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Veronique Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2013 - 23:12 Uhr: | |
Guten Abend, auffaellig am Ergebnis der diesjaehren BT-Wahl ist die grosse Anzahl verschenkter Stimmen - der Stimmen fuer die Parteien, die an der Fuenfprozenthuerde gescheitert sind. Mit fast 16 Prozent ist dies deutlich mehr als bei den letzten BT-Wahlen und in meiner Waehlerkarriere kann ich mich auch nicht erinnern, dass dies bei frueheren Wahlen ein Thema war. Die einzige Partei der letzten Jahre, die zunaechst gelegentlich auf der Kippe stand, war die PDS, die Zweitstimmen aber ueber die 3 Direktmandate retten konnte. Koennte nun Bewegung in die Frage der Verfassungsmaessigkeit der Fuenfprozenthuerde kommen? Gibt es hierzu aktuelle Diskussionen? Wer konnte ein Verfahren beim BVerfG anstrengen? Der benachteiligte Waehler, dessen Stimme nicht zaehlt? Die gescheiterte Partei? Gruss aus Berlin |

Veronique Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2013 - 23:24 Uhr: | |
Ich habe nur die PDS genannt, aber gerade fiel mir ein: in den 90ern spielten DVU, Republikaner, NPD und Konsorten ja auch noch eine groessere Rolle bei den BT-Wahlen, aber ich meine, so hoch wie 2013 war der Anteil der Stimmen fuer Parteien unter 5 Prozent noch nie. |

Ratinger Linke
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| | Veröffentlicht am Dienstag, 24. September 2013 - 00:25 Uhr: | |
@Veronique: "Wer konnte ein Verfahren beim BVerfG anstrengen?" Jede Wahlberechtigte, nachdem ihr Wahleinspruch vom Bundestag abgelehnt worden ist. |

ulf Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 27. September 2013 - 15:09 Uhr: | |
Wie sähe die Sitzverteilung im BT ohne Prozenthürde aus ? Stimmt diese Grafik: http://static.ow.ly/photos/original/3dYCw.jpg ? |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Freitag, 27. September 2013 - 15:31 Uhr: | |
"Wie sähe die Sitzverteilung im BT ohne Prozenthürde aus ?" Das kann man seriös nicht dagen, weil dann das Wahlverhalten und auch das Kandidaturverhalten anders wäre (PDS und WASG hätten z. B. ohne Sperrklausel nicht fusioniert). |

Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Freitag, 27. September 2013 - 16:12 Uhr: | |
Abgesehn davon ist es auch sonst falsch. Das verwendete Sitzverteilungverfahren ist offenbar kaufmännische Rundung bei 598 Sitzen und Verteilung der verbleibenden Sitze an die größten 0-Sitz-Parteien. So verzerrend ist nichtmal Hare/Niemeyer. |

Arno Nymus
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Samstag, 28. September 2013 - 04:06 Uhr: | |
Ich stimme meinen Vorrednern zu. Rein rechnerisch würde sich mit diesen Zweitstimmen bei einer Sainte-Lague-Verteilung und einer Hausgröße von 598 folgendes Ergebnis ergeben: CDU 205, SPD 154, Lin 51, Grü 51, CSU 45, FDP 29, AfD 28, PIR 13, NPD 8, FW 6, Tie 2, ÖDP 2, REP 1, PAR 1, pro 1, BP 1, alle anderen 0 Als Divisor eignet sich z.B. 72880 (oder z. B. auch jede andere Zahl zwischen 72866 bis 72883); der letzte Sitz geht an die CSU, der nächste Sitz würde der LINKEN zustehen. Der Unterschied liegt bei 818 bis 946 Stimmen. CDU, GRÜNE, CSU und die ödp hätten Anspruch auf je einen mehr als in der Grafik angegeben. Dafür hätten die Kleinstparteien unter der BP keine Sitzansprüche. Aber das berücksichtigt weder die Feinheiten des tatsächlichen Wahlsystems (im Wesentlichen wird hier nur einer statt etwa 8 Schritte durchgeführt) noch die Tatsache, dass der Wegfall der Sperrklausel natürlich gerade bei den Parteien, die tatsächlich an der Sperrklausel gescheitert sind, wahrscheinlich andere Stimmenzahlen bewirkt hätte. Es ist ein reines Zahlenspiel. |
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