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Hohmann-Kandidatur in Fulda könnte di...

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001-025Toby25 1 11.09.05, 19:34h 
026-050Bernhard Nowak25 1 14.09.05, 22:32h 
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Toby
Veröffentlicht am Mittwoch, 14. September 2005 - 22:40 Uhr:   

@ Bernhard Nowak

Ich meinte, dass der Hohmann-Wähler seine Zweitstimmenvergabe auch von dessen Erfolgsaussicht abhängig machen könnte:

Sind die Aussichten, dass Hohmann das Direktmandat tatsächlich gewinnt, eher gering, wird der Hohmann-Fan ihn trotzdem wählen und seine Zweitstimme der CDU geben.

Sind die Aussichten, dass Hohmann das Direktmandat tatsächlich gewinnt, eher groß, wird der Hohmann-Fan ihn erst recht wählen und seine Zweitstimme der SPD geben, weil diese Stimmen dann abgezogen werden.

Hohmann hätte also - aus seiner Sicht und bei entsprechender Erfolgsaussicht - die Parole ausgeben müssen: "Erststimme Hohmann - Zweitstimme SPD".
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Mittwoch, 14. September 2005 - 22:42 Uhr:   

@Toby: Das stimmt schon. Da hatte ich Dich falsch verstanden, sorry.
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Görd
Veröffentlicht am Mittwoch, 14. September 2005 - 22:47 Uhr:   

@Toby

Wäre nett, dann würde die SPD nämlich Stimmen hinzugewinnen, falls Hohmann nicht reinkommt. Für die CDU würde sich gar nix verbessern.

Ein paar Rechenbeispiele

100 Hohmann-Wähler, 50 CDU-Kandidat-Wähler. Alle Hohmann-Wähler wählen Zweitstimme CDU und die von der CDU auch. Andere Parteien (z.B. SPD zusammen 50.)

Ergebnis der Zweitstimme (vor Abzug):

CDU: 50 (150)
Andere: 50

Nun folgen die vermeidlich schlauen CDU-Wähler Tobys Vorschlag

Ergebnis der Zweitstimme (vor Abzug):

CDU: 50
Andere: 50 (150)

Wir sehen, es hätte sich absolut gar nichts geändert. Warum auch, die 100 Hohmannstimmen zählen einfach nicht, egal welcher Partei man sie gibt. Es zählen nur die, der Nicht-Hohmann-Wähler. Wenn man Hohmann wählt, kann man mit seiner Zweitstimme nicht mehr taktieren. Man kann dies nur mit seiner Erststimme tun.
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Mittwoch, 14. September 2005 - 23:05 Uhr:   

@Görd: Toby sagte ja, dass diese Strategie, dass ein Hohmann-Fan mit der Zweitstimme SPD wählen soll, nur dann zu dem von ihm gewünschten Erfolg führt, dass nämlich die SPD-Stimmen abgezogen werden, wenn Hohmann den Wahlkreis auch direkt gewinnt.Diese Strategie hat also nur dann Sinn, wenn die Meinungsumfragen für Hohmann so gut sind, dass der Wähler sicher sein kann, dass Hohmann den Wahlkreis gewinnen wird. Ist der Wähler unsicher oder ist der Gewinn des Mandats durch vorherige Umfragen offen, sollte er seine keine Zweitstimme ankreuzen.

Klar, wenn aus Umfragen ziemlich offensichtlich ist, dass er den Wahlkreis nicht gewinnt, dann - und dies sagt Toby ja auch - wird der Hohmann-Fan mit der Zweitstimme CDU wählen.

Es gäbe also drei Strategien

a) Alle Meinungsumfragen sagen: Hohmann gewinnt den Wahlkreis direkt mit mindestens 45%. Dann kann der Hohmann-Wähler, der der SPD schaden will, es "riskieren", mit der Zweitstimme SPD zu wählen. Ist ihm das zu riskant, kreuzt er keine Zweitstimme an.

b)Das Rennen ist offen. Der Hohmann-Wähler wählt mit der Erststimme Hohmann und kreuzt keine Zweitstimme für eine Partei an.

c)Meinungsumfragen sagen eindeutig: Hohmann gewinnt den Wahlkreis nicht! Dann kann der Hohmann-Fan Hohmann wählen und es risieren, mit der Zweitstimme CDU zu wählen - aber, wenn er der CDU nicht schaden will, auch nur dann.

Die sicherste Strategie bei der derzeitigen Umfragenlage dürfte Version b sein: der Hohmann-Fan wählt Hohmann direkt und vergibt keine Zweitstimme für eine Partei.
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Mittwoch, 14. September 2005 - 23:20 Uhr:   

Korrektur:
Bei Version b) Das Rennen ist offen kann der Hohmann-Fan auch CDU wählen, denn ob er nun keine Zweitstimme ankreuzt oder seine CDU-Zweitstimme nicht gewertet wird, bleibt sich gleich.
Es bleiben also de facto 2 Versionen übrig,
a) Hohmann gewinnt nach Umfragen todsicher den Wahlkreis, dann kann der Hohmann-Fan SPD wählen, um dieser Partei zu schaden, er kann aber auch seine Zweitstimme nicht vergeben, dies wäre in jedem Falle "sicherer"
b) Hohmanns Direktwahl ist kritisch oder er verliert: dann kann der Hohmann-Fan ruhig CDU wählen, denn falls Hohmann verliert, gilt seine Stimme und falls er wieder Erwarten doch gewinnt ist zwar die CDU-Zweitstimme wertlos, das ist sie aber auch, wenn keine Zweitstimme anerkannt ist.
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Toby
Veröffentlicht am Mittwoch, 14. September 2005 - 23:35 Uhr:   

@ Bernhard Nowak

Görd hat aber dahingehend recht, dass bei guter Erfolgsaussicht Hohmanns ein taktischer Einsatz der Zweitstimmen sinnlos ist, da diese so oder so abgezogen werden. Überhaupt wäre dann die Vergabe der zweitstimme sinnlos.

Das Dilemnma der Hohmann-Fans scheint nun darin zu bestehen, dass sie eben zu 80 bis 90 % CDU-Anhänger sind und mit ihrer Erststimme für Hohmann der CDU eigentlich nicht schden wollen, was sie damit aber dennoch tuen ...

Hätte Hohmann eine Art Minipartei mit einer Minilandesliste, könnten seine Anhänger mit der Zweitstimme getrost CDU wählen ...

Wie dem auch sei, mir geht es hier im übrigen nicht um die Person Hohmann und seine politische Ausrichtung, sondern um die grundsätzliche Frage, ob das Wahlrecht nicht unabhängige Kandidaten (die dennoch eine gewisse Präferenz zu einer bestimmten Partei haben) parteitaktisch gesehen irgendwie benachteiligt ...
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Görd
Veröffentlicht am Mittwoch, 14. September 2005 - 23:52 Uhr:   

Wenn ein CDU-Mann jetzt Hohmann wählt und Zweitstimme der SPD gibt, dann wird der SPD eine Zweitstimme abgezogen, die sie normalweise ja gar nicht bekommen hätte ohne Hohmann. Ein Nullsummenspiel für die SPD, falls Hohmann gewinnt. Falls Hohmann nicht gewinnt, so gewinnt sie sogar eine Stimme.

Die CDU dagegen verliert so oder so eine Stimme, da sie ja bei der SPD landet und womöglich noch mehr, falls Hohmann gewinnt.

Man kann also mit der Zweitstimme keiner Partei schaden, denn es wird ja nur die eigene abgezogen. Man kann aber mit der Erststimme einer Partei schaden. Falls man SPD-Wähler ist, hat man nix zu verlieren. Verliert Hohmann, zählt die SPD-Stimme, gewinnt Hohmann, dann verliert die CDU mehr Stimmen als die SPD. Die verliert nur die Stimmen, der taktischen SPD-Wähler.
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. September 2005 - 00:13 Uhr:   

@Görd: Stimmt. Der SPD-Wähler, der Hohmann mit seiner Erststimme wählt, schadet der CDU, da alle CDU-Wähler, die Hohmann gewählt haben, im Falle seines Erfolges ihre Stimme auch nicht gewertet bekommen. Der Hohmann-Wähler, der mit der Zweitstimme SPD wählt, schadet nicht den übrigen SPD-ZWeitstimmenwählern, sondern nur sich und er wählt die SPD ja nur zum Schein. Da hatte ich mich geirrt und Du hast recht.
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Daniel
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. September 2005 - 00:43 Uhr:   

Die einzige Taktik des Wählers im Hohmann-Wahlkreis könnte die des SPD-Fans sein wie Görd sagt.

Sollte Hohmann dann gewählt werden, würde die CDU sehr viel mehr Zweitstimmen verliere, da Hohmannwähler ja eher CDU-Wähler sind als SPD-Wähler.

Risiko aber! : Da im Wahlkreis zwei konservative Kandidaten gegeneinander antreten splitten sich diese Stimmen. Der SPD Kandidat hat also auch realistische Chancen in diesem Wahlkreis, wenn sich die gut 55 % von Hohmann aus 2002 in 30/25 % aufteilen und die SPD bei 35% bleibt. Die Taktischen SPD-Wähler würden also ihrem eigenen Kandidaten schaden.
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. September 2005 - 01:57 Uhr:   

Dies ist richtig. Der "taktische" Hohmann-Wähler, der Hohmann wählt, um die Zweitstimmen derjenigen CDU-Wähler, die mit ihrer Erststimme Hohmann wählten, zu entwerten, kann dazu beitragen, dass der - durchaus chancenreiche - SPD-Kandidat in Fulda nicht direkt gewählt wird. Die Frage ist, was für das Ergebnis im Bund folgenreicher ist: ein Direktkandidat der SPD weniger (der unter "normalen" Umständen in Fulda nie das Direktmandat gewonnen hätte) oder zahlreiche Stimmen, die für die CDU bei der Mandatsberechnung nicht mitzählen und damit nicht von der CDU in die Waagschale geworfen werden können. Dadurch fehlen der CDU mehr Mandate. Daher ist Görds Taktik für den Bund für die CDU aus meiner Sicht verlustreicher - wenn auch ein ziemlich übler Wahlkampftrick, da hier für den Wähler kaum durchschaubare Regelungen des Bundeswahlgesetzes dazu benutzt werden, dessen Stimmen zu entwerten und damit "amerikanische Verhältnisse" herbeizuführen: die Möglichkeit, dass die Partei im Bund, die die Mehrheit an Stimmen erhält, nur auf die Minderheit der Sitze zählen kann. Aber möglich - und taktisch sinnvoll im Sinne der SPD - ist Görds Vorschlag allemal.
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Görd
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. September 2005 - 02:41 Uhr:   

Bei der letzten Bundestagswahl wurden in Hessen IMHO 16 Bundestagsabgeordnete der SPD per Direktmandat, 2 per Liste gewählt (darunter Hans Eichel, der sicher auf 1 war und wieder ist, aber sich diesmal wohl um ein Direktmandat bemüht). Die SPD-Kandidatin ist Listenplatz 16. Sie könnte also vielleicht über die Liste in den Bundestag kommen, wenn wohl auch knapp.

16 Direktmandate und 2 Listeplätze könnten aber auch bedeuten, dass die SPD vielleicht, wenn auch nur mit geringer Wahrscheinlichkeit, Chancen auf ein Überhangmandat hat (wenn man z.B. weniger Zweitstimmen bekommt, aber die Zahl der Direktmandate hält).

Stellt sich auch die Frage, ob es so toll ist Hohmann zu wählen, da hat man dann eben einen Parteilosen statt einen von der CDU im Bundestag und am Ende stimmt Hohmann auch noch für Merkel, da hätte man gar nichts gewonnen, außer es kommt zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU und die Zweitstimmen entscheiden darüber, wer Kanzler wird.

Fazit: Eine schwierige taktische Lage für die Wähler in Fulda.
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Sporadischer Besucher
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. September 2005 - 15:39 Uhr:   

@Bernhard Nowak

Es gibt mindestens eine weitere Möglichkeit, daß doppelter Stimmerfolg entsteht:

5) Splittende Wähler verhelfen zwei Parteien zum Einzug in den Bundestag, wenn sie mit der Erststimme der einen Partei zum 3. Wahlkreismandat und mit der Zweitstimme der anderen Partei zur Erfüllung der 5%-Klausel verhelfen.
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Matthias Cantow
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. September 2005 - 15:51 Uhr:   

@Sporadischer Besucher
Das ist aber kein "doppelter Stimmerfolg" im Sinne vom doppelten Erfolgswert, wie Du ihn mir gerade erklärt hast und Bernhard aufgezählt hat. Die Erststimme wird auf das Zweitstimmenergebnis dieser Partei angerechnet, es ist nur eine doppelte Unterstützung zur Überwindung der Sperrklauseln, wie sie von der Mehrheit der Wähler vollzogen wird.
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Dave
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. September 2005 - 16:48 Uhr:   

> Der SPD Kandidat hat also auch realistische Chancen in diesem
> Wahlkreis, wenn sich die gut 55 % von Hohmann aus 2002 in 30/25 %
> aufteilen und die SPD bei 35% bleibt.

Naja die meisten Leute tendieren eher dazu, eine Partei und keinen Kandidaten zu wählen. Von daher glaube ich nicht, dass Hohmann an die 20% rankommt (zumal den Wählern bewusst sein wird, dass Hohmann wohl eh für Merkel stimmen wird) und dann wird des schon wieder arg knapp für die SPD...

>Eine schwierige taktische Lage für die Wähler in Fulda.

Die Schwierigkeit sehe ich da, dass diese Problematik den meisten Wählern wahrscheinlich garnicht erst bewusst sein wird.

Gruß, Dave
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Thomas Frings
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. September 2005 - 17:40 Uhr:   

Hat mich gewundert, daß die CDU erst so spät auf die Idee gekommen ist, die möglicherweise verfallene Zweitstimme zu thematisieren. Das ist schlechter Wahlkampf- aber da ist die Vorsitzende ja auch nicht besser...
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Toby
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. September 2005 - 18:17 Uhr:   

> Naja die meisten Leute tendieren eher dazu, eine Partei und keinen > Kandidaten zu wählen.

Unabhängig vom Fall Hohmann und dessen politischer Ausrichtung würde ich eine vermehrte Kandidatur parteiunabhängiger Direktkandidaten sehr begrüßen. Undabhängige Köpfe im Parlament neben den Parteienvertretern, das wäre doch grundsätzlich eine Bereicherung.

Unser Wahlrecht scheint aber die "Parteiendemokratie" zu präferieren, d. h. unabhängige Kandidaten sind gegenüber Parteienvertertern im Nachteil. Kein Wunder, dass es seit 1949 keiner mehr geschafft hat. Was aber wäre eigentlich so schlimm daran, wenn man neben den Fraktionen sagen wir ca. fünd bis zehn Prozent unabhängige MdBs hätten.Das wäre doch echt spannend, gerade in diesen Zeiten ...
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Dave
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. September 2005 - 18:37 Uhr:   

Nun, ich würde Hohmann nicht unbedingt als unabhängigen Kandidaten ansehen. Ansonsten gebe ich Dir Recht. Das Problem liegt wohl da, dass eine Kandidatur für einen einzelnen Kandidaten nahezu nicht finanzierbar ist...
Man müsste sich auch vorher einen stategisch günstigen Wahlkreis aussuchen.

Gruß, Dave
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Christoph Marenbach
Veröffentlicht am Freitag, 16. September 2005 - 17:11 Uhr:   

Hallo!
Mich interessiert brennend, welche Idee respektive welcher Grundsatz hinter dem Wahlgesetz, dass die Zweitstimme derer, die einen parteilosen Direktkandidaten, der in den Bundestag einzieht, wählen, verfällt.
Wer weiß etwas dazu? Danke!
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MMA
Veröffentlicht am Freitag, 16. September 2005 - 17:15 Uhr:   

@Christoph Marenbach:

Das steht am Anfang dieses Diskussionsstrangs.
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soulsurfer
Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 22:21 Uhr:   

weiss irgendwer, ob es schon zahlen für diesen wahlkreis gibt??? *lach*
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Micha
Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 22:36 Uhr:   

Auf der HP der Stadt Fulda steht Hohmann als direkt gewählt
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soulsurfer
Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 22:37 Uhr:   

haha, klasse
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micha
Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 22:39 Uhr:   

Allerdings bei der Übersicht über die Stimmen (Erst und Zweit) unter ferner liefen ..., sorry, keine Ahnung was das soll
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 22:39 Uhr:   

Der hessische Rundfunk sagt: es ist noch offen, aber Hohmann läge noch im Rennen!
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Fragender
Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 22:43 Uhr:   

Die Fuldaer Zeitung meldet, Hohmann beende seine politische Karriere, damit ist er wohl nicht gewählt.
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 23:01 Uhr:   

Hohmann beendet seine politische Karriere


FULDA (ms) Noch immer kein Endergebnis, aber nach dem derzeitigen Trend - Michael Brand (CDU) vorne - hat Martin Hohmann (parteilos) soeben im Fuldaer Landratsamt seine politische Laufbahn für beendet erklärt.

18.09.2005
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Micha
Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 23:05 Uhr:   

Gut so. Allerdings sollte die Stadt Fulda ihre HP mal überprüfen: Auf die Frage: "Wer wurde direkt gewählt" taucht als Klick unter der Überschrift 18.9.2005 auf "Martin Hohmann-parteilos" ...
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Klaus
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 00:21 Uhr:   

Hohmann hat nicht gewonnen.

Wahlkreisergebnis im Wahlkreis 176 – Fulda

[Link repariert - Anm. des Admins]
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Wuschel
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 02:25 Uhr:   

Und so wurde der nächste gewählt der in seinen leben ausgesorgt hat,und macht nix dafür ausser sein dummes Maul aufzumachen.hmm sorry aber ich denke so.
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Toby
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 12:23 Uhr:   

Was haltet Ihr eigentlich von dem Gutachten von Prof. Dr. Schachtschneider, das Hohmann sozulagen als letzte Trumpfkarte aus dem Ärmel gezogen hat - allerdings vergeblich, wie man sieht ...

http://www.hohmanndirekt.de/Gutachten%20Schachtschneider.pdf
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MMA
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 12:40 Uhr:   

Was sind denn das für Argumente?
"Zu den unabhängigen Abgeordneten würde Martin Hohmann gehören, der sein Mandat als Vertreter des ganzen Volkes allein seinem Gewissen verpflichtet, ohne Partei- und Fraktionsbindung, wahrnehmen könnte. Es würde ihm leichter als allen anderen Abgeordneten fallen, stellvertretend für das ganze Volk Sittlichkeit walten zu lassen." (S. 6f)
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MMA
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 12:42 Uhr:   

Nachtrag: Das Zitat geht noch weiter, ich habe versehentlich einen Punkt hinter "lassen" gesetzt.
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Sporadischer Besucher
Veröffentlicht am Montag, 17. Oktober 2005 - 15:29 Uhr:   

@Matthias Cantow (15.9.05 - 15:51): 'Das ist aber kein "doppelter Stimmerfolg"
im Sinne vom doppelten Erfolgswert, wie Du ihn mir gerade erklärt hast und
Bernhard aufgezählt hat. Die Erststimme wird auf das Zweitstimmenergebnis
dieser Partei angerechnet, es ist nur eine doppelte Unterstützung zur
Überwindung der Sperrklauseln, wie sie von der Mehrheit der Wähler vollzogen
wird.'

Nachdem die Diskussionen zum aktuellen Thema (Bundestagswahl) ausklingen, ist
jetzt wieder Gelegenheit, sich Grundsatzfragen zuzuwenden.

Vorbemerkung zum Stil: Herr Lehrer, ich bin nicht Ihr dummer Schuljunge.

Zur Sache: Würden in der besagten Konstellation die Wähler nicht splitten,
dann würde nur eine der beiden Parteien in den Bundestag einziehen. Durch das
Splitten ziehen aber zwei Parteien ein. Durch das Splitten haben also diese
Wähler einen zusätzlichen Einfluß auf das Ergebnis der Wahl.

Wenn Sie nun der Auffassung sind, daß hier kein doppelter Stimmerfolg
vorliege, was hat dann der Umstand zu bedeuten, daß diese Wähler durch das
Splitten einen zusätzlichen Einfluß ausüben.
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Matthias Cantow
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Oktober 2005 - 11:27 Uhr:   

@Sporadischer Besucher
Vorbemerkung zum Stil: Herr Lehrer, ich bin nicht Ihr dummer Schuljunge.

<mich sehr, sehr ratlos sehend>
Hmh, worauf bezieht sich das? Ich bin eigentlich um einen guten Ton/Stil bemüht (müsste ja auch selbstverständlich sein) und meine nicht, dass ich in meinem angesprochenen Beitrag besserwisserisch rüberkam, oder? Zumal ich hier selbst ständig mehr dazulerne, als ich zur Beantwortung von Fragen beitrage.

Oder bezieht sich das „Lehrer“ -> „dummer Schüler“ auf mein Duzen? Bei Diskussionen in Internet-Foren, so auch in diesem, ist aber seit vielen Jahren das Duzen üblich. Das ist keine Form von Unhöflichkeit, sondern ergab sich aus der Geschichte dieses Mediums und dem Verhältnis der ersten, vor allem jungen Nutzer zueinander. Daran musste ich mich auch erst gewöhnen.

Mit zunehmender Internetnutzung durch nicht so technikvertraute bzw. ältere Bevölkerungsgruppen mag das zwar für diese sehr befremdlich wirken, aber das ist ein Teil der Kultur dieses Mediums. Wenn jemand gesiezt werden möchte (womit ich kein Problem habe, ich möchte es aber nicht werden), muss er das hier (noch) explizit betonen, auf jeden Fall darf er sich nicht wundern, dass er geduzt wird, vor allem wenn er unter einem Pseudonym auftritt, aus dem weder Anredewunsch noch Alter zu erkennen sind.

</mich sehr, sehr ratlos sehend>

(Wenn das jetzt belehrend rüberkam - es ist auf jeden Fall nicht so gemeint!)

Zum zusätzlichen Einfluß: Der Erfolgswert dieser Wähler ist gleich dem der anderen Wähler, die mit ihrer Zweitstimme eine, die Sperrklauseln überwindende Partei gewählt haben (ÜM lasse ich jetzt mal außen vor.) Sie haben allerdings mit ihrer erfolgswertlosen Erststimme dazu beigetragen, dass der Erfolgswert der Wähler über die Grundmandatsklausel ins Parlament einziehende Partei nicht verfällt, das ist jedoch was anderes als die von Bernhard aufgezählten Varianten einer Erfolgswertvergrößerung.
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Sporadischer Besucher
Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Oktober 2005 - 15:12 Uhr:   

@Matthias Cantow: "<mich sehr, sehr ratlos sehend>"

Dieser Ratlosigkeit hoffe ich abzuhelfen:

Es mag ja sein, daß manche (oder meinetwegen auch viele) in der Anonymität des Internet (dabei ist belanglos, ob man unter einem Pseudonym oder unter einen "normalen" Namen, der auch nicht der richtige sein muß, auftritt) Umgangsformen praktizieren, die sonst nicht ohne weiteres üblich sind. Ich nehme an, daß Sie mich wahrscheinlich nicht geduzt hätten, wenn wir - sagen wir einmal in einem Zugabteil, also auch anonym: man stellt sich da nicht vor - ins Gespräch gekommen wären.

Woran man den Anredewunsch erkennen könnte. Wir haben ja schon häufiger diskutiert. Dabei habe ich - wenn sich eine Anrede ergab - immer konsequent gesiezt. Sie mögen nun einwenden, daß ein 14-jähriger Junge, der seinen Lehrer siezt, damit ja auch nicht zum Ausdruck bringt, daß er ebenfalls gesiezt werden will ... ;-)

Ich meine, daß das 'Sie' gerade in der Anonymität den Umgangsformen zuträglicher ist als das 'Du'. (Der Umgangston war in letzter Zeit häufiger Thema - gerade auch unter "Alteingesessenen" des Forums. Lesend bin ich seit ca. 4 Jahren sporadisch dabei.)

Im übrigen sollte in einer pluralistischen Gesellschaft auch im Internet nicht nur ein "Einheits-Du" möglich sein.

Aber dies war nicht der Grund für meine Vorbemerkung zum Stil, sondern die Kombination mit bestimmten Formulierungen, z.B.: "wie Du mir gerade erklärt hast". Da klingt zwischen den Zeilen das mit, weswegen auch die deutschen Lehrer in der PISA-Studie schlecht abgeschnitten haben. Danach scheint es in deutschen Schulen weitverbreitet zu sein, Schülern direkt oder indirekt zu verstehen zu geben, ob sie denn nicht merkten, welchen Stuß sie gerade redeten. Offenbar ist vielen Lehrern, die diesen Stil praktizieren, nicht bewußt, was sie damit anrichten, sondern sie sehen darin sogar eine geeignete "pädagogische Methode", um Einsichten zu vermitteln.

(Im übrigen hatte ich gar keine Erklärung für Erfolgswert geliefert, sondern lediglich auf die sich aus dem jeweiligen Wahlsystem ergebenden Unterschiede für die Verwirklichung des Gleichheitsgrundsatzes hingewiesen, ohne jedoch zu definieren, was ich unter Erfolgswert verstehe. Insofern hatte Ihre Bemerkung für mich nicht einmal einen sachlichen Bezug.)

Weitere Beispiele (aus unserem zweiten Themenkreis):

"Du verwechselst 'Aus-'wahl und Wahl. Schau Dir mal bitte an, ..." - Das erscheint zwar auf den ersten Blick ausgesprochen höflich, erinnert aber doch an subtile Bemerkungen eines Lehrers, der damit zum Ausdruck bringen will: Hättest Du die Lektion xy richtig durchgearbeitet, würdest du nicht derart elementare Dinge verwechseln; bevor Du das nicht nachgeholt hast, lohnt es eigentlich nicht weiterzureden ...

"Natürlich ... natürlich ... Natürlich ..." - Dieses Stakkato weckt Assoziationen an einen gereizten Lehrer, den es nervt, daß er von Schülern umgeben ist, die nicht einmal die einfachsten Sachen begreifen, selbst wenn er alles noch so oft erklärt. Dabei verstellt dann die Gereiztheit den Blick dafür, daß da vielleicht etwas daran sein könnte, was die Schüler sagen, auch wenn es bei vordergründiger Interpretation nichtssagend erscheint.

(Ich hatte formuliert nach dem Muster: 'Man kann nicht das und das tun, dann aber verlangen ...' Vordergründig betrachtet, trifft eine solche Aussage natürlich ;-) nicht zu, weil man ja genau das alles getan hat und trotzdem verlangt, daß ... Aber sagen wollte ich mich damit: 'Wenn man das und das ins BWG schreibt, muß man sich nicht wundern, wenn es da und dort knirscht.' Ich war schon verwundert, mit welchem Nachdruck Sie alle diese Dinge verteidigt haben, die ich schon vom Ansatz her für konstruktive Mängel des Wahlrechts halte ...)

(Vorsorglich: Die Nachsicht ist gewährt. Dafür, daß das bei mir so ankam, erwarte ich jetzt keine Entschuldigung oder sonstige Ergebenheitsadresse, wie das manchmal hier im Forum gefordert wird, wenn einem etwas nicht gefallen hat. Ich finde solche Forderungen albern.)

Aber vielleicht hatte ich zu viele Punkte auf einmal angesprochen. Und vielleicht sollte man sich bei derart schwierigen Themen öfters vergewissern, daß jeder dasselbe meint - getreu der Empfehlung Ciceros:
Jede wissenschaftliche Darlegung muß von der Begriffsbestimmung ausgehen, damit man sehe, worum es eigentlich geht. (De officiis, I 2)

Deswegen hatte ich in unserem 2. Themenbereich schon einmal nachgefragt wegen des Unterschieds zwischen Auswahl und Wahl.

Wenn das jetzt belehrend rüberkam ...

Das kam nicht so.
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Sporadischer Besucher
Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Oktober 2005 - 15:20 Uhr:   

@Matthias Cantow: Diese Wähler "haben allerdings mit ihrer erfolgswertlosen Erststimme dazu beigetragen, dass der Erfolgswert der Wähler der über die Grundmandatsklausel ins Parlament einziehenden Partei nicht verfällt, das ist jedoch was anderes als die von Bernhard aufgezählten Varianten einer Erfolgswertvergrößerung."

Es mag unterschiedliche Typen von Erfolgswertvergrößerung geben. Aber daraus kann nicht gefolgert werden, daß nur ein bestimmter Typ die einzig echte Erfolgswertvergrößerung bewirkt.

Mir ist nicht einsichtig, wieso eine (gesplittete!) Erststimme erfolgswertlos sein soll, obwohl sie mitentscheidend zum Erfolgswert der Zweitstimmen anderer Wähler beiträgt.

Die ganze Problematik ist u.a. aus folgenden Gründen nicht leicht zu durchschauen:

  • Es ist ein Konstruktionsprinzip des Wahlsystems, daß ein Wähler zwar 2 Stimmen hat, daß aber nur eine wirksam werden soll, ohne daß dies für den Wähler klar erkennbar wäre, wie dies geschieht (sozusagen ein Verfahren mit verdeckter Alternativstimmgebung; nicht verdeckt ist es lediglich, wenn die Erststimme einem Einzelbewerber gegeben wird).
  • Gleichzeitig mit der Wahl der Abgeordneten entscheiden die Wähler, welche Parteien überhaupt an der Sitzverteilung teilnehmen. Dazu ist jeweils ein Mindeststimmenquorum erforderlich: entweder 5 % der Zweitstimmen oder relative Mehrheit in 3 Wahlkreisen.
  • Eine einzelne Stimme entfaltet ihren Erfolgswert nur im "Zusammenspiel" mit anderen Stimmen.
  • In einem realen Wahlergebnis sind einfache und doppelte Erfolgswerte vermischt.


Nehmen wir nun den (didaktisch fruchtbaren) Fall einer Nachwahl an. Vor dieser Nachwahl habe

* die A-Partei 3% der Zweitstimmen und 2 Wahlkreise gewonnen,

* die B-Partei knapp 5% der Zweitstimmen, aber keinen Wahlkreis gewonnen.

In dem Wahlkreis gebe es eine Gruppe von 80.000 Wählern, die sowohl mit der A-Partei als auch mit der B-Partei sympathisiert. Um die Vermischung von Effekten zu vermeiden, sei außerdem angenommen, daß alle übrigen Wähler mit keiner der beiden Parteien sympathisieren.

Wendet man das Prinzip, daß nur eine Stimme wirksam werden soll, auch auf die Entscheidung der Wähler an, wer an der Sitzverteilung teilnehmen soll, darf diese Wählergruppe entweder nur der A-Partei oder nur der B-Partei zum Einzug in den Bundestag verhelfen. Nehmen wir weiter an: www.wahlrecht.de gebe aber dieser Wählergruppe die Empfehlung, die Erststimme dem Kandidaten der A-Partei und die Zweitstimme der Liste der B-Partei zu geben. Gewinnt nun die A-Partei den Wahlkreis und erreicht die B-Partei die 5%, waren die Stimmen dieser Wähler hinsichtlich der "Qualifikation zur Teilnahme an der Sitzverteilung" zweimal wirksam.

Wählern, die nicht splitten, räumt das Wahlrecht nicht die Möglichkeit ein, auch noch bei einer 2. Partei mitzuentscheiden, daß sie an der Sitzverteilung teilnimmt.
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Matthias Cantow
Veröffentlicht am Samstag, 05. November 2005 - 09:16 Uhr:   

@Sporadischer Besucher
Hab Ihren Beitrag gelesen und werde noch ausführlich drauf antworten, momentan lässt es meine Zeit nicht zu.

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