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dieter doedel
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Juni 2005 - 21:37 Uhr: | |
und ganz weg ist uli klose ja noch nicht: er wird direktkandidat in Harburg/bergedorf. wird eng, aber da ruehe dort nicht mehr antritt, koennte es klappen |

Sole
| | Veröffentlicht am Montag, 04. Juli 2005 - 09:37 Uhr: | |
Peter Sodann kandidiert in Sachsen für die PDS. Stefan Liebich hat jetzt seinen Listenplatz 4 in Berlin zugunsten eines Vertreters der türkischen Gemeinde aufgegeben. Dieser soll in Tempelhof-Schöneberg kandidieren. Dieser Wahlkreis dürfte trotz Linkspartei-Hype und "alternativer" Zusammensetzung eher belanglos für die PDS sein. Allerdings weiß man nie, ob und wieviel solche Netzwerk-Kandidaten über den Wahlkreis hinaus wirken. |

Tim Spier
| | Veröffentlicht am Montag, 04. Juli 2005 - 12:39 Uhr: | |
Die neue Linspartei scheint sich ja alle Mühe zu geben, möglichst prominente Kandidaten für die Bundestagswahl zu gewinnen. Lafontaine und Maurer bei der WASG, Sodann bei der PDS. Das sind schon Namen, die ziehen dürften. Ob die noch eine Überraschung aus den Hut zaubern werden? Zumindest gabe es jetzt regelmäßig jede Woche eine spektakuläre Kanidatur-Ankündigung. |

Sole
| | Veröffentlicht am Montag, 04. Juli 2005 - 12:44 Uhr: | |
Irgendwann müssen aber auch mal ein paar genuine PDS-Politiker auf dem Plan stehen. MV wird wohl eher "traditionell" daherkommen. Spieth, Sodann, Maurer, der Vertreter der Migranten, Lafontaine - Gysi. Vom traditionellen PDS-Tableau Ramelow, Bartsch, Enkelmann, Bisky, Kutzmutz, Dehm. Fehlt nur noch Hickel, obwohl der eigentlich nicht reinpasst. |

Tim Spier
| | Veröffentlicht am Montag, 04. Juli 2005 - 16:52 Uhr: | |
Einen Tag nach der Verkündung der Kandidatur hat Peter Sodann schon heftigen Gegenwind ... SPIEGEL ONLINE - 04. Juli 2005, 16:32 PDS-Kandidat Sodann Kulturstaatsministerin fordert Sendepause für "Tatort"-Kommissar Kulturstaatsministerin Christina Weiss ist irritiert von der Bundestagskandidatur des Schauspielers Peter Sodann auf der sächsischen PDS-Liste. Sie verlangt, dass der Tatort-Kommissar eine Sendepause einlegt. Die ARD reagierte ebenfalls. Berlin - Die überraschende Ankündigung von Peter Sodann, als Kandidat der PDS in Sachsen bei der Bundestagsneuwahl anzutreten, hat für pikierte Reaktionen im Kanzleramt gesorgt. Kulturstaatsministerin Weiss, sagte dem SPIEGEL: "Schleichwerbung, jetzt auch im 'Tatort'! Ich bin schockiert. Peter Sodann sollte seinem Vorbild Arnold Schwarzenegger folgen und während des Wahlkampfes auf fiktionale Fernsehpräsenz verzichten." Sodann hatte seine Kandidatur am Wochenende bestätigt; heute wurde er von PDS-Parteichef Lothar Bisky auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Oskar Lafontaine in Berlin vorgestellt. In der ARD-Serie "Tatort" spielt Sodann den Kommissar Bruno Ehrlicher. Er war wegen des Vorwurfs der politischen Hetze in der DDR mehrere Monate inhaftiert worden. Die ARD reagierte heute ebenfalls auf die Kandidatur. Es gebe eine ganz klare Regelung innerhalb der ARD, dass Schauspieler oder Moderatoren, die sich politisch engagieren, in dieser Zeit nicht auf dem Bildschirm sein dürfen, sagte Birthe Gogarten, Sprecherin des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), heute der Nachrichtenagentur ddp. Aktuelle "Tatort"-Folgen seien aber nicht betroffen, die nächste laufe erst am 30. Oktober und damit voraussichtlich nach der Wahl. Wie sich der MDR verhält, falls Sodann in den Bundestag einzieht, sei noch völlig unklar, hieß es weiter. |

Sole
| | Veröffentlicht am Montag, 04. Juli 2005 - 16:57 Uhr: | |
Gab es nicht im Bayern bei der CSU oder der SPD einen ähnlichen Fall? |

John Rawls
| | Veröffentlicht am Montag, 04. Juli 2005 - 17:17 Uhr: | |
SPD Bayern war das, es ging um den Sportreporter Günther Koch. http://www.pro-guenther-koch.de/indexgk.htm |

Gast
| | Veröffentlicht am Montag, 04. Juli 2005 - 20:56 Uhr: | |
Mein Gott! Es wäre ja gar nicht auszumalen, wie das den Wähler verwirren könnte, wenn am Vorwahlsonntag der Tatort mit Kommissar (allein diese Bezeichnung genügt in Vorwahlzeiten wegen ihrer Nähe zur linken Ideologie doch locker für ein Sendeverbot und hätte schon bei den letzten Wahlen die Alarmglocken der Rundfunkräte schrillen lassen müssen) Ehrlicher über die Mattscheibe flimmert - womöglich noch in roten Socken und bei der Aufklärung eines Korruptionsfalles - und danach sitzen bei Christiansen "echte" Politiker in den Sesseln und versuchen, den Wähler von ihren Programmen bzw. Partei zu überzeugen. Da haben die doch nicht den Hauch einer Chance beim fernsehschauenden Wähler zu punkten. Daher rufe ich die ARD auf, alle Tatortfolgen mit Peter Sodann gnadenlos bis zur nächsten Wahl aufs Eis zu legen. Der MDR und andere ARD-Rundfunkanstalten können diese Woche schon einmal anfangen, hier die Termine der nächsten planmäßigen "Wahlkampfauftritte" von Peter Sodann: 06.07.2005: 22.05-23.35 MDR - Tatort: Abseits 06.07.2005: 22.15-23.45 rbb - Tatort: Money! Money! 09.07.2005: 01.35-03.05 MDR - Tatort: Abseits Daraus ergeben sich jedoch für mich als Rundfunkgebührenzahler nun ganz andere Fragen: Was passiert eigentlich, wenn die Wahl (die ja noch gar nicht feststeht) erst im nächsten Jahr stattfindet, muss ich mir dann die Ehrlicher-Tatort-Folgen im Internet runter- und Christiansen schon ab 20.15 Uhr reinziehen? Könnte man Ehrlicher dann nicht besser aus Proporzgründen andere Spitzenkandidaten zur Seite stellen, z.B. die Listenerste der CDU-MV als Kollegin Bohne von der Sitte oder die CSU-Nummer 1 als Polizeipräsidenten Kasimir von und zu Hirschberg? (Die Frage ist dann nur, wer spielt die Leiche und wer den Mörder, aber hier habe ich schon eine Lösung und schlage die Einführung des Rotationsprinzips beim Tatort vor.) Dann klappt´s auch mit der nächsten Wahl und dem Tatort. |

Sole
| | Veröffentlicht am Montag, 04. Juli 2005 - 21:23 Uhr: | |
Lol. Das war wirklich mal ein lustiger Gastkommentar. |

Martin Jurgeit
| | Veröffentlicht am Dienstag, 05. Juli 2005 - 10:45 Uhr: | |
Tja ja, der Osten ist halt immer wieder für putzige Aktionen zu haben. Weiß eigentlich jemand, was aus der mecklenburgisch-vorpommerschen FDP-Karriere von Porno-Bond am Ende wurde? |

Sole
| | Veröffentlicht am Dienstag, 05. Juli 2005 - 11:29 Uhr: | |
leider nein. vermutlich dasselbe wie aus Immer-den-selben-Akkord-Bohlens DKP-Karriere |

M
| | Veröffentlicht am Dienstag, 05. Juli 2005 - 11:52 Uhr: | |
Stimmt, der wäre ja auch noch was für euch. Dann könntet ihr nach der PDS/WASG-Eingemeindung von SUPERillu, BILD und MDR auch noch den Brückenschlag zum Unterschichtenfernsehen hinbekommem ;-) |

AeD
| | Veröffentlicht am Dienstag, 05. Juli 2005 - 12:22 Uhr: | |
@Gast Die Rundfunkräte finden das gar nicht so lustig, obwohl die Regel der ARD nur eine Sperrfrist von 6 Wochen vor einer Wahl vorsieht, fordert Roland Wöller, medienpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im sächsischen Landtag und CDU-Vertreter im MDR-Rundfunkrat, Sodann auf, "von jetzt an Bildschirmabstinenz" zu üben (Quelle: AP-Meldung vom 4. Juli). In derselben Meldung wird auch berichtet, daß der MDR "zunächst nur zwei Wiederholungen im NDR und im RBB" streichen wird (welche wahrscheinlich, wie die Folgen in dieser Woche, kurz vor Mitternacht gesendet werden sollten). @M Du verwechselst Ostdeutsche mit PDS-Mitgliedern/Anhänger, außerdem wird sich der MDR-Intendant sicher jeder Nähe zu dieser Partei (und auch zum Osten) verwahren. |

Martin Jurgeit
| | Veröffentlicht am Dienstag, 05. Juli 2005 - 12:46 Uhr: | |
@AeD: Das war als ironische Anmerkung direkt auf Sole gemünzt und sollte natürlich nicht alle Ostdeutsche betreffen. Ich hätte das aber besser direkter kenntlich gemacht. "M" war übrigens ich, da war mal wieder was beim Posten schief gelaufen. Sorry. |

Nordlicht
| | Veröffentlicht am Dienstag, 05. Juli 2005 - 13:50 Uhr: | |
Bekommen eigentlich alle Berufsverbot sobald sie für ein Mandat kandidieren... Ärzte, Anwälte... alle machen Schleichwerbung... na ja, wer denn meint... |

Martin Jurgeit
| | Veröffentlicht am Dienstag, 05. Juli 2005 - 14:57 Uhr: | |
Also bei Kommunalwahlen würde ich mir das tatsächlich für Ärzte etc. wünschen. Dass der Hausarzt des Ortes nicht gewählt würde, ist wohl praktisch komplett ausgeschlossen. Bei uns vor Ort reichte es sogar mal, dass jemand nur denselben Nachnamen wie unser Arzt hatte und er wurde dann problemlos gewählt (hinterher haben sich dann alle gewundert ;-) Aber machbar ist so ein Ausschluss etc. bestimmter Personen natürlich nicht - das weiß ich auch. Aber in ein paar Jahren werden wir dann womöglich auch bei uns amerikanische Zustände haben, wo am Ende nur noch die außerhalb des Politikbereichs gesammelte Promminenz über den Wahlerfolg entscheidet. Dieser Tage hat übrigens Lance Armstrong angekündigt, dass er nach dieser Tour sehr gerne Gouverneur von Texas werden möchte. Ich vermute mal, den Job hat er sicher ... |

John Rawls
| | Veröffentlicht am Dienstag, 05. Juli 2005 - 15:04 Uhr: | |
Ach, iwo, amerikanische Zustände. Ein Governeursposten ist doch etwas anderes als ein Bundestagsmandat oder gar eins im Stadtrat, vorallem was die drüben doch recht geringe Verpflichtung angeht, sich in Strukturen einzuarbeiten. Und wer schon außerhalb der Politik ein gewissen Renomee aufgebaut hat, scheitert häufig an der ungewohnten Verpflichtung, alles gleich viermal in drei verschiedenen Gremien absegnen lassen zu müssen. Oder gleich am eigenen Ego. Warum wohl sind in Deutschland Leute wie Augstein, Unruh oder zuletzt Stollmann so grandios gescheitert? |

Sole
| | Veröffentlicht am Dienstag, 05. Juli 2005 - 15:40 Uhr: | |
Nele Hirsch, eine StudentInnenvertreterin in Deutschland (u.a. Vorstand fzs), kandidiert auf der Liste PDS Thüringen für den Bundestag. |

Martin Jurgeit
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 06. Juli 2005 - 21:08 Uhr: | |
Und schon hat sich die Kandidatur von Peter Sodann auch wieder erledigt. Man sollte sich so etwas halt doch etwas genauer im Vorfeld überlegen (aber wenigstens bleibt jetzt Sodanns Freundeskreis stabil). |

Sole
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 07. Juli 2005 - 00:10 Uhr: | |
Den Angriff auf seine Schauspieltätigkeit konnte er ja wohl kaum in der Form "voraussehen". Wenn sogar CDU-Uschi Glas findet, dass es zu weit geht, dann muss es wohl unerwartet hart gewesen sein. Andererseits, das Ganze könnte sich als Bumerang für jene erweisen, die sich wegen Sodann allzu weit vorgewagt haben. |

John Rawls
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 07. Juli 2005 - 04:56 Uhr: | |
Zumindest hat es die Linkspartei so geschafft, weitere drei Tage Medienfokus zu gewinnen. Man gewinnt ja manchenortens den Eindruck, als ob es nur noch darum ginge, zwischen diesen und der Union zu entscheiden... |

Sole
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 07. Juli 2005 - 09:29 Uhr: | |
Gibts denn noch andere Parteien? ;) Zumindest gewinnt man tatsächlich den Eindruck. In Jena kandidiert jetzt Uwe Barth für die FDP, für die Grünen stehen mit Eugen Weber (Amtsrichter Gera) und Matias Mieth (ex Dezernent Jena) zwei nicht unbedingt herausragende Figuren zur Wahl und die SPD schoss erst den langjährigen Inhaber des Direktmandates Schönfeld ab. Nun hat Kandidat Blumentritt telefonisch aus dem Urlaub mitgeteilt, er werde die Kandidatur zurückziehen, sofern man in seiner Abwesenheit tatsächlich den OB-Kandidaten für nächstes Frühjahr kürt (worauf er auch schon schielt, es gibt aber drei weitere Bewerber). Blumentritt ist Ortsbürgermeister im sozialen Brennpunkt Jena-Lobeda. Gegenwärtig wird die Stadt von der FDP regiert. In den nächsten Tagen werden die Medien sich aber wohl mehr darum kümmern, wen Merkel ins Kabinett will und was die Grünen so treiben. Dann ist irgendwann die SPD dran, wobei mich wundert wie wenig Resonnanz auf die Vorstellung des Programms kam, die bei der PDS auch noch aussteht. |

Patrik
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 07. Juli 2005 - 10:07 Uhr: | |
Gerüchte besagen, das in SH für die Linkspartei auch ein Promi kandidieren soll. Gehandelt wird der Name Neskovic, seiner Zeit für das Drogenurteil bekannt (4 Kilo Haschisch ist noch straffrei, da Eigenbedarf). Nun ist Neskovic Richter beim BGH. Gehandelt wurde auch Günter Grass - das ist wohl echter Quatsch. Das da aber was ausgehandelt wird ist wohl ziemlich wahrscheinlich, da plötzlich der Parteitag der PDS aom 10.7 auf dem 31.7 verschoben wurde. Daß der Parteitag wegen der WASG in SH verschoben wurde scheint auch nicht stichhaltig, da die Führung der WASG ein Bündnis kategorisch ablehnt. Also: irgendwas ist da im Busch - hinterm Deich. |

Sole
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 07. Juli 2005 - 10:44 Uhr: | |
Die PDS hat fast überall ihre Landesparteitage auf nach dem 17.07. verschoben. Günther Grass als DEN Sozialdemokraten und PDS-Hasser schlechthin kann ich mir aber noch weniger vorstellen als eine PDS-Kandidatur von FDP-Wahlkämpfer Wolfgang Biermann. Was der WASG-Landesverband in SH will, ist wohl ziemlich irrelevant. |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Freitag, 08. Juli 2005 - 09:53 Uhr: | |
@Sole: > Den Angriff auf seine Schauspieltätigkeit konnte er ja wohl > kaum in der Form "voraussehen". Da die entsprechenden Regeln schon seit Jahren gelten (wir hatten ja auch hier im Forum über einen analogen Fall in Bayern diskutiert), hätte Sodann das natürlich voraussehen können. Offenbar haben weder er noch die PDS es für nötig befunden, sich vorher zu informieren. Oder aber das Ganze war ein abgekartetes Spiel, um etwas Medienresonanz zu gewinnen und die Legende vom bösen MDR und der unschuldig verfolgten PDS zu nähren. > Wenn sogar CDU-Uschi Glas findet, dass es zu weit geht, dann muss > es wohl unerwartet hart gewesen sein. Wenn eine Uschi Glas etwas nicht weiß oder kapiert sagt das wohl überhaupt nichts. Mir scheint einfach die PDS in ihrer Gier nach Promis und Schlagzeilen etwas übertrieben zu haben. |
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