wo hat Merkel welche "Karre" in den Dreck gezogen? Merkel hat die letzten sieben Jahre nicht regiert... Merkel wollte keine neuen Wahlen... Merkelt macht sich im Fernsehen nicht lächerlich... >ich wär ja für volksabstimmung bzw zukünftige direktwahl... So ein Schwachsinn, willst Du das komplette Wahl-System umkrempeln? Ich bin mit dem System in Deutschland zufrieden, wenn es auch nicht perfekt ist... >ps.: lächerlich finde ich eher sprüche wie: >[...] >"wir haben die wahl gewonnen" Ja, ich auch und zwar die von Seiten der SPD... Gruß, Dave |

MMA
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 18:56 Uhr: | |
@nick: Falls es um das Wort "zurücktreten" geht: Wieso eigentlich nicht? In Dresden I ist sie ja noch Kanzlerkandidatin, von diesem Amt könnte sie bis zum 2. Oktober noch "zurücktreten". Da könnte man gleich mal darüber spekulieren, was bei einer schon allzu bald verabredeten großen Koalition dann in Dresden passieren könnte. Wenn der Bonus des Oppositionellen für die CDU sehr schnell verschwindet, hat das evtl. auch Einfluss, den man bei all den Überlegungen über taktisches Wählerverhalten auch nicht außer Acht lassen sollte. |

Klaus
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:03 Uhr: | |
Tatsache ist: der offensichtlich besoffene Schröder hat sich gestern in der Berliner Runde bis auf die Knochen blamiert. Diesen lächerlichen Hampelmann nimmt niemand mehr ernst. Schröder ist ein Versager: - 5 Millionen Arbeitslose - 4x Maastricht gebrochen - nach eigenen Angaben kein Vertrauen mehr in der eigenen Fraktion - bundesweite Linkspartei (die hauptsächlich der SPD Stimmen kostet) nicht verhindert - im Wahlkampf die eigenen Reformen verleugnet - gewollte Bestätigung von Rot-Grün vom Wähler verweigert (Rot-Grün hat viel weniger Stimmen als Schwarz-Gelb) - nach 38,5% und Ziel 38% nur 34,3% erreicht, mehr verloren als die Union - Unionsfraktion stärker als SPD-Fraktion - FDP wird keine Ampel mitmachen Die Wahlverlierer sind die SPD, rot-grün und Schröder. Das einzige was er gut konnte war Wahlkampf, als Kanzler und Parteichef hat er völlig versagt. Jetzt kommt schwarz-rot oder schwarz-gelb-grün unter Merkel. |

nick
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:08 Uhr: | |
@ dave will sagen: ohne merkel hätte die cdu nich so viel verloren, weil sie hat einfach zu viel unsympathiepunkte . sie hats verkackt und sollte dazu stehen und gehen. stoiber keinen deut besser. um die cdu zu rehabilitieren müssen köpfe rollen, und ein paar neue gesichter stattdessen. dann wirds auch was mit der nächsten wahl. das mit der direktwahl war eher ein scherz. @ MMA der wunsch ist da der vater des gedanken...;-) |

Görd
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:10 Uhr: | |
Die Deutschen wollen keine alte Kohl-Ministerin, entsprechend ist das Ergebnis zu urteilen. Die SPD hat es in Deutschland erst dreimal geschafft stärker als die Union zu werden (zweimal unter Schröder). Entsprechend ist ein so knapper Abstand ein Erfolg für die SPD, besonders nach den vielen verlorenen Landtagswahlen. Die Union unter Merkel hat also ein schlechtes Ergebnis noch weiter verschlechtert und das liegt auch an der Personalie. Der Wähler will offenbar Frau Merkel nicht, daher ist ein Kanzler Schröder wahrscheinlich. Ehe Merkel Kanzlerin wird, kommt ein anderer Unionskandidat zum Zug, aber diesen aufzubauen dauert zu lange, deswegen wird die Union wohl nun einige Jahre unter rot-schwarz akzeptieren müssen, bis zu neuen Neuwahlen in zwei bis drei Jahren. |

Mr.Matze
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:11 Uhr: | |
>nach 38,5% und Ziel 38% nur 34,3% erreicht, mehr verloren als die Union< ja super. die Union ist relativ zu ihrem letzten Resultat von 38,5 auf 35,2 gefallen aber um 0,08 besser in Relation zur SPD gestiegen. Mann wach auf alle Umfragen waren weit über 40% und jetzt hat die Union eines ihrer schlechtesten Ergenisse eingefahren, nur Kohl war mal schlechter 1998 35,1 |

Görd
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:14 Uhr: | |
Das Ziel der Union war laut Stoiber ja bekanntlich 42 - 45% ^^ |

Dirk
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:17 Uhr: | |
Das Ziel von Rot-Grün war laut Schröder ja bekanntlich die Arbeit in dieser Konstellation fort zusetzen ^^ |

Dave
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:18 Uhr: | |
Bei NTV läuft gerade eine Telefon-Umfrage wer Kanzler werden soll Merkel oder Schröder... Letzte Woche gab es das auch schon mal, da lag Schröder mit über 70% vorne... Zur Zeit sieht es so aus: Merkel 55% Schräder 45% Mit der Aktion gestern im TV hat er offensichtlich einiges an Sympathie verloren - zurecht. Gruß, Dave |

Görd
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:23 Uhr: | |
N-TV, ist ja auch der Sender der breiten Masse. ^^ |

A.Schmidt
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 20:50 Uhr: | |
Ich habe das gestern an anderer Stelle schonmal gesagt, wenn man die Presse und TV-Duell Rhetorik zugrunde legt ist die Union eindeutiger Verlierer und Schröder der Gewinner. Denn er ist besser als erwartet und Merkel um 10 Prozent schlechter als gewollt. CDU, CSU und FDP erreichen zusammen gerade mal das Wahlziel der Union. |

Marc D. aus F.
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 21:27 Uhr: | |
@Klaus: lass man stecken ... der Wahlkampf ist vorbei. @Dave: gleiches gilt für Dich. Wir haben doch jetzt gelernt, wieviel Meinungsumfragen wert sind (den Spruch muss ich mir schon den ganzen Tag gefallen lassen, wenn ich darauf hinweise, dass eine mehrheit der Bürger Schröder als Kanzler haben wollten - vor der Wahl). Und diese dämliche Stimmungsmache dürfte denn auch bald aufhören. Mein Tipp: die Spitzen werden gaaaanz bald ausgetauscht. Schröder weg, Merkel weg. Und dann gibt es endlich realistische Optionen. Und die heissen Rot-Rot-Grün und Schwarz-Rot. Oh, da kommt ja unser aller Wahlgewinner FDP gar nicht vor ... OOOOOOOHHHHHHH ;-) Tatsache ist: der offensichtlich besoffene Schröder hat sich gestern in der Berliner Runde bis auf die Knochen blamiert. Diesen lächerlichen Hampelmann nimmt niemand mehr ernst. Schröder ist ein Versager: - 5 Millionen Arbeitslose - 4x Maastricht gebrochen - nach eigenen Angaben kein Vertrauen mehr in der eigenen Fraktion - bundesweite Linkspartei (die hauptsächlich der SPD Stimmen kostet) nicht verhindert - im Wahlkampf die eigenen Reformen verleugnet - gewollte Bestätigung von Rot-Grün vom Wähler verweigert (Rot-Grün hat viel weniger Stimmen als Schwarz-Gelb) - nach 38,5% und Ziel 38% nur 34,3% erreicht, mehr verloren als die Union - Unionsfraktion stärker als SPD-Fraktion - FDP wird keine Ampel mitmachen Die Wahlverlierer sind die SPD, rot-grün und Schröder. Das einzige was er gut konnte war Wahlkampf, als Kanzler und Parteichef hat er völlig versagt. Jetzt kommt schwarz-rot oder schwarz-gelb-grün unter Merkel. |

Niederbayer
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 21:31 Uhr: | |
Für mich ist die Union der eindeutige Verlierer. Vor drei Jahren wurde bereits von einigen aus der CDU behauptet, mit Merkel hätte es gereicht. Meine Argumentation war bereits damals, dass die Union dort die Stimmen gewinnen müsse, wo es potentielle Unionswähler gibt, also im Süden Deutschlands. Im Osten hingegen wird die Union sowieso nicht gewählt. Und dort liegt meines Erachtens der strategische Fehler der Union, eine ostseutsche Protestantin aufzustellen. |

John Rawls
| | Veröffentlicht am Dienstag, 20. September 2005 - 13:48 Uhr: | |
Wie man's dreht und wendet. Als Stoiber verlor hieß es, so einer sei halt im Norden nicht wählbar. Und auch daw war im Kern richtig. Das ist eben die Crux der Union: es gibt einfach sehr unterschiedliche Schattierungen und Strömungen des Konservatismus, da wird es schwer, jemanden zu finden, der diese in sich vereinen kann. Ein Koch würde es auch schwer haben im Norden und jemand wie Wulff würde vergleichbar schwere Einbrüche in Süddeutschland einfahren. Von Extremen wie Oettinger oder Beust ganz zu schweigen. Wer sich als Ministerpräsident empfehlen will, muss aber zu seiner regionaleren Art des Konservatismus neigen. Und neue Kompromisskandidaten müssten wohl erst noch aufgebaut werden. |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Dienstag, 20. September 2005 - 14:11 Uhr: | |
@John: > Das ist eben die Crux der Union: ... Das ist kein spezielles Problem der Union. Die diversen Regional-Aversionen machen auch anderen Parteien ähnlich zu schaffen. Und da gibt es halt Regionen, die sind verträglicher für den Rest der Republik, und solche, die problematischer sind. > Ein Koch würde es auch schwer haben im Norden ... Koch würde es wegen seiner Persönlichkeit schwer haben - aber m. E. gibt es im Norden keine besonderen Vorbehalte gegen Hessen. > und jemand wie Wulff würde vergleichbar schwere Einbrüche > in Süddeutschland einfahren. Halte ich auch für unwahrscheinlich. |

John Rawls
| | Veröffentlicht am Dienstag, 20. September 2005 - 15:50 Uhr: | |
@Ralf Das ist kein spezielles Problem der Union. Die diversen Regional-Aversionen machen auch anderen Parteien ähnlich zu schaffen. >Und da gibt es halt Regionen, die sind verträglicher für den Rest der Republik, und solche, die problematischer sind. Grundsätzlich richtig. Aber nirgends ist der Regionalismus, also das explizite Heraus- und Emporheben regionaler Eigenheiten, so ausgeprägt wie in der Union. >> Ein Koch würde es auch schwer haben im Norden ... >Koch würde es wegen seiner Persönlichkeit schwer haben - aber m. E. gibt es im Norden keine besonderen Vorbehalte gegen Hessen. Tja. Hessia est divisa in partes duas. Ein Eichel hat seine Akzeptanzprobleme im Süden, ein Koch im Norden. Die alten Regeln vom roten Norden und schwarzem Süden - da ist schon was dran. >> und jemand wie Wulff würde vergleichbar schwere Einbrüche in Süddeutschland einfahren. >Halte ich auch für unwahrscheinlich. Wulff? Der wirkt nicht, als ob er auch nur dem G'spusi seiner Frau a Watsch'n geben könnte. Wahrscheinlich trägt er zu Hause sogar den Müll raus. Fahr mal zum Bayerischen Städtetag. Dann siehst du, welcher Typ Mannsbild es hier unten zum Bürgermeister bringen kann. Wulff ist keiner, mit dem man Bierzelte füllt. |
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