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Unterverteilung

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c07
Veröffentlicht am Montag, 14. Juli 2003 - 09:20 Uhr:   

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C.-J. Dickow
Veröffentlicht am Montag, 14. Juli 2003 - 11:21 Uhr:   

Deine Berechnungsmethode würde kleinere und mittlere Parteien in kleinen Ländern extrem benachteiligen. Ein Beispiel aus Hamburg: Rechnerisch würden danach der Hansestadt 12 Sitze zustehen (896.640 zu berücksichtigende Stimmen in Hamburg bei 44.620.479 zu berücksichtigenden Stimmen bundesweit unter Vorabzug der beiden PDS-Abgeordneten = 11,98 Sitze ohne PDS-Vorabzug = 12,00 Sitze).

Nach den parteiinternen Verteilungen entfielen auf:
SPD 404.738 von 18.488.668 Stimmen = 5,41 von 247 Sitzen = 5 Sitze
CDU 270.318 von 14.167.561 Stimmen = 3,61 von 189 Sitzen = 3+1 Sitze
Grüne 156.010 von 4.110.355 Stimmen = 2,09 von 55 Sitzen = 2 Sitze
FDP 65.574 von 3.538.815 Stimmen = 0,87 von 47 Sitzen = 0+1 Sitze
Da die SPD alle sechs Wahlkreise gewonnen hat, erhält sie auch sechs Sitze, so daß man nach Deinem System einen den anderen Parteien wegnehmen müsste. Das könnte wohl nur die CDU sein, weil diese bei der Restsitzverteilung am knappsten einen Sitz erhalten hat. Folge wäre, daß die SPD mit 50% mehr Stimmen 100% mehr Sitze als die CDU aus dem Bundesland erhielte. Das erscheint mir auch nicht gerecht.
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c07
Veröffentlicht am Montag, 14. Juli 2003 - 12:49 Uhr:   

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Thomas Frings
Veröffentlicht am Montag, 14. Juli 2003 - 17:49 Uhr:   

@c07

"Vielleicht wär für die Unterverteilung ein Verfahren am besten, das die Parteien nicht isoliert betrachtet, sondern kombiniert, indem es bei der Restsitzvergabe einen Landesverband aus dem Rennen nimmt, wenn dessen Land bereits überrepräsentiert ist,..."

Man kann eben nicht gleichzeitig den Proporz zwischen den Ländern als ganzen und zwischen den Landeslisten gleichzeitig optimieren. Hat man feste Sitzquoten für die Länder hat und gleichzeitig eine Oberverteilung kommt es teilweise zu erheblichen Disproportionalitäten innerhalb der Länder. Auch bei der jetzt weitgehend abgeschafften Apparentierung in Belgien kamen teilweise abstruse Ergebnisse raus.
Einen vollständigen regionalen Proporz halte ich auch für überflüssig.
In Belgien gab es bis 1999 eine Unterverteilung
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C.-J. Dickow
Veröffentlicht am Montag, 14. Juli 2003 - 18:25 Uhr:   

@c07

Wäre die Wahlbeteiligung (bei gleicher Verteilung der Stimmen auf die Parteien) in Hamburg ca. 1,5 - 2 Prozentpunkte höher gewesen, so hätte die SPD auch kein Überhangmandat gehabt. Wir haben aber nunmal keine niedrigere und keine höhere Wahlbeteiligung in Hamburg gehabt, sondern diese. Die Diskussion ist also akademisch. Ich kann nur nicht nachvollziehen, warum die CDU-Hamburg wegen eines SPD-Überhangmandates in dieser Stadt einen Sitz an eine andere CDU-Landesliste abgeben sollte. Das erscheint mir eine sachfremde Verquickung zweier Verteilungssysteme zu sein.
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Martin Fehndrich
Veröffentlicht am Montag, 14. Juli 2003 - 21:30 Uhr:   

@c07
Der letzte Sitz wird unabhängig von den Stimmenzahlen allein anhand der Randbedingungen verteilt, wenn's sein muß an eine Liste ohne eine einzige Stimme für einen Kandidaten, auf den das Land auch verzichten kann. Das kann es eigentlich nicht sein. Der Versuch zuviele Bedingungen gleichzeitig erfüllen zu wollen, führt zu arg merkwürdigen Ergebnissen. Eine klare Prioritätensetzung ist da schon besser, also z.B. Direktmandate, Partei, Landesliste und beim Land kumulieren sich dann eben die Rundungsungenauigkeiten.
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c07
Veröffentlicht am Dienstag, 15. Juli 2003 - 03:10 Uhr:   

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Martin Fehndrich
Veröffentlicht am Donnerstag, 17. Juli 2003 - 14:52 Uhr:   

Ich seh nicht, warum Hare-Niemeyer bei der Unterverteilung (anders als bei der Oberverteilung) "gerechter" als Sainte-Laguë sein soll, so daß Sainte-Laguë für die Unterverteilung inhaltlich kaum zu rechtfertigen ist.

Wenn die Sitzzahl des Landes wirklich eine zu optimierende Größe darstellt (neben der Oberverteilung), dann bleibt für den letzten Sitz keine andere Wahl.

Vor allem sehe ich nicht, daß die Sitzzahl der Länder wirklich ein zu optimierendes Kriterium sein soll (was ja heißt, daß ich die Kandidaten der anderen Parteien in meinem Bundesland zu einem gewissen Maße mitwähle). Die Forderung geht im übrigen über kumulierte Rundungsdifferenzen hinaus, in den neuen Ländern müßten für die verfallenen PDS-Stimmen einiges gegen den Listeninternen Proporz richtung Osten verschoben werden.
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c07
Veröffentlicht am Donnerstag, 17. Juli 2003 - 22:03 Uhr:   

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