Themen Themen Profil Profil Hilfe/Anleitungen Hilfe Teilnehmerliste Teilnehmerliste [Wahlrecht.de Startseite]
Suche Letzte 1|3|7 Tage Suche Suche Verzeichnis Verzeichnis  

Halbautomatische Methode

Wahlrecht.de Forum » Wahlsysteme und Wahlverfahren » Sitzzuteilungsverfahren: Hare/Niemeyer, d’Hondt etc. » Halbautomatische Methode « Zurück Weiter »

Autor Beitrag
 Link zu diesem Beitrag

c07
Veröffentlicht am Mittwoch, 16. April 2003 - 20:37 Uhr:   

 Link zu diesem Beitrag

c07
Veröffentlicht am Mittwoch, 16. April 2003 - 21:15 Uhr:   

 Link zu diesem Beitrag

Martin Fehndrich
Veröffentlicht am Mittwoch, 16. April 2003 - 22:48 Uhr:   

Was wesentlich anderes machen die Divisorverfahren auch nicht. Sie definieren sich ihre "Quote" in deren Rahmen sie runden.
 Link zu diesem Beitrag

c07
Veröffentlicht am Donnerstag, 17. April 2003 - 09:44 Uhr:   

 Link zu diesem Beitrag

Thomas Frings
Veröffentlicht am Donnerstag, 17. April 2003 - 10:55 Uhr:   

Die automatische Methode ist mit Abrundung identisch mit d'Hondt und mit Standardrundung nichts anders als Sainte Lague. Insofern können sie gar nicht mehr oder weniger proportional sein als diese Verfahren.
 Link zu diesem Beitrag

c07
Veröffentlicht am Donnerstag, 17. April 2003 - 12:19 Uhr:   

 Link zu diesem Beitrag

Martin Fehndrich
Veröffentlicht am Donnerstag, 17. April 2003 - 12:20 Uhr:   

@Thomas
Die Idee ist, daß bei einem knappen Ergebnis (geringe Differenz zwischen letzter Höchstzahl mit Sitzanspruch und erster Höchstzahl ohne Sitzanspruch) beide oder keine Partei einen Sitz erhält, das Gremium größer oder kleiner wird und so besonders unproportionale Verteilungen unwahrscheinlicher sind.
 Link zu diesem Beitrag

Thomas Frings
Veröffentlicht am Donnerstag, 17. April 2003 - 13:55 Uhr:   

@c07
Hier ein Gegenbeispiel. Muß aber zugeben, daß die halbautomatische Methode wohl wirklich in aller Regel am proportionalsten ist. Hier ein Beispiel für 10 Sitze:

A 337
B 253
C 254
D 53
E 51
F 52

Sitzverteilung Sainte Lague: 3-2-2-1-1-1
Sitzverteilung halbautomatisch: 3-3-3-1-1-1

Die durchschnittliche Abweichung ist hier bei Sainte Lague größer, die Wurzel der Summe der quadrierten Abweichung aber kleiner da es keinen Ausreißer gibt (wie bei Partei A bei der automatischen Methode).
 Link zu diesem Beitrag

c07
Veröffentlicht am Donnerstag, 17. April 2003 - 14:32 Uhr:   

 Link zu diesem Beitrag

c07
Veröffentlicht am Donnerstag, 17. April 2003 - 14:39 Uhr:   

 Link zu diesem Beitrag

c07
Veröffentlicht am Donnerstag, 17. April 2003 - 16:09 Uhr:   

 Link zu diesem Beitrag

Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Donnerstag, 17. April 2003 - 16:29 Uhr:   

Das Beispiel zeigt, wie problematisch bei kleinen Gremien eine gerade Sitzanzahl ist: Obwohl es bei den Wählern recht klare Mehrheiten für diverse Koalitionen gibt, laufen die dann im Parlament fast alle auf ein Patt hinaus.
Insbesondere die Koaltionen A/B oder A/C haben ja eine sehr klare Mehrheit - können aber trotzdem nicht regieren.
Und deswegen würde ich bei kleinen Gremien nur Verfahren einsetzen, die die (ungradzahlige) Zahl der Sitze garantieren - das wäre dann nix mit dem "automatischen Verfahren".

Bei großen Gremien wie dem Bundestag dagegen fallen diese Bedenken weg. Wenn da ein Wahlergebnis so knapp ist, daß es auf ein 301:299 rausläuft, dann wäre ein Patt an Sitzen fast ehrlicher.

Und da auch derzeit wegen Überhangmandaten etc. die genaue Sitzzahl nicht wirklich garantiert ist, wäre die automatische Verteilung vielleicht eine gute Idee.
 Link zu diesem Beitrag

Thomas Frings
Veröffentlicht am Donnerstag, 17. April 2003 - 16:45 Uhr:   

@ c07
Mein Ergenis:
Halbautom.: 1,2321
St.-L.: 1,1836
 Link zu diesem Beitrag

c07
Veröffentlicht am Donnerstag, 17. April 2003 - 19:07 Uhr:   

 Link zu diesem Beitrag

Martin Fehndrich
Veröffentlicht am Freitag, 18. April 2003 - 21:37 Uhr:   

Die halbautomatische Methode wird ansatzweise bei den Wahlen zur Kammerversammlung der Ärztekammer Niedersachsen benutzt (wenigstens laut Wahlordung). Bei der Verteilung von 100 Sollsitzen auf sechs Wahlkreise wird kaufmännisch gerundet, so daß 98 bis 102 Sitze herauskommen könnte.

Wahlordnung für die Wahlen zur Kammerversammlung der Ärztekammer Niedersachsen (WO-ÄKN) - vom 28.10.1995, zuletzt geändert am 10.12.2002

§ 2

Für die Durchführung der Wahl werden Wahlkreise gebildet. Wahlkreise sind

Aurich/Osnabrück
Braunschweig
Göttingen/Hildesheim
Hannover
Lüneburg/Stade/Verden
Wilhelmshaven/Oldenburg


§ 3

(1) Für je 300 wahlberechtigte Kammermitglieder ist ein Mitglied zu wählen, jedoch höchstens 100 Mitglieder. Kommt diese Begrenzung zur Anwendung, so erhöht sich die für die Wahl eines Mitgliedes der Kammerversammlung maßgebliche Zahl wahlberechtigter Kammermitglieder entsprechend; diese Zahl tritt an die Stelle derjenigen nach Satz 1. Verbleibt bei der Teilung der Zahl der in einem Wahlkreis vorhandenen wahlberechtigten Kammermitglieder durch die nach Satz 1 oder Satz 2 maßgebliche Zahl ein Rest von mehr als der Hälfte dieser Zahl, so ist in dem Wahlkreis ein weiteres Mitglied zu wählen. Dies gilt auch dann, wenn dadurch die in Satz 1 bestimmte Höchstzahl überschritten wird.

http://www.aekn.de/web_aekn/bibliothek.nsf/PreviewBiblioView/D0F298BB134AE6C6C1256CB60025CAC1
 Link zu diesem Beitrag

c07
Veröffentlicht am Sonntag, 20. April 2003 - 01:59 Uhr:   

 Link zu diesem Beitrag

Torsten Schoeneberg
Veröffentlicht am Freitag, 20. Februar 2004 - 22:16 Uhr:   

Die Idee mit der variablen Sitzzahl ist gar nicht schlecht. Wenn doch im Grunde das Ziel ist, einen bestimmten Fehler zu minimieren, und das mit ertragbaren Schwankungen in der Gesamtsitzzahl machbar ist, warum nicht? Natürlich bietet sich dafür dann auch Sainte-Lague als Verfahren an, weil es die Paradoxien bei solchen Schwankungen vermeidet und auch noch den entscheidenden Fehler minimiert. Mir schwebt folgende Regelung vor:

Das Gremium hat die Zielgröße M. Betrachtet wird aber jede Gesamtmandatszahl zwischen M-x und M+x, wobei x geeignet bestimmt werden kann. Für jede in diesem Bereich liegende Größe wird die Sitzverteilung nach Sainte-Lague berechnet. Es wird dann dasjenige Gremium benannt, für das die Abweichung (aus Sicht des Wählers, s. c07s Formel) am geringsten ist. Bei identischen Abweichungen ist das Gremium zu besetzen, dessen Größe näher an der Zielgröße M liegt.

Also z.B. der Bundestag hat dann die Größe 598 +- 20, und es wird letztendlich die Zahl genommen, für die die Verteilung nach Sainte-Lague am "gerechtesten" (der Fehler minimal) ist. Wenn man auf ungerade Sitzzahlen Wert legt, werden eben nur die ungeraden Größen innerhalb des Bereichs betrachtet.

Problem: Dann kommt man natürlich beim geltenden (BT-)Wahlrecht nicht zur genau hälftigen Besetzung mit Direktkandidaten. Aber erstens gibt es die dank Überhangmandaten ohnehin nicht und zweitens ist es ja auch völlig egal, ob die durch die Zweitstimme vergebenen Plätze zu 40% oder 60% von unbekannten Direktkandidaten oder unbekannten Listenkandidaten ausgefüllt werden.
 Link zu diesem Beitrag

c07
Veröffentlicht am Samstag, 21. Februar 2004 - 07:02 Uhr:   

Beitrag verfassen
Beitrag:
Fett Kursiv Unterstrichen Erstelle Link Clipart einfügen

Benutzername: Hinweis:
Dies ist ein geschützter Bereich, in dem ausschliesslich registrierte Benutzer Beiträge veröffentlichen können.
Kennwort:
Optionen: HTML-Code anzeigen
URLs innerhalb des Beitrags aktivieren
Auswahl:

Admin Admin Logout Logout   Vorige Seite Vorige Seite Nächste Seite Nächste Seite